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Der Fall Gustl Mollath

2.838 Beiträge, Schlüsselwörter: Betrug, Bayern, Psychiatrie, Psiram, Staatsanwaltschaft, Beate Merk, Gustl Mollath

Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 20:26
jaska schrieb:Frau Vorsitzende, ganz kurz, darf ich mir einen Schluck Wasser eingießen?", fragt Mollath. "Ich würde dann gern noch den Antrag von Herrn Strate ergänzen." Mollath nestelt umständlich eine Flasche aus der Sporttasche, schraubt sie auf, gießt ein, schraubt wieder zu. Dann sagt er in die Stille hinein: "Das ist Regensburger Leitungswasser."

Da zieht Strate die Bremse: "Frau Vorsitzende, ich bitte um eine kurze Beratungspause mit meinem Mandanten.
:D :D
jaska schrieb:Ich bezog mich übrigens auf die Berichterstattung von ersten Prozesstag:
Spiegel online, 7. Juli 2014
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/gustl-mollath-prozessauftakt-in-regensburg-a-979699.html
...
Mir war klar, dass Du das nicht einfach so aus heiterem Himmel zum Besten gibst ;) Bei Dir sind wirklich alle Postings bzw. Aussagen fundiert und belegt...Respekt!

Aber schon der Hammer mit dem Wasser :D

Gruß, Dumas


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 21:17
Habe noch diesen Kommentar bei Spiegel online gefunden
4. für Verschwörungstheoretiker
townsville 07.07.2014
sei noch einmal auf die Tatsache hingewiesen, dass die Staatsanwaltschaft Nürnberg Gustl Mollath Mitte 2003 anbot, gegen einen Strafbefehl, auf eine Anklage wegen der Vorwürfe seiner Frau zu verzichten. Hätte Mollath diesen akzeptiert, wäre es nicht zum prozess gekommen und Mollath nie eingewiesen worden, Mollath jedoch BESTAND auf den Prozess, in dem dann die ganze Frage seiner Zurechnungsfähigkeit erst aufgeworfen wurde. Fazit: Hätte die Justiz Mollath mit Vorsatz "mundtot machen wollen", wie ja so gern behauptet wird, hätte man dem Mann kaum vorab einen Königsweg angeboten, um einen Prozess zu vermeiden.


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 21:45
@emz

Dazu sagte Mollath (fett von mir):
Als ich diesen Strafbefehl bekam, war ich entsetzt. Hätte ich den bezahlt, wäre es zwar zu keiner Gerichtsverhandlung gekommen, aber ich hätte wohl zugegeben, was ich gar nicht getan hatte! So bezahlte ich nicht. Daher kam es zu dem Gerichtsverfahren.
http://www.gustl-for-help.de/gegendarstellung.html


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 21:51
@poipoi
Na klar, die P.M. hat sich die Narbe beim Sturz aus dem Auto zugezogen. Dass Asphalt immer so bissig ist ;)


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 21:52
@poipoi
Dazu sagte Mollath (fett von mir):
Als ich diesen Strafbefehl bekam, war ich entsetzt. Hätte ich den bezahlt, wäre es zwar zu keiner Gerichtsverhandlung gekommen, aber ich hätte wohl zugegeben, was ich gar nicht getan hatte! So bezahlte ich nicht. Daher kam es zu dem Gerichtsverfahren.

http://www.gustl-for-help.de/gegendarstellung.html
Entschuldige bitte, wenn ich mich so einmische.

Lach, also der Link ist ja voll der Pro-Mollath-Link :D Den kann man wirklich nicht als sachlich oder unparteiisch ansehen. Für mich persönlich wertlos. Aber danke @poipoi für die Einstellung.

Und nun muß Herr Mollath halt mit den Konsequenzen leben, weil er sich in allem und jedem querstellte, dass seiner Meinung nach Unrecht ist.

Gruß, Dumas


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 21:54
@poipoi
Schön und gut, aber sein Verhalten war schon merkwürdig.
Nicht mit dem Verteidiger sprechen, seine Schuld nicht abstreiten, aus den Nürnbergern Prozessen zitieren, während die Anklage verlesen wird, vor Gericht mit ner Zahnbürste im Revers erscheinen usw.
Hätte er damals gesagt, er war's nicht, wäre das Ganze sicher anders verlaufen.


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 21:58
Dumas schrieb:Lach, also der Link ist ja voll der Pro-Mollath-Link
Ja, was gibts da zu lachen, das ist die Webseite, die sich seit Jahren für Mollath einsetzte.
Dumas schrieb:Den kann man wirklich nicht als sachlich oder unparteiisch ansehen.
Hat ja keiner behauptet. Wie ich erwähnte, ist das ein Kommentar Mollaths zu dem Strafbefehl.


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 21:58
jaska schrieb:vor Gericht mit ner Zahnbürste im Revers erscheinen
:D

Was wollte er damit ausdrücken bzw. der Öffentlichkeit sagen? Oh man ist der abgefahren...

Gruß, Dumas


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 22:00
@poipoi
Dumas schrieb:
Den kann man wirklich nicht als sachlich oder unparteiisch ansehen.


Hat ja keiner behauptet. Wie ich erwähnte, ist das ein Kommentar Mollaths zu dem Strafbefehl.
Entschuldige bitte. Ja, Du hast recht.

Gruß, Dumas


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 22:05
Ich würde hier gerne einigen empfehlen, "Andersartigkeit" nicht automatisch als Grund für psychiatrische Internierung zu sehen, ebensowenig ist eine wie auch immer geartete Auffälligkeit der Beweis für angeblich begangene Verbrechen. Wie ich schon einmal schrieb, es ist nicht strafbar verrückt zu sein und auch kein Grund jemanden einzusperren. Teilweise liest sich das hier wie mittelalterliche Lynchjustiz. "Sie hat rote Haare, verbrennt sie".


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 22:12
@poipoi
Wo liest sich hier etwas wie mittelalterliche Lynchjustiz?
Bitte belege das!


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 22:13
poipoi schrieb:Ich würde hier gerne einigen empfehlen, "Andersartigkeit" nicht automatisch als Grund für psychiatrische Internierung zu sehen, ebensowenig ist eine wie auch immer geartete Auffälligkeit der Beweis für angeblich begangene Verbrechen. Wie ich schon einmal schrieb, es ist nicht strafbar verrückt zu sein und auch kein Grund jemanden einzusperren. Teilweise liest sich das hier wie mittelalterliche Lynchjustiz. "Sie hat rote Haare, verbrennt sie".
Häh? Wer sagt das bzw. behauptet hier jemand? Bleib mal bitte sachlich. Danke.

Gruß, Dumas


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 22:15
In so ungefähr jedem zweiten Post wird sich hier über angebliche Schrulligkeiten Mollaths lustig gemacht. Dazu kommt eine klare Vorverurteilung seitens einiger, die sich ihre Meinung aufgrund dieser "Auffälligkeiten" gebildet haben. Für mich liest sich das wie "wer Zahnbürsten im Revers trägt, zersticht bestimmt auch Reifen".


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 22:16
Zur Zahnbürste (da gibt's viele, viele Artikel):

Der Fall Mollath
http://der-fall-mollath.de/
Die nächste und letzte Verhandlung findet vor dem Landgericht Nürnberg statt. Sie dauert nahezu sieben Stunden. Mit seinem Pflichtverteidiger, dem Nürnberger Rechtsanwalt Thomas Dolmany, spricht Gustl Mollath nicht. Dolmany erinnert sich nicht mehr an diese Verhandlung. Nur noch daran, dass Gustl Mollath mit einer Zahnbürste im Revers kam und die Prospekte und Bücher von den Nürnberger Prozessen vor sich ausgebreitet und auch daraus vorgelesen habe.

Der Morgen der Verhandlung gehört Gustl Mollath. Er weigerte sich schon länger, mit seinem Pflichtverteidiger Thomas Dolmany aus Nürnberg zusammenzuarbeiten. Beide, der Anwalt und sein Mandant, hatten mehrfach darum gebeten, diese Zwangsverbindung zu trennen. Ein Wunsch, dem weder Richter Brixner noch Richter Eberl nachkommen. Im Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtages zum Fall Gustl Mollath im Juni 2013 begründet Eberl dieses Vorgehen mit der Sorge, dass der Angeklagte dann ohne Anwalt dagestanden hätte. Denn Mollath hatte schon seinem vorigen Anwalt das Mandat entzogen.
Spiegel online, 10. Juli 2014
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/gustl-mollath-zeugen-bestaetigen-pruegelvorwuerfe-vor-gericht-a-980187.html
Mollath schrieb, er sei mit seiner Frau in die Schweiz gefahren, er habe dort "Koffer voll Geld" hingebracht, erinnert sich Dolmany. Das sei ihm komisch vorgekommen. "Aber er hat mir nie gesagt, was ich tun soll. Er hat auch nie gesagt: Meine Frau hat mich nur angezeigt, weil ich etwas aufdecken will." Von Anfang an habe Mollath schriftlich Misstrauen geäußert: "Sie werden als stromlinienförmig beschrieben. Was soll ich davon halten?"

Begegnet seien sie sich erst beim Amtsgericht, am Tag der Verhandlung. Mollath habe ihn freundlich gegrüßt, eine grün-weiße Zahnbürste im Revers. Darauf angesprochen habe er zu ihm gesagt: "Die sperren mich heute sowieso ein."

Dann habe Mollath mit seinem Verhalten eine Weiche gestellt. "Während der Verhandlung hat er den ganzen Tisch mit Schriftstücken zu den Nürnberger Prozessen bedeckt. Der Staatsanwalt verliest die Anklage, da lehnt sich der Herr Mollath nach hinten und fängt an vorzulesen." Dolmany hält sich ein Stück Papier vors Gesicht und spielt die Szene auf seinem Zeugenstuhl nach: "Er wollte sich nicht mit den Vorwürfen auseinandersetzen."

Der Anwalt berichtet, wie es dazu kam, dass er damals das Gericht um seine Entpflichtung als Verteidiger bat. An einem Freitag habe er nach 20 Uhr in einem leeren Geschäftshaus im vierten Stock in seiner Kanzlei gesessen, als Mollath an die Tür geschlagen und gerufen habe: "Dolmany, ich will mit dir reden, mach auf!"

"Ich hab selten Angst", sagt Dolmany. "Aber da hab ich richtig Angst gehabt." Er habe sich gefragt, was Mollath von ihm wolle, er habe ihm schließlich nichts getan.

"Der hat ausgeforscht, wo ich wohne"

Außerdem sei es bei einer Begegnung mit Mollath in einem Fotoladen zu folgendem Dialog gekommen.

"Na, Herr Dolmany, wie geht's?"

"Gut."

"Noch gut, aber nicht mehr lange!"

Ähnliches sei mehrmals passiert. Mollath schickte Briefe: "Nie Ihre Haftpflicht vergessen, sonst könnte Sie das Ihr Haus kosten". "Der hat ausgeforscht, wo ich wohne", sagt Dolmany. "Ich mag es nicht, wenn man mich bedroht."

All das habe er dem Gericht geschrieben und auch, dass Mollath ihn als "wildgewordenen Nazi-Staatsanwalt" beschimpfte. Die Antwort: "Ein Rechtsanwalt wie ich müsse mit so etwas rechnen." Die Entpflichtung wurde abgelehnt.
@poipoi
Zwischen "anders" und "verrückt" gibt's nen Unterschied, die Grenzen mögen fliessend sein. Nur wird es halt spätestens dann kritisch, wenn Jemand straffällig wird. Und wenn Mollath sich so sicher war, dass er verurteilt werden würde (also im ersten Prozess), dann frage ich mich echt, warum er den Märtyrer spielte und sich damals nicht wenigstens selbst verteidigte oder den Versuch dazu unternahm. Das kann man mit einfacher Verschrobenheit nimmer erklären.
Und dann darf man seine Situation vor dem Prozess auch nicht aus den Augen verlieren: hoch verschuldet und in Scheidung lebend.
Vielleicht war dieses "Sich-Ergeben" auch leichter als sich der Realität zu stellen. Schon mal an diese Möglichkeit gedacht?
Für mich ist das jedenfalls einleuchtender als die große Intrige, für die es keinerlei Beweis gibt, was an sich ja wiederum die ideale Bestätigung ist, dass so gut und gründlich gemauschelt wurde :) q.e.d.


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 22:17
In so ungefähr jedem zweiten Post wird sich hier über angebliche Schrulligkeiten Mollaths lustig gemacht. Dazu kommt eine klare Vorverurteilung seitens einiger, die sich ihre Meinung aufgrund dieser "Auffälligkeiten" gebildet haben. Für mich liest das wie "wer Zahnbürsten im Revers trägt, zersticht bestimmt auch Reifen".
Oh man. Schon gut. Hier werden nur Fakten geschildert und nichts erfunden! Und das sei uns wohl ja gestattet. Danke.

Gruß, Dumas


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 22:17
Ich fragte nach mittelalterlicher Lynchjustiz, nicht nach lustig machen über Schrulligkeiten!


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 22:17
Ich zitiere hier nochmal, was Mollath sagte:
Dumas schrieb:Als ich diesen Strafbefehl bekam, war ich entsetzt. Hätte ich den bezahlt, wäre es zwar zu keiner Gerichtsverhandlung gekommen, aber ich hätte wohl zugegeben, was ich gar nicht getan hatte!
Gehen wir mal davon aus, Mollath hätte sich lediglich gewehrt. Dazu gehört aber nicht, dass man denjenigen beißt und würgt. Auch wenn das Gutachten nicht "gerichtstauglich" ist, so heißt das doch nicht, dass er seine Frau nicht verletzt hat. Sagt auch der Staatsanwalt so.


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 22:18
Sigbert schrieb:Ich fragte nach mittelalterlicher Lynchjustiz, nicht nach lustig machen über Schrulligkeiten!
Dieses kann @poipoi offensichtlich nicht unterscheiden ;)

Gruß, Dumas


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 22:24
emz schrieb:beißt und würgt
Bis heute ohne jeden Beleg. Das Attest wurde mehrfach im wahrsten Sinne des Wortes zerfetzt (welches Attest überhaupt? Bzw. welche drei Atteste?)
Ein Angeklagter, auch wenn er auf die ein oder andere Art und Weise auffällig ist, gilt bis zur Verkündigung des Urteils als unschuldig.


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Der Fall Gustl Mollath

09.08.2014 um 22:31
@poipoi
Das Gutachten ist nicht "gerichtstauglich", aber wurde wirklich festgestellt, dass es keine Verletzungen gegeben hat? Nein. Muss ich jetzt wirklich raussuchen, was der Staatsanwalt dazu gesagt hat?

Und das hat jetzt nichts damit zu tun, dass der Angeklagte auffällig ist und hat auch nichts mit Lynchjustiz zu tun.


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