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Die CRISPR-Methode - Neue Möglichkeiten in der Gentechnik

168 Beiträge, Schlüsselwörter: Gentechnik, Experimente, Gentherapie

Die CRISPR-Methode - Neue Möglichkeiten in der Gentechnik

06.12.2018 um 14:07
Jaime schrieb am 02.12.2018:Wir züchten seit Jahrtausenden Pflanzen, damit die Früchte immer größer werden, die Samen immer kleiner, die Erträge immer größer, das Fruchtfleisch immer mehr, das sie süßer werden, das Bitter- und Giftstoffe aus ihnen verschwinden, das sie haltbarer werden, schöner aussehen usw. usf. Und viele dieser Eigenschaften, wenn vielleicht auch nicht immer gleich alle dann auch noch gleichzeitig. Und du willst uns erzählen das Wissenschaftler mit Gentechnik bei Menschen nicht und vorallem nicht besser hinbekommen, was vor über 1.000 Jahren schon Bauern bei ihren Feldfrüchten, Obst, Nutztieren usw. geschafft haben?
Gentechnik macht nichts anderes als was wir Menschen schon seit Jahrtausenden machen. Nur eben schneller, präziser und effizienter.
Das ist alles richtig, nur die Konsequenz der Annahme ist falsch.
Du kannst an pflanzen Millionen trial and error versuche machen und dabei sofern du gewisse regeln beachtest, lustig agieren wie du willst. Auch längerfristige Folgen, die sich durch die Epigentik erst später auftun, kannst bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Konsequenterweise müsstest du bei derartigen Versuchen die bei Menschen gemacht werden, alle Errors austilgen.Mindestens müsste man diese Menschen sterilisieren um etwaige Gesellschaftsrelevante Probleme in den Griff zu kriegen, insofern sollte die Prämisse gelten, ob und wann in welchen Dimensionen man hier eingreift.
Hier für diesen Zusammenhang mal ein Text über epigentische Regulation und der damit verbundenen Problematik.
Was reguliert die epigenetische Regulation?
...
Im Verdacht hatten die Forscher ein Set von Regulationsproteinen, die Experten als Mitglieder der »CLASSY«-Genfamilie kennen: Alle wirken sie auf die Polymerase IV. Laws Team schaltete nun jeweils unterschiedliche CLASSY-Proteine aus und beobachtete, welche Auswirkungen dies auf das Methylierungsmuster des Genoms hatte. Dabei zeigte sich, dass je nach CLASSY-Proteinausfall unterschiedliche siRNA-Signale verloren gingen – und dann jeweils ein Teil des gesamten Genoms nicht mehr methyliert wurde. Das Ausschalten aller CLASSY-Regulatoren sorgte dafür, dass jegliche Methylierung genomweit ausfiel.

Auch schon ein Teilausfall der CLASSY-Familie hatte aber deutliche Konsequenzen für die Pflanzen, bei denen plötzlich höhere Aktivitäten in sonst inaktiven DNA-Abschnitten stattfanden. Die nächsten Schritte sind nun erst einmal weitere Forschung: Mit der Bestätigung, dass CLASSY-Proteine Regulatoren der epigenetischen Regulatoren sind, ist alleine noch nichts Praktisches anzufangen. In mittelfristiger Zukunft hoffen die Forscher aber einmal epigenetische Defekte besser beheben zu können, die bei Nutzpflanzen etwa Erträge minimieren. An eine medizinische Anwendung beim Menschen liegt dagegen in noch weiter Ferne – immerhin aber unterscheiden sich die epigenetischen Regulationsprozesse bei Pflanzen und Menschen überraschend wenig.
https://www.spektrum.de/news/was-reguliert-die-epigenetische-regulation/1563834
Im Anhang noch weiterführende Links, für die Begrifflichkeit, für all jene, für die es zu hoch ist.

Wikipedia: Small_interfering_RNA
Wikipedia: DNA-Methylierung
Wikipedia: Regulatorprotein


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Die CRISPR-Methode - Neue Möglichkeiten in der Gentechnik

06.12.2018 um 19:41
Taln.Reich schrieb:Nur weil es Empörung auslöste (zurecht, CRISPR ist für einen Eingriff in die Keimbahn zu neu und ungetestet) heißt das noch lange nicht, dass es kein Durchbruch wäre, oder zu einen führen könnte.
Die Entwicklung der CRISPR-Methode war ein Durchbruch, aber das Experiment war reine Menschenzucht. Da wird es auch in Zukunft keinen Durchbruch in irgend einer Form geben selbst wenn die Menschen gesund bleiben. Menschen genetisch verändern kann man schon lange, aber nur weil man es kann legitimiert es diese Aktion einfach nicht.

Sinnlos ist ja auch das man einen Menschen modifizierte der wahrscheinlich nie mit dem HIV Virus in Kontakt kommen wird und ihn dadurch für andere Krankheiten anfälliger gemacht hat. Übrigens haben sich auch die Chinesischen Behörden über ihren "verrückten Professor" Empört und Untersuchungen angekündigt.
Taln.Reich schrieb:Und, mal anders gefragt, wenn doch Genfood angeblich nichts als Nachteile bringe, wieso ist dann fast die Hälfte der Anbaufläche in den USA mit GVO bepflanzt?
Fakt ist das Genfood in den USA verglichen mit dem genfreien Europa keine Ertragssteigerungen bringt. Das einzige was entgegen den Versprechungen zugenommen hat sind die Herbizid und Pestizid Mengen in den USA im Gegensatz dazu haben diese in Teilen Europas sogar abgenommen. Es gilt eben auch: Je mehr Gift man versprüht umso resistenter wird das Unkraut also muss man immer mehr Gift versprühen..... ein Teufelskreis.

https://www.nytimes.com/interactive/2016/10/30/business/gmo-crops-pesticides.html

Es gibt vereinzelte Entwicklungsländer bei denen unteranderem der Baumwollertrag verbessert wurde, das stimmt. Jedoch bezweifle ich das dort das Knowhow zur natürlichen Schädlingsbekämpfung überhaupt vorhanden war. Baumwolle ist sowieso ein spezieller Fall es gibt da bereits viel ökologischerer alternativen wie Hanf z.B. welcher GMO Baumwolle übertrumpfen kann.

Des weiteren ist es verständlich das gewisse Wissenschaftler mit dem Saatgutkonzern im Rücken darauf pochen Geenfood überall einführen zu können, Geenfood ist ein lukratives Geschäft, wo man doch seine G.M.O. patentieren und zu hohen Preisen inkl. Herbizide und Pestizide verkaufen und den Kunden abhängig machen kann....

Das Fazit bleibt, Geenfood wird den Versprechungen nicht gerecht. Es löst weder die Probleme der Monokultur noch den Welthunger.


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Die CRISPR-Methode - Neue Möglichkeiten in der Gentechnik

06.12.2018 um 20:20
Nashima schrieb:Die Entwicklung der CRISPR-Methode war ein Durchbruch, aber das Experiment war reine Menschenzucht. Da wird es auch in Zukunft keinen Durchbruch in irgend einer Form geben selbst wenn die Menschen gesund bleiben. Menschen genetisch verändern kann man schon lange, aber nur weil man es kann legitimiert es diese Aktion einfach nicht.
Nicht, weil man es kann, sondern weil es die Möglichkeit bietet, Menschen zu helfen.
Nashima schrieb:Sinnlos ist ja auch das man einen Menschen modifizierte der wahrscheinlich nie mit dem HIV Virus in Kontakt kommen wird und ihn dadurch für andere Krankheiten anfälliger gemacht hat.
würdest du das auch sagen, wenn durch das selbe Verfahren stattdessen dafür genutzt worden wäre eine Lebensbedrohliche Erbkrankheit zu beheben?
Nashima schrieb:Das einzige was entgegen den Versprechungen zugenommen hat sind die Herbizid und Pestizid Mengen in den USA im Gegensatz dazu haben diese in Teilen Europas sogar abgenommen. Es gilt eben auch: Je mehr Gift man versprüht umso resistenter wird das Unkraut also muss man immer mehr Gift versprühen..... ein Teufelskreis.
´Hast du das von mir zitierte auch gelesen? Bei den GMO-Pflanzen ging die benötigten Mengen an Pestiziden/Herbiziden stets zurück. Ich zitiere erneut:
Transgene Pflanzen können einigen Studien zufolge positive Auswirkungen auf die Umwelt haben. Durch die Verwendung von transgenen Pflanzen konnten demnach im Zeitraum 1996–2008 Pflanzenschutzmitteln um geschätzte 352 Millionen kg (8,4 %) eingespart werden, was einer verringerten Umweltbelastung durch Pestizide in diesen Pflanzen um 16,3 % entspräche. Dabei spielte einerseits die Einsparung der ausgebrachten Menge eine Rolle als auch die Reduktion der Toxizität der ausgebrachten Mittel.
....
Die Adoption von Bt-Pflanzen führte zu einem starken Rückgang des Insektizideinsatzes, insbesondere dem der giftigsten Substanzen. So wird geschätzt, dass zwischen 1996 und 2008 durch den Einsatz von Bt-Baumwolle 140 Millionen kg an Pestiziden eingespart wurden, was einem Rückgang der Umweltbelastungen durch Pestizidanwendungen bei Baumwolle von knapp 25 % gleichkommt.[245] Ein 2010 veröffentlichtes Review der wissenschaftlichen Literatur ergab, dass die Insektizidanwendungen durch insektenresistente Pflanzen um 14–75 % zurückgingen und in keinem Fall stiegen. Häufig wurden auch weniger giftige Insektizide und Herbizide ausgebracht als in konventionellen Feldern.[203]
( Wikipedia: Grüne_Gentechnik )
Nashima schrieb:Des weiteren ist es verständlich das gewisse Wissenschaftler mit dem Saatgutkonzern im Rücken darauf pochen Geenfood überall einführen zu können
Irgendwie kommt, wann immer irgendjemand irgendetwas positives über GMO's sagt sofort die Anschuldigung das die Aussage auf Bezahlung erfolgt sei. Kannst du das für die von mir im Zitat genannten Stellen belegen?
Nashima schrieb:, wo man doch seine G.M.O. patentieren und zu hohen Preisen inkl. Herbizide und Pestizide verkaufen und den Kunden abhängig machen kann....
Patente auf Pflanzen und die daraus folgende Abhängigkeit von Bauern von den Saatgutherstellern liegt aauch bei dem, was heute als "Konventionelle Züchtung" (Bestrahlungszüchtung) vor. Und gerade hier kann CRISPR Abhilfe schaffen, da es die Entwicklung neuer Sorten wesentlich vereinfacht und somit die Marktmacht der großen Saatguthersteller fefährden würde - wenn es in Europa nicht faktisch verboten wäre, seit die Entscheidung kam, das CRISPR als Gentechnik gilt (und Bestrahlungszüchtung weiterhin nicht)
Nashima schrieb:Es löst weder die Probleme der Monokultur
Gerade im Bezug auf Monokulturen kann CRISPR die Lösung liefern, da es die Entwicklung neuer, spezifisch auf die entsprechende Nische angepasster Sorten erleichtert.
Nashima schrieb:noch den Welthunger.
Mehrerträge tun nichts gegen den Welthunger?
Der weltweite Einsatz der Grüne Gentechnik durch 18 Millionen Landwirte hat durch verbesserte Ernteerträge und Kosteneinsparungen im Jahr 2015 einen Mehrertrag von 15.4 Mrd. USD ergeben. Dies entspricht einem Anstieg um 5,2 %. Wenn man die 20 Jahre, in denen Gentechpflanzen angepflanzt wurden (1996 bis 2015), betrachtet, ergibt sich ein Mehrertrag von 168 Mrd. USD. Dies widerspiegelt vor allem, dass im Zeitraum von 1996 bis 2015 Gentechsorten global zu einer Mehrproduktion von 180 Mio. t Soja, 358 Mio. t Mais, 25 Mio. t Baumwollfasern und 11 Mio. t Raps geführt haben. ( Wikipedia: Grüne_Gentechnik )


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Die CRISPR-Methode - Neue Möglichkeiten in der Gentechnik

06.12.2018 um 21:07
Taln.Reich schrieb:Mehrerträge tun nichts gegen den Welthunger?
Naja, wenn man eine böse Zunge hätte würde man zumindest sagen: das geht nicht zwingend daraus hervor :D
Ist vielleicht etwas paranoid ABER:

Soja wird hauptsächlich an Tiere verfüttert, sind also die Tiere satt :D - um dann natürlich den Menschen satt zu machen (aber der war vorher vielleicht Veganer :D bzw hat weniger Fleisch gegessen und Milch getrunken)
Klar, wenn ichs genau wissen wollte müsste ich die Fresse halten und da hinter her suchen aber spontan bin ich da erstmal skeptisch und Baumwolle kann man nicht essen bzw kann man schon - macht aber keiner. :D


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06.12.2018 um 21:47
Taln.Reich schrieb:Nicht, weil man es kann, sondern weil es die Möglichkeit bietet, Menschen zu helfen.
In diesem Fall hat man es aber nicht gemacht um jemandem zu Helfen, die Kinder waren keiner direkten HIV Gefahr ausgesetzt. Das ist Ethisch verwerflich.
Taln.Reich schrieb:würdest du das auch sagen, wenn durch das selbe Verfahren stattdessen dafür genutzt worden wäre eine Lebensbedrohliche Erbkrankheit zu beheben?
Zum jetzigen zustand sind die Risiken von Nebenwirkungen einfach zu gross. Das man ein ungeborenes Kind auf Erbkrankheiten Untersuchen und gegebenenfalls auch abtreiben kann ist ja heute schon erlaubt. Erbkrankheiten ausmerzen stellen aus meiner Sicht kein Problem dar, sofern die Risiken kalkulierbar sind. Das war im Chinaexperiment aber nicht der Fall.
Taln.Reich schrieb:Hast du das von mir zitierte auch gelesen? Bei den GMO-Pflanzen ging die benötigten Mengen an Pestiziden/Herbiziden stets zurück
Dann erkläre mir weshalb in den USA das gegenteil der Fall ist?:
At the same time, herbicide use has increased in the United States, even as major crops like corn, soybeans and cotton have been converted to modified varieties. And the United States has fallen behind Europe’s biggest producer, France, in reducing the overall use of pesticides, which includes both herbicides and insecticides.
One measure, contained in data from the United States Geological Survey, shows the stark difference in the use of pesticides. Since genetically modified crops were introduced in the United States two decades ago for crops like corn, cotton and soybeans, the use of toxins that kill insects and fungi has fallen by a third, but the spraying of herbicides, which are used in much higher volumes, has risen by 21 percent.
https://www.nytimes.com/2016/10/30/business/gmo-promise-falls-short.html?rref=collection%2Ftimestopic%2FGenetically%20Mo...®ion=stream&module=stream_unit&version=latest&contentPlacement=9&pgtype=collection

Pestizide und Fungizide gingen zurück Herbizide jedoch erhöhten sich, in der Summe erhöhte sich aber der Gesamteinsatz von Pflanzenschutzmittel. Bezeichnenderweise schaffte Frankreich, der grösste Agrarexporteur Europas den Pflanzenschutzmittel ohne Ertragsverlust zu reduzieren ganz ohne GMO. Weshalb?
Taln.Reich schrieb:Irgendwie kommt, wann immer irgendjemand irgendetwas positives über GMO's sagt sofort die Anschuldigung das die Aussage auf Bezahlung erfolgt sei. Kannst du das für die von mir im Zitat genannten Stellen belegen?
Um zwei Beispiele zu nennen (btw. Monsanto ist der Grösste Saatgut und Pflanzenschutzmittelhersteller der Welt) :
2015: Enthüllung einer PR-Kampagne von Monsanto mit kooperationswilligen Wissenschaftlern in den USA
Nach einem Bericht der „New York Times“ hat Monsanto in den USA Wissenschaftler in eine Kampagne zur Förderung gentechnisch veränderter Lebensmittel eingebunden, mit deren Durchführung das PR-Unternehmen Ketchum beauftragt wurde.[34] Die diesbezüglichen Aktivitäten von Monsanto, der Biotechnolgy Industry Organisation und der Grocery Manufacturers Association sind in Tausenden von email-Seiten dokumentiert.

Wissenschaftler sind nach dem Bericht für die Lobby eine wichtige Zielgruppe, weil sie als unparteiisch und kompetent gelten und deshalb großen Einfluss auf die öffentliche Meinung sowie Politiker und Regulierer haben. Ein Teil der Wissenschaftler hat finanzielle Zuwendungen erhalten, anderen wurden Reisen nach Washington bezahlt, um dort die Interessen der Industrie zu vertreten. Weiterhin hat die Biotech-Indusrie Dutzende von Artikeln unter dem Namen prominenter Akademiker veröffentlicht, die von Beratern der Industrie verfasst worden sind.
2016: Tribunal gegen Monsanto
Zwischen dem 14. und dem 16. Oktober 2016 fand in Den Haag, Niederlande, das Monsanto Tribunal statt. Dieses bezeichnet sich als eine internationale zivilgesellschaftliche Initiative, um Monsanto für Menschenrechtsverletzungen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und für Ökozid zur Verantwortung zu ziehen. Angesehene Richter hätten Zeugenberichte von Opfern gehört und würden ein Gutachten für weitere Vorgehen des Internationalen Gerichtshofes liefern. Am 18. April 2017 stellte die Gruppe ein umfangreichen Abschlussbericht vor, in dem die Geschäftspolitik des Konzerns heftig kritisiert wurde: dies betraf auch den Einfluss auf wissenschaftliche Forschungsergebnisse.[33]
https://lobbypedia.de/wiki/Monsanto#2016:_Tribunal_gegen_Monsanto
Taln.Reich schrieb:Und gerade hier kann CRISPR Abhilfe schaffen, da es die Entwicklung neuer Sorten wesentlich vereinfacht und somit die Marktmacht der großen Saatguthersteller fefährden würde
Ich bezweifle das die kleinen gegen die günstige Massenproduktion und Forschungsgelder der grossen Konzerne ankommen werden. Was die kleinen gut können werden die grossen besser machen und die Konkurrenz einfach austrocknen.
Taln.Reich schrieb:Gerade im Bezug auf Monokulturen kann CRISPR die Lösung liefern, da es die Entwicklung neuer, spezifisch auf die entsprechende Nische angepasster Sorten erleichtert.
Eine neue Sorte ist keine Lösung für Monokultur, die Lösung sind Kulturfolgen und vielfalt im Anbau. Eine neue Sorte alleine anbauen ist auch wieder Monokultur.
Taln.Reich schrieb:Mehrerträge tun nichts gegen den Welthunger?
In den USA ergab es, wie im letzten Beitrag beschrieben keine Mehrerträge. Die Mehrerträge in den Drittweltländern liessen sich meiner Meinung nach auch ohne GMO bewerkstelligen und das langfristig.


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Die CRISPR-Methode - Neue Möglichkeiten in der Gentechnik

07.12.2018 um 03:28
Sungmin_Sunbae schrieb:Du kannst an pflanzen Millionen trial and error versuche machen und dabei sofern du gewisse regeln beachtest, lustig agieren wie du willst. Auch längerfristige Folgen, die sich durch die Epigentik erst später auftun, kannst bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Konsequenterweise müsstest du bei derartigen Versuchen die bei Menschen gemacht werden, alle Errors austilgen.Mindestens müsste man diese Menschen sterilisieren um etwaige Gesellschaftsrelevante Probleme in den Griff zu kriegen, insofern sollte die Prämisse gelten, ob und wann in welchen Dimensionen man hier eingreift.
Weist du was ich denke? Eines Tagen sitzen wir vor einem Computer und lassen uns von dem durchsimulieren, wie wir unsere DNA oder die einer Pflanze oder eines Tieres verändern müssen um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen.
Ich seh auch nicht warum man zwingend einen "Error austilgen" sollte. Was ist ein Error? In der Thematik ist ein wirklicher Fehler nicht lebensfähig, nicht fortpflanzungsfähig. Die Frage ist hier eher ob das gewünschte Ergebnis erzielt wurde oder das Ergebnis lediglich nicht so gut wie erhofft aber vielleicht immer noch besser als die Wildform ist. Ich seh hier halt nicht wirklich ein Problem, es gibt auch bei Menschen alle möglichen natürlich vorkommenden Mutationen und die dürfen auch Kinder bekommen. Theoretisch könnte man auch die Veränderung auf dem selben Weg wie man sie eingeführt hat auch wieder bei deren Kindern rückgängig machen.
Yooo schrieb:Und was Religion betrifft: Wir reden nunmal über große Teile der Bevölkerung, auch die haben Interessen.

Des weiteren geht es bei veränderungen auch immer subjektiv zu.
Irgendjemand MUSS entscheiden was man darf und was nicht.
Du kannst die katholische Kirche, Evangelikalen und anderen relgiöse ähnlich Gepolte auch zu Fragen wie Homosexualität, Abtreibung und Verhütung Stellung nehmen lassen und daraus Gesetze machen. Möchten wir das wirklich?
Nashima schrieb:Die Ethikkommission überwacht, beratet und stellt sicher das keine Menschenrechte verletzt werden. Hat wenig mit "Verbieten neuer Technologien" sondern mehr mit gesundem Menschenverstand zutun.
Dann soll er sich um die Menschenrechte kümmern und bei Themen wie Gentechnik und Stammzellenforschung die Klappe halten. Der gesunde Menschenverstand ist ein erfahrungsbezognener allgemein geteilter Verstand des Menschen. Wie soll das ohne Erfahrung funktionieren?


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Die CRISPR-Methode - Neue Möglichkeiten in der Gentechnik

07.12.2018 um 08:01
https://www.sueddeutsche.de/wissen/genome-editing-gentechnik-1.4228790
Nashima schrieb:In diesem Fall hat man es aber nicht gemacht um jemandem zu Helfen, die Kinder waren keiner direkten HIV Gefahr ausgesetzt. Das ist Ethisch verwerflich.
Das sahen He Jiankui und die Eltern der Kinder anders. Und HIV ist durchaus ein weitverbreitetes Gesundheitsrisiko.
Nashima schrieb:Zum jetzigen zustand sind die Risiken von Nebenwirkungen einfach zu gross. Das man ein ungeborenes Kind auf Erbkrankheiten Untersuchen und gegebenenfalls auch abtreiben kann ist ja heute schon erlaubt. Erbkrankheiten ausmerzen stellen aus meiner Sicht kein Problem dar, sofern die Risiken kalkulierbar sind. Das war im Chinaexperiment aber nicht der Fall.
He Jiankui's Experiment war verfrüht, keine Frage, aber ist die Anwendung von CRISPR auf einen Embryo wirklich schlimmer als die Abtreibung (und damit Tötung) von diesem (wenn CRISPR den soweit ist, man also die Nebenmutationen im Griff hat)?
Nashima schrieb:Dann erkläre mir weshalb in den USA das gegenteil der Fall ist?:
A 2012 study by Chuck Benbrook, a research professor at Washington State University's Center for Sustaining Agriculture and Natural Resources, has concluded that the proliferation of genetically modified herbicide-tolerant crops led farmers to increase herbicide use to combat weeds resistant to Roundup.[92][93][94][95] Furthermore, before the introduction of genetically modified crops, farmers had to carefully use herbicides in order not to kill the plants. People are still concerned with herbicide residue in their food, but both GM and organic farms use herbicides in the United States. However, GM farms have seen a reduction in pesticide use.[96] Research done by scientists from the Georg-August-University of Goettingen discovered, "On average, GM technology has increased crop yields by 21%. These yield increases are not due to higher genetic yield potential, but to more effective pest control and thus lower crop damage. At the same time, GM crops have reduced pesticide quantity by 37% and pesticide cost by 39%."[6] ( https://rationalwiki.org/wiki/Genetically_modified_food#GMF_and_herbicide_use )
Nashima schrieb:Um zwei Beispiele zu nennen (btw. Monsanto ist der Grösste Saatgut und Pflanzenschutzmittelhersteller der Welt) :
Das beweist aber immer noch nicht, dass die von mir genannten Wissenschaftler und Institutionen auf der Gehaltsliste der Saatguthersteller stehen.

Und das "Tribunal" gegen Monsanto war eine komplette Farce. Die NZZ kritisierte, dass im Monsanto-Tribunal nur „Zeugen der Anklage“ aufgetreten sind, welche gegen Monsanto Position bezogen haben. Monsanto hat zwar freiwillig auf eine Teilnahme verzichtet, dennoch wurde dem Unternehmen im Verfahren kein „Pflichtverteidiger“ oder ähnliches beigegeben. Am „Pranger“ stehe auch nicht nur Monsanto, sondern die gesamte industrielle Landwirtschaft.[19] Das Verfahren wurde von der FAZ als „maskierter Schauprozess“ wie bereits bei den Russell-Tribunalen bezeichnet.[20] Auch von Forbes wurde das Tribunal als „Fake-Prozess“ bezeichnet, dessen Urteil von vornherein festgestanden habe. In einer offiziellen Zusammenfassung des Gutachtens wurde der Name des Unternehmens mit einem Dollarzeichen geschrieben („MON$ANTO“). Die Leitung des Tribunals habe Monsanto als symbolischen Sündenbock verwendet, um Missinformationen über das moderne Lebensmittelsystem zu verbreiten. Die Beweisaufnahme sei einseitig verlaufen und habe sich zum großen Teil auf Theatralik gestützt, darunter Sketche, Performances und Kurzfilme.[21][22]
Nashima schrieb:Ich bezweifle das die kleinen gegen die günstige Massenproduktion und Forschungsgelder der grossen Konzerne ankommen werden. Was die kleinen gut können werden die grossen besser machen und die Konkurrenz einfach austrocknen.
das ist doch die Sache, um mit CRISPR, man braucht keine horrenden Forschungsbudgets um damit arbeiten zu koennen ( He Jiankui, der Man hinter den Chinesischen CRISPR-Kindern, war kein Weltexperte mit riesen Budget, es war ein (verhälltnismäßiger) Niemand mit einem Minimalbudget https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gene-editing-crispr-he-jiankui-gentechnik-1.4232020 ). Und wenn die großen, wie du es darstellst, überhaupt keine nützlichen Eigenschaften, sondern nur Abhängigkeiten einbauen würden - würden dann die Bauern nicht erst recht zu den kleinen Konkurenten, bei denen diese Interessenskonflikte (Saatguthersteller und Pflanzenschutzmittelhersteller) nicht vorliegen wechseln?
Nashima schrieb:Eine neue Sorte ist keine Lösung für Monokultur, die Lösung sind Kulturfolgen und vielfalt im Anbau. Eine neue Sorte alleine anbauen ist auch wieder Monokultur.
Eine Vielzahl an Neuen Sorten (weil mit CRISPR neue Sorten einfacher zu entwickeln sind) würde aber die Monokultur-Problematik gegenüber dem IST-Zustand der "konventionellen" Landwirtschaft wesentlich reduzieren.
Nashima schrieb:In den USA ergab es, wie im letzten Beitrag beschrieben keine Mehrerträge. Die Mehrerträge in den Drittweltländern liessen sich meiner Meinung nach auch ohne GMO bewerkstelligen und das langfristig.
Erneut, an dich: wenn GMO's überhaupt keine Vorteile, sondern ausschließlich Nachteile bringen würden, wieso ist dann die Hälfte der Anbaufläche in den USA GVO? ( Wikipedia: Grüne_Gentechnik#Marktdaten ). Sind die US-Bauern allesamt völlig verblödet?


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Die CRISPR-Methode - Neue Möglichkeiten in der Gentechnik

07.12.2018 um 18:49
Taln.Reich schrieb:Das sahen He Jiankui und die Eltern der Kinder anders. Und HIV ist durchaus ein weitverbreitetes Gesundheitsrisiko.
Nur weil die Eltern finden Menschenversuche an ihren Kindern ist ok muss das nicht heissen das es Menschenrechtlich ok ist. HIV ist nicht hoch ansteckend, ausserdem sind die Neuinfektionen rückgängig und häufen sich eigentlich nur in unaufgeklärten Regionen. Die Kinder gehören nicht mal zur Risikogruppe! Sie sind weder Sexarbeiter, Drogenabhängig noch Schwul. Von daher ist die Aktion auch nicht wirklich zu entschuldigen.

Was Ethik betrifft ist mir schon klar das es da Grauzonen gibt wir sind uns aber sicher beide einig das es eine Grenze braucht. Unabhängig von meiner Meinung haben die Chinesischen Behörden dem Arzt die Arbeit mit den Kindern verboten und ihrerseits die Aktion als Verstoss gegen ethische Richtlinien bezeichnet.
Taln.Reich schrieb:Das beweist aber immer noch nicht, dass die von mir genannten Wissenschaftler und Institutionen auf der Gehaltsliste der Saatguthersteller stehen.
Das Beweisst aber das Monsanto Wissenschaftler kauft und augenwischerei Betreibt. Es ist damit auch nicht erwiesen das die von dir genanten Wissenschaftler nicht auf der Gehaltsliste von Monsanto stehen oder ihre Metaanalysen geschöhnte Daten von beeinflussten Studien beinhalten. Es darf also ganz legitim daran gezweifelt werden ob das alles genau so stimmt was du da Zitiert hast.

Laut unabhängigen UN Daten gibt es keinen hinweis darauf das die Produktion der USA wie behauptet um 21% gestiegen sei, gegenüber dem GMO freien Europa ist der Ertragszuwachs praktisch exakt gleich geblieben und in einigen sparten sogar niedriger geworden.
Taln.Reich schrieb:das ist doch die Sache, um mit CRISPR, man braucht keine horrenden Forschungsbudgets um damit arbeiten zu koennen
Spielt doch keine Rolle ob CRISP jetzt günstig ist, Die Konzerne werden dir trotzdem eine Nasenlänge voraussein und GMO Patentieren bevor du überhaupt dazu kommst. Da bringts auch nichts wenns Günstig ist. Übrigens hat Jiankui nichts neues Erfunden sondern einfach etwas getan was man schon konnte aber nicht tat weil es ein unsicherer Menschenversuch ist.
Taln.Reich schrieb:Eine Vielzahl an Neuen Sorten (weil mit CRISPR neue Sorten einfacher zu entwickeln sind) würde aber die Monokultur-Problematik gegenüber dem IST-Zustand der "konventionellen" Landwirtschaft wesentlich reduzieren.
Nein, Monokultur gibt es nicht weil es zuwenige alternative Sorten gibt sondern weil es lukrativer ist sich auf eine einzige Sorte zu Konzentrieren und diese möglichst ohne Aufwand und Kosten zu produzieren.
Taln.Reich schrieb:Erneut, an dich: wenn GMO's überhaupt keine Vorteile, sondern ausschließlich Nachteile bringen würden, wieso ist dann die Hälfte der Anbaufläche in den USA GVO? ( Wikipedia: Grüne_Gentechnik#Marktdaten ). Sind die US-Bauern allesamt völlig verblödet?
Na weils kurzfristig günsiger ist! Du musst auch verstehen, der Grossteil von GMO Pflanzen ist Giftmanagement. Die GMO Pflanzen werden entweder Herbizidresistend gemacht damit man mehr Gift spritzen kann oder sie werden so modifiziert das sie ihr Gift selber Produzieren (nur bei Schädlingsbekämpfung möglich) das heisst weniger Pestizide.

Die Bauern sparen Geld weil sie nicht zusätzlich Unkraut entfernen müssen, spritzen aber dafür mehr Gift (Herbizide). Weniger Gift hingegen brauchen die Schädlings resistenten GMO pflanzen jedoch entfällt ein kleinerer Teil auf deren Einsparungen. In der Gesamtsumme wird immer noch mehr Gift (Hauptsächlich Herbizide) gespritzt.

Ok so weit so gut. Nun gibt es aber einige Probleme, erstens werden Unkräuter und Schädlinge mit der Zeit immer resistenter gegen Herbizide und Pflanzengifte so das diese nicht mehr wirken, des weiteren werden durch die ganzen Gifte zusätzlich wichtige Organismen im Boden zerstört und das Grundwasser sowie die Nutzpflanze selbst mit Giften angereichert was letzten Endes in unserem Körper landet.

Durch die sinkende Wirksamkeit und die sich erhöhenden GMO Saatgutpreise wird sich der Anbau auch finanziell nicht mehr lohnen. Für einige Bauern lohnt es sich schon jetzt nicht mehr.


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07.12.2018 um 19:33
Nashima schrieb:HIV ist nicht hoch ansteckend, ausserdem sind die Neuinfektionen rückgängig und häufen sich eigentlich nur in unaufgeklärten Regionen.
In China steigt die Zahl der Neuinfektionen. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/china-40-000-neue-hiv-infektionen-in-drei-monaten-a-1230837.html
Nashima schrieb:Das Beweisst aber das Monsanto Wissenschaftler kauft und augenwischerei Betreibt. Es ist damit auch nicht erwiesen das die von dir genanten Wissenschaftler nicht auf der Gehaltsliste von Monsanto stehen oder ihre Metaanalysen geschöhnte Daten von beeinflussten Studien beinhalten. Es darf also ganz legitim daran gezweifelt werden ob das alles genau so stimmt was du da Zitiert hast.
Da solltest du aber trotzdem beweisen, dass die alle gekauft sind. Fang mal mit den 134 Unterzeichnenden Nobelpreisträgern der Mainauer Deklaration ( Wikipedia: Mainauer_Kundgebung#Mainauer_Deklaration_2016_zur_Grünen_Gentechnik ) an.
Nashima schrieb:Laut unabhängigen UN Daten gibt es keinen hinweis darauf das die Produktion der USA wie behauptet um 21% gestiegen sei, gegenüber dem GMO freien Europa ist der Ertragszuwachs praktisch exakt gleich geblieben und in einigen sparten sogar niedriger geworden.
Die 21% waren auch nicht auf dem ganzen Land, sondern auf den GMO-Feldern.
Nashima schrieb:Nein, Monokultur gibt es nicht weil es zuwenige alternative Sorten gibt sondern weil es lukrativer ist sich auf eine einzige Sorte zu Konzentrieren und diese möglichst ohne Aufwand und Kosten zu produzieren.
Und wenn es einfacher ist, neue Sorten zu züchten, dann wird es auch leichter, neue Sorten zu züchten die lokal besser geeignet und somit lukrativer sind.
Nashima schrieb:Ok so weit so gut. Nun gibt es aber einige Probleme, erstens werden Unkräuter und Schädlinge mit der Zeit immer resistenter gegen Herbizide und Pflanzengifte so das diese nicht mehr wirken, des weiteren werden durch die ganzen Gifte zusätzlich wichtige Organismen im Boden zerstört und das Grundwasser sowie die Nutzpflanze selbst mit Giften angereichert was letzten Endes in unserem Körper landet.
Gilt das ganze nicht auch für die konventionelle Landwirtschaft? Da wird ja schließlich auch gesprüht.
Nashima schrieb:Durch die sinkende Wirksamkeit und die sich erhöhenden GMO Saatgutpreise wird sich der Anbau auch finanziell nicht mehr lohnen. Für einige Bauern lohnt es sich schon jetzt nicht mehr.
Kannst du den daraus angeblich folgenden Rückgang an GMO-Anbaufläche statistisch nachweisen?


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07.12.2018 um 20:14
Taln.Reich schrieb:In China steigt die Zahl der Neuinfektionen
Und? machen wir jetzt Cherrypicking oder wie?
Taln.Reich schrieb:Da solltest du aber trotzdem beweisen, dass die alle gekauft sind. Fang mal mit den 134 Unterzeichnenden Nobelpreisträgern der Mainauer Deklaration
Beweise mir besser das die nicht alle die gleiche gefakte Studie gelesen haben. Es sei den die Nobelpreisträger sind Allwissend dann natürlich nicht! Und was ist mit den anderen 166 Nobelpreisträgern die nicht unterschrieben haben? Hatten die alle keine Lust?...
Taln.Reich schrieb:Die 21% waren auch nicht auf dem ganzen Land, sondern auf den GMO-Feldern.
Also dann müssten es 10.5% gewesen sein, wo sind nun die Fakten dazu? Oder gegenfrage wenn GMO so gut ist weshalb ist nicht 90-100% GMO in den USA?
Taln.Reich schrieb:neue Sorten zu züchten die lokal besser geeignet und somit lukrativer sind.
Die eierlegende Wollmilchsau welche in einer dunklen Kiste ohne Wasser und Nahrung gedeiht, wirds auch mit GMO nicht geben.
Taln.Reich schrieb:Gilt das ganze nicht auch für die konventionelle Landwirtschaft? Da wird ja schließlich auch gesprüht.
Jap gillt auch führ konventionelle, Monokultur gibts auch ohne GMO, ausser dort wo Kulturfolgen beachtet werden, Unkraut wird dagegen nicht resistent...
Taln.Reich schrieb:Kannst du den daraus angeblich folgenden Rückgang an GMO-Anbaufläche statistisch nachweisen?
Nein ich kann nicht in die Zukunft schauen. Die GMO Anbaufläche weltweit hat 3% zugenommen, gibt anscheinend noch immer genügend jungfräuliches Land.
Zwanzig Jahre später haben sich weder die großen Erwartungen erfüllt, noch sind die heraufbeschworenen Katastrophen und Negativszenarien eingetreten.
https://www.transgen.de/anbau/2562.zwanzig-jahre-anbau-gentechnik-pflanzen.html

Persönlich bevorzuge ich Giftfreie Produkte, sind doch die Genpflanzen nicht die versprochenen Weltretter.
sogar in den USA ist die Grüne Gentechnik gesellschaftlich umstritten. Das Misstrauen in das Sicherheitsversprechen der Wissenschaft ist gewachsen, aber auch die Sorge, mit gv-Pflanzen in Abhängigkeit von internationalen Konzernen zu geraten und die eigene Ernährungssouveränität einzubüßen.


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Die CRISPR-Methode - Neue Möglichkeiten in der Gentechnik

07.12.2018 um 20:36
Nashima schrieb:Und? machen wir jetzt Cherrypicking oder wie?
Da He Jiankui's Projekt in China war, ist eine Chinazentrierte Betrachtung durchaus legitim.
Nashima schrieb:Beweise mir besser das die nicht alle die gleiche gefakte Studie gelesen haben. Es sei den die Nobelpreisträger sind Allwissend dann natürlich nicht!
Nette Beweislastumkehr. Wie soll ich bitte beweisen, das etwas nicht passiert sein soll? Man kann höchstens belegen, das etwas passiert ist.
Nashima schrieb: Und was ist mit den anderen 166 Nobelpreisträgern die nicht unterschrieben haben? Hatten die alle keine Lust?...
Und wo ist deren Gegenerklärung?
Nashima schrieb: Oder gegenfrage wenn GMO so gut ist weshalb ist nicht 90-100% GMO in den USA?
Vorhandene GMO's eigenen sich nicht für jede Situation und jede Saat. Zumal gibt es auch in den USA durchaus noch vorbehalte gegen GMO's sowohl seitens der Verbraucher4 als auch der Landwirte, es ist nur nicht so hysterisch wie hierzulande. Die GMO-Anbauflächein den USA jedenfalls stieg stetig in den letzten 30 Jahren.
Nashima schrieb:Die eierlegende Wollmilchsau welche in einer dunklen Kiste ohne Wasser und Nahrung gedeiht, wirds auch mit GMO nicht geben.
Mais der besser gegen Trockenheit resistent ist jedoch durchaus schon.
Nashima schrieb:Jap gillt auch führ konventionelle, Monokultur gibts auch ohne GMO, ausser dort wo Kulturfolgen beachtet werden, Unkraut wird dagegen nicht resistent...
Allgemein haben deine Einwände (Monokulturen, Resistenzbildungen, Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Patente auf Pflanzen, übermächtige Saatgutkonzerne und die Abhängigkeit der Bauern von diesen) allesamt reichlich wenig mit GMO, und erst recht wenig mit CRISPR zu tun. All diese Dinge gibt es bei der konventionellen Landwirtschaft genauso.


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07.12.2018 um 21:06
Taln.Reich schrieb:Da He Jiankui's Projekt in China war, ist eine Chinazentrierte Betrachtung durchaus legitim.
Reicht mir bei weitem nicht, wie gesagt, selbst in China gehören sie nicht zur Risikogruppe und Prävention ist mit weit einfacheren Mitteln möglich.
Taln.Reich schrieb:Nette Beweislastumkehr. Wie soll ich bitte beweisen, das etwas nicht passiert sein soll? Man kann höchstens belegen, das etwas passiert ist.
Genauso unrealistisch ist es zu beweisen das alle Unbefangen sind bzw. sich nicht auf falsch Informationen stützen oder sich einfach nur der Meinung befangener Meinungsmacher angeschlossen haben. Fakt ist das Augenwischerei betrieben wurde. Sicher sind nicht alle Unterzeichner gekauft wenn überhaupt auch nur einer! Trotzdem bleiben berechtigte Zweifel im Raum ob Gentech der Allheilsbringer ist.
Taln.Reich schrieb: Die GMO-Anbauflächein den USA jedenfalls stieg stetig in den letzten 30 Jahren.
Stimmt nicht so ganz, ging 2014 auch mal ein wenig zurück und ist ziemlich stagniered zurzeit.

https://www.transgen.de/data/media/1596/1200x900f.jpg
Taln.Reich schrieb:Allgemein haben deine Einwände (Monokulturen, Resistenzbildungen, Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Patente auf Pflanzen, übermächtige Saatgutkonzerne und die Abhängigkeit der Bauern von diesen) allesamt reichlich wenig mit GMO, und erst recht wenig mit CRISPR zu tun. All diese Dinge gibt es bei der konventionellen Landwirtschaft genauso.
Du bist doch dejenige der sich hier für GMO stark macht. Und CRISP zur Lösung dieser Probleme heranzieht. Wo Löst GMO nun diese "konventionellen" Probleme? Oder werden sie einfach nur verschärft oder neue geschaffen?


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07.12.2018 um 21:17
Nashima schrieb:Trotzdem bleiben berechtigte Zweifel im Raum ob Gentech der Allheilsbringer ist.
"Allheilsbringer" ist sowieso eine überzogene Erwartung. In der Realität sollte man sowieso von nichts erwarten, dass es ein Allheilmittel wäre.
Nashima schrieb:Du bist doch dejenige der sich hier für GMO stark macht. Und CRISP zur Lösung dieser Probleme heranzieht. Wo Löst GMO nun diese "konventionellen" Probleme? Oder werden sie einfach nur verschärft oder neue geschaffen?
Ich habe bereits erläutert, die CRISPR diese Probleme reduzieren kann. Die niedrigeren Einstiegskosten und Komplexität um mit CRISPR Gene verändern zu können (verglichen mit Transgenen Pflanzen oder der "konventionellen" Mutationszüchtung) erleichtern es, lokale Sorten zu erzeugen und als neuer Wettbewerber in den Saatgutmarkt einzutreten.


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07.12.2018 um 21:50
Taln.Reich schrieb: erleichtern es, lokale Sorten zu erzeugen und als neuer Wettbewerber in den Saatgutmarkt einzutreten.
Halte ich wie bereits erläutert für unrealistisch und wäre, falls umsetzbar nur eine Lösung gegen die monopolisierung durch Grosskonzerne, der Monokultur hilfts nicht wirklich.


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07.12.2018 um 21:55
Nashima schrieb:Halte ich wie bereits erläutert für unrealistisch und wäre, falls umsetzbar nur eine Lösung gegen die monopolisierung durch Grosskonzerne
wäre doch schon eine Verbesserung.
Nashima schrieb:der Monokultur hilfts nicht wirklich.
doch, schon. Durch die erleichterte Entwicklung lokal abgestimmter Sorten lässt sich die Sortenvielfalt erhöhen und somit die Monokulturproblematik verringern.


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07.12.2018 um 22:29
@Taln.Reich

Hatten wir doch schon, Monokultur bedeutet nicht das keine anderen Pflanzensorten vorhanden wären, sondern das immer nur die gleiche Angebaut wird weil es billiger ist sich auf eine einzige zu konzentrieren. Probleme der monokultur kannst du auch mit normalem Saatgut Lösen dazu braucht es keine GMO.

Wikipedia: Monokultur
Die Vorteile einer Spezialisierung, etwa die gemeinsame Nutzung derselben Maschinen durch mehrere z. B. in Genossenschaften zusammen geschlossene Landwirte und gemeinsame Vermarktungsstrukturen sowie das weiter wachsende Spezialwissen sind durch die resultierenden Effizienzgewinne in der Regel attraktiver als die einer stärker diversifizierten Fruchtfolge. Landknappheit und hohe Nachfrage (z. B. auch nach Biokraftstoffen) begünstigen ebenfalls die Entstehung von Monokulturen.[3]

Monokulturen haben jedoch ohne wirksame Gegenmaßnahmen langfristig einen Ertragsnachteil gegenüber Fruchtfolgen mit mehreren Arten. Die wiederkehrende Präsenz der Wurzeln derselben Pflanzenart fördert im Boden den Aufbau von Pathogenen. Die resultierenden Wurzelinfektionen erschweren es der Pflanze, Nährstoffe aufzunehmen und somit z. B. sich gegenüber Unkraut zu behaupten. Als Resultat kann Monokultur unter anderem zu einem verstärkten Auftreten von Pflanzenkrankheiten, Schädlingen und schwer bekämpfbaren Unkräutern führen.[5] Zu den verwendeten Gegenmaßnahmen gehören vor allem Pflügen und Pestizideinsatz, beim Nassreisanbau auch Fluten.[3]


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07.12.2018 um 22:35
Nashima schrieb:Hatten wir doch schon, Monokultur bedeutet nicht das keine anderen Pflanzensorten vorhanden wären, sondern das immer nur die gleiche Angebaut wird weil es billiger ist sich auf eine einzige zu konzentrieren. Probleme der monokultur kannst du auch mit normalem Saatgut Lösen dazu braucht es keine GMO.
Ich denke, wir haben von zwei verschiedenen Sorten Monokulturproblematik gesprochen. Ich sprach von der räumlichen Monokultur (also das überall die selbe Sorte angebaut wird, was, wenn ein auf diese Sorte spezialisierter Erreger auftritt, verheerend ist), du von der zeitlichen (also das am selben Ort immer wieder die selbe Sorte angebaut wird, mit daraus folgender Problematik für die Bodenqualität). Sache ist, genetisch veränderte Pflanzen kann man genauso gut einer Fruchtfolge unterwerfen und (wenn die Sortenzucht besonders einfach wird) besser aufeinander abstimmen.


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Die CRISPR-Methode - Neue Möglichkeiten in der Gentechnik

07.12.2018 um 23:03
Taln.Reich schrieb: Ich sprach von der räumlichen Monokultur (also das überall die selbe Sorte angebaut wird, was, wenn ein auf diese Sorte spezialisierter Erreger auftritt, verheerend ist), du von der zeitlichen (also das am selben Ort immer wieder die selbe Sorte angebaut wird, mit daraus folgender Problematik für die Bodenqualität). Sache ist, genetisch veränderte Pflanzen kann man genauso gut einer Fruchtfolge unterwerfen und (wenn die Sortenzucht besonders einfach wird) besser aufeinander abstimmen.
Ne sry aber du bringst hier ein paar Dinge durcheinander. Diese Unterscheidung gibt es per Definition nicht. Was du meinst ist eine Fruchtfolge oder bestenfalls Mischsaat, nichts anderes. Und diese Genpflanzen wären dann deiner Meinung nach einfach bessere Zuchtpflanzen. Das hat nichts mit Monokultur zutun.


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07.12.2018 um 23:17
Nashima schrieb:Ne sry aber du bringst hier ein paar Dinge durcheinander. Diese Unterscheidung gibt es per Definition nicht.
doch, die Unterscheidung gibt es. Zu dieser räumlichen Dimension kommt insbesondere im pflanzenbaulichen Bereich eine zeitliche: So wird von Monokultur (auch Einfeldwirtschaft) gesprochen, wenn die Fruchtfolge lediglich mit einer Nutzpflanzenart gepflegt wird.[3] . Hier werden eindeutig zwei verschiedene Dinge beschrieben, die räumliche Monokultur (alle Felder zu einem Zeitpunkt mit einer Sorte bepflanzt) und die zeitliche Monokultur (dasselbe Feld jedes Jahr mit der selben Sorte bepflanzen).
Nashima schrieb:Und diese Genpflanzen wären dann deiner Meinung nach einfach bessere Zuchtpflanzen. Das hat nichts mit Monokultur zutun.
Kannst du einen Grund dafür nennen, das mittels gentechnische Methoden gezüchtete Pflanzen als etwas als "bessere Zuchtpflanzen" anzusehen seien sollten was die Monokulturproblematik angeht?


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07.12.2018 um 23:44
Taln.Reich schrieb:Zu dieser räumlichen Dimension kommt insbesondere im pflanzenbaulichen Bereich eine zeitliche: So wird von Monokultur (auch Einfeldwirtschaft) gesprochen, wenn die Fruchtfolge lediglich mit einer Nutzpflanzenart gepflegt wird.[3]Hier werden eindeutig zwei verschiedene Dinge beschrieben, die räumliche Monokultur (alle Felder zu einem Zeitpunkt mit einer Sorte bepflanzt) und die zeitliche Monokultur (dasselbe Feld jedes Jahr mit der selben Sorte bepflanzen).
Du liegst immer noch Falsch. Das sagt lediglich aus das auch bei einem einzigen Fruchtwechsel von Monokultur gesprochen werden kann was aber nichts mir deiner Behauptung der "erweiterten Vielfalt durch CRISP" zusammenhängt. Per Definition ist die Zeitliche Komponente schon drin:
Als Monokultur (von altgriechisch μόνος monos, deutsch ‚allein‘ und lateinisch cultura ‚Anbau, Pflege‘) werden landwirtschaftliche, gartenbauliche oder forstwirtschaftliche Flächen bezeichnet, auf denen ausschließlich eine einzige Nutzpflanzenart über mehrere Jahre hintereinander angebaut wird.
Wikipedia: Monokultur

Dein "Räumlich alleine" bezieht sich im verlinkten Wikipedia Artikel auf den einseitigen regionalen Anbau im wirtschaftlichen Sinne und hat nix mit dem was du hier Erzählst zutun, zugegeben die Formulierung im Artikel ist etwas irreführend. Egal, auf jedenfalls sind mehrere Fruchtfolgen grundsätzlich keine Monokulturen und auch wenn du zwei Felder nebeneinander mit unterschiedlichen Monokulturen bepflanzt wirst du die Probleme des Schädlings bzw. Pilzbefalls etc. nicht verhindern können.
Taln.Reich schrieb:Kannst du einen Grund dafür nennen, das mittels gentechnische Methoden gezüchtete Pflanzen als etwas als "bessere Zuchtpflanzen" anzusehen seien sollten was die Monokulturproblematik angeht?
Wie bereits oben beschrieben hat dein Beispiel gar nix mit Monokultur zutun also ist auch diese Frage überflüssig.


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