Der Energiewende-Thread
gestern um 23:37Ganz und gar nicht. Eine amtliche Tabelle, Aufstellung, Statistik, egal wie man den Windatlas nun nennen möchte, die derartige grobe Fehler enthält, als Grundlage eines Entscheidungsprozesses über den Bau von technischen Industrieanlagen dieser Dimension heranzuziehen, hat keinen wie auch immer gearteten Anspruch auf Legitimation.alhambra schrieb:Aber dann passiert in deinem Text etwas: Du springst von “der Atlas hat methodische Schwächen” zu “er ist ein rein politisches Machwerk”. Das ist ein Kausalitätssprung den deine eigenen Belege nicht decken.
Der Versuch von dir nun, dies auch noch als Beweis für die Brauchbarkeit heraus zu streichen, ist absurd und sophistisch.
Ein höheres Windrad impliziert keine technologische Änderung, sondern bestenfalls eine höhere Effektivität durch eine technische Verbesserung. Technologisch hat sich ja an den Windrädern nichts geändert. Es waren im genannten Fall sogar veraltete Getriebeheuler von Vestas.alhambra schrieb:Die technologische Begründung – modernere Anlagen in 150-200m Höhe brauchen andere Bewertungsmaßstäbe als 2011 – ist zumindest teilweise legitim.
Das Argument mit den höheren Windrädern wurde übrigens in dem genannten Falle von der EnBW als Verlegenheitsargument gegenüber den verwunderten Gemeinderäten gebracht, die plötzlich seine Gewerbesteuer Felle davonschwimmen sahen.
Die später geplanten Räder waren übrigens gerade mal 7% höher.
Die Wahrheit ist eine andere: Ursächlich waren die völlig unterschätzten Zuwegungs- und Erschließungskosten, die im Schwarzwald so manches Bauprojekt vorzeitig stoppten.
Belege zu diesem Fall sind in den Protokollen der diversen Gemeinderatssitzungen zu finden. Das ist jetzt auf die Schnelle nicht darstellbar.
Es geht bei Windkraftprojekten sowieso immer nur um's Geld. Bullerbü spielt bei Planern und Betreibern keine Rolle, CO₂ schon gar nicht.
Ein Atlas mit Schwächen der beschriebenen Art ist dilettantischer Murks und bei Verwendung in öffentlichen amtlichen Ausschreibungen für mich ein Täuschungsversuch.alhambra schrieb:Ein Atlas mit Schwächen ist kein Beweis für politische Manipulation. Das ist ein Unterschied
Solches Vorgehen nenne ich Manipulation.
Ich bin mit meiner Meinung nicht alleine, siehe zB stellvertretend Dieter Teufel UPI-Institut Heidelberg.
Kritiker und Ingenieure weisen darauf hin, dass die Berechnungen zum Teil auf unsauberen methodischen Modellen oder Höherstufungen der Windstärke basieren, um den Ausbau der Windkraft politisch zu beschleunigen und Investoren anzulocken.
q.e.d.

