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Der Fall Michaela Eisch (1985)

536 Beiträge, Schlüsselwörter: München, Sexualmord, 1985, Michaela Eisch
McIntosh
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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 16:01
@jungler
Aber die wird man doch auch nach den Klamotten befragt haben, die sie an dem Tag anhatte. Und dann nachgefragt/ausgesiebt. Jedenfalls wenn die Kasblattln nicht alles frei erfunden haben...


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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 16:03
McIntosh schrieb:überleg mal, was Medien und Öffentlichkeit damals wie heute bauen würden, wäre sie zum Zeitpunkt des Verschwindens oder des Mordes mit 2 Typen in der Kiste gewesen. Auweia.
genau das mein ich. ich geh nedmal so weit, an 2 zu denken. reicht ja einer, den sie sogar heiraten wollte.

also für den fall, dass ihr mich vllt besser verstehen könnt:

letztes jahr an pfingsten ist bei uns in der nähe eine einjährige kurz vor ihrem 2. geburtstag verhungert. ihr todeskampf ging die ganze nacht durch, sie hat sogar ihre eigenen haare und die ihres teddys gegessen. ihre mutter war nachweislich in diskos und dann bei einem, der sie dort abgeschleppt hatte. soweit ich mich erinnere, hat sie gerade als ihr kind dann verstarb, in ruhe mit dem mann gefrühstückt. wenn die mutter irgendwo in der umgebung gesichtet werden sollte, wird das nach all der negativen (aber der wahrheit entsprechenden!) berichterstattung für sie nicht gut ausgehen - stichwort selbstjustiz. ob das nun richtig ist oder falsch, lasse ich mal dahingestellt.

michaelas mutter unterstelle ich auch keine liebschaft. ich wünsche sie ihr, da sie sich offenbar sehr danach gesehnt hat, wenn sie auf der suche nach einem mann war. und vielleicht hatte sie ja auch jemanden gefunden, der es wert war, sich darauf einzulassen.

ich empfinde michaelas mutter nicht als eine "schlampe", die sich nicht kümmert sondern als anständige, liebende, besorgte mutter, die eben sehnsucht danach hatte, geliebt zu werden. schaut das foto an, sie hat ehrliche augen. morgens aufzuwachen und einen kaffee ans bett gebracht zu bekommen oder einfach nur einen kuss ins gesicht gedrückt zu kriegen - frau mag sowas. frau sehnt sich nach sowas. frau sollte sowas auf jeden fall auch haben.

von der sorte mutter, wie ich michaelas mutter einschätze, kenne ich die vorgehensweise so: man sucht sich nen mann und schaut erst mal, ob das mit dem was werden könnte, statt jeden gleich heimzuschleifen und dem kind vorzustellen. wenn sie nun also einen mann gefunden hat und es langsam angehen möchte und schauen mag, ob das wirklich so richtig passt, dann ist das doch okay. dann verabredet man sich und macht was schönes. gemeinsam in die stadt gehen, kaffeetrinken oder eben .. . und ich halte das für legitim. immer noch. immer gleich legitim.

ich stelle mir also folgendes szenario vor:

michaela wird in aussicht gestellt, dass sie vielleicht die mama von der arbeit abholen darf. ich kenn das noch von früher, mir wurde auch in aussicht gestellt, etwas VIELLEICHT machen zu dürfen und dann gings so "oh ja toll !! bitte bitte darf ich ?!" und die antwort darauf "ich überleg mir das nochmal". als kind hat man dann die hoffnung, dass der erwachsene ja sagt. selbst wenn er nein sagt, hält man es für das wahrscheinlichste, dass der erwachsene doch noch sagt "okay, habs mir anders überlegt, du darfst doch".

weiß man, wieso michaela die streifenkarte hatte. es wäre doch denkbar, dass sie diese sowieso brauchte ? in stuttgart hat fast jedes kind ein abo.

so weiter angenommen, die oma sagt dann beim frühstück "also du michaela, ich hab mir das nun überlegt und ich möchte nicht, dass du alleine in die stadt fährst, das ist zu gefährlich!" und dann ist sie enttäuscht. denkt sich aber "und was ist, wenn ich die mama überraschen gehe ? oma ist so doof, ich bin schon groß und was soll schon passieren ? ich verlaufe mich bestimmt nicht, ich kenne ja den weg ! und wenn alles gut klappt, gibts auch keine schimpfe sondern lob .. na und was soll denn auch passieren ? ich schaue immer schön links und rechts, dass kein auto kommt !". um meine schwester zu zitieren "du kannst hundert mal NEIN sagen und sie machen es dann doch trotzdem um sich unendlich viele weitere male NEIN anzuhören und es dann trotzdem zu machen. so sind kinder eben!"

zwischenzeitlich hat oma bei mama schon bescheid gegeben, dass michaela nicht kommt und mama verabredet sich mit ihrem freund. zu was auch immer. somit hat die mama auch keinen grund, auf michaela zu warten und kann sich anderweitig verabreden. was in der geklärten situation ja NICHT verantwortungslos wäre.

und das größere kind, welches michaela zur bahn gebracht hat, musste ja nicht wissen, dass die michaela nun doch gar nicht zum HBF fahren durfte.

das mit der überraschung klappt also nicht, michaelas mutter ist mit ihrem freund los, der sie abgeholt hat. erst gehen sie schön essen und noch etwas bummeln und machen sich dann in seiner wohnung einen schönen mittag. als sie nach hause kommt, erfährt sie, dass michaela nicht da ist und das ist seltsam. dann geht also die suche los.

bei der polizei kann sie sagen (MUSS sie sogar), dass sie bei ihrem freund war, die gibt das aber nicht an die presse weiter, damit nicht so eine hexenjagd beginnt, wie ich eingangs erwähnt habe. weil michaelas mutter sich nämlich nicht falsch verhalten hat und somit auch nicht an den pranger gestellt/gelyncht werden soll.

und das erklärt für MICH, wieso nicht bekannt ist, was ihre Mutter an dem Tag tat. auch wenn es sich hierbei nur um reine spekulation handelt, so halte ich das für mehr als denkbar. was die sache noch trauriger machen würde für mich.


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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 16:03
@McIntosh

ja möglich aber ich habe z.B. gestern meine Nachbarin gesehen und könnte dir heute nicht sagen, was sie anhatte.


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McIntosh
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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 16:29
@jungler
Hätte sie aber ein Hochzeitskleid angehabt oder einen Taucheranzug, könntest du es, jede Wette. Auch wenn ich jetzt in Richtung weißem Faltenrock etwas übertreibe...


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McIntosh
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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 16:30
@pi18
Sowas in der Richtung meine ich eben auch. Kann auch irgendwas anderes als ein Freund gewesen sein, theoretisch. Eben etwas, was die Mutter in der Öffentlichkeit in ein Licht rücken würde, das der Sache nicht dienlich ist, zumal man ja nicht von Anfang an davon ausgehen musste, dass Michaela nicht lebend wiederkommt.


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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 17:17
ARWEN1976 schrieb:aber die Lebensumstände, die damals herrschten, dürfen wir nicht vergessen und ebensowenig, wie schwierig es damals war, für eine alleinerziehende Mutter.
Weil das hier jetzt schon öfter mMn etwas übertrieben dargestellt wurde:
Man sollte nicht den Fehler machen und 1985 mit den 50er Jahren zu verwechseln.
Zu dem kommt, dass das in der Großstadt passiert ist - also ein eher liberales Umfeld.
Das war 4 Jahre vor der Wende.
Alleinerziehende Mütter waren zu derzeit schon eher völlig alltäglicher Umstand.
Und auch dass solche Frauen selbstverständlich gearbeitet haben.


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McIntosh
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 17:25
@d.b.cooper
Das stimmt. Wobei der Alleinerziehenden-Boom seine Hochphase erst in den 90ern startete.


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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 18:06
@d.b.cooper: da hast Du vollkommen Recht, aber @McIntosh hat es auf den Punkt gebracht.


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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 18:21
Ich möchte auch noch dazu erwähnen, dass es sich hier zwar um eine Großstadt handelt, aber im doch eher konservativ angehauchten Bayern. Das ist schon wieder ein kleiner Unterschied.


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FräuleinM
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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 18:42
Hallo allerseits! 

Vielleicht kann ich ja auch etwas zu dieser Diskussion beitragen... 
Warum sollte Michaelas Mutter denn bei einem Mann gewesen sein? Es war doch eigentlich geplant, mit Michaela in die Stadt zu gehen, da kann sie nicht anderweitig verabredet gewesen sein. Und es war Wochentag, da müssen die meisten doch auch arbeiten. Ich hätte da mal eine andere Theorie, warum erst so spät nach dem Kind gesucht wurde...

Was, wenn über die Frage, ob Michaela fahren darf oder nicht, am Telefon ein heftigerer Streit ausgebrochen ist, als es bisher dargestellt wurde. Ein Streit, der nicht geklärt war, als Michaela das Haus verließ. In diesem Fall hätte keiner sicher sein können, ob Michaela zur Mutter ins Hotel fährt oder sauer durch die Gegend stromert. Scheinbar war der Zeitpunkt für das Treffen im Vorfeld ja auch NICHT eindeutig festgelegt. Das kann ich mir nur so erklären, dass es zu der Festlegung einer Zeit gar nicht kam, weil die Aktion von der Mutter vorher wieder in Frage gestellt wurde. Und dann hat Michaela vielleicht gequengelt und gesagt, dass sie trotzdem fährt und sich dann gegen die Großeltern durchgesetzt und ist einfach gegangen. Was wäre dann gewesen? Dann hätte die Mutter am Hotel gewartet, aber nicht ewig, weil sie nach dem Streit gar nicht sicher sein konnte, dass ihr Kind wirklich zu ihr kommt.
Scheinbar war Michaela sehrwohl auch ein renitentes Kind (sie ist ja schon mal weggelaufen), und da hätte so eine Situation schon mal entstehen können.
Vielleicht hat die Mutter dann gedacht, Michaela sei sauer, weil sie ihr die U-Bahn-Tour verbieten wollte, und dass sie wohl ein bisschen beleidigt durch die Gegend zieht und darum nicht sofort nach Hause kommt. Das würde klar machen, warum die Mutter sich vom Treffpunkt entfernt und sich erst am späten Nachmittag so richtig Sorgen gemacht hat und vielleicht auch, warum ein Fremder Michaelas Vertrauen so schnell gewinnen konnte. Wäre Michaela in diesem Gemütszustand gewesen, also mit allen zu Hause verkracht zu sein und sie blöd zu finden, weil sie sie "wie ein Kleinkind behandeln", dann wäre sie bestimmt auch ein relativ leichtes Opfer gewesen für einen jungen attraktiven Typen, der sie wie eine Frau behandelt und ihr nette Sachen sagt.

Wenn man sich anschaut, wie sich Michaelas Mutter nach der Tat verhalten hat, so scheint es auch, dass sie sich schreckliche Vorwürfe gemacht hat. Sie hat sich nie abfinden können mit dem Tod ihrer Tochter, hat das Kinderzimmer so belassen, als käme Michaela jeden Moment zurück, hat es täglich geputzt- und am Ende hat sie, tragischerweise wie ihre Tochter, buchstäblich keine Luft mehr bekommen. Furchtbar. Da ist es doch normal, dass man die Erinnerung dahingehend modifiziert, dass sie einen nicht so schrecklich quält, und wenn der letzte Kontakt mit dem Kind ein Streit gewesen sein sollte, wäre das bestimmt etwas, das man kaum ertragen könnte.


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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 18:52
Kann mir bitte jmd. mal die Stelle nennen wo steht, wann sich die Mutter auf die Suche gemacht hat?
Konnte nichts finden,lediglich die Aussage der Schulfreundin, die sagte, dass die Suche nach Michaela schon im Gange war als sie nach Hause kam. Danke schon mal !


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Luminarah
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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 19:51
diegraefingestern
Hier, der nächste Klops, den ich nicht wusste:
http://trauerbuchmichaelaeisch.npage.de/galerie123415.html

Zitat:
"Beunruhigt alarmierte die Mutter sofort am Nachmittag die Polizei. Denn ihr einziges Kind war bereits vor 3 Jahren ausgerissen und bei einer großen Suchaktion Stunden später von der Polizei an der Gögginger Straße gefunden worden."


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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 19:58
@Luminarah

vielen Dank.

" Sofort am Nachmittag.... " da erschliessen sich mir nicht die ganzen Spekulationen über den Aufenthalt und die möglichen anderen Aktivitäten der Mutter .

Der Alarmierung der Polizei ging ja wohl erst mal eine eigenständige Suche voraus. Frage mich wieso es hier hiess, die Suche startete am frühen Abend???


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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 20:06
Für mich ist es unerheblich, wann die Suche begann und wo die Mutter in der Zeit war, denn Michaela hielt sich laut Zeugenaussagen in den Stunden nach der geplatzten Verabredung im häuslichen Umfeld - scheinbar spielend - auf, wie es auch der Fall gewesen wäre, wenn die Verabredung geklappt hätte und sie zusammen mit der Mutter heimgekommen wäre. Von daher macht es für den weiteren Tatablauf eigentlich keinen Unterschied aus Tätersicht, lediglich die Tatsache, dass die Mutter/Großeltern sie danach nicht mehr sahen, ist merkwürdig.

Für mich ist daran nur die Frage interessant: Warum kam Michaela nicht zum Mittagessen nach Hause, obwohl sie in der Mittags- und Nachmittagszeit von mehreren Zeugen in Wohnungsnähe gesehen wurde? Sie muss doch irgendwann Hunger bekommen haben? Hat sie den durch Käufe von den 5 DM gestillt, die die Mutter ihr immer gab morgens? Und war dies eine ungewöhnliche Verhaltensweise oder nicht?

Ich kann mir nämlich auch nicht vorstellen, dass sie den Täter schon mittags oder nachmittags traf, und sie DESHALB nicht mehr heimkam, da man sie immer allein sah und erst um 17.30 Uhr zusammen mit dem Mann.


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Luminarah
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 20:07
Also am Nachmittag begann die grosse Suche. Das wird dürfte dann gegen 16 -17 Uhr angefangen haben ,denn die Zeugen die Michaela sahen ,wussten noch nichts von einer Suche ,sowas spricht sich aber schnell herum.
Das würde grundsätzlich passen. Da steht auch ,das die Mutter relativ schnell (sofort) die Polizei alamierte. Wenn wir noch eine Stunde zugeben ,die die Mutter selber suchte bzw mit den Grosseltern in Kontakt stand ,ob sie nicht doch nach Hause gekommen ist , dann landen wir etwa bei 15 Uhr ,vielleicht auch etwas früher ,wo bemerkt wurde ,das was nicht stimmte.

Das sind dann mindestens drei Stunden vom Treffpunkt Hotel aus. Es ist aber für die Beurteilung des Falles gar nicht massgeblich. Wenn die Information stimmt ,das das Mädchen am Hotel war ,dann entfällt die Annahme ,das irgendjemand das Mädchen bereits in der Bahn ansprach ,auch jemand Bekanntes. Auch wenn sie nicht stimmt ,ist grundsätzlich möglich ,das Michaela auf eigene Faust ausriss ,warum auch immer. Das jedenfalls würde erklären ,warum sie dann immer wieder in einem Radius um die Siedlung beobachtet wurde. Immerhin hatte sie sich schon mal hinreissen lassen ,auf Abenteuer zu gehen. Auch hier braucht man nicht von einem Täterkontakt auszugehen.
Insofern ist es relativ egal ,was die Mutter machte und warum. Es trägt zum Fall nichts bei.
Wichtig ist nur ,dass Michaela sich offenbar entschloss ,den Tag "frei" um die Siedlung und Josephsburg zu verbringen. Da sehe ich aber keine Einwirkung eines Täters ,die unbedingt vorgelegen haben müsste.


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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 20:15
@Luminarah

Ich sehe es ebenso, ich denke, dem Täter bot sich hier einfach ein leichtes Opfer, weil Michaela die neu gewonnene Freiheit auskosten wollte und sich wahrscheinlich auch ziemlich groß und "erwachsen" fühlte, dazu noch mit den schicken Sachen, die sie anhatte, sie war wahrscheinlich sehr übermütig und gut gelaunt an dem Tag, und dadurch vielleicht auch arglos und offen für den Täter gewesen, als es zum Kontakt mit ihr kam... Und das hat dieser Täter einfach ausgenutzt.

Auf der Facebook-Seite zum Fall beschreiben ehem. Mitschüler sie als ein lustiges mutiges selbstbewusstes Mädel, eine schrieb, es gab einen Gesangswettbewerb, an dem Michaela teilnahm, dazu gehört in dem Alter großes Selbstbewusstsein, die Userin schreibt, sie selbst hätte sich das nicht getraut, aber Michaela wäre einfach so gewesen, hoppla, hier komm ich! Solche Menschen fallen auch als Kind auf, sind mutig, schlagfertig, aber auch kontaktfreudig und offen. Und genau das machte es dem Täter wahrscheinlich leicht, mit ihr in Kontakt zu treten.

Ich stelle mir aber auch vor, dass ein Kind dieses Typs sich sehr gewehrt haben dürfte, als es merkte, dass der scheinbar nette Mann, mit dem es unterwegs war, gar nicht so nett ist. Dass ein solcher Kampf im Gestrüpp an der hellen beschriebenen Kleidung des Täters spurlos vorbeigegangen ist, ist eigentlich kaum vorstellbar. Jemand muss doch was gesehen haben - ein Mann mit so schicker Kleidung, der total verdreckt aus einem Gesstrüpp klettert, müsste doch auch jemandem aufgefallen sein eigentlich. Vielleicht musste sie aber auch genau DESHALB sterben, weil sie zwar leicht in die Falle zu locken war, aber am Ende dann doch ein sehr wehrhaftes Opfer, dem der Täter anders gar nicht Herr wurde.


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Luminarah
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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 20:16
jungler schrieb:Frage mich wieso es hier hiess, die Suche startete am frühen Abend???
Die Userin sagte ,als sie abends nach Hause kam,war die Suche beteits im vollen Gange . Das wird gegen 17 Uhr - 18 Uhr gewesen sein,und da war Michaela vom Täter schon aus der vertrauten Umgebung herausgebracht worden. Wir können davon ausgehen ,dass die Suche irgendwann zwischen 16 und 17 Uhr begann, das passt auch zum Begriff "Nachmittag" . So spätestens 16.30 dürfte auch ein Kontakt mit dem Täter stattgefunden haben ,der sich ja das Vertrauen erschleichen musste oder flüchtig bekannt war ,weil aus der Siedlung.
Ich gehe mal als ortsubkundig von einer Autofahrt von 15 - 20 Minuten aus die der Täter brauchte. Dann ist er mit dem Mädchen 17.30 am Kiosk aufgetaucht und die Suche gibg ins Leere. Übrigens auch ein Punkt ,warum ich von einem PKW ausgehe ,wenn er da runter gelaufen wäre ,wäre er wahrscheinlich aufgefallen.


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McIntosh
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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 20:23
@diegraefin
Wer München kennt oder da wohnt, weiß, dass das wenig bis nichts mit Bayern zu tun hat und hatte. Im großen und ganzen eine ganz normale Großstadt wie viele andere.


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Luminarah
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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 20:25
Comtesse schrieb:sie zwar leicht in die Falle zu locken war, aber am Ende dann doch ein sehr wehrhaftes Opfer.
Ich denke nicht ,dass die Achtjährige für den Täter ein grosses Problem darstellte . Der Mord dürfte von Anfang an geplant gewesen sein,entweder weil das Kind den Täter kannte oder weil das sowieso zu seinen Fantasien gehörte. Dieser Täter hat ja einen grossen Machttrieb ,er gehört zum Typ der sadistischen Kindermörder ,wie der Maskenmann Martin N.
Das erschliesst sich aus der ganzen Schilderung dessen ,was das arme Mädchen erleiden musste. Sie hätte nicht überlebt ,ob sie sich fügte oder nicht. Dieser Typ wollte nur seine seltsamen Fantasien ausleben. Anscheinend war es aber für ihn nicht so der Kick ,wie er es im Kopfkino erwartet hatte ,immerhin ist er wohl nicht mehr in Erscheinung getreten . Das heisst natürlich nicht ,dass er ungefährlich ist und sicherlich wird er sich wohl entsprechende Filme hereinziehen. Zu diesem Typ passt dann auch die Mitnahme von Souvenirs ,mit denen er sich immer wieder an die Tat erinnern kann. Mittlerweile dürfte er die jedoch entsorgt haben.


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Luminarah
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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 20:26
Comtesse schrieb:Michaela nicht zum Mittagessen nach Hause, obwohl sie in der Mittags- und Nachmittagszeit von mehreren Zeugen in Wohnungsnähe gesehen
Kann es sein ,dass ihr ihr kleines Abenteuer wichtiger war als Essen?


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McIntosh
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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 20:31
Denkbar, aber eigentlich nicht wichtig für den Tatablauf. Die relevante Frage wäre - und auch das bringt nichts mehr - hätte Michaela um die Zeit nicht da gespielt, wo sie gespielt hat, hätte sie ihre Mutter getroffen und wäre mit ihr einkaufen gegangen?

Trotzdem würde mich nach wie vor brennend interessieren, warum sich Mutter und Michaela verpasst haben und sich beide danach so unlogisch verhalten und es nicht mehr zu einem Kontakt oder auch zu den Großeltern kommt. Da muss was faul sein, das ist mit den veröffentlichten Informationen nicht zu erklären.

Wenn Michaela so gestrickt war, wie @diegraefin bzw. die FB-Seite sie beschreibt, dann war es für einen Täter wohl noch einfacher als gedacht, sie zu locken, vor allem, wenn er sie kannte. "Wetten, dass Du Dich nicht traust, dies und jenes zu machen!" ...


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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 20:54
Ich frage mich, was genau an den Informationen fehlt oder falsch ist. Michaela sollte ein kleines Geschenk dafür erhalten, dass sie allein zum Hotel kam und dann wollten sie in die Stadt eine ganz tolle Schallplatte kaufen. Da freut man sich als Kind, besonders wenns mit der Kohle daheim nicht so dicke ist und man nicht ständig was bekommt. Das macht mich dann doch nachdenklich.

Mit 5 Mark in 1985 war man aber auch ganz gut dabei und als Achtjährige wird man von Süßigkeiten schnell und gerne satt. Es steht zwar nirgends, soweit ich weiß, aber vielleicht war sie ja beim Bäcker mit ihren 5 Mark und stinkig auf die Mutter. Das würde erklären, wieso sie nicht daheim zum Mittagessen war. Was ich nicht verstehe ist, wieso die Großeltern nicht schon früher Alarm geschlagen haben. Eigentlich ist es doch so, dass in dieser Art von Familienkonstellation und wenn das Kind bei den Großeltern schläft, dort doch dann auch Mittag gegessen wird. Dann hätte man doch gleich schreien müssen, wenn das Kind nicht kommt.

Was dann wiederum darauf schließen lässt, dass da ne Info von der Mutter fehlt. Wenn die Großeltern Michaela bei der Mutter in Sicherheit gewähnt haben, die Mutter dann aber nicht Alarm schlägt - wo hakts da ? Ich bin irritiert.

edit: wieso war sie eigentlich nicht in der schule ? freitag, keine ferien, kein feiertag ?


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FräuleinM
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29.09.2013 um 20:59
@McIntosh
Ich will mich nicht aufdrängen, aber vielleicht kannst Du in der Frage mit meiner "Streit-Theorie" von weiter oben etwas anfangen.

@Luminarah
@diegraefin
Es gibt verschiedene Tätertypen und darum auch zwei Theorien, wie sich in so einer Situation zu verhalten ist. Manche lassen sofort vom Opfer ab, wenn es sich wehrt, andere genießen genau diesen Kampf. Strangulieren ist eine Tötungsmethode, bei der ein Täter diesen Überlebenskampf extrem lange hinziehen, kontrollieren und auch unmittelbar spüren kann. Das sieht also so aus, als wäre genau dieses Wehren Michaelas das, was er wollte.
Ich würde nicht ausschließen, dass ein solch sadistisch-soziopathisher Täter es auch sehr genießt, sein Opfer vor der Tat lange Zeit zu manipulieren, sich sein Vertrauen zu erschleichen. Auch wenn das noch nix mit körperlicher Gewalt zutun hat, kann so auch die Zeit vor der eigentlichen Tat für so jemanden eine Befriedigung seines Machtbedürfnisses sein. Also kann man nicht ausschließen, dass er ganz bewusst längere Zeit mit Michaela unterwegs gewesen ist.

@diegraefin
Du hast viele interessante Dinge gesagt, u.a. dass die Vorgehensweise des Täters auf eine Impotenz hinweisen könnte. Das finde ich sehr klug, und ich würde gern daran erinnern, dass Sexualstraftäter in Deutschland zuweilen kastriert wurden.


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FräuleinM
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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 22:14
Ich denke, eine zentrale ungeklärte Frage ist: gibt es einen weitergehenden Zusammenhang zwischen der Tat und dem Ausflug in die Stadt. Vielleicht dergestalt, dass der Täter Michaela schon länger kannte, sie manipuliert hat und darum wusste, dass sie sich an diesem Tag alleine aus dem kontrollierten Bereich der Siedlung begeben würde. Vielleicht hat der Täter ihr diese Idee sogar eingepflanzt, die Mama abzuholen. Es ist doch nicht abwegig, dass ein adretter junger Mann ein kleines Mädchen, das gerne schon erwachsen wäre, einlullen, ihm schmeicheln und es derartig um den Finger wickeln kann.
Ich möchte daran erinnern, dass die Mutter ganz offen einen Mann gesucht hat. Eine Tochter orientiert sich an der Mutter, tritt auch natürlicherweise mit ihr in Konkurrenz (man denke an die gleichen Klamotten), und es ist darum doch denkbar, dass sie es sehr schmeichelhaft fand, wenn der Täter sich ihr widmete; dass sie wie die Mama auch einen Verehrer hatte, für den sie auch ihren Plan, in die Stadt zu fahren, bereitwillig umgeworfen hat. Vielleicht hat der Täter sie dann den ganzen Tag begleitet, sich aber so im Hintergrund gehalten, dass es lange keiner mitbekommen hat: "Geh mal da spielen, ich warte hier, und wenn ich Dir unser gemeinsames Zeichen gebe, dann kommst Du rüber und wir essen ein Eis."

Ich finde es logischer als die Zufalls-Hypothese, weil es viele andere Ungereimtheiten erklären könnte.


Ist das eigentlich okay, wenn man hier einfach ungefragt dazu kommt? Seid ruhig ehrlich, sonst beschränke ich mich aufs Lesen Eurer Gedanken.


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Der Fall Michaela Eisch (1985)

29.09.2013 um 22:38
@FräuleinM die diskussion lebt doch von vielen verschiedenen beiträgen und solange man nicht trollt sondern sich sinnvoll beteiligt, wird keiner ausfallend. und erfahrungsgemäß bewahren die leutchen hier sogar die ruhe, wenn man zu doof ist, das gelesene zu verarbeiten und fragen zu sachen stellt, die schon im eingangspost oder im nächsten absatz genannt sind ..


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