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Doppelmord Babenhausen

26.890 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, 2009, Nachbar ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Doppelmord Babenhausen

Doppelmord Babenhausen

05.06.2026 um 18:10
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:wo kamen denn die an allen 3 Tatorten aufgefundenen,mit Schmauch versetzten Bauschaumpartikel denn Deiner Meinung nach her?
Mir hat noch keiner die Frage beantwortet, ob es eine Analyse zum Bauschaum an sich gab. Von daher würde ich von Schaumstoff sprechen. Und klar gab es die Antwort, weil Schaumstoff in Schußnähe Schmauch abkriegt. Du musst mal genauer lesen. Ich habe mehrmals davon gesprochen, dass ich mir die aufgefundenen Schaumstoffflocken eher resultierend durch Schaumstoff vor dem Lauf vorstelle. Na klasse dass das Gericht sich insofern absichert, um die fehlenden Plastikteile somit zu erklären. Wie lebensfern ist es denn einer Anleitung nicht 1:1 Folge zu leisten, wenn der OSta noch unterstreich dass der Suchbegriff bereits Plastikflasche enthielt.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Das Gutachten Strates wäre in einem erneuten Prozess so etwas von zerlegt worden durch entsprechende Gegengutachten und nicht zuletzt durch die Realität.
Das halte ich für spekulativen Unsinn, grade auf Basis der Fehler im Zusammenhang mit dem gerichtlichen Eingangsgutachten.


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05.06.2026 um 21:10
Zitat von Zig_StardustZig_Stardust schrieb:um die fehlenden Plastikteile
Vielleicht hat er - aus welchen Gründen auch immer - den Boden der Plastikflasche entfernt, nachdem der Bauschaum ausgehärtet war.


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05.06.2026 um 21:15
Zitat von Misses_FMisses_F schrieb:Vielleicht hat er - aus welchen Gründen auch immer - den Boden der Plastikflasche entfernt, nachdem der Bauschaum ausgehärtet war.
Das Entfernen des Bodens der PET-Flasche kannst du ausschließen! Der Bauschaumkörper geht mit der PET-Flasche keine Verbindung ein und fällt aus der Flasche!


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05.06.2026 um 22:03
Zitat von Zig_StardustZig_Stardust schrieb:Mir hat noch keiner die Frage beantwortet, ob es eine Analyse zum Bauschaum an sich gab. V
Auf den ersten 6 Seiten des Urteils nachzulesen, das ein Sachverständigter der BASF die Partikel eindeutig als Bauschaum identifiziert hat.


Ich finde es befremdlich von Dir , hier die große "Argumentationskeule" zu schwingen, Halbwahrheiten, persönliche Vermutungen oder nachgewiesene Unwahrheiten zu verbreiten, und dabei offensichtlich noch nicht einmal die ersten 10 Seiten des frei zugänglichen Urteils gelesen zu haben.
Zitat von Zig_StardustZig_Stardust schrieb:Wie lebensfern ist es denn einer Anleitung nicht 1:1 Folge zu leisten, wenn der OSta noch unterstreich dass der Suchbegriff bereits Plastikflasche enthielt.
f
Was ist das für eine unsinnige und auch dumme Aussage.

Wenn jemand was auch immer bauen will und es dann nicht funktioniert, weil das Material zu schwach ist, versucht man es mit stärkerem oder anderem Material. Logisch eigentlich.

Wie auch immer die Realität spricht eine eindeutige Sprache: Der Bauschaumschalldämpfer , wie immer genau aufgebaut, hat bis zum Ende der Schußserie durchgehalten und auch nicht die Waffe verklemmt.
Zitat von Zig_StardustZig_Stardust schrieb:Das halte ich für spekulativen Unsinn, grade auf Basis der Fehler im Zusammenhang mit dem gerichtlichen Eingangsgutachten
Das ist kein Unsinn.
Da braucht man nur logisch denken.
Wenn es ,wem auch immer gelungen ist, einen funktionierenden Bauschaumschalldämpfer zu bauen, dann wird das auch den Schusswaffenexperten der Kripo gelingen.
Und schon ist Strates Gutachten tot.

Dies weis und wusste Strate auch schon am Anfang.
Er hat sich nur an dem Zipfel festgehalten, weil das anscheinend labortechnisch nicht genügend nachgeprüft wurde, das der Dämpfer die gesamte Schussfolge hält.

Dies hat man wohl einfach angenommen aufgrund der Spurenlage.

Strate ist ja auch nicht durchgekommen.
Meiner Meinung nach machte er das sog Gutachten nur, um sich nicht sagen lassen zu müssen, er habe den Mund zu voll genommen.


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05.06.2026 um 22:52
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Strate ist ja auch nicht durchgekommen.
Meiner Meinung nach machte er das sog Gutachten nur, um sich nicht sagen lassen zu müssen, er habe den Mund zu voll genommen.
Bei dem ganzen mediengedöns im Vorfeld dachte ich wirklich- jetzt kommt ein „großer Wumms“ der das Urteil erschüttert.
Aber, da kam…..nix


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07.06.2026 um 14:41
AD muss auf jeden Fall vorher Schusstests gemacht haben. Wenn man diesen Ort finden würde, könnte man vielleicht heute noch seine Schuld beweisen.


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07.06.2026 um 20:54
Zitat von J.DoeJ.Doe schrieb:könnte man vielleicht heute noch seine Schuld beweisen.
Seine Schuld ist ja bereits hinreichend bewiesen. Das wäre nur ein Indiz mehr zu einem schon sehr runden Urteil.


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07.06.2026 um 21:46
Zitat von J.DoeJ.Doe schrieb:Wenn man diesen Ort finden würde, könnte man vielleicht heute noch seine Schuld beweisen.
Wer muss wem etwas beweisen?

Im Namen des Volkes ist ein Urteil ergangen- lies es mal durch. Für mich ist das Urteil schlüssig.

Er wäre besser dran gewesen wenn er gestanden hätte oder im Affekt gereizt durch den Lärm und er wollte mit dem Nachbarn reden und es ist eskaliert- wäre er längst wieder draußen- aber AD geht den harten Weg.

Leider gibt es solche vergleichbaren Fälle immer wieder - in Gießen ein dreifacher Vater ist angeklagt seine Nachbarin ermordet zu haben

https://m.bild.de/regional/hessen/mordprozess-in-hessen-nachbar-soll-frau-nach-streit-um-laerm-getoetet-haben-69e75a244a467a672855ed50?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F


War jetzt 2026 im April


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07.06.2026 um 22:11
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Er wäre besser dran gewesen wenn er gestanden hätte oder im Affekt gereizt durch den Lärm und er wollte mit dem Nachbarn reden und es ist eskaliert- wäre er längst wieder draußen- aber AD geht den harten Weg.
Die Planung ist aber halt ein Mordmerkmal.


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07.06.2026 um 22:56
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Er wäre besser dran gewesen wenn er gestanden hätte oder im Affekt gereizt durch den Lärm und er wollte mit dem Nachbarn reden und es ist eskaliert- wäre er längst wieder draußen- aber AD geht den harten Weg.
Eben.
Den Nachbarn zur Rede stellen und dann im Affekt mit dem rein zufällig dort stehenden Spaten den Schädel eingeschlagen.
Darsow hätte vieleicht 5 Jahre bekommen und wäre nach 3 wiedere raus.
Er würde nicht als eiskalter Doppelmörder da stehen.
Ein Mann , der ausgerastet ist und das auch nicht grundlos bei dem jahrelangen Lärmterror, den er und seine Familie ausgesetzt war.
Aber hätte und wäre bringt ja auch nichts.
Er wurde halt zum Doppelmörder, der nicht davor zurück geschreckt ist , schlafenden Frauen ins Gesicht zu schießen um sein Problem zu lösen


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07.06.2026 um 23:17
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Die Planung ist aber halt ein Mordmerkmal.
Ich denke, hier irrst du.
Planung ist kein Mordmerkmal.

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__211.html


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08.06.2026 um 09:08
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Die Planung ist aber halt ein Mordmerkmal.
Nein. Planung ist eben kein Mordmerkmal. Die Mordmerkmale sind Mordlust, Befriedigung des Geschlechtstriebs, Habgier oder sonstige niedrige Beweggründe, Heimtücke, Grausamkeit, Einsatz gemeingefährlicher Mittel, Verdeckungsabsicht und Ermöglichung einer Straftat.


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08.06.2026 um 10:17
Planung bzw. vorbereitende Handlungen sind jedoch ein wichtiger Unterscheidungsgrund zwischen Mord und Totschlag


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08.06.2026 um 10:39
Zitat von SteamedHamsSteamedHams schrieb:Planung bzw. vorbereitende Handlungen sind jedoch ein wichtiger Unterscheidungsgrund zwischen Mord und Totschlag
Dieser Behauptung möchte ich abermals widersprechen und verweise auf die gestern von mir verlinkten Mordmerkmale.
Gegebenenfalls solltest du darlegen, wie du zu dieser Annahme kommst.


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08.06.2026 um 10:58
Zitat von emzemz schrieb:Dieser Behauptung möchte ich abermals widersprechen und verweise auf die gestern von mir verlinkten Mordmerkmale.
Gegebenenfalls solltest du darlegen, wie du zu dieser Annahme kommst.
Die Planung einer Tötung führt ja in der Regel zu einem geplanten Tatablauf welcher heimtückisch ist und die Arglosigkeit des Opfers ausnutzt.


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08.06.2026 um 12:16
Zitat von SteamedHamsSteamedHams schrieb:Die Planung einer Tötung führt ja in der Regel zu einem geplanten Tatablauf welcher heimtückisch ist und die Arglosigkeit des Opfers ausnutzt.
Wenn jemand eine Tötung plant, dann mag man das umgangssprachlich durchaus als heimtückisch bezeichnen. Nur hat der Begriff heimtückisch bei den Juristen eine klar definierte Bedeutung. Denn gleichzeitig muss das Opfer im Moment des Angriffs arglos und wehrlos sein.

Ich mach es mal an einem Beispiel fest:
Da hatte ein Sohn die Tötung seiner Eltern beschlossen und geplant. Er begab sich mit einem Zimmermannshammer ins elterliche Schlafzimmer und erschlug damit seine im Bett liegende Mutter. Die Frage hierbei war, hat die Mutter den Angriff mitbekommen, weil sie vielleicht durch Geräusche unmittelbar zuvor aufgewacht war, oder wurde sie im Schlaf geötet und ahnte zu keinem Zeitpunkt etwas von der Gefahr.
II. Heimtücke

Definition: Der Täter tötet heimtückisch, wenn er die durch die Arglosigkeit geschaffene Wehrlosigkeit des Opfers bewusst zur Tatbegehung ausnutzt.

Der Grund für die Strafschärfung im Vergleich zu § 212 StGB ist die besonders gefährliche Vorgehensweise: der Täter überrascht das arglose Opfer und hindert es so an einer Gegenwehr.

https://www.lecturio.de/mkt/jura-magazin/mordmerkmal-heimtucke/



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08.06.2026 um 14:50
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Die Planung ist aber halt ein Mordmerkmal.
Hier muss man darauf achten, in welchem Land man sich befindet. Ich glaube letztens mitbekommen zu haben, das es in Österreich so gehandhabt wird.


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08.06.2026 um 16:13
Zitat von Fritz_D1Fritz_D1 schrieb:Hier muss man darauf achten, in welchem Land man sich befindet. Ich glaube letztens mitbekommen zu haben, das es in Österreich so gehandhabt wird.
In Österreich gibt es sowas wie die deutschen Mordmerkmale nicht.


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Doppelmord Babenhausen

09.06.2026 um 03:53
Es ist ein sehr weit verbreitetes Missverständnis, dass die Planung eines Tötungsdelikts eine Klassifizierrung als Mord ermöglicht. Und die fehlende Planung dann eben Totschlag sei.

Nichts ist im deutschen Recht ferner als das. Eine Tötung wird zum Mord, wenn ein Mordmerkmal erfüllt ist. Und ein Totschlag kann durchaus geplant sein, solange kein Mordmerkmal erfüllt ist.

Ob Planung immer zur Heimtücke, also zur Ausnutzung der Arg= und Wehrlosigkeit führt, ist ebenso zu bestreiten. Oft, ja, aber sicher nicht immer.

Kleines Beispiel: Toni plant seit Wochen die Abrechnung mit seinem Rivalen Ottokar. Er hat sich alles fein ausgemalt: er wird ihn konfrontieren und ihm sein elendiges Dasein vorhalten, er wird ihm klar sagen, dass nun die Stunde seines Ablebens nahegekommen ist, er wird sich an der Todesangst des Ottokar weiden, der ihn so lange gequält hat. Nach einer Stunde erschiesst er den Ottokar.

Er plant es und es kommt genau so.

Toni stellt sich später bei der königlich bayerischen Gendarmerie. Die Staatsanwaltschaft findet kein Mordmerkmal und Toni wird wegen Totschlags verurteilt. Wie oben deutlich wird, war alles lange geplant, aber der Ottokar war keineswegs arg- und wehrlos, im Gegenteil, eine Stunde lang wusste er genau, was auf ihn zukam.

Bei diesem Beispiel ist angenommen, dass keine sonstigen Mordmerkmale vorlagen.


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09.06.2026 um 08:21
@Rick_Blaine
machen wir uns nichts vor. Deutschland hat eine falsche juristische Definition von Mord. Dein Toni ist ein klassischer Mörder. Klassischer geht es nicht.

Es bedarf nur eine winzige Ergänzung: wer Tatmittel, die mit hoher Sicherheit zum Tode führen können, gegen sein Opfer einsetzt, ist ein Mörder, wenn das Opfer bei der Tat verstirbt


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