@brigittsche @Nightrider64 Hallo Ihr zwei,
um eines vorweg zu nehmen: Ich würde eine "Rallye" durch halb Europa zur Vertuschung dieser Tat auch äußerst ungewöhnlich finden, aber auf der anderen Seite finde ich es eben auch genauso ungewöhnlich, dass hier durch Zufall die arme Frau Jahn gleich Opfer von zwei bis drei kriminellen Einzeltätern, bzw. Gruppierungen geworden sein soll.
brigittsche schrieb am 30.12.2025:Du hast natürlich Recht, dass der einfach so "durch den Wind" war, dass er nicht so logisch gedacht hat. Aber dann bis zum Brenner runter zu fahren und da die Schecks einzulösen und dann auch noch wieder quer durch Deutschland um das Auto abzustellen?
Das sind doch einige Stunden Autofahrt, bei denen man schon wieder "zur Besinnung" kommen kann.
Da gebe ich Dir ( und auch
@Nightrider64, der ja so ähnlich argumentierte) natürlich Recht. Wir wissen aber nicht, ob und wann er wieder zur Besinnung kam. Vielleicht war er schon so weit gefahren, dass er sich dachte "das ziehe ich jetzt so durch wie geplant"?
brigittsche schrieb am 30.12.2025:Dafür hätte er die Schecks ja auch anderswo einlösen können ohne durch halb Europa zu fahren.
Vielleicht wollte er bewusst eine Spur in diese Richtung legen? Wir haben hier die Schecks, den Prospekt im Kofferraum und zu guter Letzt den Anruf (ja
@Nightrider64, ich habe immer mitgelesen und weiß, wie Du darüber denkst...
;) ). Das sind aber drei sehr auffällige und kaum zu übersehende Spuren, die alle nach Österreich führen (sollen). Zufall?
brigittsche schrieb am 30.12.2025:Dass die Schecks am Brenner eingelöst wurden musste ja rauskommen, da konnte er durch das Verbringen des Autos nicht vertuschen, dass es eine Verbindung dorthin gab.
Ich habe ehrlich gesagt null Erfahrung mit solchen Schecks und kann daher nicht beurteilen, wie hoch seine Chancen gewesen wären, damit durchzukommen. Aber natürlich hätte er zugegeben immer damit rechnen müssen, dass die Unterschriften nach Fund der Leiche nochmals genauer geprüft werden.
Nightrider64 schrieb am 30.12.2025:Szenario 2
Wie oben, nur das der Mörder die Papiere von Ursula erst bei sich hatte und dann entsorgte.
Irgend jemand auf dem Weg nach Italien fand die Papier oder auch nur die Schecks, löste sie ein.
Zur gleichen Zeit fiel Trampern, die nach Norden wollten ,der verlassene Wagen von Ursula auf und diese bemächtigten sich nur des Autos, fuhren nach Emden und stellten ihn irgendwann ab.
Die Geschichte hat natürlich Hand und Fuß, aber ich finde das schon ein sehr großer Zufall, dass Frau Jahn innerhalb kürzester Zeit das Opfer von drei verschiedenen Tätern, bzw. Tätergruppen geworden sein soll.
Aber was, wenn der Täter nach der Brenner-Aktion das Auto an einen Platz unfern der Leiche verbracht hat, um die Geschichte so darzustellen, dass Frau Jahn in Österreich war und auf dem Rückweg Opfer eines Kapitalverbrechens wurde? Vielleich wurde das Auto dann dort von Dritten "übernommen" und nach Emden gefahren?
Der Täter, der vielleicht in der Nähe wohnte und dadurch mitbekommen hätte, wenn die Leiche von Frau Jahn gefunden worden wäre, setzt dann einige Monate später noch einen drauf und legt mit dem Anruf, in dem er sich als Gronauer ausgibt, noch eine weitere Spur nach Österreich und versucht hier ganz nebenbei durch seine Zeitangabe zu vermitteln, dass Frau Jahn ja noch viel länger gelebt haben muss?
Ich weiß, dass die Geschichte natürlich Ihre Schwächen hat, möglich wäre es aber allemal gewesen und der Täter wäre leider bis heute damit durchgekommen. Vielleicht auch gerade weil es so gar keinen richtigen Sinn ergeben möchte. Ich sehe halt am Ende des Tages und wenn ich alles andere ausblende, dass hier immer wieder geradezu krampfhaft Spuren nach Österreich gelegt wurden. Echt alles Zufall?