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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

2.408 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Wien, Koblenz ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

03.02.2026 um 00:01
Zitat von JRogerJRoger schrieb:Quelle: Filmfall ab 4'15"
Ah, vielen Dank, ich wusste nicht, dass die Folge noch online zu finden ist.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

03.02.2026 um 05:17
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Er hat nur gesagt, dass die Redaktion die Akte schon mal auf dem Tisch hatte als Vermisstenfall und dann aber die Leiche gefunden wurde.
.. und somit hat sich der Fall für uns erledigt.

Am 15. August 74 fährt Frau Jahn mit ihrem Begleiter durch den Schwarzwald. Am 18. August 74 wurden 3 Checks am Brenner eingelöst.
Der Leichenfund war am 15. Januar 75 und fast gleichzeitig auch das Auto in Emden.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Dass es schon einen Film gab der dann vernichtet wurde, wurde nach meiner Erinnerung nicht gesagt.
Richtig. Fraglich bleibt aber, ob es überhaut schon einen Film gab. Oder der Fall nur als Studiofall ausgestrahlt werden sollte.

Ca. 6 Wochen Später (Folglich Ende September Anfang November) Ruft der Gronauer mitten in der Nacht bei der Mutter von Jahn.
Auch bei Manfred kamen zu dieser Zeit merkwürdige Anrufe an. Er war sich sicher, dass Frau Jahn am Telefon war. Die Anruferin kann aber nicht Jahn gewesen sein. Da lag die Leiche noch unentdeckt im Wald von Birlenbach. Und das Auto stand noch auf dem Garagenabstellplatz in Emden.

Vom Staatsanwalt wird nach dem Film gesagt, dass man festgestellt hat, dass diese Anrufe bei Manfred von einer Bekannten des Mannes stammten die sich einen schlechten Scherz erlaubt hat. Unbekannt und von Interesse ist der Mann der bei der Mutter angerufen hat, und sich Gronauer nannte.

Wann die Anruferin ermittelt wurde wird nicht gesagt. Ich würde nicht ausschliessen wollen, dass der Fall erst nach dem die Leiche gefunden als Filmfall abgedreht wurde.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

03.02.2026 um 07:36
@brigittsche
@JRoger
Natürlich, Ihr habt vollkommen Recht. Da hat mir mein Gedächtnis ein anständiges Schnippchen geschlagen.
Verzeiht mir den Beitrag, ist natürlich nicht richtig.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

03.02.2026 um 07:40
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Fraglich bleibt aber, ob es überhaut schon einen Film gab. Oder der Fall nur als Studiofall ausgestrahlt werden sollte.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Ich würde nicht ausschliessen wollen, dass der Fall erst nach dem die Leiche gefunden als Filmfall abgedreht wurde.
Das vermute ich auch. Wahrscheinlich wollte man nur ein Foto zeigen und die Frage stellen ob irgendwer die Frau gesehen hat. Um überhaupt einmal der Frage nahe zu kommen, was denn mit ihr passiert ist. Also ob ein Verbrechen vorliegt oder ob sie vielleicht noch lebt.

Es wäre ja ein vertaner Aufwand, mit viel Mühe einen Film zu drehen und dann taucht die Frau wieder auf.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Auch bei Manfred kamen zu dieser Zeit merkwürdige Anrufe an. Er war sich sicher, dass Frau Jahn am Telefon war. Die Anruferin kann aber nicht Jahn gewesen sein. Da lag die Leiche noch unentdeckt im Wald von Birlenbach. Und das Auto stand noch auf dem Garagenabstellplatz in Emden.
Da "Manfred" ja glaubte, die Anruferin sei UJ gewesen, musste man diese Möglichkeit bis zum Leichenfund wohl noch in Betracht ziehen. Auch das könnte dazu geführt haben, dass man zunächst einmal glaubte, dass sie vielleicht noch lebt.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

03.02.2026 um 12:38
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Da "Manfred" ja glaubte, die Anruferin sei UJ gewesen, musste man diese Möglichkeit bis zum Leichenfund wohl noch in Betracht ziehen. Auch das könnte dazu geführt haben, dass man zunächst einmal glaubte, dass sie vielleicht noch lebt.
Über diesen Sachverhalt stolpere ich immer etwas. Die Anruferin muss ja von irgendwem die Info gehabt haben, dass sich unter Umständen im Hotel zwischen "Manfred" und Frau Jahn etwas zugetragen hat. Von wem hatte sie also diese? Von Frau Jahn eher nicht. Also bleibt eigentlich nur "Manfred" selbst.

Die Frage ist nun, wem und wie vielen Menschen "Manfred" von dieser Geschichte (ob sich sich wirklich zugetragen hat oder nicht lassen wir mal dahingestellt) erzählt hat? Ich weiß nicht, aber die Wahrscheinlichkeit, dass er es nur einem erlesenen Personenkreis - sprich nur wenigen Menschen, die er dazu sehr gut kennt - erzählt hat, halte ich für sehr hoch. Trotzdem verwechselt er eine gute Bekannte, mit der bewusst über diese Geschichte gesprochen hat, später mit Frau Jahn.

Es ist mir klar, dass die Polizei sowohl "Manfred" als auch die ominöse Anruferin zu dieser Geschichte in die Mangel genommen haben. Dennoch kommt mir das sehr komisch vor.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

03.02.2026 um 14:20
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Ich weiß nicht, aber die Wahrscheinlichkeit, dass er es nur einem erlesenen Personenkreis - sprich nur wenigen Menschen, die er dazu sehr gut kennt - erzählt hat, halte ich für sehr hoch. Trotzdem verwechselt er eine gute Bekannte, mit der bewusst über diese Geschichte gesprochen hat, später mit Frau Jahn.
Genau das finde ich auch seltsam. Aber welchen Nutzen sollte "Manfred" davon haben, sich das auszudenken? Oder zu behaupten, er hätte UJ erkannt, obwohl er gemerkt hat, dass es doch eine andere Frau war?

Allerdings muss er ja nicht zwangsläufig einer "Bekannten" davon erzählt haben, die dann selbst angerufen hat. Es wäre ja auch möglich, dass er es einer "Bekannten" erzählt hat, die dann eine "Komplizin" gebeten hat, unter dem Namen UJ anzurufen, eben weil sie wusste, dass "Manfred" ihre (=der "Bekannten") Stimme erkennen würde. Und vielleicht wusste sie sogar, dass die "Komplizin" zufällig eine ähnliche Stimme/Akzent wie UJ hatte.

In dem Szenario würde sich das "eine Bekannte, die sich einen schlechten Scherz erlaubt hat" nicht auf die Anruferin direkt beziehen, sondern auf die "Bekannte" die die Anruferin angestiftet und vielleicht auch das von der Anruferin vorgetragene Gedicht verfasst hat.

Aber natürlich wäre es auch in dem Fall für "Manfred" leicht, die Sache zurück zu verfolgen. Nur könnte er es der "Bekannten" vielleicht nicht zugetraut haben, so einen Plan zu verfolgen.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

03.02.2026 um 16:51
@brigittsche
@Der_Schwabe

Blonder Gedanke von mir: Wäre es im Bereich des Möglichen, dass dieser „Manfred“ nur so getan hat, als würde er die reimende Anruferin als Jahn erkennen, um zu suggerieren, sie würde noch am Leben sein?????

Ich weiß, dafür bräuchte es einen Grund seinerseits, der ihn dann allerdings in den Verdacht, er könnte der Täter sein, bringen würde.

Wie eingangs erwähnt, es ist nur ein blonder Gedanke von mir 🤔


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

03.02.2026 um 17:21
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Es wird zumindest von dem Staatsanwalt nach dem Film so gesagt - nämlich dass man zwischenzeitlich festgestellt hat, dass diese Anrufe bei "Manfred" von einer Bekannten des Manfred stammten, die sich einen schlechten Scherz erlaubt hat (er spricht das so seltsam aus "chlechter Scherz" so dass mir das in Erinnerung geblieben ist).
Das stimmt soweit.
Die entsprechende Feststellung muss kurz vor der Ausstrahlung stattgefunden haben, so das sie nicht mehr eingearbeitet werden konnte

Den Sachverhalt an sich finde ich komisch.
Wieso erzählt Manfred anderen Frauen irgend welche Geschichten.
Warum rufen die ihn dann an um ihn zu veräppeln.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Da "Manfred" ja glaubte, die Anruferin sei UJ gewesen, musste man diese Möglichkeit bis zum Leichenfund wohl noch in Betracht ziehen. Auch das könnte dazu geführt haben, dass man zunächst einmal glaubte, dass sie vielleicht noch lebt.
Zumindest war das ein Anhaltspunkt.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Über diesen Sachverhalt stolpere ich immer etwas. Die Anruferin muss ja von irgendwem die Info gehabt haben, dass sich unter Umständen im Hotel zwischen "Manfred" und Frau Jahn etwas zugetragen hat. Von wem hatte sie also diese? Von Frau Jahn eher nicht. Also bleibt eigentlich nur "Manfred" selbst.
Das wundert mich auch. Der Mann muss ja Einzelheiten seines Aufenthaltes mit Ursula im Schwarzwald dort mit U. ausgeplappert haben. Ziemlich indeskrete Details nehme ich an
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Trotzdem verwechselt er eine gute Bekannte, mit der bewusst über diese Geschichte gesprochen hat, später mit Frau Jahn.
Da bekomme ich auch den Gedanken:
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:Blonder Gedanke von mir: Wäre es im Bereich des Möglichen, dass dieser „Manfred“ nur so getan hat, als würde er die reimende Anruferin als Jahn erkennen, um zu suggerieren, sie würde noch am Leben sein?????
Einerseits ist das durchaus möglich.
Er wusste genau, das das nicht Ursula war, aber es half ihn die Zweifel an ihrem Tod aufrecht zu erhalten.
(Bei Ferngesprächen war in den 70er eh nicht so genau die Stimme zu erkennen, was er immer noch als Ausrede hätte glaubhaft machen können)

Andererseits hat er durch seine Indiskretionen die Sache unnütz mysteriös gemacht; ja direkt die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt damit.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Es ist mir klar, dass die Polizei sowohl "Manfred" als auch die ominöse Anruferin zu dieser Geschichte in die Mangel genommen haben. Dennoch kommt mir das sehr komisch vor.
Eben.
Welcher erwachsene Mensch tut so etwas.
Dieses doch relativ unpassende Verhalten lenkt doch Aufmerksamkeit auf den Mann.
Wäre er der Mörder, es wäre doch sinnvoller gewesen gar nichts groß davon zu verbreiten, was genau im Schwarzwald geschah,. Der Gentleman schweigt doch eher.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:dass er es einer "Bekannten" erzählt hat, die dann eine "Komplizin" gebeten hat, unter dem Namen UJ anzurufen, eben weil sie wusste, dass "Manfred" ihre (=der "Bekannten") Stimme erkennen würde. U
Da sind mir jetzt schon wieder zu viele Komplizen im Spiel.
Die Anruferin hat sich wohl einen Scherz gemacht. Einen Scherz lässt man nicht durch Komplizen erledigen.

Wie schon geschrieben: Bei Ferngesprächen waren seinerzeit Stimmen auch leicht zu verwechseln.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

03.02.2026 um 21:10
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Den Sachverhalt an sich finde ich komisch.
Wieso erzählt Manfred anderen Frauen irgend welche Geschichten.
Warum rufen die ihn dann an um ihn zu veräppeln.
Nehmen wir mal an, dieser "Manfred" hatte mehrere "Bekannte" gleichzeitig am Start. Und dann hat er einer, die er loswerden wollte, vorgeschwärmt, wie toll es doch mit UJ in dem Hotel (-bett?) war. Damit die andere einsieht, dass er keinen Bock mehr auf sie hat.

Die aber wollte nicht einsehen, dass sie bei "Manfred" abgemeldet war. Oder sie wollte UJ eins reinwürgen, damit "Manfred" wieder in ihre Arme zurückkommt.

Klar, das ist jetzt erst mal eine wilde Geschichte.

Aber: Hinter der XY-typisch zurückhaltenden Aussage "in Gedichtform Begebenheiten aus dem Hotel vorgetragen" kann sich ja alles mögliche verbergen.

Da kann es um den schrecklich langsamen Kellner gegangen sein oder die dicke Frau am Nebentisch, die immer so viel Torte gegessen hat. Also harmloses, eher witziges Zeug.

Aber z. B. auch im "Manfreds" kleinen Schniepel. Oder seinen dicken Hintern. Oder andere beleidigende Dinge. Und das würde dann den Anruf der vermeintlichen UJ in ein ganz anderes Licht rücken.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wie schon geschrieben: Bei Ferngesprächen waren seinerzeit Stimmen auch leicht zu verwechseln.
Natürlich, nur irgendeinen Grund muss es ja für den Anruf gegeben haben und dass die Frau am anderen Ende der Leitung Insiderkenntnisse hatte, ist ja offensichtlich.

Sofern "Manfred" das alles nicht blos erfunden hat. Aber das glaube ich nicht, weil die Szene im Film mit der anderen "Bekannten" die danebensitzt, schon andeutet, dass es Zeugen für den Anruf gibt.

Und:
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:Blonder Gedanke von mir: Wäre es im Bereich des Möglichen, dass dieser „Manfred“ nur so getan hat, als würde er die reimende Anruferin als Jahn erkennen, um zu suggerieren, sie würde noch am Leben sein?????

Ich weiß, dafür bräuchte es einen Grund seinerseits, der ihn dann allerdings in den Verdacht, er könnte der Täter sein, bringen würde.
Und genau den Grund sehe ich nicht.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

03.02.2026 um 23:34
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Natürlich, nur irgendeinen Grund muss es ja für den Anruf gegeben haben und dass die Frau am anderen Ende der Leitung Insiderkenntnisse hatte, ist ja offensichtlich.
Ja, er muss indiskret gewesen sein.
Aber das alles lässt ihn, Manfred in einem fragwürdigen Licht erscheinen
Einerseits lenkt sein Verhalten einen Focus auf ihn, andererseits entlastet es ihn eher noch.
Wenn er denn der Täter wäre, würde er nicht so viel preisgeben, eben um nicht aufzufallen..

Leider weis man zu wenig über die näheren Umstände.
Was für ein Typ war Ursula ?
Wie lief das mit der Trennung von ihrem Ehemann genau ?

In welcher Beziehung stand Manfred zu Ursula, in welchen Beziehungen zu den anderen Frauen, denen er Details erzählte?
Was für ein Typ war das genau, dieser Manfred?
Dargestellt wird er als "Playboy", als gut situierter Mann mittleren Alters.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

03.02.2026 um 23:42
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:In welcher Beziehung stand Manfred zu Ursula, in welchen Beziehungen zu den anderen Frauen, denen er Details erzählte?
Was für ein Typ war das genau, dieser Manfred?
Dargestellt wird er als "Playboy", als gut situierter Mann mittleren Alters.
Ja, das sind die zentralen Fragen.

Ich persönlich denke nicht, dass er der Täter ist. Das wäre dann doch so dermaßen offensichtlich und auch sicher anhand von Alibis überprüfbar, dass man ihm auf die Schliche gekommen wäre. Und auch der XY-Film lässt ihn da nicht so wirklich als Täter dastehen.

Mag sein, dass er ein Schürzenjäger war. Mag auch sein, dass er die Frauen nicht gerade nett behandelt hat, i. S. dass er mehrere gleichzeitig umgarnt und jeder erzählt hat, sie wäre seine große Liebe.

Aber: Das macht ihn dann noch nicht zum Mörder.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

04.02.2026 um 03:44
@brigittsche
@Nightrider64

Ich halte die Aussage von Manfred man habe sich bei Bühl zur getrennter Weiterfahrt entschlossen für durchaus glaubwürdig.
Eher verwundern tut mich, dass nicht gleich Tage danach noch mal telefonischer Kontakt aufgenommen wurde. Und sei es nur dazu, um sich zu erkundigen ob man gut gereist ist. Letztlich stösst es natürlich schon auf, dass 6 - 7 Wochen später nach dem Ereignis im Schwarzwald bei Manfred Anrufe eingehen, und er die Stimme der Anruferin als die von Jahn erkannt haben will.

Wir wissen natürlich nicht welches Verhältnis zwischen Manfred und der Anruferin vorgelegen hat.
Vielleicht war die Anruferin eine stilistisch taktvolle Geschichten Erzählerin mit hang zu zweisamen und erotischen Bildern.
Und halte das für durchaus denkbar:
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Die aber wollte nicht einsehen, dass sie bei "Manfred" abgemeldet war.
Auch möglich, dass da schon lange aus ganz andern Gründen Zank herrschte. Und die gute Dame wollt Manfred weiter verärgern. Letztlich aber dürfte es gleichwohl so gewesen sein, dass Manfred der Polizei den Tipp gab wer die mysteriöse Anruferin war.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

04.02.2026 um 06:45
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Eher verwundern tut mich, dass nicht gleich Tage danach noch mal telefonischer Kontakt aufgenommen wurde.
Aber woher wissen wir denn, dass das nicht versucht wurde? Der XY-Film macht dazu keine Angabe. Aber nur weil etwas nicht gesagt wird, heißt das nicht, dass es nicht stattgefunden hat.

Von daher ist es genauso möglich, dass "Manfred" schon am nächsten Tag vergeblich versucht hat, UJ zu erreichen.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

04.02.2026 um 08:01
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Von daher ist es genauso möglich, dass "Manfred" schon am nächsten Tag vergeblich versucht hat, UJ zu erreichen.
Da hätte er bei der Mutter von UJ anrufen müssen. Und hätte auch gleich erfahren, dass Frau Jahn nicht bei ihr angekommen ist. Was dann eben die Gronauer These stützen würde.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

04.02.2026 um 12:08
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Da hätte er bei der Mutter von UJ anrufen müssen. Und hätte auch gleich erfahren, dass Frau Jahn nicht bei ihr angekommen ist.
Ja, aber warum sollte er das nicht getan haben? Wenn die Verbindung zu UJ ganz harmlos war, würde man das, da stimme ich Dir zu, sogar erwarten.

Nur eben: Blos weil das bei XY nicht gesagt wurde, heißt das ja nicht, dass er das nicht getan hat.

Dann hat ihm die Mutter evtl. gesagt: "Nein, die ist nicht angekommen, keine Ahnung was los ist, wir machen und auch schon Sorgen..." Und Manfred hat dann die Geschichte erzählt, wie sie auch bei XY dargestellt wurde.

Damit waren dann aber seine Möglichkeiten auch schon erschöpft bzw. konnte er auch nicht viel mehr tun, er war ja nur ein "Bekannter".

Und ob er nun die besagte Anruferin dann für UJ gehalten hat oder nicht, hat damit ja nichts zu tun.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

04.02.2026 um 12:50
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:Blonder Gedanke von mir: Wäre es im Bereich des Möglichen, dass dieser „Manfred“ nur so getan hat, als würde er die reimende Anruferin als Jahn erkennen, um zu suggerieren, sie würde noch am Leben sein?????

Ich weiß, dafür bräuchte es einen Grund seinerseits, der ihn dann allerdings in den Verdacht, er könnte der Täter sein, bringen würde.

Wie eingangs erwähnt, es ist nur ein blonder Gedanke von mir 🤔
So "blond" finde ich diesen Gedanken ehrlich gesagt gar nicht.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Einerseits ist das durchaus möglich.
Er wusste genau, das das nicht Ursula war, aber es half ihn die Zweifel an ihrem Tod aufrecht zu erhalten.
(Bei Ferngesprächen war in den 70er eh nicht so genau die Stimme zu erkennen, was er immer noch als Ausrede hätte glaubhaft machen können)

Andererseits hat er durch seine Indiskretionen die Sache unnütz mysteriös gemacht; ja direkt die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt damit.
Stimmt alles! Also warum sollte "Manfred" sich selber in den Fokus lenken, wenn er dadurch nicht gleichzeitig einen "Mehrwert" erzielt? Mir fällt da nicht viel mehr als der "blonde" Gedanke von @kf1801 ein.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Aber: Hinter der XY-typisch zurückhaltenden Aussage "in Gedichtform Begebenheiten aus dem Hotel vorgetragen" kann sich ja alles mögliche verbergen.

Da kann es um den schrecklich langsamen Kellner gegangen sein oder die dicke Frau am Nebentisch, die immer so viel Torte gegessen hat. Also harmloses, eher witziges Zeug.
Auch das ist richtig. Wenn es denn so wäre, dann wäre "Manfred" gar nicht mal so indiskret gewesen, wie angenommen. Im Übrigen gibt es laut XY-Beitrag lediglich eine Zeugin, die bestätigen kann, dass das Telefon zu diesem Zeitpunkt geläutet hat. Nicht mehr und nicht weniger. Den Inhalt dieses Gespräches kennt nur "Manfred" alleine...
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich persönlich denke nicht, dass er der Täter ist. Das wäre dann doch so dermaßen offensichtlich und auch sicher anhand von Alibis überprüfbar, dass man ihm auf die Schliche gekommen wäre. Und auch der XY-Film lässt ihn da nicht so wirklich als Täter dastehen.
Alibis sind schon überprüfbar, da hast Du schon Recht. Aber wenn jemand kein Alibi für einen bestimmten Zeitpunkt hat, dann könnte ihm auch der Gedanken kommen, mit verschiedenen Aktionen der Polizei zu suggerieren, dass das Opfer zur tatsächlichen Tatzeit, für die er eben kein Alibi hat, noch gelebt hat.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Letztlich aber dürfte es gleichwohl so gewesen sein, dass Manfred der Polizei den Tipp gab wer die mysteriöse Anruferin war.
Ja, das ist es eben... Wie groß ist die Chance der Polizei dies ohne "Manfreds" Hilfe herauszufinden? Wäre es denkbar, dass die ominöse Bekannte sich selber bei der Polizei gemeldet hat nachdem feststand, dass Frau Jahn Opfer eines Verbrechens geworden ist?


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

04.02.2026 um 19:25
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Aber wenn jemand kein Alibi für einen bestimmten Zeitpunkt hat, dann könnte ihm auch der Gedanken kommen, mit verschiedenen Aktionen der Polizei zu suggerieren, dass das Opfer zur tatsächlichen Tatzeit, für die er eben kein Alibi hat, noch gelebt hat.
Naja, so schlau wie wir, die sich denken: "Hm, wenn der das mal nicht erfunden hat um von sich abzulenken...." sie die Ermittler allemal. Daher glaube ich schon, dass "Manfred" sehr, sehr genau unter die Lupe genommen wurde. Und dass man gerade diese Frage sehr genau überprüft hat.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Im Übrigen gibt es laut XY-Beitrag lediglich eine Zeugin, die bestätigen kann, dass das Telefon zu diesem Zeitpunkt geläutet hat. Nicht mehr und nicht weniger. Den Inhalt dieses Gespräches kennt nur "Manfred" alleine...
Es wird gesagt, dass es eine Bekannte war, die da angerufen hat. Also muss es ja eine Person geben, die a) zugibt, dass sie das war und b) auch sagen kann, was sie am Telefon erzählt hat. Und das wird man dann mit "Manfreds" Aussage abgeglichen haben.

Natürlich kann man unterstellen, dass Manfred irgendeine "Bekannte" dazu gebracht hat, fälschlich zuzugeben, dass sie angerufen hat. Und ihr dann auch noch vorgegeben hat, was sie angeblich erzählt haben soll, damit es mit seiner Aussage übereinstimmt. Aber dann braucht man auch immer noch eine Erklärung, woher die "Bekannte" das, was sie angeblich gesagt hat, denn wusste.

Damit wird die Geschichte immer komplizierter - und absurder. Denn warum sollte "Manfred" erst einen Anuf faken und dann im zweiten Schritt alles wieder zurücknehmen, indem er eine "Bekannte" dazu bringt, sich dazu zu bekennen, und das alles auch noch so wasserdicht, dass es nicht auffliegt?


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

04.02.2026 um 19:37
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Da hätte er bei der Mutter von UJ anrufen müssen. Und hätte auch gleich erfahren, dass Frau Jahn nicht bei ihr angekommen ist.

Dazu musste er erst einmal die Telefonnummer der Mutter gehabt haben.
Durchaus denkbar, das er die gar nicht hatte.

Ansonsten stimme ich u.A. @brigittsche zu_
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:a, aber warum sollte er das nicht getan haben? Wenn die Verbindung zu UJ ganz harmlos war, würde man das, da stimme ich Dir zu, sogar erwarten.

Nur eben: Blos weil das bei XY nicht gesagt wurde, heißt das ja nicht, dass er das nicht getan hat.
Denke ich auch. Vielleicht hat er auch gewartet das sie sich meldet und sich erst einen Tag später erkundigt.
Aber üblich wäre das gewesen
Das es nicht so war wurde nirgends erwähnt.
Umso mehr halte ich die annonymen Anrufe für seltsam.
Hatte Manfred sich vielleicht Sorgen gemacht, dies auch geäußert und wurde darauf hin verarscht am Telefon ?
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Alibis sind schon überprüfbar, da hast Du schon Recht. Aber wenn jemand kein Alibi für einen bestimmten Zeitpunkt hat, dann könnte ihm auch der Gedanken kommen, mit verschiedenen Aktionen der Polizei zu suggerieren, dass das Opfer zur tatsächlichen Tatzeit, für die er eben kein Alibi hat, noch gelebt hat.
Ja gut. Da der Mörder sich keine Zeit genommen hat um die Leiche besser zu verbergen, wäre das aber ein eh sinnloses Unterfangen. Der Täter musste wissen, das eher früher als später die Leiche gefunden wird. Dann wird festgestellt, das sie das gleiche Kleid wie im Schwarzwald trug und das Zeitfenster steht fest.

Einiges spricht dafür, das der Täter die Leiche in Zeitdruck und ohne Ortskenntnis abgelegt hat.

Natürlich konnte Manfred kein stichfestes Alibi vorbringen.
Schließlich fuhr er ja selbst im eigenen Auto Richtungf Krefeld.
Das kann man dann auch nicht erwarten, das er dies belegen kann.
Nur das Zeitfenster muss stimmen.
D.h. wenn er erst einen oder mehrere Tage später in Krefeld aufgetaucht wäre, gäbe es Erklärungsbedarf.

Seltsam nur, das man nicht hinter einander her gefahren sein soll.
Also in meinem Bekanntenkreis war das üblich und ist es immer noch.
Zumal der Fiat ja schon zuvor durch eine Panne aufgefallen ist.
Da braust man als Gentleman ja nicht gleich nach der Auffahrt zur AB davon.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:a hätte er bei der Mutter von UJ anrufen müssen. Und hätte auch gleich erfahren, dass Frau Jahn nicht bei ihr angekommen ist. Was dann eben die Gronauer These stützen würde.
Gut, das hätte Manfred dann erfahren. Vielleicht auch erst ein oder 2 Tage später.

Aber inwiefern stützt dies eine "Gronauer These."
Welche These überhaupt ?


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

04.02.2026 um 20:41
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Hatte Manfred sich vielleicht Sorgen gemacht, dies auch geäußert und wurde darauf hin verarscht am Telefon ?
Wäre natürlich auch möglich... Also z. B. dass eine andere Flamme von ihm verärgert war, dass er immer von der UJ erzählt und was ihr wohl passiert ist, während er sich um sie (=Flamme) nicht so viel Sorgen macht. Und um ihm zu zeigen, dass er endlich mal die UJ vergessen soll, faked sie den Anruf, damit "Manfred" sauer auf UJ ist - "Die dumme Kuh, weiß doch, dass ich mir Sorgen mache weil ich sie nicht erreichen kann und dann ruft sie an und macht Blödsinn..."

Aber dann müsste die Anruferin wiederum wissen, was es über den Hotelaufenthalt zu erzählen gibt. Wobei: Wenn Manfred ihr immer vorgejammert hat, was wohl mit UJ passiert sein könnte, wäre es natürlich denkbar, dass er dann auch von den Hotelaufethalt gesprochen hat.


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04.02.2026 um 22:14
@brigittsche

Find das eine schwache Argumentation, nur weil etwas bei XY nicht gesagt wurde, kann es trotzdem sein, dass das Vorkommnis des nicht gesagten eingetreten ist.

Und stimme da @Nightrider64 zu
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Das es nicht so war wurde nirgends erwähnt.
Umso mehr halte ich die annonymen Anrufe für seltsam.
Zumal auch Frau Jahn hätte bei Manfred anrufen können. Was dann diese Argumentation
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Dazu musste er erst einmal die Telefonnummer der Mutter gehabt haben.
Durchaus denkbar, das er die gar nicht hatte.
aufhebt.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Aber inwiefern stützt dies eine "Gronauer These."
Welche These überhaupt ?
Also dass ein Gronauer bei der Mutter von Frau Jahn angerufen hat sei unbestritten. Genauso dass bei XY nach diesem Gronauer fahndet wird.
Also da ruft jemand genau einmal an, danach nie wieder, mit dem Wissen, dass die Uschi da sein muss, zudem meldet sich diese Person trotz Fahndung nicht, was doch nahelegt, dass diese Person deutlich mehr weiss über den Fall Jahn. Bzw. einige Fragen beantworten könnte. Selbst dass er Täter sein könnte ist nicht auszuschliessen.


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