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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

2.195 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Wien, Koblenz ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

19.03.2018 um 22:49
Zitat von hotspurhotspur schrieb:Einige Ereignisse, wie die Scheck-Einlösung, der Gronauer-Anruf und die Telefon-Belästigung bei "Manfred", erhalten nicht zuletzt dadurch für den Zuschauer den Eindruck von etwas vom Täter bewusst Herbeigeführtem, das jeweils zur Verschleierung des Todes-Zeitpunktes dienen sollte. Das wirkt zunächst sehr plausibel - aber ich denke, man kommt der Wahrheit näher, wenn man sich von dieser Vorstellung verabschiedet.
ganz deiner Meinung.

Eventuell war die damalig Berichterstattung zu einseitig, Man hatte eine Vermutung und je nachdem war der Bericht kontra dem Bekannten (xy Video) ausgerichtet.

Das sind fast 40 Jahre her.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

19.03.2018 um 22:57
@nephilimfield
Zitat von nephilimfieldnephilimfield schrieb: Warum aber Typenschild und Kennzeichen entfernen? Das müsste doch geschehen sein, um eine Identifizierung zu erschweren. Warum war das den Autodieben so wichtig? Ist das evtl. ein Hinweis darauf, dass die Autodiebe tatsächlich in der Nähe wohnten?
Na ja, das wäre immerhin eine Möglichkeit.
Zitat von nephilimfieldnephilimfield schrieb:hotspur schrieb:
Was wohl ausscheidet, ist, dass der Autohof-Besitzer sich geirrt hat und der Wagen doch erst mit intakter Scheibe dort abgestellt wurde.
Im xy Film ist das nicht die Aussage des Autohof-Besitzers, sondern der etwas gewagte Schluss eines Kripobeamten, nachdem die Scheibenwischer und der Gummi im Kofferraum gefunden wurden.
Oha - stimmt. der Autohof-Betreiber sagt tatsächlich nur, dass ihm aufgefallen war, dass er da ohne Windschutzscheibe stand.

Zuerst dachte ich: Dann bliebe also immerhin die Möglichkeit, dass der Wagen mit intakter Windschutzscheibe abgestellt worden war - und dass dann jemand, so wie bei den anderen Teilen, sich vielleicht "selbstbedient" und sie ausgebaut hat.

Geht aber wohl auch nicht.

Denn erstens ist ja an der Feststellung des Kommissars was dran: Wäre irgendwie seltsam, dass derjenige die Scheibenwischer und das Gummi eigens in den Kofferraum packt.
Vor allem spricht aber ja der Befund der Ermittler dagegen: Dass die Splitter ausgesaugt wurden. Und dass sie sich in dieser Beziehung so sicher sind, habe ich mir damit erklärt, dass sie ein, zwei übersehene Splitter im Fahrgastraum fanden.


Noch eine Frage - da Du Dir ja selbst sehr intensiv über den Fall Gedanken gemacht hast - :

Hättest Du eine Idee, die die seltsame Stelle mit der Fahrgestellnummer und der "Nachricht aus Flensburg" erklärt ?
Zitat von hotspurhotspur schrieb:In der Autohof-Szene ist zunächst nur vom Fehlen der Kennzeichen und des Typenschilds die Rede. Erst später sagt der anwesende Polizist auf die Frage, wie man den Halter festgestellt hätte: "Einer von uns ist reingeklettert und hat versucht, die Fahrgestellnummer zu finden. Aber dann bekamen wir schon aus Flensburg die Nachricht, dass der Wagen einer gewissen Ursula Jahn gehört."

Definitiv gesagt wurde also nicht, dass die Nummer entfernt worden war. Wenn man die Stelle allerdings wörtlich nimmt, müsste der Anruf aus Flensburg genau in dem Moment gekommen sein, als die Polizisten im Auto herumkletterten - woraufhin sie die Suche abbrachen. Was einem schon an sich etwas seltsam vorkäme - aber außerdem stellt sich natürlich die Frage: Woher wusste man das zu diesem Zeitpunkt in Flensburg ?
Vielleicht ist da ganz einfach im Film-Dialog ein kleiner Irrtum unterlaufen, und die Stelle soll bedeuten: "Wir haben die Fahrgestellnummer gefunden, und Flensburg hat danach den Halter ermittelt."
Denn aus der Szene geht ja hervor, dass der Halter ermittelt wurde, bevor man durch die im Kofferraum gefundenen persönlichen Gegenstände von Ursula Jahn darauf kam.
(Natürlich kann der XY-Film aber auch an dieser Stelle bewusst in diesem Detail von den Fakten abweichen, um kein Täterwissen preiszugeben.)



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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

19.03.2018 um 23:06
Zitat von nephilimfieldnephilimfield schrieb:Im xy Film ist das nicht die Aussage des Autohof-Besitzers, sondern der etwas gewagte Schluss eines Kripobeamten, nachdem die Scheibenwischer und der Gummi im Kofferraum gefunden wurden. Also sicher ist das nicht, dass der Wagen schon ohne Scheibe abgestellt wurde.
Der Kripobeamte komm ja nicht so unbegründet zur annahmen, dass der Wagen mit geborstene Scheibe auf dem Garagenhof abgestellt wurde. Da kein Scheibensplitter vorhanden waren muss der Wagen irgendwo gereinigt worden sein. Weiter wurde auch das Typenschild entfernt. Das dürfte wohl eher nicht beim Garagenhof der Fall gewesen sein.

Ich Teile die Auffassung, dass der Wagen ohne Beschädigungen in die Nähe von Emden verbracht wurde. Danach auf dem Garagenhof abgestellt wurde. Ein verbringen mittels Abschleppdienst sehe ich eher nicht. Da kein Hinweis bei der Polizei einging.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

19.03.2018 um 23:15
Interessant wäre zu wissen, wann der Bekannte von Ursula Jahn (Manfred) in seinem Heimatort angekommen ist und ob es für diesen Zeitpunkt Zeugen gibt. In den siebziger und achtziger Jahren war es nicht üblich, bei der Einlösung von Schecks Ausweispapiere vom Einlöser zu verlangen - der Bankangestellte hatte lediglich die Scheckkarte mit den Scheckformularen abzugleichen und die Unterschrift auf der Scheckkarte mit jener auf dem Scheckformular zu überprüfen. Nur bei Einlösung von Schecks ohne EC-Karte wurden Lichtbildausweise verlangt und die Deckung beim ausgebenden Kreditinstitut abgefragt. So war es für jede weibliche Personen relativ einfach die Schecks ohne größeren Hindernisse/Gefahren einzulösen.
Ich persönlich glaube auch (so wie von anderen Forumsteilnehmern mehrfach angedeutet), dass in diesem mysteriösen Kriminalfall ein Beziehungsdelikt vorliegt, das durch viele Verschleierungsaktionen (Einlösung der Schecks am Brenner, Anrufe, Abstellen des Autos im Norden usw.) in Richtung "Zufallstäter" hingelenkt werden sollte.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

19.03.2018 um 23:22
@kodama
Zitat von kodamakodama schrieb:Ich glaube nicht, dass der Wagen gestohlen wurde.
Ich denke das hat/haben alles, wie auch immer der bzw. wohl eher die Täter veranstaltet.
Hättest Du denn da auch ein detailliertes Szenario ?
Denn leider steckt der Teufel bei dieser Sache - wie so oft - im Detail.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

19.03.2018 um 23:35
@hotspur
Zitat von hotspurhotspur schrieb:Hättest Du eine Idee, die die seltsame Stelle mit der Fahrgestellnummer und der "Nachricht aus Flensburg" erklärt ?
Ohne Fahrgestellnummer und Kennzeichen halte ich die Rasanz der Identifizierung - zumal in Vor-EDV-Zeiten - eher der künstlerischen Freiheit des xy Teams geschuldet.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

19.03.2018 um 23:41
@ayahuaska
Zitat von ayahuaskaayahuaska schrieb:Dort soll die Tote laut Gerichtsmedizin etwa ein halbes Jahr gelegen haben, was in etwa Mitte Juli 1974 gewesen sein dürfte.
Übrigens noch eine Ergänzung zu deiner Frage: Im Fernschreiben der Polizei Koblenz, das man im xy Beitrag sieht, steht "Liegezeit zw. 6 und 8 Monaten".


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

19.03.2018 um 23:44
Eine Verständnisfrage:
Kann nochmal jemand mit Kenntnis der damaligen Zeit erklären, wie das genau mit den Schecks funktionierte ?

Im Film ist von "drei Scheck-Formularen" die Rede, die am Brenner mit gefälschter Unterschrift eingelöst wurden. Ob es Eurocheques waren, wurde nicht gesagt - aber unter den hinterher eingeblendeten
vermissten Papieren sieht man eine Eurocheque-Karte, so dass man es annehmen kann.

Welche Möglichkeiten gibt es jetzt ?

Wenn es Eurocheques waren, hätte dann grundsätzlich nur Ursula Jahn selbst, mit Unterschrift und unter Vorlage der Scheckkarte, eine Auszahlung erhalten können ? So dass dann also eine weibliche Doppelgängerin erforderlich gewesen wäre - weil der Schalterbeamte außer der Unterschrift auch durch Augenschein geprüft hätte, wer vor ihm stand ?

Mit anderen Worten: Hätte es einem Mann z.B. gar nichts genützt, wenn er eine auf eine Frau ausgestellte Scheckkarte gefunden hätte - oder er mit der Karte seiner Frau eine Anhebung hätte tätigen wollen?

Wäre das bei anderen Schecks anders gewesen ?


Das ist ja für diesen Fall nicht ganz unwichtig, würde ich meinen.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

19.03.2018 um 23:44
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Allerdings bleibt dann immer noch offen wie der Halter bzw. die Halterin des Fiat fest gestellt wurde. Dass man da gleich davon ausgeht, der Wagen könnte in Verbindung zu einer Straftat stehen verwundert schon. So was wurde doch zu dieser Zeit schnell mal zum Autoabbruch verbracht.
Ich habe das nochmals überdacht. Der Wagen von Jan wurde sicher polizeilich gesucht. Als dann der die Meldung bei der Polizei einging, das der Wagen gefunden wurde wollte man den Halter ermitteln. Da nun das Typenschild entfernt wurde suchte man nach vermissten oder gestohlen Autos. Dabei konnte dann der Fiat mit Hilfe derjenigen welche das Auto kannten Jan zugeordnet werden. Der Polizeibeamte bei XY sagt dazu, dass ein immer ein riesen Aufwand wäre den Halter ausfindig machen zu können.


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20.03.2018 um 00:30
@hotspur
Zitat von hotspurhotspur schrieb:Kann nochmal jemand mit Kenntnis der damaligen Zeit erklären, wie das genau mit den Schecks funktionierte ?
Schau mal vier Posts über dir. @südtiroler hat das ganz gut beschrieben.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

20.03.2018 um 00:48
@nephilimfield

Danke! Ja, den Post hatte ich gelesen - und auch den kompletten Thread (was bei mir generell Voraussetzung ist für eine Diskussions-Beteiligung), wo das Thema ja sehr ausgiebig erörtert wurde. Ich habe auch die Beiträge von @nightrider speziell zum Thema Eurocheques zur Kenntnis genommen.

@südtiroler
Aber letztlich weiß ich nun immer noch nicht genau: Hätte nun ein Mann - beispielsweise als Ehepartner seiner Frau - mit deren Karte einen von ihr ausgestellten (Euro-)Scheck einlösen können? Oder hätte er dann ein zusätzliches Ausweisdokument benötigt ?
Der Sinn der Frage ist klar: Hätte am Brenner auch eine männliche Person - Du schreibst von einer weiblichen - mit Ursula Jahns Schecks & Karte Geld abheben können ?


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

20.03.2018 um 01:56
@hotspur
Wenn man die Karte vorlegte und die Unterschrift mit dem auf den Schecks überein stimmte, so bekam man auch Geld ausgezahlt.
Ich kann mich erinnern, das ich mit so einem Scheck in Verbindung mit der Karte für meinen Vater die Handwerkerrechnungen bezahlt habe. Natürlich musste die Unterschrift übereinstimmen.

Im Prinzip hätte auch jemand den Scheck seiner Frau einlösen können, so lange er die Karte vorlegt.
Aber nur bis DM 300,- pro Scheck (Später dann 400,-) Das war die Deckungssumme, die versichert war.

Später hatte ich diese Schecks selbst. Waren ganz praktisch bevor es bessere Methoden der bargeldlosen Zahlung gab. Vor allem bei Auslandsreisen.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

20.03.2018 um 02:41
@Nightrider64

Sehr gut! Na, das ist doch mal eine Information! Vielen Dank!

Ich hatte es nach Deinen Beiträgen - und Deiner Fall-Theorie, der ich mich ja im Wesentlichen angeschlossen hatte - mir schon in etwa so zusammengereimt.

Denn es ist ja für diesen Fall ein eminent wichtiger Punkt:
Hätte ein Mann - ohne größere Komplikationen - Schecks mit dem Karte von Ursula Jahn einlösen können ?

Die Frage stellt sich dann natürlich: Warum wählte der Betreffende eine "Wechselstube an Brenner" - so der XY-Film ?
Hätte das irgendeinen Vorteil gehabt unter den gegebenen Umständen? Oder ein Risiko vermieden ?

Oder machten die Betreffenden - ob Autodiebe, glückliche Finder von U. Jahns Papieren, oder was auch immer - eben einfach nur eine Spritztour nach Italien ??



Ich denke, darüber sollten wir nachdenken.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

20.03.2018 um 11:56
@Nightrider64

Also verstehe ich das richtig: Auch ein Mann hätte mit der Scheckkarte die Schecks von Frau Jahn einlösen können?


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

20.03.2018 um 13:10
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb am 14.03.2018:Hat das irgend etwas mit dem vorherigen Urlaub des "Bekannten" in Italien zu tun?
Das ist die große Frage - Woher kannten sich UJ und ihr "Bekannter" ?

Ich stelle mir tatsächlich nochmal ein Täter wie K.W.W. vor , auch wenn dabei wieder die Fantasie durch gehen sollte, auch weil er "nie mehr in den Knast wollte", also setzte das eine hunderprozentige Zeugenbeseitigung voraus und er stand auf Geld und Sex .
.....
Vllt. besaß seine damalige Gönnerin in Karlsruhe auch einen "dicken Schlitten ", mit dem er unterwegs war, bei der er nach dem Gefängnisaufenthalt lebte? Wäre es möglich, UJ und er hatten sich per Zeitungsannonce kennengelernt , das damals noch üblich war, sie telefonierten vor dem ersten Treff noch , indem UJ ihre ganzen Pläne offenbarte , er vorgab , ihr dabei zu helfen , just ab diesem Moment konnte sie schon von einem "Bekannten "sprechen, er aber,um noch etwas Zeit zu gewinnen (?), den Urlaub in Italien vorschob, obwohl er nur bis zum Brenner gefahren war wegen voran gegangener Scheckgeschichten , so an diese Prospekte kam, sich dieser dort bediente als "Urlaubsnachweis" ....?

Nun wurde im XY -Film , wenn ich mich nicht irre, auch gezeigt, eine Frau wie UJ in der selben Kleidung hätte am Brenner Schecks eingelöst ? Das müssten dann doch gestohlene Schecks gewesen sein von einem voraus gegangenen Opfer, denn sie wird wohl kaum eigens dort hingefahren sein mit ihrem späteren "Täter" ihre eigenen Schecks dort einzulösen ? Komme da nur auf die Möglichkeit, nach der Umzugszermonie ist er mit ihr noch dort hingefahren, das auch eine Gegenleistung seiner Hilfe war ?

Die nächste ergab sich gezwungenermaßen mit ihrer Autopanne , die die beiden zu dieser Fahrtunterbrechung zwang, ihr "Bekannter" ja nicht gerade davon begeistert war, warum ?, da es plötzlich Zeugen gab durch diese Zwangspause ?

Also musste man sich nach der Autoreparatur betont auffällig verabschieden, obwohl der "Bekannte" dies noch gar nicht in seinen Plan passte.

Man hat keinerlei Beweise, ob dieser "Bekannte" Manfred nun nochmal umgedreht hatte, UJ einholte unter dem Vorwand, etwas vergessen zu haben (?), denn er hatte ja auch ihr Schecks entwendet, dass UJ noch nicht bemerkt hatte zu dem Zeitpunkt, dessen Vertuschung er ja nur noch dort erledigen konnte ? Es bestand von seiner Seite ja kein Interesse daran, weiterhin ihr Bekannter zu sein ?

Das könnte der dunkle Punkt sein an der Geschichte .....?????

Man muss abwarten, welche Zeugen sich "deutschlandweit" überhaupt melden und dieser Fall liegt um einiges an Zeit zurück ....
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb am 14.03.2018:Welcher Zusammenhang besteht aber zwischen dem Einlösen der Schecks am Brenner, dem dazugehörigen Prospekt der Brennerautobahn, dem Auffindeort der Leiche und dem des Autos?
Ab welchem Zeitpunkt wurde das Fahrzeug in Emden gesichtet ? Es musste auf alle Fälle so aussehen,als ob ihr auf der Fahrt nach Hause, nach Krefeld was passiert sei ....?

Sie kann auch dorthin in den Wald transportiert worden sein ohne ihr Fahrzeug ?

Der Anruf bei der Mutter nachts um 3 Uhr werte ich lediglich als einen Kontrollanruf darüber, was die Mutter bis dahin wusste über den Verbleib über ihre Tochter....
Zitat von nephilimfieldnephilimfield schrieb:Also verstehe ich das richtig: Auch ein Mann hätte mit der Scheckkarte die Schecks von Frau Jahn einlösen können?
Soweit ich mich noch erinnern kann , ging es nicht nur um die Unterschrift ,sondern auch um eine von der Bank vorgegebene Nummer, die man auf den Scheck eintragen musste , damit diese Schecks auch an Drittpersonen ausgeben und eingelöst werden konnten, also von Personen, die unter normalen Umständen nicht an diese Bankcodenummer kommen konnten,
nur im Falle eines Diebstahls der Schecks und dieser Begleitkarte .

Aber UJ soll bereits unterschriebene Blankoschecks mit sich geführt haben ...

Siehe auch @Nightrider64 Seite 27..... 25.09.16


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

20.03.2018 um 16:29
@bellady

Ein paar kleine Korrekturen, was das bei XY Vorkommende angeht:
Zitat von belladybellady schrieb:Nun wurde im XY -Film , wenn ich mich nicht irre, auch gezeigt, eine Frau wie UJ in der selben Kleidung hätte am Brenner Schecks eingelöst ?
Das wurde leider nicht gezeigt, und auch nicht so gesagt. ("Leider" deswegen, weil wir dann ja nicht die bekannte Unklarheit über diesen Punkt hätten.)

Der einschlägige Satz lautete: Am Tag nach der letzten Sichtung Ursula Jahns wurden "in der österreichischen Wechselstube am Brenner, mehr als 500 km von dem Stausee entfernt, drei Scheckformulare aus dem Besitz der Frau mit gefälschter Unterschrift eingelöst". Das ist der einzige Hinweis auf die Schecks selbst (irgendwelche von ihr selbst bereits unterschriebene werden nicht erwähnt). Dass es sich um Euroschecks handelte, ist deswegen anzunehmen, weil im Nachgang des Films unter den vermissten Papieren Ursula Jahns eine Euroscheckkarte gezeigt wird.

Zu dem generellen Thema Schecks sagtest Du noch:
Zitat von belladybellady schrieb:Soweit ich mich noch erinnern kann, ging es nicht nur um die Unterschrift ,sondern auch um eine von der Bank vorgegebene Nummer, die man auf den Scheck eintragen musste, damit diese Schecks auch an Drittpersonen ausgeben und eingelöst werden konnten
Ja, das macht Sinn - weil die betreffende Person ja beim Einlösen nicht die Scheckkarte zur Verfügung gehabt hätte.

Dagegen meinte @Nightrider64 mit seiner Angabe
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ich kann mich erinnern, das ich mit so einem Scheck in Verbindung mit der Karte für meinen Vater die Handwerkerrechnungen bezahlt habe.
ja doch wohl, dass er die Rechnungsbeträge auf die von ihm genannte Weise vom Konto seines Vaters abhob und mit diesem Geld die Handwerker bar auszahlte. (@Nightrider64: Bitte korrigieren, wenn ich falsch liege.)
Zitat von belladybellady schrieb:... mit ihrer Autopanne , die die beiden zu dieser Fahrtunterbrechung zwang
Nach Aussage des Bekannten hatten sie die Fahrt-Unterbrechung bereits zuvor beschlossen, in Abweichung von ihrem ursprünglichen Vorhaben, direkt nach Krefeld zu fahren. Daher sagt Ursula Jahn auch, als ihnen der Tankwart mitteilt, dass der Defekt eine Kleinigkeit, aber auch mehr sein könne, zu "Manfred": "Wir wollten doch sowieso hierbleiben." Dass dieser laut dem Tankwart der Bekannte von der Entwicklung, "die die Dinge genommen hätten, offensichtlich nicht sehr begeistert" war, mutet deswegen in der Tat etwas merkwürdig an.


Diesen Passus von Dir hatte ich nicht ganz verstanden:
Zitat von belladybellady schrieb:denn er hatte ja auch ihr Schecks entwendet, dass UJ noch nicht bemerkt hatte zu dem Zeitpunkt,
"Denn er hatte ja auch" klingt so, als würdest Du an etwas bereits Vorausgesetztes nochmal erinnern. Aber Du meinst wohl eher: Du stellst an der Stelle diese Vermutung an. Denn eigentlich ist doch davon auszugehen, dass der Täter (wer immer es war) die Schecks durch die Ermordung Ursula Jahns an sich brachte, und ihr nicht zuvor bereits gestohlen hatte. Warum nimmst Du das an ?

Und noch eine Verständnisfrage:
Du meinst doch nicht, dass Kurt-Werner Wichmann mit dem Bekannten "Manfred" identisch war - oder sollte man das so verstehen ?
Das könnte natürlich schon deshalb nicht sein, weil man fraglos im Zuge der Aufklärung der Göhrde-Morde erwähnt hätte, dass er auch hier verdächtigt worden war. Wenn Wichmann überhaupt in Frage kommt, dann doch wohl allenfalls als völlig unerkannt gebliebener Täter.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

20.03.2018 um 18:19
Zitat von hotspurhotspur schrieb:Am Tag nach der letzten Sichtung Ursula Jahns wurden "in der österreichischen Wechselstube am Brenner, mehr als 500 km von dem Stausee entfernt, drei Scheckformulare aus dem Besitz der Frau mit gefälschter Unterschrift eingelöst".
Bei der Ausgabe überwacht das Institut, dass der Bankkunde jeden Reisescheck einzeln unterzeichnet. Die Sicherheit besteht darin, dass der Bankkunde bei Bezahlung oder Geldbeschaffung während seiner Auslandsreise Reiseschecks ein zweites Mal unterzeichnet. Der Annehmende im Ausland kann zusätzlich durch Legitimationsprüfung der Unterschriften feststellen, ob beide Unterschriften übereinstimmen. Dabei ist der Reisepass oder Personalausweis vorzulegen. Stimmen die Unterschriften überein, kann der Annehmende den Gegenwert des Reiseschecks auszahlen oder die Gegenleistung anderweitig erbringen (Warenverkauf).

Nun ist davon auszugehen, dass dass auch der Name und weiter Daten auf dem Check aufgedruckt waren. Damit dieser dem entsprechenden Konto abgebucht werden kann.

Die Einlösung des Check am Brenner mit gefälschter Unterschrift dürfte von einer Frau getätigt worden sein. Dem Annehmenden wäre sicher eine visuelle Diskrepanz aufgefallen. Vermutlich hat er keine Legitimationsprüfun vorgenommen.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

20.03.2018 um 18:25
Keiner hier, der sich wegen der Zinkwanne wundert? Die wird da kaum im Wald rumgelegen haben. Woher könnte der Täter/Leichenableger eine Wanne "parat" gehabt haben? Fuhr er evtl. einen LKW oder Lieferwagen? In einem Mercedes, wie "Manfred" ihn fuhr, passt so ein Ding nicht rein.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

20.03.2018 um 18:54
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Bei der Ausgabe überwacht das Institut, dass der Bankkunde jeden Reisescheck einzeln unterzeichnet. Die Sicherheit besteht darin, dass der Bankkunde bei Bezahlung oder Geldbeschaffung während seiner Auslandsreise Reiseschecks ein zweites Mal unterzeichnet.
Wegen der Euroscheckkarte wäre ich eher davon ausgegangen, dass es keine Reiseschecks, sondern eben Euroschecks waren - und da dachte ich, dass die Überprüfung der Unterschrift in einem Abgleich mit der Unterschrift auf der Karte besteht. Aber das ist ja nicht weiter von Belang. Die hier im Raum stehende - und aus meiner Sicht nicht unwichtige - Frage ist, ob wir uns auf Deine andere Aussage festlegen können:
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Die Einlösung des Check am Brenner mit gefälschter Unterschrift dürfte von einer Frau getätigt worden sein. Dem Annehmenden wäre sicher eine visuelle Diskrepanz aufgefallen.
Ich selbst würde natürlich auch zu dieser Ansicht tendieren. Aber z.B. @Nightrider64 scheint anderer Meinung zu sein. Allerdings vermutet er es ja seinerseits auch nur - die eigene Erfahrung, die er anführt, ist ja naturgemäß in diesem Punkt nicht ganzd die Gleiche. Denn er hat ja nicht als Tochter seines Vaters Geld von dessen Konto abgehoben, sondern als Sohn.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

20.03.2018 um 19:19
Zitat von SolaarSolaar schrieb:Keiner hier, der sich wegen der Zinkwanne wundert? Die wird da kaum im Wald rumgelegen haben.
Na doch, solches Zeug lag früher oft in der Botanik herum. Da kann ich mich aus Kindheit und Jugend gut dran erinnern. (Und auch, dass ich einen solchen Gegenstand als Kind gar nicht primär als "Müll" wahrnahm, sondern vielmehr als etwas irgendwie Interessant-Faszinierendes, aufgrund seiner Fremdheit in der Welt der Natur gleichsam surreal Anmutendes ... So ändern sich die Wahrnehmungen.) Dass man eine solche Abfall-Entsorgung damals häufiger praktizierte, hing wohl damit zusammen, damals die Sperrmüll-Abholung noch nicht existierte, oder zumindest nicht so flächendeckend funktionierte.

Natürlich wird der Täter die Wanne nicht "gesucht" haben. Ich denke eher, er ist beim Verbringen der Leiche zufällig auf sie gestoßen und hat sie halt zu seinem Zweck benutzt. Wäre sie dort nicht gewesen, hätte er stattdessen vermutlich Zweige und Reisig zur notdürftigen Abdeckung des Körpers benutzt.

Denn darum ging es ihm ja wohl: Die Leiche so abzulegen, dass jemand anders nicht gerade mit der Nase darauf stieß - aber eben doch ohne allzu große Mühe auf ein sorgfältigeres Verbergen zu verwenden.


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