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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

16.570 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2020, Frankfurt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Birgit A. aus Lohmar

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 12:31
Zitat von lambitalambita schrieb:Manche Menschen, die gerne allein und eher introvertiert sind, brauchen genau solche Jobs. Für jemanden, der Abwechslung, Lautstärke und Remmidemmi braucht, wäre so ein Job die Hölle gewesen.
Richtig, mir wäre das z. B. einfach zu langweilig. Aber es ist ja nichts darüber bekannt, dass BA sich über den Job beklagt hätte oder versucht hätte, irgendwas anderes zu machen.
Zitat von lambitalambita schrieb:Ich könnte mir vorstellen, dass BA ihn geliebt hat, er hat wohl zu ihrem Charakter gepasst. Sie war ja selbst eher ruhig und bedächtig.
Man weiß natürlich nicht viel über sie, aber da es zumindest nicht bekannt ist, dass sie unbedingt etwas anderes machen wollte, wird es ihr schon nicht unerträglich gewesen sein.
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Kommt halt immer drauf an, wie die Ansprüche sind, für manche ist es wichtiger, finanziell abgesichert zu sein als die superinteressanten Inhalte zu haben. Das ist halt Geschmackssache.
Eben. Ich kenne Leute, die mit mir auf der Schule waren und nach der 10. Klasse eine Ausbildung bei der Kassenärztlichen Vereinigung gemacht haben. Die sitzen seit nunmehr bald 30 Jahren tagaus, tagein im Büro und überprüfen die Abrechnungen irgendwelcher Ärzte. Ich wäre da schon nach einem Monat durchgedreht. Aber die sehen das nicht so und haben mit ihrem Ehegesell (der auch bei der KV arbeitet...) ein abbezahltes Reihenhäuschen in der ruhigen Vorortstraße und sind rundum zufrieden.

Muss eben jede(r) entscheiden was zu ihm/ihr passt und was der eine ganz furchtbar findet ist dem anderen recht.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 13:06
Was ich bis heute an dem Fall nicht verstehe: Wie kann eine Polizeischule in so kurzer Distanz liegen und trotzdem BAs Leiche so lange unentdeckt bleiben?

Polizeischüler joggen, vielleicht treiben sich die einen oder anderen für ein geheimes Stelldichein auch mal in einem Wäldchen herum usw.

Außerdem war doch bekannt, dass es Verwesungsgeruch gab!

Den hatten doch, meiner Erinnerung nach, Spaziergänger wahrgenommen. Dort liefen doch vielleicht auch mal Spaziergänger mit Hunden vorbei. Oder Trainspotter usw. War ja recht nah am Flughafengelände, BA war ja quasi am Ende der Rollbahn gefunden worden.

Wenn ich an einem Vermisstenfall arbeiten und mir das Wort VERWESUNGSGERUCH zu Ohren kommen würde, würde ich doch als Erstes ein paar Beamte dorthin geschickt haben, um die Örtlichkeit zu überprüfen?

Wie konnte diese Spur im Sand verlaufen?


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 13:06
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Aber es ist ja nichts darüber bekannt, dass BA sich über den Job beklagt hätte oder versucht hätte, irgendwas anderes zu machen.
Das ist richtig, aber der Sternbericht erwähnte ja, dass Frau A. beabsichtigte, beruflich kürzer zu treten, um ihre Tochter bei den Enkeln zu unterstützen.

Das ist ja nun schon eine schwerwiegende Entscheidung, wenn man noch in den Fünfzigern ist, und mitten im Erwerbsleben steht. Ich finde es in manchen weiblichen Erwerbsbiografien schon auffällig, dass sie zunächst beruflich zurückstecken (müssen), weil sie selbst Kinder haben, und dann, wenn ihre Töchter dann selbst wieder Kinder bekommen, nochmals zurückstecken, um sich dann um deren Kinder besser kümmern zu können.

Es steht mir nicht zu, Lebensplanungen anderer Menschen zu bewerten, aber ich würde annehmen, dass zumindest die letztere Entscheidung, und darum geht es ja hier, etwas über die Einstellung zur eigenen Erwerbstätigkeit aussagt. Würde jemand, der seinen Beruf in hohem Maße als sinn- und identitätsstiftend ansieht, ihn dann einschränken oder aufgeben, damit jemand anders dafür in seinem Beruf durchstarten kann?

Wie gesagt, ich möchte das keinesfalls bewerten, aber hinsichtlich der Zufriedenheit, dem Ausgefülltsein mit dem Job, lässt das für mich schon einen gewissen Rückschluss zu.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 13:13
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Es steht mir nicht zu, Lebensplanungen anderer Menschen zu bewerten, aber ich würde annehmen, dass zumindest die letztere Entscheidung, und darum geht es ja hier, etwas über die Einstellung zur eigenen Erwerbstätigkeit aussagt.
Das sagt bei Frauen ihrer Generation sehr wenig über ihre Einstellung zum Beruf aus, also ob sie ihn gern machen oder nicht!

Viele Frauen dieser Generation WOLLEN auch zurückstecken, wenn Enkelkinder kommen, da sie, bei engem Familiennetzwerk, finanziellem Spielraum und entsprechender örtlicher Nähe, auch am Leben der Enkelkinder teilhaben wollen.

Ich kann an dieser Situation überhaupt nichts Ungewöhnliches erkennen, im Gegenteil, sie wollte ja ihren Beruf nicht ganz aufgeben. Das spricht für mich nämlich dafür, dass sie ihn ganz gerne machte und/oder es genoss, ihr eigenes Geld zu verdienen.

Nicht für jede Frau sind ununterbrochene Erwerbstätigkeit und das Erklimmen der Karriereleiter das Nonplusultra!


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 14:02
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Das ist richtig, aber der Sternbericht erwähnte ja, dass Frau A. beabsichtigte, beruflich kürzer zu treten, um ihre Tochter bei den Enkeln zu unterstützen.
Ja, aber das hat nichts mit einer Abneigung gegenüber der Arbeit zu tun ("sie hatte keine Freude an der Arbeit"), sondern wird anders begründet ("sie wollte ihrer Tochter helfen"). Alles andere ist persönliche Vermutung, wird aber nicht durch den Artikel belegt.

Mal abgesehen davon, dass das auch allenfalls relativ ist: Vielleicht machte sie ihren Job ja auch "gerne" aber die Enkelkinder betreuen wollte sie eben "sehr gerne". Damit wäre dann noch lange nicht gesagt, dass sie ihren Job nicht gerne gemacht hat.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 14:29
Kleine Korrektur: In meinem Beitrag von 13.06 Uhr sollte es natürlich PLANEspotter, nicht Trainspotter heißen...


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 14:35
Zitat von lambitalambita schrieb:Was ich bis heute an dem Fall nicht verstehe: Wie kann eine Polizeischule in so kurzer Distanz liegen und trotzdem BAs Leiche so lange unentdeckt bleiben?
Die Polizeischule liegt zwar in der Luftlinie nicht weit vom Leichenfundort entfernt, aber: dazwischen liegt Wald und es gibt keinen direkten Weg zwischen beiden Orten. Es heißt zwar immer, die Polizeischüler joggen auf der stillgelegten Straße, aber dahin kommen sie nur im großen Bogen. Umgekehrt kann einer täglich auf dieser Straße seinen Hund ausführen ohne je etwas von der Polizeischule gesehen oder gehört zu haben. Diese beiden Örtlichkeiten haben nichts miteinander zu tun. Der Zugang zur Schule ist von der entgegengesetzten Seite über dieses Geisterkasernenviertel, sie liegt auch innerhalb desselben. Man ist da wie auf einem anderen Stern. So viel ich weiß, ist sie auch das einzige bewohnte Haus in diesem ganzen Viertel.
Es muss auch nicht sein, dass die Leute von dieser Schule etwas von dem Verwesungsgeruch gehört haben. Ich weiß gar nicht, wie publik das seinerzeit gemacht wurde. Und wenn, dann denkt man ja auch nicht gleich an eine menschliche Leiche.

Was mich mehr wundert, ist, warum diesen Geruch nicht mehr Leute wahrgenommen bzw. gemeldet haben. Es wird immer nur von diesen beiden Männern gesprochen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 14:38
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb: Eben. Ich kenne Leute, die mit mir auf der Schule waren und nach der 10. Klasse eine Ausbildung bei der Kassenärztlichen Vereinigung gemacht haben. Die sitzen seit nunmehr bald 30 Jahren tagaus, tagein im Büro und überprüfen die Abrechnungen irgendwelcher Ärzte. Ich wäre da schon nach einem Monat durchgedreht. Aber die sehen das nicht so und haben mit ihrem Ehegesell (der auch bei der KV arbeitet...) ein abbezahltes Reihenhäuschen in der ruhigen Vorortstraße und sind rundum zufrieden
Ja, solche Leute leben in sehr festen Strukturen, es macht ihnen gar nichts aus, dass die Materie immer die gleiche ist, es gibt keine direkte Abwechslung in ihrem Leben. So würde ich BA tatsächlich auch etwas einschätzen.
Zitat von lambitalambita schrieb:Was ich bis heute an dem Fall nicht verstehe: Wie kann eine Polizeischule in so kurzer Distanz liegen und trotzdem BAs Leiche so lange unentdeckt bleiben?
Polizeischüler joggen, vielleicht treiben sich die einen oder anderen für ein geheimes Stelldichein auch mal in einem Wäldchen herum usw.
Außerdem war doch bekannt, dass es Verwesungsgeruch gab!
Die Frage war, wie vielen Leuten der Verwesungsgeruch aktuell aufgefallen war und wie viele dann hinterher sagten "oh mein Gott, ja ...". Ich glaube, viele Leute ignorieren das, auch Polizisten, war es im Fall RAF Terrorist nicht so, dass mal irgendwelche BKA Zielfahnder direkt neben Garwegs Wohnwagen gefeiert haben? Hinterher ist man auch immer schlauer, die Frage ist auch, wie sich das herumgesprochen hat. Dann rechnest du ja auch nicht damit, dass die Leute tot im Wald vor der Tür liegen, sondern eher damit, dass sie in die Südsee abgehauen sind, etc. Meistens lebt man ja auch nicht auf dem Schulhof, man geht halt in die Schule und dann nach Hause, wo immer das ist.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Das ist ja nun schon eine schwerwiegende Entscheidung, wenn man noch in den Fünfzigern ist, und mitten im Erwerbsleben steht. Ich finde es in manchen weiblichen Erwerbsbiografien schon auffällig, dass sie zunächst beruflich zurückstecken (müssen), weil sie selbst Kinder haben, und dann, wenn ihre Töchter dann selbst wieder Kinder bekommen, nochmals zurückstecken, um sich dann um deren Kinder besser kümmern zu können.
Das ist diese Generation. Die Generation vorher hat mitunter den Frauen verboten, wieder arbeiten zu gehen, wenn die Kids groß waren, das waren dann die, die überall ehrenamtlich ausgeholfen haben.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Es steht mir nicht zu, Lebensplanungen anderer Menschen zu bewerten, aber ich würde annehmen, dass zumindest die letztere Entscheidung, und darum geht es ja hier, etwas über die Einstellung zur eigenen Erwerbstätigkeit aussagt. Würde jemand, der seinen Beruf in hohem Maße als sinn- und identitätsstiftend ansieht, ihn dann einschränken oder aufgeben, damit jemand anders dafür in seinem Beruf durchstarten kann?
Das stimmt, ich denke, sie hat nicht schlecht verdient (Nachtzuschläge, etc.), aber besonders toll war es vermutlich nicht, gerade auch das hin und her zwischen Tag und Nachtdiensten. Das kann einen ganz schön mitnehmen.
Zitat von lambitalambita schrieb:Viele Frauen dieser Generation WOLLEN auch zurückstecken, wenn Enkelkinder kommen, da sie, bei engem Familiennetzwerk, finanziellem Spielraum und entsprechender örtlicher Nähe, auch am Leben der Enkelkinder teilhaben wollen.



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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 14:42
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Das ist diese Generation. Die Generation vorher hat mitunter den Frauen verboten, wieder arbeiten zu gehen, wenn die Kids groß waren, das waren dann die, die überall ehrenamtlich ausgeholfen haben.
Nana. Birgit Ameis war Jahrgang 1960, erwachsen/erwerbstätig war sie Anfang der Achtziger, als die Kinder groß waren, war das dann so um das Jahr 2000, da wurde keiner Frau verboten, arbeiten zu gehen. Von wem denn?


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 14:47
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Nana. Birgit Ameis war Jahrgang 1960, erwachsen/erwerbstätig war sie Anfang der Achtziger, als die Kinder groß waren, war das dann so um das Jahr 2000, da wurde keiner Frau verboten, arbeiten zu gehen. Von wem denn?
Ich sagte, die Generation davor hatte oft Männer, die nicht wollten, dass sie arbeiten. Ich habe praktisch den Längsschnitt betrachtet :-). Sie ist so die Mitte, wo es nicht ungewöhnlich ist, auch, wenn das letzte Kind das Haus verlassen hat, nicht mehr Vollzeit zu arbeiten, wie es heute viel üblicher wäre.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 14:48
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Was mich mehr wundert, ist, warum diesen Geruch nicht mehr Leute wahrgenommen bzw. gemeldet haben. Es wird immer nur von diesen beiden Männern gesprochen.
Ich glaube, so eindeutig wird das nicht gewesen sein, sonst wäre man dann, nachdem diese beiden das gemeldet hatten, ja schon auf die Leiche gestoßen. Wenn das auf dem Weg so gestunken hätte, dass einem schlecht wird (mal überspitzt formuliert) wäre es ja ein leichtes gewesen, die Leiche zu finden.

Ich vermute mal, dass das in der späteren Berichterstattung etwas "aufgemotzt" (um nicht zu sagen: aufgebauscht) wurde um so ein "wie kann das denn sein!" für den Leser zu erzeugen.
Zitat von TritonusTritonus schrieb:irgit Ameis war Jahrgang 1960, erwachsen/erwerbstätig war sie Anfang der Achtziger, als die Kinder groß waren, war das dann so um das Jahr 2000, da wurde keiner Frau verboten, arbeiten zu gehen. Von wem denn
@MissMary schrieb aber doch
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Die Generation vorher hat mitunter den Frauen verboten,
Das bezog sich also auf deren Elterngeneration, nicht auf BA.

Wobei ich das selbst für die Elterngeneration nicht so drastisch sehen würde: Es macht sich halt schön skandalös, wenn man z. B. in einer Doku darauf hinweist, dass Frauen nur mit Zustimmung des Ehemannes arbeiten durften und ist es im Grunde ja auch.

Wie oft das aber tatsächlich vorgekommen ist, dass ein Ehemann seiner Frau verboten hat zu arbeiten, steht wieder auf einem anderen Blatt. In meinem familiären Umfeld (Handwerker, mittlere Beamte, Westdeuschland) ist keiner auf diese Idee gekommen weil man das Geld gut gebrauchen konnte. Da haben die Frauen, sobald die Kinder in der Schule waren, zumindest stundenweise gearbeitet.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 14:49
Zitat von lambitalambita schrieb:Nicht für jede Frau sind ununterbrochene Erwerbstätigkeit und das Erklimmen der Karriereleiter das Nonplusultra!
Genau. Ich finde Kindererziehung ungleich interessanter und mindestens genauso wichtig wie halbstündig Wetterdaten durchzugeben!


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 14:50
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Wie oft das aber tatsächlich vorgekommen ist, dass ein Ehemann seiner Frau verboten hat zu arbeiten, steht wieder auf einem anderen Blatt. In meinem familiären Umfeld (Handwerker, mittlere Beamte) ist keiner auf diese Idee gekommen weil man das Geld gut gebrauchen konnte.
In meiner Familie (Land) kam das häufig vor. Aber egal, wir schweifen ab. Wenn sie es sich leisten konnte, ist es doch schön. Wie schade, dass sie ihre Enkelkinder dann gar nie kennengelernt hat. :-((


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 14:59
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Wie schade, dass sie ihre Enkelkinder dann gar nie kennengelernt hat. :-((
Das stimmt allerdings, und umgekehrt auch.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 15:39
Dass Sie ihre Tochter unterstützen wollte, lag sicher auch daran, dass diese mit Zwillingen schwanger war. Das ist ja nochmal eine besondere Situation für die junge Mutter.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 16:00
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Es heißt zwar immer, die Polizeischüler joggen auf der stillgelegten Straße, aber dahin kommen sie nur im großen Bogen. Umgekehrt kann einer täglich auf dieser Straße seinen Hund ausführen ohne je etwas von der Polizeischule gesehen oder gehört zu haben. Diese beiden Örtlichkeiten haben nichts miteinander zu tun.
Das meinte ich auch gar nicht, ich habe mich nur gewundert, dass trotz der Spaziergänger, Jogger und der Nähe der Polizeischule nicht viel mehr Leute über den Verwesungsgeruch gestolpert sind und dass die Beamten, deren Dienststelle der Geruch gemeldet wurde, nicht hellhörig wurden, weil es ja den Vermisstenfall Ameis gab.

Ich stelle mir vor, wenn jemand Verwesungsgeruch bei der Polizei meldet, dass die Beamten erstmal auf einer Karte schauen, wo die Örtlichkeit liegt, und danach den Umkreis auf mögliche Verbrechen, Vermisstenmeldungen, Vorfälle etc. überprüfen. Im digitalen Zeitalter, und das war auch schon 2015, sollte doch so etwas kein Problem sein.

Wenn man bedenkt, dass der Leichnam quasi am Ende der Rollbahn gefunden wurde...


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 16:12
Zitat von lambitalambita schrieb:Das meinte ich auch gar nicht, ich habe mich nur gewundert, dass trotz der Spaziergänger, Jogger und der Nähe der Polizeischule nicht viel mehr Leute über den Verwesungsgeruch gestolpert sind und dass die Beamten, deren Dienststelle der Geruch gemeldet wurde, nicht hellhörig wurden, weil es ja den Vermisstenfall Ameis gab.
Ich hatte das so verstanden, dass die Beamten dann losgezogen sind (mit den Meldern?), man aber an der besagten Stelle nichts (mehr) riechen konnte.

Und wenn man das annimmt, dann ist es auch kein Wunder, dass sonst niemand den Geruch gemeldet hat. Eben weil es nicht so eindeutig war wie es die Berichterstattung suggeriert.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 16:20
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich hatte das so verstanden, dass die Beamten dann losgezogen sind (mit den Meldern?), man aber an der besagten Stelle nichts (mehr) riechen konnte.
Ich denke auch, dass Gerüche, so unangenehm sie auch sein mögen - und Verwesungsgeruch ist mit das Schlimmste, was man seiner Nase antun kann - sich nicht so leicht lokalisieren lassen.

Wir hatten darüber ja bereits zu einem früheren Zeitpunkt diskutiert.

Dennoch schließe ich mich an, man hätte mMn die Suchbemühungen in einem gewissen Umkreis von der Stelle, wo der Geruch wahrgenommen wurde, intensivieren müssen.

Aber vielleicht tut man den Ermittlern vom Sessel aus, im Rückblick, auch unrecht.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 16:33
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Ich denke auch, dass Gerüche, so unangenehm sie auch sein mögen - und Verwesungsgeruch ist mit das Schlimmste, was man seiner Nase antun kann - sich nicht so leicht lokalisieren lassen.
Die Leiche ja ja in einer dichten Schonung und auch noch ein ganzes Stück vom Weg entfernt. Ich vermute (!) dass das nur bei bestimmten "Wetterverhältnissen" (Windrichtung, Temperatur) am Weg zu bemerken war und diese Verhältnisse sich dann geändert hatten als nachgeschaut wurde.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Aber vielleicht tut man den Ermittlern vom Sessel aus, im Rückblick, auch unrecht.
Das ist wieder die klassische "Hinterher ist man immer schlauer!" Situation. Wir wissen jetzt, was wohl die Ursache des Geruchs war.

Aber damals war das so: Da kamen zwei Leute auf die Polizeiwache oder haben angerufen: "Da und da stinkt es nach Verwesung!" - dann geht man also hin und muss feststellen: Man riecht nichts. Der Gegenstand der Meldung ist also nicht vorhanden.

Vermisstenfall hin, Vermisstenfall her: Erstmal konnte die Meldung nicht verifiziert werden.

Ich habe keine Ahnung, wie oft bei einem Vermisstenfall Leute anrufen und irgendwas melden, das sich dann als Irrtum, schlichtweg nicht vorhanden, Hysterie oder wie auch immer man es nennen will, herausstellt. Aber wenn man bei jeder Meldung die sich bei einer Überprüfung nicht bestätigen lässt, gleich eine Hundertschaft losschickt...


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

um 18:37
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Aber damals war das so: Da kamen zwei Leute auf die Polizeiwache oder haben angerufen: "Da und da stinkt es nach Verwesung!" - dann geht man also hin und muss feststellen: Man riecht nichts. Der Gegenstand der Meldung ist also nicht vorhanden.

Vermisstenfall hin, Vermisstenfall her: Erstmal konnte die Meldung nicht verifiziert werden.
Sorry, dass ich das jetzt so sage, aber: Wenn das wirklich so abgelaufen wäre, wäre es wieder typisch deutsche Bürokratie!

Not one step aside!

Wieso geht man an so eine Stelle, hält kurz die Nase hin und sagt dann, dass da nix ist? Wieso nicht auch noch 50 Meter links, 50 Meter rechts? Der Wind kommt nicht immer von der gleichen Seite, das muss man einbeziehen!

Wir wissen nicht, wie es wirklich war, ob es so abgelaufen ist oder nicht. Hinterher ist man eben wirklich immer schlauer und man möchte niemandem etwas unterstellen.

Aber die wenn wirklich Beamte an der Stelle waren und die Leiche offenbar nicht gefunden wurde, spricht das für meine Theorie oben.


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