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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

16.603 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2020, Frankfurt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Birgit A. aus Lohmar

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

04.05.2026 um 19:22
Zitat von VolvicVolvic schrieb am 19.04.2026:Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass es eine fremde Person gibt, die eine Obsession dergestalt hat, dass sie irgendwem verfallen ist, sich geistig permanent mit der Zielperson beschäftigt - aber nie physisch in Erscheinung tritt. Im Grunde reden wir ja über einen Stalker.
Zitat von OriginesOrigines schrieb am 19.04.2026:Daraus wird aber noch kein Stalking.
Nein, es reicht doch, wenn jemand die Gewohnheiten von Brigitte kannte.
So ein Flughafen ist doch ein Mikrokosmos. Das könnte auch der Mann vom Zeitungsstand sein, dem dem Brigitte ab und an ein nettes Wort gewechselt hat.

Ich denke, BA war einfach ein Gelegenheits-Opfer.
Dafür mußte sie auch keinen best. Typ verkörpern (schaut doch diesen Arzt, der im KH Bethel -zig Frauen vergewaltigt hat - der hatte auch keinen best. Typ, auch das Alter war egal.).
Es reicht doch, wenn jemand ihre Gewohnheiten bzw. ihre Arbeitsroutine kannte. Und diese war ja nicht so speziell - es gab ja mehrere Leute, die wie BA über 2 Nächte im Appartment waren und dann wieder gen Heimat fuhren.
Zitat von MissMaryMissMary schrieb am 19.04.2026:Das glaube ich gar nicht, da war vermutlich sehr viel angestauter Frust, v.a. nach dem Feiertag, den er wieder alleine verbracht hat.
Ja - ein langes Wochenende vor sich und da kam ihm BA gerade recht.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Bzgl. der Milchflasche drängt sich die Verbindung zum Glascontainer auf. Vielleicht sollte die Flasche entsorgt werden, ist aber aus der Tüte/Kiste mit Leergut gefallen?
Warum sollte jemand eine ganze Tüte mit Leergut haben, nach gerade mal 2 Nächten in dem Apartment?

Was ich recht auffällig finde ist nur, dass sie so viel Gepäck bei sich hatte. Aber vielleicht hatte sie irgendwo noch einen Spind, den sie ausgeräumt hat?


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

04.05.2026 um 20:10
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Warum sollte jemand eine ganze Tüte mit Leergut haben, nach gerade mal 2 Nächten in dem Apartment?
Weil die meisten Menschen - und vielleicht auch B. A. - nicht für 2 Flaschen zum Container fahren, sondern das Leergut erst sammeln und zum Container bringen wenn eine gewisse Menge zusammengekommen ist.

Es ist ja nicht zwangsläufig nur Leergut der letzten beiden Nächte.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Was ich recht auffällig finde ist nur, dass sie so viel Gepäck bei sich hatte. Aber vielleicht hatte sie irgendwo noch einen Spind, den sie ausgeräumt hat?
Gut möglich weil es ja ihre letzte Schicht dort gewesen sein soll. Wobei „viel“ ja auch ein sehr relativer Begriff ist. Was ist „viel“?
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Also selbst wenn eindeutig klar wäre (was aber nirgendwo gesagt wurde) dass die fehlende Kiste aus dem Besitz von BA rot gewesen ist, dann ist es noch lange nicht sicher, dass die Wald gefundene rote Kiste ihr gehört hat.
Sicher ist das nicht, offenbar konnte man keine entsprechenden Spuren finden. Da aber auch nicht alle paar hundert Meter Klappboxen in der Landschaft liegen und bei B. A. eine Box fehlt drängt sich der Verdacht auf, dass eine im Umfeld des Leichnams gefundene Kiste mit der Sache zu tun hat.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

04.05.2026 um 22:33
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Da aber auch nicht alle paar hundert Meter Klappboxen in der Landschaft liegen und bei B. A. eine Box fehlt drängt sich der Verdacht auf, dass eine im Umfeld des Leichnams gefundene Kiste mit der Sache zu tun hat.
Nun ja, wo nun solche Dinger herumliegen und wie oft, darüber kann man streiten. Zwei Straßen weiter sah ich so ein Ding neulich um Vorgarten eines seit Jahren leerstehenden Hauses liegen und rot war es auch noch - wen das mal nicht BA gehört hat, sind ja nur 40km von hier bis zum Hahn....(Ironie aus).

Nein, ernsthaft: Du hast schon Recht, möglich ist es natürlich schon, aber eben auch nicht so sicher, wie das einige Leute hier gerne alle paar Seiten wieder ganz selbstverständlich schreiben, weil es so schön in ihre Theorie passt, abgesehen davon, dass dann natürlich auch der Autoschwamm und der Handschuh BA gehört haben "müssen" oder mindestens dem Täter, weil es ja "sicher" ist, dass diese Kiste auch ihr gehört hat.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.05.2026 um 01:45
Zitat von VolvicVolvic schrieb:sondern das Leergut erst sammeln und zum Container bringen wenn eine gewisse Menge zusammengekommen ist
Das Apartment hat sie ja mit anderen geteilt, sprich, musste es nach 2 Nächten aufgeräumt verlassen.
Und aus Lohmar wird sie ihr Leergut nicht mitgebracht haben...

Diesen Glascontainern messe ich keine Bedeutung zu.
War diese Milchflasche wirklich leer? Stand das so im Stern? - Ich meine, es hiess nur, dass eine Milch-Flasche auf dem Beifahrersitz lag.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.05.2026 um 07:16
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Das Apartment hat sie ja mit anderen geteilt, sprich, musste es nach 2 Nächten aufgeräumt verlassen.
Und aus Lohmar wird sie ihr Leergut nicht mitgebracht haben...
Sie hat es mit ihrem Bruder geteilt, das ist dann schon etwas anderes als mit Fremden - aber trotzdem glaube ich auch nicht, dass es da nennenswerte Mengen Altglas gab. Einmal aus Platzgründen (wo hätte das denn aufbewahrt werden sollen?) und zum anderen weil leere Gläser und Flaschen mit der Zeit ja eklig werden, wenn die Reste anfangen zu schimmeln. Sowas will doch niemand in so einem engen räumlichen Umfeld um sich herum haben.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.05.2026 um 07:57
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Sie hat es mit ihrem Bruder geteilt, das ist dann schon etwas anderes als mit Fremden
War das nicht so, dass mehrere Personen (einschließlich des Bruders) das Appartement nutzten?
Ich hatte das wg der Matratzen so verstanden.
Das ist insofern interessant, weil in diesem Appartement mehrere Personen unterschiedliche Matratzen benutzten und diese immer wieder an bestimmte Orte weglegten. Ihre Matzatze war an dem Ort, an dem sie zu erwarten gewesen wäre.
Quelle: https://web.archive.org/web/20221006134829/https://www.sat1gold.de/tv/ungeloest-und-unvergessen/staffel-03/episode-06/einer-der-mysterioesesten-kriminalfaelle-deutschlands


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.05.2026 um 08:42
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Sicher ist das nicht, offenbar konnte man keine entsprechenden Spuren finden. Da aber auch nicht alle paar hundert Meter Klappboxen in der Landschaft liegen und bei B. A. eine Box fehlt drängt sich der Verdacht auf, dass eine im Umfeld des Leichnams gefundene Kiste mit der Sache zu tun hat.
Anscheinend stolpert @brigittsche ständig über solche Kisten oder hält danach Ausschau ;-). Ich habe nie gesagt es ist definitiv BAs Box, aber ich tendiere dazu. Hinzu kommt das alte TÜV Prüfsiegel auf einem Teil der Box. Diesen TÜV gibt es seit zig Jahren vor dem Verschwinden nicht mehr. Dazu hatte ich mich hier schon ausführlich geäussert. Bedeutet zumindest: die Box stammt aus einem älteren Haushalt. Auch das ist kein Beweis darüber ob es die gesuchte Box ist. Jeder hat seine Meinung darüber, ich schliesse aber nicht aus, das es eben ihre Box sein könnte. Wären damals allerdings die Ermittler über x weitere Boxen gestolpert...;-)

Im Stern wurde nur über die Milchflasche auf dem Beifahrersitz berichtet. Ob gefüllt , leer oder halb gefüllt war nicht zu lesen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.05.2026 um 12:28
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ich denke, BA war einfach ein Gelegenheits-Opfer.
Da habe ich meine Zweifel. Gerade weil Du den Arzt im Krankenhaus erwähnst. Der hat das ja nicht nur einmal gemacht. Sondern viele Male.

Und der Täter, für den Birgit A. ein Gelegenheitsopfer gewesen wäre, der hätte meiner Meinung nach nicht nur einmal zugeschlagen. Zumal wir ja gar keine Anhaltspunkte haben, weil es an der Leiche keine Spuren eines Sexualdelikts gab. Klar, die Liegezeit war zu lange, aber es gibt halt trotzdem keine Spuren, die auf Sexualdelikt hinweisen. Welches andere Motiv ist denkbar?

Also kann eine sexuelle Motivation nur eine These sein, aber halt keine zwingende. Genauso müsste man eine nicht sexuell motivierte Tötung in Betracht ziehen. Und da bleibt dann für die Motivation eines Gelegenheitstäters (außer Mordlust) nicht mehr viel Platz. Sondern sehr viel mehr für ein Kennverhältnis oder eine Beziehungstat. Aber selbst bei einem Kennverhältnis sehe ich kein auch nur theoretisch denkbares Motiv.

Also bleibt nur die Beziehungstat. Es müsste es sich schon um eine sehr enge Beziehung gehandelt haben. Das Motiv liegt dann in dieser Beziehung selbst begraben. Es muss auch keine Liebesbeziehung gewesen sein, sondern könnte auch eine andere extrem konfliktbehaftete Beziehung gewesen sein. Vor Ort in Hahn gab es vermutlich - so die Ermittlungsergebnisse und Neues kommt da auch nicht mehr - niemanden außer dem Bruder. Von ihrem Wohnort soll niemand in Frage kommen. Oder wie kennen eben nicht alle Ermittlungsergebnisse. Es könnte also durchaus sein, dass die Ermittler sehr viel näher am Täter dran waren, als wir es hier je sein werden.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.05.2026 um 12:30
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:War das nicht so, dass mehrere Personen (einschließlich des Bruders) das Appartement nutzten?
Ich hatte das wg der Matratzen so verstanden.
So wie ich die Darstellungen verstanden habe, waren es ja Doppelapartments. Also BA und ihr Bruder auf der einen Seite und irgendwelche anderen Leute auf der anderen Seite, dazwischen ein gemeinsames Badezimmer, das von beiden Seiten Zugang hatte.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.05.2026 um 13:58
Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass dieses Umräumen in ihrem Auto - erst auf dem Parkplatz hinter dem Gemeindehaus - passiert ist.
Dann hätte sie aber bestimmt das Fahrzeug nicht rückwärts eingeparkt - da sie dann schlechter an den Kofferraum kommen konnte..
so gehe ich jetzt mal den Gedankengang - das hat sie - bevor sie mit ihrem Auto vom Parkplatz des Appartementhauses weg gefahren ist - dort schon gemacht - .
nur warum ?
oder aber es war gar nicht sie , jemand anderes räumte dieses Durcheinander in ihrem Auto - und parkte dann ihr Auto dort hinter dem Gemeindehaus.

warum gab es keine Fremd-DNA ? trug er oder sie Einmal-Handschuhe ?

kommt mir gerade der Gedanke - ob da jemand etwas bei ihren Habseligkeiten gesucht hat ?
deswegen Walkingstöcke auf der Rückbank, Abschleppseil auf der Rückbank , Milchflasche auf dem Beifahrersitz .könnte also auch gut sein, dass ihre Sachen durchwühlt wurden.

auf alle Fälle ist der Täter / Täterin ein sehr großes Risiko eingegangen nicht entdeckt zu werden.


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05.05.2026 um 15:08
gelöscht, falscher Therad ;-)


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.05.2026 um 15:30
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Zumal wir ja gar keine Anhaltspunkte haben, weil es an der Leiche keine Spuren eines Sexualdelikts gab. Klar, die Liegezeit war zu lange, aber es gibt halt trotzdem keine Spuren, die auf Sexualdelikt hinweisen.
Bin ich unzureichend informiert? Mein Kenntnisstand ist, dass über den Zustand der sterblichen Überreste und die daraus resultierenden Erkenntnisse öffentlich nichts bekannt ist. Die Polizei sagt nur, dass sie von einem Tötungsdelikt ausgeht und es kein Unfall etc. oder natürlicher Tod gewesen ist.

Falls es einen schon länger schwelenden Streit mit dem Bruder gab, müsste das Umfeld der beiden davon wissen. Ein solcher Streit wird wohl kaum plötzlich entstanden und dann gleich zu einem Tötungsdelikt ausgeartet sein.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.05.2026 um 15:46
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Bin ich unzureichend informiert? Mein Kenntnisstand ist, dass über den Zustand der sterblichen Überreste und die daraus resultierenden Erkenntnisse öffentlich nichts bekannt ist. Die Polizei sagt nur, dass sie von einem Tötungsdelikt ausgeht und es kein Unfall etc. oder natürlicher Tod gewesen i
hier steht das. Oberstaatsanwalt Deutschler - es gäbe keine Anhaltspunkte für ein Sexualverbrechen.
Am 5. November 2020 fand schließlich ein Pilzsammler zufällig die sterblichen Überreste der Vermissten – im Wald bei Büchenbeuren im Rhein-Hunsrück-Kreis, unweit des Flughafens Hahn. „Anhand der Auffindesituation gab es keine Zweifel an einem Gewaltverbrechen“, sagt Oberstaatsanwalt Gerd Deutschler.

Laut Deutschler hatte Birgit Ameis sowohl Geld als auch Wertgegenstände noch bei sich. Es gäbe auch keine Anhaltspunkte für ein Sexualverbrechen. Fremd-DNA konnte an dem Leichnam nicht sichergestellt werden, was laut Fachleuten allerdings wegen der langen Liegezeit auch nicht zu erwarten war.
Quelle: https://www.express.de/nrw/lohmar-mord-an-birgit-ameis-bleibt-ein-raetsel-112915

geht mir gerade beim Lesen durch den Kopf - Wertgegenstände - das könnten Ringe sein, die sie getragen hat, die Brille wird kein Wertgegenstand sein, Ehering - (würde ich eher als persönliche Dinge bezeichnen) - eine Uhr ?

na egal - aber sie hatte Geld bei sich. Warum ? - das kommt doch wieder meiner Idee nach - dass sie kurz vor der Heimfahrt noch etwas kaufen wollte.

Osterüberraschungen für die Familie ?

für das gemeinsame Grillen dürfte sie sich schon mit der Familie abgesprochen haben, - wer kauft was, wer macht was -


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.05.2026 um 17:23
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Falls es einen schon länger schwelenden Streit mit dem Bruder gab, müsste das Umfeld der beiden davon wissen. Ein solcher Streit wird wohl kaum plötzlich entstanden und dann gleich zu einem Tötungsdelikt ausgeartet sein.
Die Frage nach den öffentlich bekannten Informationen zur Leiche ist beantwortet worden.

Zum Bruder kann ich nichts sagen, da ist öffentlich nichts bekannt. Was ebenfalls nicht heißt, dass es keine Konfliktlinien gegeben hat. Man mag annehmen, dass die beiden ein gutes Verhältnis hatten, wenn sie sich gemeinsam ein Zimmer geteilt haben. Aber das ist halt eine Schlussfolgerung, die nicht zutreffen muss.

Die nächste Frage wäre dann, ob wir es wissen müssten, wenn das Verhältnis nicht gut war. Nein, müssen wir nicht. Insofern bleibt das offen. Tatsache ist jedenfalls, dass die Polizei in diese Richtung nichts öffentlich verlautbart hat. Aber damit ist nicht ausgeschlossen, dass es in den Ermittlungen Tatverdächtige gab, bei denen sich der Verdacht halt nie zum Beschuldigtenstatus oder mehr verfestigt hat.

Dagegen sprechen aber wieder die öffentlichen Aussagen der StA, die keine Erkenntnisse gewonnen haben will. Was nicht stimmen muss, das kann auch Taktik sein.

Es sind also etliche Möglichkeiten offen. Nur an den perversen Gewalttäter und sein Gelegenheitsopfer mag ich einfach nicht glauben wollen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.05.2026 um 18:22
Wenn man den Fall mal wieder mit Abstand betrachtet, denkt man schon, da fehlt vielleicht ein wichtiges Detail oder einer Information. Nüchtern betrachtet, keine Spuren , keine echten Zeugen...fast unmöglich im Ablauf den wir kennen


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.05.2026 um 20:02
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Anscheinend stolpert @brigittsche ständig über solche Kisten oder hält danach Ausschau ;-). Ich habe nie gesagt es ist definitiv BAs Box, aber ich tendiere dazu.
Vielleicht sollte ich mal zum Hahn fahren und dort durch den Wald laufen, wer weiß, was ich finde ;)

Nein, es ging mir ja nur darum, nochmal darauf hinzuweisen, dass das nicht gesichert ist, bevor das sich mal wieder festsetzt und dann die nächsten fünf Seiten ganz selbstverständlich von einer feststehenden Tatsache ausgegangen wird.
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:geht mir gerade beim Lesen durch den Kopf - Wertgegenstände - das könnten Ringe sein, die sie getragen hat, die Brille wird kein Wertgegenstand sein, Ehering - (würde ich eher als persönliche Dinge bezeichnen) - eine Uhr ?
Ein Wertgegenstand ist doch erst einmal nur etwas, das einen finanziellen Wert hat und sich verkaufen lässt. Natürlich zählt dazu z. B. auch ein Ehering aus Gold.

Dass Wertgegenstände auch persönliche Dinge sein können, ist wieder eine andere Frage. Aber das spielt für jemanden der sich bereichern will, keine Rolle. Der klaut dann auch Oma Ernas Halskette, die ihr Opa Ernst 1955 zur Verlobung geschenkt hat (=persönlicher Gegenstand), weil er beim Goldaufkäufer noch ein bisschen was dafür bekommt (=Wertgegenstand).


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.05.2026 um 20:20
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:es gäbe keine Anhaltspunkte für ein Sexualverbrechen.
Ja - aber was ist auch nach 5 Jahren Liegezeit im Wald zu erwarten?
Es gab keine DNA Spuren.

Das bedeutet doch nicht, dass ein Sexualverbrechen auszuschliessen ist.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Nur an den perversen Gewalttäter und sein Gelegenheitsopfer mag ich einfach nicht glauben wollen.
Kommt aber vor.
Und dann muss es nicht gleich ein Serienmoeder sein.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.05.2026 um 22:17
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:So denke ich dass auch dieser Parkplatz im Fall Ameis nur Insidern / Einheimischen bekannt gewesen sein könnte.
Das ist Käse. Lautzenhausen ist ein kleines Kaff, da wehen um 12 Uhr mittags trockene Büsche über die Straße und irgendwo lacht leise ein Uhu. Gefühlt besteht das Kaff nur aus der Hauptstraße und ein paar Häusern drumherum.

Das Gebäude, an dem der Parkplatz sich befindet, ist prominent in der Ortsmitte. Ich erinnere mich nicht mehr, was das für einen Zweck hat, Vereinshaus, Dorfgemeinschaftshaus, was auch immer, es ist jedenfalls für so einen kleinen Ort von den Ausmaßen her sehr großzügig bemessen und die Parkplätze sind ringförmig um das gesamte Gebäude herum angeordnet. Da führt sogar eine Straße drumherum, um die Zu- und Abfahrt zu gewährleisten, der Parkplatz ist ausgeschildert.
Dahinter befindet sich noch ein Wohngebäude (Bauernhof?), eine Viehweide und in Sichtweite ein Wohngebiet. Aber daran erinnere ich mich nur noch dunkel und kann deshalb nicht mehr sagen, wie die Verbindung von der Hauptstraße über den Parkplatz zu den Häusern der Siedlung war, ob es eine Straße gab, nur einen kleinen Fußweg und/oder ob man das Wohngebiet nur über eine Zufahrt außerhalb vom Ortskern erreichen kann.
Ich war nur ein einziges Mal dort, als ich jemandem zum Flughafen gebracht hatte. Ich glaube, ich hatte dann die falsche Abzweigung genommen, bin in Lautzenhausen gelandet, wollte drehen und war dann zufällig genau in dem Parkplatzbereich gelandet, auf dem das Auto von Frau A. gefunden wurde, das war sogar im gleichen Jahr.

Gut, von der Hauptstraße her sieht man vielleicht nicht unbedingt auf die Stelle, was Einwohner von Typ "neugieriger Nachbar" ärgern könnte. Aber von den Häusern dahinter gibt es freie Sicht. Es ist also nicht versteckt oder abgelegen oder so. Sondern ein Parkplatz direkt in der Ortsmitte.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

06.05.2026 um 11:51
@spiky73

Ich finde deine Schilderung sehr interessant. Sie stützt meine Meinung, dass das Abstellen eines Autos in einem kleinen Dorf in der Nähe des Ortes des Verschwindens einer Person keine sinnvolle Verdeckungshandlung ist.

Sobald die Suche beginnt und sich vermutlich vom Ort der letzten Sichtung ausgehend ausweitet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Wagen in den ersten 10 Minuten schon beim Ausschwärmen der Suchmannschaften entdeckt wird.

Das war hier zwar tatsächlich nicht so, aus Sicht eines Täters, wenn er den Wagen dort abgestellt haben sollte, ist das aber ein alles andere als geeigneter Ort gewesen um das Auto zu verstecken.

Wenn man also annimmt, dass der Wagen von einem Täter dort hingestellt wurde, dann war ihm das Verstecken des Autos entweder nicht wichtig oder er wollte sich des Wagens nur besonders schnell entledigen.

Ich weiß nicht ob die Flughafenparkplätze mit Kameras überwacht werden, aber falls das 2015 nicht der Fall war, hätte das Auto dort inmitten zahlreicher anderer Autos unauffälliger gestanden als auf dem Parkplatz des Gemeindehauses.

Oder der Täter hätte den Wagen gleich weiter weg fahren und im Rhein versenken oder irgendwo in der Pampa anzünden müssen. Oder in ein großes Parkhaus stellen müssen. Das wäre für ihn deutlich „sicherer“ gewesen als das Abparken auf einem nur hunderte Meter entfernten Gemeindeparkplatz.

Dass dies alles nicht geschah interpretiere ich so, dass das Auto entweder von B. A. selber auf diesen Parkplatz gestellt wurde, oder ein Täter wollte das Auto nur schnellstmöglich aus dem direkten Flughafenbereich entfernen. Dabei musste er aber davon ausgehen, dass man es wahrscheinlich schnell finden würde.

Das war ihm entweder egal oder das sofortige Loswerden des Autos war ihm so wichtig, dass er dafür das hohe Entdeckungsrisiko einging. Vielleicht ein panikmäßiges „Alles egal, bloß schnell weg damit!“

Das Risiko der Wahrnehmung durch Zeugen ist in einem kleinen Dorf hoch. Der Täter könnte zwar aufgepasst haben, dass gerade kein Passant in der Nähe ist, aber wenn einen doch jemand sieht, wird er sich vermutlich später daran erinnern.

Ich nehme deswegen an, dass entweder B. A. selber den Wagen abgestellt hat - oder ein Täter, dem die zeitnahe Entdeckung des Autos egal war oder der unter Stress agiert und nicht strategisch sinnvoll gehandelt hat.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

06.05.2026 um 12:20
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Ich nehme deswegen an, dass entweder B. A. selber den Wagen abgestellt hat - oder ein Täter, dem die zeitnahe Entdeckung des Autos egal war oder der unter Stress agiert und nicht strategisch sinnvoll gehandelt hat.
Wenn Frau A. den Wagen selbst dort abgestellt haben sollte, könnte es ja auch in der Absicht geschehen sein, jemandem am Flugplatz gegenüber die Abreise bzw. Wegfahrt vorzutäuschen, und sich fußläufig zum Flugplatz zurück zu begeben um dort Beobachtungen machen.

Ich schreibe hier schon so lange mit; irgendwo früher habe ich diesen Gedanken schon einmal entfaltet.

Nehmen wir nur einmal als Beispiel an, Frau A. hätte den Verdacht gehegt, dass sich immer wieder jemand, sobald sie vom Horizont verschwunden ist, ihrer Matratze im Appartment bemächtigt, um darauf Turnübungen zu machen.

Ihr ist das unangenehm, weil sie nicht auf einer Matratze schlafen möchte, auf der ein fremder Mann gelegen hat. Die einzige Möglichkeit der Vergewisserung wäre, denjenigen auf frischer Tat zu ertappen.

"Hab' ich es mir doch gedacht!" könnten dann einige ihrer letzten Worte gewesen sein, falls eine entsprechende Konfrontation eskaliert ist.


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