Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

16.622 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2020, Frankfurt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Birgit A. aus Lohmar

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.05.2026 um 17:10
Nur weil man eine andere Idee bevorzugt, muss man nicht gleich unhöflich von Schwachsinn sprechen. Das verlässt den sachlich-neutralen Rahmen. Aufgrund fehlender anderer Ideen, habe ich die Vogel-Mafia wieder aufgegriffen, da meiner Meinung nach die Diskussion sich zu sehr an einer persönlichen Beziehung festgebissen hatte, die von den Ermittlern wohl eindeutig ausgeschlossen wurde. Immerhin hat sich die Polizei doch deutlich auf die Drahtfallen bezogen und sich an die russischsprachige Bevölkerung gewandt. Wie schon früher diskutiert, spielen in manchen Gegenden nicht nur Osteuropas Fangen, Jagen und Züchten von Singvögeln eine nicht unbedeutende Rolle. Wer dazu recherchiert, wird merken, dass die Dealer keine netten Papagenos sind, sondern gestandene Mafia-Größen.
https://www.zdfheute.de/panorama/illegaler-wildtierhandel-tierschmuggel-100.html
https://www.bazonline.ch/basler-kaempfen-gegen-die-vogel-mafia-in-zypern-460429846537
https://www.ifaw.org/de/journal/voegel-wildtierhandel-eu-illegal-niederlande


1x zitiertmelden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.05.2026 um 17:47
Zitat von PlyxePlyxe schrieb:Aufgrund fehlender anderer Ideen, habe ich die Vogel-Mafia wieder aufgegriffen, da meiner Meinung nach die Diskussion sich zu sehr an einer persönlichen Beziehung festgebissen hatte, die von den Ermittlern wohl eindeutig ausgeschlossen wurde.
Das wurde von den Ermittlern explizit niemals ausgeschlossen.

Im Sternartikel, und das ist leider eine der wenigen Quellen zum Fall, ist das sehr gut geschrieben, zusammengefasst kann man sagen, dass die Ermittler mehr oder weniger gar nichts ausschließen wollen und können.

Es wurde in jede Richtung ermittelt.

Ein Zitat der Tochter war in etwa ,Der Täter muss meine Mutter gut gekannt haben'. Die Familie selbst ging von einer Beziehungstat aus, die wie auch immer geartet war. Das wissen wir hier nicht, wohl aber die Polizei.

Die ganze komplexe Situation, einschließlich derjenigen um BAs Auto, lässt eher weniger an osteuropäische Vogelfallenmafiosi als Täter denken.

Ebensowenig habe ich immer daran geglaubt, dass BA auf dem Lautzenhausener Parkplatz angehalten hat, um Fleisch, Eier oder Kartoffeln aus einem Camper heraus von einem Typen zu kaufen, der sie dann zufällig kaltgemacht hat, weil sie sich über die Qualität des Osterlamms beschwerte, so wie es in der Anfangszeit des Falles in diesem Forum manchmal zu lesen war.

Für mich gibt es eigentlich nur 2 Optionen:
1. Beziehungstat (mein Favorit) oder
2. Absolut zufälliges Opfer eines absolut mordlustigen Psychopathen

Beide hätten den perfekten Mord begangen.

Warum BA selbst oder der Psychopath ihr Auto aber in Lautzenhausen hätte abstellen sollen, erschließt sich mir nicht...


2x zitiertmelden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.05.2026 um 19:37
Zitat von sören42sören42 schrieb:Wenn jemand den Türöffner betätigt und sich nicht ausstempelt, könnte das auffallen. Vielleicht ist die Arbeitszeit aber ohne Aufzeichnung, und das Gebäude kann verlassen werden? Es gibt auch gleitende Arbeitszeiten, wo nicht so genau fest steht, wann eine Pause genommen wird und auch vom Beschäftigten selbst, innerhalb gewisser Bandbreiten, bestimmt werden kann
Arbeitszeiterfassung ist das eine, Zugang in Sicherheitsbereiche etwas anderes. Ich weiß nicht wie es 2015 auf dem Hahn geregelt war, meine eigene Erfahrung an einem großen Verkehrsflughafen ist aber so, dass ein Token nicht reicht um in Sicherheitsbereiche zu kommen. Neben dem Ausweis braucht es auch ein biometrisches Merkmal damit sich die Tür öffnet.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Zonen und man hat nur Zutritt zu den Bereichen, in denen man zu tun hat. Ein Ramp Agent kommt z. B. aufs Vorfeld, aber nicht in den Tower.

Ich tue mich deswegen schwer mit dem Gedanken, dass jemand „einfach so“ den Tower verlassen oder betreten haben könnte, und dass es nicht mal digitale Spuren davon geben soll.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich glaube mich erinnern zu können, dass nur die Rede von "ausgebildeten" Hunden die Rede war, ohne dass das weiter erklärt wurde.
Die Frage ist ja, was die finden sollten. Vorstellbar ist, dass man mit Mantrailern nach der vermissten B. A. gesucht hat und dazu an einem Ort gestartet ist, an dem sie nachweislich war: im Tower.

Leichenspürhunde machen IMHO nur Sinn wenn eine Leiche im Tower gewesen wäre, zumindest für eine gewisse Zeit. Oder wenn jemand Zeit mit einer Leiche verbracht hätte.

Hätte jemand aus dem Tower B. A. umgebracht und wäre dann wieder zur Arbeit zurückgekehrt, dürfte derjenige nur so kurze Zeit mit einer gerade erst verstorbenen Person verbracht haben, dass da wohl eher kein Leichengeruch zu erwarten ist.
Zitat von lambitalambita schrieb:Ein Zitat der Tochter war in etwa ,Der Täter muss meine Mutter gut gekannt haben'. Die Familie selbst ging von einer Beziehungstat aus
Bei allem Respekt vor der Familie - aber das ist auch nur irgendeine Meinung. Deutlich mehr Erkenntnisse als wir werden die auch nicht haben.


2x zitiertmelden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.05.2026 um 19:58
Zitat von lambitalambita schrieb:Die ganze komplexe Situation, einschließlich derjenigen um BAs Auto, lässt eher weniger an osteuropäische Vogelfallenmafiosi als Täter denken.
So denke ich auch. Der Gedanke bezüglich "Vogelfallenmafia" kam womöglich bei einigen hier deswegen auf, weil es eben diese Schilder der Polizei dort gab und diese Fragen teils auch auf russisch auf den Hinweisschildern stellten.

Meine Vermutung ist, dass es da aber mehr um mögliche Zeugen ging, die vielleicht was beobachtet haben könnten als darum, dass das der vermutete Täterkreis ist.


1x zitiertmelden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.05.2026 um 20:30
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Die Frage ist ja, was die finden sollten. Vorstellbar ist, dass man mit Mantrailern nach der vermissten B. A. gesucht hat und dazu an einem Ort gestartet ist, an dem sie nachweislich war: im Tower.
Denke ich auch. Denn zu überprüfen ob sie dort war, macht keinen Sinn, das wusste man ja. Insofern wäre es dann auch nicht ungewöhnlich, dass die Hunde "angeschlagen" haben sollen (wie es immer zitiert wird, was ich aber nicht nachprüfen kann).
Zitat von sören42sören42 schrieb:Meine Vermutung ist, dass es da aber mehr um mögliche Zeugen ging, die vielleicht was beobachtet haben könnten als darum, dass das der vermutete Täterkreis ist.
Das würde ich auch so sehen. Vielleicht eben auch, weil ein bestimmter Personenkreis (=ältere Russlanddeutsche) an den sich das Schild richet vielleicht eher noch in den Wald geht um dort z. B. Pilze zu sammeln als die "Einheimischen".

Zumindest hat mir mal ein Freund mit russlanddeutschem Hintergrund erklärt, dass viele ältere Russlanddeutsche zwar deutsch sprechen können, weil sie es zu Hause in der Familie gelernt haben - es aber kaum lesen und schreiben können, weil das zu Sowjetzeiten in der Schule nicht unterrichtet wurde. Für diesen Kreis wäre ein solches Schild auf russisch dann leichter zu verstehen.


melden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 10:05
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Bei allem Respekt vor der Familie - aber das ist auch nur irgendeine Meinung. Deutlich mehr Erkenntnisse als wir werden die auch nicht haben.
Das nicht direkt, aber sie kannten BA's Gewohnheiten und können beurteilen, ob diese Gesamtsituation mit dem rückwärts geparkten Auto, dem gewissen Durcheinander mit Abschleppseil, Handy, Geld usw. normal für sie war oder grad überhaupt nicht. Auch ihr Handyverhalten kannten sie. Wenn sie z.B. das Handy nie in den Flugmodus stellte, wird es auch nicht der blind mordende Psychopath gewesen sein.

P.S. Ich habe den Sternartikel, als er noch zugänglich war, kopiert (oder abgetippt? weiß ich nicht mehr) und als pdf gespeichert. Ich könnte ihn ins Wiki einstellen, weiß aber nicht, ob ich das darf :-)


melden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 12:26
Ich bin kein Gegner einer gearteten Beziehungstat, trotzdem bewerte ich es als eher gering ein. Warum ? Ermittlungsbehörden haben sehr viele Optionen und Möglichkeiten gewisse Dinge zu ermitteln und zu analysieren. Ob Birgit Ameis einer gewissen Art von Freundschaft nicht abgeneigt war können wir kaum beurteilen. Die Frau hat sich wohl laut Stern und der Beschreibung am Hahn viel mit Wandern, Stricken, Lesen und Rätsel lösen beschäftigt. Sie pflegte auch nicht viel Kontakte am Arbeitsplatz. Soweit der Einblick aus dem Stern. Ist damit eine Art Affäre ausgeschlossen ? Nein , aber es zeigt doch eine Person die mit sich selbst beschäftigt gewesen ist. Sie freute sich auf das Grillen am Ostersonntag mit der Familie, am Ostermontag stand Wandern mit einer Freundin an und ihre Tochter mit der anstehenden Geburt war ihr wichtig. Für mich sind es wesentliche Merkmale für ein : ich freue mich auf Lohmar. Ich scheue mich auch wenig dieser Frau eine Affäre zu unterstellen weil es Dinge gibt die dagegen sprechen. Aber es gibt auch einen Punkt der durchaus eine Art von Freundschaft nicht unmöglich erscheinen lässt. Warum tut sich eine 54 jährige 12 Stunden Nachtschichten an im Abstand von 2 Tagen ? Nur diese Art von Schicht ermöglicht es am Tag einige wenige Stunden zu nutzen, eventuell auch für eine Affäre. Als der Bruder am Freitag in Lautzenhausen hat er laut seiner Aussage seine Schwester im Apartment nicht angetroffen. Ob sie auf dem Weg zum Tower gewesen ist oder woanders gewesen ist wissen wir nicht. Die Logdaten ihres Ausweises vom Freitag kennen wir auch nicht. Überhaupt sind vm Freitag nie Informationen , auch von der Schichtübergabe, bekannt geworden. Das finde ich schon ungewöhnlich.

Der Flugmodus muss einmalig gewesen sein. Es lassen sich Provider- und Handydaten aus den Logs auswerten. Wenn der Flugmodus regelmässig genutzt wurde wäre das bekannt. Anwohner hätten vielleicht auch ausgesagt das rote Auto stand öfters hier. Nicht zu vergessen sollte man die Aussage seitens der Ermittler: Das Navi zeigte keine Abweichungen der Routen an. GPS Daten werden auch im Navi gespeichert. Der Bordcomputer speichert auch sehr interessante Fahrdaten, möglicherweise auch die letzten Fahrdaten !.


2x zitiertmelden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 13:02
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Als der Bruder am Freitag in Lautzenhausen hat er laut seiner Aussage seine Schwester im Apartment nicht angetroffen. Ob sie auf dem Weg zum Tower gewesen ist oder woanders gewesen ist wissen wir nicht. Die Logdaten ihres Ausweises vom Freitag kennen wir auch nicht.
War das nicht so, dass er kam, um sie abzulösen? Dann ist es doch klar, wo sie war: An ihrem Arbeitsplatz, wo er dann hingegangen ist, um sie abzulösen. Und vorher hat er noch seine Sachen ins Apartment gebracht und dort ihre Sachen gesehen, die dann erwartungsgemäß weg waren, als er seinerseits mit seiner Schicht fertig war.


melden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 15:02
Ich denke, den Arbeitsplatz hat BA sich nicht bewusst ausgesucht, um immer ein paar Tage von zuhause weg zu sein. Ich glaube, dass sie als Mutter von 3 (jetzt erwachsenen) Kindern vielleicht viele Jahre nicht berufstätig war.

Ihr Ehemann, der eine leitende Position beim DWD hat, könnte ihr dann, als die Kinder groß waren, zu der entsprechenden Ausbildung und dem Arbeitsplatz verholfen haben. Vitamin B sozusagen.


3x zitiertmelden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 15:04
Zitat von FrauAnnemetteFrauAnnemette schrieb:Ihr Ehemann, der eine leitende Position beim DWD hat, könnte ihr dann, als die Kinder groß waren, zu der entsprechenden Ausbildung und dem Arbeitsplatz verholfen haben. Vitamin B sozusagen.
Das sich ein Paar am Arbeitsplatz findet, möchtest Du in diesem Fall ausschließen?


melden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 15:36
Zitat von FrauAnnemetteFrauAnnemette schrieb:Ihr Ehemann, der eine leitende Position beim DWD hat, könnte ihr dann, als die Kinder groß waren, zu der entsprechenden Ausbildung und dem Arbeitsplatz verholfen haben. Vitamin B sozusagen.
Es wird zwar mit großer Wahrscheinlichkeit nichts damit zu tun haben wie Birgit Ameis zu Tode kam, aber ich finde es schon ungewöhnlich dass gleich drei Mitglieder einer Familie (BA, Herr Ameis, BAs Bruder) beim selben Arbeitgeber beschäftigt sind. Ausnahmen wäre jetzt Wolfsburg und VW oder Ingolstadt und Audi, aber der DWD ist ja im Vergleich zu einem großen Autobauer doch ein überschaubares Unternehmen.


3x zitiertmelden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 15:52
Zitat von antheanthe schrieb:Es wird zwar mit großer Wahrscheinlichkeit nichts damit zu tun haben wie Birgit Ameis zu Tode kam, aber ich finde es schon ungewöhnlich dass gleich drei Mitglieder einer Familie (BA, Herr Ameis, BAs Bruder) beim selben Arbeitgeber beschäftigt sind.
Naja, es gibt aber schon Berufe/Berufsgruppen, die recht augenscheinlich zur Dynastiebildung neigen, bzw. wo Familienmitglieder häufig in ähnlichen Bereichen beschäftigt sind. Es gibt beispielsweise Familien, in denen auffallend viele Mitglieder bei der Bahn arbeiten, oder Lehrer sind, oder zur Ärzteschaft zählen bzw. im medizinischen Bereich tätig sind.

Manche Arbeitgeber sehen es auch nicht ungern, wenn ihre Auszubildenden Kinder der Beschäftigten sind- wenn es Probleme gibt, ist ein Elternteil schnell greifbar, und alle Beteiligten wissen das. Stellenausschreibungen sind auch häufig zuerst den bestehenden Mitarbeitern bekannt- und nicht zuletzt ist ein gewisser Nepotismus an manchen Arbeitsstellen auch nicht von der Hand zu weisen.

Also insofern, auffällig ist es vielleicht, aber Aussagekraft für den Fall hat es vermutlich tatsächlich nicht.

Höchstens insofern, als man das Bild einer Frau, die scheinbar "schutzlos" weitab von zu Hause arbeitet, dahingehend revidieren muss, dass ja der Bruder gleichfalls vor Ort war, wenn wohl auch selten zur selben Zeit.

Viele der Theorien, die hier im Laufe der Zeit aufgestellt wurden, scheitern aber möglicherweise daran, dass der Bruder Dinge mitbekommen haben würde, die sich später zum Nachteil seiner Schwester entwickelt haben könnten.

Also beispielsweise ein denkbarer Konflikt mit Kollegen, Stalkern, Fallenstellern oder Förstern. Der Bruder hätte davon wohl Wind bekommen, wenn so etwas die Runde gemacht, und Frau A. selbst nicht davon berichtet hätte.


3x zitiertmelden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 15:59
Zitat von antheanthe schrieb:Es wird zwar mit großer Wahrscheinlichkeit nichts damit zu tun haben wie Birgit Ameis zu Tode kam, aber ich finde es schon ungewöhnlich dass gleich drei Mitglieder einer Familie (BA, Herr Ameis, BAs Bruder) beim selben Arbeitgeber beschäftigt sind.
Würde ich jetzt nicht sagen, zumindest wäre es denkbar, dass eines zu anderen kam: BAs Bruder könnte dort angefangen haben, dann hat sie ihren Mann über den Bruder dort kennengelernt und schließlich, vielleicht auf Anraten/mit Unterstützung von Mann und Bruder, dann selbst dort angefangen.

Ich kenne aus meiner Verwandtschaft ein paar Familien, bei denen es ähnlich lief: Vater ist bei der Bahn, Sohn und Tochter machen dann dort ihre Ausbildung und lernen dann auch dort ihre Partner/innen kennen. [hat sich gerade mit dem Beitrag von @sallomaeander überschnitten]

Man sollte auch bedenken, dass es gerade für die Generation der "Boomer" (nein, das meine ich nicht abwertend!) nicht so einfach war, eine Ausbildungsstelle zu finden. Und dass der Beruf auch nicht immer und von jedem als ein Mittel zur Selbstverwirklichung angesehen wird - sondern dass man dann halt leidenschaftslos das gemacht hat, was man so ohne großen Aufwand machen konnte.

Und wenn einem "nichts besseres einfiel", dann hat man halt ja gesagt, wenn jemand meinte: "Ach, Birgit, Du könntest doch auch bei uns anfangen, mein Chef hat neulich noch erzähl, dass da eine Stelle frei ist und ich kann ja mal fragen...."
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Viele der Theorien, die hier im Laufe der Zeit aufgestellt wurden, scheitern aber möglicherweise daran, dass der Bruder Dinge mitbekommen haben würde, die sich später zum Nachteil seiner Schwester entwickelt haben könnten.

Also beispielsweise ein denkbarer Konflikt mit Kollegen, Stalkern, Fallenstellern oder Förstern. Der Bruder hätte davon wohl Wind bekommen, wenn so etwas die Runde gemacht, und Frau A. selbst nicht davon berichtet hätte.
Das ist ein interessanter Gedanke. Und da spielt es auch keine Rolle, ob es nun ausgerechnet der Wetterdienst war- das wäre auch so gewesen, wenn sie z. B. beide bei der Flughafenfeuerwehr gearbeitet hätten.


1x zitiertmelden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 16:06
Auf jeden Fall denke ich, dass BA diesen Job am Flughafen mit mehrtägiger Abwesenheit von zuhause erst ausüben konnte, als ihre Kinder erwachsen waren.


2x zitiertmelden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 16:06
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Viele der Theorien, die hier im Laufe der Zeit aufgestellt wurden, scheitern aber möglicherweise daran, dass der Bruder Dinge mitbekommen haben würde, die sich später zum Nachteil seiner Schwester entwickelt haben könnten.

Also beispielsweise ein denkbarer Konflikt mit Kollegen, Stalkern, Fallenstellern oder Förstern. Der Bruder hätte davon wohl Wind bekommen, wenn so etwas die Runde gemacht, und Frau A. selbst nicht davon berichtet hätte.
Dieser Umstand, dass sie sich den Arbeitsplatz mit ihrem Bruder geteilt hat, macht es mMn nochmal schwieriger, dass Birgit Ameis irgendwelche Connections am Hahn geknüpft hat, von denen niemand etwas mitbekommen hat. Dass die beiden sich bei einer Schichtübergabe etwas länger unterhalten haben, ist bestimmt nicht nur bei ihrer letzten Schicht vorgekommen.


1x zitiertmelden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 16:08
Zitat von FrauAnnemetteFrauAnnemette schrieb:Ihr Ehemann, der eine leitende Position beim DWD hat, könnte ihr dann, als die Kinder groß waren, zu der entsprechenden Ausbildung und dem Arbeitsplatz verholfen haben. Vitamin B sozusagen.
Das kommt doch auch auf die Vorlieben an? Es gibt etwas nerdige Leute, für die ist das super, wenn sie alleine, ohne sich mit Kollegen abstimmen zu müssen, vor sich hinarbeiten können. Es sind natürlich lange Stunden, weit weg von daheim, aber vermutlich nicht superanstrengend und man kommt in eine Routine. Ganz viele Jobs werden nicht ausgeschrieben, sondern irgendwie über Vitamin B vergeben. Meine Kinder jobben mitunter auch beim Arbeitgeber meines Mannes, einfach auch, weil er zunehmend schlechte Erfahrung mit unzuverlässigen Arbeitnehmern macht, gerade was Studis angeht und die Jobs immer erst versucht, "intern" zu vergeben. Ist glaube ich ziemlich normal.
Zitat von antheanthe schrieb:Es wird zwar mit großer Wahrscheinlichkeit nichts damit zu tun haben wie Birgit Ameis zu Tode kam, aber ich finde es schon ungewöhnlich dass gleich drei Mitglieder einer Familie (BA, Herr Ameis, BAs Bruder) beim selben Arbeitgeber beschäftigt sind.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Naja, es gibt aber schon Berufe/Berufsgruppen, die recht augenscheinlich zur Dynastiebildung neigen, bzw. wo Familienmitglieder häufig in ähnlichen Bereichen beschäftigt sind. Es gibt beispielsweise Familien, in denen auffallend viele Mitglieder bei der Bahn arbeiten, oder Lehrer sind, oder zur Ärzteschaft zählen bzw. im medizinischen Bereich tätig sind.
Das denke ich auch. Schau mal Bauernhöfe an, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, klar ist da eine ganz andere Prägung. Aber lass mal sagen, sie war jahrelang aus dem Job draußen, da ist es gar nicht so einfach, was zu finden. Da wird der Mann schon seine Hände im Spiel gehabt haben.


melden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 16:16
Zitat von FrauAnnemetteFrauAnnemette schrieb:Auf jeden Fall denke ich, dass BA diesen Job am Flughafen mit mehrtägiger Abwesenheit von zuhause erst ausüben konnte, als ihre Kinder erwachsen waren.
Das denke ich auch. Zwar wäre es natürlich möglich, dass sich z. B. die Oma um die Kinder gekümmert hat, aber es wäre schon ungewöhnlich.
Zitat von antheanthe schrieb:Dieser Umstand, dass sie sich den Arbeitsplatz mit ihrem Bruder geteilt hat, macht es mMn nochmal schwieriger, dass Birgit Ameis irgendwelche Connections am Hahn geknüpft hat, von denen niemand etwas mitbekommen hat.
Kommt drauf an.... Die beiden haben ja, soweit wir wissen, versetzt gearbeitet. Und wenn der Bruder im Büro sitzt, kriegt er nicht mit, was seine Schwester so macht (umgekehrt natürlich auch). Und dass sie öfter miteinander gesprochen haben, wäre jetzt kein Argument: Sollte BA wirklich z. B. eine geheime Affäre (das ist jetzt auch nicht wertend gemeint!) gehabt haben, wird sie dem Bruder das halt nicht erzählt haben.

Eher wäre die "Gefahr", dass Dritte dann dem Bruder davon erzählen: "Du, neulich habe ich Deine Schwester gesehen, die war wandern, mit so einem Mann in ihrem Alter, ist das Dein Schwager gewesen?" - "Nee, das war nicht mein Schwager, der ist doch nie hier im Hunsrück... War vermutlich irgendwer aus einer Wandergruppe..."

Aber solche Aussagen gab es ja offenbar nicht, weder damals noch im Nachhinein.


melden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 16:29
Zitat von FrauAnnemetteFrauAnnemette schrieb:Auf jeden Fall denke ich, dass BA diesen Job am Flughafen mit mehrtägiger Abwesenheit von zuhause erst ausüben konnte, als ihre Kinder erwachsen waren.
Sie arbeitete seit 3 Jahren auf dem Flughafen. Vorher war sie auch schon beim DWD, aber am einem anderen Ort. So viel ich weiß, können sich Beamte nicht immer den Arbeitsort aussuchen. Möglicherweise war die Stelle auch von vornherein befristet, dann fällt das weniger schwer, dann zieht man das halt durch.
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Aber es gibt auch einen Punkt der durchaus eine Art von Freundschaft nicht unmöglich erscheinen lässt. Warum tut sich eine 54 jährige 12 Stunden Nachtschichten an im Abstand von 2 Tagen ?
Immerhin hatte sie dafür 4 - 5 Tage am Stück frei. So schlecht ist das doch gar nicht. Diese Fahrerei ist halt nicht so toll, und das Übernachten in dieser hässlichen Kaserne auch nicht. Aber die Arbeitszeiten selbst sind doch ganz o.k., finde ich.


1x zitiertmelden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 17:01
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Immerhin hatte sie dafür 4 - 5 Tage am Stück frei. So schlecht ist das doch gar nicht. Diese Fahrerei ist halt nicht so toll, und das Übernachten in dieser hässlichen Kaserne auch nicht. Aber die Arbeitszeiten selbst sind doch ganz o.k., finde ich.
Ja, so würde ich das auch sehen - kommt halt darauf an, was einem wichtiger ist. Und wenn man für sich entscheidet, dass die längere Freizeit am Stück die Sache wert ist, warum nicht? Und wenn es dann, ich kenne mich allerdings nicht so aus, auch finanziell vielleicht gewisse Vorteile hat, könnte man sich unterm Strich drauf einlassen.


1x zitiertmelden

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

14.05.2026 um 18:08
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und wenn es dann, ich kenne mich allerdings nicht so aus, auch finanziell vielleicht gewisse Vorteile hat, könnte man sich unterm Strich drauf einlassen.
Als Beamtin fielen für BA schon mal sämtliche Beiträge für Sozialversicherungen (Rentenversicherung, Krankenkasse, Arbeitslosenversicherung) weg. Das ist schon mal eine ganze Menge. Dafür musste sie einen kleinen Teil, den die Beihilfe nicht übernimmt und bis zu 50 % betragen kann, privat absichern (Krankenversicherung), konnte sich dafür aber auch als "Privatpatient" behandeln lassen.

Darüber hinaus dürfte sie diverse Zulagen erhalten haben, einmal für den örtlich abgelegenen Einsatz und für die Arbeitszeiten, insbesondere während der Nacht. Natürlich musste sie, wie andere auch, Steuern auf ihr Einkommen zahlen, dürfte aber auch von Absetzungsmöglichkeiten für Werbungskosten (Fahrtkosten, Unterkunft am Arbeitsort etc.) profitiert haben.

Ich denke, es gibt zwar spannendere Tätigkeiten, aber auch viele unangenehmere, die auch noch schlechter bezahlt werden.

Aber anscheinend läuft das heute wohl anders, denn der DWD hat kein eigenes Personal mehr an Regionalflughäfen im Einsatz:
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb am 05.04.2026:Die Räumung des DWD Büros bzw die endgültige Schliessung war zum 1.7.2015. Die finale Übergabe an Fremdpersonl war bereits am 1.5.2015.

https://www.dwd.de/DE/fachnutzer/luftfahrt/download/jahresberichte_flugwetterdienst/2015.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Auszug aus dem offiziellen Jahresbericht des DWD :
"Übergabe an Fremdpesonal zum 1.5.2015 !!
Übertragung der Aufgabe der Wetterbeobachtung
am Flugplatz Frankfurt-Hahn auf DWD-fremdes
Personal
Zum 01. 05. 2015 wurden der Wetterbeobachtungs
dienst und die METAR/SPECI-Erstellung am Flug
platz Frankfurt-Hahn von DWD-Personal auf das
Personal der TTC (The Tower Company GmbH) im
Tower in Hahn übertragen. Damit hat der DWD an
keinem der Regionalflugplätze mehr eigenes Per
sonal im Wetterbeobachtungs- und Wettermelde
dienst im Einsatz."



melden