sallomaeander schrieb:In erster Linie entlastet der tatsächlich recht ähnliche Fall in RLP die Eltern von Inga
Ich wüsste nicht, dass diese bisher jemals durch irgendeine öffentliche Institution belastet wurden. Das mag sicherlich die ein oder andere subjektive Meinung im Kreise des ein oder anderen Users sein, objektiv betrachtet haben die Eltern, von dem was öffentlich über den Fall Inga bekannt ist, definitiv kein Fehlverhalten in der Aufsichtspflicht gegenüber Inga an den Tag gelegt.
Mysteriejaeger schrieb:Könnte es nicht eine Verbindung zwischen dem Verschwinden von Inga und dem zweiten gezeigten Fall in der heutigen Ausgabe von AktenzeichenXY geben?
Für mich ähneln sich beide Fälle schon sehr (Tatumgebung ist ein Wald, Opfer verschwindet aus direkter Umgebung zu Familie, usw., Täter im heutigen Fall bei AktenzeichenXY scheint nicht regional gebunden zu sein, wie sich in der Nachbesprechung im Studio zeigte):
sallomaeander schrieb:Im FF waren es neben dem Opfer nur Zeugen von außen, die den Mann/die Männer beschreiben konnten, nicht die Erwachsenen, die mit der Ausrichtung der Geburtstagsfeier befasst waren.
Und genau das ist der wesentliche Unterschied zum Verschwinden von Inga. Unabhängige Personen, die nichts mit den Feierlichkeiten rund um Ingas Familie zu tun hatten, waren vor Ort, aber keiner hat irgendeine auffällige Person wahrgenommen, die sich im Umfeld des Diakoniewerks aufgehalten und dort nicht hingehört hat.
Diese Person hat sich im Vorfeld benommen wie ein bunter Pfau. Ein Grund dafür könnte sein, dass der Sexualtrieb der Person nicht zwingend auf Kinder ausgelegt war und er einfach nur nach einem geeignetem Opfer suchte. Es wurde zwar im Filmfall so dargestellt, dass er das Ehepaar angesprochen hat, jedoch könnte es hier auch der Fall gewesen sein, dass der Täter eventuell nur die Frau am Anfang wahrgenommen hat und im Anschluss eine Ausrede für die Annäherung an das Haus suchte.
Angesprochen wurden nämlich nur Frauen, Männer blieben wohl außen vor.
Aber lassen wir mal, auch wenn ich es nicht glaube, wirklich einen Bezug zu Inga bestehen. Man muss sehen, wie der Mann agiert hat. Opfersuche, aus meiner Sicht nicht nur auf Kind bezogen, Tatausführung und schnelles Verlassen des Tatortes. Was im Fall von Inga fehlen würde, ist ganz einfach das Opfer, das er entweder genauso wie diesem Fall einfach zurückgelassen oder, sollte es zu einer Tötung gekommen sein, im Höchstfall oberflächlich versteckt hätte und somit auch gefunden worden wäre.
Nein, die beiden Fälle passen wohl ziemlich sicher nicht zusammen. Der Täter in diesem Fall wird sicherlich nicht zwingend einen unmittelbaren regionalen Bezug haben, aber doch wohl im Nahbereich, wohl nicht länger als eine Stunde Pkw-Fahrtzeit, vom Tatort entfernt wohnen.