kittyka schrieb:Wo genau sollte das passiert sein?
kittyka schrieb:Es gibt ein Zeitfenster von etwa 10 Minuten 18:40 bis 18:50 uhr wo sie nicht gesehen wurde, bevor man mit der Suche begann.
Möglichkeiten gibt es an dieser Örtlichkeit und deren Umfeld genug. Es bedarf auch keiner große Zeitspanne, um aus dem Einflussbereich der Erziehungsberechtigten zu verschwinden. Du darfst dabei auch einen entscheidenden Faktor bei der Suche nicht vergessen. Diese begann möglicherweise bereits 10 Minuten nach der letzten Sichtung, aber sicherlich in dem Umfang, wie sie nach Eintreffen der Polizei bzw. weiterer Suchkräfte durchgeführt wurde. Zu Beginn suchten nur wenige Personen, die sicherlich unkoordiniert und vermutlich laut rufend, hauptsächlich mit Augenmerk auf das Diakoniewerk selbst, absuchten. Selbst wenn zu diesem Zeitpunkt ein Unfallgeschehen noch nicht vorlag, könnte dies durchaus auch für eine 5-jährige auch einschüchternd oder verängstigend gewesen sein. Ich habe das bereits selbst bei Suchmaßnahmen schon erlebt, bei denen man sich nach dem glücklichen Auffinden gefragt hat, warum sich das Kind nicht gemeldet hat, obwohl es direkt im Nahbereich war.
Kielius schrieb:Die Art der Einrichtung, von deren Gelände Inga verschwand, lässt mich persönlich zusätzlich am ehesten in Richtung eines Verbrechens denken.
Da gebe ich dir durchaus recht, dass möglicherweise, wenn man sich die Homepage des Diakoniewerks ansieht, Personen zu diesem Zeitpunkt dort lebten, die das Potential zu so einer Tat hatten. Zudem war es wohl auch schwer, zeitnah für alle Unterkünfte, ohne dass man direkte Verdachtsmomente hatte, Durchsuchungsbeschlüsse zu bekommen. Ich schließe deshalb ein Kapitaldelikt definitiv nicht aus.
Trotzdem gehe ich auch davon aus, wenn es denn ein solches gegeben hätte, letztendlich, sollte das Diakoniewerk in Gänze abgesucht worden sein, was man abschließend aus den vorliegenden Berichten nicht rauslesen kann, eine diesbezügliche Spurenlage gefunden worden wäre. Man muss bedenken, dass ein Täter, der zu diesem Zeitpunkt vor Ort wohnhaft war, mit jeder Minute, die Inga nicht mehr für die Erziehungsberechtigten greifbar war, auch die Suchmaßnahmen und die Achtsamkeit anderer Personen auf das Verschwinden erhöhte. Heißt, um so länger ein Täter Inga in seiner Gewalt hatte, um so weniger Möglichkeiten bleiben diesem, für eine Entsorgung der möglichen sterblichen Überreste. Letztendlich bleibt dann aus meiner Sicht nur ein oberflächliches Verstecken der Leiche, die man dann wohl ziemlich zeitnah gefunden hätte.
Aus diesem Grund tendiere ich mehr für einen Unfall oder unglücklichen Umstand, der das Kind dem allgemeinen Zugriff entzog und aufgrund der daraus resultierenden Umstände bis heute die Leiche des Mädchens nicht ans Tageslicht brachte.