Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

24.260 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Wald, Mädchen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.09.2026 um 15:17
Der Mann mit dem Trinkrucksack aus dem aktuellen Fall vom Juni 2025 kann auch das Haus der Porsche-Besitzer ausgekundschaftet haben, und hat vielleicht nicht damit gerechnet, von den Besitzern bemerkt und angesprochen zu werden. Die Geschichte mit dem Motorsport sollte vielleicht davon ablenken, dass der Mann sich für die Sicherheitsmaßnahmen des Hauses oder auch für die des Porsche interessierte.

Denken wir an den Hauptverdächtigen im Fall Maddie McCann (der zur Tatzeit noch in Haft saß), dann lebte dieser u.a. von Einbrüchen, beging aber zusätzlich auch noch Sexualstraftaten.

Vermutlich gibt es auf dem Wilhelmshof nicht so viel zu holen, aber falls doch, müsste man vielleicht auch an einen Einbrecher denken, der aus anderen Gründen unauffällig vor Ort war, und dann, mehr oder weniger zufällig, auf Inga stieß.

Man sortiert immer Straftäter nach Deliktfeldern. Dass jemand auf mehreren Feldern aktiv ist, kommt zwar in der Realität vor, aber es hat oft niemand auf dem Schirm.
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Im FF sah man, dass der Täter das Mädchen in einen Schuppen gelockt hat,
Ein Spielzeugverschlag- wie auch immer man sich den vorzustellen hat- spielt ja auch im Fall Inga eine Rolle. Dort haben die Spürhunde die Spur des Mädchens verloren.


1x zitiertmelden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.09.2026 um 18:45
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Denken wir an den Hauptverdächtigen im Fall Maddie McCann (der zur Tatzeit noch in Haft saß)
Da bin ich jetzt etwas verwirrt. Es wurde doch wiederholt berichtet, daß dieser mehrfach verurteilte Straftäter am Tag davor (?) ca. 90 km vom Tatort des in diesem Thread behandelten Falles entfernt in einen Verkehrsunfall mit geringem Sachschaden verwickelt gewesen war.


melden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

12.09.2026 um 19:02
@Oberleutnant Sorry, das kommt davon, wenn man im Thread über andere Fälle schreibt.

Im Fall Inga kommt dieser Täter schon in Betracht; bei der jüngst in AZ XY gezeigten Tat saß er dagegen mWn noch in Haft.

Er wurde erst im Sept. 2025 entlassen. Die aktuelle Tat geschah im Juni davor.


melden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

13.09.2026 um 07:30
1000193741Original anzeigen (0,6 MB)

1000193742Original anzeigen (0,5 MB)

1000193743

Ich kann wirklich nicht fassen, das man den Vito nie intensiv gesucht hat, in dem Christian B. einen Tag vorher auf der A2 in einen kleinen Unfall verwickelt war. Zumal ein Zeuge am Tag des Verschwindens einen Kastenwagen, der in einer Parkbucht an einer Straße nahe dem Waldstück des Wilhelmshofs stand, gesehen hat.


melden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

14.09.2026 um 17:05
Hallo zusammen,

immer wenn ich über den Fall höre, muß ich daran denken, dass es aus meiner Sicht durchaus möglich sein könnte, dass das Mädchen in eine Schlingfalle getreten ist und u.U. nach oben katapultiert worden ist. Bei gleichzeitigen erheblichen Gesundheitsproblemen, hätte das Suchpersonal davon nichts bemerkt und hätte sich ausschließlich auf den Boden konzentriert.

Denkbar?

Wenn das hier schon diskutiert worden ist, sorry.


3x zitiertmelden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

14.09.2026 um 17:11
Zitat von allesdenkbarallesdenkbar schrieb:immer wenn ich über den Fall höre, muß ich daran denken, dass es aus meiner Sicht durchaus möglich sein könnte, dass das Mädchen in eine Schlingfalle getreten ist und u.U. nach oben katapultiert worden ist.
Welche Art von Schlingfalle soll Inga mit einem angenommenen Gewicht von 18-23 kg denn wie weit nach oben katapultiert haben, nach deiner Logik?


1x zitiertmelden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

14.09.2026 um 17:31
Zitat von allesdenkbarallesdenkbar schrieb:dass das Mädchen in eine Schlingfalle getreten ist
Zitat von allesdenkbarallesdenkbar schrieb:Denkbar?
Zitat von antheanthe schrieb:Inga mit einem angenommenen Gewicht von 18-23 kg
Lassen wir mal das Gewicht außen vor und versuchen diese These zu analysieren. Gehen wir davon aus, dass die Fall Inga in eine Höhe verbracht hätte, die Suchkräfte, die sich natürlich wohl fast ausschließlich auf den Boden konzentrierten, Inga durchaus übersehen hätten können. Dies wäre natürlich auch noch bei weiteren Suchen nicht auszuschließen gewesen, obwohl ich durchaus annehme, dass bei nachfolgenden Suchen auch der Umstand in Betracht gezogen wurde, dass Inga erhöht Schutz gesucht haben könnte, selbst wenn ihre Fähigkeiten zum Klettern als 5-jährige eingeschränkt gewesen wären.

Trotzdem bliebe natürlich noch die Option offen, dass man sie trotzdem übersieht, da sie sich nicht eigenständig bemerkbar machen kann oder eben so ungünstig in dieser Falle steckte, dass ihre Wahrnehmung schwer möglich war. Nach Eintreten des Todes und fortschreitender Verwesung würde die Schwerkraft wohl innerhalb ein bis zwei Wochen greifen und die Leiche zu Boden fallen. Selbst wenn sie auf einem Baum hängen bleiben würde, wären wohl die Knochen und somit auch die Kleidung im Laufe der Zeit nach unten gefallen und somit auffindbar gewesen.

Einen entscheidenden Punkt habe ich aber bisher noch gar nicht aufgeführt. Eine Person müsste diese Falle ja auch ausgelegt haben. Selbst wenn ich es für unwahrscheinlich halte, dass dieser während der ganzen Suchmaßnahmen nicht aufgefallen wäre, würde dieser doch irgendwann mal zu seiner Falle zurückkommen und hätte dann festgestellt, was durch sein Tun geschehen ist. Dies würde dann bedeuten, dass diese Person, sollte die Inga, egal ob nun tot oder noch lebend, noch nicht gefunden worden sein, sich um das Mädchen hätte kümmern müssen. Da die Leiche nicht gefunden wurde, hieße dies eine Übersprungshandlung, die dazu führte, dass er Inga von der Falle befreite und anschließend die Leiche entsorgte.

Aus meiner Sicht bei den laufenden Suchmaßnahmen so gut wie unmöglich, da man sicherlich in diesem Zeitraum auch Fahrzeuge im Auge behielt, die sich in der entsprechenden Gegend aufhielten.


melden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

14.09.2026 um 19:28
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb am 10.09.2026:Dies ist aus meiner Sicht auch einer der Hauptgründe, warum ich erhebliche Zweifel daran habe, dass es sich um eine Straftat handelt, die hier in das "übliche" Schema zu fassen ist. Wenn ich mir die nun übrig gebliebenen Alternativen betrachte, halte ich diese zwar nicht für ausgeschlossen, bleibe aber weiterhin bei einem Unfallgeschehen, das bis zum heutigen Tage, welchem Zufall auch immer geschuldet, noch immer nicht zum Auffinden der Leiche geführt hat.
Wenn man schon mit einem so riesigen, unwahrscheinlichen Zufall argumentiert, dass sie verunfallt ist und trotz 11 Jahren intensiver Suche und Forstwirtschaft niemals gefunden wurde, dann muss man genauso den umgekehrten Zufall einrechnen: Nämlich dass sie genau in dieser Sekunde entführt wurde, ohne dass es jemand bemerkt hat.

Rein statistisch steht es dann nach dieser Logik 50:50. Der entscheidende Unterschied ist jedoch: Für die Entführung per Auto reicht ein winziges Zeitfenster von wenigen Minuten aus, um das Kind für immer vom Ort des Geschehens zu entfernen. Für das unentdeckte Verbleiben im Wald müssten die Naturgesetze und der Zufall dagegen über 11 Jahre lang jeden Tag aufs Neue funktionieren – und das ist mathematisch und forensisch weitaus unwahrscheinlicher.

Nicht ohne Grund stuft die Kriminalpolizei den Fall nach der aktuellen XY-Fahndung als Straftat ein.


1x zitiertmelden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

14.09.2026 um 21:02
Zitat von lepper45lepper45 schrieb:Rein statistisch steht es dann nach dieser Logik 50:50.
Ich würde statistisch hier keine Ausgeglichenheit sehen. Du musst bedenken, wie viele Sexualstraftäter im Jahr ein Kind entführen, dieses missbrauchen, anschließend töten und dann sich die Zeit nehmen, die Leiche so zu verstecken, dass man sie nicht findet. Wenn man all dies berücksichtigt, dann kommst du statistisch auf 1-2 Fälle in Deutschland.

Wenn ich dann den Fall zum Vergleich hernehme, dass sich ein Kind in einem sehr weitläufigen Waldgebiet verläuft und anschließend, welchem Umstand der örtlichen Flora und/oder Fauna geschuldet, selbst die sterblichen Überreste bzw. Kleider niemals oder erst nach Jahrzehnten wieder aufgefunden werden können, sehe ich die Wahrscheinlichkeit doch etwas höher, insbesondere wenn ich mir dann noch die Örtlichkeiten betrachte, an denen zuletzt Kinder aufgrund einer strafbaren Handlung verschwunden sind.

Nicht ohne Grund wird im Fall von Inga auch von den Ermittlern weiterhin das Verlaufen bzw. ein Unfall weiter im Bereich des Möglichen gesehen, was bei den letzten mir bekannten Fällen, vor allem wenn es sich um ein Kind in diesem Alter handelt, nicht der Fall war.


1x zitiertmelden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

14.09.2026 um 21:58
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Ich würde statistisch hier keine Ausgeglichenheit sehen. Du musst bedenken, wie viele Sexualstraftäter im Jahr ein Kind entführen, dieses missbrauchen, anschließend töten und dann sich die Zeit nehmen, die Leiche so zu verstecken, dass man sie nicht findet. Wenn man all dies berücksichtigt, dann kommst du statistisch auf 1-2 Fälle in Deutschland.

Wenn ich dann den Fall zum Vergleich hernehme, dass sich ein Kind in einem sehr weitläufigen Waldgebiet verläuft und anschließend, welchem Umstand der örtlichen Flora und/oder Fauna geschuldet, selbst die sterblichen Überreste bzw. Kleider niemals oder erst nach Jahrzehnten wieder aufgefunden werden können, sehe ich die Wahrscheinlichkeit doch etwas höher, insbesondere wenn ich mir dann noch die Örtlichkeiten betrachte, an denen zuletzt Kinder aufgrund einer strafbaren Handlung verschwunden sind.

Nicht ohne Grund wird im Fall von Inga auch von den Ermittlern weiterhin das Verlaufen bzw. ein Unfall weiter im Bereich des Möglichen gesehen, was bei den letzten mir bekannten Fällen, vor allem wenn es sich um ein Kind in diesem Alter handelt, nicht der Fall war.
Moment, der Fall wurde 2023 nicht einer Suchhundestaffel übergeben, sondern der Cold-Case-Einheit für Straftaten gegen das Leben.

Und, es gibt in den Kriminalakten der Nachkriegsgeschichte so gut wie keinen dokumentierten Fall, bei dem sich ein fünfjähriges Kind in einem deutschen Waldgebiet dauerhaft verlaufen hat, trotz Großsuche unentdeckt blieb und sich mitsamt Kleidung, Schuhen und Knochen bis heute spurlos in Luft aufgelöst hat.


1x zitiertmelden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

14.09.2026 um 22:36
Zitat von lepper45lepper45 schrieb:sondern der Cold-Case-Einheit für Straftaten gegen das Leben.
Das ist auch richtig und gut so. Wichtig ist aber, dass eben in diesem Fall alle Türen offen gehalten wurden, was bei fast allen andern bekannten Fällen nicht der Fall ist.
Zitat von lepper45lepper45 schrieb:bei dem sich ein fünfjähriges Kind in einem deutschen Waldgebiet dauerhaft verlaufen hat, trotz Großsuche unentdeckt blieb und sich mitsamt Kleidung, Schuhen und Knochen bis heute spurlos in Luft aufgelöst hat.
Auch das ist richtig, jedoch würde ich hier noch die zweiten "Kinder", nämlich Senioren in einem so hohem Alter, dass sie ebenso in der Bewegung und Orientierung eingeschränkt sind, wie Kinder im Alter von Inga, mit hinzurechnen. So wird die Anzahl von Personen, die erst nach mehreren Jahren aufgefunden bzw. bis heute überhaupt noch nicht gefunden wurden, schon größer.

Natürlich muss man dabei auch bedenken, dass bei den meisten vermissten Senioren die Suchmaßnahmen nicht in diesem Umfang, mit mehreren Wiederholungsdurchgängen, betrieben werden wie im Fall Inga, trotzdem wurde auch nach diesen gesucht mit ähnlichem Ergebnis wie bei Inga.

Aus diesem Grund, auch aufgrund fehlender Beobachtungen durch Zeugen, die ein mögliches Einwirken durch Dritte begründen könnte, sehe ich weiterhin die Option ohne Vorliegen einer Straftat als favorisiert an.


1x zitiertmelden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

14.09.2026 um 22:45
Zitat von allesdenkbarallesdenkbar schrieb:Hallo zusammen,

immer wenn ich über den Fall höre, muß ich daran denken, dass es aus meiner Sicht durchaus möglich sein könnte, dass das Mädchen in eine Schlingfalle getreten ist und u.U. nach oben katapultiert worden ist. Bei gleichzeitigen erheblichen Gesundheitsproblemen, hätte das Suchpersonal davon nichts bemerkt und hätte sich ausschließlich auf den Boden konzentriert.

Denkbar?

Wenn das hier schon diskutiert worden ist, sorry.
Ich habe mal die Google-KI befragt-

Schlingfallen werden in Kopfhöhe angebracht und schnellen nicht hoch.

Hasen / Kaninchen: ca. 10 cm über dem Boden.
Füchse: ca. 18 bis 22 cm über dem Boden.
Größeres Wild (z. B. Rehe/Wildschweine): ca. 30 bis 50+ cm (je nach genauer Anatomie und Schulterhöhe)

Noch größeres Wild wird es in den Wäldern nicht geben.

Andere Fallenarten-
Klassische Schlagfallen (z. B. Mause- oder Rattenfallen): Diese Fallen schnellen kaum in die Höhe. Der Schlagbügel bewegt sich in einem Halbkreis eng am Boden (ca. 3 bis 8 cm Aufwurfhöhe je nach Größe der Falle), um das Tier direkt auf dem Holz- oder Kunststoffbrettchen zu fixieren.

Historische oder jagdliche Tellereisen (Totfangfallen): Auch diese schnellen nicht nach oben, sondern die Fangbügel schließen sich flach auf Bodenhöhe (meist innerhalb eines Radius von 10 bis 20 cm), um die Gliedmaßen des Tieres zu erfassen.

Schnell- oder Wippgalgen (historische Schlingenfallen): Bei diesen Konstruktionen wird die Schlinge an einen hochelastischen, gebogenen Ast oder Baumstamm gekoppelt. Löst das Tier die Falle am Boden aus, schnellt der Ast nach oben. Die Höhe richtet sich nach der Länge des Astes und kann 1 bis 2 Meter betragen, da das Ziel hierbei war, das Tier komplett vom Boden hochzureißen.

Und zur Legalität diverser Fallen gibt es auch noch einiges zu lesen...


melden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

14.09.2026 um 22:58
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Auch das ist richtig, jedoch würde ich hier noch die zweiten "Kinder", nämlich Senioren in einem so hohem Alter, dass sie ebenso in der Bewegung und Orientierung eingeschränkt sind, wie Kinder im Alter von Inga, mit hinzurechnen. So wird die Anzahl von Personen, die erst nach mehreren Jahren aufgefunden bzw. bis heute überhaupt noch nicht gefunden wurden, schon größer.

Natürlich muss man dabei auch bedenken, dass bei den meisten vermissten Senioren die Suchmaßnahmen nicht in diesem Umfang, mit mehreren Wiederholungsdurchgängen, betrieben werden wie im Fall Inga, trotzdem wurde auch nach diesen gesucht mit ähnlichem Ergebnis wie bei Inga.

Aus diesem Grund, auch aufgrund fehlender Beobachtungen durch Zeugen, die ein mögliches Einwirken durch Dritte begründen könnte, sehe ich weiterhin die Option ohne Vorliegen einer Straftat als favorisiert an.
Senioren haben eine enorme Ausdauer und Schrittlänge. Sie können in der Zeit bis zum Bemerken des Verschwindens 10 bis 15 Kilometer weit marschieren. Dadurch wird das Suchgebiet quadratisch so riesig, dass es unmöglich flächendeckend durchkämmt werden kann.

Ein fünfjähriges Kind läuft im dichten Nutzwald im Schnitt maximal 2 bis 3 km/h – und das auch nicht schnurgerade wie auf einer Autobahn, sondern im Kreis oder Zickzack. Selbst wenn man ihr theoretische zwei Stunden Fußmarsch in eine Richtung schenkt, hätte sie sich in einem Radius von maximal 4 bis 5 Kilometern befunden.

Wenn sie sich verlaufen hätte, wäre sie in diesem abgesuchten Gebiet gewesen. Ob die Profis nach 15 Minuten oder nach 2 Stunden kamen, ist für das spätere Auffinden völlig egal. Sie hätte im Wald liegen müssen.


1x zitiertmelden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

14.09.2026 um 23:18
Zitat von lepper45lepper45 schrieb:Senioren haben eine enorme Ausdauer und Schrittlänge. Sie können in der Zeit bis zum Bemerken des Verschwindens 10 bis 15 Kilometer weit marschieren.
Von denen rede ich nicht, da sich diese auch in der Regel nicht verlaufen und dann, wenn sie so einen Radius bestreiten können, in Deutschland doch automatisch wieder auf Zivilisation treffen. Ich habe bewusst die Senioren mit einbezogen, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Fähigkeiten, sei es nun motorisch als auch geistig, eine ähnliche Ausgangslage wie Inga haben. Da sieht die Sache eben schon etwas anders aus. Auch diese laufen dann nicht unbedingt strikt nach Kompass gen Norden, sondern zeigen ein ähnliches Bewegungsmuster wie Kinder.

Als Beispiel sei hier ein Fall aus Nürnberg benannt. Hier fand man trotz durchgeführter Suche weder das von ihm mitgeführte Fahrrad, noch seine Person selbst. Sicherlich, es kommt sehr selten vor, aber die Fälle gibt es eben, bei denen man glaubt, dass alles abgesucht wurde und es eigentlich gar nicht sein kann, dass die sterblichen Überreste noch in dem Gebiet liegen.

Die Frage ist eben im Fall von Inga, sollte sie sich wirklich im Wald verlaufen haben und im Anschluss nicht gefunden worden sein, was denn von ihrer getragenen Kleidung tatsächlich noch übrig bleiben würde, wenn sich Tiere über die sterblichen Überreste hermachen würden. Aufgrund der Größe einer 5-jährigen ist das aus meiner Sicht wahrscheinlich nicht mehr so viel, so dass es leicht übersehen werden könnte. Ähnlich verhält es sich mit Knochen, die eben noch nicht so weit ausgeprägt sind, wie bei Erwachsenen. Selbst der Schädel einer so kleinen Person, um es einmal emotionslos und rein sachlich zu formulieren, könnte für ein ausgewachsenes Wildschein kein großes Problem darstellen, sollte es sich diesen als Nahrungsquelle ausgesucht haben.

Möglicherweise erfahren wir in der Zukunft noch, wie das Schicksal von Inga besiegelt wurde, wobei ich glaube, dass dies nur bei einem Ausgang ohne Straftatbestand der Fall sein wird.


melden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

15.09.2026 um 14:40
Zitat von Shadow1970Shadow1970 schrieb am 11.09.2026:Die Begründung für die Verlegung vor dem Haus zum Waldrand lag ja bei der Feuerschale, die eig hätte bei Waldbrand Stufe 4 gar nicht aufgestellt hätte werden dürfen.
Die Entscheidung für die Feuerschale kann ich immer noch nicht nachvollziehen und ist für mich ein Knackpunkt.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb am 12.01.2024:Wollte man da tatsächlich Feuer machen?
Wer mitten in diesem großen Waldareal wohnt, zusammen mit sehr vielen hilfsbedürftigen Menschen wie auf dem WH anzutreffen, müsste doch eine besondere Sensibilität dafür haben und eher noch vorsichtiger sein.

Was, wenn das Feuermachen ein Fake-Vorhaben war, um das wahre Vorhaben Inga betreffend an jenem Wochenende doch noch zu ermöglichen?

Wäre die Entführung nicht erfolgt, hätte man ja in letzter Minute immer noch das Feuermachen canceln können: "Sorry Leute, sehe gerade im Handy, wir haben Stufe 4."

Dieser ganze Komplex zum Abendbrot mit Feuer in der Feuerschale müsste aufgedröselt werden.
Wer hatte die Idee? Wer forcierte die Idee? Machte jemand vom WH den Familien diesen Vorschlag?
Wir hier im Thread können es natürlich nicht.



1x zitiertmelden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

15.09.2026 um 15:25
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Die Entscheidung für die Feuerschale kann ich immer noch nicht nachvollziehen und ist für mich ein Knackpunkt.
Vor allem. So eine Feuerschale kann man letztendlich überall hinstellen. Also hätten sie auch diese Feuerschale direkt vor das Haus vor die Küche stellen können. Dann hätten sie sich das Tisch schleppen, Essen schleppen, und so weiter sparen können.


1x zitiertmelden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

15.09.2026 um 18:57
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb am 12.01.2024:Dieser ganze Komplex zum Abendbrot mit Feuer in der Feuerschale müsste aufgedröselt werden.
Wer hatte die Idee? Wer forcierte die Idee? Machte jemand vom WH den Familien diesen Vorschlag?
Wir hier im Thread können es natürlich nicht.
Ganz genau , bei diesem Punkt sehe ich auch Klärungsbedarf.
irgendjemand muss die Idee dazu gehabt haben.
Ich persönlich kenne solch Einladungen zur Feuerschale von verschiedenen Gastgebern.
Die Gastgeber kümmerten sich dann auch um das Feuerholz.
Und natürlich um die Feuer Bewachung , nur war das bei Inga nicht der Fall.
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Vor allem. So eine Feuerschale kann man letztendlich überall hinstellen. Also hätten sie auch diese Feuerschale direkt vor das Haus vor die Küche stellen können. Dann hätten sie sich das Tisch schleppen, Essen schleppen, und so weiter sparen können.
Genau so kenne ich das auch , die Feuerschalen standen immer praktisch vor dem Haus.
Anders bei Lagerfeuern wo ausgewählte Plätze her mussten.
Das heißt der Platzwechsel zum Waldrand wäre eig gar nicht von Nöten gewesen & die Ermahnung Inga solle in Sichtweite bleiben wohl eingehalten worden.


melden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

15.09.2026 um 19:33
Ich weiß nicht, ob man jetzt aus der Inbetriebnahme der Feuerschale irgend etwas in Richtung "Planung einer Tat" ableiten kann. Jedenfalls nicht mit unserem Wissensstand.

Es kann z.B. eine formelle oder informelle Regel gegeben haben, doch bitte nicht in der unmittelbaren Nähe der Wohnhäuser etwas zu verbrennen.

Vielleicht kennen das einige, man war so doof, Freitag nachmittags draußen Wäsche aufzuhängen, die man dann noch einmal waschen darf, weil in der gesamten Nachbarschaft Schlag 17.00h gegrillt wird.

In einer überschaubaren Siedlung wie WH kann man sich eher auf gemeinsame Regeln festlegen als in einer x-beliebigen Neubausiedlung irgendwo anders, wo jeder macht, was er will.

Nur wissen wir von solchen Beweggründen, die Feuerschale weit weg aufzustellen, nichts - die Polizei ggf. schon.


melden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

16.09.2026 um 10:06
@sallomaeander
Bezüglich Platz :
Ja ich kann deine Argumentation verstehen & auch das jede Einrichtung da sicherlich ihre eigenen, individuellen Vorgaben hat.

Bezüglich Waldbrandgefahr :
Aber es bleibt immer noch der Widerspruch bei Waldbrand Stufe 4 ,die Feuerschale in Waldnähe aufzustellen.
Das ist eine einheitliche Regelung von der Landesforstverwaltung.
An die sich alle zu halten haben.

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:
A) keine Waldbrandwarnung mitbekommen
B) schlicht ignoriert
C) die Verlegung vom Haus zur Waldnähe , könnte evtl. Teil eines Planes /Trennung der Eltern gewesen sein.

Wir können ja mal das alternativ Szenario gemeinsam durchgehen :
was wäre ohne Feuerschale nahe Wald passiert?
Es hätte keine falsche ,interne Suchmeldung vom Funker, über Ingas Holzsuche im Wald geben können.
Stattdessen hätten die Familien wohl vor dem Haus speisen wollen ,mit Essen Vorbereiten in Sichtnähe.
Wäre Inga trotz Sichtnähe verschwunden am Haus, ohne Holzsuche- hätte der Hof im Fokus gestanden.

Dazu der Punkt das Frau Gehricke bei mehreren Besuchen ,schon Merkwürdigkeiten am Hof wahrgenommen hatte.


1x zitiertmelden

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

16.09.2026 um 12:20
@Shadow1970
Es hätte trotzdem sein können, dass die Familien nicht direkt vor dem Haus hätten essen wollen und an genau der selben Stelle vorbereitet hätten- auch ohne Feuerschale. Einfach, um vielleicht nicht so auf dem "Präsetierteller" zu sein, vor Nachbarn, Patienten, Besuchern. Das ganze Unglück dieses Abends nur an der Feuerschale festzumachen, ist schon weit hergeholt, finde ich.


melden