@Shadow1970 @Kuno426 All diese Dinge, die ihr thematisch aufgegriffen habt, wie auch zbsp. die Trennung Ingas von den Eltern, boten ihrem Verschwinden doch überhaupt erst den Raum - aber auch einem Verlaufen im Wald.
Das Verbleiben bis zum Abend, das Zurückziehen der Mutter in die Küche, oder der Kinder vom Blechpferd etc, boten in ihrer Gesamtheit das zeitliche Intervall, in dem Inga letztendlich alleine verblieb, naturgemäß dann eben ohne Zeugen, sodass wir heute darüber nur reden und uns darüber wundern können, wie es zum Verschwinden kommen konnte und was mit ihr geschah.
Die berühmte sogenannte Folge von unglücklichen Ereignissen. Wie ein Unfall, bei dem das Zusammentreffen einiger Begebenheiten und Umstände in wenigen Augenblicken das Leben für immer beeinträchtigen kann.
Es ist doch (konträr) davon auszugehen, dass es schon zuvor einige Augenblicke gegeben haben müsste, in denen Inga mal alleine war, sei es auf dem Weg zur Toilette zbsp. Oder wo es für einen Täter Gelegenheit für eine Separierung gegeben hätte, sei es vorher geplant oder als Gelegenheit.
Aber das gilt auch für das eigenständige Verschwinden ohne Fremdeinwirkung. So hätten sich mehrere Gelegenheiten für Inga im Laufe des Tages ergeben können, sich in den Wald zurückzuziehen. Und eine davon war eben beim Fußballspielen, wo sie sich alleine und dann schließlich unerlaubter Weise (logisch, sie war erst 5, kein Bewusstsein für Risiken), in den Wald begab, und dann von der Mutter noch aufgehalten werden konnte, weil sie es bemerkte.
Am Abend dann, als sich alle voneinander im Zuge der Vorbereitungen für das Grillen trennten, Inga dann alleine war, verschwand sie dann letztendlich.
Und aus meiner Sicht ist nach wie vor möglich, dass Inga jetzt die Gelegenheit ergriff, sich unbeobachtet in den Wald zu begeben, ohne dass sie jemand davon (aus ihrer Sicht womöglich störender Weise) davon abhalten konnte.
Im Wald verschwunden und dann einfach nie wieder aufgetaucht.
Beim Fußballspiel bekam sie als Kleinste nicht immer den Ball. Möglicherweise frustrierend für sie, dann evtl. Rückzug in den Wald, wo sie sich von niemandem gestört fühlte.
Oder später, sie musste am Blechpferd warten, däbis sie an die Reihe kommt und bleibt dann möglicherweise frustriert alleine zurück. Und auch hier, ab in den Wald, wo sie sich mglw. alleine hätte beschäftigen können.
Beide Momente (Fußballspiel ohne viel Ballkontakt) und Blechpferd (warten etc), hatten möglicherweise die Frustration gemeinsam und damit den Impuls im Wald zu verschwinden.
Triquetrum schrieb:Nein, ich denke, so ist es sicherlich nicht gelaufen, trotzdem sollte man, wie ich schon in den vergangenen Tagen mal geschrieben habe, normale Denkweisen in diesem Fall definitiv ablegen und auch Varianten mit Einzug nehmen lassen, die nicht zwingend ein sexuelles Motiv oder die Unfalltheorie im Wald begründen.
Dazu müsste man von der Norm abweichende Abläufe und Situationen kennen, bzw identifizieren, die eine solche Variante herleiten könnten.