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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

1.215 Beiträge, Schlüsselwörter: Leiche, Dessau

Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

15.07.2016 um 10:37
@Lars01
ja, es könnte sein, dass die Täter eine Umlagerung geplant hatten und von der schnellen und intensiven Suchaktion der Polizei überrascht wurden.
Ich war damals auch -positiv- überrascht, wie schnell und intensiv die Polizei auf die Vermisstenanzeige reagierte. Immerhin ging es ja um eine Erwachsene, dass da bereits deutlich früher als 24h nach Verschwinden die Suche mit Zeitungsmeldung, Befragung von Passanten startete und dann wenig später auch mit Suchhunden und großem Personaleinsatz durchgeführt wurde, war keine Selbstverständlichkeit.

Trotzdem irritiert es, dass die Täter die Leiche aus dem Fenster geworfen, also quasi der Polizei vor die Füsse geworfen haben! Hätten sie die Leiche weiter im Haus gelagert, wäre sie wahrscheinlich lange nicht gefunden worden. Es sei denn, irgendein äusserer Einfluss kam dazu. Am Haus wurden ja Bauarbeiten ausgeführt, vielleicht bestand die Gefahr, dass ein Bauarbeiter über die Leiche stolpern könnte? Vielleicht aber wollten die Täter ja auch die Leiche abtransportieren, haben sie dazu schon aus dem Haus geschafft und wurden durch die Polizei oder auch Passanten dabei gestört, die Leiche in ein Auto zu verladen?

Jedenfalls aus meiner Sicht ein interessanter Aspekt im Gesamtverlauf der Tat.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

15.07.2016 um 19:43
otternase schrieb:Die Polizei hat schon, als es nur ein Vermisstenfall war, die Laufstrecke der Studentin sehr akribisch untersucht, unter anderem auch mit Suchhunden. Das weiss ich so sicher, weil die Polizei unter anderem auch am Vortag des Auffindetages mit Suchhunden in der Tiefgarage des Bürogebäudes war, in dem ich arbeite, welches am Rande der Laufstrecke liegt. Die Leiche wurde schlussendlich offen auf dem Nachbargrundstück der Wohnung der Studentin, wenige Meter neben der Straße gefunden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Suchhund, ja nicht mal ein Feld/Wald/Wiesen-Dackel, der dort in der Straße ausgeführt wurde, nicht sofort die Witterung einer Leiche aufgenommen hätte. Am Vortag des Auffindens kann die Leiche dort eigentlich noch nicht gelegen haben.
@otternase

Deine Überlegung ist grundsätzlich sehr interessant. Vielleicht hast Du mit Deiner Vermutung recht, dass Yangjie Li nicht unmittelbar nach der Tat, sondern erst später am Fundort platziert (ich mag weder von "abgelegt" noch von "abgeworfen" reden) wurde.

Bevor wir darüber nachdenken gilt es aber einen sehr relevanten Umstand zu klären: Führte die Polizei die Suche mit Personenspürhunden oder mit Leichenspürhunden durch??? Da besteht ein großer Unterschied. Ich glaube, dass Personenspürhunden immer der Vorzug zu geben ist, solange die Chance besteht, dass die gesuchte Person noch lebend gefunden werden kann. Denn Lebensrettung hat einen Vorrang vor der Bergung verstorbener Personen.

Weißt Du denn da etwas Genaueres bezügl. der Hunde?


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

15.07.2016 um 20:35
@Dornröschen
nein, da weiss ich leider nichts genaues


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

15.07.2016 um 22:27
Ich möchte noch eine zweite Frage zur Diskussion stellen, die ebenfalls nicht in dem Fragenkatalog auftaucht, mich aber auch beschäftigt:

Warum wurde der Nachbar, nunmehr Tatverdächtige, erst 10 Tage nach Auffinden der Leiche befragt? Natürlich ergibt sich nicht direkt aus der Nachbarschaft ein Tatverdacht, ich denke da auch gar nicht an eine Befragung als Beschuldigter/Tatverdächtiger, sondern einfach eine Befragung als möglicher Zeuge. Schlussendlich wurde direkt bei ihm im Garten, unter seinem Fenster eine Leiche gefunden, ich hätte angenommen, dass eine Befragung der Nachbarn, also insbesondere natürlich des am nähesten am Fundort Wohnenden, ob er vielleicht irgendeine zweckdienliche Beobachtungen gemacht hat, etwas gehört oder gesehen hat in jener Nacht, als die Studentin getötet wurde, zum Standardprogramm der Ermittlungsarbeit noch in den Stunden nach Auffinden gehören müsste?
Ich weiss wiederum aus eigener Erinnerung, dass die Polizei auf dem nahegelegenen Friedensplatz Bürger befragt hat, ob sie Beobachtungen gemacht haben, angesichts dessen würde es irritieren, wenn nicht auch die unmittelbaren Nachbarn befragt wurden.
Da wäre es interessant zu erfahren, ob der Tatverdächtige schon zuvor befragt wurde, dort aber keine verdächtigen Angaben machte, oder ob er sich einer Befragung entzogen hat oder ob eine Befragung wirklich erst zehn Tage später erfolgen sollte und wenn ja, warum erst so spät?


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

18.07.2016 um 20:38
Ermittlungen in wenigen Wochen abgeschlossen

http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/mordfall-yangjie-li-ermittlungen-in-wenigen-wochen-abgeschlossen-24418034

Inhaltlich gibt der Artikel allerdings nicht wirklich überraschendes oder neues her:
Aus Ermittlerkreisen heißt es nach Informationen der Zeitung allerdings schon jetzt, es wäre überraschend, wenn die Ermittlungen am Ende nicht in eine Anklage münden würden.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

18.07.2016 um 21:16
otternase schrieb:Warum wurde der Nachbar, nunmehr Tatverdächtige, erst 10 Tage nach Auffinden der Leiche befragt? Natürlich ergibt sich nicht direkt aus der Nachbarschaft ein Tatverdacht, ich denke da auch gar nicht an eine Befragung als Beschuldigter/Tatverdächtiger, sondern einfach eine Befragung als möglicher Zeuge.
Hallo @otternase, diese Frage ist sehr einfach zu beantworten: Eine Zeugeneinvernahme von zig Zeugen innerhalb von 48 Stunden gibt es nur im Tatort und bei den Fernseh-Sokos. Ich mag ungern Dein Weltbild zerstören, aber eine Einvernahme nach 10 Tagen weist auf eine sehr schnelle Bearbeitung hin. Bei manchen Tötungsdelikten sind selbst nach Monaten noch nicht alle Zeugen einvernommen wurden.

Du musst Dir das so vorstellen: Auch die Kripo kann die Nachbarschaft nicht einfach unangekündigt und rund um die Uhr daheim überfallen und zur Zeugeneinvernahme zitieren so wie das in Vorabendkrimis gerne dargestellt wird. Die Zeugen müssen also schriftlich, und mit einer angemessenen Vorlaufzeit eingeladen werden - zumindest diejenigen Zeugen, die man tagsüber nicht daheim angetroffen hat. Dazu sind Leute vielleicht auch einfach verreist oder haben den Termin aus anderen Gründen platzen lassen oder verschoben.
otternase schrieb:Ich weiss wiederum aus eigener Erinnerung, dass die Polizei auf dem nahegelegenen Friedensplatz Bürger befragt hat, ob sie Beobachtungen gemacht haben, angesichts dessen würde es irritieren, wenn nicht auch die unmittelbaren Nachbarn befragt wurden.
Das ist sicherlich ein öffentlicher Platz, oder? Da muss man natürlich so schnell wie möglich versuchen mit potentiellen Zeugen in Kontakt zu kommen und deren Personalien aufnehmen. Im Gegensatz zu den Menschen aus der Nachbarschaft verlaufen sich diese Leute sonst natürlich ruckzuck und können dann nur noch mittels eines öffentlichen Aufrufs erreicht werden.

Insofern wurde da - zumindest augenscheinlich - ganz planvoll gearbeitet.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

18.07.2016 um 21:27
@Dornröschen
das ist unrichtig. In UNMITTELBARER Fundnähe wird da jeder Klingelknopf binnen kürzester Zeit bedient, und das mehrfach. Da kannst Du Dir sicher sein. Gerade wenn der Ablageort nicht der Tatort ist.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

18.07.2016 um 21:35
@Swagger

Du hast meinen Post eventuell zu flüchtig gelesen. Ich schrieb:
Dornröschen schrieb:Die Zeugen müssen also schriftlich, und mit einer angemessenen Vorlaufzeit eingeladen werden - zumindest diejenigen Zeugen, die man tagsüber nicht daheim angetroffen hat. Dazu sind Leute vielleicht auch einfach verreist oder haben den Termin aus anderen Gründen platzen lassen oder verschoben.
Klar kann man in der Nachbarschaft um den Fundort herum überall mal klingeln - bestenfalls auch mehrfach. Aber wenn nicht geöffnet wird, muss man den Bewohnern eben einen Termin zukommen lassen. Da kann man doch nicht die Türe eintreten oder so. Wie z.B. auch @otternase zuvor schon schrieb - allein dass man in Fundortnähe wohnt, begründet nun einmal keinen Tatverdacht und entsprechend drastische Mittel.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

18.07.2016 um 21:41
@Dornröschen
es stimmt, dass mir in der Tat der Einblick in die realen Abläufe fehlt, aber ich wäre einfach davon ausgegangen, dass man versucht, solche Zeugenaussagen ohne jede Verzögerung einzuholen, allein damit nichts in Vergessenheit gerät. Ich jedenfalls könnte mich deutlich eher an etwas erinnern, was gestern geschah als was vor 10 Tagen geschah.
Natürlich nicht mit Gewalt, aber ich würde da bei den Nachbarn jeden Tag mehrfach klingeln, bis ich deren Aussage habe. Daher eben die Frage, haben die sich verleugnet oder wurden sie vielleicht schon vorher mal befragt, haben sich da aber nicht verdächtig benommen oder aber wurde der Versuch gar nicht unternommen, sie zu befragen?


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

18.07.2016 um 21:53
otternase schrieb:aber ich wäre einfach davon ausgegangen, dass man versucht, solche Zeugenaussagen ohne jede Verzögerung einzuholen, allein damit nichts in Vergessenheit gerät.
Wir wissen es eben nicht, ob das nicht versucht wurde. Fakt ist, sie wurden zu einer Zeugeneinvernahme geladen und die fand in einem durchaus ÜBLICHEN Zeitrahmen statt. Es gibt keinen Anlass hier eine langsame Arbeitsweise oder Nachlässigkeit zu vermuten. Ich kenne Fälle, da waren höchst wichtige Zeugen nach 3 Monaten noch nicht einvernommen. DAS finde ich dann doch bedenklich. Aber bei 10 Tagen...
otternase schrieb:Daher eben die Frage, haben die sich verleugnet oder wurden sie vielleicht schon vorher mal befragt, haben sich da aber nicht verdächtig benommen oder aber wurde der Versuch gar nicht unternommen, sie zu befragen?
Keine Ahnung. Das kann Dir hier aber auch niemand beantworten. Diese Frage ist doch aber auch uninteressant, nachdem die TV seit Wochen in U-Haft sitzen und der Fal kurz vor Abschluss steht. Mich interessieren da ganz andere Dinge.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

18.07.2016 um 22:14
@Dornröschen
den Vorwurf der Langsamkeit oder Nachlässigkeit wollte ich gar nicht erheben, wenn überhaupt in Richtung Polizei, dann eher die Frage, ob die dank Polizeireform auf Dorfpolizeigröße zusammengeschrumpfte PD Ost mit Kapitalverbrechen nicht überfordert ist und nicht besser aufgelöst werden sollte zugunsten größerer Einheiten. Aber das ist ein anderes Thema.

Mich interessiert die Sache eher zwecks Einschätzung der Tatverdächtigen, ob diese sich zunächst verleugnet haben oder aber erstmal "kaltblütig"(?) ausgesagt haben und erst später sich zu dieser Lügengeschichte entschieden haben.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.07.2016 um 20:58
In der Sache ist es absolut still, die folgende Zeitungsmeldung gibt praktisch nichts neues her:

27.000 Euro Spenden Yangjie Lis Familie dankt für die Hilfe
http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/27-000-euro-spenden-yangjie-lis-familie-dankt-fuer-die-hilfe-24475230
Die bisher nicht verbrauchten Spenden sollen der Familie Li für die Teilnahme am Prozess ermöglichen, der als sehr wahrscheinlich gilt. Sie treten dann im Verfahren als Nebenkläger auf. Es sollen unter anderem Reisekosten und Anwaltskosten beglichen werden, erklären die Initiatoren.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

13.08.2016 um 09:26
http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/mordfall-yangjie-li-ermittler-hoffen-auf-handy-der-toten-chinesin-24550830

Die Polizei setzt ihre Hoffnungen nun auf das verschwundene Mobiltelefon der Chinesin. Mit neuesten elektronischen Hilfsmitteln wollen die Ermittler das Gerät, das man in der Dessauer Innenstadt vermutet, aufspüren. Zu technischen Details der Suche ist momentan nichts zu erfahren. Denkbar ist aber der Einsatz von Peilprogrammen und von speziell ausgerüsteten Drohnen, die jeweils 50 Quadratmeter große Flächen elektronisch abtasten. Neben Verbindungsdaten, so ein Ermittler, geht es auch um Fotos aus der fraglichen Zeit. Damit könnten Lücken in der Indizienkette geschlossen werden. – Quelle: http://mobil.mz-web.de/24550830 ©2016

Obwohl die Tatverdächtigen schweigen, füllen die Untersuchungsergebnisse bereits mehrere tausend Seiten, abgelegt in fast 30 Ordnern. Ermittler sehen die Wahrscheinlichkeit einer Entlassung aus dem Gefängnis fast bei Null. Die Verteidigung verzichtete bislang, einen gerichtlichen Termin zur Haftprüfung zu beantragen. Den Justizbehörden zufolge besteht gegen das Paar ein mehrfach erhärteter, dringender Tatverdacht. – Quelle: http://mobil.mz-web.de/24550830 ©2016


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

13.08.2016 um 15:45
bei einem zweiten, intensiverem Nachlesen und etwas Nachdenken über den Artikel (siehe Post von mir von heute früh) ist mir etwas Irritierendes aufgefallen:

Im Artikel heisst es wörtlich als Begründung für die intensivierte Suche nach dem verschwundenen Mobiltelefon:
otternase schrieb:Neben Verbindungsdaten, so ein Ermittler, geht es auch um Fotos aus der fraglichen Zeit.
Würde die Polizei das Telefon suchen, um darauf mögliche Spuren des Täters / der Täter (Fingerabdrücke, DNA etc.) zu suchen oder aus dem Ablageort Rückschlüsse auf den Tatverlauf zu ziehen, so wäre es verständlich, aber der Ermittler spricht von "Verbindungsdaten" und "Fotos"

1) "Verbindungsdaten" dürfte die Polizei doch vom Provider längst erhalten haben, wozu wird dafür das Telefon benötigt?

2) "Fotos aus der fraglichen Zeit" sofern die bislang veröffentlichte Tathypothese stimmt, wären daraus wohl kaum relevante Informationen zu gewinnen. Das klingt, als ob die Ermittler einer veränderten Tathypothese nachgehen, möglicherweise einer, bei der sich Täter und Opfer bereits vor dem Tattag kannten. Oder das Motiv der Tat in etwas anderem als dem vermuteten Sexualdelikt zu finden ist?
Der Tatverdächtige war ja schon wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt geraten! Vielleicht war das Opfer Zeugin einer weiteren Straftat des Tatverdächtigen geworden, hatte Fotos gemacht, die als Beweis gegen den TV hätten funktionieren können und wurde gar nicht ermordet im Rahmen einer Sexualstraftat, sondern zum Zwecke der Beseitigung einer Belatungszeugin!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

13.08.2016 um 16:00
@otternase
In diese Richtung gingen meine Gedanken zu "Fotos" auch. Sollten Opfer und Täter sich zuvor nicht gekannt und sich niemals begegnet sein, so wäre wohl kaum zu erwarten, dass sich auf dem Handy des Opfers Fotos befinden, die zur Klärung des Verbrechens Hinweise geben könnten. Allerdings könnten harmlose Fotos der letzten Tage auch eine Rekonstruktion erleichtern, wo sich Yangjie Li zu welcher Zeit aufhielt und dies fotografisch festhielt. Somit könnten z.B. Behauptungen der TV, wann man sich zuvor wo mit dem Opfer angeblich traf, klar widerlegt werden. Ihre Fotos auf dem Handy könnten also auch Ausschlußbeweise enthalten.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

14.08.2016 um 09:48
@otternase
otternase schrieb:1) "Verbindungsdaten" dürfte die Polizei doch vom Provider längst erhalten haben, wozu wird dafür das Telefon benötigt?
Ein-und Ausgehende Anrufe sowie Ein-und Ausgehende Textnachrichten mit Zeitstempel liegen den Ermittlern bereits vor. Man wird seitens der Ermittler auf abgespeicherte Textnachrichten des Opfers spekulieren, deren Inhalte ja nicht vom Provider erfasst werden.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

15.08.2016 um 13:03
Möglicherweise könnte ihr Handy auch einen Beleg für oder wider die These liefern, ob sich Opfer und Täter bereits kannten. Bislang scheint ja noch nicht klar zu sein, ob es sich um ein Zufallsopfer handelt, das beim Joggen abgegriffen wurde, oder ob sich Täter und Opfer möglicherweise flüchtig oder sonstwie aufgrund der räumlichen Wohnnähe kannten - und somit vielleicht im Handy eingespeicherte Telefonnummern Aufschluss geben könnten.

Zufallstat oder Beziehungstat? Das dürfte für die Anklage, neben der Rekonstruktion der Tatbegehung selbst, ein sehr zentraler Punkt sein.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

15.08.2016 um 13:27
Die Täter behaupten ja, sie hätten sich am Vortag des Verschwindens mit dem Opfer zum einvernehmlichen Sex getroffen. Da ist doch klar, dass sie das Telefon nun suchen, denn wenn auf dem Handy Bilder vom Vortag sind, die beweisen, dass Yangjie Li zur fraglichen Zeit am Vortag ganz woanders / mit jemand anders zusammen war, dann wäre ja bewiesen, dass sie sich eben NICHT am Vortag mit dem Täterpaar getroffen hat und die DNA daher nicht auf diese Weise auf ihren Körper gekommen sein kann sondern vom Tattag / Tag des Verschwindens stammen muss. Bilder vom Vortag könnten also beweisen, dass ihre Aussage, dass sie am Vortag zusammen waren, gelogen ist. Und das wäre dann schon ein starkes Indiz für die Täterschaft, denn dann wären die DNA-Spuren auf der Leiche nicht mehr mit einem harmlosen Treffen am Vortag zu erklären. An ein solches glaubt wahrscheinlich eh niemand, aber wenn man es noch beweisen könnte, dass es nicht stimmt, wäre das natürlich um so besser.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

20.08.2016 um 19:20
vom "Nebenkriegsschauplatz" diese Neuigkeit:

http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/fall-yangjie-li-uebernimmt-jetzt-oma-des-tatverdaechtigen-das-lokal--freundschaft---...

Dabei sollte man wissen, dass die Oma des Tatverdächtigen schon ein ziemlich gesegnetes Alter hat...


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22.08.2016 um 15:43
@otternase
Was ist denn "ein ziemlich gesegnetes Alter"?

Rein spekulativ könnte man natürlich auf die Schnapsidee kommen, dass das mehr eine Formalie ist, aber es kann natürlich - ebenso spekulativ - auch sein, dass der Betrieb der Gaststätte nicht allzu schwierig ist (man weiß ja nicht, wie viele Leute da so täglich ein- und auskehren und was die so für Umstände bereiten).

Ansonsten ist die Auswertung eines Mobiltelefons immer eine spannende Sache, da kann man manchmal tatsächlich Erhellendes finden, alleine schon der Standort des nun vereinsamten Telefons könnte interessant sein.


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