infostream schrieb:und Sergei daraufhin die Verfolgung Richtung Park aufgenommen hat wäre auch möglich.
Das halte ich für nicht realistisch. Der Park ist knapp 4 km vom Mitsis Grand Hotel entfernt. Laut Google Maps entspricht das ca. 52-57 Minuten Fußweg, je nachdem welche Route man genau nimmt. Einen solchen Weg und natürlich den Rückweg danach, so kurz vor der Abreise auf sich zu nehmen, erscheint mir unwahrscheinlich.
Medienberichten zufolge soll es sich bei der Person, die das Handy gefunden hat, um einen Strandverkäufer handeln, der Getränke usw. verkauft hat. Warum dieser sein Geschäft durch einen solchen Diebstahl gefährden sollte, erschließt sich mir nicht. Zumal er ja nicht wissen kann, wie lange Sergej Enns noch auf Rhodos bleibt, sodass er davon ausgehen muss, erst mal nicht wieder zum Strand zurückkehren zu können, da er sonst Gefahr laufen würde, Sergej wieder zu begegnen.
infostream schrieb:Das würde die Spur in den Park sowie den Besitz des Handys bei dem "Finder" erklären (der das Handy ja weiterverkauft hat)
Gegenüber der "Spur" in den Park bin ich leider etwas skeptisch. 1. Die erhobenen Daten, die das Handy
einen Tag nach Sergejs Verschwinden einige Kilometer vom Hotel entfernt registrierten, schlossen zwar den Park in einem Radius von etlichen Kilometern mit ein, verwiesen aber natürlich nicht exakt auf den Park.
2. Die angebliche Sichtung Sergejs im Rodini-Park ist, soweit ich weiß, auf einen Kommentar auf einen Facebook-Post der
Griechische Zeitung zurückzuführen und wurde nie verifiziert. Seine Schwester gab zwar in einem Interview an, dass Sergej angeblich von Zeugen mit Drogendealern zusammen gesehen worden sein soll, der Rodini-Park fand dabei jedoch keine Erwähnung und auch diese Aussagen wurde nie verifiziert, weshalb ihre Glaubwürdigkeit mMn mindestens als zweifelhaft anzusehen sind.
3. Die Mantrailer wurden fünf Wochen nach Sergejs Verschwinden eingesetzt. Dass Hunde in einem urbanen Umfeld nach einer solchen Zeitspanne, in einem heißen, trockenen mediterranen Klima zuverlässig eine Spur finden können ist mMn ausgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Rodini-Park außerdem schon als Möglichkeit diskutiert, weshalb eine Beeinflussung der Mantrailer durch ihre Führer, die von dieser Möglichkeit sicherlich gewusst haben und deshalb nicht unvoreingenommen waren, ebenfalls eine Rolle spielen könnte.
4. Der Park wurde außerdem im Rahmen einer privaten Suchaktion, die von Enns' Familie organisiert wurde und an der wohl ca. 20 Leute teilgenommen haben, abgesucht. Diese Suche blieb erfolglos.
Nur so am Rande noch. Laut seiner Aussage hat der Finder das Handy nicht selbst verkauft, sondern es wurde ihm angeblich gestohlen und vom Dieb dann weiterverkauft.