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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

5.537 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Urlaub, 2016 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

15.10.2026 um 17:09
In einem Berich von Aktenzeichen-XY zu dem Fall vor einiger Zeit, hieß es, der Sprecher des Bürgermeisters habe damals versichert, dass ein Team von etwa 20 Freiwilligen gegründet worden sei, um die Familie bei ihrer Suche zu unterstützen. Das ist dann auch geschehen. Ich frage mich, warum hier nicht von einer Unterstützung durch die Einsatzkräfte der örtlichen Polizei die Rede ist. In Deutschland wäre wahrscheinlich eine großangelegte Suchaktion durchgeführt worden. Fehlt es schlicht an Personal für eine solche Aktion auf Rhodos oder haben sich die griechischen Behören grundsätzlich kaum interessiert an diesem Fall gezeigt? Leider finde ich dazu nicht viel.


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

15.10.2026 um 21:45
Die Gesamtumstände in diesem Fall, vor allem dass er von seiner Frau zum Strand geschickt wurde, er praktisch nichts dabei hatte, der Strand und die Straße vor dem Hotel zu dieser Tageszeit nahezu keine Möglichkeit bieten ungesehen zu Verunfallen oder einem Verbrechen zum Opfer zu fallen, lassen mich befürchten dass es ein Suizid gewesen sein könnte.

Möglicherweise fand er sich in einer akuten, schweren depressiven Phase plötzlich in der Situation vor, allein vor dem Meer zu stehen.

Wie hier bereits erwähnt kann man eine Depression als Stoffwechselerkrankung bezeichnen wenn man die direkte Benennung in der Öffentlichkeit vermeiden möchte.

Lieber wäre mir die Vorstellung, dass er doch ein neues Leben begonnen hat und irgendwo auf einer kleinen Insel als Fischer chillt...


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

16.10.2026 um 12:48
Zitat von TatumTatum schrieb:lassen mich befürchten dass es ein Suizid gewesen sein könnte.
Meinst du damit, dass er sozusagen a) "einfach aufs Meer rausgeschwommen ist", mit der Absicht weit draußen vor Erschöpfung zu ertrinken? Oder dass er sich b) irgendwo auf der Insel einen anderen Ort gesucht hat, um sich auf eine andere Art und Weise das Leben zu nehmen?

Ich gebe dir recht, dass einige Punkte, die du genannt hast für ein solches Szenario sprechen könnten. Er hätte dann sozusagen in Szenario a) sein Telefon zurückgelassen, um eventuell einen Hinweis darauf zu geben, dass er sich ins Meer begeben hat oder in Szenario b) eine "falsche Fährte" legen wollen. Vielleicht hat er es natürlich auch einfach am Strand verloren.


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

16.10.2026 um 15:01
Unterlasst den Userbezug und das Gezanke.


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16.10.2026 um 20:46
Zitat von VacateEtSciteVacateEtScite schrieb:Meinst du damit, dass er sozusagen a) "einfach aufs Meer rausgeschwommen ist", mit der Absicht weit draußen vor Erschöpfung zu ertrinken? Oder dass er sich b) irgendwo auf der Insel einen anderen Ort gesucht hat, um sich auf eine andere Art und Weise das Leben zu nehmen
Beide Möglichkeiten wären vorstellbar.

Vielleicht hatte er am Strand das Gefühl dass er nicht mehr zurück will/kann (nach D, in sein altes Leben) und hat das Handy abgelegt um einfach nicht mehr erreichbar zu sein. Er musste ja damit rechnen dass er angerufen würde wenn er in ein paar Minuten nicht zurück im Hotelzimmer ist.

An eine falsche Fährte glaube ich nicht.


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

16.10.2026 um 21:34
Spontane Selbstmorde sind nicht selten.
Im weiteren Bekanntenkreis von mir hat sich ein Familienvater in der Garage erhängt. Seine Frau bat ihn er soll etwas aus der Garage holen. Als er nicht wiederkam fand sie ihn.

Alles ist möglich


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

17.10.2026 um 11:52
Zitat von SommerwieseSommerwiese schrieb:Spontane Selbstmorde sind nicht selten.
Da gebe ich dir recht. Es klingt dennoch nach einer sehr ungewöhnlichen Art, sich das Leben zu nehmen. Einfach solange schwimmen, bis man nicht mehr kann? Ich weiß nicht...


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

17.10.2026 um 12:30
Zitat von VacateEtSciteVacateEtScite schrieb am 14.10.2026:Ich habe den starken Eindruck, einigen Forenmitgliedern ist es ein wichtigeres Anliegen, wilde Spekulationen zum Zweck der eigenen Unterhaltung zu verbreiten, als sich unvoreingenommen und objektiv an der Wahrheitsfindung zu beiteiligen.......... Es scheint ein Muster in der öffentlichen Diskussion von Vermissten- und Mordfällen zu sein, den Opfern Verstrickungen in dubiose Machenschaften, allen voran Drogengeschäfte, zu unterstellen.
Meine volle Zustimmung
Zitat von TatumTatum schrieb:Möglicherweise fand er sich in einer akuten, schweren depressiven Phase plötzlich in der Situation vor, allein vor dem Meer zu stehen.

Wie hier bereits erwähnt kann man eine Depression als Stoffwechselerkrankung bezeichnen wenn man die direkte Benennung in der Öffentlichkeit vermeiden möchte.
Leider musste ich Suizide in meinem Freundeskreis mehrmals erleben, und jedes Mal waren es Situationen, die ein Mensch, der nicht diesen schwarzen Abgrund kennt, in den die Betroffenen reinspringen wollen oder es gemacht hat, nicht versteht, warum ausgerechnet hier und jetzt.
Leider kann das nur derjenige beantworten, der es gemacht hat.

Irgendeinen Drogendeal halte ich für absolut absurd.


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

17.10.2026 um 20:20
Es könnte auch so gewesen sein, dass er beispielsweise seine Sachen am Strand abgelegt hat und nochmal bis zu den Knien ins Wasser gehen wollte. Ich mache das gerne so, vor allem bei der aller letzten Gelegenheit, die sich einem bietet, halte ich es für nicht absurd. Dass man sein Handy und die Schuhe ggf. Kurz am Strand zurücklässt wäre auch vorstellbar. Dass sich der spätere Finder es auch gestohlen haben könnte und Sergei daraufhin die Verfolgung Richtung Park aufgenommen hat wäre auch möglich. Dann ist die Auseinandersetzung eskaliert. Das würde die Spur in den Park sowie den Besitz des Handys bei dem "Finder" erklären (der das Handy ja weiterverkauft hat)


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

18.10.2026 um 11:22
Zitat von infostreaminfostream schrieb:und Sergei daraufhin die Verfolgung Richtung Park aufgenommen hat wäre auch möglich.
Das halte ich für nicht realistisch. Der Park ist knapp 4 km vom Mitsis Grand Hotel entfernt. Laut Google Maps entspricht das ca. 52-57 Minuten Fußweg, je nachdem welche Route man genau nimmt. Einen solchen Weg und natürlich den Rückweg danach, so kurz vor der Abreise auf sich zu nehmen, erscheint mir unwahrscheinlich.
Medienberichten zufolge soll es sich bei der Person, die das Handy gefunden hat, um einen Strandverkäufer handeln, der Getränke usw. verkauft hat. Warum dieser sein Geschäft durch einen solchen Diebstahl gefährden sollte, erschließt sich mir nicht. Zumal er ja nicht wissen kann, wie lange Sergej Enns noch auf Rhodos bleibt, sodass er davon ausgehen muss, erst mal nicht wieder zum Strand zurückkehren zu können, da er sonst Gefahr laufen würde, Sergej wieder zu begegnen.
Zitat von infostreaminfostream schrieb:Das würde die Spur in den Park sowie den Besitz des Handys bei dem "Finder" erklären (der das Handy ja weiterverkauft hat)
Gegenüber der "Spur" in den Park bin ich leider etwas skeptisch. 1. Die erhobenen Daten, die das Handy einen Tag nach Sergejs Verschwinden einige Kilometer vom Hotel entfernt registrierten, schlossen zwar den Park in einem Radius von etlichen Kilometern mit ein, verwiesen aber natürlich nicht exakt auf den Park.
2. Die angebliche Sichtung Sergejs im Rodini-Park ist, soweit ich weiß, auf einen Kommentar auf einen Facebook-Post der Griechische Zeitung zurückzuführen und wurde nie verifiziert. Seine Schwester gab zwar in einem Interview an, dass Sergej angeblich von Zeugen mit Drogendealern zusammen gesehen worden sein soll, der Rodini-Park fand dabei jedoch keine Erwähnung und auch diese Aussagen wurde nie verifiziert, weshalb ihre Glaubwürdigkeit mMn mindestens als zweifelhaft anzusehen sind.
3. Die Mantrailer wurden fünf Wochen nach Sergejs Verschwinden eingesetzt. Dass Hunde in einem urbanen Umfeld nach einer solchen Zeitspanne, in einem heißen, trockenen mediterranen Klima zuverlässig eine Spur finden können ist mMn ausgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Rodini-Park außerdem schon als Möglichkeit diskutiert, weshalb eine Beeinflussung der Mantrailer durch ihre Führer, die von dieser Möglichkeit sicherlich gewusst haben und deshalb nicht unvoreingenommen waren, ebenfalls eine Rolle spielen könnte.
4. Der Park wurde außerdem im Rahmen einer privaten Suchaktion, die von Enns' Familie organisiert wurde und an der wohl ca. 20 Leute teilgenommen haben, abgesucht. Diese Suche blieb erfolglos.
Nur so am Rande noch. Laut seiner Aussage hat der Finder das Handy nicht selbst verkauft, sondern es wurde ihm angeblich gestohlen und vom Dieb dann weiterverkauft.


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

18.10.2026 um 16:19
Zitat von VacateEtSciteVacateEtScite schrieb:Einen solchen Weg und natürlich den Rückweg danach, so kurz vor der Abreise auf sich zu nehmen, erscheint mir unwahrscheinlich.
Naja als er die Verfolgung aufnimmt weiß er ja nicht direkt wie weit er dem Täter folgen muss. Außerdem entscheidet man in solchen Situationen nicht immer rational, durch Adrenalin und co beeinflusst.
Zitat von VacateEtSciteVacateEtScite schrieb:Medienberichten zufolge soll es sich bei der Person, die das Handy gefunden hat, um einen Strandverkäufer handeln, der Getränke usw. verkauft hat.
Hast du dazu einen Link? Ich hatte es so in Erinnerung dass es ein Obdachloser oder ein Junkie war, der es am Strand gefunden und unter der Hand weiter verkauft hat.
Zitat von VacateEtSciteVacateEtScite schrieb:Die angebliche Sichtung Sergejs im Rodini-Park ist, soweit ich weiß, auf einen Kommentar auf einen Facebook-Post der Griechische Zeitung zurückzuführen und wurde nie verifiziert. Seine Schwester gab zwar in einem Interview an, dass Sergej angeblich von Zeugen mit Drogendealern zusammen gesehen worden sein soll, der Rodini-Park fand dabei jedoch keine Erwähnung und auch diese Aussagen wurde nie verifiziert, weshalb ihre Glaubwürdigkeit mMn mindestens als zweifelhaft anzusehen sind.
Ok es gibt Gründe für einen Zweifel aber wir haben nicht viele andere Spuren. Ich halte das - oder plötzlich auftretende Gesundheitsprobleme bedingt durch die vermeintliche Stoffwechselerkrankung, während er noch ein letztes Mal im Wasser war, jedenfalls als - meiner Ansicht nach - realistischere Erklärungsversuche als ein vermeintlicher Drogendeal um 8 Uhr morgens oder ein freiwilliges Untertauchen für wahrscheinlicher. Und ehrlich gesagt noch andere Alternativen abseits von Suizid durch ertrinken fallen mir auch nicht ein


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

18.10.2026 um 16:31
Zitat von infostreaminfostream schrieb:Naja als er die Verfolgung aufnimmt weiß er ja nicht direkt wie weit er dem Täter folgen muss
Natürlich nicht. Er weiß aber, dass seine Frau und zwei Kinder im Hotel auf ihn warten und er eine Stunde später am Flughafen sein muss. Ich traue einem erwachsenen Mann in so einer Situation schon zu rational abzuwägen, ob es sinnvoll ist, einem Dieb auf unabsehbare Zeit weiter ins Unbekannte zu folgen oder nicht.
Zitat von infostreaminfostream schrieb:Hast du dazu einen Link?
Hier ist der Link zu einem Artikel der griechischen Investigativsendung Fos sto Tounel vom 18.02.2017: https://anikolouli.gr/germaniki-ekpobi-sto-tounel-gia-exafanisi-mystirio/

Dort heißt es im Zusammenhang mit dem Handyfund im Original "αλλοδαπός που πουλούσε αναψυκτικά στους λουόμενους", was übersetzt so viel heißt wie "ein Ausländer, der Badegästen Erfrischungsgetränke verkauft".
Zitat von infostreaminfostream schrieb:oder plötzlich auftretende Gesundheitsprobleme bedingt durch die vermeintliche Stoffwechselerkrankung, während er noch ein letztes Mal im Wasser war, jedenfalls als - meiner Ansicht nach - realistischere Erklärungsversuche als ein vermeintlicher Drogendeal um 8 Uhr morgens
Dem stimme ich zu.


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

19.10.2026 um 07:48
Zitat von VacateEtSciteVacateEtScite schrieb:
Zitat von infostreaminfostream schrieb:oder plötzlich auftretende Gesundheitsprobleme bedingt durch die vermeintliche Stoffwechselerkrankung, während er noch ein letztes Mal im Wasser war, jedenfalls als - meiner Ansicht nach - realistischere Erklärungsversuche als ein vermeintlicher Drogendeal um 8 Uhr morgens
Dem stimme ich zu.
Steht nicht weiter oben, dass SE gar nicht schwimmen konnte?
Dann löst sich auch dieses Szenario, für das nicht einmal die Spur eines Indiz' geschweige denn die Spur eines Beweises vorliegt, in Luft auf.
Es existiert ein Szenario, für das wenigstens Indizien vorliegen (was nicht bedeutet, dass es so war, aber immerhin.) Diese Indizien verschwinden nicht, indem man sie ignoriert.


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

19.10.2026 um 10:25
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Steht nicht weiter oben, dass SE gar nicht schwimmen konnte?
Nein. Er wäre wohl auf Fotos mit seinem kleinen Sohn im Wasser zu sehen, wenn er nicht selbst nicht schwimmen könnte.
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Es existiert ein Szenario, für das wenigstens Indizien vorliegen
Falls du den Drogendeal meinst, dann kann man nur festhalten, dann wäre mir neu, dass dafür irgendwelche Indizien vorlägen. Es gibt überhaupt keine Anhaltspunkte dafür, dass Sergej Enns irgendwelche Kontaktpunkte mit Drogen hatte. Das wurde ihm einfach mal so in Internetforen angedichtet, weil es eine spannende Story ergibt. Dass ein zweifacher Familienvater sich eine Stunde vor seiner Abreise aus dem Urlaub auf einen einstündigen Fußmarsch begibt, um in irgendeinem Park, von dem nicht mal klar ist, ob er von dessen Existenz überhaupt wusste, Drogen zu kaufen, ist einfach nur absurd. Was hätte er denn mit diesen Drogen deiner Meinung nach angestellt? Sie noch schnell auf dem Rückweg zum Hotel verkonsumiert, damit sie am Flughafen nicht entdeckt werden?

Indizien entstehen nicht dadurch, dass man sie sich einfach herbeifantasiert.


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

19.10.2026 um 12:17
Wenn er wirklich einen Unfall im Meer hatte, ihn eine Welle erwischt oder er sich suizidiert hat, wäre das zumindest eine Erklärung für sein komplettes Verschwinden:
Das Hotel liegt an der Küstenstraße Akti Miaouli. Dieser Bereich bildet den Übergang von der stürmischen Westseite (Psaropoula) zur geschützten Ostseite (Elli Beach). Der Strand direkt gegenüber dem Hotel wird im Volksmund oft noch zur windigen Westseite gezählt, während der eigentliche, ruhige Hauptteil des Elli Beach (mit der berühmten Sprungplattform) wenige hundert Meter weiter östlich um die Landspitze herum liegt.

Die Strömungsverhältnisse direkt vor dem Hotel

• Der küstenparallele Sog: Direkt vor dem Hotel trifft der starke Wind der Westküste auf die Landspitze. Die Strömung verläuft hier extrem nah an der Küste und zieht mit hoher Geschwindigkeit von Südwesten nach Nordosten – also geradewegs auf die Nordspitze der Insel (wo das Aquarium steht) zu.
• Das steile Ufer: Der Strand fällt in diesem Bereich sehr steil ab. Der Rückstrom der brechenden Wellen (Unterstrom) zieht einen Körper zuerst unter Wasser und drückt ihn vom Ufer weg in diese küstenparallele Hauptströmung.

Würde die Person angespült oder ins offene Meer getrieben?

Hier entscheidet die genaue Position und die Thermik darüber, was mit dem Körper passiert:
1. Weitertreiben um das Kap (Sehr wahrscheinlich): Die Strömung zieht den Körper am Aquarium vorbei um die Nordspitze herum. Sobald er die Spitze passiert hat, gerät er in den Bereich des eigentlichen Elli Beach auf der Ostseite. Da dort das Wasser deutlich ruhiger ist und die Winde meist auf die Küste statt davon weg drücken, besteht an der Ostseite (Elli Beach/Mandraki-Hafen) eine realistische Chance, dass der Körper nach einigen Tagen angespült oder in Küstennähe entdeckt wird.
2. Abtreiben in die Meerenge (Bei starkem Meltemi): Ist der Wind extrem stark, kann die Strömung den Körper an der Nordspitze vorbei geradeaus in den tiefen Schifffahrtskanal (Rhodes Channel) zwischen Rhodos und der Türkei reißen. In diesem Fall wird er ins offene Meer hinausgezogen und sinkt entweder in den tiefen Gewässern oder treibt Richtung Nordosten ab.
Zusammenfassend: Direkt vor dem Hotel wird man durch den starken Küstenstrom erfasst. Im Gegensatz zur reinen Westseite (Psaropoula), wo man direkt auf das offene Meer hinausgetrieben wird, besteht an dieser Übergangszone die Chance, dass die Strömung den Körper um das Kap herumträgt und er an den ruhigeren Abschnitten des östlichen Elli Beach wieder auftaucht.
Quelle: google.de


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

19.10.2026 um 12:22
Zitat von VacateEtSciteVacateEtScite schrieb:Dass ein zweifacher Familienvater sich eine Stunde vor seiner Abreise aus dem Urlaub auf einen einstündigen Fußmarsch begibt, um in irgendeinem Park, von dem nicht mal klar ist, ob er von dessen Existenz überhaupt wusste, Drogen zu kaufen, ist einfach nur absurd. Was hätte er denn mit diesen Drogen deiner Meinung nach angestellt? Sie noch schnell auf dem Rückweg zum Hotel verkonsumiert, damit sie am Flughafen nicht entdeckt werden?
Richtig. Wenn man so ein Szenario annehmen wollte (!), dann müsste man davon ausgehen, dass er so richtig übel abhängig war, dass er vor lauter Sucht schon nicht mehr vernünftig handeln konnte. Und das wäre doch bekannt, selbst wenn die Familie es aus verständlichen Gründen nicht an die große Glocke hängen würde.
Zitat von VacateEtSciteVacateEtScite schrieb:Er wäre wohl auf Fotos mit seinem kleinen Sohn im Wasser zu sehen, wenn er nicht selbst nicht schwimmen könnte.
Auch Nichtschwimmer können ins Wasser gehen, solange es nur so tief ist, dass man noch stehen kann.


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

19.10.2026 um 12:46
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Steht nicht weiter oben, dass SE gar nicht schwimmen konnte?
Ich hatte ja bereits geschrieben dass er vielleicht nur bis zu den Knien ins Wasser gegangen war (etwas was ich selbst gerne tue). Das reicht ja im Zweifel bereits aus. Die Strömung erledigt den Rest. Dass er nur kaum oder gar nicht schwimmen konnte und sich dennoch ins Wasser begab stärkt meinen Punkt eigentlich nur.

Ansonsten ist es ein Erklärungsansatz, der wie alle anderen ohne feste Indizien nicht weiter verfolgt werden kann, aber zumindest erklärt es für mich alles und die Wahrscheinlichkeit dass wenn er schon zum Strand läuft dann auch ins Wasser gegangen ist, ist für mich zumindest höher als dass er seine Frau anlog um sich heimlich Stoff zu besorgen oder ähnliches. Wir wissen leider nicht welche Stoffwechselerkrankung tatsächlich vorliegt und ob es diese überhaupt wirklich gegeben hat oder hier eine Schilddrüsenüberfunktion am Ende dramatisiert wurde um die Ermittlungen zu beschleunigen - aber sollte er wirklich irgendwas haben wo man auch mal einen Schwäche- oder Schwindelanfall erleidet (oder gar das Bewusstsein verliert) wäre das für mich die wahrscheinlichste Lösung, ganz ohne Mysterien.


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

19.10.2026 um 14:13
Es ist ja schon auffällig, wieviele Leute am letzten Urlaustag bzw. kurz vor/nach dem Auschecken verschwinden, z.B. Sergej Enns, Lars Mittank, Scarlett Salice, Carolin Schmidt.

Warum ist das so? Was denkt ihr?

Einerseits gibt es an diesem letzten Urlaubstag vielleicht ein höheres Risiko zu verunfallen, weil man eben nochmal schnell ins Meer springen oder noch schnell diese eine Wanderung machen möchte. Der Körper kann aber schon von den Wandertagen davor ermüdet sein, oder man ist von der bevorstehenden Abreise gestresst. Man wird evtl. nachlässiger, unkonzentriert, unterschätzt die Strömung oder den Steilhang oder oder oder und verunfallt schließlich?

Andererseits ist es auch die ideale Gelegenheit, wenn man untertauchen möchte. Der letzte Tag "frei sein", dann müsste man wieder in den möglicherweise ungeliebten Alltag zurück. Zeitlich wäre das Verschwinden ein gutes Timing: die Angehörigen rechnen eh damit, dass man mehrere Stunden nicht erreichbar ist (Abreisestress, Flieger oder Autofahrt usw.) bzw. fliegen zurück (wie bei Sergej). Somit hat man einen enormen zeitlichen Vorsprung bis es überhaupt zu einer Vermisstenmeldung kommen kann?

Normalerweise sollte man ja das Naheliegende annehmen, also wie bei den o.g. Beispielen leider ein tödliches Verunfallen. Aber warum werden dann ausgerechnet bei diesen vermissten Menschen die Leichen nicht gefunden?

Fragen über Fragen.


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Sergej Enns (34) verschwand 2016 spurlos im Urlaub auf Rhodos

19.10.2026 um 14:38
Zitat von hpoirothpoirot schrieb:Normalerweise sollte man ja das Naheliegende annehmen, also wie bei den o.g. Beispielen leider ein tödliches Verunfallen. Aber warum werden dann ausgerechnet bei diesen vermissten Menschen die Leichen nicht gefunden?
Die Frage wäre auch umgekehrt interessant: Wie viele Fälle gibt es, bei denen z. B. Menschen am letzten Urlaubstag Suizid begehen oder verunfallen, dann aber gefunden werden? Dann könnte man besser einschätzen, ob die genannten Fälle so außergewöhnlich sind, oder der Anteil an nicht gefundenen Personen eher "normal" ist wie es auch sonst einen gewissen Anteil von Personen gibt, die einfach verschwinden, im Verhältnis zu den geklärten Suiziden oder Unfällen.

Ich persönlich gehe davon aus, dass es schon mehr Fälle dieser Art gibt, bei denen am letzten Urlaubstag etwas "passiert", dass diese, insbesondere die Suizide, aber eben keinen Niederschlag in den Medien finden, so dass man nichts davon erfährt. Während umgekehrt die "mysteriösen" , ungeklärten, dann eben in den Medien landen, so dass es einem vorkommt, als würde das häufig passieren, dass Leute ausgerechnet am letzten Urlaubstag verschwinden.
Zitat von hpoirothpoirot schrieb:Andererseits ist es auch die ideale Gelegenheit, wenn man untertauchen möchte. Der letzte Tag "frei sein", dann müsste man wieder in den möglicherweise ungeliebten Alltag zurück. Zeitlich wäre das Verschwinden ein gutes Timing: die Angehörigen rechnen eh damit, dass man mehrere Stunden nicht erreichbar ist (Abreisestress, Flieger oder Autofahrt usw.) bzw. fliegen zurück (wie bei Sergej). Somit hat man einen enormen zeitlichen Vorsprung bis es überhaupt zu einer Vermisstenmeldung kommen kann?
Möglich, aber andererseits besteht dann auch wieder die Gefahr, dass die Angehörigen gerade dann schnell "misstrauisch werden", eben weil ja z. B. ein Flug verpasst wurde. Das ist dann anders als wenn z. B. jemand nach einem Streit wutentbrannt von zu Hause weggeht und man denkt, dass der nun ein paar Tage schmollt und bei einem Kumpel auf dem Sofa schläft, bevor er dann reumütig wieder zurückkommt. Und natürlich kann das, je nach Gegebenheit, das Untertauchen auch erschweren: Wenn man z. B. wie in diesem Fall dann irgendwie unbemerkt von einer Insel herunterkommen müsste.


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19.10.2026 um 20:48
Zitat von hpoirothpoirot schrieb:Es ist ja schon auffällig, wieviele Leute am letzten Urlaustag bzw. kurz vor/nach dem Auschecken verschwinden, z.B. Sergej Enns, Lars Mittank, Scarlett Salice, Carolin Schmidt.
Lars Mittank passt sicher nicht in diese Aufzählung, aber in den drei anderen Fällen ist es schon auffällig dass es gerade der letzte Urlaubstag war. Guter Punkt.

Man sollte meinen, dass die Wahrscheinlichkeit zu Verunfallen oder einem Verbrechen zum Opfer zu fallen, über einen Urlaub hinweg gleich verteilt ist.

Ich schließe daraus: Entweder Zufall oder eine Häufung von Suizid / freiwilligem Verschwinden welches bis zum letzten Tag aufgeschoben wird.

Freiwilliges Verschwinden macht übrigens in den seltensten Fällen Sinn. Gerade junge Erwachsene können idR selbstbestimmt tun und lassen was sie wollen ohne die Notwendigkeit ein Verschwinden zu inszenieren.


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