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Kriminalfall Kim Wall

28.665 Beiträge, Schlüsselwörter: 2017, Dänemark, Torso, Kopenhagen, Reporterin, Peter Madsen, Säge, Kim Wall, Uc3 Nautilus
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Kriminalfall Kim Wall

Kriminalfall Kim Wall

13.08.2017 um 21:21
http://www.expressen.se/kvallsposten/sista-timmarna-av-mysteriet-med-kim/

Also, sie wollte einen Artikel ueber sein Raketenprojekt fuer Wired schreiben. Das ist schon mal neu und kontrovers.



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Kriminalfall Kim Wall

13.08.2017 um 21:33
Madsen hat wohl seine ursprüngliche Aussage widerrufen in der es hieß er hätte sie vor dem sinken des U-Bootes abgesetzt.
Mr Madsen initially said that he dropped Ms Wall off before it sank but police say he has now changed his statement - although they have not said what to.
Quelle BBC.com News

http://www.bbc.com/news/world-europe-40916787



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Kriminalfall Kim Wall

13.08.2017 um 21:38
In dem BBC online Artikel steht auch das Sie über das U-BOOT Projekt schreiben wollte, also widersprüchliche Angaben gegenüber dem schwedischen Artikel.



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13.08.2017 um 22:05
Ein mögliches Motiv die Frau verschwinden zu lassen, wäre ein Unfall mit Todesfolge. Das mag sich niemand gerne anhängen lassen, besonders wenn man noch einige Projekte verwirklichen möchte.

Die Frau könnte sich noch im Wasser befinden.



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Kriminalfall Kim Wall

13.08.2017 um 22:18
Welchen Sinn sollte es haben, ein U Boot in sieben Meter Tiefe zu versenken? Da kommt ein normaler Taucher ohne weiteres ran, und man kann es einfach heben.

Das Meer ist in der Umgebung von Kopenhagen ueberall flach
Wikipedia: Ostsee#/media/Datei%3AOstseetiefen.png
aber ganz so flach nun auch wieder nicht. Da haette es Moeglichkeiten mit 25 Metern gegeben, und ein Stueck weit nach Norden dann 700 Meter. Richtung Osten waeren Tiefen von 50 Metern zu erreichen gewesen.

Ich sehe einfach keinen vernuenftigen Grund, weshalb er das Boot versenkt haben sollte. Es koennte hingegen ein Mordversuch gewesen sein. Vielleicht hat jemand anderes etwas an dem Boot veraendert.



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Kriminalfall Kim Wall

13.08.2017 um 22:21
700 Meter? Niemals. Keine Stelle der Ostsee ist so tief.



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13.08.2017 um 22:24
@egi

Sieh mal auf der Karte nach, etwas suedwestlich von Oslo, in lila unterlegt. Es steht da auch 700. Das sind 700 m, denke ich mal.

Haette er das Boot wirklich versenken wollen, dann haette es zumindest bessere Moeglichkeiten gegeben als die sieben Meter. Das Boot war ja auch noch zwei Meter hoch.



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13.08.2017 um 22:26
Das ist viel zu weit entfernt, dahin wäre er in der kurzen Zeit mit dem langsamen U-Boot niemals hingekommen - und anschließend wieder zurück.



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13.08.2017 um 22:28
@AnnaKomnene
das ist ein Hobby und es wurde wohl sehr sehr ernsthaft betrieben.
U-Boot fahren heißt ja nicht sich verstecken und leute abschießen.

Mit dem Ding, wie ich versuchte zu beschreiben- wird man tagsüber von touris extrem beobachtet, also nein nix mit verstecken.

Zumal Wir ja von max. 6 knoten reden. Da ist man minuten bis stundenlang zu sehen.

Aber wie gesagt im Grunde haben Wir hier (noch! Es soll ja Ü kamera Videos vom Restaurant geben) die klassische Situation wie bei x fällen:
Frau fährt "per Anhalter" ;) mit, wird laut Fahrer nachts wieder am Ursprungsort abgeliefert, ein Industriegebiet.

Der eine sagt die war nicht mehr bei ihm, der andere sie kam nie zu hause an.
Die Presse sucht sich einen der beiden als ziel, und am Ende wars ein Unfall oder man findet jemanden der sie auf halber strecke traf.


EDIT:
mal ganz blöd gefragt, eine chance daß sie im Flieger nach hause sitzt gibt es wohl nicht?
Die Familie der vermissten Journalistin teilte mit, die 30-Jährige wohne in New York und Peking
https://www.welt.de/vermischtes/article167636516/Daenisches-U-Boot-gehoben-keine-Spur-von-Schwedin-Kim-Wall.html



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13.08.2017 um 22:42
Guten Abend! In diesem (britischen) Artikel steht, dass die Ermittler davon ausgehen, dass das Boot absichtlich von ihm versenkt wurde:

https://www.theguardian.com/global/2017/aug/13/submarine-maker-held-as-search-for-kim-wall-continues

Er wird nun als Verdächtiger geführt: "Prosecutor Louise Pedersen said Madsen faced a preliminary manslaughter charge “for having killed in an unknown way and in an unknown place Kim Isabell Frerika Wall of Sweden sometime after Thursday 5pm”.



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Kriminalfall Kim Wall

13.08.2017 um 22:42
@egi

Es wird ja nahegelegt, dass er das U Boot bewusst/absichtlich hat absaufen lassen. Das Boot hatte bestimmt, schon aus Selbstschutz, ein Echolot. Das haben auch kleinere Boote, ist nichts ungewoehnliches. Wieso sollte er das zwei Meter hohe Boot in sieben Metern Tiefe versenken? Er kannte die Tiefe ja? Wieso nicht nach Norden fahren, es da versenken, wo es richtig tief ist, und sich dann noch gerade rechtzeitig mit der Rettungsinsel retten?

Ich dachte nicht an eine Leichenbeseitigung, nur das Boot.

@d.fense

Klar, mit dem Boot war er bekannt wie ein bunter Hund. Dem haben bestimmt alle unterwegs zugewunken, wenn sie ihn gesehen haben, und vielleicht noch ein Photo gemacht. Das waere also fuer ein Verbrechen generell eine schlechte Ausgangsposition.

Aber sobald er in tieferen Gewaessern ist, also so bei 25m, kann er eben auch abtauchen, ohne dass er sich Sorgen machen muss, dass ihm ein Fischkutter oder ein Segelboot reinfaehrt. Und dann waere er erst mal weg, und koennte sich diskret bewegen.

Bei 6 Knoten waere er in zwei Tagen im richtig tiefen Wasser.



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Kriminalfall Kim Wall

13.08.2017 um 22:47
Ich habe 2005-2008 in Kopenhagen gearbeitet und Madsen, glaube ich, 2007 persönlich kennen gelernt. Ich bin sogar einmal kurz mit ihm 2007 getaucht. Damals noch im Vorgänger der 'Nautilus', der 'UC2 Kraka'. Ein extrem kleines U-Boot das er in Anlehnung an die U96 gebaut hatte. Der Hafen von Kopenhagen ist nicht besonders tief. Wir sind damals in der Nähe des Restaurants 'Halvandet' (wo er zuerst angab die Journalistin abgesetzt zu haben) 10 Minuten auf den Grund des Hafens getaucht. Übrigens kein besonders abgelegener Ort. Von dort kann man sich ein Taxi rufen, oder mit dem Wasserbus einfach zur anderen Seite des Hafens übersetzen. Die Journalistin kann dort nicht verloren gehen, da bin ich mir sicher. Ich kenne die Gegend. Er hatte die 'Kraka' ziemlich steil abgelassen, so das wir kurz im sandigen Boden stecken geblieben sind. War eine tiemlich skurile Erfahrung, Madsen selber kam exentrisch aber nett daher. Er hat mehrmals 'Das Boot' zitiert nachdem er bemerkt hat das ich ein Deutscher bin.

Mord kann ich mir bei ihm schwer vorstellen, ein tragischer Unfall bei dem er die Nerven verliert schon eher. Er ist auf jeden Fall ein exentrischer Draufgänger. Die Boote selber sind aber auch nichts geheimes oder anrüchiges. Madsen ist in Dänemark bekannt, die Boote sind offiziel zugelassen.

Aus dem privaten Raumfaht Unternehmen, das ihm den Namen 'Rakten Madsen' eingebracht hat, hat er sich schon vor Jahren zurückgezogen soweit ich weiss.

Das letzte was ich heute gehört habe ist, das er im Öresund am Donnerstag beinahe mit einem Frachter kollidiert sein soll. Quelle hier:

http://www.bt.dk/krimi/nye-oplysninger-i-ubaadssagen-var-taet-paa-at-kollidere-med-fragtskib



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Kriminalfall Kim Wall

13.08.2017 um 22:50
@AnnaKomnene
die reichweite unter Wasser ist mir nicht bekannt.
Vorschriften bzgl. Positionsbojen für tauchboote auch nicht. Nur daß man mit allem was rot/grün leuchtet in absehbarer Zeit ein problem bekommt ;)

Tauchen ist nicht so einfach, laut Wikipedia soll man bei dem Modell dazu einen Manschinisten brauchen.
rein elektrisch wird die Reichweite beschränkt sein, mit Motor ist der schnorchel nach paar Minuten notwendig.
Also nix mit diskret und sicher vor fischkuttern

Aber ich denke ja auch daß man vielleicht zu sehr auf das skurile abgelenkt wird vom ganz banalen.



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Kriminalfall Kim Wall

13.08.2017 um 23:17
@VanillaSkye
Sehr interessante Story, gerne mehr davon 😀
Vielleicht kannst Du ja noch was zu dem Madsen sagen?



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milly
ehemaliges Mitglied

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Kriminalfall Kim Wall

13.08.2017 um 23:52
@VanillaSkye
Deine Infos soltest du mMn. umgehend an die richtige Stelle leiten, sagt mein Bauchgefühl.



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14.08.2017 um 00:15
http://ekstrabladet.dk/112/nyt-vigtigt-spor-vidne-taet-paa-at-kollidere-med-madsens-ubaad/6777377

Hier ist etwas mehr zum beinahe Zusammenstoss. Es war um Mitternacht in der Naehe der Insel Saltholm, er ist ohne Licht gefahren und beinahe mit einem Frachtschiff kollidiert. Er fuhr von Daenemark Richtung Schweden. De Zeuge hat ihn zunaechst fuer ein russisches Spionage U Boot gehalten, kam dann aber zu dem Schluss, dass die schlauer seien.



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Escepte
ehemaliges Mitglied

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Kriminalfall Kim Wall

14.08.2017 um 00:26
Braucht es denn keine Crew für eine Ausfahrt? Zumindest auf längeren Tauchgängen muss es doch - schon aus Sicherheitsgründen- mehr als den Kapitän an Bord haben. Zum Navigieren, im Maschinenraum, zum Anlegen am Hafen, etc. Oder bedarf es in modernen U-Booten keinerlei menschlichen Unterstützung mehr?



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14.08.2017 um 00:50
@Escepte
Nautilus can be operated by a single person from the control room. All controls and indicators for buoyancy, pumps, engines, air pressure, communication, video and other electric systems are accessible from the captain's seat. However, as of July 2010 crew in Engine room still need to perform manual changeover from surface to dive-ready configuration, setting valves correctly for snorkel and diesel engine exhaust.
Fahren alleine.
Tauchen mit Hilfe durch Maschinist, stand 2010.
Wikipedia: UC3_Nautilus



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Kriminalfall Kim Wall

14.08.2017 um 01:15
@Svensvenson
So viel mehr kann ich zu ihm nicht sagen. Ich war mit ein paar Arbeitskollegen im Hafen unterwegs und wir haben ihn getroffen als er die 'Kraka' gerade ausbesserte. Wir haben uns dann zu einem Tauchgang am folgenden Tag verabredet. Ich denke, insgesamt waren es 6 oder 7 Kollegen die hintereinander mit ihm getaucht sind. Die Kraka ist extrem klein, wir waren zu viert an Bord, wenn ich mich richtig erinnere. Man konnte gerade mal hocken, einer musste sich vorne in die Röhre zwängen. Aus heutiger Sicht betrachtet war das ziemlich bedenklich sich einfach diesem Exzentriker und seinem zweifelhaften Boot anzuvertrauen, aber er war ziemlich freundlich, wenn auch etwas verschroben und wann hat man schon mal die Gelegenheit U-Boot zu fahren? Ich erinnere mich das er die Kraka damals ziemlich rasant nach vorne abgelassen hatte, so das sie sehr schnell tauchte und sich schon nach kurzer Zeit der Bug in den Grund bohrte. Im Nachhinein betrachtet glaube ich, das es ihm ein wenig Spass bereitet hat uns etwas Angst einzujagen, aber er konnte uns auch überzeugend erklären wie wir das U-Boot verlassen würden für den Fall das er es wirklich nicht auftauchen lassen könnte. Ein paar Minuten später bekam er es frei, wir tauchten auf und ein paar andere Kollegen haben dann noch ein paar Runden gedreht. Nachdem er mitbekommen hatte das ich Deutscher bin, hat er dann noch ein paar Zitate aus 'Das Boot' abgelassen. Auf mich wirkte er wie ein Abenteurer, der aus welchem Grund auch immer, nicht mit den Großen spielen durfte. Er hatte so eine Fake-Uniform an und gab sich etwas mysteriös, dann allerdings auch wieder ganz sympathisch. Und immerhin, sein Boot hat auch definitiv funktioniert. Ein kompletter Spinner ist er definitiv nicht.

@milly
Zu dem aktuellen Fall habe ich überhaupt keine Infos, meine Begegnung mit Madsen ist ja schon 10 Jahre her. Was die Örtlichkeiten und Begebenheiten betrifft, bin ich sicher das die Kopenhagener Polizei ihren Hafen und den Öresund sehr gut kennt.

@Escepte
Die 'Kraka' konnte er alleine bedienen und fahren, war aber auch bei weitem nicht so fortgeschritten wie die 'Nautilus', sie hatte auch nicht wirklich einen Maschinenraum. Die Nautilus ist mit fast 18 Metern dann schon eine andere Klasse, aber wirklich lange Tauchfahrten kann man damit auch nicht bewältigen, da die Dieselmotoren ja Luft benötigen. Mit dem E-Motor braucht man eine Menge Batterien um länger unterwegs zu sein.

Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Madsen aufgetaucht durch den Öresund unter Diesel schipperte als er beinahe mit dem Frachter kollidierte. Warum er allerdings mitten in der Nacht ohne Positionslichter durch eine so stark befahrene Passage fuhr ist schon seltsam (und wahrscheinlich auch an sich schon strafbar). Angeblich hat er auch eine weitere Fahrt für den folgenden Tag mit mehr Besatzung kurzfristig am Abend abgesagt:
https://www.b.dk/nationalt/drabssigtet-ubaadskaptajn-sendte-mystisk-sms-til-sin-besaetning

Gerade habe ich noch gelesen, das er jetzt sogar seine Geschichte das er die Journalistin am 'Halvandet' abgesetzt geändert hat. Die Polizei hat die neue Version aber bisher nicht freigegeben:
http://www.bt.dk/krimi/ekspert-om-raket-madsens-aendrede-forklaring-det-er-tankevaekkende



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aero
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Kriminalfall Kim Wall

14.08.2017 um 10:19
Zu der änderung seiner ersten aussage, wollte die polizei keine weiteren angaben machen.

Aber sie geht nun davon aus das Madsen sein u-boot mit absicht versenkt hat.

3-format3001
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http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/daenemark-ein-tueftler-sein-u-boot-und-eine-verschwundene-journalistin/20181734.h...

http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_81880890/journalistin-nach-u-boot-tragoedie-verschwunden.html



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