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Die Plaza Frau

6.480 Beiträge, Schlüsselwörter: Norwegen, Unbekannte Tote, 1995, Oslo

Die Plaza Frau

29.08.2018 um 10:50
@Jacksy24

Nein, du hast nichts überlesen.
Über diesen Fund von @JagBlack wurde hier anschließend leider nicht mehr weiter diskutiert.
Der Beleg wurde um 20:57 h ausgedruckt.
Komischerweise ist darauf aber bereits ein Vorgang vermerkt, der erst 8 Minuten später stattfand.
Wie ist das möglich?
So lange es hierfür keine halbwegs plausible Erklärung gibt, bin ich weiterhin davon überzeugt,
dass an der ganzen Gesichte etwas oberfaul ist.


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Die Plaza Frau

29.08.2018 um 13:19
@Jacksy24
@Musikengel

Habe mir eindringlich das Bild 78 angeschaut und analysiert.

Ganz am Anfang steht Msg. # 000O9 oder 00089 oder 00039, da die vierte Zahl undeutlich ist.
Ich nehme aber an, dass keine 39 und auch keine 89 Nachrichten gesendet worden sind, sondern, dass es sich um die 9.te Nachricht handelt, die vom Kassierer gesendet worden war.

Nun zu den aufgeführten Zeiten.
- received 20:57 und printed 20:57 stimmen da überein, das heisst Empfangzeit und Druckzeit ist identisch.
- delivered 21:05 bedeutet eigentlich "geliefert" und nicht bestätigt, wie es uns VG zu verstehen gab, da müsste "confirmed" oder "acknoledged" stehen, wenn die angekommen Nachricht über den Bildschirm bestätigt worden wäre.

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Nachricht um 20:57 vom Kassierer EDV gesendet worden ist und als Quittung (Beweis) über diesen Vorgang wurde der Beleg gedruckt ebenfalls um 20:57.

Geliefert - also am Bildschirm des Zimmers 2805 - wurde erst um 21:05.

Bei dem Bild 78 handelt es sich offensichtlich um einen Beleg, der den gesamten Vorgang dokumentiert. Und dieser Beleg wurde auch viel später für die Polizei ausgedruckt.

Also insgesamt sehe vom heutigen Standpunkt aus keine Ungereimtheiten.

JagBlack


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29.08.2018 um 13:43
@JagBlack
und was hälst Du von meinem Beitrag von heute morgen ?
für was hatte sie das Kreditlimit überzogen , für den Pay-TV...
lg


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Die Plaza Frau

29.08.2018 um 13:56
Musikengel schrieb:und was hälst Du von meinem Beitrag von heute morgen ?
Der Beitrag um 9:24?

Ich glaube, dass ein Fehler bei der Übersetzung entstanden ist. Ein Kreditrahmen überzogen? Bei Pay_TV? Unsinn.

Die Plaza Frau wurde schon am Freitag umgebracht und hatte den Pay_TV Sender drin. Und der lief 34 Stunden nonstop, was die hohen Kosten verursacht hatte. Und DAS ist an der Rezeption aufgefallen in der EDV.

JagBlack


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29.08.2018 um 14:41
Slaterator schrieb:meermin schrieb:
Könnte nicht auch ein mutmasslicher Täter die Uhr am Tatort zurückgelassen haben, sozusagen als Botschaft für die Hinterbliebenen?

Ja, das ist durchaus möglich. Jedoch sollte diese Botschaft dann auch ankommen. Das Opfer ist bis heute nicht identifiziert. Ich entnehme daraus, dass die Botschaft garnicht oder erst viel zu spät angekommen sein könnte. Ich unterstelle mal spekulativ, dass es deshalb kein Zeichen war. Sonst hätte man die zeitnahe Übermittlung sichergestellt.
Die Tatsache , dass die Frau bis heute nicht identifiziert werden konnte, ist meiner Meinung nach kein Argument dafür, dass irgendwelche Zeichen oder Signale (z.B. die Taucheruhr oder das Herrenparfüm) den/die Adressaten nicht erreicht hätten und daher sinnlos waren bzw. deshalb keine Zeichen waren.

Denn eventuelle Hintermänner/frauen oder Mitverschwörer oder einfach nur Mitwisser, an die diese Zeichen/Signale gerichtet wären, wussten ja wahrscheinlich, dass JF zu einem bestimmten Zweck im Oslo-Plaza war, und haben sicherlich die Veröffentlichungen zu diesem Hotel in diesem Zeitraum sorgfältig verfolgt.
Daher wird ihnen auch der Todesfall der JF bekannt gewoden sein und sie haben JF natürlich sofort als "ihre Frau vor Ort" identifiziert. So dass auch eventuell durch die Tatumstände oder Gegenstände am Tatort gesetzte Zeichen oder Signale der Täter (oder des Täters) erkannt worden sind.
Dass die offiziellen Stellen bei der norwegischen Polizei nicht über die wahre Identität von JF aufgeklärt wurden, könnte daran liegen, dass manche "Gruppierungen" in aller Heimlichkeit operieren und derartige Informationen niemals preisgeben.

Dies alles natürlich unter der Voraussetzung, dass es überhaupt irgendwelche Hintermänner in dem Fall gegeben hat.


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29.08.2018 um 21:03
@JagBlack
aha sehr interessant. ok. danke. lg


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Die Plaza Frau

29.08.2018 um 22:52
Das JF bereits im Alter von 23 Jahren eine Top-Spionin war und auf der Todesliste der besten Geheimdienste dieser Welt stand, erscheint mir angesichts der gravierenden Fehler bei der Anmeldung völlig unmöglich. Es gehört zum 1x1 jedes Agenten, völlig unauffällig zu agieren und eine Identität zu verwenden, die nicht bereits mit einem Blick im Telefonverzeichnis als gefälscht erkannt wird. Wie @JagBlack bereits einleuchtend erklärt hat, war sie sehr wahrscheinlich auch keine Prostituierte. Wenn JF tatsächlich ermordet wurde, muss es mMn einen anderen Grund gegeben haben.

@JagBlack Sehr interessant, was du über die Seriennummern der Promaster Aqualand Uhr herausgefunden hast. Ich habe dies zum Anlass genommen, eine eMail an Citizen Global zu schreiben und war über die schnelle und freundliche Rückantwort überrascht. In diesem Zusammenhang habe ich auch nach dem Distributor einer bestimmten Serienfolge gefragt, in dem sich die gesuchte Uhr befindet. Nachfolgend die Übersetzung:

Vielen Dank für Ihre E-Mail.
Dies ist die CITIZEN Customer Support Zentrale für Überseemärkte.
Laut unseren Datensätzen ist es das Modell CQ1021-50. Dieses Modell wurde 1987 eingeführt und die Uhr wurde 1992 hergestellt. Leider sind die entsprechenden Ersatzteile seit 2002 nicht mehr verfügbar. Darüber hinaus bedauern wir, dass die Kennzeichnung nur für den internen Gebrauch bestimmt ist. Der Entschlüsselungsweg wird nicht bekannt gegeben. Entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten. Sollten Sie Fragen haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir würden uns freuen, Sie zu bedienen.
Mit freundlichen Grüßen,
Kundenbetreuung
Citizen Watch Co., Ltd.


Wie der Antwort zu entnehmen ist, verwendet Citizen einen Entschlüsselungsweg, der nicht öffentlich bekanntgegeben wird. Wenn dieser Weg aber existiert, nährt das die Hoffnung einer Rückverfolgung der von uns gesuchten Uhr – zumindest bis auf die Ebene des regionalen Distributors. Es könnte demzufolge sinnvoll sein, wenn die Kripos ihre japanischen Kollegen um Unterstützung bitten würde. Bezüglich der Seriennummern gehe ich davon aus, dass die Anzahl der Ziffern der Seriennummer den zunehmenden Herstellungsumfang angepasst wurde.

Die Suchmaschinen wie Google und Co helfen uns dabei, Daten und Informationen zu finden, die im Fall JF nützlich sein können. Leider stellen diese Maschinen keine Daten aus Archiven zur Verfügung, so dass ursprünglich existierende Web-Seiten nicht mehr angezeigt werden. Ich habe mich deshalb in eine Zeitmaschine gesetzt. Dabei habe ich aber nicht die Maschine des berühmten Romans von H.G. Wells verwendet, sondern die Wayback-Maschine – ein riesiges www-Archiv, welches bis in das Jahr 1996 zurückreicht. https://web.archive.org/
Und diese Maschine hat mir einige Informationen ausgegeben, die ich euch kurz vorstellen möchte.

fergate.com war von 2002 bis 2004 eine Anbieter von Computer-Software aus Auckland, New Zealand.
fairgate.ch ist seit 2005 ein Anbieter einer Vereins-Software aus Effretikon, Schweiz
fairgate.getid.be war 2006 ein Blog über div. Gesundheitsthemen aus Belgien
Fairgate.be ist ein seit 1999 bestehendes Logistik Unternehmen für den Bereich Südeuropa und Skandinavien aus Brucargo, Belgien
Fairgate.se war die von 1998 bis 2008 bestehende Webseite einer schwedischen Druckerei
Usw. Es war mir bisher nicht bekannt, dass der Name Fergate oder Fairgate doch so verbreitet ist.

JF hat als Firmennamen „Cerbis“ angegeben. Es wurde darüber spekuliert, ob sie sich diesen Namen ausgedacht oder einen bekannten Namen verwendet hat. Außer einem Unternehmen für Keramik in Australien hatte ich bisher nichts Sinnvolles finden können. Zum Suchbegriff „Cerbis“ hat die Wayback-Maschine u.a. folgendes gefunden:

Google Übersetzung (polnisch->deutsch):

Die Firma CERBIS wurde im Jahr 1995 als Materialbasis für die CERBER Autorisierte Installation der CERBER Alarmanlage gegründet, die seit 1987 auf dem Markt in Danzig bekannt ist.
CERBIS ist auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit umfassend tätig und betrachtet es als Grundlage für Entwicklungsstrategien, wobei andere Elemente des Automobilmarktes berücksichtigt werden, was die Attraktivität des Angebots für Unternehmen, die Fahrzeugsicherheit installieren, erhöht.

Das Unternehmen befindet sich in Gdansk (Danzig). http://www.cerbis.com.pl/

Da JF auch die deutsche Sprache verwendet hat, möchte ich in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass 1,8 Millionen Schülerinnen und Schüler in Polen Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache in der Schule lernen. Das sind über 43 Prozent eines Jahrgangs. (Quelle: Internetseite Language knowledge in the European Union).


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30.08.2018 um 01:15
Lighthouse60 schrieb:Das JF bereits im Alter von 23 Jahren eine Top-Spionin war und auf der Todesliste der besten Geheimdienste dieser Welt stand, erscheint mir angesichts der gravierenden Fehler bei der Anmeldung völlig unmöglich. Es gehört zum 1x1 jedes Agenten, völlig unauffällig zu agieren und eine Identität zu verwenden, die nicht bereits mit einem Blick im Telefonverzeichnis als gefälscht erkannt wird. (...)
Das sehe ich absolut genauso. Zudem müßte man auch die Stellenbeschreibung einer DDR-Topagentin kennen. Jede(r) der/die als Agent(in) für einen Dienst tätig wird, hat -für gewöhnlich- einen speziellen Tätigkeitsbereich, also eine "Kernkompetenz". Einen Top-Agenten wie James Bond gibt es eigentlich nicht. Entweder arbeitet so ein(e) Agent(in) als Informationsbeschaffer (Spion) z.B. in besonders herausragender Position/Fuinktion (siehe z.B. Günter Karl Heinz Guillaume) oder er/sie wird zur Manipulation von Personen eingesetzt, ist ein(e) professionelle(r) Auftragsmörder(in) oder z.B. in der Lage, unter besonders widrigen Umständen erfolgreich zu verhandeln, komplexe technische Systeme zu schaffen oder zu umgehen usw. usf. Ist gibt da 1001 Einsatzzwecke und entsprechende Spezialisten, wenn der "Dienst" nur groß genug ist. Mit 23 Jahren ist man normalerweise ein(e) Anfänger(in) oder eben in nicht besonders wichtiger/herausragender Position. Und völlig richtig, die auffälligen "Fehler" bei der Anmeldung sind keinesfalles Handschrift eines Profis.
Lighthouse60 schrieb:Wie der Antwort zu entnehmen ist, verwendet Citizen einen Entschlüsselungsweg, der nicht öffentlich bekanntgegeben wird. Wenn dieser Weg aber existiert, nährt das die Hoffnung einer Rückverfolgung der von uns gesuchten Uhr – zumindest bis auf die Ebene des regionalen Distributors. Es könnte demzufolge sinnvoll sein, wenn die Kripos ihre japanischen Kollegen um Unterstützung bitten würde. Bezüglich der Seriennummern gehe ich davon aus, dass die Anzahl der Ziffern der Seriennummer den zunehmenden Herstellungsumfang angepasst wurde.
Das war eine sehr gute Arbeit von Dir. Tatsächlich keimt Hoffnung auf, dass der Weg der Uhr möglcherweise tatsächlich bis zu einem gewissen Punkt (Distributor) rückverfolgbar ist. Aber spricht das nicht auch gleichzeitig gegen die These, es könnte sich bei der Uhr um ein Vorderienmodell handeln ? So etwas gelangt ja eigentlich nur über Umwege in den Handel bzw. wird privat verkauft/gekauft. Oder täusche ich mich da jetzt ?


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Die Plaza Frau

30.08.2018 um 08:15
@Lighthouse60
Ausgezeichnete Recherche.

Nur für eine Polin halte ich die Tote vom Plaza nicht. Aber dass es eine mögliche Querverbindung zu einem Elektronikunternehmen geben könnte, das Alarmanlagen verbaut, die es bereit seit 1987 gibt, wo es doch um Erschütterungen bei einem Einbruch geht, ist gar nicht so abwegig.
Slaterator schrieb:Zudem müßte man auch die Stellenbeschreibung einer DDR-Topagentin kennen.
Für eine Topagentin halte die Tote vom Plaza nicht, aber dass sie als IM eine militärische Grundausbildung an der Waffe und Tauchen absolviert hat, im Umgang mit Giften trainiert wurde und Geheimnisträgerin war, das halte ich für Grund aus möglich.

JagBlack


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Die Plaza Frau

30.08.2018 um 08:20
eldec schrieb:Dass die offiziellen Stellen bei der norwegischen Polizei nicht über die wahre Identität von JF aufgeklärt wurden, könnte daran liegen, dass manche "Gruppierungen" in aller Heimlichkeit operieren und derartige Informationen niemals preisgeben.
Dein Beitrag hat es genau auf den Punkt gebracht. Und dass es Hintermänner gegeben hatte, ist nicht von der Hand zu weisen.

JagBlack


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30.08.2018 um 09:26
JagBlack schrieb:Nur für eine Polin halte ich die Tote vom Plaza nicht. Aber dass es eine mögliche Querverbindung zu einem Elektronikunternehmen geben könnte, das Alarmanlagen verbaut, die es bereit seit 1987 gibt, wo es doch um Erschütterungen bei einem Einbruch geht, ist gar nicht so abwegig.
Dazu vielleicht das:

https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/dossier/die-frage/Was...Cerberus.../20836281


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Die Plaza Frau

30.08.2018 um 10:09
Und damit wären wir bei Cerberus, dem Bewacher der Unterwelt angelangt. Ich denke, die Tote im Plaza Hotel war mit falschen Papieren und falschem Namen unterwegs. Und um die Erstellung ihrer falschen Identität hatte sich zuvor höchstwahrscheinlich jemand anders gekümmert. Daher könnte man sich die Frage stellen, was sich der Ersteller beim Zusammenstellen der falschen Daten eventuell gedacht haben könnte, wie vorgegangen wurde, als man sich die falsche Identität für die junge Frau ausdachte und ihr diese zuordnete.

Die Plaza Frau soll ihr Hotelzimmer während ihres Aufenthaltes für längere Zeit verlassen haben. Daher stellt sich die Frage wo sie sich in dieser Zeit aufgehalten hat. Vielleicht hat sie sich mit Dritten Personen getroffen, heimlich und gehofft, dass niemand sie beobachtete. Vielleicht standen die Personen mit denen sie sich treffen wollte unter Beobachtung, die Plaza Frau selber wurde wahrscheinlich beobachtet und verfolgt. Das könnte man zumindest annehmen, wenn es Mord war, dann wird sie ihrem Mörder nicht zufällig begegnet sein.


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Die Plaza Frau

30.08.2018 um 11:20
JagBlack schrieb:- received 20:57 und printed 20:57 stimmen da überein, das heisst Empfangzeit und Druckzeit ist identisch.
- delivered 21:05 bedeutet eigentlich "geliefert" und nicht bestätigt, wie es uns VG zu verstehen gab, da müsste "confirmed" oder "acknoledged" stehen, wenn die angekommen Nachricht über den Bildschirm bestätigt worden wäre.
JagBlack schrieb:Die Plaza Frau wurde schon am Freitag umgebracht und hatte den Pay_TV Sender drin. Und der lief 34 Stunden nonstop, was die hohen Kosten verursacht hatte. Und DAS ist an der Rezeption aufgefallen in der EDV.
Genau wegen dieser Vermutung hatte ich schon immer wissen wollen (siehe S.185, 25.07.2018 um 09:42), ob irgendetwas darüber bekannt ist, ob am Fernseher im Laufe des Sonnabends mal etwas ab/umgestellt worden ist, oder ob der den ganzen Tag unverändert lief. Es gibt in dem - von @JagBlack einleuchtend vermuteten - Fall nämlich im Laufe des Sonnabend überhaupt kein registriertes Lebenszeichen aus dem Zimmer von JF.

Auch der auf Bild 78 wiedergegebene Zettel ist nur der Nachweis einer hotelseitigen Aktivität, und zwar vom Abend des Freitag. Das Wort "Received" dürfte sich auf den zuvor erwähnten "Status R" beziehen, aufgrund dessen die Message überhaupt geschrieben wurde ("Printed", und zwar in derselben Minute, 20:57) - und nicht etwa das Quittierungsdatum durch JF, von dem m.W. gar nichts bekannt ist und das schon mal gar nicht 8 Minuten vor der Zustellung liegen kann. Ich denke zwar, daß JF zum Zeitpunkt 21:05 der Zustellung ("Delivered") der 8 Minuten zuvor verfaßten Nachricht noch lebte - dann aber nur noch wenige Stunden, schätzungsweise bis etwa um Mitternacht. Denn immerhin wurde um 20:27 Uhr der Hotbite serviert, und der davon verzehrte Teil befand sich zum Zeitpunkt des Todes nach Analyse des Mageninhalts seit wenigen Stunden im Verdauungsvorgang. (Mir ist nicht bekannt, ob der Körper denselben beim Tod abrupt abbricht.)

Mir ist kein überzeugender Nachweis einer Reaktion von JF auf die zugestellte Nachricht bekannt.

Die folgende verdienstvolle Übersicht von @emodul wurde schon häufiger zitiert (soll lt. seinem Profil am 8.6.18 hier erschienen sein, wo ich sie aber merkwürdigerweise nicht finde). Darin muß offenbar der Punkt 15 korrigiert werden (s.o., das ist keine Quittierung einer Nachricht). [ @emodul bat um Mitteilung in so einem Fall.]
Anbei mal eine bereinigte Version der Abläufe. Wer Fehler findet, bitte mitteilen.

1 [1995-05-22 Mon] Ein Hotelzimmer wird telefonisch gebucht
2 [1995-05-31 Wed] Die Frau meldet telefonisch ihre Ankunft gleichentags an
3 [1995-05-31 Wed 15:30] Zweites Duvet wird ins Zimmer Nr. 2805 gebracht
4 [1995-05-31 Wed 22:44] Die Frau checkt ins Hotel ein
5 [1995-06-01 Thu 00:21] Jemand betritt Zimmer Nr. 2805
6 [1995-06-01 Thu 08:34] Jemand betritt Zimmer Nr. 2805
7 [1995-06-01 Thu 12:44] Das Zimmer wird von Reinigungspersonal betreten
8 [1995-06-01 Thu 14:19] Front Desk schickt eine erste Nachricht, die Rezeption zu kontaktieren
9 [1995-06-02 Fri 08:50] Jemand betritt Zimmer Nr. 2805
10 [1995-06-02 Fri 08:55] Jemand in Zimmer Nr. 2805 bestätigt die am Vortag verschickte Nachricht
11 [1995-06-02 Fri 11:03] Jemand betritt Zimmer Nr. 2805
12 [1995-06-02 Fri 20:06] Die Frau bestellt etwas zu Essen beim Zimmerservice
13 [1995-06-02 Fri 20:23] Der Hotbite wird auf Zimmer Nr. 2805 geliefert
14 [1995-06-02 Fri 20:57] Zweite Nachricht, sich an der Rezeption zu melden
15 [1995-06-02 Fri 21:05] Der Erhalt der zweiten Nachricht wird in Zimmer Nr. 2805 bestätigt
16 [1995-06-03 Sat 19:30] Rezeptionist Evy Tudem Gjertsen erkennt, dass etwas nicht stimmt
17 [1995-06-03 Sat 19:36] Die dritte Nachricht, sich an der Rezeption zu melden
18 [1995-06-03 Sat 19:50] Security Espen Naess erreicht Zimmer 2805
19 [1995-06-03 Sat 20:04] Der Sicherheitschef klopft an die Türe
20 [1995-06-03 Sat 20:35] Die Polizei erscheint am Tatort
Was bedeutet in Bild 78 die Zeile "Returned Call ... By Phone" ? Ich verstehe diese Kurzfassung nicht ganz. Jedoch steht anschließend da, daß man den/die Adressaten persönlich sehen will. Soll man das Ganze so verstehen, daß ein Telefonversuch erfolglos war und daher per Message um ein persönliches Erscheinen beim (erfolglosen) Anrufer gebeten wird? Wer ist mit "Caller" gemeint? - Weiter oben steht dagegen klar: "Please contact the cashier".


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30.08.2018 um 11:59
schluesselbund schrieb:Dazu vielleicht das:
Zu wenig Text, um nur zu vermuten, dass irgendetwas mit Frage und Cerberus zu interpretieren!

Denn dein Link lässt sich nicht öffnen ...😈



... aber das gefunden:

https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Aktionaere-gegen-Gewehre/story/19071455

hat aber nichts mit dem Fall zu tun.


JagBlack


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Die Plaza Frau

30.08.2018 um 12:22
snowdon schrieb:Was bedeutet in Bild 78 die Zeile "Returned Call ... By Phone" ? Ich verstehe diese Kurzfassung nicht ganz. Jedoch steht anschließend da, daß man den/die Adressaten persönlich sehen will. Soll man das Ganze so verstehen, daß ein Telefonversuch erfolglos war und daher per Message um ein persönliches Erscheinen beim (erfolglosen) Anrufer gebeten wird? Wer ist mit "Caller" gemeint? -
Das habe ich mir gestern auch überlegt, was das zu bedeuten hatte.
Links stehen die "Aktionen" und rechts die "Typisierung".
Nun bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass die Aktionen nichts mit den rechts in gleichen Linien stehenden Typisierungen zu tun haben, sondern es sind nur Vorschläge, wie man den Anrufer bzw. Kassierer kontaktieren kann.

"Aktionen"
Return Call = Rückruf
Please Call = Bitte anrufen
Will Call Back = wird zurückrufen
Wants to see you = will Sie sehen

Typisierung: Nun hat der Gast die folgenden Möglichkeiten, auf die Aktionen zu reagieren:

mit einem Telefon, persönlich, Email/Paketemail (1995!!!),

Letzte Typisierung ist "to caller URGENT, also dringend zum Anrufer

JagBlack


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Die Plaza Frau

30.08.2018 um 12:34
ein ganz anderer Gedanke zwischendrin., Ihr Rolly-Koffer ist ja verschwunden. Wenn sie Selbstmord ausübte, warum sollte sie den verschwinden lassen ? , bei der Kleidung waren dann doch sehr wahrscheinlich auch die Etiketten entfernt...
also wäre es doch shit egal gewesen, wenn man Koffer und Kleidung gefunden hätte...

bei Mord...warum sollte ein Täter den Koffer und evtl. einen Teil der Kleidung mitnehmen ?
auch unlogisch...

es sei denn....man hätte den Roll-Koffer einfach mitgenommen, um beim Verlassen des Hotels nicht zu sehr aufzufallen...eine Person mit Roll-Koffer, checkt aus...oder bringt schon Koffer zum Auto, wie auch immer...

möglich wäre es gewesen, wichtige Papiere oder die Waffe mit vom Tatort - auf diesem Weg - zu entfernen, ist aber nicht passiert und für die Papiere hätte man auch einfach die Aktenmappe nehmen können....

bleibt eigentlich wirklich nur...um unauffällig aus dem Hotel zu kommen...


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Die Plaza Frau

30.08.2018 um 12:37
Musikengel schrieb:es sei denn....man hätte den Roll-Koffer einfach mitgenommen, um beim Verlassen des Hotels nicht zu sehr aufzufallen...eine Person mit Roll-Koffer, checkt aus...oder bringt schon Koffer zum Auto, wie auch immer...


bleibt eigentlich wirklich nur...um unauffällig aus dem Hotel zu kommen...
Eine Person die mit einem Rollkoffer das Hotel verlässt ohne auszuchecken (und zu bezahlen), ist doch gerade auffällig.


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Die Plaza Frau

30.08.2018 um 12:53
@Falstaff
nicht immer, wir haben auch oft einen großen Teil des Gepäckes schon zum Auto gebracht und dann zum Schluss erst bezahlt...da hat nie einer nachgefragt. Und wenn da in der Lobby sehr sehr viel los ist und es ja nicht Jf war(sie wäre vielleicht aufgefallen) .hätte das doch gut funktionieren können...


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Die Plaza Frau

30.08.2018 um 13:02
Musikengel schrieb:nicht immer, wir haben auch oft einen großen Teil des Gepäckes schon zum Auto gebracht und dann zum Schluss erst bezahlt...da hat nie einer nachgefragt. Und wenn da in der Lobby sehr sehr viel los ist und es ja nicht Jf war(sie wäre vielleicht aufgefallen) .hätte das doch gut funktionieren können...
Aber ihr habt bezahlt. Der angenommene Mörder hätte in dem Fall nicht bezahlt. Hotelangestellten ist sicher vieles egal, aber die Wahrscheinlichkeit dass es nicht auffällt wenn einer das Hotel mit dem Rollkoffer verlässt und nicht mehr wieder zurückkommt zum bezahlen, ist eher gering.

Aber es ging ja um die Vermutung , ein angenommener Mörder habe den Rollkoffer mitgenommen um nicht aufzufallen. Und diese Überlegung macht keinen Sinn, weil ein Mann mit Rollkoffer in einem Hotel nicht weniger auffällt, als ein Mann ohne Rollkoffer. Eher sogar mehr, weil der Rollkoffer Lärm macht und weil die Angestellten eher drauf lauern, ob der Rollkoffermann auch wieder zurückkommt um zu bezahlen.

Und grad wenn in der Lobby viel los ist, kann man auch ohne Rollkoffer unbemerkt durchhuschen. Sogar noch besser, weil man sich nicht erst den Weg bahnen muss und nicht riskiert jemandem aufzufallen, weil man ihm über die Füße rollt.


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Die Plaza Frau

30.08.2018 um 13:19
@Falstaff
nö....
ja klar, war ein Spaß...
die konnten aber nicht wissen ob wir noch mal zurückkommen um zu bezahlen. Die haben uns einfach immer vertraut.
Na klar hatten die unsere Daten,(hätten uns dann eh erwischt, gefunden) im Falle von JF ja auch, nur waren die falsch.

ja die Möglichkeiten sind - gebe ich Dir Recht - 50 / 50., man kann den Koffer ja auch tragen.
fällt man mit Koffer auf oder ohne ?
war nur so ne Idee von mir....

allerdings wurden unsere Daten egal ob im Inland oder Ausland, immer (auch schon vor vielen Jahren) sehr gut überprüft. Dass das hier bei JF nicht gemacht wurde, keine Kontrolle der Adresse, der Firma, der Namen, keine Pass-Nummer usw. ..ist schon sehr sehr seltsam...


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