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Eltern finden toten Sohn (7) bei Bekannter (69)

2.844 Beiträge, Schlüsselwörter: 2018, Kind Tot

Eltern finden toten Sohn (7) bei Bekannter (69)

15.03.2019 um 18:29
Also wenn man so liest, was dieser Bruder vor Gericht so von sich gibt, da möchte man annehmen, so ganz "knusprig" scheint auch er nicht zu sein. Aber vielleicht liegt das auch an der eher nicht so üblichen Berichterstattung dieses Magazins. Mal schaun, vielleicht berichten ja auch noch andere Medien.


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15.03.2019 um 18:41
Ne, ist klar, worauf das alles rauslaufen soll. Die arme Täterin, psychisch angeknackst, kann rein gar nicht für ihre Taten.


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15.03.2019 um 18:51
Die Aussage des Bruders macht mich absolut ratlos. Inwiefern trägt es irgendetwas zur Aufklärung des Falles, geschweige denn zur Entlastung seiner Schwester bei, wenn er von ein paar Jahren einmal einem Mann im Schlaf die Augen zugedrückt hat? Wenn er einfach nur Kochrezepte vorgelesen hätte, wäre seine Aussage nicht weniger relevant gewesen...

Oder will man ernsthaft suggerieren dass in der Familie eine mysteriöse Vampirkrankheit umgeht die die Familienmitglieder dazu zwingt, anderen nachts an die Gurgel zu gehen?


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15.03.2019 um 18:56
off-peak schrieb:Ne, ist klar, worauf das alles rauslaufen soll. Die arme Täterin, psychisch angeknackst, kann rein gar nicht für ihre Taten.
Dem widerspricht allerdings das psychiatrische Gutachten.
Da kann das Brüderlein an vermeintlichen Absurditäten vorbringen, was es will.


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15.03.2019 um 19:02
emz schrieb:Dem widerspricht allerdings das psychiatrische Gutachten.
Da kann das Brüderlein an vermeintlichen Absurditäten vorbringen, was es will.
Zumal es ja auch nichts neues war: Kaufrausch und depressive Verstimmungen. Alles bekannt und nicht dazu angetan, eine verminderte Schuldfähigkeit zu begründen. Und der Rest war bestenfalls irrelevant..


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15.03.2019 um 19:11
Falstaff schrieb:Und der Rest war bestenfalls irrelevant..
... man könnte auch sagen, er machte dem Namen des Magazins alle Ehre, weil's halt nur Geschwätz war.

Das ist ein Hinweis auf den heute abgelaufenen Prozesstag:
https://www.stimme.de/hohenlohe/nachrichten/sonstiges/Weitere-Zeugen-sagen-im-Fall-Ole-aus;art140018,4167491
Widersprüchliche Angaben zum Tathergang

Doch zum angeblichen Tathergang hat sich die Angeklagte widersprüchlich geäußert. Ähnlich widersprüchlich waren im seitherigen Verfahren auch die Zeugenaussagen zur Person der Angeklagten. Freundinnen berichteten von depressiven Phasen. Andere aber widersprachen dem und schilderten die Angeklagte als lebensfrohe Person.

Die Kammer will den gesamten Freitag verhandeln. Wunsch ist, dass das Verfahren vor Ostern abgeschlossen werden kann. Sollte das nicht gelingen, müsste der Fall wegen der Schwangerschaft einer Richterin neu aufgerollt werden.


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15.03.2019 um 19:36
oh nein, dieser bruder hat sich in meinen augen mit seiner aussage mehr als lächerlich gemacht.

ich überleg, für welchen zweck die in dem prozess hilfreich sein könnte...??!!?

vielleicht dafür, wie @Falstaff es geschrieben hat?lach


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15.03.2019 um 19:45
@emz
Dem widerspricht allerdings das psychiatrische Gutachten.
Eben. Das ist auch offenbar dem Bruder aufgefallen, denn er beschwert sich ja darüber, dass die Psychiater nichts bemerkt hätten.
Um diese Beurteilung ins Wanken zu bringen, erzählt er eben auch von seinen eigenen psychischen Auffälligkeiten. Soll eventuell andeuten, dass diese Erkrankungen familiär bedingt wären und die Täterin somit unschuldig.

Ansonsten kann ich mir den Nutzen seiner Aussage nicht erklären.


@Falstaff
Alles bekannt und nicht dazu angetan, eine verminderte Schuldfähigkeit zu begründen.
Vor allem aber auch, da sich die angebliche Kranke aber vehement weigerte, sich behandeln zu lassen.


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15.03.2019 um 19:53
off-peak schrieb:Alles bekannt und nicht dazu angetan, eine verminderte Schuldfähigkeit zu begründen.
Vor allem aber auch, da sich die angebliche Kranke aber vehement weigerte, sich behandeln zu lassen.
So wie es der Bruder dargestellt hat liegt der Verdacht nahe, dass die Frau ihre depressiven Stimmungen auch zu manipulativen Zwecken eingesetzt hat. So hat sie sich zum Beispiel eine Fahrt nach München, aber auch die Hilfe bei der Steuererklärung ergattert. Frühere Zeugen haben bereits berichtet, dass sie sich auf diese Weise auch Gesellschaft organisiert hat, wenn sie sich alleine fühlte ("Kann ich bei euch bleiben?"). Dass sie andererseits psychologische Hilfe oder medizinische Hilfe vehement abgelehnt hat, bestätigt den Verdacht.

Ich will nicht behaupten, dass die Frau nicht wirklich unter depressiven Verstimmungen gelitten hat. Sondern nur ergänzen, dass sie die offenbar auch gerne zur Manipulation ihres Umfelds genutzt hat, das nach Aussage des Bruders davon auch zunehmend genervt war.


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15.03.2019 um 19:56
komisch, dass der sohn nie davon wusste und es so wohl nicht wahr nahm wie geschildert.


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15.03.2019 um 20:02
@Falstaff
auch zu manipulativen Zwecken eingesetzt hat.
Hier bin ich mal etwas vorsichtiger - Depressive fühlen sich halt zu vielem nicht von alleine in der Lage. Auch das Aufsuchen von Gesellschaft kann man eigentlich niemanden zum Vorwurf machen.
Es gibt außerdem eine Art Depression, bei denen es den Betroffenen tatsächlich besser geht, sowie sie in menschlicher Gesellschaft sind.
Dass sie andererseits psychologische Hilfe oder medizinische Hilfe vehement abgelehnt hat, bestätigt den Verdacht.
Es kommt leider durchaus vor, dass jemand, der eigentlich dringend Hilfe bräuchte, dies entweder nicht erkennt und deshalb ablehnt, oder meint, es ginge auch ohne. Die Angst vor Psychopharmaka ist ebenfalls verbreitet.
Ein Ablehnen von Medikamentationen muss daher keine böse Absicht, sondern kann auch die Folge des Nichterkennes der Schwere des Problems bzw des Nichtvertrauens in die Behandlung sein.


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15.03.2019 um 20:07
off-peak schrieb:Es kommt leider durchaus vor, dass jemand, der eigentlich dringend Hilfe bräuchte, dies entweder nicht erkennt und deshalb ablehnt, oder meint, es ginge auch ohne. Die Angst vor Psychopharmaka ist ebenfalls verbreitet.
Mag ja alles sein - aber es kommt doch auch vor dass Kranke im Allgemeinen und Depressive im Besonderen ihre Beschwernisse zu manipulativen Zwecken einsetzen?


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15.03.2019 um 20:08
@Falstaff
aber es kommt doch auch vor dass Kranke im Allgemeinen und Depressive im Besonderen ihre Beschwernisse zu manipulativen Zwecken einsetzen?
Das hängt vom Charakter der Betreffenden ab, ist aber kein allgemein gültiges Symptom von Depressionen.


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15.03.2019 um 20:17
off-peak schrieb:Das hängt vom Charakter der Betreffenden ab, ist aber kein allgemein gültiges Symptom von Depressionen.
Das klar - aber nach allem was bisher bekannt geworden ist entsteht bei mir der Eindruck, dass sie ihren Weltschmerz auch mal gerne bewusst oder unbewusst eingesetzt hat um ihr Umfeld zu manipulieren. Wir werden es nie erfahren, aber ich halte es für gut möglich dass sie auch gegenüber den Eltern von Ole das ein oder andere mal so etwas gesagt hat wie "Ohne Ole macht mein Leben keinen Sinn mehr". Spekulation, aber keine haltlose...


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15.03.2019 um 20:22
Mir fällt zu der Aussage nur ein Wort ein - Schmierentheater. Das ist ja wohl ein Witz ! Lauter Behauptungen, die in eine Richtung gehen, die Angeklagte soll psy. so krank sein, daß sie quasi gar nichts dafür kann, daß sie Ole erwürgt hat. Verzweifelte Versuche der Verteidigung doch evt noch etwas "zu retten". Schlechte Kindheit, der verstorbene Mann war dem Alkohol zugeneigt, sie selbst hat im Urlaub mal total über die Stränge geschlagen und zuviel Geld ausgegeben usw usw. Nichts davon kann als Erklärung für die Tötung herangezogen werden.


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15.03.2019 um 20:26
Soeben veröffentlicht:

https://www.stimme.de/hohenlohe/nachrichten/sonstiges/Veraenderungen-im-Gehirn-der-angeklagten-Pflege-Oma;art140018,4168...
Am Freitagabend gegen 18 Uhr berichtet der psychiatrische Gutachter Dr. Thomas Heinrich dann: Die MRT-Untersuchung hat Veränderungen im Gehirn von Elisabeth S. sichtbar gemacht.

Mit Spannung erwartet

Damit korrigiert der psychiatrische Sachverständige sein Gutachten im Fall Ole. Er hatte der des Totschlags an dem kleinen Ole angeklagten Elisabeth S. zuvor höchstens eine leichte Depression attestiert. Nun sagt er: Die vaskulären Schäden können Hinweis sein auf eine organische Depression. Damit ist für ihn eine eingeschränkte Schuldfähigkeit der 70-jährigen Angeklagten denkbar. Eine solche organische depressive Störung könne deutlichen Einfluss auf die Steuerungs- und Erinnerungsfähigkeit der Angeklagten haben.


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15.03.2019 um 20:56
Sieh mal einer an!

Es ist schon ein starkes Stück, dass eine so wichtige Untersuchung erst von einem Verteidiger erbettelt werden muss. Sie hätte automatisch gemacht werden müssen!


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15.03.2019 um 21:28
AlteTante schrieb:Es ist schon ein starkes Stück, dass eine so wichtige Untersuchung erst von einem Verteidiger erbettelt werden muss. Sie hätte automatisch gemacht werden müssen!
Das sieht der Psychiater anders:
Heinrich stellt klar: Weder die Begutachtung der Angeklagten noch deren Angaben zur ihrer Vergangenheit oder die Aussagen der Zeugen hätten Anlass zu weitergehenden und bildgebenden Untersuchungen gegeben. Deshalb sei das im Vorfeld nicht gemacht worden. Zumal derartige Untersuchungen mit Strahlenbelastungen einher gingen.
Aber wer nun Recht hat, ich kann es nicht abschätzen.


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15.03.2019 um 21:29
Falstaff schrieb:Oder will man ernsthaft suggerieren dass in der Familie eine mysteriöse Vampirkrankheit umgeht die die Familienmitglieder dazu zwingt, anderen nachts an die Gurgel zu gehen?
Ja, genau das. Liegt in der Familie und Frau S. kann nichts dafür. Und wenn man gar nicht steuerungsfähig ist, kann man natürlich auch nicht belangt werden. Jedenfalls nicht so richtig. Ich geh' dann mal kotzen.


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15.03.2019 um 21:32
@emz

Das ist mir egal. Die Angeklagte hat das Recht, dass auch möglicherweise entlastende Indizien ermittelt werden. Und dazu gehört (vor allem, wo sie nicht mehr die Jüngste ist) auch ihre Gesundheit. Ein solches Recht dürfte nicht erst eingeklagt werden müssen (von der Verteidigerin), nur weil die dafür Zuständigen das nicht machen wollen.

Anderen Angeklagten gesteht man das schließlich auch zu. Warum nicht in diesem Fall? Weil die Tötung eines Kindes in den Augen der Öffentlichkeit als schlimmer angesehen wird als ein "normaler" Mord?


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