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Eltern finden toten Sohn (7) bei Bekannter (69)

3.025 Beiträge, Schlüsselwörter: 2018, Kind Tot

Eltern finden toten Sohn (7) bei Bekannter (69)

11.04.2019 um 12:42
Die gesundheitlichen Einschränkungen sind mMn nicht gravierend. Eine Psychose wäre längst aufgefallen.
Ich glaube ferner nicht, dass man ein Kind deshalb tötet, weil man es nicht
" verlieren" will.
Sie war meines Wissens auch nicht depressiv.
Man sollte es nicht unterschätzen, aber eine Frau kann in diesem Alter schon sehr einsam sein und nach körperlichen Kontakt dürsten
Warum ist es nachts passiert und nicht tagsüber? Sie war mit ihm allein. Vom Knuddeln ist der Übergang zum Kuscheln nicht groß.
Oder deckt sie jemanden?


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11.04.2019 um 12:56
@marisa2
Willst du jetzt hier den Faden neu starten?
Das wurde hier alles schon diskutiert.
Der Gerichtsprozess ist beendet, das Gericht ist zu einem Urteil gekommen. Warte die Urteilsbegründung ab, dann kannst du genau nachlesen, welches Bild sich das Gericht vom Fall bzw. einem möglichen Tatablauf gemacht hat/machen konnte. Zum Tatmotiv kann man bis in alle Ewigkeiten diskutieren, das kennt nur die Verurteilte.


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11.04.2019 um 15:31
Hannes_F schrieb:
Objektiv betrachtet habe sie aber einen Mord aus Heimtuecke in einem besonders schweren Fall begangen, so der Richter. Aber da sie krank sei, werde sie wegen Totschlags und nicht wegen Mordes verurteilt.
Lichtenberg schrieb:Die Dame von "Gschwätz" hat leider keine Ahnung. Eigentlich hätte sie auch nur wiedergeben müssen, was der Richter in der Urteilsbegründung gesagt hat:

Das Mordmerkmal der Heimtücke wurde nicht deswegen verneint, weil die Angeklagte bei Tatbegehung vermindert schuldfähig war. Vielmehr hat das Gericht die objektiven Voraussetzungen der Heimtücke bejaht, jedoch angenommen, dass die Angeklagte diese objektiv gegebenen Umstände "absichtlich" zur Tat ausnutzte. Ihre fehlte, so das Gericht, mithin der Vorsatz hinsichtlich der objektiven Merkmale der Heimtücke.
Verstehe ich nicht. Bei Gschwätz steht doch gar nichts anderes, nur für den Laien etwas verkürzt. Oder würdest du sagen, dass eine verminderte Schuldfähigkeit gar nicht angenommen wurde? Es gibt ja zwei Kernaussagen:

1. Aber eine alleinige mittelschwere Depression haette nicht gereicht, eine verminderte Schukdfaehigkeit anzuerkennen. Zusätzlich seien jedoch Veränderungen im Gehirn im MRT sichtbar gewesen.
Daraus würde ich schließen, dass durch das Vorhandensein beider Faktoren (Depression + MRT) letztlich eine verminderte Schuldfähigkeit attestiert wurde.

2. Sie habe diesen Umstand der Arg- und Wehrlosigkeit aber nicht bewusst ausgenutzt, sondern wollte in dem Moment nur ihre Ruhe haben

Wenn Heimtücke schon durch die "nicht bewusste Ausnutzung" der Arg- und Wehrlosigkeit des Jungen vom Tisch war, wozu dann noch die verminderte Schuldfähigkeit?


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11.04.2019 um 16:13
Kann man ungefähr einschätzen, wann das Urteil in Schriftform vorliegt?

Ich vermute, dass dann etliche der Fragen, die uns hier beschäftigen, beantwortet werden können.


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11.04.2019 um 16:45
Hannes_F schrieb:Verstehe ich nicht. Bei Gschwätz steht doch gar nichts anderes, nur für den Laien etwas verkürzt. Oder würdest du sagen, dass eine verminderte Schuldfähigkeit gar nicht angenommen wurde? Es gibt ja zwei Kernaussagen:
Wesentlich ist, dass die Feststellung einer Straftat zunächst nichts mit der Feststellung einer verminderten Schuldfähigkeit zu tun hat.

Es wird geprüft: a) liegen die objektiven Voraussetzungen der Straftat vor? b) Hatte der Täter einen entsprechenden Vorsatz zur Verwirklichung dieser objektiven Voraussetzungen (also die Tatbestandsmerkmale) c) handelte er rechtswidrig? d) handelte er schuldhaft?

Das Gericht sah also die objektiven Mermale eines Heimtückemordes als gegeben an. Das Gericht sah es auch als gegeben an, dass die Angeklagte vorsätzlich hinsichtlich der Tötung handelte. Das Gericht sah es nicht(!) als gegeben an, dass die Angeklagte die objektiven Merkmale der Heimtücke vorsätzlich zur Tötung ausnutzte. Insofern war der subjektive Tatbestand eines Heimtückemordes nicht erfüllt. Das Gericht sah auch keine anderen Mordmerkmale als gegeben an. Insofern erkannte das Gericht auf Totschlag.

Bis hierhin ist und bleibt es Totschlag.

Jetzt zur Schuld: Hier ist (offensichtich) das Gericht davon überzeugt, das die Angeklagte im Zustand verminderter Schuldfähigkeit die Tat begangen hat. Warum das Gericht davon ausgegangen ist, von welchen Beweisen und/ oder Indizien es sich leiten ließ, weiß ich nicht. Wichtig ist aber, dass jeder Straftäter nach dem Maß(!) seiner Schuld zu bestrafen ist. Und dieses Maß an Schuld war bei der Angeklagten nicht so hoch, weil sie vermindert schuldfähig war.

Hinsichtlich des Vorsatzes bezüglich der Heimtückemerkmale kann(!) es durchaus sein, dass das Gericht sich auch auf eine psychische Störung stützt und so begründet, dass der Angeklagten ein Ausnutzen der besonderen arg- und wehrlosen Lage des Jungen nicht bewusst war.


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11.04.2019 um 18:40
marisa2 schrieb:Warum ist es nachts passiert und nicht tagsüber?
Ganz einfach, weil das Kind tagsüber nicht bei ihr war.

Es gibt übrigens keinerlei Hinweise, die auf einen Missbrauch schließen lassen könnten.


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12.04.2019 um 19:48
@Lichtenberg
Danke für die ausführliche Erläuterung. Dann scheint aber – mit Bezug auf die nachfolgende Aussage – die Redakteurin von Gschwätz doch nicht so ahnungslos.
Lichtenberg schrieb:Hinsichtlich des Vorsatzes bezüglich der Heimtückemerkmale kann(!) es durchaus sein, dass das Gericht sich auch auf eine psychische Störung stützt und so begründet, dass der Angeklagten ein Ausnutzen der besonderen arg- und wehrlosen Lage des Jungen nicht bewusst war.


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18.04.2019 um 12:10
Elisabeth S. akzeptiert ihre Strafe, das Urteil ist jetzt rechtskräftig. Auch die Eltern legen keine Rechtsmittel ein.

https://www.stimme.de/hohenlohe/nachrichten/kuenzelsau/Pflege-Oma-akzeptiert-ihre-Haftstrafe;art1912,4182964


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