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Eltern finden toten Sohn (7) bei Bekannter (69)

3.025 Beiträge, Schlüsselwörter: 2018, Kind Tot

Eltern finden toten Sohn (7) bei Bekannter (69)

27.01.2019 um 20:51
Falstaff schrieb:Aber bei Ersticken, da steht eine absichtliche Tötung ja eigentlich außer Frage
Das lässt nahe legen, dass die Tötung wirklich nicht geplant war sondern spontan erfolgte. Und, dass sie in einem psychischen Ausnahmezustand war, da sie komplett irrational gehandelt hat. Meiner Meinung nach wäre das auch die beste Strategie für die Verteidigung gewesen.


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27.01.2019 um 20:54
Morgen geht der Prozess weiter und der GM sagt aus, habe ich in Erinnerung. Das klärt hoffentlich einige Fragen. Ich bin sehr gespannt auf diese Aussage.


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27.01.2019 um 21:31
@Falstaff
Ich weiß nicht. Am Wochenende könnte man schon nach 20h baden. Vielleicht hatte er eingenässt. Aber es ist wirklich alles nur Spekulation.
Es könnte bsw. auch sein, dass der Junge plötzlich Nachhause wollte, schlecht geträumt, vielleicht ist ihm die psychische Veränderung instinktiv aufgefallen. Vielleicht eine Kombi aus dem, was @MaybeX
schrieb: Er wacht auf, sie weint, ihm wird das unheimlich, er will Nachhause, sie wird wütend.
Ich kenne das auch von meinem Kind, dass sich diese Situationen verändern können, wo ein Kind gerne ist.

Jedenfalls glaube ich, dass die Fixierung auf den Jungen ungesund war. Kinder sind ja nicht zuständig dafür das Leben von Erwachsenen zu stabilisieren.


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27.01.2019 um 21:38
Vernon2 schrieb:Ich kenne das auch von meinem Kind, dass sich diese Situationen verändern können, wo ein Kind gerne ist.
Das stimmt. Hatte ich erst vor kurzem mit meiner 5 jährigen Nichte, die plötzlich von einem Moment auf den anderen nachhause wollte.

Kann gut sein, dass sowas bei ihr das Fass zum Überlaufen brachte. Aber was wirklich passierte, wird wohl immer Spekulation bleiben, da nicht damit zu rechnen ist, dass die Angeklagte noch näheres dazu aussagt.


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27.01.2019 um 21:41
Vernon2 schrieb:Jedenfalls glaube ich, dass die Fixierung auf den Jungen ungesund war. Kinder sind ja nicht zuständig dafür das Leben von Erwachsenen zu stabilisieren.
Ein Satz der das Kernproblem dieses Falles sehr gut auf den Punkt bringt. Die Frau hat schwer geklammert und ehrlich gesagt glaube ich, dass sich nicht der Junge aus der Klammerung lösen wollte, sondern eher seine Eltern. Nach dem Sternartikel, hat sie die Familie ja regelrecht für sich vereinnahmt und sich aufgedrängt. Die Eltern scheinen versucht zu haben, so sanft wie möglich Abstand zu schaffen um die labile Frau nicht gänzlich aus dem Gleichgewicht zu bringen. So gesehen könnte die Angeklagte den Jungen auch als Rache für die Kränkung durch die Zurückweisung umgebracht haben.

Die meisten von uns dürften Fälle kennen, in denen hinter fürsorglichen Handlungen einer Person ganz allmählich penetrante Eigeninteressen hervortreten. Es ist außerordentlich schwierig sich von so jemandem zu distanzieren, weil man sich wegen der vordergründigen Fürsorglichkeit verpflichtet fühlt.


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27.01.2019 um 21:58
@Falstaff
Ja, ich bin völlig deiner Meinung. So sehe ich das auch, aber denkst du nicht, dass die Eltern, wenn sie bewußt so empfunden hätten, jetzt beim Prozess dies nicht zur Sprachen bringen würden?
Es wurde uns zuviel, wir wollten ein bisschen Distanz, etwas stimmte nicht an der Beziehung etc.
Die Eltern haben ja nichts mehr zu verlieren.
Die Eltern wirken ja so, als würden sie wirklich auf dem Schlauch stehen und hätten überhaupt keine Erklärung.


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27.01.2019 um 22:23
@Vernon2
Die Eltern haben sogar sehr viel zu verlieren: „Ihr gutes Gewissen!“ Es ist häufig der Fall, dass sich Eltern nach dem Tod eines Kleinkindes schuldig fühlen. Selbst dann, wenn objektiv kein Grund für elterliche Schuldgefühle gegeben ist.

Die Eltern werden evtl. vermuten, sie hätten ihrem Kind geschadet, weil sie die Angeklagte nicht enttäuschen wollten.

Beide tun mir einfach nur unendlich leid. Gerade, weil es scheint, dass sie nicht voller Hass auf die Angeklagte sind.


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28.01.2019 um 06:55
Vernon2 schrieb:Ja, ich bin völlig deiner Meinung. So sehe ich das auch, aber denkst du nicht, dass die Eltern, wenn sie bewußt so empfunden hätten, jetzt beim Prozess dies nicht zur Sprachen bringen würden?
Nein - die Eltern sind nicht dumm, sie werden wissen dass bereits über sie getuschelt wird ("wie konnten die ihr Kind nur zu so einer Frau bringen" ). Wenn sie jetzt öffentlich eingestehen würden dass sie der Frau aus guten Gründen überdrüssig geworden waren und ihr Kind nur noch ab und an hinbrachten damit die Frau nicht ganz auseinanderfällt, würde das die unvermeidbaren Spekulationen nur noch anheizen. Sie müssen so tun als sei Alles in bester Ordnung gewesen, um sich nicht öffentlichen Vorwürfen auszusetzen sie hätten es an "Due Diligince" mangeln lassen.

Bei näherer Betrachtung wirkt die Begründung Ole könne wegen der Schule nicht mehr kommen, auch ein wenig vorgeschoben: Das Sozialleben eines 7-jährigen ist nicht wesentlich komplexer als das eines 6-jährigen. 7-jährige haben sogar häufig mehr Zeit nachmittags, weil sie noch keine Mittagsschule haben. Und Hausaufgaben hätte auch die Ersatzoma mit dem Jungen erledigen können.

Die Angeklagte hatte Freunde, hat sie aber wohl zunehmend mit ihrer Bedürftigkeit vergrault - kein Mensch will eine 70jährige am Hals haben, die sich wie eine 12-jährige verhält. Würde mich wundern, wenn die Familie das wesentlich anders empfunden hätte...


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28.01.2019 um 07:03
Noch ein Nachtrag: Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Eltern des Jungen all die Anzeichen für eine psychische Labilität der Frau übersehen konnten, die bisher von wirklich jedem Zeugen mehr oder weniger übereinstimmend vorgebracht wurden. Natürlich konnten sie nicht damit rechnen dass so etwas passiert - aber ich glaube eben auch nicht, dass das Verhältnis so gänzlich unbeschwert war.


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28.01.2019 um 08:19
Falstaff schrieb:Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Eltern des Jungen all die Anzeichen für eine psychische Labilität der Frau übersehen konnten, die bisher von wirklich jedem Zeugen mehr oder weniger übereinstimmend vorgebracht wurden. Natürlich konnten sie nicht damit rechnen dass so etwas passiert - aber ich glaube eben auch nicht, dass das Verhältnis so gänzlich unbeschwert war.
@Falstaff
Ich kann es mir dagegen sehr gut vorstellen, weil Beeinträchtigungen bis zu einem bestimmten Grad überspielt werden können. Wenn man sich nicht täglich gesehen hat, haben Andere ihre Downs nicht mitbekommen. Wenn man sich eher selten gesehen hat- und dann in Begleitung des Jungen- wird sich die Frau über die Maßen gefreut und einen positiven Eindruck gemacht haben.

Ich glaube nicht, dass die Eltern eine Chance hatten, zuerkennen, dass es ihr nicht gut ging. Von einer Trübung des Verhältnisses kann man nicht ausgehen.


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28.01.2019 um 08:22
frauzimt schrieb:Ich glaube nicht, dass die Eltern eine Chance hatten, zuerkennen, dass es ihr nicht gut ging. Von einer Trübung des Verhältnisses kann man nicht ausgehen.
Laut Sternartikel, soll sie die Eltern mit der Begründung sie habe sonst niemanden dazu manipuliert haben, auf ihren Geburtstag zu kommen. Das ist natürlich kein Hinweis auf eine schwerwiegende Störung, aber zumindest auf ein manipulatives Umklammern. Gut möglich dass so etwas öfter vorkam und die Eltern den Kontakt zurückfahren wollten, weil es ihnen zu penetrant wurde.

Ich verstehe auch nicht, warum sich die Frau so mit Händen und Füßen gegen professionelle, psychiatrische Hilfe gewehrt hat. Natürlich können die nicht zaubern, aber in den heutigen Einrichtungen kann man zumindest seine Einsamkeit überwinden, trifft Gleichgesinnte, lernt neue Hobbies und Coping-Strategien, etc. Auch hätte sie dort ihre Kümmerer-Leidenschaft ausleben können.
Ob sie das Stigma vermeiden wollte? Dafür hat sie nun das Stigma einer Kindermörderin...


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28.01.2019 um 08:47
Falstaff schrieb:Dafür hat sie nun das Stigma einer Kindermörderin...
das hat sie selber nicht vorhergesehen.
und dein erster punkt, die von dir genannte manipulative umklammerung - und die lösung aus einer solchen, kommen wer weiss wie oft vor, ohne, dass etwas gravierendes passiert.


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28.01.2019 um 09:09
frauzimt schrieb:und dein erster punkt, die von dir genannte manipulative umklammerung - und die lösung aus einer solchen, kommen wer weiss wie oft vor, ohne, dass etwas gravierendes passiert.
Ja natürlich, habe ja gesagt dass die unmöglich diese Tat vorausahnen konnten.


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28.01.2019 um 09:38
Falstaff schrieb:Noch ein Nachtrag: Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Eltern des Jungen all die Anzeichen für eine psychische Labilität der Frau übersehen konnten, die bisher von wirklich jedem Zeugen mehr oder weniger übereinstimmend vorgebracht wurden. Natürlich konnten sie nicht damit rechnen dass so etwas passiert - aber ich glaube eben auch nicht, dass das Verhältnis so gänzlich unbeschwert war.
Das kann ich mir sogar sehr gut vorstellen. Sie wird sich Oles Eltern gegenüber völlig anders verhalten haben, um die eigene Unverzichtbarkeit nicht zu untergraben.


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28.01.2019 um 11:23
Ich zitiere hier einmal aus dem Stern-Artikel
Doch die gemeinsamen Stunden mit Ole werden weniger. Der Junge ist jetzt in der zweiten Klasse. Er fährt nach der Schule Roller, lernt schwimmen, Karate, spielt Tennis, trifft Freunde. Die Eltern wollen, dass er als Einzelkind "viele Sozialkontakte" zu Gleichaltrigen hat
Mit Karate, Schwimmen und Tennis war der Junge schon mal drei Nachmittage in der Woche beschäftigt und das Wochenende gehörte wahrscheinlich den Eltern. Da blieb nicht mehr viel.

Auch wenn ich jetzt wahrscheinlich verbal gelyncht werde, ich hoffe, die Angeklagte bleibt dabei und lässt sich nicht zu einem Geständnis drängen. Meiner Meinung nach könnte sich das auf ein Urteil womöglich negativ auswirken. So ist das Gericht gezwungen, ihr die Tat in allen Punkten nachzuweisen.


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28.01.2019 um 11:30
emz schrieb:Auch wenn ich jetzt wahrscheinlich verbal gelyncht werde, ich hoffe, die Angeklagte bleibt dabei und lässt sich nicht zu einem Geständnis drängen. Meiner Meinung nach könnte sich das auf ein Urteil womöglich negativ auswirken. So ist das Gericht gezwungen, ihr die Tat in allen Punkten nachzuweisen.
Ich hoffe es nicht dass die Angeklagte nichts mehr sagt - ich erwarte es allerdings. Das wäre jedenfalls das erste, was ich von seiten der Verteidigung tatsächlich nachvollziehen könnte: Zurücklehnen und das Gericht strampeln lassen - die müssen die Schuld feststellen. Gegenüber den Eltern kann sie sich auch hinterher noch äußern, dafür ist das Gericht nicht die richtige Bühne.

Mittlerweile fühle ich mich allerdings in meiner ersten Einschätzung bestärkt, dass die Wahrheit nicht dazu beitragen kann das Leid der Eltern zu lindern - eher im Gegenteil. Ich vermute sehr niedrige Beweggründe hinter der Tat...


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28.01.2019 um 11:36
Sollte der GM Erwürgen als Todesursache bestätigen, iat es eigentlich unerheblich, ob die Angeklagte aussagt oder schweigt. Natürlich wüsste man gern die Dynamik der Tat, vor allem die Eltern, aber für das Urteil bedarf es sie letztlich nicht, zumal die Angeklagte ja schon die Verantwortung für den Tod übernommen bzw eingeräumt hat.
Für sie ist es ganz sicher besser zu Schweigen. Sonst tischt sie womöglich noch abstrusere Geschichten auf. Das kann keiner wollen. Ihre Anwälte werden sie also hoffentlich entsprechend beraten.


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28.01.2019 um 12:02
auchhier schrieb: Natürlich wüsste man gern die Dynamik der Tat, vor allem die Eltern, aber für das Urteil bedarf es sie letztlich nicht, zumal die Angeklagte ja schon die Verantwortung für den Tod übernommen bzw eingeräumt hat.
Doch, auf das Urteil könnte das durchaus Einfluss haben. Es könnte hierbei darum gehen, ob ein Urteil wegen Totschlag oder Mord ergeht. Ob die Angeklagte die Verantwortung für das Geschehen übernimmt, ist allerdings ohne Bedeutung.


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28.01.2019 um 12:20
Doch, auf das Urteil könnte das durchaus Einfluss haben. Es könnte hierbei darum gehen, ob ein Urteil wegen Totschlag oder Mord ergeht.
Es ist ihr Recht zu Schweigen, sich nicht weiter zu Belasten.
Wie ein mehrminütiger Würgeprozess an einem arglosen Kind vom Gericht letztlich gewertet wird - Mord oder Totschlag - werden wir sehen. Wahrscheinlich wird es auf Totschlag hinauslaufen.
Eventuell kommt aber auch das Mordmerkmal der 2.Gruppe zum Tragen:
Heimtückische Tötung: Heimtückisch tötet, wer die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst zur Tatbegehung ausnutzt. Dieses Mordmerkmal ist besonders praxisrelevant. Hier bieten sich viele Ansatzpunkte für die anwaltschaftliche Verteidigung.
Daher wird die Aussage des GM interessant, also ob sich hier Ansatzpunkte in die ein oder andere Richtung ergeben.
Natürlich - ohne Frage- ist die Angeklagte gut beraten, sich nicht zu äußern. Sollte sie den Jungen beispielsweise im Schlaf erwürgt haben und das so auch zu Protokoll geben, hätte es das Gericht natürlich um einiges leichter, das Strafmaß eindeutig festzulegen. So bleibt zu hoffen, dass der GM wichtige Anhaltspunkte liefert. Davon gehe ich aus bzw ist das aktuell meine Hoffnung.


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28.01.2019 um 12:50
@auchhier

Heimtücke scheint allerdings bei Kindern nicht zu greifen.
Wenn ich das richtig im Kopf habe, wurde das auf den vorangegangenen Seiten ausführlicher diskutiert.


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