Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

18.09.2018 um 14:18
Gurnemanz schrieb:Wo Schnee geräumt wird, da wohnen auch Menschen, sonst würde die Sraße nicht geräumt, das könnte man durchaus denken. Wenn
Wer redet hier von Schneeräumen?
Der Weg im Wald, dem sie gefolgt sind, war doch bloss eine Spur eines mit Raupen angetriebenen Schneemobils. Das hat mit schneeräumen rein gar nix zu tun...
Da war, so verstehe ich das, eine vermutlich ca 1m breite Spur mit niedergewalztem Schnee, gewissermassen ein vorgespurter Trampelpfad im Schnee.


melden
Anzeige
Praline
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

18.09.2018 um 14:20
frauzimt schrieb:Für eine einzelne Hütte wird nicht so ein Aufwand getrieben.
mike_N schrieb:Der Weg im Wald, dem sie gefolgt sind, war doch bloss eine Spur eines mit Raupen angetriebenen Schneemobils.
Das hat mit schneeräumen rein gar nix zu tun...
Alles klar. Dann sind die Infos vermutlich auch nur gestreut worden, damit die Geschichte geheimnisvoller erscheint:

99109c264e87 Schneemobil
https://imgur.com/a/dlyQS

Google Übersetzer:
Eine mögliche Erklärung für ihre Route ist jedoch, dass die Männer die Spuren eines Forest Service-Schneefahrzeugs, das am Tag vor dem Verschwinden die Straße hinaufgefahren ist, gesehen und verfolgt haben.

Wie zur Ironie, die den Vorfall heimgesucht hatte, war das Schneefahrzeug direkt zum Wohnwagen gefahren, wo Weiher Schutz suchte,
um Schnee vom Dach des Anhängers zu entfernen, damit es nicht zusammenbrach.
Es war die letzte Fahrt auf dieser Bergstraße, die das Fahrzeug im Winter machte.


melden

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

18.09.2018 um 14:26
mike_N schrieb:Wer redet hier von Schneeräumen?
Der Weg im Wald, dem sie gefolgt sind, war doch bloss eine Spur eines mit Raupen angetriebenen Schneemobils. Das hat mit schneeräumen rein gar nix zu tun...
Da war, so verstehe ich das, eine vermutlich ca 1m breite Spur mit niedergewalztem Schnee, gewissermassen ein vorgespurter Trampelpfad im Schnee.
@Praline
Ich habe das überlesen.
Dachte, es handelte sich um die Profilspuren eines Arbeitsfahrzeugs.


melden
Praline
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

18.09.2018 um 16:37
@Ahmose
Ahmose schrieb:Und drei der Toten fand man tief im Wald, nicht neben der Straße.
Nach meinem Verständnis haben die Männer ihren Wagen auf dem Oroville-Quincy-Highway stehen lassen,
und sind den Schneemobilspuren folgend -entlang eines sich vom Highway abzweigenden Bergweges- weitergelaufen.
Dieser Bergweg führt direkt zum Trailer.
An diesem vom Schneemobil geräumten Bergweg wurden später die Überreste von Jack Madruga und William Sterling gefunden,
11,4 Meilen (ca. 18,24 Kilometer) vom Auto entfernt.
The day after Weiher's body was discovered, searchers found the remains of Madruga and Sterling. They lay on opposite sides of the road to the trailer, 11.4 miles from the car. Madruga had been partially eaten by animals and dragged about 10 feet to a stream: he lay face up, his right hand curled around his watch. Sterling was in a wooded area, scattered over about 50 feet. There was nothing left of him but bones.
Google Übersetzer:
Am Tag nachdem Weihers Leiche entdeckt wurde, fanden die Forscher die Überreste von Madruga und Sterling.
Sie lagen auf gegenüberliegenden Seiten der Straße zum Anhänger, 11,4 Meilen vom Auto entfernt.
Madruga war teilweise von Tieren gefressen worden und etwa zehn Fuß zu einem Bach geschleppt worden.
Er lag mit dem Gesicht nach oben, die rechte Hand um seine Uhr gelegt.
Sterling war in einem Waldgebiet, verstreut über etwa 50 Fuß. Von ihm war nichts mehr übrig als Knochen.
Jack Huetts Überreste wurden auch nordöstlich des Trailers gefunden.
Two days later, just off the same road but much closer to the trailer, Jackie Huett's father found his son's backbone.
Huett's remains had lain northeast of the trailer, like Sterling's and Madruga's.
Google Übersetzer:
Zwei Tage später, gleich neben der Straße, aber viel näher am Wohnwagen, fand Jackie Huetts Vater das Rückgrat seines Sohnes.
Huett's Überreste lagen wie Sterling's und Madruga's nordöstlich des Anhängers.
Quelle:
https://www.washingtonpost.com/gdpr-consent/?destination=%2farchive%2flifestyle%2f1978%2f07%2f06%2f5-boys-who-never-come...

Möglicher Weise war Jack Huett auch auf dem Weg zum Trailer (nur näher am Trailer) zusammengebrochen, und in einer mittelgradigen
bis schweren Hypothermie bewußtlos geworden, und später erfroren.
Ebenso wie vermutlich Jack Madruga und William Sterling zuvor. (Die Männer hatte nur dünnes Zeug und entsprechende Schuhe an,
und bauten psychisch vermutlich stark ab, bis dann ggf. das gesamte System zusammenbrach.)

Bei dieser These/Annahme wären -wie bereits geschrieben- nur Ted Weiher und Gary Mathias bei der Hütte angekommen.


melden
Praline
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

18.09.2018 um 17:19
@Ahmose
Ahmose schrieb:Wobei ich schon denke das sich Schons ordentlich verständlich machen konnte.
Dazu fällt mir ein, dass man ja nicht weiss, ob der Mann tatsächlich nur einen Drink in der Kneipe zu sich genommen hatte ....
Es ist ja eben der Laden (Mountain House), in den Schones am nächsten morgen zu Fuß ging, um Hilfe für sich zu holen.
(Ich könnte mir vorstellen, dass dort bereits geschlossen war / Lichter aus etc., als die Männer dort Nachts vorbeifuhren.
Daher war ein Umdrehen, um in dieser Lodge nach Hilfe zu fragen, vermutlich auch keine Option.
Sie werden die Lodge, die im Dunkeln lag, wohl gar nicht gesehen haben.)
Shones said he lay in the car until it ran out of gas, and then while it was still dark he walked back eight miles to the lodge called Mountain House, where he had stopped for a drink before heading up the road. Just below his Volkswagen, in the place where he had heard the voices, he passed the Mercury Montego sitting empty in the middle of the road.
Quelle: https://www.washingtonpost.com/archive/lifestyle/1978/07/06/5-boys-who-never-come-back/f8b30b11-baeb-4351-89f3-26456a76a...

Eigentlich bemerkenswert, dass Schones nicht näher bzw. ganz bis zum Wagen der Gruppe hinlief, auch wenn die Scheinwerfer ausgeschaltet wurden. Weshalb drehte er wieder um, und ging zurück zu seinem Auto?
Am nächsten morgen ist er, zwar noch im Dunkeln aber doch vermutlich neugierig, am Wagen der Gruppe vorbeigelaufen,
und es fiel ihn nicht auf, dass der Wagen leer und eine Scheibe geöffnet war?
Irgendjemand wird Schones Wagen dann auch abgeholt haben, und dabei den Wagen der Männer zwei Mal gesehen haben.
Ist bekannt, ob sich diese Person wohl bei der Polizei gemeldet hatte?


melden

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

18.09.2018 um 20:36
Hallo,
ich denke der drehpunkt ist weiher. Ich versuche dies nun "mal anders" anzugehen.
- er hat massiv gewicht verloren
- er hat am längsten überlebt
- er ist verhungert
- er hatte frostbeulen, er hatte ein gangrän. Gefahr der infektion, daraus fieber. Bei fieber hat man hohen flüssigkeitsbedarf und einen hohen kalorienbedarf.
- die schuhe von mathias waren in der hütte. Seine schuhe nicht.
- seine sachen lagen neben ihm. Dabei eine uhr, die keiner kannte.
- die Einwicklung von ihm, zu welchem zweck.
- helfer bemerkten den strengen geruch beim öffnen der türe ( steht bei der seite disappearance gary mathias )
- das offene fenster war nicht repariert



Überlegungen hierzu:
- wann holte er sich die frostbeulen ? Er hätte auch die hütte erreichen können, ohne großen Erfrierungen. Und dann erst raus gehen, frostbeulen bekommen, umdrehen, zurück in die hütte. Ich rechne jetzt mal so: Frostbeulen ein paar tage nach dem verschwinden. Wenn sich diese infiziert haben, dauert das auch. Wenn ich von ca. 12 wochen überleben ausgehe, es 2 wochen dauert bis die infektion voll ausgebrochen ist, hätte er 10 wochen damit überleben müssen. Dies erscheint mir - unter den umständen in der hütte - unrealistisch. Ich bin kein arzt und es gibt nichts was es nicht gibt, aber es wundert mich.

- Ich musste leider schon öfters ein gangrän ( brand ) riechen. Riecht echt übel. Aber es war doch ein fenster offen und es war kalt. Solange der mensch lebt und warm ist riecht es. Stirbt der mensch und gefriert, riecht man nichts mehr. Damit es roch, hätte er noch nicht gefroren sein dürfen. Das würde aber heißen, er ist erst kurz vor dem eintreffen der helfer gestorben. Wie kurz kann ich nicht sagen.

Schönen abend an alle, loisel


melden

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

18.09.2018 um 21:09
loisel schrieb:Damit es roch, hätte er noch nicht gefroren sein dürfen. Das würde aber heißen, er ist erst kurz vor dem eintreffen der helfer gestorben. Wie kurz kann ich nicht sagen.
Er wurde ja im Frühling entdeckt, der Frost war schon lange weg, also normaler Verwesungsgeruch.


melden

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

18.09.2018 um 21:15
Hallo,
@MajorQuimby
stimmt, das hatte ich übersehen. Sorry.
Schönen abend an alle loisel


melden

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

18.09.2018 um 21:27
loisel schrieb:Bei fieber hat man hohen flüssigkeitsbedarf und einen hohen kalorienbedarf.
loisel schrieb: er hat massiv gewicht verloren
Das passt doch beides zusammen. Man kann bei hohem Fieber nichts essen. Der Appetit ist nicht da-
Hunger hatte ich bei Fieber nie.


melden

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

18.09.2018 um 21:34
Hallo @loisel , hallo @alle !

Ich gehe davon aus das sich Ted Weiher seine Erfrierungen an den Füßen nicht auf dem Marsch vom Auto zum Trailer zugezogen hatte. Eine leichte Erfrierung wäre nach mehreren Wochen ausgeheilt gewesen und bei einer Schweren wären die Füße schon "abgefault". Ich denke es könnte auch eine Folge einer lang anhaltenden Unterkühlung und des Nahrungsmangel gewesen sein.

Gruß, Gildonus


melden

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

19.09.2018 um 11:41
Praline schrieb:Alles klar. Dann sind die Infos vermutlich auch nur gestreut worden, damit die Geschichte geheimnisvoller erscheint:
Ein Räumfahrzeug ist über den Bergweg bis zum Trailer gefahren und hat dabei Spuren hinterlassen. Es hat dort aber sicherlich keine ordentlich geräumte Straße hinterlassen. Das lässt ja schon das Gelände nicht zu. Selbst die 162 aka Oroville-Quincy-Highway war damals nördlich von Brush Creek eine relativ schmale Schotterpiste.
Praline schrieb:Nach meinem Verständnis haben die Männer ihren Wagen auf dem Oroville-Quincy-Highway stehen lassen,
und sind den Schneemobilspuren folgend -entlang eines sich vom Highway abzweigenden Bergweges- weitergelaufen.
Dieser Bergweg führt direkt zum Trailer.
An diesem vom Schneemobil geräumten Bergweg wurden später die Überreste von Jack Madruga und William Sterling gefunden,
11,4 Meilen (ca. 18,24 Kilometer) vom Auto entfernt.
Richtig. Und das ist tief im Wald und nicht an der Straße. ;)
Praline schrieb:Dazu fällt mir ein, dass man ja nicht weiss, ob der Mann tatsächlich nur einen Drink in der Kneipe zu sich genommen hatte ....
Es ist ja eben der Laden (Mountain House), in den Schones am nächsten morgen zu Fuß ging, um Hilfe für sich zu holen.
(Ich könnte mir vorstellen, dass dort bereits geschlossen war / Lichter aus etc., als die Männer dort Nachts vorbeifuhren.
Daher war ein Umdrehen, um in dieser Lodge nach Hilfe zu fragen, vermutlich auch keine Option.
Sie werden die Lodge, die im Dunkeln lag, wohl gar nicht gesehen haben.)
Das Mountain House aka Brush Creek besteht schon aus mehreren relativ großen Gebäuden. Man fährt da direkt vorbei. Es gibt praktisch keine Chance das nicht zu bemerken. Es gibt dort auch Straßenschilder usw. Klar, es kann sein das es dort dunkel war. Aber der Weg nach Norden war ja auch dunkel. Ebenso wie der Bergweg in den Wald hinein. Da war nirgends Licht.

Und wo findet man wohl eher Hilfe und Unterschlupf? Bei mehreren großen Gebäuden oder im verschneiten Wald? Die Entscheidung nach Norden und danach in den Wald hinein zu gehen war schon ein ziemlich großer Fehler.
frauzimt schrieb:Das passt doch beides zusammen. Man kann bei hohem Fieber nichts essen. Der Appetit ist nicht da-
Hunger hatte ich bei Fieber nie.
90 Tage lang hohes Fieber? Das halte ich für unwahrscheinlich.


melden
Falstaff
Diskussionsleiter
anwesend
dabei seit 2018

Profil anzeigen
Private Nachricht
Lesezeichen setzen

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

19.09.2018 um 11:46
mike_N schrieb:Wer redet hier von Schneeräumen?
Der Weg im Wald, dem sie gefolgt sind, war doch bloss eine Spur eines mit Raupen angetriebenen Schneemobils. Das hat mit schneeräumen rein gar nix zu tun...
Da war, so verstehe ich das, eine vermutlich ca 1m breite Spur mit niedergewalztem Schnee, gewissermassen ein vorgespurter Trampelpfad im Schnee.
Zumindest ein sauber erkennbarer "Weg". Ob der nun von einer Raupe oder von einer Schneefräse verursacht wurde ändert nicht viel an der Vermutung, dass die Jungs davon ausgegangen sein könnten dass dieser Weg zu einem zivilisatorisch relevanten Ziel führte. Im Prinzip hätten sie mit der Vermutung ja sogar recht gehabt, nur in der Entfernung hätten sie sich schwer verschätzt.

Für mich ist das mittlerweile eine Entscheidung, die ich eher nachvollziehen kann. Vom Weg nach unten wussten sie, dass sie kilometerweit gehen mussten bis sie an ein Haus kämen. Also haben sie den anderen Weg versucht, was sich im Nachhinein als eine fatale Fehlentscheidung herausgestellt hat. Zu dem Zeitpunkt zu dem sie die Entscheidung getroffen haben, konnten sie das allerdings noch nicht wissen.


melden

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

19.09.2018 um 12:07
Ahmose schrieb:frauzimt schrieb:
Das passt doch beides zusammen. Man kann bei hohem Fieber nichts essen. Der Appetit ist nicht da-
Hunger hatte ich bei Fieber nie.
90 Tage lang hohes Fieber? Das halte ich für unwahrscheinlich.
@Ahmose
Es ging mir um den Gewichtsverlust. Der User Loisel hatte das in zwei Punkte getrennt, als wäre da ein Widerspruch herauszulesen:

loisel schrieb:
Bei fieber hat man hohen flüssigkeitsbedarf und einen hohen kalorienbedarf.
loisel schrieb:
er hat massiv Gewicht verloren


Ich habe vor Jahren bei einer schweren Grippe, 14 Tage lang über 40 Grad (Tag und Nacht),
7 kg abgenommen.

Drei Monate kann man das nicht überleben. Aber Fieber und Gewichtsverlust gehören zusammen.


melden

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

19.09.2018 um 13:35
frauzimt schrieb:... Drei Monate kann man das nicht überleben. Aber Fieber und Gewichtsverlust gehören zusammen. ...
Ich zweifle auch nicht an das dies so ist. Allerdings hat Weiher rund 45 Kilo abgenommen. Wir wissen nicht wie schnell dies geschah, aber es passt gut zu einem Zeitraum von 8 bis 12 Wochen. Allerdings müsste er während der Zeit ausreichend getrunken haben. Und hier haben wir eben den Widerspruch.

Wenn er Fieber hatte, dann brauchte er ja noch mehr Flüssigkeit und der Widerspruch würde immer größer und größer. Wenn er starkes Fieber hatte, dann muss ihn jemand versorgt haben. Aber damit vergrößern sich die Widersprüche nur noch mehr. Wovon lebte diese Person, die Weiher versorgte? Warum gab sie ihm ausreichend zu trinken, aber nichts zu essen? Wohin ist sie verschwunden?


melden

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

19.09.2018 um 13:51
Ahmose schrieb:Ich zweifle auch nicht an das dies so ist. Allerdings hat Weiher rund 45 Kilo abgenommen.
Wenn das so geschrieben wurde, lässt sich die Zahl nicht einfach ignorieren.

Ich für meinen Teil, setze hinter einige Informationen ein Fragezeichen.
der Fall ist im letzten Jahrhundert geschehen. Viele Fragen, die heute zu lösen wären, konnten damals noch nicht beantwortet werden. Ich korrigiere: "richtig" beantwortet.

Man hat für die Dauer seines Überlebens den Bartwuchs herangezogen.
ich hab vor langer Zeit in der Schule gehört, dass Haare und Fingernägel nach dem Tod weiter wachsen. Bestimmt nur sehr wenig, aber wohl doch etwas.

darum interessiert mich an diesem Fall eigentlich nur eins:
Warum hat sich die Gruppe so verhalten?
Und ich muss auch immer, wenn ich hier lese, an Lisanne Froon und Kris Kremers denken, die vielleicht unter ähnlichen Umständen in Panama umgekommen sind. Und mit ähnlich meine ich nicht "Schneesturm", sondern die Ahnungslosigkeit, mit der sie sich auf die Natur eingelassen haben.


melden
Falstaff
Diskussionsleiter
anwesend
dabei seit 2018

Profil anzeigen
Private Nachricht
Lesezeichen setzen

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

19.09.2018 um 13:52
Ahmose schrieb:Wenn er Fieber hatte, dann brauchte er ja noch mehr Flüssigkeit und der Widerspruch würde immer größer und größer. Wenn er starkes Fieber hatte, dann muss ihn jemand versorgt haben. Aber damit vergrößern sich die Widersprüche nur noch mehr. Wovon lebte diese Person, die Weiher versorgte? Warum gab sie ihm ausreichend zu trinken, aber nichts zu essen? Wohin ist sie verschwunden?
Interessant dass keiner der bekannten Berichte Details zur Getränkeversorgung enthält - man liest nur über die Essensrationen. Dabei ist klar, dass Weiher bis mindestens 3 Tage vor seinem Tod mit Flüssigkeit versorgt gewesen sein muss. Er muss also über mehrere Wochen zu trinken gehabt haben. Woher oder in welcher Form, steht nirgends - oder habe ich das nur überlesen?

Entweder ist Weiher erst nach vielen Wochen in einen Zustand verfallen, in dem er sich nicht mehr selbst versorgen konnte. Dann müsste allerdings mindestens eine weitere Person anwesend gewesen sein, die ihn am Schluss in die Laken einwickelte.

Oder aber Weiher wurde bereits früh versorgt und war danach bis zu seinem Tode alleine, weil die Anderen bei dem Versuch umgekommen sind Hilfe zu holen.

Für mich scheint die zweite Variante plausibler, weil ich mir einfach keinen Grund vorstellen kann, warum mindestens zwei Menschen trotz üppiger Lebensmittelvorräte hungern sollten. Das ist mit nichts erklärbar, zumal sie ja am Anfang auch auf die Vorräte zugegriffen haben.

Für das zweite Szenario - Weiher über Wochen alleine in einem hilflosen Zustand - müsste man dann nur noch klären, warum er nicht verdurstet ist. Und ich halte Schnee da nach wie vor für eine mögliche Variante. Natürlich lebt man mit einer Kugel Schnee pro Tag nicht gut und auch nicht jahrelang. Aber es sollte ausreichend sein um wochenlang nicht zu verdursten.


melden

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

19.09.2018 um 14:29
frauzimt schrieb:Wenn das so geschrieben wurde, lässt sich die Zahl nicht einfach ignorieren.

Ich für meinen Teil, setze hinter einige Informationen ein Fragezeichen.
der Fall ist im letzten Jahrhundert geschehen. Viele Fragen, die heute zu lösen wären, konnten damals noch nicht beantwortet werden. Ich korrigiere: "richtig" beantwortet.

Man hat für die Dauer seines Überlebens den Bartwuchs herangezogen.
ich hab vor langer Zeit in der Schule gehört, dass Haare und Fingernägel nach dem Tod weiter wachsen. Bestimmt nur sehr wenig, aber wohl doch etwas.
Ein paar Minuten oder auch wenige Stunden nach dem Tod können Haare und Nägel noch wachsen. Aber das ist so wenig, das sieht man nicht. Der Mythos vom "Haare-wachsen-nach-dem-Tod" entstand anders. Wenn eine frische Leiche vom Bestatter rasiert wird, so kann es vorkommen, das die Leiche nach ein paar Tagen wieder einen Stoppelbart hat. Aber nicht, weil die Haare wachsen, sondern weil Gewebe und Haut einfällt und zurückgeht. Für die Angehörigen sieht es dann so aus, als sei die Leiche nicht ordentlich rasiert worden ... oder als wäre der Bart noch gewachsen. Bei Nägel ist es ähnlich.

Weiher hat also wirklich noch mindestens 8 Wochen gelebt, wahrscheinlich sogar 12-13 Wochen.
frauzimt schrieb:darum interessiert mich an diesem Fall eigentlich nur eins:
Warum hat sich die Gruppe so verhalten?
Und ich muss auch immer, wenn ich hier lese, an Lisanne Froon und Kris Kremers denken, die vielleicht unter ähnlichen Umständen in Panama umgekommen sind. Und mit ähnlich meine ich nicht "Schneesturm", sondern die Ahnungslosigkeit, mit der sie sich auf die Natur eingelassen haben.
Ja, das mit den beiden jungen Frauen ist auch ein seltsamer Fall. Und die hatten keinen niedrigen IQ.
Falstaff schrieb:... Für das zweite Szenario - Weiher über Wochen alleine in einem hilflosen Zustand - müsste man dann nur noch klären, warum er nicht verdurstet ist. Und ich halte Schnee da nach wie vor für eine mögliche Variante. Natürlich lebt man mit einer Kugel Schnee pro Tag nicht gut und auch nicht jahrelang. Aber es sollte ausreichend sein um wochenlang nicht zu verdursten. ...
Eine Kugel Schnee sind vielleicht 100ml. Das reicht vorne und hinten nicht. Jedenfalls nicht für 90 Tage. Aber ansonsten stimme ich dir zu. Ich denke auch das Weiher allein im Trailer war. Die große Frage für mich ist halt, warum er genug trank aber nichts mehr gegessen hat. Vielleicht gab es dafür ja auch einen guten Grund den wir nicht kennen.


melden

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

19.09.2018 um 14:42
Ahmose schrieb:Ein paar Minuten oder auch wenige Stunden nach dem Tod können Haare und Nägel noch wachsen. Aber das ist so wenig, das sieht man nicht. Der Mythos vom "Haare-wachsen-nach-dem-Tod" entstand anders. Wenn eine frische Leiche vom Bestatter rasiert wird, so kann es vorkommen, das die Leiche nach ein paar Tagen wieder einen Stoppelbart hat. Aber nicht, weil die Haare wachsen, sondern weil Gewebe und Haut einfällt und zurückgeht. Für die Angehörigen sieht es dann so aus, als sei die Leiche nicht ordentlich rasiert worden ... oder als wäre der Bart noch gewachsen. Bei Nägel ist es ähnlich
Danke für die Erklärung. Mein Biolehrer damals hatte Einen an der Klatsche, das wussten wir schon damals. Was der für einen Blödsinn geglaubt und erzählt hat.

Der Tod der beiden jungen Frauen in Panama ist nicht so rätselhaft. Man muss da gar nicht die Organmafia heranziehen.

Und bei den jungen Männern ist eigentlich das Unglaublichste, dass es mindestens zwei- ich denke drei, in diese Hütte geschafft haben. Der Marsch muss mörderisch gewesen sein.

Ich denke, es waren drei, weil der Kranke die letzten Kilometer geschleppt wurde.
Jedenfalls denke ich es mir so. Einer hätte einen Kumpel, der nicht mehr laufen kann, nicht dahin bringen können.

Hier ist für mich die Frage: was hat die Gruppe getrieben, sich so zu verhalten.

Sie waren an einer mehr oder weniger befahrenen Straße.
Warum nicht dort nach Hilfe suchen?


melden
Falstaff
Diskussionsleiter
anwesend
dabei seit 2018

Profil anzeigen
Private Nachricht
Lesezeichen setzen

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

19.09.2018 um 15:08
Ahmose schrieb:Eine Kugel Schnee sind vielleicht 100ml. Das reicht vorne und hinten nicht. Jedenfalls nicht für 90 Tage. Aber ansonsten stimme ich dir zu. Ich denke auch das Weiher allein im Trailer war. Die große Frage für mich ist halt, warum er genug trank aber nichts mehr gegessen hat. Vielleicht gab es dafür ja auch einen guten Grund den wir nicht kennen.
Vielleicht haben ihm die die ihn versorgt haben ja tatsächlich eine Wasserkanister hingestellt, von dem er sich versorgen konnte. Oder er hat mehr als eine Kugel Schnee gefuttert. Erstaunlich dass kein Bericht auf das Trinken eingeht.


melden
Anzeige
Praline
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

USA 1978. Rätselhafter Tod einer kompletten Gruppe

19.09.2018 um 15:16
@Ahmose
Ahmose schrieb:Richtig. Und das ist tief im Wald und nicht an der Straße. ;)
Ja, genau. Hatte lediglich den Eindruck, dass es hier zu möglichen Verwechslungen mit der Straße (162/Oroville-Quincy-Highway, die dort oben damals wohl auch zu einer Art Schotterweg wurde) und diesem Bergweg, der direkt zur Hütte führt, gekommen sein könnte.
Ahmose schrieb:Und wo findet man wohl eher Hilfe und Unterschlupf? Bei mehreren großen Gebäuden oder im verschneiten Wald? Die Entscheidung nach Norden und danach in den Wald hinein zu gehen war schon ein ziemlich großer Fehler.
Ja, wer hätte schon vermutet, dass es ein ca. 30 Kilometer langer Bergweg wird, der zur nächsten Hütte von der Hauptstraße führt.
Die Distanzen -dort in der Sierra- können von A nach B offenbar sehr sehr lang werden.


melden
461 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Morde in Juárez18 Beiträge