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Kassel/Wolfhagen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ermordet

4.588 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, 2019, Erschossen, Kassel, Wolfhagen-istha, Regierungspräsident

Kassel/Wolfhagen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ermordet

12.06.2019 um 12:46
simie schrieb:Wenn man nur sehr wenig Anhaltspunkte hat, klingen auf einmal auch ansonsten schwache Anhaltspunkte auf einmal anders. Was ja auch nur natürlich ist.
Und glaubst du tatsächlich, dass bei diesem Tötungsdelikt auf die Kosten geschaut wird?
Gegenfrage: Glaubst du die geben einfach Geld für eine sinnlose Aktion aus, weil ihnen gerade nichts sinnvolles einfällt?

Geantwortet habe ich ja auf deine ursprüngliche Aussage
simie schrieb:Es ist zu vermuten, dass die Ermittler ziemlich im Dunkeln tappen. An eine heiße Spur glaube ich nicht.
Daher auch die ziemlich überzogene Aktion gegen den Sanitäter.
die in zweifacher Hinsicht keinen Sinn macht:

  1. Stellt es die Logik auf den Kopf, weil hier aus einer völlig unbelegten Annahme von dir ("die haben keine heiße Spur)" eine Prämisse gemacht wird, aus der dann der Schluss gezogen wird "Daher auch die ziemlich überzogene Aktion"
  2. Zweitens macht die Aussage auch dann keinen Sinn wenn man sie auf die logischen Füße stellt, weil aus der Prämisse einer großangelegten Aktion eben gerade nicht geschlossen werden kann, dass es keine heiße Spur gibt - sondern eher das Gegenteil (unter den vernünftigen Zusatzannahmen dass die Polizei nicht aus Langeweile oder Überschuss an Mitteln handelt)


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12.06.2019 um 12:47
simie schrieb:Dann wäre der Zugriff schon weit früher erfolgt und nicht erst auf der Fähre.
Der Zugriff ist ja schon erfolgt, bevor er auf der Fähre war. Warum die Fähre(n) trotzdem nicht auslaufen durften, weiß die Öffentlichkeit nicht.

Quelle:
https://www.focus.de/panorama/welt/mord-an-regierungspraesident-sek-einsatz-auf-faehre-raetsel-um-dna-was-wir-im-fall-luebcke-wissen-und-was-nicht_id_10813530.html
Neue Details zu Fähren-Einsatz: Verdeckte Ermittler fingen Mann auf Parkplatz ab


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12.06.2019 um 12:54
VanDusen schrieb:Der Zugriff ist ja schon erfolgt, bevor er auf der Fähre war. Warum die Fähre(n) trotzdem nicht auslaufen durften, weiß die Öffentlichkeit nicht.
Nach anderen Berichten befanden sich die Fährgäste schon auf der Fähre, als die Aufforderung kam, diese zu verlassen. Der Zugriff mit der Festnahme der drei Personen (wieso auch die Eltern festgenommen wurden bleibt offen) erfolgte dann auf einem Platz, wo sich die Fährgäste nach Verlassen der Fähre dann versammelt haben. Das klingt auch realistischer, als ein Zugriff auf der vollbesetzten Fähre. Das sind ziemlich kleine Fähren. Da wäre ein Zugriff auf der voll besetzten Fähre schon schwierig gewesen.
Das erklärt auch, dass die Fähre durchsucht werden musste, bevor sie wieder auslaufen durfte, da man wohl auf der Suche nach der Tatwaffe war.


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12.06.2019 um 12:58
Wer auch immer der Täter war, er (oder sie) hätte doch am Tatabend bzw. in der Nacht ein Zeitfenster von mehreren Stunden gehabt, um die Waffe zu entsorgen. Das Projektil wurde ja erst im Krankenhaus gefunden. Bis dann die darüber informierte Polizei aktiv wurde, verging wiederum etwas Zeit.


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12.06.2019 um 13:00
VanDusen schrieb:Der Zugriff ist ja schon erfolgt, bevor er auf der Fähre war. Warum die Fähre(n) trotzdem nicht auslaufen durften, weiß die Öffentlichkeit nicht.
Auch wenn dieses Detail, nicht so wichtig ist, wollte ich nur anmerken das mir in verschiedenen Presseartikeln und Fernsehberichterstattungen 3 Versionen der Aktion begegnet sind.

Version A: Der Zugriff erfolgte auf dem Parkplatz

Version B: Der Zugriff erfolgte auf der Fähre

Version C: Der Zugriff erfolgte nachdem die Person bereits auf der Fähre war. Man veranlasste die bereits zugestiegenen Passagiere unter einem Vorwand das Schiff zu verlassen und führte den Zugriff durch, nach dem die Zielperson das Schiff verlassen hatte.


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12.06.2019 um 13:16
Im Fährverkehr Wangerooge besteht Gepäck Aufgabe Pflicht, die Insel ist autofrei.

https://www.siw-wangerooge.de/siw-de/reiseinformationen/gepaeck-1042294

Evtl. war das Gepäck schon eingecheckt oder die Leute ohne das Gepäck. Dadurch evtl. Untersuchungen an Bord und am Anleger, bis alles Gepäck zugeordnet war.


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12.06.2019 um 13:20
Interessanterweise gab es bereits eine Hausdurchsuchung beim Rettungssanitäter in der Hoffnung, die Mordwaffe zu finden.
Dem Vernehmen nach war der Sanitäter aufgrund mehrerer Anhaltspunkte in den Fokus der Ermittler geraten. Die entfernte Blutspur am Tatort war nur einer davon. Bei dem Sanitäter soll es sich um einen engen Freund der Familie handeln. Insbesondere war er mit einem der Söhne des CDU-Politikers eng befreundet. Er soll vor einiger Zeit sogar ein Haus von der Familie Lübcke erworben haben. Die Polizei durchsuchte dieses Haus samt Grundstück im Zuge der weiteren Ermittlungen. Sie hatten unter anderem gehofft, die Tatwaffe dort zu finden.
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/ermittlungen-im-fall-luebcke-konzentrieren-sich-weiter-auf-das-persoenliche-umfel...

Ermittlungen konzentrieren sich auf persönliches Umfeld.


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12.06.2019 um 13:27
Sören42 schrieb:Evtl. war das Gepäck schon eingecheckt oder die Leute ohne das Gepäck. Dadurch evtl. Untersuchungen an Bord und am Anleger, bis alles Gepäck zugeordnet war.
Das dürfte diese merkwürdigen Vorgänge erklären, danke dafür.


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12.06.2019 um 13:57
Man kann ja schon geteilter Meinung sein, ob die Fährenaktion verhältnismässig war oder nicht. Nur wenn sie verhältnismässig, dann stellt sich die Frage, ob bei einer anderen Person (Landstreicher) auch ein solche Aktion vorgenommen worden wäre.


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12.06.2019 um 14:31
VanDusen schrieb:Egi schrieb:
1. Modus Operandi: Bei einem geplanten Verbrechen hätte der Täter wie einst der NSU seine Waffe in einer Plastiktüte verbergen und auch abfeuern können*.
Wobei er dann allerdings die volle Dröhnung an Schmauchspuren abbekommen hätte.
Eventuell plus zusätzlicher Verwendung von Einweg-Handschuhen?


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12.06.2019 um 14:31
trailhamster schrieb:Zum Zeitpunkt der Nordseehafenaktion wusste die Polizei vermutlich nur, dass ein von ihr offensichtlich einer Tatbeteiligung Verdächtigter dabei war, per Fähre nach Wangerooge überzusetzen.

Möglicherweise hat die Polizei erst relativ kurz vor der geplanten Übersetzung auf die Insel von den Urlaubsplänen des damals Verdächtigten erfahren, wusste die Situation nicht sicher einzuschätzen, sah aber zeitnahen Handlungsbedarf, so dass sie im Zweifel etwas überdimensioniert vorging.

Aber eins ist klar, die Polizei macht natürlich immer alles verkehrt... ;-)
Dass die Polizei alles verkehrt macht, das setzen wir hier mal als selbstverständlich voraus, das bedarf ja keiner Diskussion mehr ;-)

In der Tat hatte aber die Polizei Niedersachsen die Aktion an der Fähre per Amtshilfe für die Polizei Hessen vorgenommen.

Die entsprechende Information über die Aktion oblag damit allein der Polizei Hessen als federführender Polizeibehörde. Wie immer in solchen Fällen mischt sich die um Amtshilfe ersuchte Behörde grundsätzlich nicht in die Medienarbeit der federführenden Behörde ein.

Dass die Polizei Hessen mit der Information über die Aktion vielleicht mindestens warten wollte, bis der Befragte zu ihr geschafft und die Befragung beendet war, kann man evtl. verstehen, muss man aber nicht, wenn man der Idee anhängt, dass die Polizei sowieso alles falsch macht.


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Mikail
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12.06.2019 um 14:41
Stand der Dinge momentan, es gibt keinen Tatverdächtigen mehr, und auch keinen Verdächtigen einer Tatbeteiligung.
Der Sprecher der Polizei sagte,
man fange jetzt zwar nicht bei Null an, aber ermittele in alle Richtungen.
Man muss jetzt erstmal abwarten, in welche Richtung sich die Sache bewegt.


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12.06.2019 um 14:55
Interessant! Man ermittelt weiter in alle Richtungen. Der EB bleibt auch nichts anderes übrig, da weder der T oder TV noch TB bekannt ist.
Aber wäre die Zeremonie mit der Fähre gewesen, wenn ein weniger populäres Opfer in der Öffentlichkeit stehen würde? Da nun offensichtlich nichts an der Vermutung dran war und der Verdacht ausgeräumt ist. Man kann erst mal zufrieden sein, dass im nahen Umfeld Klärung erfolgt ist. Das war nötig. Ich sehe hier kein Fehlverhalten der Polizei.


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12.06.2019 um 15:04
Bei einem Amtshilfegesuch ist immer die Behörde gefordert an die das besagte Gesuch gerichtet ist: Ohne Überprüfung einer Notwendigkeit; sondern dem Amtshilfegesuch muss Folge geleistet werden. Die annehmende Behörde hat sich keiner Rechtfertigung seiner Handlungsweise zu unterziehen.


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12.06.2019 um 15:08
hahnundhenne schrieb:Man kann erst mal zufrieden sein, dass im nahen Umfeld Klärung erfolgt ist. Das war nötig. Ich sehe hier kein Fehlverhalten der Polizei.
Ich auch nicht. In anderen Fällen werden auch Leute festgenommen, aber nicht verhaftet. Da bekommt es nur keiner mit.

Wenn wir den EB nicht zugestehen, auch mal daneben zu liegen, führt das nur dazu,
dass Fehler vertuscht werden;
dass an einem einmal gefassten Verdacht festgehalten wird, komme, was wolle;
dass die Risikovereitschaft verloren geht und nur zögerlich oder gar nicht zugegriffen wird.

Solange sich auch Privatpersonen an die Regeln halten, ist es zu verkraften zu Unrecht ins Visier der Ermittler zu geraten. Im Interesse der Tataufklärung.


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12.06.2019 um 15:41
Sherlocke schrieb:Solange sich auch Privatpersonen an die Regeln halten, ist es zu verkraften zu Unrecht ins Visier der Ermittler zu geraten. Im Interesse der Tataufklärung.
Dazu möchte ich deine Meinung hören, falls du auch mal in ein solche Situation gerätst. Und eventuell noch ein par Tage bleiben musst bist du als unschuldiger entlassen wirst.


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12.06.2019 um 15:54
Töpfchenhexe schrieb (Beitrag gelöscht):Was ich nicht begreife, ist, weshalb anscheinend nur der Sanitäter so im Fokus der Ermittler steht? Er wurde doch vom jüngeren Sohn bewusst von der Kirmes geholt, als der seinen Vater blutend vorfand. Er kreuzte dort ja nicht zufälligerweise auf.
Den Punkt verstehe ich auch nicht. Wenn denn die Berichte stimmen, was ja keinesfalls bestätigt ist, hat er "nur" den Fehler gemacht dort sauber machen zu wollen, kam allerdings ganz zufällig überhaupt erst in die Situation dort vor Ort zu sein. Also entweder war da mehr, was noch nicht bekannt ist, oder aber die Ermittler haben wirklich gar keine Ansatzpunkte und haben sich aufgrund eines kleinen Fehlers am Falschen festgebissen.
Ziemlich merkwürdig das alles.


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12.06.2019 um 16:00
Archer schrieb:Also entweder war da mehr, was noch nicht bekannt ist, oder aber die Ermittler haben wirklich gar keine Ansatzpunkte und haben sich aufgrund eines kleinen Fehlers am Falschen festgebissen.
Da war mehr - es wurde ja erwähnt, dass eine Auswertung der digitalen Kommunikation ein weiterer Grund war für die Polizeiaktion die nicht beim eigentlichen Namen genannt werden darf. Kann sich natürlich hinterher als unverdächtig herausgestellt haben, aber vorher war das mit ein Grund, die Aktion in Harlesiel durchzuführen.


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