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Kassel/Wolfhagen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ermordet

4.585 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, 2019, Erschossen, Kassel, Wolfhagen-istha, Regierungspräsident

Kassel/Wolfhagen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ermordet

12.06.2019 um 10:46
Hoffentlich hält die offenbar bestehende freiwillige Selbstverpflichtung der Medien, sich mit Rücksicht auf die Familie mit weiteren Meldungen bis nach der Trauerfeier zurückzuhalten.


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Kassel/Wolfhagen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ermordet

12.06.2019 um 11:01
Andante schrieb:Hoffentlich hält die offenbar bestehende freiwillige Selbstverpflichtung der Medien, sich mit Rücksicht auf die Familie mit weiteren Meldungen bis nach der Trauerfeier zurückzuhalten.
Mit dem Kompromiss kann ich leben - danach wüsste ich aber gerne mehr :-)


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Kassel/Wolfhagen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ermordet

12.06.2019 um 11:07
Berichterstattung vom 11. Juni 2019

Hessenschau 19:30 Uhr



Dauer: 5:15 Minuten

Link:

https://www.hessenschau.de/tv-sendung/kriminalfall-luebcke-festgenommener-war-verdaechtiger-ersthelfer,video-94032.html



Inhalt:

-Untersuchung von Altkleidercontainer in Wolfhagen

-Stellungnahme der Staatsanwaltschaft zur Polizeiaktion/Ingewahrsamnahme vom vergangenen Wochenende

Wörtliche Aussage: Die Befragung hat keine Hinweise ergeben, die den Schluß zulassen...das der Mann Verantwortung für die Tat zeigt

-Kommentar eines Reporters


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12.06.2019 um 11:10
EDGARallanPOE schrieb:Wörtliche Aussage: Die Befragung hat keine Hinweise ergeben, die den Schluß zulassen...das der Mann Verantwortung für die Tat zeigt
Das Ringen um eine möglichst vorsichtige Ausdrucksweise, nimmt langsam groteske Züge an. Dieses glattgeschliffene Regierungssprecherdeutsch legt nahe, dass die Presseabteilung des Regierungspräsidiums mittlerweile die Kontrolle über die öffentliche Kommunikation übernommen hat.

Der Versuch das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit mit dem Geheimhaltungsbedürfnis von Opfern und Tatverdächtigen zu vereinbaren ist zum Scheitern verurteilt, wenn man sich zu sehr an den Interessen einer der beiden Gruppen orientiert.


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12.06.2019 um 11:11
EDGARallanPOE schrieb:Die Befragung hat keine Hinweise ergeben, die den Schluß zulassen...das der Mann Verantwortung für die Tat zeigt
Es ist zu vermuten, dass die Formulierung ungewollt das Gegenteil von dem suggeriert, was sie zum Ausdruck bringen soll. Oder vielleicht auch nicht.


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12.06.2019 um 11:13
Meine Frage als Textprofi wäre dann: Zeigt er keine Verantwortung für die Tat (im Sinne von sich dazu bekennen) oder trägt er keine Verantwortung für die Tat (im Sinne von erwiesener Unschuld)?


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12.06.2019 um 11:16
Egi schrieb:Meine Frage als Textprofi wäre dann: Zeigt er keine Verantwortung für die Tat (im Sinne von sich dazu bekennen) oder trägt er keine Verantwortung für die Tat (im Sinne von erwiesener Unschuld)?
Mein Eindruck ist, dass der Sprecher der Staatsanwaltschaft sich nur versprochen hat...und statt "zeigt" ein anderes Wort hätte verwenden müssen. Man merkt auch wie er kurz "aus dem Konzept" gerät und dann weiterspricht.


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12.06.2019 um 11:17
EDGARallanPOE schrieb:Mein Eindruck ist, dass der Sprecher der Staatsanwaltschaft sich nur versprochen hat...und statt "zeigt" ein anderes Wort hätte verwenden müssen.
Wenn die Presse auf Zack wäre, hätte sie da konsequent nachhaken müssen. Die o.g. Aussage ist mehrdeutig.


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12.06.2019 um 11:21
EDGARallanPOE schrieb:Mein Eindruck ist, dass der Sprecher der Staatsanwaltschaft sich nur versprochen hat...und statt "zeigt" ein anderes Wort hätte verwenden müssen.
Ein Pressesprecher verspricht sich nicht so ohne weiteres - und wenn doch, dann korrigiert er diesen Versprecher. Zumindest wenn es sich um einen Versprecher handelt, der folgenschwere Fehlinterpretationen nach sich ziehen kann.

Nein, das wirkt hier eher als hätte man stundenlang an einer unverfänglichen Formulierung herumgedrechselt die gerade so viel eingesteht wie mittlerweile ohnehin bekannt ist, alles andere aber geheimhält.

Und genau deshalb bin ich froh dass wir eine Presse haben, die in solchen Fällen nachbohrt.


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12.06.2019 um 11:26
Noch einige Überlegungen

1. Modus Operandi: Bei einem geplanten Verbrechen hätte der Täter wie einst der NSU seine Waffe in einer Plastiktüte verbergen und auch abfeuern können*. Dabei wird die ausgeworfene Patronenhülse in der Tüte aufgefangen und muss nicht gesucht werden. (Falls eine Pistole verwendet wurde, bei einem Revolver verbleibt die Hülse sowieso in der Trommel). Außerdem gelangen keine Blutspritzer an Waffe, Hand und Kleidung des Täters.

2. Mögliche Entsorgung der Tatwaffe: Eine Schiffsreise auf der Nordsee wäre viel zu aufwändig. In Kassel fließt die Fulda, in der Umgebung gibt es mehrere Seen und Talsperren. Die Waffe lässt sich in zwei bis drei Teile zerlegen und diese könnten getrennt entsorgt werden. Nach wenigen Tagen im Wasser wären alle Spuren durch Rost zerstört.

*diese Vorgehensweise ist in der Öffentlichkeit bekannt


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12.06.2019 um 11:27
Ich denke man wird mit weiteren Details zur Ermittlung abwarten bis die Trauerfeier ,an dem auch hochrangige Politiker teilnehmen,vorüber ist.Das wäre auch angesichts dieser Tragödie angebracht.Die Familie muß erst mal wieder zur Ruhe kommen und sollte sich nicht in ihrer Trauer gestört fühlen durch Schaulustige oder Ermittlungen.....Das einzige für mich denkbare Motiv wäre ein finanzielles gepaart mit viel Wut und Zorn.


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12.06.2019 um 11:48
Graninas schrieb:Die Familie muß erst mal wieder zur Ruhe kommen und sollte sich nicht in ihrer Trauer gestört fühlen durch Schaulustige oder Ermittlungen
Auch wenn es pietätlos klingen mag, aber die Ermittlungen haben keinerlei Rücksicht auf die Trauer von Angehörigen oder wem auch immer zu nehmen. Im Gegenteil, es wäre ein ziemlicher Skandal wenn dadurch evtl. sogar wertvolle Zeit verschwendet werden würde um die Trauerfeier abzuwarten.

Wenn es natürlich nur darum geht Details zu veröffentlichen gebe ich dir recht, auch wenn ich der Meinung bin, dass die Ermittler ohnehin möglichst wenige Details an die Öffentlichkeit geben sollte solange noch kein Tatverdächtiger gefasst ist bzw. wenn diese nicht helfen könnten neue Zeugen(aussagen) zu bekommen.


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12.06.2019 um 12:10
Es ist zu vermuten, dass die Ermittler ziemlich im Dunkeln tappen. An eine heiße Spur glaube ich nicht.
Daher auch die ziemlich überzogene Aktion gegen den Sanitäter. Der unter der Hand von den Ermittlern geäußerte Verdacht der Entsorgung einer Tatwaffe klingt schon arg konstruiert. So etwas kann man auch diskreter lösen. Vor allem auch ohne, dass man komplett Unbeteiligte gleich mit desavouiert. So wie es abgelaufen ist, sieht es nach Verzweiflung aus.
Dann die Kommunikation der Ermittler. Die ist völlig widersprüchlich. Sie beschweren sich einerseits über Spekulationen, befeuern diese dann aber durch seltsame Äußerungen, wie der Fabelei von einer Ingewahrsamsnahme zur Informationsbeschaffung. Einen solchen Gewahrsamsgrund gibt es in den deutschen Polizeigesetzen schlicht nicht (anders als in Ländern wie Frankreich).
Und dann das Verwundern, dass eine solche Aktion, wie am Samstag, bekannt wird und die Verbindung zu dem Fall Luebke schnell gezogen wird. Halten die Ermittler die Medien für so unterbelichtet?
Es ist richtig, dass Betroffene geschützt werden müssen. In diesem Fall wurden die Fehler jedoch von den Ermittlern begangen. Einmal durch die Indiskretion, dass es eine Festnahme gab. Und dann kann man schon die Art des Zugriffs in Zweifel ziehen.

Hier noch ein Artikel der SZ indem teils ähnliche Kritik geäußert wird:
https://www.sueddeutsche.de/panorama/mordfall-luebcke-taeter-spekulation-1.4481165


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12.06.2019 um 12:18
simie schrieb:Es ist zu vermuten, dass die Ermittler ziemlich im Dunkeln tappen. An eine heiße Spur glaube ich nicht.
Daher auch die ziemlich überzogene Aktion gegen den Sanitäter.
Das passt doch überhaupt nicht zusammen und widerspricht sich: Warum sollten die Ermittler wegen einer "kalten Spur" eine derartig groß angelegte, auffällige und darüber hinaus sündhaft teure Aktion durchführen? Zu Demonstrationszwecken ja ganz offensichtlich nicht, denn man hat ja versucht die Aktion so gut wie möglich geheim zu halten.


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12.06.2019 um 12:27
simie schrieb:Einmal durch die Indiskretion, dass es eine Festnahme gab.
Das war keine „Indiskretion“. Dass es eine Ingewahrsamnahme gab, wurde von den Ermittlern selber zeitnah mitgeteilt, Näheres dazu allerdings offiziell nicht. Die FAZ wollte dann erfahren haben, dass der Befragte aus dem privaten Umfeld des Opfers kommen soll. Alsbald fingen allüberall die wildesten Spekulationen an, auch hier.
Falstaff schrieb:Zu Demonstrationszwecken ja ganz offensichtlich nicht, denn man hat ja versucht die Aktion so gut wie möglich geheim zu halten.
Ich denke nicht, dass man sie, dazu noch dauerhaft, geheim halten wollte. Das wäre auch gar nicht gegangen, dazu gab es viel zu viele Anwesende. Was man zum Ärger der lauernden Medien bzw. der neugierigen Öffentlichkeit nur nicht sofort mitteilen wollte, war der Zweck der Aktion, insbesondere ein Zusammenhang mit dem Fall Lübcke.
simie schrieb:In diesem Fall wurden die Fehler jedoch von den Ermittlern begangen.
Selbstverständlich. Hätten die Ermittler gar nichts mitgeteilt oder hätten sie ihr komplettes Material im Internet veröffentlicht, wäre auch das falsch gewesen. Und hätten sie einen Dorfpolizisten aus Harlesiel auf die Fähre geschickt, und wäre dann dort geschossen worden, wäre das unverhältnismäßig gewesen, weil man ein SEK hätte schicken müssen.


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12.06.2019 um 12:31
Was man auch nicht gänzlich außer Acht lassen sollte.

Die federführende Staatsanwaltschaft, LKA Hessen, zuständige Polizeidirektion Hessen, waren ja quasi nur "Auftraggeber" der Polizeiaktion am Samstag.

Die Einschätzung der Lage vor Ort und vor allen Dingen die "Wahl der Mittel", waren Sache der zuständigen Behörde in Niedersachsen.


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12.06.2019 um 12:36
Andante schrieb:Ich denke nicht, dass man sie, dazu noch dauerhaft, geheim halten wollte. Das wäre auch gar nicht gegangen, dazu gab es viel zu viele Anwesende. Was man zum Ärger der lauernden Medien bzw. der neugierigen Öffentlichkeit nur nicht sofort mitteilen wollte, war der Zweck der Aktion, insbesondere ein Zusammenhang mit dem Fall Lübcke.
Verwirrung ist dadurch aufgekommen, dass die Tatsache der "Befragungen" einen Tag vor der Tatsache der "In Gewahrsamnehmung" des schon am Tag vorher Befragten bekannt wurde.

Zum Zeitpunkt der Nordseehafenaktion wusste die Polizei vermutlich nur, dass ein von ihr offensichtlich einer Tatbeteiligung Verdächtigter dabei war, per Fähre nach Wangerooge überzusetzen.

Möglicherweise hat die Polizei erst relativ kurz vor der geplanten Übersetzung auf die Insel von den Urlaubsplänen des damals Verdächtigten erfahren, wusste die Situation nicht sicher einzuschätzen, sah aber zeitnahen Handlungsbedarf, so dass sie im Zweifel etwas überdimensioniert vorging.

Aber eins ist klar, die Polizei macht natürlich immer alles verkehrt... ;-)


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12.06.2019 um 12:38
Falstaff schrieb:Warum sollten die Ermittler wegen einer "kalten Spur" eine derartig groß angelegte, auffällige und darüber hinaus sündhaft teure Aktion durchführen?
Wenn man nur sehr wenig Anhaltspunkte hat, klingen auf einmal auch ansonsten schwache Anhaltspunkte auf einmal anders. Was ja auch nur natürlich ist.
Und glaubst du tatsächlich, dass bei diesem Tötungsdelikt auf die Kosten geschaut wird?
Andante schrieb:Das war keine „Indiskretion“. Dass es eine Ingewahrsamnahme gab, wurde von den Ermittlern selber zeitnah mitgeteilt, Näheres dazu allerdings offiziell nicht.
Natürlich war es nicht geplant, diese Festnahme zu veröffentlichen. Vor allem da die Person schon wieder entlassen war. Zitat aus dem oben verlinken SZ-Artikel: "Die Information über die zwischenzeitliche Festnahme, die von den Behörden unzutreffenderweise als Gewahrsamnahme bezeichnet wurde, erreichte die Öffentlichkeit durch Indiskretionen. "
Erst nachdem die Festnahme durchgesickert war, reagierten die Ermittler mit dem komischen Konstrukt der "Ingewahrsamsnahme zur Informationsbeschaffung".
trailhamster schrieb:Aber eins ist klar, die Polizei macht natürlich immer alles verkehrt... ;-)
Mit Sicherheit nicht. Das Gegenteil anzunehmen ist aber ebenso falsch.


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12.06.2019 um 12:43
Egi schrieb:1. Modus Operandi: Bei einem geplanten Verbrechen hätte der Täter wie einst der NSU seine Waffe in einer Plastiktüte verbergen und auch abfeuern können*.
Wobei er dann allerdings die volle Dröhnung an Schmauchspuren abbekommen hätte.
Egi schrieb:Mögliche Entsorgung der Tatwaffe: Eine Schiffsreise auf der Nordsee wäre viel zu aufwändig.
Stimmt, aber ich kann mir denken, warum sie ihn nicht auf die Fähre lassen wollten: Die werden den jungen Mann rund um die Uhr verdeckt observiert und wie Kaugummi an ihm geklebt haben, in der Hoffnung, dass er ihnen den Gefallen tut und die Waffe irgendwo in einen Fluss oder Teich wirft. Auf der Fähre hätten sie nicht ununterbrochen nah genug an ihm dran bleiben können.


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12.06.2019 um 12:45
VanDusen schrieb:Die werden den jungen Mann rund um die Uhr verdeckt observiert und wie Kaugummi an ihm geklebt haben, in der Hoffnung, dass er ihnen den Gefallen tut und die Waffe irgendwo in einen Fluss oder Teich wirft. Auf der Fähre hätten sie nicht ununterbrochen nah genug an ihm dran bleiben können.
Unwahrscheinlich. Dann wäre der Zugriff schon weit früher erfolgt und nicht erst auf der Fähre.


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