https://www.landeszeitung.de/blog/nachrichten/aus-aller-welt/2580073-walter-luebke-wer-erschoss-hessischen-regierungspraesidenten-verdacht-fuehrt-in-rechte-szene„In meinen Augen war das eine Hinrichtung“, sagt ein Anwohner, der seinen Namen nicht veröffentlicht wissen will. Er kannte Walter Lübcke, seit er mit seiner Frau hergezogen war in den Achtzigern, sie waren langjährige lokalpolitische Weggefährten. „Walter war Raucher, so wie ich“, sagt er, „und er rauchte nicht im Haus, so wie ich.“ Eine Nachbarin habe Lübcke beim Spazierengehen am Samstagabend gegen 23.30 Uhr noch rauchend auf seinem Balkon gesehen, erzählt er, sie hätten sich noch gegrüßt. Etwa eine Stunde später habe ihn sein Sohn gefunden, leblos auf der Terrasse.
Wie auch hier schon vermutet wurde, hat das Opfer nicht im Haus geraucht.
Am Samstagabend hat eine Nachbarin ihn noch um 23:30 rauchend auf der Terrasse gesehen, das grenzt die Tatzeit auf eine Stunde ein, zwischen 23:30 Uhr und 0:30 Uhr.
Wegen der Weizenkirmes war es auch zur Tatzeit noch laut. Der Lärmpegel ebbt erst um drei bis vier Uhr morgens ab.
Für die Veranstaltung gelte auch keine Nachtruhe, die Party Freitag- und Samstagnacht laufe gewohnt bis drei, vier Uhr morgens, sagt Pfarrer Hanske. Auch zur Tatzeit sei der Lärmpegel hoch gewesen. „Selbst wenn mehrere Schüsse gefallen wären, niemand hätte sie gehört in dem Trubel“, sagt der Wegbegleiter Lübckes, der unerkannt bleiben will.