Tita1992 schrieb:könntest du bitte diese Aussage noch einmal belegen? Das erinnere ich leider nicht mehr. Danke!!
So wie es aussieht, habe seine Begründung mit der des österreichischen Mediziners verwechselt.
Im Thread gibt es noch folgende Zusammenfassung der Begründung des Mediziners, leider sind die Originale nicht mehr online:
Silberstreif schrieb am 09.06.2023:Lacaci hat mit Daten gearbeitet, die er von der Polizei hat:
Körpergröße 174cm, Seillänge ohne Knoten 165cm,
Maßangaben vom Boden gerechnet:
Asthöhe 2,5 m.
Füße 55cm
Aststumpf 113cm
Er hat einen Galgen in der entsprechenden Höhe gebaut, ist auf einer Leiter zwei Stufen hinaufgestiegen, um den Knoten oben machen zu können und sich das Seil um den Kopf zu legen. Auf dem Foto sieht man die Schlinge dann am Hinterkopf und nicht vorne unter dem Mund. Er sagt, er hätte ja zwei Hände zur Verfügung gehabt, womit man's in angemessener Zeit schafft, diesen Knoten zu knüpfen. Mit einer Hand kann er sich das nicht vorstellen. Außerdem sagt er, dass sie nicht auf diesen Aststumpf hoch kommen konnte ohne "zu schweben", vor allem nicht ohne dass man auf den Füßen davon Spuren gesehen hätte (ich sag mal, die beiden abgeschnittenen Äste sind in spitzem Winkel nach oben gewachsen, nicht waagrecht). Somit kommt er zu dem Schluss, dass sie zumindest zwei Helfer gehabt haben muss - für den Aufstieg und um festgehalten zu werden.
Seine Idee ist, es könnte sich um ein Aufnahme-Ritual in eine Gruppe gehandelt haben, eine Mut-Probe ("Blackout-Challenge"), und da denkt er an die österreichischen Camper.
Hier sieht man, dass selbst der Mediziner davon ausgeht, dass sich das Opfer selbst die Schlinge um den Hals gelegt hat. Kein Transport einer bewusstlosen oder toten Person. Mit dieser Einschätzung kann ich auch vollkommen nachvollziehen. Denn ein Transport durch Dritte ist in dieser Umgebung in Wirklichkeit nicht möglich, ohne dass man es an der Kleidung etc. erkannt hätte.
Nur die Sache mit der Hilfe durch Dritte z.B. bei einer Mutprobe ist für mich eine ziemliche Räuberpistole. Sie basiert einzig und allein nur darauf, weil der Mediziner nicht glaubt, dass das Opfer auf den abgeschnittenen Ästen oder in den V-förmigen Gabelungen hätte so frei stehen können, dass es den Knoten hätte binden können. Jedoch findet man bei Bäumen an dem Tiefpunkt dieses Vs normalerweise Verdickungen von beiden Seiten. Die runden das V von unten her ab. Das bedeutet, dass es doch durchaus sein kann, dass durch diese Verdickung das Opfer darauf stehen konnte, z.B. mit der Ferse. Da der eine Ast sehr glatt abgeschnitten war und min. die Breite einer Ferse hatte, konnte das Opfer mit einer Ferse darauf stehen. Die andere Ferse kann durchaus in einer der beiden V-förmigen Gabelungen Ausschnitten gestellt haben, weil es ausreichend abgerundet war. Das Opfer hätte sich auch zusätzlich noch gegen den Baum lehnen können, das mag vielleicht unbequem gewesen sein, aber das das nicht möglich sein soll, das sehe ich nicht und das kann man in Wirklichkeit auch nicht ausschließen.
Ohne vor Ort gewesen zu sein, kann das der Mediziner in Wirklichkeit nicht ausreichend beurteilen.
Es gibt auch andere Fälle, wo sich Mediziner geirrt hatten, wie z.B. den Badewannenunfall von Rottach-Egern. Auch im Fall Hanna W. sieht es ähnlich aus.
Wenn man folgende Einschätzung der Schwester berücksichtigt:
Doch auch bei der Mordtheorie bleiben viele Fragen offen. Wurde Evi Rauter entführt? Ist sie freiwillig in ein fremdes Auto gestiegen? Ihre Schwester hält das jedenfalls für unwahrscheinlich.
Quelle:
https://kurier.at/chronik/oesterreich/maedchen-portbou-florenz-evi-rauter-spanien/402835681Dann erscheint einen solche Mutprobe auch viel zu weit hergeholt, denn dass das Opfer mitgefahren wäre. hält sie für unwahrscheinlich.