Tita1992 schrieb:nd leise war es vermutlich nicht, wenn man der Aussage der Anwohnerin, die Streit und Weinen gehört haben will, Glauben schenken mag - die Polizei hat diese allerdings einfach ignoriert.
Die Ermittler haben die Personalien falsch aufgenommen, nicht einmal der / die Namen korrekt notiert, und es gab keine Möglichkeiten, noch einmal Rücksprache zu halten, weitere Fragen zu stellen.
Ich finde das nicht normal.
Ob das, was die Zeugin gehört haben will, überhaupt mit dem Fall etwas zu tun gehabt hatte, das weiß man nicht. Diese Wohnhäuser sind sehr exponiert. Die Quelle des Gehörten kann von einem großen Bereich stammen, vielleicht auch aus einer anderen Wohnung oder Haus.
Sie hatte einem Polizisten dort zwar etwas geschildert, ob er überhaupt zum Ermittlerteam gehörte, ist fraglich, möglicherweise sollte er nur den Bereich absichern. Nach eigenen Angaben ist dann die Zeugin nicht zur Polizeiwache gegangen, weil sie damals Bedenken gegen die Polizei hatte.
Allenfalls wäre da nur einem einzigen Beamten der Vorwurf zu machen, das nicht ausreichend weiter gegeben zu haben. So etwas kommt leider vor.
Es gab keine weiteren Zeugen, die etwas gehört haben wollen. Warum sollen da die Camper etwas gehört haben, vielleicht schliefen sie ähnlich fest, wie ein Großteil der übrigen Bewohner ringsum.
Es mag bei der Aufnahme der Daten der Camper zu Fehlern gekommen sein, trotzdem wurden sie ausfindig gemacht. Ein Journalist wollte zumindest einen von ihnen interviewen, was er ablehnte, was ich auch nachvollziehen kann.
Um unbeschadet zum Baum zu gelangen, musste es dämmern, andernfalls wäre der Bereich einfach zu dunkel, um halbwegs unbeschadet an den Kakteen vorbeizukommen. Wenn es dann dämmerte, wurde es bei der Lage des Hanges sicher rasch hell, so dass der Suizid erst dann erfolgte (ein Tötungsdelikt ist nach den Indizien des Ortes nur eine theoretische Möglichkeit). Und zu diesem Zeitpunkt gibt es keinen Zeugen, der irgendetwas gehört hat, weder die Camper noch irgendjemand anders.
Tita1992 schrieb:Beziehst du dich jetzt auf Italien, Frankreich oder Spanien mit den Telefonzellen?
In Spanien gab es diese eher nicht. Ich erinner mich sehr gut daran, dass ich in eine Telefonvermittlung gehen musste, wenn ich nach Deutschland (oder wohin auch immer) telefonieren wollte... es war deutlich anders als z.B. in Deutschland.
Eine Fahrt wäre über 1000km zur Hälfte in Italien und zur Hälfte in Frankreich gegangen. In Spanien wären es nur ein paar wenige Kilometer gewesen. Es hätte doch mehrere Gelegenheiten gegeben den Eltern oder der Schwester oder irgendeinem Verwandten Bescheid zu geben. Außerdem wäre die Fahrt auch nicht in der Wüste gestartet sondern in einer belebten Stadt mit vielen Möglichkeiten die Eltern oder Verwandte zu benachrichtigen.