Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Hätte die Guardia Civil zeitnah Plakate im Bahnhof Portbou aufgehängt mit Foto und "Kennen Sie diese junge Frau? Zeugen gesucht" dann hätte sich vielleicht ein Reisender erinnert: Ein Rückreisender aus dem Urlaub oder von einem Verwandtenbesuch, ein Geschäftsmann der öfter den Zug nahm ...
Ob das etwas gebracht hätte, kann man durchaus bezweifeln.

So sagte @Tita1992 weiter oben, dass die Züge an der Endstation nur spärlich besetzt gewesen wären.

Daher werden dies Abteile an der Endstation nur mit wenigen Personen belegt und bis kurz vor Partbou verdunkelt gewesen sein. Mit höherer Wahrscheinlichkeit könnte das Opfer in Partbou allein in einem Abteil gesessen haben.

Beim und nach dem Aussteigen sieht man die meisten Personen auch nur von hinten.

Die Zuginsassen, die evtl. von dem Fall erfahren hätten, hätten mit höherer Wahrscheinlichkeit sich nicht an die junge Frau in dem Zug erinnert.

Bleibt also nur noch die Grenzkontrolle. Aber sie vergleichen tagtäglich hunderte Personen mit ihren Papieren. Das ist eine flüchtige Sache und prägt sich kaum ins Gedächtnis ein. Sicher es gibt Personen mit fotografischem Gedächtnis (z.B. manche Autisten), aber die haben Probleme im Alltag, weil sie häufig wichtiges von unwichtigem nicht unterscheiden können. Und nach der Kontrolle ist das, was ein Grenzbeamter da verglichen hat und dabei keine Auffälligkeit erkannt hat, schon in der nächsten Minute nach der Kontrolle für sie vollkommen unwichtig geworden.