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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

1.912 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Vermisst, Suizid ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

um 16:29
Ich würde niemals sagen, dass Suizide immer vorhersehbar oder nie vorhersehbar wären. Dass es Abschiedsbriefe geben müsse. Oder dass im Fall E.R. alles gut lief und man deswegen einen Suizid auf jeden Fall ausschließen könnte.
Man schaut den Menschen immer nur vor den Kopf und nicht hinein. Nach außen mag alles gut erscheinen, innerlich kann es vollkommen anders aussehen. Nicht jeder Mensch zeigt seine Verzweiflung, manche nicht einmal ihren engsten Bezugspersonen.

In diesem Fall häufen sich aber so viele Merkwürdigkeiten, dazu die Aussage des Gerichtsmediziners. Wir werden es nie erfahren, es sei denn, irgendwann kommen noch weitere eindeutige Aussagen. Was wohl eher nicht passieren wird.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

um 16:53
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Bitte denkt auch daran, dass eine Anwohnerin einen lauten Streit / Weinen gehört haben will, von der Polizei aber ignoriert wurde.
Nun, sie hat es aber nicht so ernst empfunden, gleich die Polizei zu rufen.
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Bei ER zweifle ich auch nicht an einem Suizid, wobei die Art sich so aufzuhängen für mich etwas Quälendes hat, weil die Halsschlagadern nicht so fest abgedrückt werden, wie beim “klassischen Erhängen”, man also wohl länger bei Bewusstsein bleibt. Trotzdem geschieht es.
Laut diesem Artikel soll sie einen Genickbruch erlitten haben, mit Durchtrennung des Rückenmarks. Es gibt hier auch ein etwas erschreckendes Foto, auf dem der Kopf schon sehr aus meiner Sicht durch das Seil in einer unnatürlich nach hinten gedrückten Position zu sehen ist. Ich glaube dieser Winkel hätte eine intakte Halswirbelsäule nicht mitgemacht, wahrscheinlich ging es sehr schnell. Ich glaube aber nicht, dass sie das bei einem Suizid so vorhersehen konnte.

https://www.elpuntavui.cat/punt-divers/article/2142916-encerts-errors-i-dubtes-en-el-misterios-cas-d-evi-anna.html?ItemId=2785&vermobil=1

Hier die Übersetzung von Google:
Der Gerichtsmediziner behielt recht: Als Todesursache gab er einen Wirbelbruch mit Rückenmarksdurchtrennung infolge des Erhängens an – ein Befund, der mit einem Suizid im Einklang stand, wie er auch in den Ermittlungen der Guardia Civil und des Gerichts Nr. 1 in Figueres stets bestätigt worden war.
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Was mich am Suizid zweifeln lässt:
.......
Wie gesagt, wir können uns nicht in die Lage eines Suizid-gefährdeten Menschen herein versetzen. Daher bleibt nur, die Indizien des Ortes.

Und wie in einer von Kakteen umgebenden Gebiet ein Tötungsdelikt so erfolgt sein soll, dass alles auf einen Suizid hinweist, die besondere Art der Schlaufe etc. und man keine echte Spuren eines Tötungsdelikts findet, dann wäre es ein ideales Verbrechen, bei dem viele Hindernisse - ohne jegliche Spuren zu hinterlassen - überwunden wurden. Schon ohne die Kakteen eine Person so hochzuhieven, wäre äußerst schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Und das alles ohne Druckspuren oder Kratzer.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

um 17:07
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Man schaut den Menschen immer nur vor den Kopf und nicht hinein. Nach außen mag alles gut erscheinen, innerlich kann es vollkommen anders aussehen. Nicht jeder Mensch zeigt seine Verzweiflung, manche nicht einmal ihren engsten Bezugspersonen.
Dass so gar niemandem wenigstens hinterher etwas einfällt, das auf Veränderungen oder Verstimmungen hingedeutet hätte, ist aber doch sehr außergewöhnlich. Als sie vermisst wurde, hat sich doch bestimmt ihr ganzes Umfeld den Kopf darüber zerbrochen, was passiert sein könnte.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

um 17:20
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Dass so gar niemandem wenigstens hinterher etwas einfällt, das auf Veränderungen oder Verstimmungen hingedeutet hätte, ist aber doch sehr außergewöhnlich. Als sie vermisst wurde, hat sich doch bestimmt ihr ganzes Umfeld den Kopf darüber zerbrochen, was passiert sein könnte.
Ich Frage mich, ob das damals überhaupt die Umgebung ausreichend in Erwägung gezogen hat. Man wird ein Tötungsdelikt befürchtet haben. Evtl. hat man Anzeichen auch mit Prüfungsstress etc. verwechselt. Wenn das Opfer rasch gefunden worden wäre, hätte man vielleicht im Nachhinein noch Zeichen erkennen können, aber nach einer solch langen Zeit verschwimmen doch die Erinnerungen stark, so dass eine Diagnose nach so langer Zeit kaum mehr möglich ist. Ich glaube, an einen Suizid glaubt die Umgebung meist als letztes.

Wie gesagt, übrig bleiben dann die Indizien des Ortes.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

um 17:46
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Laut diesem Artikel soll sie einen Genickbruch erlitten haben, mit Durchtrennung des Rückenmarks. Es gibt hier auch ein etwas erschreckendes Foto, auf dem der Kopf schon sehr aus meiner Sicht durch das Seil in einer unnatürlich nach hinten gedrückten Position zu sehen ist. Ich glaube dieser Winkel hätte eine intakte Halswirbelsäule nicht mitgemacht, wahrscheinlich ging es sehr schnell. Ich glaube aber nicht, dass sie das bei einem Suizid so vorhersehen konnte.
Das ist dann natürlich ‚sofort‘ tödlich, wenn es so abgelaufen ist.

Ich habe mir gerade nochmal die Bilder angesehen; von der Fallhöhe würde es, meiner Meinung nach, ausreichen.
Bin mir allerdings nicht so recht sicher, wie der fallende Körper reagiert, wenn das Seil so um den Hals gebunden wird. Klingt sehr makaber leider. Aber bei einem „normalen“ Erhängen drückt sich das Seil ins Weichgewebe des Halses, der Kopf kann also nicht mehr aus der Schlinge rutschen.
Leider erst gestern über einen Fall eines nicht identifizierten Toten gestolpert, der sich an einer Stange im Kleiderschrank erhängt hatte. Oder bspw. Gudrun Ensslin, da sieht nan ziemlich genau, wie das Erhängen auf den Hals wirkt.

Hier ist es aber der Hinterkopf. Da gibt es nicht so viel Weichgewebe, wo das Seil „greifen“ kann.
Die Gefahr wieder rauszurutschen ist um ein Vielfaches höher.
Ich habe es selbst gerade versucht (ja, ich habe so ein Seil daheim und ja, ich habe es dafür damals gekauft; bin aber momentan stabil), ich rutsche raus; allerdings habe ich auch einen runden Hinterkopf, meine Haare bremsen das auch nicht, obwohl mittlerweile lang und wellig.

ER ist mir bisher der einzige bekannte Fall, bei dem das Erhängen so abgelaufen ist.
Das wäre mein einziger Punkt, der für mich etwas an der Suizid-Theorie kratzen würde. Vermutlich weil es eben in der Form so gut wie nie vorkommt.
—-

Was Suizidalität an sich angeht.
Zum einen fraglich, ob nach all den Jahren mögliche damalige Zeichen noch erinnerlich wären; zum anderen, ob es diese überhaupt gegeben hat. Und als dritte Seite der Medaille kennen wir ERs Familie auch nicht.
Nur als Beispiel und anekdotisch: würde ich mich suizidieren, würde meine Mutter vor anderen und sich selbst immer behaupten, es hätte niemals Zeichen gegeben und sie hätte nicht gewusst, wie es mir ging, weil ich ihr ja nie etwas erzählt hätte. Faktisch ist es anders, ich habe ihr erzählt, wie es mir ging; mehrfach; jedoch 1. sie hört nicht zu, 2. es interessiert sie nicht, wie es anderen geht und 3. sie schwenkt sofort auf sich (“Soso, dir geht’s schlecht…aber schau‘ mal mein Fusspilz, das juckt so.“ - O-Ton, nachdem ich ihr von Suizidgedanken berichtet habe, 2018).

Das heißt natürlich nicht, wenn es sich bei ER wirklich um einen Suizid handeln sollte, dass es in ihrer Familie so abgelaufen ist; absolut nicht.
Aber man sollte im Hinterkopf behalten, dass es gewisse (ungute) Familiendynamiken gibt, in denen Menschen mit Depressionen und/oder Suizidalität untergehen können.

Nur weil jemand “alles” hat und es anderen schlechter geht, muss es ihm noch lange nicht psychisch damit gutgehen. Das ist etwas provokant, aber diese Sätze dürfte nahezu jeder, der offen mit Depressionen usw. umgeht, schon gehört haben. Und diejenigen, die solche Sätze von sich geben sind dann meist auch diejenigen, die, trotz Offenheit des Betroffenen, nie etwas mitbekommen haben.
Leider.


Ps: Rechtschreibfehler bitte entschuldigen. Meine Augen sind trotz Brille seit gestern echt mies und mir verschwimmt alles. Ich kann es heute schlicht nicht sehen.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

um 17:51
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:* Sie war nicht depressiv oder deprimiert.
Auch wenn ich nicht betroffen bin und im konkreten Fall eher an ein Verbrechen glaube, würde ich mit solchen Zuschreibungen sehr vorsichtig sein (bzw. sie besser gleich ganz unterlassen). Ich darf an den Nationaltorwart Robert Enke erinnern. Multimillionär, Familie, Kind und dennoch so depressiv, dass er sein Umfeld getäuscht und sich vor einen Zug geworfen hat. Depression ist eine heimtückische Krankheit. Aus der Ferne und mit diesem zeitlichen Abstand können wir bei ER ganz sicher nicht beurteilen, ob sie betroffen war oder nicht.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

um 17:53
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Ich Frage mich, ob das damals überhaupt die Umgebung ausreichend in Erwägung gezogen hat. Man wird ein Tötungsdelikt befürchtet haben.
Du meinst also, die Angehörigen wollen sich zwar Jahrzehnte später nicht mit der Möglichkeit eines Suizids auseinandersetzen, denken aber gleich nach dem Verschwinden lieber "ach, die wird jemand umgebracht haben" als sich zu überlegen, dass und warum sie vielleicht weggelaufen sein könnte?

Sehr schlüssig. Nicht.

Evi hatte übrigens schon seit Ende Juni Ferien, etwaiger Prüfungsstress lag schon lange zurück.

Aber ja, so kann man natürlich immer alles der bevorzugten Theorie anpassen, auch wenn es wenig Sinn ergibt.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

um 18:06
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Du meinst also, die Angehörigen wollen sich zwar Jahrzehnte später nicht mit der Möglichkeit eines Suizids auseinandersetzen, denken aber gleich nach dem Verschwinden lieber "ach, die wird jemand umgebracht haben" als sich zu überlegen, dass und warum sie vielleicht weggelaufen sein könnte?
Ich glaube, dass es sehr schwierig ist ohne wirkliche Beweise anzunehmen, dass jemand aus dem Umfeld Suizid begangen hat. Einfacher ist immer andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Vielleicht würde man demjenigen ohne klare Beweise auch Unrecht tun
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Aber ja, so kann man natürlich immer alles der bevorzugten Theorie anpassen, auch wenn es wenig Sinn ergibt.
Ich klammere diese Dinge aus, weil wir es nicht wissen können. Niemand war mit dem Opfer zusammen, fast jeder hier versucht nur Annahmen über ein Thema zu treffen, bei denen fast niemand Erfahrung haben dürfte.

Ich persönlich kann mir wiederum nicht vorstellen, dass das Opfer einfach eine 1000km-Fahrt angetreten hätte, ohne ihren Angehörigen Bescheid zu sagen. Andere mögen andere Ansicht sein.

Daher bringt es nichts sich damit zu beschäftigen.

Man sollte sich daher eher mit den Indizien beschäftigen, die man auch als Außenstehender durchaus beurteilen kann und das sind die vom Ort selbst.


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