Rigel92 schrieb:Laut diesem Artikel soll sie einen Genickbruch erlitten haben, mit Durchtrennung des Rückenmarks. Es gibt hier auch ein etwas erschreckendes Foto, auf dem der Kopf schon sehr aus meiner Sicht durch das Seil in einer unnatürlich nach hinten gedrückten Position zu sehen ist. Ich glaube dieser Winkel hätte eine intakte Halswirbelsäule nicht mitgemacht, wahrscheinlich ging es sehr schnell. Ich glaube aber nicht, dass sie das bei einem Suizid so vorhersehen konnte.
Das ist dann natürlich ‚sofort‘ tödlich, wenn es so abgelaufen ist.
Ich habe mir gerade nochmal die Bilder angesehen; von der Fallhöhe würde es, meiner Meinung nach, ausreichen.
Bin mir allerdings nicht so recht sicher, wie der fallende Körper reagiert, wenn das Seil so um den Hals gebunden wird. Klingt sehr makaber leider. Aber bei einem „normalen“ Erhängen drückt sich das Seil ins Weichgewebe des Halses, der Kopf kann also nicht mehr aus der Schlinge rutschen.
Leider erst gestern über einen Fall eines nicht identifizierten Toten gestolpert, der sich an einer Stange im Kleiderschrank erhängt hatte. Oder bspw. Gudrun Ensslin, da sieht nan ziemlich genau, wie das Erhängen auf den Hals wirkt.
Hier ist es aber der Hinterkopf. Da gibt es nicht so viel Weichgewebe, wo das Seil „greifen“ kann.
Die Gefahr wieder rauszurutschen ist um ein Vielfaches höher.
Ich habe es selbst gerade versucht (ja, ich habe so ein Seil daheim und ja, ich habe es dafür damals gekauft; bin aber momentan stabil), ich rutsche raus; allerdings habe ich auch einen runden Hinterkopf, meine Haare bremsen das auch nicht, obwohl mittlerweile lang und wellig.
ER ist mir bisher der einzige bekannte Fall, bei dem das Erhängen so abgelaufen ist.
Das wäre mein einziger Punkt, der für mich etwas an der Suizid-Theorie kratzen würde. Vermutlich weil es eben in der Form so gut wie nie vorkommt.
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Was Suizidalität an sich angeht.
Zum einen fraglich, ob nach all den Jahren mögliche damalige Zeichen noch erinnerlich wären; zum anderen, ob es diese überhaupt gegeben hat. Und als dritte Seite der Medaille kennen wir ERs Familie auch nicht.
Nur als Beispiel und anekdotisch: würde ich mich suizidieren, würde meine Mutter vor anderen und sich selbst immer behaupten, es hätte niemals Zeichen gegeben und sie hätte nicht gewusst, wie es mir ging, weil ich ihr ja nie etwas erzählt hätte. Faktisch ist es anders, ich habe ihr erzählt, wie es mir ging; mehrfach; jedoch 1. sie hört nicht zu, 2. es interessiert sie nicht, wie es anderen geht und 3. sie schwenkt sofort auf sich (“Soso, dir geht’s schlecht…aber schau‘ mal mein Fusspilz, das juckt so.“ - O-Ton, nachdem ich ihr von Suizidgedanken berichtet habe, 2018).
Das heißt natürlich nicht, wenn es sich bei ER wirklich um einen Suizid handeln sollte, dass es in ihrer Familie so abgelaufen ist; absolut nicht.
Aber man sollte im Hinterkopf behalten, dass es gewisse (ungute) Familiendynamiken gibt, in denen Menschen mit Depressionen und/oder Suizidalität untergehen können.
Nur weil jemand “alles” hat und es anderen schlechter geht, muss es ihm noch lange nicht psychisch damit gutgehen. Das ist etwas provokant, aber diese Sätze dürfte nahezu jeder, der offen mit Depressionen usw. umgeht, schon gehört haben. Und diejenigen, die solche Sätze von sich geben sind dann meist auch diejenigen, die, trotz Offenheit des Betroffenen, nie etwas mitbekommen haben.
Leider.
Ps: Rechtschreibfehler bitte entschuldigen. Meine Augen sind trotz Brille seit gestern echt mies und mir verschwimmt alles. Ich kann es heute schlicht nicht sehen.