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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

1.996 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Vermisst, Suizid ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

28.12.2025 um 21:08
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb am 17.04.2025:„Nahtod-Spiele“ waren ja meines Wissens auch schon damals vereinzelt ein Ding, das man gerade in einer lockeren Atmosphäre nach Genuß von Alkohol oder auch Drogen mal ausprobieren konnte.
Wenn Evi tatsächlich nach Siena trampen wollte aber dabei auf eine Gruppe lustiger junger Leute gestoßen ist, die sie spontan mit nach Spanien genommen haben, könnten sie dort in der Nähe der Pinie gecampt haben und zu fortgeschrittener Stunde ein paar Spiele mit einem Seil gespielt haben. Da reicht es dann, wenn jemand unten eine Räuberleiter macht oder man etwas unten drunter stellt und schon kann der Ast viel bequemer erreicht werden. Vielleicht hat auch jemand als „Kletterhilfe“ gedient (deshalb wurden auch die Schuhe ausgezogen, weil sie nicht mit Schuhen auf jemanden drauf stehen wollte). Und dann ist etwas schief gegangen, sie ist gefallen und hat sich das Genick gebrochen, anstelle nur mal kurz einen krassen Moment mit Sauerstoffdeprivation und/ oder Todesangst zu erleben. Danach sind die anderen Beteiligten dann ziemlich schnell über alle Berge verschwunden. Und vielleicht war ja das Weinen oder der Streit, den die ältere Dame in dem Wohnhaus gehört hat, eine hitzige Diskussion darüber, ob man nun einen Notarzt rufen oder sich doch lieber aus dem Staub machen solle, weil man sowieso für Evi nichts mehr tun konnte.
Dies ist natürlich auch nur ein Gedanke für ein alternatives Szenario, abseits von Selbstmord oder Mord, eine alternative Möglichkeit…
Sehr interessant hergeleitet. Aber bitte nicht böse sein, das wäre schon von Anfang an ein sehr bizzares Verhalten, noch lange vor den "Nahtod-Spielen". Sie hat bei ihrer Schwester in Florenz gewohnt und sie haben jeden Tag mehr oder weniger Zeit miteinander verbracht.
Welcher auch nur einigermaßen normale Mensch sagt dann: och, jetzt habe ich lustige Leute kennen gelernt, ich fahre mit ihnen nach Spanien und sage niemanden Bescheid.
Also ich kenne niemanden, kenne auch niemanden, der so jemanden kennt. Zumal Evi Rauter ja doch aus sehr geordneten Verhältnissen kommt. Da wäre so ein Verhalten sehr ungewöhnlich. Ausgeschlossen ist nichts, aber da kommt viel anderes vorher.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

28.12.2025 um 21:30
Zitat von cg75000cg75000 schrieb:Aber bitte nicht böse sein, das wäre schon von Anfang an ein sehr bizzares Verhalten, noch lange vor den "Nahtod-Spielen". Sie hat bei ihrer Schwester in Florenz gewohnt und sie haben jeden Tag mehr oder weniger Zeit miteinander verbracht.
Welcher auch nur einigermaßen normale Mensch sagt dann: och, jetzt habe ich lustige Leute kennen gelernt, ich fahre mit ihnen nach Spanien und sage niemanden Bescheid.
Also ich kenne niemanden, kenne auch niemanden, der so jemanden kennt. Zumal Evi Rauter ja doch aus sehr geordneten Verhältnissen kommt. Da wäre so ein Verhalten sehr ungewöhnlich. Ausgeschlossen ist nichts, aber da kommt viel anderes vorher.
Natürlich bin ich nicht böse 😉 und verstehe deinen Einwand total. Sicher wäre das kein alltägliches Verhalten, das man von einer jungen Frau wie Evi erwarten würde. Allerdings ist ja die ganze Geschichte um Evi Rauter mysteriös und alles andere als normal oder nachvollziehbar. Daß sie spontan an diesem Tag in den Zug nach Portbou stieg um sich dort an einem doch recht öffentlich Platz zu erhängen, fände ich genau so wahrscheinlich oder unwahrscheinlich und ich kenne auch niemanden der so etwas gemacht hat.

Ich finde es nach wie vor rätselhaft, wie und warum Evi dort an diesem Baum geendet ist und denke einfach, es muß etwas total komisches und äußerst unwahrscheinliches passiert sein. Wir werden es wahrscheinlich auch nie erfahren.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

28.06.2026 um 17:40
Hab die fast 100 Seiten durch. Am Anfang dachte ich auch an Foul Play. Mittlerweile und nach Würdigung aller Bilder, Berichte und Aussagen gehe ich von einem Selbstmord aus.

Das ist eine traurige und bedrückende Geschichte. Noch nicht mal in voller Blüte beendet ein hübsches junges Mädchen 1000 km fern der Heimat ihr Leben mit eigener Hand, raubt sich aller Möglichkeiten und lässt die Angehörigen zweifelnd und verzweifelnd zurück. Das fühlt sich falsch, ungerecht und gemein an. Was für eine Tragödie.

Doch solche Dinge gibt es. Man darf sich nicht verleiten lassen, mehr dahinter zu vermuten als tatsächlich dahinter war.

Welche Gründe Evi hatte wird für immer im Dunkeln bleiben. Das ist schwer zu akzeptieren, aber schlussendlich führt alle Wissbegier zu nichts. Es kann dieser Grund gewesen sein oder ein anderer oder eine Kombination aus mehreren. Wir werden es nicht erfahren. Ruhe in Frieden.

Das habe ich noch gefunden im Netz. Makaber ist, dass es in Portbou zu Dark Tourism kommt:
Die Kiefer der gehängten Frau von Portbou wird zu einer Touristenattraktion

Die TV3-Dokumentation, die es geschafft hat zu klären, wer das Mädchen war, das 1990 an einer Kiefer in Portbou (Alt Empordà) hängend auftauchte, hat die Fans der Serie 'Crims' entfacht, die die Stadt besuchen wollten. Die Bewohner der Gegend erklären, dass, seit der Ausstrahlung der ersten Folge ist es heute üblich, dass Touristen aus allen Städten Kataloniens, einschließlich französischer, kommen, um die Kiefer zu fotografieren, an der die junge Evi Anna Rauter hing. War es Mord? Die Debatte wurde in der Stadt wieder aufgenommen, wo einige Versionen über die Zeit bearbeitet haben und andere sich in Sekunden beruhigen: "Es ist ein Rätsel."

Es ist ein Dienstag im Juni. Ein alter Stuhl und mehrere Kiefernzweige in der Nähe des Dorfes, die am Strand des Portbou-Strandes aufgestellt sind, erinnern uns daran, dass das Fest der heiligen Johanna bevorsteht. Portbou wartet bereits auf Touristen, die an einen Sommer denken, in dem die Hotelbelegung ihren Höhepunkt erreicht. Aber dienstags, und besonders wenn es so bewölkt ist, bringen sie nur französische Besucher, die meisten davon Rentner, die die Gelegenheit nutzen, aufzutanken und Tabak zu günstigeren Preisen zu kaufen, in die erste spanische Stadt nach der französischen Grenze.

Fotos mit der Kiefer
Es bleiben nur noch wenige Tage, bis diese Ruhe verblasst. "Und solange Touristen kommen. Und noch mehr seit der Folge von 'Crims'!" sagt Josep, der Sicherheitsmann der Stadt aus einem Van. "Seit sie die erste Folge ausgestrahlt haben Es gibt Touristen, die hierher kommen und Fotos von der Kiefer machen", erklärt er. Um zu dem Baum zu gelangen, an dem die junge italienische Frau tot aufgefunden wurde, muss man bis zum Ende des Dorfes, in der Nähe des Friedhofs, überqueren und etwa 30 Stufen einer Treppe mitten in den Felsen dieser Stadt an der Costa Brava hinaufsteigen. "Es scheint mir, dass die Kiefer jetzt in Mode ist, sie kommen aus ganz Katalonien, sogar aus Frankreich und allem, um den Baum zu fotografieren! Dieses Wochenende war großartig", sagt Carmina, die nächstgelegene Nachbarin des Ortes.
Übersetzt durch MS Edge

Quelle: https://www.elperiodico.com/es/sociedad/20220621/pino-ahorcada-portbou-atractivo-turistico-13903059


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

03.07.2026 um 02:28
Und was lässt dich zu der Überzeugung kommen, dass es Suizid war? Die 1000km Zugfahrt, die schnelle Durchführung nach Ankunft des Zuges in unbekanntem Gebiet und 'spontanem' Finden eines Seils, die 'schwierige' Situation am Baum lassen dich daran nicht zweifeln? Selbst der damalige Gerichtsmediziner hat heute Zweifel, bzw. ist inzwischen überzeugt, dass es kein Suizid gewesen sein kann.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

05.07.2026 um 19:47
Um zu dem Baum zu gelangen, an dem die junge italienische Frau tot aufgefunden wurde, muss man bis zum Ende des Dorfes, in der Nähe des Friedhofs, überqueren und etwa 30 Stufen einer Treppe mitten in den Felsen dieser Stadt an der Costa Brava hinaufsteigen.

- also, das Mädchen, das sich noch fröhlich, von der Schwester verabschiedete,
das, die fast 1.000 Kilometer, die Florenz von Portbou trennen, irgendwie zurückgelegt hatte, das wahrscheinlich während der Zeit sicher auch nichts gegessen und getrunken hatte,
hätte mitten in der Nacht, lebensmüde, eine ihr fremde Stadt durchquert, wäre dann endlich mutterseelenallein, oben am Friedhof an der geeigneten Kiefer angelangt,
mit einem passenden Strick, den sie sich noch schnell vorher von irgendwo besorgt hätte.

Selbständig wäre sie dann barfuß mit eigener Kraft, am Stamm hochgeklettert
und hätte den Strick mit einer Hand oben festgeknotet,
sich die Schlinge um ihren Hals geknüpft und sich - exakt, in der dafür nötigen Höhe, erhängt...

Das kann doch Keiner glauben?!?



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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

05.07.2026 um 20:34
Nicht zu vergessen: Mit sauberen Fußsohlen, ohne Hinweise auf Harz oder Piniennadeln, ohne Schrammen... Dafür mit einigen Ermittlungsfehlern.
Es ist ein für mich vollkommen unfassbarer Fall, aber an eines glaube ich ganz sicher nicht: einen Suizid.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

05.07.2026 um 20:54
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Nicht zu vergessen: Mit sauberen Fußsohlen, ohne Hinweise auf Harz oder Piniennadeln, ohne Schrammen... Dafür mit einigen Ermittlungsfehlern.
Es ist ein für mich vollkommen unfassbarer Fall, aber an eines glaube ich ganz sicher nicht: einen Suizid.
Nur an eines glaube ich oder befürchte ich, dass diese Tat nicht mehr aufgeklärt werden wird. RIP Evi.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

05.07.2026 um 21:15
Zitat von WunderfitzchenWunderfitzchen schrieb:Nur an eines glaube ich oder befürchte ich, dass diese Tat nicht mehr aufgeklärt werden wird. RIP Evi.
Das fürchte ich auch.
Gerade weil dort ja wohl nicht mehr ermittelt wird, da selbst ein eventueller Mord längst verjährt wäre. Mir sind nicht viele Kriminalfälle aus der Gegend bekannt, aber dieser lässt mich einfach nicht los.


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05.07.2026 um 22:36
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb am 28.06.2026:Mittlerweile und nach Würdigung aller Bilder, Berichte und Aussagen gehe ich von einem Selbstmord aus.
Ich bin mir auch sicher, dass es Selbstmord war.

Natürlich erlauben einige Umstände des Falls, auch in Richtung eines wie auch immer gearteten Fremdverschuldens zu spekulieren.

Die wahrscheinlichste Erklärung (das Vorkommen von durch Vortäuschen eines Suizids durch Erhängen erfolgreich verschleierten Tötungsdelikten dürften sich doch in Grenzen halten; hinzu kommt im konkreten Fall, dass es einem Dritten kaum möglich gewesen sein dürfte, die spezielle Auffindesituation zu inszenieren - mal ganz abgesehen von der Frage, warum ein Dritter den enormen Aufwand der Inszenierung überhaupt hätte betreiben sollen) ist immer noch ein tragischer und bedauerlicher Suizid.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

05.07.2026 um 23:05
Zitat von WunderfitzchenWunderfitzchen schrieb:Das kann doch Keiner glauben?!?
So ziemlich jeder deine angesprochenen Punkte wurde hier bereits mehrfach widerlegt bzw. völlig Plausibel erklärt.

Solange es nichts neues gibt brauchen wir uns doch wirklich nicht erneut (!!) im Kreis drehen.


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05.07.2026 um 23:19
Zitat von KieliusKielius schrieb:Ich bin mir auch sicher, dass es Selbstmord war.
Was dafür spricht:
*) Spontanität
*) nichts davor jemandem gesagt
*) Verschleierung in dem man es nicht vor Ort und auch nicht in einem Nachbarland macht (aber unmittelbar dahinter)
*) Papiere entsorgt so dass Identifikation erschwert bzw. nicht möglich
*) der weit entfernte Ort ist dennoch durch den direkten Zug in angemessener Zeit (bevor ggf. eine Suchaktion startet) erreichbar

Wodurch die im Thread genannten Zweifel entkräftet werden können (und teilweise auch schon wurden):
*) Warum ausgerechnet Port Bou / der Baum / die Uhrzeit? => Weil einziger Ort in einem fremdsprachigen Nicht-Nachbarland, der direkt erreichbar ist. Und alles weitere ist Zufall.
*) wie ist sich das mit dem kurzen Zeitraum ausgegangen? => es gab ja keinen Zwang, vor 8h am Baum zu hängen. Aber es war möglich und es ist passiert.
*) Warum erhängen und nicht z.B. am Bahngleis? => der Bahnhof ist groß und belebt, da gibt's keine Möglichkeit.
*) die fehlenden Verletzungen und Sauberkeit? => die Füße waren sehr wohl schmutzig. Stacheln kann man ausweichen

Der Hauptunterschied zu Fremdverschulden ist außerdem , dass dort 2 unwahrscheinliche Dinge eintreten hätten müssen: die spontane Reise nach Spanien UND dass auf der Reise der Mord (oder zumindest etwas dass zur Inszenierung führte) passiert. Für den Suizid in dieser Form reicht die Absicht mit den oben beschriebenen Argumenten.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

05.07.2026 um 23:51
Kurzer Einwurf zur Begriffswahl:

Mir fällt hier in der Krimi-Rubrik öfter das Wort „Selbstmord“ auf. Ich fände es besser, wenn wir da stattdessen eher von „Suizid“ oder „Selbsttötung“ sprechen.

Gerade weil wir hier im Kriminalitäts-Forum unterwegs sind, macht das einfach mehr Sinn.
Ein „Mord“ ist ja rein rechtlich ein Verbrechen an jemand anderem.
„Ein Suizid ist im deutschen Recht aber keine Straftat.“
Das Wort „Selbstmord“ passt juristisch gesehen also gar nicht und schleppt zusätzlich noch so ein altes, moralisches Stigma mit sich rum.

Mit Suizid oder Selbsttötung bliebe es einfach sachlicher und sprachlich präziser. ?!

Nur so als kleiner Impuls für die Runde!

Quelle; https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/02/rs20200226_2bvr234715.html[/quote]


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

06.07.2026 um 00:08
Zitat von Johann_FJohann_F schrieb:Was dafür spricht:
*) Spontanität
*) nichts davor jemandem gesagt
*) Verschleierung in dem man es nicht vor Ort und auch nicht in einem Nachbarland macht (aber unmittelbar dahinter)
*) Papiere entsorgt so dass Identifikation erschwert bzw. nicht möglich
*) der weit entfernte Ort ist dennoch durch den direkten Zug in angemessener Zeit (bevor ggf. eine Suchaktion startet) erreichbar
Keiner dieser Punkt spricht für Suizid! Was ist das denn für eine merkwürdige Argumentation? 1. wenn länger geplant, dann spräche es gegen Suizid? Außerdem, woher weisst du, dass Evi spontan etwas unternommen hat. Ich denke eher, sie ist noch in der Toskana, wahrscheinlich sogar in Florenz (etwa am Bahnhof) entführt worden. Gut, kann ich auch nicht beweisen, aber ist keineswegs weniger unwahrscheinlich. 2. 'nichts gesagt' ist genauso unsinnig als Argument für Suizid. Ich könnte genauso sagen: wenn sie sich nicht suizidieren wollte, warum sollte sie dann jemanden sagen, dass sie sich (nicht) suizidieren will? 3. ich habe nie verstanden, warum ich, um mich zu suizidieren in ein anderes Land fahren soll/muss, und dann auch noch 1000km entfernt (hätte ja auch schon in Frankreich aus dem Zug aussteigen können; achso, Nachbarland 'darf' es auch nicht sein!? Sorry). Jetzt mal im Ernst: wie viele Fälle sind euch bekannt, wo jemand 1000km ins Ausland reist, nur um sich unmittelbar dann da umbringen will, zumal Bäume ja überall sind. 4. Papiere entsorgt...oder gestohlen! Und auch hier wieder, warum dieser Anonmyitätszwang? 5. der letzte Punkt besagt ebenso absolut nichts. Fünf scheinbare Argumente, die völlig ins Leere laufen. --- Und dabei sind viele weitere Ungereimtheiten nicht einmal erfasst. Achja: 'zwei unwahrscheinliche Dinge' parallel? Nein! Wenn es eine Entführung war, dann war es nur *ein' Ding!


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

06.07.2026 um 08:09
Ich schließe keine der beiden Varianten, Suizid oder Fremdverschulden, aus, aber:
Portpou, September 1990. Wenn man einmal die Umstände über den Tod von Evi Rauter beiseite lässt und sich fragt, wem traut man mehr, unabhängigen spanischen Journalisten oder der spanischen Polizeieinheit Guardia Civil, die in Katalonien halbherzig ermittelt hat? Da ist dann schon Skepsis angebracht, wenn ein Fall als Suizid zu den Akten gelegt wird, auch wenn es einer gewesen sein könnte.

Was wenig Sinn ergibt ist, sich über zwei Landesgrenzen zu begeben, die Papiere zu entsorgen, um die eigene Identität zu verschleiern und sich dann an einem Baum zu erhängen, an dem man sofort entdeckt wird. Normalerweise klärt sich dann die Identität binnen weniger Tage. Dieser "öffentliche" Baum ergibt allerdings auch bei Fremdverschulden wenig Sinn, außer jemand wollte ein Zeichen setzen.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

06.07.2026 um 09:07
Mich interessieren solch unklaren Todesfälle wie diesen hier oder den Fall Hanna W..

Daher habe ich in den letzten Tagen mir mal diesen Thread zu Gemüte geführt.

Hier gibt es zwei Lager, die wahrscheinlich kaum ihre Sichtweise ändern werden.

Aber vielleicht sollte man sich mal überlegen, ob man sich überhaupt in eine Person reinversetzen kann, welche Suizid begehen will. M.E. ist das für Laien nicht möglich. Und auch für Experten wird das heute schwer sein, weil die Erinnerungen der Menschen ihrer Umgebungen stark verblasst sind.

Ob die 1000 km Entfernung für oder gegen einen Suizid sprechen, kann man geteilter Meinung sein. Merkwürdig wäre es bei einem freiwilligen Mitfahren ohne Suizidgedanken jedoch, dass das Opfer nicht mal eine Nachricht den Eltern oder Schwester zukommen lässt, damit sie sich keine Sorgen machen. Anderseits gab es eine Zugverbindung, welche in diesem Ort endete, welche auch zeitlich passte.

Wir können uns hier auch kaum in die Lage einer jungen Frau hineinversetzen, die gerade mit der Schule fertig war. Sie wird kaum solches Wissen wie wir hier gehabt haben, dass das Überschreiten von 2 Landesgrenzen kein Hindernis für die Identifizierung darstellen soll (wobei die Realität eine andere war). Damals gab es noch kein Internet, die Informationsbeschaffung also höchste eingeschränkt, und ob sich das Opfer allgemein Kriminalfälle interessant fand, kann man durchaus bezweifeln. Wenn sie es also nicht wusste, kann das das Verhalten im Falle eines Suizids durchaus erklären.


Es bleiben daher nur die echten Indizien, und das sind die des Ortes.

Ein echtes Indiz ist die Art der Schlaufe und des Knotens. Und diesen kann man nur in dieser Form knüpfen, wenn das Opfer auf dem Baum ist. Die spricht sehr für Suizid.

Eine tote oder ohnmächtige Person da hochzuheben, welche sich wie ein Sack verhält (wobei ein Sack wahrscheinlich noch steifer wäre), ist kaum möglich.

Auch muss da auf den Baum jemand geklettert sein, um dann diese Schlinge dem Opfer anzulegen. Also auch im Fall eines Tötungsdelikt musste man dort irgendwie hinaufkommen. Klar wenn man ganz zufällig einen Leiter gehabt haben, sähe das anders aus.

Aber dann gibt es die ungeklärte Frage des Transports dorthin, warum hat man keine Spuren dieses Transports am Opfer gefunden, zumal der Transport durch ein Kakteenfeld erfolgt sein muss? Hier wurden Versuche angestellt, dass zu erklären, aber war es so und waren die überhaupt praktikabel und hätten wirklich keine Spuren am Opfer hinterlassen?

Und all das soll in einem unwegsamen Gelände stattgefunden haben?


Man kann es kurz zusammenfassen, entweder es war ein ideales Verbrechen, bei dem noch zusätzlich ein Haufen physikalischer Hindernisse überwunden wurden, oder ein Suizid.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

06.07.2026 um 11:29
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Aber vielleicht sollte man sich mal überlegen, ob man sich überhaupt in eine Person reinversetzen kann, welche Suizid begehen will. M.E. ist das für Laien nicht möglich. Und auch für Experten wird das heute schwer sein, weil die Erinnerungen der Menschen ihrer Umgebungen stark verblasst sind.
Danke für diesen Hinweis.
Ich sehe das genauso.
Man kann sich nicht in den Kopf eines Suizidenten hineinversetzen. Deshalb laufen Argumentationen ins Leere, die darüber einen Suizid ausschließen wollen.
Die Möglichkeit eines Suizids lässt sich in diesem Fall nicht widerlegen.
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Man kann es kurz zusammenfassen, entweder es war ein ideales Verbrechen, bei dem noch zusätzlich ein Haufen physikalischer Hindernisse überwunden wurden, oder ein Suizid.
Auch bezüglich der Verbrechensheorie teile ich deine Überlegungen.
Ein Verbrechen lässt sich hier zwar auch nur schwer ausschließen. Mangels festgestellter Spuren einer Fremdeinwirkung dürfte eine Beteiligung dritter Personen am Tod von Evi jedoch äußerst unwahrscheinlich sein.
Oder ähnlich wie du es ausgedrückt hast: jemand müsste hier etwas schier Unmögliches vollbracht haben und hätte ein perfekt verschleiertes Verbrechen begangen.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

06.07.2026 um 16:11
Ich persönlich denke, dass es eine Tötung oder ein Unfall war - und dass mehrere Personen involviert waren. Niemand wird sie allein an den Baum geknüpft haben.
Bitte denkt auch daran, dass eine Anwohnerin einen lauten Streit / Weinen gehört haben will, von der Polizei aber ignoriert wurde.

Und last but not least: All die Ungereimtheiten bzgl. des toten Körpers und seines Auffindens sind doch etwas viele "Zufälle", selbst für spanische Verhältnisse.
Ich habe selbst vor Ort gelebt und die Polizei beider Instanzen (Guardia Civil und Policia Local) mehrfach in Aktion erleben "dürfen". Das läuft oder lief da mal deutlich anders ab als in Deutschland. Insofern kann ich mir da einiges vorstellen. Vor allem aber eins: Man wird ziemlich sicher äußerst bemüht gewesen sein, einen derartigen Vorfall nicht an die große Glocke zu hängen und alles dafür tun, um den (lebenswichtigen!) Tourismus der Region nicht zu schwächen.

Insofern wäre ein Suizid die beste Variante des Geschehens.

Nur mal angenommen, es gab tatsächlich eklatante Versäumnisse bei der Beweissicherung und dem weiteren Vorgehen: Wem hätte die Suizid-Theorie am meisten genützt?


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

06.07.2026 um 16:13
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Aber vielleicht sollte man sich mal überlegen, ob man sich überhaupt in eine Person reinversetzen kann, welche Suizid begehen will. M.E. ist das für Laien nicht möglich
Zitat von KieliusKielius schrieb:Man kann sich nicht in den Kopf eines Suizidenten hineinversetzen. Deshalb
Danke!
Allerdings sehen das viele ganz anders, wenn man mal die Threads ansieht, in denen ein möglicher Suizid im Raum steht; bspw. Scarlett S..
Wie oft hier geschrieben wird, wie Suizidenten sich (immer) verhalten, worauf sie (immer) achten usw.
Nur als Beispiel: es wird hier grundsätzlich negiert, dass Suizidenten sich Orte aussuchen, wo sie nicht gefunden werden (wollen); nein, das hat ihnen egal zu sein, bzw. sie wollen alle gefunden werden. Oder ein Abschiedsbrief; wie oft hier behauptet wird, ohne Abschiedsbrief kein Suizid…

Und selbst wenn dann noch Leute auftauchen, die schon Suizidversuche hinter sich haben und aus Erfahrung sprechen/schreiben, wie ich, die werden nicht ernst genommen oder des Lügens, der Aufmerksamkeit wegen, bezichtigt. Das ist sehr schade, aber zeigt, wie die Breite Masse das sieht. Das kennen Betroffene schon; macht es aber nicht weniger falsch.

Bei ER zweifle ich auch nicht an einem Suizid, wobei die Art sich so aufzuhängen für mich etwas Quälendes hat, weil die Halsschlagadern nicht so fest abgedrückt werden, wie beim “klassischen Erhängen”, man also wohl länger bei Bewusstsein bleibt. Trotzdem geschieht es.
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Jetzt mal im Ernst: wie viele Fälle sind euch bekannt, wo jemand 1000km ins Ausland reist, nur um sich unmittelbar dann da umbringen will
Auch das könnte so ein Fall sein:

Mysteriöse unbekannte Frau in Italien 2007 erhängt gefunden


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

06.07.2026 um 16:21
Was mich am Suizid zweifeln lässt:

* Sie hatte gerade Schule/Ausbildung mit Matura und Zusatz ohne Probleme abgeschlossen.
* Sie hatte bereits eine Arbeitsstelle, bei der sie für ihr Alter mit dieser Ausbildung gutes Geld verdient hätte.
* Sie war nicht depressiv oder deprimiert.
* Sie hatte keinen Liebeskummer.
* Es gab keine bekannten Differenzen in der Familie.
* Sie hatte weder Drogenprobleme noch Schulden.
* Sie hatte mit niemandem einen größeren Streit oder eine Feindschaft.

Warum um alles in der Welt soll sich eine junge Frau mit guter Ausbildung, hervorragenden Zukunftsaussichten, die mit niemandem Schwierigkeiten hatte und die niemandem aus welchen Gründen auch immer hinterhergetrauert hat, töten wollen? Das ergibt doch keinen Sinn.

Und jetzt kommt mir bitte nicht wieder mit "Suizid ist niemals vorhersehbar", das ist mir klar. Allerdings ist er retrospektiv in der Regel erklärbar.
In meinem Bekanntenkreis gab es leider einige Selbsttötungen und natürlich hat da niemand im Vorfeld gedacht "der/die wird sich bald umbringen", aber hinterher war es in allen Fällen einfach erklärbar, weil meist eine ganze Ladung an verschiedenen Problemen - ob nun für jede/n nachvollziehbar oder nicht - ursächlich war.

Die Umstände kommen dann natürlich noch erschwerend hinzu.

Leider waren die Ermittlungen derart schlampig, dass sich nie klären wird, was wirklich passiert ist.


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Der mysteriöse Fall der Evi Rauter aus Lana

06.07.2026 um 16:28
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Nur mal angenommen, es gab tatsächlich eklatante Versäumnisse bei der Beweissicherung und dem weiteren Vorgehen:
Das musst man gar nicht erst annehmen, allein die Bilder belegen schon diverse Versäumnisse:
eine Decke wurde einfach über den Leichnam geworfen, ohne zuvor Spuren zu sichern,
irgendwelche Leute stapfen am Tatort herum,
nur einer trägt überhaupt Handschuhe,
usw.

Der Rechtsmediziner war gar nicht erst vor Ort.
Zeug*innen wurden ignoriert.

Das macht doch schon deutlich, dass gar nicht geplant war, nach *irgendwas* zu suchen, man kam schon mit vorgefasster Meinung an den Ort des Geschehens.


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