LackyLuke77 schrieb:Vielleicht hat Vanessa Huber auch tatsächlich irgendeinen Bezug zu Rostock und die Polizei nimmt die Hinweise deshalb so ernst. Es hieß zumindest mal, dass die Familie ein Anwesen in Schweden habe.Neben leerstehenden Gebäuden in Unterhaching sowie Kanälen hat man Anwesen der Familie im oberbayerischen Trostberg, in Schweden und Spanien durchsucht.
Moment - ich lese mich erst seit kurzem in den Fall ein aber wenn ich mich erinnere, wurde gerade hier im Forum seitenbreit erörtert, ob sie finanzielle Probleme gehabt haben könnten und blablalba die Bank mit der Wohnung. Wenn die Familie mehrere Immobilien hatte, macht das doch auf einmal immer weniger Sinn? Ich lese hier zum ersten Mal von diesen Immobilien.
Ich kenne selbst einen solchen Fall einer bayrischen Familie mit einigen Immobilien. In solchen Verhältnissen wird niemals eine Wohnung "auf Kante genäht" finanziert. Ich bin doch sehr überrascht, dass sich die Situation für mich damit drastisch anders darstellt, als gerade auch hier im Forum in eipischer Breite belabert worden ist (Entschuldigung!!). Wenn sogar Immobilien da waren, wo sie plausiblerweise hätte unterkommen können, erscheint die These eines freiwilligen Verschwindens drastisch plausibler.
Soweit ich es verstehe, ist es in D auch vollkommen legal, wenn ein Erwachsener "verschwindet". Wir sind ein freies Land, jeder darf leben wo und wie er will. Soweit ich es verstehe, gibt es auch im Fall dass die Polizei nach Dir sucht, keine Verpflichtung, sich zu melden. Wenn Immobilien - sogar im Ausland - da waren, hätte sie möglicherweise problemlos untertauchen können. Geld wäre evtl. aus der Familie genug da gewesen. Wenn sie sich einen neuen Perso etc hätte ausstellen lassen, wäre das evtl. aus Datenschutzgründen gar nicht an die Polizeidienststelle gemeldet worden. Sie hat ja keinerlei Straftagen begangen oder so. Auch ein neuer Job: "haha ja ich seh der wirklich ähnlich, bin ich schon ein paar Mal drauf angesprochen worden. Haha bin ich tatsächlich nicht". Ein Arbeitgeber hätte genauso aus Datenschutzgründen ggf. gar keine Berechtigung gehabt, ihre Daten irgendwohin weiterzuleiten. Und vom familiären Background klingt es so, dass sie möglicherweise erstmal gar keine Arbeit gebraucht hat.
Auch in diesem Fall finde ich es bemerkenswert, wie wenig letztlich über das Leben von Menschen "nach außen" bekannt ist oder wird. Was wirklich genau mit ihr und ihrem Mann gelaufen ist, weiß niemand. Offensichtlich hat der Mann Drogen genommen und keine Arbeit aufgenommen.
Vielleicht hat sie die Situation auch kühl analysiert und festgestellt, dass die Situation auf gut Deutsch "scheiße" war, sie keine guten Optionen hatte - Scheidung hätte wahrscheinlich Abfindung und/oder Unterhalt gekostet - und sich gesagt, die am wenigsten schlechte Option ist, zu verschwinden, um sich den Ganzen Aufriss zu ersparen. Je nachdem wie ausgeprägt der Drogenkonsum des Mannes war, war vielleicht zu vermuten, dass der eh irgendwann daran stirbt. Dass er schon nicht mehr gearbeitet hat, spricht für mich für evtl. eher ausgeprägten Konsum. Möglicherweise hat sie sich gesagt, mit so was will ich nichts zu tun haben und ich habe es auch nciht verdient, mir hier einen Rosenkrieg mit so jemandem anzutun, was ich persönlich total verstehen könnte (ich hatte selbst schon "schwierige" Beziehungen und kenne persönlich jemanden, der vor einem stalke-ex ebenso geflohen ist, also Umzug und Jobwechsel etc kompletter Bruch mit der Vergangenheit. Die Person war von den Erlebnissen total traumatisiert.