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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

3.438 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 17:29
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Wir sollten nicht vergessen, weder Weber noch Stolz wären normalerweise an diesem Wochenende im Gebäude gewesen! Weber hatte seine Bagatellstrafe kurzfristig aufgebrummt bekommen, daß geht aus dem Film hervor.
So? Wo im Film geht denn das hervor, dass Weber seine Strafe "kurzfristig" bekommen hat?
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Zudem war es Weber, dem abends ein Geräusch aufgefallen ist, daß wurde garantiert nicht ohne Grund in den Film eingebaut, dafür muß es Zeugen gegeben haben.
Welche Zeugen soll es denn dafür gegeben haben? Die Freundin von Weber konnte kein Geräusch bestätigen und laut Filmfall auch Norbert Stolz nicht ... Der 'Knall" beruht somit nur auf "Webers" Darstellung ...


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 18:04
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Die Freundin von Weber konnte kein Geräusch bestätigen und laut Filmfall auch Norbert Stolz nicht ...
Davon ist schwer auszugehen, dass ein Toter nicht bestätigen kann.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 18:23
Dann muss ich das falsch verstanden haben. Hätte es so aufgefasst, dass NS deswegen getötet wurde, weil er den Dienst getauscht hat und es, wenn das nicht der Fall gewesen wäre, niemand getötet worden wäre.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 18:37
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:"Weber" hätte am nächsten Morgen mit Sicherheit keine Unterschrift für die fehlende 22 Uhr bekommen. Ja es wären dann mit Sicherheit Fragen aufgekommen wegen der Fehlenden Unterschrift.
Hallo @Harald111 ! Woher willst du wissen, daß Stolz nicht tatsächlich morgens die Unterschrift gegeben hätte?
Und nochmals, Weber hätte die fehlende Unterschrift entweder gleich oder morgens bei der Wache abholen können. Die hätten ja gesehen, daß er von drinnen kommt, also da war. Außerdem hätte er den Wachleuten brühwarm erzählt, daß der GvD Allüren hat.
Das hätte weitere Kreise gezogen wegen einer Lappalie und vor allem komplett unnötig. Wäre etwas mit Weber gewesen, Stolz hätte andere Möglichkeiten gehabt, ihn zu nerven, ohne das am nächsten Tag der WO deswegen vorbeischaut. Beispielsweise die Freundin auflaufen lassen.
Zitat von DewDew schrieb:Wenn der ursprünglich eingeteilte Soldat im Dienstzimmer gesessen hätte, wäre der getötet worden. Sozusagen als Kollateralschaden. Ich habe im Moment nur keinerlei Vorstellung davon, was für ein Ziel eine solche Aktion ausgerechnet in diesem verschnarchten Logistikstandort gehabt haben sollte. Was schwebt Dir da vor, @Höhenburg ?
Hallo @Dew ! Ich vermute, Stolz mußte sterben, weil er nicht wegsehen wollte.
Waffen oder andere Spielsachen wären auf diesem Standort nur Beikram gewesen. Logistikstandorte mit ihrem Warenumschlag und Einlagerung können, sofern Leute auf die richtigen Stellen eingeschleußt/plaziert sind, auch Umschlagsplätze für "ungewöhnlichere" Waren sein. So geschehen auf Okinawa, wo auf einem US-Stützpunkt, ebenfalls einer der "verschlafenen", sich eine kriminelle Organisation gemütlich gemacht hatte. Sie hatten ihre Leute im Laufe der Zeit auf die richtigen Stellen bugsiert und dann ging es ab. Es lief viele Jahre ausgezeichnet und hatten die Kriminalität der Inselgruppe mehr oder weniger im Griff und unter sich. Bis sie übermütig wurden.
Es gab einen Riesenskandal, der die Beziehungen der Einwohner zu den US-Soldaten bis heute belastet.
Am Standort in Ossendorf war zwar garantiert kein kriminelles Imperium wie auf Okinawa, aber ein paar Nummern kleiner könnte ich mir durchaus vorstellen. Dafür wären nicht viele Leute nötig gewesen, besonders wo man durch den Zaun reinkommen konnte.
Hypothetisch könnte man auch deshalb nie auf Diebstahlspuren im U5 gestoßen sein, weil nichts gestohlen werden sollte, sondern nur umgepackt. Zum Beispiel "Andenschnee" für die "Nasenwintersportler" raus aus Packet xyz und die auf der Kiste verzeichneten Pflaumengläser wieder voll aufgefüllt. Nur eine Handvoll Kisten/Packete/Päckchen wären für ein hübsches Sümmchen an Schmuggelware nötig gewesen.
Nehmen wir an, Stolz macht um Mitternacht einen Rundgang, anstatt wie der eigentlich vorgesehene GvD, der das z.B immer um 2 Uhr durchführt (und dann überhaupt nichts mitbekommen hätte) und in einem Kellerraum sind gerade ein paar Typen mit Umpacken beschäftigt...


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 20:13
Weber hat von seinem Spiess oder Disziplinarvorgesetzten sicher die Anweisung bekommen sich die Unterschriften beim UvD abzuholen. Ich denke nicht, dass ihm gesagt wurde, wenn es Probleme gibt, bekommen sie die Unterschrift auch auf der Wache.
Das ist doch unrealistisch. Sorry. Er wäre niemals deswegen zu Wache gegangen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 20:35
Das hat zwar nichts mit dem Fall hier zu tun, aber denoch interesannt zu lesen und man könnte (!) Paralellen zu diesen erkennen.
Kaserne Gießen 19.11.1992:
Angriff auf die »Steuben-Ranch« in Gießen
https://www.giessener-allgemeine.de/giessen/angriff-steuben-ranch-giessen-13899903.html


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 20:41
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Davon ist schwer auszugehen, dass ein Toter nicht bestätigen kann.
Wovon gehst du denn aus, woher die "Nichtbestätigung des Knalls" kam?

Laut Filmfall doch wohl von Norbert Stolz (der zu dem Zeitpunkt während des Telefonats um ca.19:30 ja noch zu leben schien) und von der anrufenden Freundin von "Weber".

Von wem noch?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 21:30
Und noch ein Beispiel:

Bisher größter Waffenklau aus Bundeswehrdepot (1992)
https://taz.de/Bisher-groesster-Waffenklau-aus-Bundeswehrdepot/!1638129/

Im Fall Stolz verneint die Polizei eigentlich einen Zusammenhang mit einem Einbruch in die Waffenkammer....
Aber warum eigentlich? Nur weil keine Einbruchspuren an der Waffenkammer zu erkennen waren?

Was wäre wenn das Ziel doch die WaKa gewesen wäre, und die Absicht des/der Einbrecher(s) eigentlich gewesen ist, den GvD nur zu überwätigen und nicht zu töten und dann das Vorhaben einfach abgebrochen haben, als Stolz am Boden lag.
Dass man sozusagen gar nicht mehr zum eigentlichen Einbruch gekommen ist und die Aktion sozusagen "abgeblasen" hat.

Als Gegenargument könnte man jetzt aufführen, dass es in den westdeutschen Kasernen bessere Sicherheitsanlagen gab. Aber wer sagt dass die Täter "up to date" waren? Vielleicht sogar glaubten dass der Schlüssel einfach im GvD Zimmer zu finden wäre.......

Nehmen wir mal an eine Person geht mit irgendeiner "Geschichte" nachts um 00:00 Uhr zum Gebäude und klingelt. Der GvD geht raus zur Tür, im Sommer hat man das auch mal in Socken gemacht, öffnet dem Unbekannten und fällt auf dessen Story rein, evtl. musste der Unbekannte mal telefonieren oder Stolz wollte die Wache anrufen und dann eskalierte es. Vielleicht hat Stolz die Haustür auch wieder zugeschlossen als der Unbekannte mit ihm auf dem Weg zum UvD Zimmer war. Nach der Tat wollte der Täter sofort aus dem Gebäude, rennt zur Tür, verschlossen und geht zurück in den Flur und probiert einfach die nächsten Türen aus, ob eine unverschlossen ist, und geht dort aus dem Fenster. Vielleicht wollte der Täter über sein Opfer auch nicht drüber steigen...

Oder Webers Zettel war der Grund für den Abbruch, als festgestellt wurde, dass noch mindestens eine Person im Gebäude sein musste.
Der Zettel muss ja griffbereit und sichtbar gewesen sein. Vielleicht hat der Täter bei der Suche dach dem Haustürschlüssel oder Waffenkammerschlüssel den Zettel gefunden.

Das Ganze wäre jetzt mMn keine Aktion für einen Einzeltäter. Aber vielleicht hat der Rest draußen im Gebüsch gewartet, denn eine Einzelperson ist erstmal unauffälliger, als wenn zB drei Leute nachts vor der Tür stehen. Denn bei solch einer Aktion kommt es ja darauf an, das Öffnen der Tür zu provozieren.

Aber das würde schon einen Innentäter oder eine Person, die dort mal gedient hat voraussetzen.
Vielleicht einer, der zehn Jahre vorher dort Dienst leistete und einen anderen Umgang mit dem Waffenkammerschlüssel in Erinnerung hatte.......
Oder Handwerker/ Besucher, die irgendwie Erkenntnisse bekommen konnten.

Die Theorie ist zwar weit hergeholt, aber wenn nichts naheliegende erkennbar ist, muss man halt weiter ausholen.
Persönlich glaube ich eher nicht daran, auch schon deswegen nicht, weil es ja in der Stadt Köln war. Aber, wen solchen Sicherheitsmaßnahmen..... die Löcher in den Zaun musste mann ja schonmal nicht mehr schneiden.........


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 22:55
Ich kann mir nicht vorstellen, das jemand, der es auf die Waffenkammer abgesehen hat (ob nun organisiertes Verbrechen oder RAF), mit einem Messer aufkreuzt, ein Gemetzel macht, um dann unverrichteter Dinge abzuhauen.
Ich bezweifle auch, dass im UvD Büro ein Schlüssel war, mit dem alleine man die WaKa aufschliessen konnte. Sowas kenne ich nicht aus meiner Erfahrung.
Aufgrund der grausamen Tötungsweise, gehe ich von einer Tat im Affekt aus oder da wollte einer ganz sicher gehen, dass Stolz keinen Namen nennt (als Zeuge von einem krummen Ding).
Also ein (ehenaliger) Kamerad macht Sinn für mich.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 23:17
Zitat von skyffmskyffm schrieb:Ich kann mir nicht vorstellen, das jemand, der es auf die Waffenkammer abgesehen hat (ob nun organisiertes Verbrechen oder RAF), mit einem Messer aufkreuzt, ein Gemetzel macht, um dann unverrichteter Dinge abzuhauen.
Naja das geht ganz einfach, um Einlass zu bekommen wurde die Waffe verdeckt, und bevor diese Pistole gezogen werden konnte ist man bereits im InFight und dann liegt vielleicht ein Brotzeitmesser rum (gar nichtmal so abwegig in den UvD-Zimmern) oder die Waffe hatte eine Störung bzw. war nicht fertiggeladen.
Man müsste dazu auch gar nicht in so weit ausholen und da das O.K. oder die RAF ins Boot holen, sondern eher im Amateurbereich suchen.

Aber im Grunde tendiere ich auch nicht dazu. Aber Aufzeigen konnte man sie schon mal, schon alleine um diese Ausssage der Polizei, dass man so ein Motiv ausschließt, nur weil keine Einbruchspren vorhanden waren....
Zitat von skyffmskyffm schrieb:Ich bezweifle auch, dass im UvD Büro ein Schlüssel war, mit dem alleine man die WaKa aufschliessen konnte.
Deswegen schrieb ich auch westdeutschen Kasernen, 1991 gab es ja die Beispiele im Osten, dass der UvD überfallen wurde und mit dem im UvD Zimmer gefundenen Schlüssel die WaKa aufgesperrt wurde.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 23:31
Auch sehr lesenswert, ein fast ähnlicher Fall:
Auch am WE, Sa 1992-02-29,
1992-02-29 Der 21jährige Soldat Ekkehard Dell wird in Munster tot aufgefunden. Er wurde erschossen. Der junge Soldat soll seinem Mörder selbst die verschlossene Tür zum Unterkunftsblock 35 des 1. Panzergrenadierlehrbataillons 92 in der Hindenburgkaserne (Umbenennung ->10.09.2025) geöffnet haben und dort auch sogleich erschossen worden sein. Die Tatzeit wurde zwischen dem Vorabend und 06.00 Uhr morgens eingegrenzt. Ekkehard Dell, Unteroffizier aus Hannover, gehörte zum 1. Panzergrenadierlehrbataillon 92 in Munster. Es wurden drei Schüsse auf ihn abgefeuert, davon ein Kopfschuss. Der Täter wurde bisher nicht ermittelt (Stand 08.03.2022). ->08.03.2022
Quelle: https://www.munsteraner.de

Dazu noch ein Zeitungsartikel:
Mord vor 30 Jahren: Wer erschoss Ekkehard Dell?
Quelle: https://www.boehme-zeitung.de/nachrichten-blog/2022/3/7/7q37zlfuxxa237o4q3vfgstld5t5sg


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

21.03.2026 um 01:09
Zitat von skyffmskyffm schrieb:Ich kann mir nicht vorstellen, das jemand, der es auf die Waffenkammer abgesehen hat (ob nun organisiertes Verbrechen oder RAF), mit einem Messer aufkreuzt, ein Gemetzel macht, um dann unverrichteter Dinge abzuhauen.
Mit einem 10 cm Messer wohlgemerkt.

Nein, diese Diskussion hatten wir schon. Es ist komplett unrealistisch. Viele Dinge liefern zwar etwas "lax" in der Kaserne Butzweilerhof, aber ich gehe schwer davon aus, dass die Verwahrung von Waffen und Munition und Zugang zu denselben streng geregelt waren. Überdies ist bekannt: Nein, da fehlt nichts.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Beispiel "Andenschnee" für die "Nasenwintersportler" raus aus Packet xyz und die auf der Kiste verzeichneten Pflaumengläser wieder voll aufgefüllt
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich vermute, Stolz ist einer Schwarze-Mützen-Operation in die Quere gekommen, die an diesem Wochenende steigen sollte.
Jetzt geht aber schwer die Phantasie mit einigen Diskutanten durch, demnach böte der Fall Stoff für einen Hollywood-Film. Wenn das tatsächlich so gewesen wäre, dann wäre das Allerletzte, was man da gebrauchen könnte, ein Toter: Dann nämlich kann man sicher sein, dass die Polizei jeden Stein umdreht und alle "dunklen Geheimnisse" der Kaserne, sollte es sie je gegeben haben, beleuchten wird... Was sie auch getan haben wird, und offenbar ist sie da ja nicht fündig geworden.

Oder umgekehrt ausgedrückt, wenn man schon so dämlich gewesen wäre, durch einen Toten die volle Aufmerksamkeit der Polizei zu erzeugen, dann wäre das auch in der Folge nicht verborgen geblieben und wahrscheinlich sogar schon früher aufgeflogen.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Zudem war es Weber, dem abends ein Geräusch aufgefallen ist, daß wurde garantiert nicht ohne Grund in den Film eingebaut, dafür muß es Zeugen gegeben haben.
Nö, es ging klar daraus hervor, dass nur Weber den "Knall" gehört hat. Das wurde im Film sogar recht auffällig betont, indem alle, die davon gehört haben konnten, geäußert haben, nichts dergleichen gehört zu haben.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Welche Zeugen soll es denn dafür gegeben haben? Die Freundin von Weber konnte kein Geräusch bestätigen und laut Filmfall auch Norbert Stolz nicht ... Der 'Knall" beruht somit nur auf "Webers" Darstellung ...
Richtig -, und sollte "Weber" nicht allein in der Kaserne gewesen sein, ist das etwas, was ihn potenziell entlastet, weil es eine mögliche weitere Person ins Spiel bringt. Das muss man schon vor Augen haben. Ungeachtet dessen, ob es den "Knall" nun tatsächlich gab oder nicht.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

21.03.2026 um 02:23
Zitat von skyffmskyffm schrieb:Weber hat von seinem Spiess oder Disziplinarvorgesetzten sicher die Anweisung bekommen sich die Unterschriften beim UvD abzuholen. Ich denke nicht, dass ihm gesagt wurde, wenn es Probleme gibt, bekommen sie die Unterschrift auch auf der Wache.
Das ist doch unrealistisch. Sorry. Er wäre niemals deswegen zu Wache gegangen.
Hallo! Unrealistisch, soso? Vielleicht bin ich oder z.B. @Dew, in einem Paralleluniversum groß geworden?
Wenn der GvD grundlos Stress macht, konntest Du jederzeit, auch als Schlumpftarn-W18er, zu einem Höheren gehen. Das sowas noch mehr Stress verbreitet, steht auf einem anderen Blatt. Aber bekommen hätte Weber seine Unterschrift, üblicherweise vom Uffzi, aber am Wochenende halt vom WO und seinen Wachbären.
Ich glaube allerdings, daß Weber weitgehend die Wahrheit gesagt hat, was die Unterschrift angeht. Stolz hatte kurzfristig übernommen und dann noch eine ganze Zeit Stapler gefahren, der dürfte wohl wirklich müde gewesen sein, egal ob er noch ferngesehen hat oder nicht. Und seien wir realistisch, die Beiden dachten sie wären alleine im Gebäude, es war Wochenende, wo normalerweise garnichts los ist. Wenn Stolz erst am Morgen unterschrieben hätte, niemand hätte das gejuckt oder überhaupt erfahren. Was Stolz und Weber am Abend gemacht oder auch nicht gemacht hatten, wurde ja erst durch seinen Tod wichtig.
Ich glaube, Weber wollte logischerweise sich absichern was den Abend und die Nacht betraf, aber genausowenig gleich preisgeben, daß man doch etwas die Fünfe gerade sein gelassen hat, z.B. gemeinsam ferngesehen. Eben weil Wochenende war und Stolz ziemlich sicher kein Kameradensch...
Die fehlende Unterschrift ist ein denkbar schlechtes Motiv. Jemand, der deswegen jemand anderen umbringen würde, hat eine so kurze Zündschnur, daß er über kurz oder lang wieder auffallen würde. Was bei Weber, soweit bekannt, nicht der Fall war/ist. außerdem haben sie bestimmt schon seine DNS mit der Täter-DNS verglichen.

Nebenbei: Was haltet ihr eigentlich von der Geschichte um "Annette"? Nach Stolzes Ermordung meldete sich eine Frau, angeblich hieß sie Annette, per Brief bei der Familie und sagte, sie wäre Norberts Freundin gewesen. Würde das stimmen, wäre ein Motivklassiker denkbar - Eifersucht.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Jetzt geht aber schwer die Phantasie mit einigen Diskutanten durch, demnach böte der Fall Stoff für einen Hollywood-Film. Wenn das tatsächlich so gewesen wäre, dann wäre das Allerletzte, was man da gebrauchen könnte, ein Toter: Dann nämlich kann man sicher sein, dass die Polizei jeden Stein umdreht und alle "dunklen Geheimnisse" der Kaserne, sollte es sie je gegeben haben, beleuchten wird... Was sie auch getan haben wird, und offenbar ist sie da ja nicht fündig geworden.
Oder umgekehrt ausgedrückt, wenn man schon so dämlich gewesen wäre, durch einen Toten die volle Aufmerksamkeit der Polizei zu erzeugen, dann wäre das auch in der Folge nicht verborgen geblieben und wahrscheinlich sogar schon früher aufgeflogen.
Wenn 1-2 Soldaten ihre Kasse mit etwas Schmuggel aufbessern wollten und für die meiste Drecksarbeit Helfer von draußen durch das Loch im Zaun einschleußten, ist das mit dem Aufspüren garnicht so einfach, weil in der Kaserne kaum jemand dicht halten mußte!
Außerdem wäre es auch eine Erklärung für den Mord. Eine totale Überreaktion, wenn Stolz plötzlich in der Tür stünde, während umgepackt wird. Ein Soldat, der in das Ganze verwickelt gewesen wäre, hätte Stolz womöglich mit einer Geschichte a la "Wir haben bei der Einlagerung von xy Riesenmist gebaut und wenn das rauskommt ist Rotarschleuchten noch das Mindeste was uns blüht. Deswegen wollten wir das übers Wochenende still und leise korrigieren." zu beschwatzen versucht, bevor Gewalt in Spiel kam.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

21.03.2026 um 07:49
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Nach Stolzes Ermordung meldete sich eine Frau, angeblich hieß sie Annette, per Brief bei der Familie und sagte, sie wäre Norberts Freundin gewesen. Würde das stimmen, wäre ein Motivklassiker denkbar - Eifersucht.
Im Podcast 'Episode 108" wurde gesagt, dass die EB davon ausgehen, dass es sich bei der "Annette" um "eine" Freundin, und zwar nicht im Sinne von "Partnerin" handelt. Fragt sich halt, wie die EB darauf kommen? Entweder durch den weiteren Inhalt des Briefes, durch Zeugenbefragungen (laut Familie hatte Norbert Stolz keine Freundin) oder vielleicht sogar durch "Annette" selbst, da sie sich evtl. sogar gemeldet hat? Die EB hauen natürlich nicht sämtliche Infos postwendend an die Öffentlichkeit raus, siehe z.B. "Verladetätigkeiten am Freitagnachmittag", die bis zum Podcast selbst im XY-Filmfall so deutlich fehlten (jedenfalls in chronologisch sinnvoller Reihenfolge, es gab eingangs nur eine allgemeine Szene einer Verladeaktion).


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

21.03.2026 um 08:03
Zitat von ShilohShiloh schrieb:siehe z.B. "Verladetätigkeiten am Freitagnachmittag", die bis zum Podcast selbst im XY-Filmfall so deutlich fehlten (jedenfalls in chronologisch sinnvoller Reihenfolge, es gab eingangs nur eine allgemeine Szene einer Verladeaktion).
Diese "falsche Chronologie" im Filmfall XY bzgl. der Verladetätigkeit am Freitagnachmittag (inkl. der kurzfristigen Übernahme des Dienstpostens von Stolz durch "Weber") könnte mMn sogar absichtlich "zeitlich falsch" an den unmittelbaren Anfang des Films gesetzt worden sein, um eben genau auf diese besagte Situation hinzuweisen, da sie womöglich im hohen Zusammenhang mit der Tat steht.


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21.03.2026 um 09:40
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Was haltet ihr eigentlich von der Geschichte um "Annette"?
Nichts.
Denn falls NS mit "Annette" befreundet gewesen wäre oder auch nur in irgendeinem Zusammenhang persönlich mit ihr zu tun gehabt hätte, sollte das doch irgendjemand mitbekommen haben. Spätestens dürfte es aber bei den Ermittlungen nach dem Mord herausgekommen sein.
Andernfalls wäre die Bekanntschaft zwischen den beiden ja so flüchtig gewesen, dass es wiederum schwierig wäre, ein für NS tödlich ausgehendes blutiges Eifersuchtsdrama darauf zu konstruieren.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

21.03.2026 um 13:09
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Wenn 1-2 Soldaten ihre Kasse mit etwas Schmuggel aufbessern wollten und für die meiste Drecksarbeit Helfer von draußen durch das Loch im Zaun einschleußten, ist das mit dem Aufspüren garnicht so einfach, weil in der Kaserne kaum jemand dicht halten mußte!
Ich sehe vor allem zwei Argumente, die eher gegen "Schmuggel in der Kaserne" oder Ähnliches, nennen wir es mal "illegale Materialbewegungen", sprechen, was von NS "entdeckt" worden sein könnte und er deshalb hätte sterben müssen:

1. Es ist nie bekannt geworden, dass bei den Ermittlungen auch nur Indizien gefunden wurden, dass es vor Norberts Tod tatsächlich solche Machenschaften in der Kaserne gegeben haben könnte. Wenn unzulässigerweise Material von mehreren Leuten physisch bewegt wurde und anschließend vielleicht sogar irgendwo fehlte, könnte das vorher oder nachher in irgendeiner Weise auch jemand anders als NS, der die Täter vielleicht "auf frischer Tat" entdeckte, aufgefallen sein. Zudem wurde ja nach dem Mord intensiv ermittelt, und das sicherlich auch in Bezug auf mögliche illegale Machenschaften in der Kaserne.

2. Mit der Anzahl der Helfershelfer und Mitwisser steigt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass doch irgendetwas über die von dir angenommenen illegalen Machenschaften ans Licht kommt. Spätestens wenn die Beteiligung verjährt ist.
Erst recht, wenn in dem Zusammenhang ein Mord passierte.

Wenn es konkrete Ansatzpunkte für deine Theorie gäbe, wäre das für mich ein durchaus ernstzunehmendes Szenario.
Da aber konkrete Ansatzpunkte in dieser Richtung offenbar komplett fehlen, bleibt es für mich ein höchst unwahrscheinlicher Erklärungsversuch.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

21.03.2026 um 13:48
Zitat von KieliusKielius schrieb am 17.03.2026:Für "Weber" wären Aufwand und Entdeckungsrisiko relativ gering gewesen im Vergleich zu jedem anderen potenziellen Täter, da "Weber' sich bereits im Gebäude aufhielt und nach der Tat einfach im Gebäude bleiben konnte.

Ich weiß nicht, was du dir vorstellst, was der Täter alles mit großem Aufwand hätte verschwinden lassen müssen. Ich sehe das Tatmesser und eventuell ein bei der Tat getragenes Hemd mit Blut am Ärmel oder meinetwegen auch Blutspritzern, das vor den am nächsten Morgen herbeigerufenen Ermittlern zu verbergen gewesen wäre. Das wäre geradezu ein "Kinderspiel" gewesen.
@Kielius
Erkläre mir doch bitte mal das dMn naheliegende Motiv von "Weber" und wie er Tatwaffe und evtl. verschmutzte Kleidung beseitigt haben könnte. Du wirfst mir das hier alles etwas zu schwammig ein.
Ich gehe doch richtig in der Annahme, dass er nach wie vor dein "Favorit" ist?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

21.03.2026 um 14:02
Etwas, was hier ein wenig kurz kommt, ist das Tatdatum. Eine Woche später wurden W15er entlassen. Vielleicht wollte einer davon nachts „die Sau rauslassen“ und dann ist etwas eskaliert. Ich weiß auch nicht, ob die ebenso befragt und deren Fingerabdrücke genommen wurden.

Zum XY-Anrufer, der behauptet, in jener Nacht sei noch eine dritte Person im Gebäude gewesen. Ich finde diese Aussage logisch, denn die erste Person war Norbert und wenn „Weber“ als Täter ausgeschlossen wurde war er die zweite Person. Folglich muss eine dritte Person Täter sein.

Interessant wäre, ob morgens im Keller die Innentüre offen und somit den direkten Durchgang nach draußen möglich war oder ob sie verschlossen war. Das allerdings dürfte Täterwissen sein und von daher von der Kripo weder bestätigt noch dementiert werden.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

21.03.2026 um 14:20
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Erkläre mir doch bitte mal das dMn naheliegende Motiv von "Weber" und wie er Tatwaffe und evtl. verschmutzte Kleidung beseitigt haben könnte.
Mögliche Tatmotive und Wege, wie die Tatwaffe oder bei der Tat getragene Kleidungsstücke so hätten verborgen oder versteckt werden können, dass sie den Ermittlern nach der Tat nicht in die Hände fielen, wurden hier bereits verschiedentlich und wiederholt sehr konkret beschrieben.
Einfach mal im Diskussionsmenü nach "Motiv" bzw. "Messer" suchen.
Die meisten Ideen halte ich für realistisch.

Ich persönlich lege mich nicht fest, wo die Tatwaffe konkret abblieb. Das wäre reine Spekulation. Für mich steht nur außer Frage, dass es grundsätzlich möglich gewesen wäre, das Tatmesser oder auch Kleidungsstücke aus dem Inneren der Kaserne nach der Tat für die Ermittler unauffindbar zu verbergen oder verschwinden zu lassen.


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