Und noch ein Beispiel:
Bisher größter Waffenklau aus Bundeswehrdepot (1992)
https://taz.de/Bisher-groesster-Waffenklau-aus-Bundeswehrdepot/!1638129/Im Fall Stolz verneint die Polizei eigentlich einen Zusammenhang mit einem Einbruch in die Waffenkammer....
Aber warum eigentlich? Nur weil keine Einbruchspuren an der Waffenkammer zu erkennen waren?
Was wäre wenn das Ziel doch die WaKa gewesen wäre, und die Absicht des/der Einbrecher(s) eigentlich gewesen ist, den GvD nur zu überwätigen und nicht zu töten und dann das Vorhaben einfach abgebrochen haben, als Stolz am Boden lag.
Dass man sozusagen gar nicht mehr zum eigentlichen Einbruch gekommen ist und die Aktion sozusagen "abgeblasen" hat.
Als Gegenargument könnte man jetzt aufführen, dass es in den westdeutschen Kasernen bessere Sicherheitsanlagen gab. Aber wer sagt dass die Täter "up to date" waren? Vielleicht sogar glaubten dass der Schlüssel einfach im GvD Zimmer zu finden wäre.......
Nehmen wir mal an eine Person geht mit irgendeiner "Geschichte" nachts um 00:00 Uhr zum Gebäude und klingelt. Der GvD geht raus zur Tür, im Sommer hat man das auch mal in Socken gemacht, öffnet dem Unbekannten und fällt auf dessen Story rein, evtl. musste der Unbekannte mal telefonieren oder Stolz wollte die Wache anrufen und dann eskalierte es. Vielleicht hat Stolz die Haustür auch wieder zugeschlossen als der Unbekannte mit ihm auf dem Weg zum UvD Zimmer war. Nach der Tat wollte der Täter sofort aus dem Gebäude, rennt zur Tür, verschlossen und geht zurück in den Flur und probiert einfach die nächsten Türen aus, ob eine unverschlossen ist, und geht dort aus dem Fenster. Vielleicht wollte der Täter über sein Opfer auch nicht drüber steigen...
Oder Webers Zettel war der Grund für den Abbruch, als festgestellt wurde, dass noch mindestens eine Person im Gebäude sein musste.
Der Zettel muss ja griffbereit und sichtbar gewesen sein. Vielleicht hat der Täter bei der Suche dach dem Haustürschlüssel oder Waffenkammerschlüssel den Zettel gefunden.
Das Ganze wäre jetzt mMn keine Aktion für einen Einzeltäter. Aber vielleicht hat der Rest draußen im Gebüsch gewartet, denn eine Einzelperson ist erstmal unauffälliger, als wenn zB drei Leute nachts vor der Tür stehen. Denn bei solch einer Aktion kommt es ja darauf an, das Öffnen der Tür zu provozieren.
Aber das würde schon einen Innentäter oder eine Person, die dort mal gedient hat voraussetzen.
Vielleicht einer, der zehn Jahre vorher dort Dienst leistete und einen anderen Umgang mit dem Waffenkammerschlüssel in Erinnerung hatte.......
Oder Handwerker/ Besucher, die irgendwie Erkenntnisse bekommen konnten.
Die Theorie ist zwar weit hergeholt, aber wenn nichts naheliegende erkennbar ist, muss man halt weiter ausholen.
Persönlich glaube ich eher nicht daran, auch schon deswegen nicht, weil es ja in der Stadt Köln war. Aber, wen solchen Sicherheitsmaßnahmen..... die Löcher in den Zaun musste mann ja schonmal nicht mehr schneiden.........