Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

3.272 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 14:29
Zitat von ESTEST schrieb:Etwas, was hier ein wenig kurz kommt, ist das Tatdatum. Eine Woche später wurden W15er entlassen. Vielleicht wollte einer davon nachts „die Sau rauslassen“
Du meinst, dass derjenige oder diejenigen die Kaserne am Freitag nicht verlassen hatten, obschon sie "Wochenende" hatten?

Es wäre immerhin vorstellbar, ich denke nicht, dass die Personen, die die Kaserne verließen, aus einer Liste "ausgehakt" wurden.

Bleiben noch die Schlupflöcher im Zaun.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 14:30
Zitat von KieliusKielius schrieb: Für mich steht nur außer Frage, dass es grundsätzlich möglich gewesen wäre, das Tatmesser oder auch Kleidungsstücke aus dem Inneren der Kaserne nach der Tat für die Ermittler unauffindbar zu verbergen oder verschwinden zu lassen.

Nachtrag:

Vielleicht haben die Verfechter von "Schmuggel-Theorien" oder "illegalen Materialtransporten" ja noch weitere Ideen, mit welchen Methoden man Gegenstände vom Inneren der Kaserne nach außerhalb schaffen konnte, ohne dass jemals irgendjemand etwas davon mitbekommen hätte...?


2x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 14:48
Zitat von ESTEST schrieb:Eine Woche später wurden W15er entlassen. Vielleicht wollte einer davon nachts „die Sau rauslassen“ und dann ist etwas eskaliert
Kam sowas denn vor, dass sich zu entlassende W15er am Wochenende nachts "zum Sau rauslassen" in der Kaserne aufhielten? Und waren das nicht Heimschläfer? Da hat man doch andere Möglichkeiten? Laut XY und Podcast waren nur Stolz und "Weber" über Nacht im Block U5 und alle anderen Zuhause bei ihren Familien. Wozu sollte man sich dann in der Kaserne aufhalten? Und wenn überhaupt, dann doch sicherlich nur angemeldet? Das wird die Polizei doch sicher auch überprüft haben?


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 15:50
@Höhenburg

Deine Szenarien lassen sich aber nicht mit Norberts Charaktereigenschaften vereinbaren. Norbert wird durchweg als freundlich, hilfsbereit, pflichtbewusst geschildert, er war kirchlich engagiert und ein „braver Soldat“, wie ein früherer Ermittler sagt (in dem Zeitungsartikel von 1989, in der Bildergalerie hier Bild 24).

Wenn jemand solche Eigenschaften und Werte hat, sind sie doch Teil seiner Identität, und er würde in Widerspruch zu sich selbst geraten, wenn er sich plötzlich ganz anders verhalten würde. Warum sollte Norbert einem Kameraden auf einmal „grundlos Stress“ machen oder sogar dessen Freundin „auflaufen lassen“? Der Arrestant „Weber“ musste sich um 22 Uhr beim GvD Norbert die Unterschrift abholen. Dazu waren beide verpflichtet, und der gewissenhafte Norbert wird sich auch daran gehalten haben.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich glaube, Weber wollte logischerweise sich absichern was den Abend und die Nacht betraf, aber genausowenig gleich preisgeben, daß man doch etwas die Fünfe gerade sein gelassen hat, z.B. gemeinsam ferngesehen.
„Weber“ hat sicher „Fünfe gerade sein“ lassen, aber Norbert tat das eben nicht. Vermutlich hat „Weber“ aber genau das von Norbert erwartet: dass er den Meldezettel unterschreibt, obwohl „Weber“ mutmaßlich eben nicht um 22 Uhr am GvD-Zimmer war, sondern erst viel später. Damit hätte Norbert selbst gegen die Vorschriften verstoßen, um „Webers“ Bequemlichkeit und sein Fehverhalten zu decken. Dass Norbert zu so etwas wohl nicht bereit war, dürfte ein wesentlicher Grund dafür gewesen sein, dass „Weber“ ihn anscheinend nicht mochte und aggressiv auf ihn reagierte (siehe Beitrag von rattich (Seite 157) ). Daher halte ich es auch für unwahrscheinlich, dass „Weber“ sich ausgerechnet mit Norbert einträchtig vor den Fernseher setzte oder anderweitig unnötig den Kontakt mit ihm suchte.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Jemand, der deswegen jemand anderen umbringen würde, hat eine so kurze Zündschnur, daß er über kurz oder lang wieder auffallen würde. Was bei Weber, soweit bekannt, nicht der Fall war/ist.
Der XY-FF stellt „Weber“ als jemanden dar, der seine Aggressionen bei „Bedarf“ durchaus auch verbergen kann (siehe Beitrag von rattich (Seite 157) ). Er wird also wahrscheinlich nicht bei jeder Kleinigkeit unkontrolliert in die Luft gegangen sein. Daher ist es auch ohne Weiteres vorstellbar, dass Vorgesetzte und auch Kameraden eine solche Person im Alltag nur als etwas „unangepasst“, aber ansonsten harmlos wahrnehmen. Der pflichtbewusste Norbert allerdings scheint starke Aggressionen bei „Weber“ ausgelöst zu haben.

„Weber“ erscheint im FF als wenig angenehm und nicht sehr vertrauenswürdig. Aber da die Ermittler ihn persönlich kennengelernt und sicher eingehend vernommen haben, werden sie eben diesen Eindruck von ihm gewonnen haben. Sie werden sein Verhalten und seine Aussagen nicht leichtfertig als fragwürdig dargestellt haben.


4x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 15:53
Zitat von KieliusKielius schrieb:
Zitat von KieliusKielius schrieb: Für mich steht nur außer Frage, dass es grundsätzlich möglich gewesen wäre, das Tatmesser oder auch Kleidungsstücke aus dem Inneren der Kaserne nach der Tat für die Ermittler unauffindbar zu verbergen oder verschwinden zu lassen.

Nachtrag:

Vielleicht haben die Verfechter von "Schmuggel-Theorien" oder "illegalen Materialtransporten" ja noch weitere Ideen, mit welchen Methoden man Gegenstände vom Inneren der Kaserne nach außerhalb schaffen konnte, ohne dass jemals irgendjemand etwas davon mitbekommen hätte...?
Meinst Du die Tatwaffe/Tatkleidung, oder den illegalen Umschlag von Gütern? Ich versuche mich mal an beiden Varianten.

Die Tatwaffe/Tatkleidung kann von einem Täter, der die Kaserne ggfls. per Schlupfloch im Zaun verlassen hat, auf Nimmerwiedersehen in den Rhein geworfen worden sein. Innerhalb der Kaserne wird das schwieriger. Der Auffindetag war als Samstag kein normaler Dienst-Tag, also auch nur mit Minimalbesetzung. Dies kann ein Vorteil sein, da ein etwaiger Täter etwas "mehr Radius" hatte, ohne direkt dem nächsten Kameraden zu begegnen. Andererseits sollte man davon ausgehen, dass die Vorgesetzten nach Bekanntwerden des Falls entsprechende Dienstaufsicht ausüben, der man sich dann schlechter entziehen kann. Allerdings bin ich auch davon ausgegangen, dass Löcher im Zaun tagesaktuell entdeckt und abgestellt werden, von daher....

Die Thematik mit irgendwelchem "Umschlagmaterial" hatten wir bereits. Ich spreche ausdrücklich nicht konkret von Diebstahl von BW-Material aus den dortigen Beständen, sondern allgemein. Handliche Kleinstmengen umzuschlagendes Material ließ sich sicherlich nach Dienstschluss per Rucksack durch das Tor bringen. Bei Dingen mit größerem Format/ größeren Mengen blieben die Löcher im Zaun: Die Ware drüber geworfen und sich selbst durchs Loch gezwängt und weiter geht es. Hier wäre eine Einzelperson immer noch handlungsfähig.


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 16:04
Zitat von rattichrattich schrieb:Der XY-FF stellt „Weber“ als jemanden dar, der seine Aggressionen bei „Bedarf“ durchaus auch verbergen kann (siehe Beitrag von rattich (Seite 157) ). Er wird also wahrscheinlich nicht bei jeder Kleinigkeit unkontrolliert in die Luft gegangen sein. Daher ist es auch ohne Weiteres vorstellbar, dass Vorgesetzte und auch Kameraden eine solche Person im Alltag nur als etwas „unangepasst“, aber ansonsten harmlos wahrnehmen. Der pflichtbewusste Norbert allerdings scheint starke Aggressionen bei „Weber“ ausgelöst zu haben.

„Weber“ erscheint im FF als wenig angenehm und nicht sehr vertrauenswürdig. Aber da die Ermittler ihn persönlich kennengelernt und sicher eingehend vernommen haben, werden sie eben diesen Eindruck von ihm gewonnen haben. Sie werden sein Verhalten und seine Aussagen nicht leichtfertig als fragwürdig dargestellt haben.
Puh, entweder haben wir zwei verschiedene XY Beiträge gesehen, oder du spekulierst ohne Grundlage über Webers Charakter.
Das lässt sich so doch nicht verifizieren.


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 16:06
Zitat von rattichrattich schrieb:dass „Weber“ ihn anscheinend nicht mochte und aggressiv auf ihn reagierte (siehe Beitrag von rattich (Seite 157) ). Daher halte ich es auch für unwahrscheinlich, dass „Weber“ sich ausgerechnet mit Norbert einträchtig vor den Fernseher setzte oder anderweitig unnötig den Kontakt mit ihm suchte.
Nicht, dass Weber Kontakt zu Stolz gesucht hätte. Aber dass Weber das Dienst-Fernseh-Zimmer nicht gleich oder überhaupt nicht verlassen wollte, weil er am Ende der Dienstvertretung noch bissel Bundesliga schauen bzw den privaten Anruf entgegen nehmen wollte, das könnte ich mir gut vorstellen.
Ich weiss, das sind alles keine grossen Sachen. An dem einen Tag bietest du dem ungebetenen Gast vllt ein Bier an. An einem anderen Tag willst du nur deine Ruhe haben ... Oder im Telefonat ergab sich etwas, was Weber zum Anlass nahm, die Kaserne noch "kurzzeitig" verlassen zu müssen. Und Stolz drohte, das zu melden?


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 16:12
Zitat von MayorQuimbyMayorQuimby schrieb:
Zitat von rattichrattich schrieb:Der XY-FF stellt „Weber“ als jemanden dar, der seine Aggressionen bei „Bedarf“ durchaus auch verbergen kann (siehe Beitrag von rattich (Seite 157) ). Er wird also wahrscheinlich nicht bei jeder Kleinigkeit unkontrolliert in die Luft gegangen sein. Daher ist es auch ohne Weiteres vorstellbar, dass Vorgesetzte und auch Kameraden eine solche Person im Alltag nur als etwas „unangepasst“, aber ansonsten harmlos wahrnehmen. Der pflichtbewusste Norbert allerdings scheint starke Aggressionen bei „Weber“ ausgelöst zu haben.

„Weber“ erscheint im FF als wenig angenehm und nicht sehr vertrauenswürdig. Aber da die Ermittler ihn persönlich kennengelernt und sicher eingehend vernommen haben, werden sie eben diesen Eindruck von ihm gewonnen haben. Sie werden sein Verhalten und seine Aussagen nicht leichtfertig als fragwürdig dargestellt haben.
Puh, entweder haben wir zwei verschiedene XY Beiträge gesehen, oder du spekulierst ohne Grundlage über Webers Charakter.
Das lässt sich so doch nicht verifizieren.
Auch ich habe "Weber" in dem Filmfall nicht so wahrgenommen, wie er hier tlw. geschildert wird. Das Thema "Täterzündschnur" bzw. deren Länge wurde hier auch schon diskutiert. Wenn "Weber" der Gewaltmensch gewesen sein soll, dann wäre die in einer Organisation wie einer Wehrpflichtigenarmee früher aufgefallen. Meine Frage, ob der Täter seine Grundausbildung anderweitig gemacht hat und diese Auffälligkeiten nie in Butzweilerhof bekannt waren, wurde beantwortet mit "unwahrscheinlich", da die Soldaten in Butzweilerhof auch dort die Grundi gemacht haben sollen. Auffälligkeiten wären dann bekannt gewesen.


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 16:18
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Oder im Telefonat ergab sich etwas, was Weber zum Anlass nahm, die Kaserne noch "kurzzeitig" verlassen zu müssen. Und Stolz drohte, das zu melden?
Und die Freundin kann sich nach 35 Jahren zwar daran erinnern, dass sie keinen Knall gehört hat, aber dass das Gespräch eine Thematik hatte, die ihren Freund zum unerlaubten Verlassen der Kaserne veranlasst haben könnte, das wird nicht thematisiert? Und "kurzzeitig" verlassen? Die Thematik des "von dort wegkommens" hatten wir auch schon auf dem Tisch. Also unwahrscheinlich.


3x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 16:38
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Und die Freundin kann sich nach 35 Jahren zwar daran erinnern, dass sie keinen Knall gehört hat
@Gast_01:
Ich gehe davon aus, dass die Frage nach dem "Türknall" der Freundin von "Weber" sehr zeitnah zur Tat und nicht erst nach 35 Jahren gestellt wurde.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 16:39
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:dass das Gespräch eine Thematik hatte, die ihren Freund zum unerlaubten Verlassen der Kaserne veranlasst haben könnte, das wird nicht thematisiert?
Eigentlich wäre ja diese Anruferin die letzte externe Person, die Stolz gehört hat. Ich hoffe daher, dass man sie genauestens zur Uhrzeit und zum Inhalt des Telefonats befragt hat.
Es war nur ein Gedankenspiel, dass die Anruferin gesagt haben könnte, dass sie allein ausgeht und dass Weber das verhindern wollte. Oder irgendwas kontrollieren wollte (zB, dass sie daheim bleibt). Von dieser "Kontrolle" müsste ja die Freundin nicht mal was geahnt haben.

Ich kenne es nur aus (DDR-/NVA-) Erzählungen, dass sich Dramen abgespielt haben, wenn die Soldaten private Beziehungsprobleme hatten, aber die Kaserne nicht verlassen konnten. Heimschläfer - sowas gab es hier nicht!


2x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 16:53
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Es war nur ein Gedankenspiel, dass die Anruferin gesagt haben könnte, dass sie allein ausgeht und dass Weber das verhindern wollte. Oder irgendwas kontrollieren wollte (zB, dass sie daheim bleibt).
Ja, genau, auch der Wunsch nach Kontrolle über die Freundin könnte „Weber“ dazu bewogen haben, während des Arrests die Kaserne zu verlassen. Was die Freundin an dem Abend vorhatte und wie es um die Beziehung der beiden stand, erfährt der Zuschauer nicht. Aber natürlich wäre es möglich, dass es kriselte und „Weber“ gar kein gutes Gefühl hatte, wenn die Freundin mit anderen (Männern?) etwas unternahm.

Auch Enttäuschung und Wut über die Freundin und eine vielleicht auseinanderbrechende Beziehung könnten sich schließlich in Aggressionen gegen den GvD entladen haben. Ich gehe auch davon aus, dass bei der Tat mehrere Faktoren zusammentrafen, evtl. auch solche, die nichts mit Norbert selbst zu tun hatten.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 17:02
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Ich kenne es nur aus (DDR-/NVA-) Erzählungen, dass sich Dramen abgespielt haben, wenn die Soldaten private Beziehungsprobleme hatten, aber die Kaserne nicht verlassen konnten. Heimschläfer - sowas gab es hier nicht!
Sowas gab es im Westen sehr wohl auch.
Nicht alle waren nahe ihres Wohnortes stationiert.
Und nicht alle hatten daheim eine Freundin, die auf sie gewartet hat oder Eltern. Es gab auch arme Schweine, die nichts hatten, wofür es sich lohnte am WE weit zu reisen.
Dramen am Telefon im Gang, im UvD Zimmer oder im Mannschaftsheim habe ich auch mitbekommen, vor allem in der Kombi mit Alkohol.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 17:47
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Kam sowas denn vor, dass sich zu entlassende W15er am Wochenende nachts "zum Sau rauslassen" in der Kaserne aufhielten? Und waren das nicht Heimschläfer? Da hat man doch andere Möglichkeiten? Laut XY und Podcast waren nur Stolz und "Weber" über Nacht im Block U5 und alle anderen Zuhause bei ihren Familien. Wozu sollte man sich dann in der Kaserne aufhalten? Und wenn überhaupt, dann doch sicherlich nur angemeldet? Das wird die Polizei doch sicher auch überprüft haben?
Naja am letzten Tag bekam jeder einen kleinen Teil des Abgängergelds bar in die Hand gedrückt (so 200 DM bei uns - der Rest wurde erst ein paar Tage später überwiesen, damit man nicht alles auf den Putz hauen konnte), damit man feiern gehen konnte.
Vorher ging man auch schon mal feiern (die letzten zehn Tage waren traditionell recht lustig)
Aber da ging man meist in Gruppen weg - wer geht alleine feiern? Kam also vor, dass da nachts immer ein paar Kameraden in der Kaserne pennten, auch bei Heimschläferkasernen.
In der Kaserne hätte man nur im Mannschaftsheim feiern können und das wär ja bekannt gewesen. Also eher in die Stadt.
In diesem Fall war die Kaserne wohl weit ab vom Schuss und da dürften die meisten eher nach Hause gefahren sein, selbst wenn sie Freitags in der Stadt feiern waren. Da war die Kaserne vermutlich für viele weiter weg als das Bett daheim? Das mûssen aber die Kameraden beantworten, die die Kaserne kennen.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 18:40
Zitat von rattichrattich schrieb:Der XY-FF stellt „Weber“ als jemanden dar, der seine Aggressionen bei „Bedarf“ durchaus auch verbergen kann (siehe Beitrag von rattich (Seite 157) ). Er wird also wahrscheinlich nicht bei jeder Kleinigkeit unkontrolliert in die Luft gegangen sein. Daher ist es auch ohne Weiteres vorstellbar, dass Vorgesetzte und auch Kameraden eine solche Person im Alltag nur als etwas „unangepasst“, aber ansonsten harmlos wahrnehmen. Der pflichtbewusste Norbert allerdings scheint starke Aggressionen bei „Weber“ ausgelöst zu haben.
Hallo @rattich ! Ich stimme mit @MayorQuimby und @Gast_01 überein, daß ich mich frage welchen Filmfall du gesehen hast? Weber kommt wie ein typischer Dienstabsitzer, der das Ganze möglichst gemütlich und ohne viel Arbeit hinter sich bringen will, rüber.
XY hat im Film auch seine Ausagen eingefügt, denn man konnte sehen, daß Weber skeptisch war, ob sie tatsächlich allein waren. Und er kommt am Ende des Films richtig geschockt rüber. Hätten sie nie gemacht, wenn man von seiner Schuld überzeugt wäre.
Das Aggro-Verhalten sehe ich nicht. Das Weber Stolz nur mit Namen anredet, während Stolz ihn mit Rang und Namen anspricht, ist dafür da, die Dienstauffassung von Stolz zu betonen. Die Nummer mit Rang und Namen, außer wenn nötig, gerade bei unteren Dienstgraden hat im Alltag untereinander immer schnell aufgehört.
Zitat von KieliusKielius schrieb:Vielleicht haben die Verfechter von "Schmuggel-Theorien" oder "illegalen Materialtransporten" ja noch weitere Ideen, mit welchen Methoden man Gegenstände vom Inneren der Kaserne nach außerhalb schaffen konnte, ohne dass jemals irgendjemand etwas davon mitbekommen hätte...?
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Die Thematik mit irgendwelchem "Umschlagmaterial" hatten wir bereits. Ich spreche ausdrücklich nicht konkret von Diebstahl von BW-Material aus den dortigen Beständen, sondern allgemein. Handliche Kleinstmengen umzuschlagendes Material ließ sich sicherlich nach Dienstschluss per Rucksack durch das Tor bringen. Bei Dingen mit größerem Format/ größeren Mengen blieben die Löcher im Zaun: Die Ware drüber geworfen und sich selbst durchs Loch gezwängt und weiter geht es. Hier wäre eine Einzelperson immer noch handlungsfähig.
Hallo @Gast_01 ! Sehe ich ähnlich wie Du. Kleinmengen an Schmuggelgut, z.B. Drogen, könnten problemfrei von 1-2 Personen "umgeladen" werden. Da würde es schwer, daß herauszufinden, es müssen nicht viele stillschweigen, weil nur ganz wenige überhaupt Bescheid wissen.


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 19:02
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Wenn "Weber" der Gewaltmensch gewesen sein soll, dann wäre die in einer Organisation wie einer Wehrpflichtigenarmee früher aufgefallen.
Ich erinnere mich nicht, dass "Weber" hier auch nur ein Mal als "Gewaltmensch" dargestellt worden wäre...
Auf welcher Grundlage auch...?
Das ergibt also wenig Sinn.
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Und "kurzzeitig" verlassen? Die Thematik des "von dort wegkommens" hatten wir auch schon auf dem Tisch.
"Weber" hätte das Kasernengelände in der Tatnacht mindestens genauso leicht verlassen können wie irgendein hypothetischer "Einbrecher", "Psychopath" oder sonstiger "unbekannter Dritter", der durch die Löcher im Zaun gestiegen wäre.
"Weber" hätte im Vergleich zu einem hypothetischen anderen Eindringling allerdings den Vorteil gehabt, dass er mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut war, so dass sein Entdeckungsrisiko geringer gewesen wäre.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

um 19:55
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Weber kommt wie ein typischer Dienstabsitzer, der das Ganze möglichst gemütlich und ohne viel Arbeit hinter sich bringen will, rüber.
Ja selbstverständlich wird er im XY-Film nicht als tatverdächtig dargestellt. Das wäre auch kaum möglich gewesen, denn schließlich ist "Weber" kein "Tatverdächtiger" mehr, wie wir alle wissen.
Diese Darstellung sagt aber nichts darüber aus, wie die Cold Case Ermittler die Rolle von "Weber" in der Tatnacht einschätzen.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:XY hat im Film auch seine Ausagen eingefügt,
Man könnte weitergehend sagen, dass XY den Ablauf der Tatnacht so dargestellt hat, wie er später von Weber wiedergegeben wurde. Für die Zeit zwischen ca. 20 Uhr und 6 Uhr morgens gab es ja keine weitere Zeugen, die man hätte befragen können.
Dass die Ermittler den Ablauf gemäß der Schilderung von "Weber" für glaubwürdig halten, folgt daraus noch lange nicht.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Und er kommt am Ende des Films richtig geschockt rüber.
Den Schluss - und nicht nur den Schluss... - des XY-Films habe ich anders interpretiert...


melden

Ähnliche Diskussionen
Themen
Beiträge
Letzte Antwort
Kriminalfälle: Serienmörder in Köln? 90er, Kyselova und Blersch
Kriminalfälle, 5 Beiträge, am 09.01.2026 von sooma
Cheaha am 08.05.2022
5
am 09.01.2026 »
von sooma
Kriminalfälle: Reiner Koch in Berlin-Neukölln am 16. Januar 1973 ermordet
Kriminalfälle, 1.155 Beiträge, am 25.01.2026 von HolzaugeSHK
Slaterator am 19.10.2025, Seite: 1 2 3 4 ... 55 56 57 58
1.155
am 25.01.2026 »
Kriminalfälle: Mord an 16-jähriger Kölnerin Seçkin Çağlar im Oktober 1991
Kriminalfälle, 340 Beiträge, am 14.03.2026 von FritzPhantom
1899Ost am 03.03.2023, Seite: 1 2 3 4 ... 14 15 16 17
340
am 14.03.2026 »
Kriminalfälle: Mordfall Heike Kötting | Dortmund | 1991
Kriminalfälle, 100 Beiträge, am 14.03.2026 von LackyLuke77
ThoFra am 18.01.2024, Seite: 1 2 3 4 5
100
am 14.03.2026 »
Kriminalfälle: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt
Kriminalfälle, 540 Beiträge, am 19.03.2026 von 1899Ost
seli am 29.01.2018, Seite: 1 2 3 4 ... 25 26 27 28
540
am 19.03.2026 »