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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

3.422 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

19.03.2026 um 06:14
Zitat von sören42sören42 schrieb:Gerade weil Abwehrverletzungen fehlen, passt es nicht, dass die Situation irgendwie erwartbar war.
Woher hast Du die Info? Ich habe es aus den LiD-Podcasts so mitgenommen, dass es Abwehrverletzungen gab. Allerdings muss ich am Wochenende reinhören, wo es gesagt wurde.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

19.03.2026 um 10:36
Zitat von duvalduval schrieb am 10.05.2025:Neun Stiche trafen Stolz in die Brust, zwei in den Arm, aber warum elf Stiche? die Stiche in den Arm würde ich als Abwehr werten.
Bin zwar nicht angesprochen worden aber ich zitiere jetzt einmal die erste stelle die ich auf die schnelle gefunden habe.
Persönlich habe ich es so in Erinnerung das der Angriff plötzlich und ohne große Gegenwehr von Stolz erfolgt sein muss , es war auch mal in der Diskussion das Stolz im Schlaf oder zumindest liegend überrascht wurde .


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

19.03.2026 um 10:46
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Stolz, der keine Abwehrverletzungen aufwies,
Woher kommt die Annahme?

Neun Stiche trafen Norbert Stolz in die Brust, zwei in den Arm.

Die Suche in den Arm werden wohl Abwehrverletzungen gewesen sein.

Beitrag von Shiloh (Seite 98)


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

19.03.2026 um 10:56
Hier eine weitere Quelle, dass Abwehrverletzungen bei der Autopsie festgestellt wurden:
Die Autopsie

Die Autopsie wurde vom zuständigen Rechtsmediziner des Rechtsmedizinischen Instituts Köln durchgeführt. Er bestätigte offiziell, dass Norbert Stolz Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Die genaue Todesursache war eine spitze Gewalteinwirkung gegen den Oberkörper. Es wurden auch Abwehrverletzungen entdeckt. Das spricht dafür, dass Norbert Stolz sich gegen seinen Angreifer zur Wehr gesetzt hat. Der Täter hatte insgesamt elf Mal auf den Oberkörper von Norbert Stolz eingestochen. Zunächst erhielt das Opfer einen heftigen Schlag ins Gesicht und wurde dann mit einem Messer angegriffen. Neun Stiche trafen das Opfer in die Brust, zwei in den Arm. An den Folgen dieser schweren Stichverletzungen ist Norbert Stolz letztendlich gesztorben. Der Tod von Norbert Stolz muss irgendwann in der Zeit zwischen 23.00 und 3.00 Uhr eingetreten sein.
Quelle:
https://germanmissing.blogspot.com/2025/03/koln-totungsdelikt-z-n-von-norbert.html?m=1


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

19.03.2026 um 13:29
Das Zitat von @Shiloh ( Beitrag von Shiloh (Seite 163) ) enthält wichtige Informationen, die auch bei der Rekonstruktion des wahrscheinlichen Tathergangs helfen können: Der Täter stach Norbert das Messer neunmal in die Brust, und der Todeszeitpunkt lag zwischen 23 und 3 Uhr.

Wenn bei dem Angriff das Herz (darauf wird der Täter gezielt haben) getroffen wurde, hat Norbert danach vermutlich nicht mehr lange gelebt. Dann müsste also auch die Tat in der Zeit ab etwa 23 Uhr erfolgt sein.

Und es gibt noch eine andere wichtige Information, die im Verlauf der Diskussion untergegangen war: Norbert trug zum Tatzeitpunkt keine Stiefel, sondern war in Socken (siehe Beitrag von JuneMoon (Seite 15) ). Das wird so auch im XY-FF gezeigt.

Das alles spricht m.E. dagegen, dass Norbert z.B. einen Einbrecher im Keller ertappte und dann angegriffen wurde. Denn Norbert wäre wohl nicht auf Socken in den Keller gegangen, und der Einbrecher wäre wahrscheinlich nicht nach oben gekommen (nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch, weil es dort kaum etwas zu stehlen gab und zudem die Entdeckungsgefahr größer war). Auch hätte ein Einbrecher in dem leeren Gebäude Norbert wohl kommen hören und wäre schnell geflüchtet. Und Norbert hätte bei einem Rundgang oder längerer Abwesenheit sicher die Tür zum GvD-Zimmer abgeschlossen.

Wenn Norbert nachts in Socken angegriffen wurde, hatte er zuvor wahrscheinlich im GvD-Zimmer auf der Liege geschlafen. Wenn er dann aus dem Zimmer ging und die Tür gegen seine Gewohnheit nicht abschloss, wollte er wohl nur ganz kurz hinaus, z.B. zur Eingangstür, und dann wieder zurückkommen.

Dieser Ablauf würde sehr gut zu einem nächtlichen Besucher passen, der Norbert wachklingelte und dann „Ärger“ mit ihm bekam, der kurz darauf in der Tat eskalierte. Wer sollte Norbert am Wochenende in der Kaserne nachts wachklingeln, wem hätte Norbert dann geöffnet (oder öffnen müssen) und warum sollte der Besucher Norbert spontan töten? Bei welcher Person lassen sich diese drei Fragen plausibel beantworten?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

19.03.2026 um 16:02
Hm. Wenn Norbert also in Socken war und in seinem Büro, dann schliesse ich auch aus, dass er einen Einbrecher bzw. Unbefugten auf einem Kontrollgang überrascht hat und der Mord im Zuge eines daraus resultierenden Kampfes stattfand.
Aber wer könnte ihn überrascht und kaltblütig erstochen haben, wenn nicht Weber?
Und wen hätte Stolz um diese Uhrzeit einfach so die Unterkunftstür geöffnet, wenn nicht Weber?
Wer hätte die Möglichkeit gehabt, das Szenario vom grossen Unbekannten aufzubauen, wenn nicht Stolz (ich habe geschlafen und nichts mitbekommen, ach ein Fenster war auf?).

Irgendwas könnte im Zusammenhang mit der 22:00h Unterschrift eskaliert sein, eventuell wollte Weber ihn ja auch schon für den Morgen unterschreiben lassen, dass hätte er schon die Kaserne schon am Abend verlassen können. 'Komm, Stolz, unterschreib doch, sei doch kein Kameradenschwein..., ich will mich mit meiner Freundin treffen, der geht's nicht gut..".

Und natürlich wäre es 1989 möglich gewesen den Mord ohne grosse Spuren zu begehen, wenn man abgebrüht ist. ABC-Abwehrponcho und -Schutzmaske drüber, danach unter die Dusche. Messer kann man sicher auch verschwinden lassen, wenn man kreativ ist (Gully, übern Zaun oder in eine Dachrinne werfen,..).


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

19.03.2026 um 16:13
@rattich :
Zitat von rattichrattich schrieb:wem hätte Norbert dann geöffnet (oder öffnen müssen)
Ergänzung: und zwar so eilig, dass er nicht mal behelfsmäßig in die Stiefel schlüpfte.

MfG

Dew


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

19.03.2026 um 17:51
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Ich überlege gerade, ob "Weber" überhaupt zur Wache hätte laufen können oder ob Stoll die Blockeingangstüre zuerst hätte aufsperren müssen?
Typischerweise dürfte der Schlüssel im Schloß gesteckt haben für den Fall, daß es wirklich mal richtig schnell gehen muß.
Eine gute Frage. Bei uns steckte der Schlüssel grundsätzlich nicht im Schloss. Den hatte man als GvD. Aber ob die Tür im Notfall von ihnen einfach aufgegangen wäre, wie es heute bei Notfalltüren ja üblich ist, weiss ich gar nicht. Ich vermute es aber mal.
Wobei man als GvD vermutlich schneller aus dem Fenster gehüpft wäre. War ja Erdgeschoss.
Zitat von skyffmskyffm schrieb:Wenn Norbert also in Socken war und in seinem Büro, dann schliesse ich auch aus, dass er einen Einbrecher bzw. Unbefugten auf einem Kontrollgang überrascht hat und der Mord im Zuge eines daraus resultierenden Kampfes stattfand.
Aber wer könnte ihn überrascht und kaltblütig erstochen haben, wenn nicht Weber?
Rundgang auf Socken wär auch unpraktisch, weil zb auch durch die Duschräume etc gelatecht werden musste.
Daher bin ich bei Dir, dass er beim Rundgang eher niemanden erwischt hat.
Beim Unbekannten, der sich im GvD Zimmer versteckt, während "Weber" draussen am Fenster steht, bin ich auch skeptisch. Mir fällt einfach kein so toter Winkel ein, so klein wie das Ding war. Im Schrank waren Ordner, unterm Tisch wohl kaum...höchstens hinter der Tür, falls diese nach innen aufgegangen wäre (?). Aber dann hätte Norbert ja raus zu "Weber" laufen können, sind ja nur drei Schritte oder so. Dabei dem Unbekannten noch die Tür vor den Latz geknallt. Wär ne ungünstige Position für den Täter. Falls die Tür überhaupt nach innen aufging.
Wenn Norbert den Täter allerdings kannte (zb Kamerad, der nachts vor der Tür stand) und einliess (er musste ja eh in BW Klamotten pennen - und Stiefel zieht man nicht an, wenn gerade einer klingelt und man den in den Block lässt), könnte es so gewesen sein, dass Norbert "wegen dem" nicht extra erst die Tür vom GvD Zimmer wieder schließt - oder der gleich vor dem GvD Zimmer mit Stress anfing - warum auch immer.
Ich denke, Norbert kannte den Täter vermutlich


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

19.03.2026 um 18:23
Mich machen die nicht angezogen Stiefel trotzdem stutzig. Wenn es nachts geklingelt hat, habe ich die immer angezogen, wenn ich zur Eingangstür gegangen bin. Könnte ja sein, dass ein übereifriger Vorgesetzter rein wollte, der gemotzt hätte, dass man doch nicht ohne Stiefel als GvD rumlaufen darf.

Das GvD-Zimmer hätte ich aber hingegen nicht abgeschlossen, wenn ich nur kurz die Eingangstür aufschließen müsste, um jemanden reinzulassen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

19.03.2026 um 20:05
Zitat von KTGKTG schrieb:Mich machen die nicht angezogen Stiefel trotzdem stutzig. Wenn es nachts geklingelt hat, habe ich die immer angezogen, wenn ich zur Eingangstür gegangen bin. Könnte ja sein, dass ein übereifriger Vorgesetzter rein wollte, der gemotzt hätte, dass man doch nicht ohne Stiefel als GvD rumlaufen darf.
In dem Zusammenhang fällt mir gerade wieder ein, dass Ermittler Weber sich im Podcast dahingehend äußerte, dass man nun DNA-Spuren "an der Kleidung" von Norbert Stolz gefunden hätte - wo genau an welchem Kleidungsstück - dazu wolle man nichts Näheres sagen.

Es könnte ja theoretisch auch sein, dass DNA an den Stiefeln von Norbert Stolz gefunden wurde, weil der Täter ihm diese evtl. erst später auszog?

Womöglich wäre so das Szenario eines "im Schlaf überfallenen Soldaten" absichtlich geschaffen und der tatsächliche Ablauf dadurch verschleiert worden ?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

19.03.2026 um 20:50
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Es könnte ja theoretisch auch sein, dass DNA an den Stiefeln von Norbert Stolz gefunden wurde, weil der Täter ihm diese evtl. erst später auszog?
Das wäre sicher möglich, aber dann hätte der Täter noch einmal sehr nahen Kontakt mit der Leiche haben müssen, und vermutlich wollte / konnte er das nicht. Für mich sieht es eher so aus, als hätte der Täter es vermieden, den Toten überhaupt noch einmal anzusehen oder in seine Nähe zu kommen. Er hätte z.B. auch direkt aus dem Fenster des GvD-Zimmers springen können. Aber er lief extra in das andere Zimmer.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass die DNA des Täters sich an einer Stelle von Norberts Kleidung befindet, an die sie bei „normalem“ Kontakt nicht gelangt. Etwa an der Unterseite des Revers, wenn der Täter Norbert dort gepackt hatte. DNA an einer solchen Stelle würde sicher eher auf einen Angriff hindeuten.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

19.03.2026 um 21:30
Zitat von rattichrattich schrieb:Eine andere Möglichkeit wäre, dass die DNA des Täters sich an einer Stelle von Norberts Kleidung befindet, an die sie bei „normalem“ Kontakt nicht gelangt.
Ähnlich wie beim Fall Amy Lopez, wo man DNA an einer Stelle (Hosenbund) fand, deren Existenz dort sehr erklärungsbedürftig ist. Wäre halt interessant zu wissen wo man diese fand, und ob man diese jetzt erst fand oder ob man diese jetzt erst extrahieren konnte.
Zitat von skyffmskyffm schrieb:Aber wer könnte ihn überrascht und kaltblütig erstochen haben, wenn nicht Weber?
Jemand der im Gebäude war. Bislang sagen die Ermittler ja gar nichts mehr zu dem XY-Hinweis, dass sich noch jemand im Gebäude befunden haben soll. Nichtmal, ob sich der Hinweisgeber einfach geirrt hat und einfach Schütze Weber meinte.
Zitat von rattichrattich schrieb:Und wen hätte Stolz um diese Uhrzeit einfach so die Unterkunftstür geöffnet, wenn nicht Weber?
Einem anderen Soldaten, einem Vorgesetzten? Oder er hat niemandem geöffnet, sondern die Person hat sich selbst reingelassen, mit einem Schlüssel. Setzt dann natürlich voraus, dass es neben GvD und in der Wache, noch welche direkt einen Schlüssel haben. Haben der Spieß, seine Stellvertreter und so einen Schlüssel auch zum Block, nicht zur zum Geschäfszimmer? Geschäftszimmersoldaten?

Solange nicht bekannt ist, zu welchem Zimmer genau das offene Fenster gehörte, und ob dieses abgeschlossen sein sollte und war, kann man eben auch jemanden aus der Kaserne nicht ausschließen. Jemanden dem ein Problem mit oder durch Norbert Stolz die Karriere (oder gar die Freiheit) gekostet hätte. Und damals konnte die Karriere eben auch bei Homosexualität wegschwimmen. Dabei mein ich gar nicht Stolz, sondern dass er eben etwas gesehen haben könnte, und bei der "Erörterung" jemand durchgedreht ist.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

19.03.2026 um 22:18
Zitat von KTGKTG schrieb:Mich machen die nicht angezogen Stiefel trotzdem stutzig. Wenn es nachts geklingelt hat, habe ich die immer angezogen, wenn ich zur Eingangstür gegangen bin.
Vielleicht hat der nächtliche Besucher Sturm geklingelt, so dass Norbert dachte, es sei ein Notfall, und keine Zeit verlieren wollte?

@out_sider
Zitat von rattichrattich schrieb:Und wen hätte Stolz um diese Uhrzeit einfach so die Unterkunftstür geöffnet, wenn nicht Weber?
Nur als Ergänzung, das Zitat oben stammt von @skyffm , nicht von mir.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 12:42
Zitat von out_siderout_sider schrieb:Jemand der im Gebäude war. Bislang sagen die Ermittler ja gar nichts mehr zu dem XY-Hinweis, dass sich noch jemand im Gebäude befunden haben soll. Nichtmal, ob sich der Hinweisgeber einfach geirrt hat und einfach Schütze Weber meinte.
Hier frage ich mich immer wieder, wer überhaupt gewusst haben könnte, dass noch eine dritte Person in der besagten Nacht im Gebäude war, außer Norbert, Schütze Weber und der bislang unbekannten Person selbst...
Zitat von out_siderout_sider schrieb:Solange nicht bekannt ist, zu welchem Zimmer genau das offene Fenster gehörte, und ob dieses abgeschlossen sein sollte und war, kann man eben auch jemanden aus der Kaserne nicht ausschließen.
Ich dachte in irgendeinem Podcast wurde gesagt, dass es tatsächlich dieser Aufenthaltsraum war, der - zumindest in meiner Kaserne - niemals abgeschlossen und immer frei zugänglich war? Wenn dem nicht so ist, bitte ich diesen Kommentar zu entschuldigen und zu ignorieren, ich bin mir aber ziemlich sicher, es im Verlauf dieser Diskussion gelesen zu haben.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 15:50
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Woher kommt die Annahme?Neun Stiche trafen Norbert Stolz in die Brust, zwei in den Arm.
Die Suche in den Arm werden wohl Abwehrverletzungen gewesen sein.
Hallo! Ich hatte noch im Hinterkopf, daß Stolz höchstwahrscheinlich im Schlaf oder liegend überrascht wurde.
Habe mir darum gestern Abend nochmals den Film und einige Berichte reingezogen. :-)
Zitat von skyffmskyffm schrieb:Hm. Wenn Norbert also in Socken war und in seinem Büro, dann schliesse ich auch aus, dass er einen Einbrecher bzw. Unbefugten auf einem Kontrollgang überrascht hat und der Mord im Zuge eines daraus resultierenden Kampfes stattfand.
Aber wer könnte ihn überrascht und kaltblütig erstochen haben, wenn nicht Weber?
Und wen hätte Stolz um diese Uhrzeit einfach so die Unterkunftstür geöffnet, wenn nicht Weber?
Wer hätte die Möglichkeit gehabt, das Szenario vom grossen Unbekannten aufzubauen, wenn nicht Stolz (ich habe geschlafen und nichts mitbekommen, ach ein Fenster war auf?).
Irgendwas könnte im Zusammenhang mit der 22:00h Unterschrift eskaliert sein, eventuell wollte Weber ihn ja auch schon für den Morgen unterschreiben lassen, dass hätte er schon die Kaserne schon am Abend verlassen können. 'Komm, Stolz, unterschreib doch, sei doch kein Kameradenschwein..., ich will mich mit meiner Freundin treffen, der geht's nicht gut..".
Und natürlich wäre es 1989 möglich gewesen den Mord ohne grosse Spuren zu begehen, wenn man abgebrüht ist. ABC-Abwehrponcho und -Schutzmaske drüber, danach unter die Dusche. Messer kann man sicher auch verschwinden lassen, wenn man kreativ ist (Gully, übern Zaun oder in eine Dachrinne werfen,..).
Ich halte Weber für draußen. Den Berichten zufolge war er ein relativ typischer "Absitzer", der in jeder Wehrpflichtsarmee der Welt vorkommt. Einer der möglichst gemütlich seinen Dienst hinter sich bringen will und dabei auch mal Fünfe gerade sein läßt. Wo und was wäre das Motiv für ihn, Stolz zu töten?
Die nicht gegebene Unterschrift um 22 Uhr kann es kaum gewesen sein. Stolz war als dienstbeflissen bekannt, wenn er Weber gesagt hat, er gibt ihm die Unterschrift morgen früh, hätte er das getan. Und selbst wenn nicht, Weber hätte sich seine Unterschriften in der Wache morgens holen können, die hätten auch gesehen das er von innen kommt und nicht von draußen. Nebenbei hätte er den Wachleuten auch garantiert erzählt, was der GvD abgezogen hat. Das ist schlicht kein haltbares Motiv irgendeiner Art
Zudem war es Weber, dem abends ein Geräusch aufgefallen ist, daß wurde garantiert nicht ohne Grund in den Film eingebaut, dafür muß es Zeugen gegeben haben.
Genauso wie es kaum Zufall gewesen sein kann, daß die Kellertür offenblieb.

Wir sollten nicht vergessen, weder Weber noch Stolz wären normalerweise an diesem Wochenende im Gebäude gewesen! Weber hatte seine Bagatellstrafe kurzfristig aufgebrummt bekommen, daß geht aus dem Film hervor. Und Stolz hatte ebenso kurzfristig Dienst getauscht.
Ich vermute, Stolz ist einer Schwarze-Mützen-Operation in die Quere gekommen, die an diesem Wochenende steigen sollte. Wäre Weber unten gewesen, hätte es ihn auch erwischt.
Ich könnte mir, ebenso wie einige andere Mitdiskutanten, vorstellen, daß Stolz im GvD-Zimmer "präpariert" wurde, daß es aussah wie eine völlige Überraschung. Dem Sterbenden z.B. die Stiefel wieder ausziehen, wäre keine große Sache gewesen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 15:58
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Und Stolz hatte ebenso kurzfristig Dienst getauscht.
Das setzt aber voraus, dass der ursprünglich eingeteilte Soldat mit in krummen Geschäften verwickelt gewesen sein muss, oder? Warum tauscht der den Dienst bzw. warnt die anderen nicht?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 16:21
Zitat von KTGKTG schrieb:Das setzt aber voraus, dass der ursprünglich eingeteilte Soldat mit in krummen Geschäften verwickelt gewesen sein muss, oder?
Nein, das wird auch ein armes W15 Würstchen gewesen sein, welch kriminelles Netzwerk soll der aufgebaut haben?
Zitat von KTGKTG schrieb:Warum tauscht der den Dienst bzw. warnt die anderen nicht?
Wissen wir nicht, wieso der Dienst getauscht wurde. Wir kennen nur die Motivation von Norbert S. den, eher unbeliebten, Wochenendienst zu übernehmen, das ist leicht verdienter Freizeitausgleich.
Und wovor soll der warnen? Hör mal zu Norbert, am Wochenende kommen Einbrecher und räumen die Waffenkammer leer, tu lieber so, als würdest du nichts davon mitbekommen?

In dem Zusammenhang, dass Norbert ermordet wurde, klingt das alles sarkastisch, soll es aber nicht sein.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 16:32
@KTG :
Zitat von KTGKTG schrieb:Das setzt aber voraus, dass der ursprünglich eingeteilte Soldat mit in krummen Geschäften verwickelt gewesen sein muss, oder? Warum tauscht der den Dienst bzw. warnt die anderen nicht?
Wenn ich @Höhenburg richtig verstanden habe, dann meint er damit:
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich vermute, Stolz ist einer Schwarze-Mützen-Operation in die Quere gekommen, die an diesem Wochenende steigen sollte. Wäre Weber unten gewesen, hätte es ihn auch erwischt.
Wenn der ursprünglich eingeteilte Soldat im Dienstzimmer gesessen hätte, wäre der getötet worden. Sozusagen als Kollateralschaden. Ich habe im Moment nur keinerlei Vorstellung davon, was für ein Ziel eine solche Aktion ausgerechnet in diesem verschnarchten Logistikstandort gehabt haben sollte. Was schwebt Dir da vor, @Höhenburg ?


MfG

Dew


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 16:37
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Weber hätte sich seine Unterschriften in der Wache morgens holen können, die hätten auch gesehen das er von innen kommt und nicht von draußen. Nebenbei hätte er den Wachleuten auch garantiert erzählt, was der GvD abgezogen hat. Das ist schlicht kein haltbares Motiv irgendeiner Art
"Weber" hätte am nächsten Morgen mit Sicherheit keine Unterschrift für die fehlende für 22 Uhr bekommen. Ja es wären dann mit Sicherheit Fragen aufgekommen wegen der Fehlenden Unterschrift.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Zudem war es Weber, dem abends ein Geräusch aufgefallen ist, daß wurde garantiert nicht ohne Grund in den Film eingebaut, dafür muß es Zeugen gegeben haben.
Nein es gibt keine Zeugen , die Freundin von "Weber" hat nichts gehört beim Telefonat.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

20.03.2026 um 17:01
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Wo und was wäre das Motiv für ihn, Stolz zu töten?
Die nicht gegebene Unterschrift um 22 Uhr kann es kaum gewesen sein.
Doch genau das könnte der Anfang vom möglichen Streit und der möglichen Auseinandersetzung zwischen "Weber" und Stolz gewesen sein, "Weber" brauchte die Unterschrift wenn er die nicht vorweisen konnte spätestens Montags bei der Überprüfung hat es sich gleich für mindestens die nächste Ausgangssperre beworben.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:tolz war als dienstbeflissen bekannt, wenn er Weber gesagt hat, er gibt ihm die Unterschrift morgen früh, hätte er das getan.
Das Widerspricht sich meiner Meinung nach, " dienstbeflissen " aber zu faul eine Unterschrift zu leisten . Das passt meiner Meinung nicht zusammen.


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