Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989
10.06.2026 um 21:43Alle Oberlichter offen -> Durchzug -> Tür ?Mea schrieb:Sieht irgendwie merkwürdig aus auf den Fotos, dass die Oberlichter überall im Gebäude offen sind.
Alle Oberlichter offen -> Durchzug -> Tür ?Mea schrieb:Sieht irgendwie merkwürdig aus auf den Fotos, dass die Oberlichter überall im Gebäude offen sind.
Zum Zeitpunkt der Tat - wahrscheinlich nach 22 Uhr - war ja Norbert S. derjenige, der den Wachdienst ausgeübt hat. Schütze Weber musste sich ja bei ihm den Aufenthalt in der Stube quittieren lassen. Der entsprechende Zettel dürfte ja von der Kripo gefunden worden sein.EST schrieb:Aber wenn Norbert ja bis spät nachmittags bzw. abends Stapler gefahren hat und der Arrestant den Dienst vertretungsweise ausübte müsste dieser den Täter reingelassen haben. Es sei denn, der Täter ist durch den Keller eingedrungen (aber dann wäre er eher im Keller im Raum gelandet, dessen Innentüre normalerweise verschlossen war
Ich weiß nicht so recht. Da das nicht Webers Stube war aber sich andere Leute in den Raum aufgehalten haben überrascht erstmal nicht, dass Fremd-DNA vorgefunden wurde.Mea schrieb:Die gefundene Fremd-DNA am Fenster wird mit der DNA von Weber abgeglichen worden sein. Und da er klar ausgeschlossen wurde, wird der Täter wohl jemand anderes sein.
Kann sein. Man darf aber nicht vergessen, dass sich ein Opfer wehrt und es eine hochdynamische Situation gewesen sein dürfte. Wenn sich Stolz verteidigt, wegguckt etc. könnte es aus Tätersicht eine Notwendigkeit gegeben haben, häufiger zuzustechen.Mea schrieb:Was für mich nicht dazu passt, ist die Anzahl der Stiche: Es waren 11 - heisst für mich, der Täter ist irgendwie durchgedreht.
Er war die UvD Vertretung von Stolz, mit allen Pflichten ich gehe davon aus das "Weber" vollen Zugriff auf alles im UvD Zimmer hatte solange Er Stolz vertreten hat.Kuno426 schrieb:Oder waren damit auch Pflichten verbunden? Befand sich Weber bei seiner Vertretung im Dienstzimmer / beim Schlüsselbrett?
Für mich auch. Die Aussage mit der Unterschrift am nächsten Morgen ist für mich sehr unglaubwürdig.Kuno426 schrieb:Aber die fehlende Unterschrift bleibt für mich ein kritischer Punkt.
Die meisten Fotos sind wahrscheinlich erst am Montag nach Dienst beginn aufgenommen worden, meistens wird da erst einmal Revier Reinigung Befohlen daher wahrscheinlich die gekippten Oberlichter.Mea schrieb:
Sieht irgendwie merkwürdig aus auf den Fotos, dass die Oberlichter überall im Gebäude offen sindVolvic schrieb:Die Bilder stammen aus dem hier kürzlich verlinkten ZDF-Bericht.
Wahrscheinlich wurde der Zettel im UvD Zimmer gefunden, aber ohne die 22 Uhr Unterschrift.Mea schrieb:Zum Zeitpunkt der Tat - wahrscheinlich nach 22 Uhr - war ja Norbert S. derjenige, der den Wachdienst ausgeübt hat. Schütze Weber musste sich ja bei ihm den Aufenthalt in der Stube quittieren lassen. Der entsprechende Zettel dürfte ja von der Kripo gefunden worden sein.
Wenn das Zimmer wie von ehemaligen Kompanie Angehörigen geschrieben worden ist ein, "Zimmer zur Übernachtung von auswärtigen Fahrern "kann die gefundene DNA von allen möglichen Leuten stammen und muss nicht unbedingt DNA vom Mörder sein. Für mich kann dann "Weber" nicht mehr klar als Täter ausgeschlossen werden.Mea schrieb:Die gefundene Fremd-DNA am Fenster wird mit der DNA von Weber abgeglichen worden sein. Und da er klar ausgeschlossen wurde, wird der Täter wohl jemand anderes sein.
" Er wusste, dass Norbert Wachdienst macht im Gebäude U5 " - damit kann ich mitgehen, aber Ich kann mir nicht vorstellen das der Mörder wusste das "Weber" im Gebäude ist.Mea schrieb:Meinem Eindruck nach - ich wiederhole mich - hat der Täter die Situation genutzt. Er wusste, dass Norbert Wachdienst macht im Gebäude U5. Er wusste auch - denke ich - dass Weber im selben Gebäude im Arrest ist. So kann der Täter von sich ablenken und es gibt direkt einen Verdächtigen.
Mea schrieb:Der Täter hatte selbst einen Schlüssel,
Solche Schlüssel bekommt niemand so einfach nachgemacht, und die Personen die einen Schlüssel Offiziell haben sind bekannt.Mea schrieb:Entweder hat Norbert S. geöffnet oder der Täter hatte einen Schlüssel.
An Stolz können alle möglichen Spuren von "Weber" anhaften, Sie hatten ja Kontakt und Spuren im Zimmer oder am Fenster kann "Weber" mit den Dienst als UvD begründen. ( Kontrollgang ) und dann noch der Kontrollgang nach dem Knall beim Telefonat.Volvic schrieb:Falls es Weber war hatte er Glück und hat keine Spuren gelegt, die ihm zugeordnet werden können. Das ist selten, kommt aber vor.
Sehe ich auch so.Volvic schrieb:Man darf aber nicht vergessen, dass sich ein Opfer wehrt und es eine hochdynamische Situation gewesen sein dürfte. Wenn sich Stolz verteidigt, wegguckt etc. könnte es aus Tätersicht eine Notwendigkeit gegeben haben, häufiger zuzustechen.
Wichtig ist hier aber, dass Norbert den Dienst kurzfristig getauscht hat. Das wäre eine recht spontane Planung gewesenHarald111 schrieb:Er wusste, dass Norbert Wachdienst macht im Gebäude U5 " - damit kann ich mitgehen, aber Ich kann mir nicht vorstellen das der Mörder wusste das "Weber" im Gebäude ist.
Das ist ne ganze Menge.Harald111 schrieb:11 Stiche sind jetzt auch nicht so viele.
Meinst du mit "er" Norbert Stolz? Die EB gehen nicht davon aus, dass Norbert Stolz selbst noch in dem Zimmer am Fenster war. Es handelt sich laut EB um eine Mischspur, die vom Täter dort am Fenster hinterlassen wurde.Volvic schrieb:Da Blut von Stolz festgestellt wurde müsste er entweder nach Beginn des Angriffs selber in dem Zimmer am Fenster gewesen sein - z. B. in Rahmen eines Fluchtversuchs. Das erscheint eher unwahrscheinlich und dann hätten die Ermittler generell Spuren eines Kampfgeschehens vorfinden müssen. Davon ist bisher nicht die Rede. Weil es das nicht gab oder weil die Polizei Täterwissen zurückhält?
Ja das ist ein Punkt.abberline schrieb:Wichtig ist hier aber, dass Norbert den Dienst kurzfristig getauscht hat. Das wäre eine recht spontane Planung gewesen
Wenn ich hier im Forum so über Tötungen mit Stichwaffen lese sind jetzt die 11 Stiche nicht gerade wenig aber auch nicht so die große Ausnahme.abberline schrieb:
Das ist ne ganze Menge.Harald111 schrieb:11 Stiche sind jetzt auch nicht so viele.
Norbert Stolz war anscheinend auch fast 1,90 m und relativ kräftig. Auf den Fotos kam das mMn gar nicht so deutlich rüber.Volvic schrieb:
Kann sein. Man darf aber nicht vergessen, dass sich ein Opfer wehrt und es eine hochdynamische Situation gewesen sein dürfte. Wenn sich Stolz verteidigt, wegguckt etc. könnte es aus Tätersicht eine Notwendigkeit gegeben haben, häufiger zuzustechen.Mea schrieb:Was für mich nicht dazu passt, ist die Anzahl der Stiche: Es waren 11 - heisst für mich, der Täter ist irgendwie durchgedreht.
Shiloh schrieb am 19.06.2025:
Am nächsten Morgen fand der Offizier vom Dienst die blutüberströmte Leiche des 20-Jährigen. Vermutlich hat der Mörder sein Opfer völlig überrascht. Dem 1,89 Meter großen kräftigen Opfer, blieb offenbar keine Chance zur Gegenwehr. Er erhielt einen heftigen Schlag ins Gesicht und wurde dann mit dem Messer angegriffen. Neun Stiche trafen das Opfer in die Brust, zwei in den Arm.Quelle:
https://www.rundschau-online.de/koeln/mordfall-norbert-stolz-in-koeln-anrufer-bei-aktenzeichen-xy-ungeloest-gibt-neuen-hinweis-979688
Norbert ist schon groß, als relativ kräftig würde ich ihn nicht unbedingt bezeichnen.Shiloh schrieb:Norbert Stolz war anscheinend auch fast 1,90 m und relativ kräftig. Auf den Fotos kam das mMn gar nicht so deutlich rüber.
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Original anzeigen (2,6 MB)Oder es gab auch anderswo Blutspuren, diese sind uns nur nicht bekannt.Kuno426 schrieb am 23.03.2026:Deshalb hatte ich überlegt, dass der Täter vllt nur seine blutbefleckte Kleidung durchs Fenster hinunter (ins Gebüsch?) geworfen ha
Da das die Gästestube und nicht das GvD Zimmer war, stellen sich natürlich Fragen. Ich geh mal davon aus, dass Norbert nicht im Gästezimmer war, was hätte er da gewollt? Täter überraschen? Was hätte jemand da gewollt? Betten und leerer Spind und Tisch, mehr ist doch da nicht, wenn die Stube unbelegt ist.Sherlock_H schrieb:Es wird berichtet, dass in dem Zimmer, dessen Fenster geöffnet war, am Fensterrahmen eine "Mischspur" aus dem Blut des Opfers und aus fremder und bisher unbekannter DNA gefunden wurde.
@abberline:abberline schrieb:Hätte der Schlüssel zur Eingangstür des Blocks auf dem Tisch gelegen oder am Schlüsselbrett gehangen, hätte ein Täter ganz normal zur Tür rausspazieren können. Hätte niemanden interessiert
Zum Thema "Gäste" hatte @EST ja schon mal einige Hinweise gegeben.abberline schrieb:Da das die Gästestube und nicht das GvD Zimmer war, stellen sich natürlich Fragen.
EST schrieb am 07.03.2025:Übrigens enthielt die Kaserne Butzweiler Hof in Köln-Ossendorf nicht nur Soldaten und Zivilisten. Es hat auch Unterkünfte gegeben, in denen Bundeswehrangehörige (z.B. Lkw-Fahrer aus fremden Kasernen) nächtigen durften. Eine Zeitlang hatte ich auch die Aufgabe, Buchungen entgegenzunehmen, rechtzeitig diese Unterkünfte aufzusuchen und bettfertig zu machen. Der nächtigende kam später dann und hat den Schlüssel abgeholt - soweit ich weiß bei uns in der Kompanie an der Pforte, also beim UvD.
EST schrieb am 28.04.2025:Meistens wurden die Gäste aber in einem anderen Gebäude untergebracht, aber ich glaube, in unserem Gebäude der 2./805 waren auch Übernachtungsgäste.
Also von vornherein übernachtete ein Gast nicht unbemerkt, da es ja gebucht und hinterlegt war. Das Verwischen der Spuren wäre meiner Meinung nach nur möglich, wenn der Täter im UvD-Zimmer alle Nachweise verschwinden lässt, die zum einen auf eine gebuchte Übernachtung hinweisen und zum anderen auf genau diese Person (die dann ja zum Täter wurde). Zu der Zeit damals wurden diese Buchungen nicht in Computern vermerkt sondern auf Zetteln.
Trügt mich meine Erinnerung? War Stuben- und Revierdienst nicht vor dem Wochenende? Und was haben die Oberlichter mit der Reinigung zu tun?Harald111 schrieb:Die meisten Fotos sind wahrscheinlich erst am Montag nach Dienst beginn aufgenommen worden, meistens wird da erst einmal Revier Reinigung Befohlen daher wahrscheinlich die gekippten Oberlichter.
Genau, das wollte ich damit sagen. Die Blutspur am Fenster wird nicht von Norbert selber gelegt worden sein.Shiloh schrieb:Meinst du mit "er" Norbert Stolz? Die EB gehen nicht davon aus, dass Norbert Stolz selbst noch in dem Zimmer am Fenster war. Es handelt sich laut EB um eine Mischspur, die vom Täter dort am Fenster hinterlassen wurde.
Sehe ich ebenso. Es gibt Morde mit weniger Stichen, aber man hat auch schon von Übertötungen mit 100+ Stichen gehört.Harald111 schrieb:Wenn ich hier im Forum so über Tötungen mit Stichwaffen lese sind jetzt die 11 Stiche nicht gerade wenig aber auch nicht so die große Ausnahme.
Du vergisst die Kellertür…abberline schrieb:Hätte der Schlüssel zur Eingangstür des Blocks auf dem Tisch gelegen oder am Schlüsselbrett gehangen, hätte ein Täter ganz normal zur Tür rausspazieren können. Hätte niemanden interessiert, da theoretisch jeder aus dem Block zum pennen in die Kaserne könnte und das Loch im Zaun der Wache als Abkürzung vermutlich bekannt war.
Aus dem Fenster klettern wäre auffälliger.
Wenn Norbert den Eingangsschlüssel jedoch in der Tasche gehabt hätte (weil er kurz vorher jemanden reinließ?), hätte ein Täter ohne Handschuhe in Norberts Taschen wühlen müssen. Das hätte Spuren hinterlassen, also besser zum Fenster raus?
Darüber würde nichts gesagt.Sherlock_H schrieb:Wo sind denn überhaupt die Schlüssel zur Eingangstür des Gebäudes (und ggf. noch andere Schlüssel am Schlüsselbund) geblieben?
Ich hatte den öfter in der Tasche. So voluminös war da nix. Halt ein Schlüssel mit so einem Metallanhänger, zumindest bei uns.Sherlock_H schrieb:Je voluminöser der Schlüsselbund war, desto unwahrscheinlicher war es, dass NSt ihn seiner Hosentasche hat.
Das glaub ich auch nicht.Volvic schrieb:Die Blutspur am Fenster wird nicht von Norbert selber gelegt worden sein.
Nö, das wäre eine Möglichkeit. Zur Haustür raus wäre ebenfalls völlig unauffällig gewesen, da die Löcher im Zaun als Abkürzung bekannt wären. Und am WE nachts eintrudelnde Soldaten, die von einer Party kommen etc, wäre nicht ungewöhnlich. In der Kaserne zwar selten, weil in der Nähe nix war. Aber ein Soldat in Zivil, der nachts zur Tür rein- oder rausgeht, wäre auch nicht aufgefallen. Ist, wie gesagt, auch nur eine Variante. Keller eine andere etcVolvic schrieb:vergisst die Kellertür…
Bei uns war das immer Donnerstags Vormittag. Freitags fuhren alle heim. Montags war ich nach der Grundi quasi nie in der Stube.sallomaeander schrieb:War Stuben- und Revierdienst nicht vor dem Wochenende? Und was haben die Oberlichter mit der Reinigung zu tun?
Shiloh schrieb:Meinst du mit "er" Norbert Stolz? Die EB gehen nicht davon aus, dass Norbert Stolz selbst noch in dem Zimmer am Fenster war. Es handelt sich laut EB um eine Mischspur, die vom Täter dort am Fenster hinterlassen wurde.
Meine Nachfrage war, weil sich dein Beitrag (s.u.) vorhin so las, als ob du es für immer noch für möglich (aber eher unwahrscheinlich) hältst, dass Norbert Stolz noch in diesem Raum am Fenster war. Ich denke, das ist komplett ohne Zweifel auszuschliessen.Volvic schrieb:Genau, das wollte ich damit sagen. Die Blutspur am Fenster wird nicht von Norbert selber gelegt worden sein.
Volvic schrieb:Da Blut von Stolz festgestellt wurde müsste er entweder nach Beginn des Angriffs selber in dem Zimmer am Fenster gewesen sein - z. B. in Rahmen eines Fluchtversuchs. Das erscheint eher unwahrscheinlich und dann hätten die Ermittler generell Spuren eines Kampfgeschehens vorfinden müssen. Davon ist bisher nicht die Rede. Weil es das nicht gab oder weil die Polizei Täterwissen zurückhält?