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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

3.557 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

10.06.2026 um 21:43
Zitat von MeaMea schrieb:Sieht irgendwie merkwürdig aus auf den Fotos, dass die Oberlichter überall im Gebäude offen sind.
Alle Oberlichter offen -> Durchzug -> Tür ?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

10.06.2026 um 22:14
Zitat von ESTEST schrieb:Aber wenn Norbert ja bis spät nachmittags bzw. abends Stapler gefahren hat und der Arrestant den Dienst vertretungsweise ausübte müsste dieser den Täter reingelassen haben. Es sei denn, der Täter ist durch den Keller eingedrungen (aber dann wäre er eher im Keller im Raum gelandet, dessen Innentüre normalerweise verschlossen war
Zum Zeitpunkt der Tat - wahrscheinlich nach 22 Uhr - war ja Norbert S. derjenige, der den Wachdienst ausgeübt hat. Schütze Weber musste sich ja bei ihm den Aufenthalt in der Stube quittieren lassen. Der entsprechende Zettel dürfte ja von der Kripo gefunden worden sein.
Die gefundene Fremd-DNA am Fenster wird mit der DNA von Weber abgeglichen worden sein. Und da er klar ausgeschlossen wurde, wird der Täter wohl jemand anderes sein.

Wenn Norbert S. - wie im FF berichtet - 2 Rundgänge gemacht hat, waren alle Türen und Fenster verschlossen. Vielleicht ist der Täter über die offene Kellertür rein - vielleicht hatte er von der Meldung nachmittags etwas mitbekommen und wusste, dass dort offen ist - und hat sich irgendwann einfach einschließen lassen (und vor Norbert versteckt). Andere Möglichkeit: Der Täter hatte selbst einen Schlüssel, die offene Kellertür passt ihm gut, damit jeder denkt, er sei über diesen Weg ins Gebäude. Und damit es nicht auffällt, öffnet der Täter einfach das Fenster der leeren Stube, damit es so aussieht, als sei er dort raus.

Meinem Eindruck nach - ich wiederhole mich - hat der Täter die Situation genutzt. Er wusste, dass Norbert Wachdienst macht im Gebäude U5. Er wusste auch - denke ich - dass Weber im selben Gebäude im Arrest ist. So kann der Täter von sich ablenken und es gibt direkt einen Verdächtigen. Das Telefonkabel schneidet er durch, so kann keine Hilfe geholt werden kann. Der Täter weiß, dass er für die Tat theoretisch bis um 6 Uhr am nächsten Morgen (bis der Wachoffizier vorbei kommt), Zeit hat. Der Täter kennt die Kaserne und die Abläufe, weiß, wo er ein Messer auf dem Gelände her bekommen kann. Hätte er eine Bw-Waffe genommen, hätte das Rückschlüsse zugelassen.
Was für mich nicht dazu passt, ist die Anzahl der Stiche: Es waren 11 - heisst für mich, der Täter ist irgendwie durchgedreht. Weil er schon lange Wut hatte? Aber warum? Und warum auf Norbert? Und was auch nicht passt, ist, dass ausgerechnet die Wachstube nicht verschlossen war. Entweder hat Norbert S. geöffnet oder der Täter hatte einen Schlüssel.

Die 11 Stiche waren vermutlich nicht geplant. Für die Tötung hätten auch deutlich weniger Stiche gereicht.

Die Obduktion müsste ja den genauen Tathergang rekonstruiert haben. Mich würde interessieren, ob Norbert liegend und im Schlaf/dösend überrascht wurde oder ob er aufgestanden ist, um die Tür zu öffnen und der Täter dann zugeschlagen hat. Das wird die Kripo aber wohl nicht preis geben.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

10.06.2026 um 22:18
In der Aktenzeichen-Sendung letztes Jahr hat sich ja ein Anrufer gemeldet und behauptet, es sei noch eine 3. Person im Gebäude gewesen...


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10.06.2026 um 22:19
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Alle Oberlichter offen -> Durchzug -> Tür ?[/quote

Ja, vielleicht so...



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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

11.06.2026 um 01:15
Zitat von MeaMea schrieb:Die gefundene Fremd-DNA am Fenster wird mit der DNA von Weber abgeglichen worden sein. Und da er klar ausgeschlossen wurde, wird der Täter wohl jemand anderes sein.
Ich weiß nicht so recht. Da das nicht Webers Stube war aber sich andere Leute in den Raum aufgehalten haben überrascht erstmal nicht, dass Fremd-DNA vorgefunden wurde.

Da Blut von Stolz festgestellt wurde müsste er entweder nach Beginn des Angriffs selber in dem Zimmer am Fenster gewesen sein - z. B. in Rahmen eines Fluchtversuchs. Das erscheint eher unwahrscheinlich und dann hätten die Ermittler generell Spuren eines Kampfgeschehens vorfinden müssen. Davon ist bisher nicht die Rede. Weil es das nicht gab oder weil die Polizei Täterwissen zurückhält?

Oder ein anderer Täter war dort.

Falls es Weber war hatte er Glück und hat keine Spuren gelegt, die ihm zugeordnet werden können. Das ist selten, kommt aber vor.
Zitat von MeaMea schrieb:Was für mich nicht dazu passt, ist die Anzahl der Stiche: Es waren 11 - heisst für mich, der Täter ist irgendwie durchgedreht.
Kann sein. Man darf aber nicht vergessen, dass sich ein Opfer wehrt und es eine hochdynamische Situation gewesen sein dürfte. Wenn sich Stolz verteidigt, wegguckt etc. könnte es aus Tätersicht eine Notwendigkeit gegeben haben, häufiger zuzustechen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

11.06.2026 um 15:51
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Oder waren damit auch Pflichten verbunden? Befand sich Weber bei seiner Vertretung im Dienstzimmer / beim Schlüsselbrett?
Er war die UvD Vertretung von Stolz, mit allen Pflichten ich gehe davon aus das "Weber" vollen Zugriff auf alles im UvD Zimmer hatte solange Er Stolz vertreten hat.
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Aber die fehlende Unterschrift bleibt für mich ein kritischer Punkt.
Für mich auch. Die Aussage mit der Unterschrift am nächsten Morgen ist für mich sehr unglaubwürdig.
Zitat von MeaMea schrieb:
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Die Bilder stammen aus dem hier kürzlich verlinkten ZDF-Bericht.
Sieht irgendwie merkwürdig aus auf den Fotos, dass die Oberlichter überall im Gebäude offen sind
Die meisten Fotos sind wahrscheinlich erst am Montag nach Dienst beginn aufgenommen worden, meistens wird da erst einmal Revier Reinigung Befohlen daher wahrscheinlich die gekippten Oberlichter.
Ich kann mir nicht vorstellen das die Oberlichter das gesamte Wochenende offen gestanden sind.
Zitat von MeaMea schrieb:Zum Zeitpunkt der Tat - wahrscheinlich nach 22 Uhr - war ja Norbert S. derjenige, der den Wachdienst ausgeübt hat. Schütze Weber musste sich ja bei ihm den Aufenthalt in der Stube quittieren lassen. Der entsprechende Zettel dürfte ja von der Kripo gefunden worden sein.
Wahrscheinlich wurde der Zettel im UvD Zimmer gefunden, aber ohne die 22 Uhr Unterschrift.
Zitat von MeaMea schrieb:Die gefundene Fremd-DNA am Fenster wird mit der DNA von Weber abgeglichen worden sein. Und da er klar ausgeschlossen wurde, wird der Täter wohl jemand anderes sein.
Wenn das Zimmer wie von ehemaligen Kompanie Angehörigen geschrieben worden ist ein, "Zimmer zur Übernachtung von auswärtigen Fahrern "kann die gefundene DNA von allen möglichen Leuten stammen und muss nicht unbedingt DNA vom Mörder sein. Für mich kann dann "Weber" nicht mehr klar als Täter ausgeschlossen werden.
Zitat von MeaMea schrieb:Meinem Eindruck nach - ich wiederhole mich - hat der Täter die Situation genutzt. Er wusste, dass Norbert Wachdienst macht im Gebäude U5. Er wusste auch - denke ich - dass Weber im selben Gebäude im Arrest ist. So kann der Täter von sich ablenken und es gibt direkt einen Verdächtigen.
" Er wusste, dass Norbert Wachdienst macht im Gebäude U5 " - damit kann ich mitgehen, aber Ich kann mir nicht vorstellen das der Mörder wusste das "Weber" im Gebäude ist.
Damit wäre der Mörder wissentlich ein gewaltiges Risiko eingegangen.
-"Weber" bekommt etwas von dem Mord oder einer Auseinandersetzung mit und wäre ein möglicher Zeuge der den Täter erkennen könnte.
-"Weber" bekommt etwas mit und eilt zu Hilfe, dem Täter stehen dann zwei Soldaten gegenüber.
-"Weber bekommt etwas mit und holt Hilfe, schlägt Alarm, rennt zum nächsten UvD oder zur Wache, oder drückt einfach den Feuermelder.
Dem Täter steht dann in kurzer Zeit eine Bewaffnete Wache gegenüber, möglicherweise ist dann die halbe Kaserne in Aufruhr, noch mehr mögliche Zeugen die den Täter erkennen könnten und seinen Fluchtweg .
Zitat von MeaMea schrieb:Der Täter hatte selbst einen Schlüssel,
Zitat von MeaMea schrieb:Entweder hat Norbert S. geöffnet oder der Täter hatte einen Schlüssel.
Solche Schlüssel bekommt niemand so einfach nachgemacht, und die Personen die einen Schlüssel Offiziell haben sind bekannt.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Falls es Weber war hatte er Glück und hat keine Spuren gelegt, die ihm zugeordnet werden können. Das ist selten, kommt aber vor.
An Stolz können alle möglichen Spuren von "Weber" anhaften, Sie hatten ja Kontakt und Spuren im Zimmer oder am Fenster kann "Weber" mit den Dienst als UvD begründen. ( Kontrollgang ) und dann noch der Kontrollgang nach dem Knall beim Telefonat.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Man darf aber nicht vergessen, dass sich ein Opfer wehrt und es eine hochdynamische Situation gewesen sein dürfte. Wenn sich Stolz verteidigt, wegguckt etc. könnte es aus Tätersicht eine Notwendigkeit gegeben haben, häufiger zuzustechen.
Sehe ich auch so.
11 Stiche sind jetzt auch nicht so viele.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

11.06.2026 um 16:01
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Er wusste, dass Norbert Wachdienst macht im Gebäude U5 " - damit kann ich mitgehen, aber Ich kann mir nicht vorstellen das der Mörder wusste das "Weber" im Gebäude ist.
Wichtig ist hier aber, dass Norbert den Dienst kurzfristig getauscht hat. Das wäre eine recht spontane Planung gewesen
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:11 Stiche sind jetzt auch nicht so viele.
Das ist ne ganze Menge.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

11.06.2026 um 16:15
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Da Blut von Stolz festgestellt wurde müsste er entweder nach Beginn des Angriffs selber in dem Zimmer am Fenster gewesen sein - z. B. in Rahmen eines Fluchtversuchs. Das erscheint eher unwahrscheinlich und dann hätten die Ermittler generell Spuren eines Kampfgeschehens vorfinden müssen. Davon ist bisher nicht die Rede. Weil es das nicht gab oder weil die Polizei Täterwissen zurückhält?
Meinst du mit "er" Norbert Stolz? Die EB gehen nicht davon aus, dass Norbert Stolz selbst noch in dem Zimmer am Fenster war. Es handelt sich laut EB um eine Mischspur, die vom Täter dort am Fenster hinterlassen wurde.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

11.06.2026 um 16:22
Zitat von abberlineabberline schrieb:Wichtig ist hier aber, dass Norbert den Dienst kurzfristig getauscht hat. Das wäre eine recht spontane Planung gewesen
Ja das ist ein Punkt.
Mir ist es weiter oben darauf angekommen wenn es denn ein geplanter Mord gewesen sein könnte das der Täter wusste wo Stolz zu dem Zeitpunkt anzutreffen ist, ich aber nicht davon ausgehe das der Täter wusste das auch "Weber" in der Kompanie ist.
Ich persönlich gehe von keiner geplanten Tat aus.
Zitat von abberlineabberline schrieb:
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:11 Stiche sind jetzt auch nicht so viele.
Das ist ne ganze Menge.
Wenn ich hier im Forum so über Tötungen mit Stichwaffen lese sind jetzt die 11 Stiche nicht gerade wenig aber auch nicht so die große Ausnahme.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

11.06.2026 um 16:24
Zitat von VolvicVolvic schrieb:
Zitat von MeaMea schrieb:Was für mich nicht dazu passt, ist die Anzahl der Stiche: Es waren 11 - heisst für mich, der Täter ist irgendwie durchgedreht.
Kann sein. Man darf aber nicht vergessen, dass sich ein Opfer wehrt und es eine hochdynamische Situation gewesen sein dürfte. Wenn sich Stolz verteidigt, wegguckt etc. könnte es aus Tätersicht eine Notwendigkeit gegeben haben, häufiger zuzustechen.
Norbert Stolz war anscheinend auch fast 1,90 m und relativ kräftig. Auf den Fotos kam das mMn gar nicht so deutlich rüber.
Zitat von ShilohShiloh schrieb am 19.06.2025:
Am nächsten Morgen fand der Offizier vom Dienst die blutüberströmte Leiche des 20-Jährigen. Vermutlich hat der Mörder sein Opfer völlig überrascht. Dem 1,89 Meter großen kräftigen Opfer, blieb offenbar keine Chance zur Gegenwehr. Er erhielt einen heftigen Schlag ins Gesicht und wurde dann mit dem Messer angegriffen. Neun Stiche trafen das Opfer in die Brust, zwei in den Arm.
Quelle:
https://www.rundschau-online.de/koeln/mordfall-norbert-stolz-in-koeln-anrufer-bei-aktenzeichen-xy-ungeloest-gibt-neuen-hinweis-979688



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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

11.06.2026 um 17:08
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Norbert Stolz war anscheinend auch fast 1,90 m und relativ kräftig. Auf den Fotos kam das mMn gar nicht so deutlich rüber.
Norbert ist schon groß, als relativ kräftig würde ich ihn nicht unbedingt bezeichnen.



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Ein wirklich sehr sympathischer junger Mann!



Bildquelle: ZDF/Polizei Köln


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

11.06.2026 um 18:04
Zu dem Begriff "Mischspur":
Es wird berichtet, dass in dem Zimmer, dessen Fenster geöffnet war, am Fensterrahmen eine "Mischspur" aus dem Blut des Opfers und aus fremder und bisher unbekannter DNA gefunden wurde.

Mir ist eines nicht klar: Wenn ich ganz normal einen Fenstergriff anfasse und dabei ein paar Hautschuppen darauf zurücklasse, danach fasst jemand mit einem Handschuh, auf dem sich das Blut eines Dritten befindet, diesen Fenstergriff an, sodass sich meine Hautschuppen und das Blut des Dritten vermischen, ergibt sich dann eine Mischspur aus meiner DNA und der DNA eines Dritten?

Oder anders gefragt: Bin ich dann höchst tatverdächtig?

Da "Weber" zeitweise und stellvertretend GvD war, war sicher seine DNA überall im GvD-Zimmer zu finden. Wurde er nur deshalb entlastet, weil seine DNA nicht in der Mischspur am Fensterrahmen enthalten war?

In einem früheren Beitrag habe ich mich gefragt, warum keine Blutspuren auf dem Weg zu diesem Fenster, also z.B. an der Stubentüre, vorhanden waren. @Kuno426 hat dazu eine Erklärung angeboten:
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb am 23.03.2026:Deshalb hatte ich überlegt, dass der Täter vllt nur seine blutbefleckte Kleidung durchs Fenster hinunter (ins Gebüsch?) geworfen ha
Oder es gab auch anderswo Blutspuren, diese sind uns nur nicht bekannt.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

11.06.2026 um 18:26
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Es wird berichtet, dass in dem Zimmer, dessen Fenster geöffnet war, am Fensterrahmen eine "Mischspur" aus dem Blut des Opfers und aus fremder und bisher unbekannter DNA gefunden wurde.
Da das die Gästestube und nicht das GvD Zimmer war, stellen sich natürlich Fragen. Ich geh mal davon aus, dass Norbert nicht im Gästezimmer war, was hätte er da gewollt? Täter überraschen? Was hätte jemand da gewollt? Betten und leerer Spind und Tisch, mehr ist doch da nicht, wenn die Stube unbelegt ist.
Also Spuren vom Kampf im GvD Zimmer und dann Fenster geöffnet? Würde dafür sprechen, dass der Täter keine Handschuhe trug. Siehe auch Schlüssel. Hätte der Schlüssel zur Eingangstür des Blocks auf dem Tisch gelegen oder am Schlüsselbrett gehangen, hätte ein Täter ganz normal zur Tür rausspazieren können. Hätte niemanden interessiert, da theoretisch jeder aus dem Block zum pennen in die Kaserne könnte und das Loch im Zaun der Wache als Abkürzung vermutlich bekannt war.
Aus dem Fenster klettern wäre auffälliger.
Wenn Norbert den Eingangsschlüssel jedoch in der Tasche gehabt hätte (weil er kurz vorher jemanden reinließ?), hätte ein Täter ohne Handschuhe in Norberts Taschen wühlen müssen. Das hätte Spuren hinterlassen, also besser zum Fenster raus?
Nur eins von vielen Gedankenspielen. Kein Anspruch auf Fakt.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

11.06.2026 um 18:40
Zitat von abberlineabberline schrieb:Hätte der Schlüssel zur Eingangstür des Blocks auf dem Tisch gelegen oder am Schlüsselbrett gehangen, hätte ein Täter ganz normal zur Tür rausspazieren können. Hätte niemanden interessiert
@abberline:
Anders ist der Fall, wenn der Täter in der Kaserne bleiben muss (das wäre der Fall, wenn "Weber" der Täter wäre). Dann muss von ihm vorgetäuscht werden, dass der Täter das Kasernengebäude verlassen hat.

Wo sind denn überhaupt die Schlüssel zur Eingangstür des Gebäudes (und ggf. noch andere Schlüssel am Schlüsselbund) geblieben? Je voluminöser der Schlüsselbund war, desto unwahrscheinlicher war es, dass NSt ihn seiner Hosentasche hat.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

11.06.2026 um 18:42
@Sherlock_H
Sicher, aber der wurde vermutlich als erster überprüft


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11.06.2026 um 19:39
Zitat von abberlineabberline schrieb:Da das die Gästestube und nicht das GvD Zimmer war, stellen sich natürlich Fragen.
Zum Thema "Gäste" hatte @EST ja schon mal einige Hinweise gegeben.
Zitat von ESTEST schrieb am 07.03.2025:Übrigens enthielt die Kaserne Butzweiler Hof in Köln-Ossendorf nicht nur Soldaten und Zivilisten. Es hat auch Unterkünfte gegeben, in denen Bundeswehrangehörige (z.B. Lkw-Fahrer aus fremden Kasernen) nächtigen durften. Eine Zeitlang hatte ich auch die Aufgabe, Buchungen entgegenzunehmen, rechtzeitig diese Unterkünfte aufzusuchen und bettfertig zu machen. Der nächtigende kam später dann und hat den Schlüssel abgeholt - soweit ich weiß bei uns in der Kompanie an der Pforte, also beim UvD.
Zitat von ESTEST schrieb am 28.04.2025:Meistens wurden die Gäste aber in einem anderen Gebäude untergebracht, aber ich glaube, in unserem Gebäude der 2./805 waren auch Übernachtungsgäste.

Also von vornherein übernachtete ein Gast nicht unbemerkt, da es ja gebucht und hinterlegt war. Das Verwischen der Spuren wäre meiner Meinung nach nur möglich, wenn der Täter im UvD-Zimmer alle Nachweise verschwinden lässt, die zum einen auf eine gebuchte Übernachtung hinweisen und zum anderen auf genau diese Person (die dann ja zum Täter wurde). Zu der Zeit damals wurden diese Buchungen nicht in Computern vermerkt sondern auf Zetteln.



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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

11.06.2026 um 22:42
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Die meisten Fotos sind wahrscheinlich erst am Montag nach Dienst beginn aufgenommen worden, meistens wird da erst einmal Revier Reinigung Befohlen daher wahrscheinlich die gekippten Oberlichter.
Trügt mich meine Erinnerung? War Stuben- und Revierdienst nicht vor dem Wochenende? Und was haben die Oberlichter mit der Reinigung zu tun?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

12.06.2026 um 02:53
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Meinst du mit "er" Norbert Stolz? Die EB gehen nicht davon aus, dass Norbert Stolz selbst noch in dem Zimmer am Fenster war. Es handelt sich laut EB um eine Mischspur, die vom Täter dort am Fenster hinterlassen wurde.
Genau, das wollte ich damit sagen. Die Blutspur am Fenster wird nicht von Norbert selber gelegt worden sein.
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Wenn ich hier im Forum so über Tötungen mit Stichwaffen lese sind jetzt die 11 Stiche nicht gerade wenig aber auch nicht so die große Ausnahme.
Sehe ich ebenso. Es gibt Morde mit weniger Stichen, aber man hat auch schon von Übertötungen mit 100+ Stichen gehört.

11 Stiche zeugen von einem Täter, der offensichtlich nicht „unüberlegt“ agiert und dann schnell erschrocken aufgehört hat. Es spricht für eine klare Tötungsabsicht.

Falls Norbert sich gewehrt hat - wovon anfangs auszugehen ist - „musste“ der Täter zustechen bis Norbert kampfunfähig, bewusstlos oder tot war.

Dabei finde ich 11 Stiche nicht auffallend viel sondern situationsbedingt nachvollziehbar.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Hätte der Schlüssel zur Eingangstür des Blocks auf dem Tisch gelegen oder am Schlüsselbrett gehangen, hätte ein Täter ganz normal zur Tür rausspazieren können. Hätte niemanden interessiert, da theoretisch jeder aus dem Block zum pennen in die Kaserne könnte und das Loch im Zaun der Wache als Abkürzung vermutlich bekannt war.
Aus dem Fenster klettern wäre auffälliger.
Wenn Norbert den Eingangsschlüssel jedoch in der Tasche gehabt hätte (weil er kurz vorher jemanden reinließ?), hätte ein Täter ohne Handschuhe in Norberts Taschen wühlen müssen. Das hätte Spuren hinterlassen, also besser zum Fenster raus?
Du vergisst die Kellertür…

Es gibt die Vermutung einiger Foristen, dass man trotz geöffneter Kellertür möglicherweise nicht ins Gebäude gelangen konnte weil es weitere, verschlossene Etagentüren oder abgesperrte Kellerbereiche gab, also keinen freien Zugang ins ganze Gebäude.

Nicht vergessen darf man, dass die Kellertür auf einer anderen Gebäudeseite lag als der Haupteingang und das Fenster mit den Blutspuren. Außerdem auf der Rückseite des Gebäudes, aus Richtung des hauptsächlichen Kasernenareals nicht einsehbar. Obendrein genau Richtung Loch im Außenzaun.

Eindringen oder Flucht durch diese Kellertür wäre für den Täter sehr smart gewesen weil er hier besonders versteckt hätte kommen und gehen können.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

12.06.2026 um 04:09
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Wo sind denn überhaupt die Schlüssel zur Eingangstür des Gebäudes (und ggf. noch andere Schlüssel am Schlüsselbund) geblieben?
Darüber würde nichts gesagt.
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Je voluminöser der Schlüsselbund war, desto unwahrscheinlicher war es, dass NSt ihn seiner Hosentasche hat.
Ich hatte den öfter in der Tasche. So voluminös war da nix. Halt ein Schlüssel mit so einem Metallanhänger, zumindest bei uns.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Die Blutspur am Fenster wird nicht von Norbert selber gelegt worden sein.
Das glaub ich auch nicht.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:vergisst die Kellertür…
Nö, das wäre eine Möglichkeit. Zur Haustür raus wäre ebenfalls völlig unauffällig gewesen, da die Löcher im Zaun als Abkürzung bekannt wären. Und am WE nachts eintrudelnde Soldaten, die von einer Party kommen etc, wäre nicht ungewöhnlich. In der Kaserne zwar selten, weil in der Nähe nix war. Aber ein Soldat in Zivil, der nachts zur Tür rein- oder rausgeht, wäre auch nicht aufgefallen. Ist, wie gesagt, auch nur eine Variante. Keller eine andere etc
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:War Stuben- und Revierdienst nicht vor dem Wochenende? Und was haben die Oberlichter mit der Reinigung zu tun?
Bei uns war das immer Donnerstags Vormittag. Freitags fuhren alle heim. Montags war ich nach der Grundi quasi nie in der Stube.
Kann sein,dass das woanders anders war.
Was die Oberlichter damit zu tun haben,weiss ich nicht.Vielleicht mussten die dort nach dem Reinigen offen sein? Oder es war einfach warm?


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12.06.2026 um 06:29
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Meinst du mit "er" Norbert Stolz? Die EB gehen nicht davon aus, dass Norbert Stolz selbst noch in dem Zimmer am Fenster war. Es handelt sich laut EB um eine Mischspur, die vom Täter dort am Fenster hinterlassen wurde.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Genau, das wollte ich damit sagen. Die Blutspur am Fenster wird nicht von Norbert selber gelegt worden sein.
Meine Nachfrage war, weil sich dein Beitrag (s.u.) vorhin so las, als ob du es für immer noch für möglich (aber eher unwahrscheinlich) hältst, dass Norbert Stolz noch in diesem Raum am Fenster war. Ich denke, das ist komplett ohne Zweifel auszuschliessen.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Da Blut von Stolz festgestellt wurde müsste er entweder nach Beginn des Angriffs selber in dem Zimmer am Fenster gewesen sein - z. B. in Rahmen eines Fluchtversuchs. Das erscheint eher unwahrscheinlich und dann hätten die Ermittler generell Spuren eines Kampfgeschehens vorfinden müssen. Davon ist bisher nicht die Rede. Weil es das nicht gab oder weil die Polizei Täterwissen zurückhält?



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