Aus diesem Fall wird man sicherlich gelernt haben,
@GrafOskar, zumal das ja nicht die einzige Ungereimtheit bzw Kontamination im Fall Böhnhardt/Mundlos war (Wattestäbchen zB).
Die DNA-Spuren wurden ja erst 2025 im Fall von Marion Baier gesichert, und ich meine 2023 im Fall von Sonja Hurler. Zudem gibt es mehrere forensische Labore der Polizei in Bayern.
Was mich gerade beim Lesen eines anderen Artikels aufhorchen hat lassen, ist dieser Abschnitt hier (Hervorherbung durch mich):
Gab es weitere Morde?
Um mehr Hinweise zu bekommen, wenden sich die Ermittler nun in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY… ungelöst» an die Bevölkerung aus dem Raum Kempten und in der Region rund um Zirndorf und Oberasbach.
Profiler - also Fallanalytiker - aus München schauen sich die beiden Mordfälle nach Angaben von Konrad ebenfalls genau an und vergleichen diese mit anderen Fällen aus den Datenbanken. Dabei analysieren sie unter anderem, wie der Täter bei den Morden vorging und wie er seine Opfer auswählte. Möglicherweise gebe es Überschneidungen mit weiteren Taten, sagte Konrad.
Quelle:
https://www.fraenkischertag.de/ueberregional/bayern/ungeklaerte-maedchen-morde-fuehrt-dna-spur-zum-taeter-art-512702Auch die SZ berichtet davon:
Zwei Cold Cases also und mutmaßlich ein Täter – wobei die Ermittler nicht ausschließen wollen, dass diesem noch weitere Taten zuzurechnen sind. Zurzeit gehen Spezialisten aus München dieser Möglichkeit nach und untersuchen Altfälle aus ganz Deutschland und Europa. Besondere Beachtung schenken dürften sie den augenfälligen Parallelen der Morde an Marion Baier und Sonja Hurler: zwei ähnlich alte Opfer, beide mutmaßlich getötet im Zusammenhang mit einem Sexualverbrechen. Und, vielleicht Zufall: beide nach einem Fest.
Und:
Frühere Verdächtige im Fall Marion Baiers würden jedenfalls erneut überprüft, sagt Kriminalhauptkommissar Frühwald.
Mehrere Festnahmen gab es ihm zufolge, eine davon sieben Jahre nach der Tat, wie im September 1980 in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war: Ein damals 21-Jähriger hatte demnach auf einem Zettel notiert, eine Zwölfjährige aus Nürnberg und eine 15-Jährige aus der Region Köln getötet zu haben – den Zettel fanden Polizisten zufällig, als sie seine Wohnung wegen Betrugsvorwürfen durchsuchten. Nach seiner Festnahme bestritt der junge Mann die Tat, er kam frei.
Quelle für beide Zitate:
https://archive.ph/L5WTD#selection-817.0-817.519Das wäre so richtig übel, wenn daraus eine Serie werden würde, und ein Täter jahrzehntelang unentdeckt sein Unwesen treiben konnte.