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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

418 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.01.2026 um 18:52
@dukeofaragon @Agrimony @aliM.

Euch auch ein herzliches Willkommen in diesem Thread! Schön das ihr dabei seid. :Y:
Zitat von 321meins321meins schrieb:Das denke ich auch, Sprachfehler, Moped und roter Helm wären mir zu viele Details für ausgedacht.
Dazu schreibt der User @sooma :
Zitat von soomasooma schrieb:Oder zu viele für nicht ausgedacht?
Ob ausgedacht oder nicht, selbst wenn dieser ominöse Chris(sy) tatsächlich existiert, kann ich mir persönlich nicht vorstellen, dass sich beide schon im Vorfeld getroffen haben und es mehr als nur eine "Schwärmerei" auf Entfernung von ihr war. Wäre Chris(sy) auf die selbe Schule gegangen, man hätte ihn gefunden. Hätte er in näherer Umgebung gewohnt, man hätte herausgefunden, wer gemeint ist. Wenn er von weiter entfernt kam, wie hätte ihn Marion Baier kennenlernen sollen? Die Familie Baier hatte nicht einmal ein Telefon. Es gab kein Internet. Hat sie ihn auf dem Spielplatz getroffen? Wohl kaum. Warum war nie eine Freundin dabei, wenn sie ihn getroffen oder gesehen hat? Für mich klingt das ziemlich unplausibel.

Wenn es diesen Chris(sy) gegeben hat (was absolut vorstellbar ist), dann hat sie ihn vielleicht aus der Ferne beobachtet oder stand mal in der Nähe. Vielleicht hat sie ihn auch mal im Familienurlaub oder so getroffen. Aber wie sollen sie sich verabredet haben? Und warum ging Chris(sy) auf sie als mindestens 15-16 Jähriger überhaupt ein? Im Erwachsenenalter relativiert sich ein Altersunterschied recht schnell. Es gibt über 20 Jährige mit 16 Jährigen Freundinnen. Aber ein 15-16 Jähriger, der mit einer 12 Jährigen was anfangen will? Sowas bleibt ja nicht verborgen auf die Dauer. Ich persönlich kann mir das irgendwie nicht so recht vorstellen.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Hier liegt aber dann doch ein Missverständnis vor. Ich meinte es so, dass eine andere Person als Marion womöglich einvernehmlichen Sex im Porsche hatte, welcher vom Zeugen als "Kampf" interpretiert wurde, aus welchem Grund auch immer.
Oh, ich sehe schon. Das habe ich tatsächlich missverstanden. Asche auf mein Haupt. Dann nehme ich das Geschriebene wieder zurück. Sorry.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Wenn man an Rotlichtmilieu denkt, dann könnte dann die Möglichkeit, dass dies beobachtet werden sollte, auch eine "Marketingstrategie" gewesen sein, auf entsprechende "Angebote" aufmerksam zu machen.
Das ist jetzt aber eine ganz steile These. Ein Zuhälter der bewusst möglichst öffentlich mit sehr jungen Mädchen/Frauen Sex im Auto hat, damit mehr Männer sein(e) Bordell(e) besuchen? Habe ich das so richtig verstanden? Ehrlich gesagt ist das für mich jetzt eine viel zu wilde Spekulation. Zunächst mal gibt es in diesem Ort oder der Umgebung keinen konkreten Hinweis auf Bordelle oder ein Rotlichtmilieu. Klar, in Nürnberg/Fürth gab es sowas bestimmt. Aber warum sollte ein Zuhälter dann am Ortsrand von Oberasbach in einem Baugebiet nachts gegen 02:30 Uhr(!) Sex zu Marketingzwecken haben? Nein, das schließe ich für mich aus.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Insgesamt bin ich sehr im Zweifel, ob dieser Porsche Targa mit Zusatzscheinwerfern und "Dachantenne" (dieser Targa hat aber ein Stoffdach, nach wie vor unklar, wo die Antenne da wie befestigt gewesen sein soll - ja das Bild Nr. 6 habe ich gesehen...) hier fallrelevant ist.
Der Targa hat kein Stoffdach. Es handelt sich um ein festes Dachstück aus Vinyl. So wie es aussieht, wurde die Antenne auf dem Windschutzscheibenrahmen platziert. Nun, der Targa wurde in der Nacht der Tat in unmittelbarer Nähe des Tatortes gesehen. Zudem wurde beobachtet, dass sich im Inneren möglicherweise eine Auseinandersetzung zw. einem Mann und einer Frau stattgefunden hat. Das ist selbstverständlich fallrelevant.
Zitat von dukeofaragondukeofaragon schrieb:Die damaligen 911er waren extrem klein und sind in keinem Fall mit der heutigen 992-Generation des 911er vergleichbar. Also richtigen genussvollen Sex kann ich mir da schwer vorstellen in so einem Auto. Selbst heute ist eine gewisse Akrobatik im 992er nötig Die Farbe ist sehr auffällig und die Zusatzscheinwerfer deuten auf ein strassentaugliches Rallyemodell hin ... eine Kombination, die wirklich ins Auge fällt. Und wie ich über den alten Porscheclub Nürnberg erfahren habe, gab es damals nur eine sehr überschaubare Anzahl an Besitzern solcher Autos
Da möchte ich dir Recht geben. Unter diesen sehr beengten Verhältnissen ist das Auto für so etwas eher ungeeignet. Ich denke deshalb nicht, dass besagter Mann und die Frau durch den Zeugen bei sexuellen Handlungen beobachtet wurden, die dieser fälschlicherweise oder sogar bewusst als "Kampf" interpretierte. Vielmehr gehe ich davon aus, dass -wenn es sich bei der weiblichen Person um Marion gehandelt hätte- um eine plötzliche Eskalation der Situation gehandelt hat. Vielleicht zu dem Zeitpunkt als Marion merkte, dass ihre Mitfahrgelegenheit nicht vorhat sie daheim abzusetzen sondern an ihrem Heim vorbei gefahren ist, könnte sie wehrhaft geworden sein. Der Täter musste das Fahrzeug anhalten und versuchen zu deeskalieren, was ihm nicht gelang. Marion stieg aus, der Täter hinterher, der Rest ist bekannt.
Zitat von dukeofaragondukeofaragon schrieb:mit der Funkanlage konnte man im Rallye-/Rennsport Fahrerkontakt halten und wenn man etwas technisch versiert war auch relativ leicht den Polizeifunk abhören ...
Bei der Antenne handelt es sich mMn nicht um eine Funkantenne. Sofern das Bild stimmig ist, sollte es sich um eine Verstärkerantenne für Radioempfang handeln. Polizeifunk abzuhören war ohnehin mit jedem Radio möglich, sofern es in der Lage war oder man es durch Manipulation am Gerät erreichte, den UKW Bereich unterhalb von 88 Mhz einzustellen. Dort wurde der BOS-Funk unverschlüsselt gesendet. Heute ist das dank Digitalfunk (zumindest für Polizeifunk) nicht mehr möglich.
Zitat von DewDew schrieb:Die Beifahrerin hat vielleicht angekündigt, lieber sofort zu Fuß weiterzugehen, als noch mehr Stunts mitzuerleben und dabei die Tür einen Spalt weit geöffnet, was der entgegenkommende Zeuge nicht sehen konnte.
Auch das ist natürlich vorstellbar. Genauso gut könnte es aber eben auch sein, dass Marion aussteigen und fliehen wollte, weil sie ahnte was der Fahrer mit ihr vor hatte.
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Sind denn diese beiden Fahrzeuge überhaupt noch relevant, bzw. vorrangig zu beachten?
Ich möchte es mal so ausdrücken, es gibt derzeit nicht sehr viele Spuren in dem Fall. Es gibt die Christopherus Medaille, es gibt die Abdrücke der Turnschuhe und die Beobachtungen bzgl. der Fahrzeuge. Dazu die Aussage, dass Marion ggf. Kontakt zu einer unbekannten Person namens Chris(sy) hatte. Jetzt gibt es -ganz neu- wohl auch eine DNA-Spur. Da über das Ergebnis der Ermittlungen bislang nichts veröffentlicht wurde, bleiben alle Spuren für mich erst einmal relevant. Zumindest so lang, bis klar ist, dass sie ausgeschlossen werden können.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Im Auto "rummachen" war absolut legal und wurde darum auch eifrig landauf, landab praktiziert. Wären sie nach Hause gegangen und unverheiratet gewesen, der Hausbesitzer hätte wegen Kuppelei dran sein können.
Der User @dukeofaragon hatte auf die beengten Platzverhältnisse in einem Porsche 911 G-Modell hingewiesen. Tatsächlich stelle ich es mir auch schwierig vor, in diesem Auto mehr als nur Zärtlichkeiten auszutauschen. Deshalb gehe ich inzwischen davon aus, dass in diesem Fall tatsächlich ein Zwischenfall stattgefunden hat und es sich nicht um sexuelle Handlungen im Porsche gehandelt hat.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Unterschiedliche Bekanntenkreise mit unterschiedlichen Haltungen zur Polizei.
Na ja. Ich weiß nicht ob man da nach so einer detaillierten Beschreibung des Chris(sy) auch ohne Mitarbeit dieser "Möcjhtegern-Rocker" etwas hätte rausfinden müssen. Im Normalfall sollte der Typ ermittelbar sein, wenn er zur lokalen Szene gehört.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich halte eine Vorverabredung für zwingend und das Treffen dort wahrscheinlich noch bei Tageslicht oder früher Dunkelheit.
Nach der aktuell bekannten Sachlage halte ich persönlich hier gar nichts für zwingend. Was mir merkwürdig und auch unsinnig erscheint ist z.B. dass Marion ihrer/ihren Freundin(en) nicht erzählt hat, dass sie diesen -sagen wir mal neutral- "Kontakt" noch auf dem Fischereifest treffen möchte. In diesem Alter tauschen beste Freundinnen doch eh fast alles untereinander aus. Das dieser tolle Typ sich mit ihr treffen möchte, wäre doch eine ganz große Sache gewesen in diesem Alter. Warum sollte sie das geheim halten und bei der Verabschiedung von ihrer Freundin auf dem Fest diese sogar noch belügen, in dem sie behauptet zu ihrer Oma zu gehen, obschon sie da nie auftauchte?

Das Fest war öffentlich! Ein Treffen mit ihrem "Kontakt" hätte da ja eh leicht auffliegen können, weil sie da jederzeit gesehen werden konnten. Sie begegnete ja sogar gegen 20 Uhr noch einer anderen Freundin. Da hat doch dieses Heimlichkeit absolut keinen Sinn! Sie wurde dann auch nicht mehr gesehen, weshalb ich denke, dass sie schon kurz nach ihrem zweiten Festbesuch wieder ging und erst dann auf ihren Mörder traf.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Beachtenswert finde ich auch, daß Kempten weiter auf das Umfeld der jugendlichen Rabauken setzt. Es wird von allen Seiten die enge Zusammenarbeit hervorgehoben. Da muß es einen guten, nicht genannten Grund geben, weshalb man trotzdem an den Hugendlichen dranbleibt, denn ganz so jugendlich kann der Täter 1981 nicht mehr gewesen sein.
Das finde ich nicht nur bemerkenswert, sondern kann es derzeit auch nicht nachvollziehen. Wenn die Täter 1981 als jugendlich beschrieben wurden, waren sie 1973 noch Kinder. Das passt nicht. Nochmal, für mich können die Beobachtungen absolut zutreffen. Aber in dem Fall war es eben nicht Sonja Hurler die durch die Straßen geschliffen wurde, sofern es sich bei Sonja Hurler und Marion Baier um ein und denselben Täter handelt.
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Aber hier glaube ich doch eher an eine Verabredung, wobei ich doch an diesen Chris(sy) denke. Ich glaube nicht das sie sich den nur ausgedacht hatte um ihrer Freundin zu imponieren. Das er nicht gefunden wurde, da wäre evtl. meine Vermutung das er in der Gegend nur zu Besuch war, und mit dem Mofa rumkurvte.
Wo soll Chris(sy) denn hergekommen sein, wenn er nur zu Besuch war? Er fuhr offenbar Moped. Da kann sein Wohnort ja auch nicht allzu weit weg gewesen sein. Wie lernten sich dann er und Marion kennen, ohne das es dafür Zeugen gibt? Wie verabredeten sie sich? Die Beiers hatten kein Telefon, Internet gab es nicht, die selbe Schule konnten sie nicht besucht haben, gemeinsame Bekannte konnte es auch nicht wirklich geben, sonst hätte man ihn sicher identifizieren können. Das erschließt sich mir einfach (noch) nicht.
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Chrissy wollte sie begleiten, und wurde dann bei der Baugrube übergriffig.
Bei der Baugrube? Wie soll man da denn übergriffig werden? Im Bausand mit Steinen auf freier Fläche? Da gab es in der Umgebung sicher einige besser geeignete Orte. Z.B. Rohbauten oder Wald. Wenn er dort übergriffig wurde, dann mit dem klaren Vorsatz der Vergewaltigung und nicht mit der Idee Zärtlichkeiten auszutauschen im gegenseitigen Einvernehmen. Dann war das geplant.

Übrigens mal ein interessanter Aspekt: Der sexuelle Missbrauch wurde wegen der teilw. Entkleidung der Leiche nur angenommen. Körperlich festgestellt wurde eine Vergewaltigung scheinbar nicht...
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Darum halte ich den Ort für noch einvernehmlich gewählt (direkter Ortsrand spannend genug für ein frühe Teenagerschwärmerei) und das auch bei Helligkeit oder früher Dunkelheit. Ich theoretisiere, die Sache eskalierte als Marion irgendwann um 22 Uhr herum oder etwas später heim wollte, war ja nur ein paar Minuten zu Fuß von dort aus.
Eher nicht einvernehmlich. Da ist doch nichts. Keine Bank, kein gar nichts. Bausand, Steine, Betonteile...Nee. Da sucht man sich andere Orte. Einen Rohbau, einen Wald mit weichem Boden oder irgendwas in der Art. Der Platz war mMn alles Andere als romantisch und geeignet. Zumal man den Sand hinterher in Klamotten, Haaren usw. hat.
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Zu diesem ungeplanten - oder sollte ich sagen halbgeplanten ? - Vorgehen paßt auch dass in beiden Fällen keine Waffe mitgebracht wurde.
Das ist ein sehr guter Aspekt! Bei einer geplanten Tat hätte sich der Täter über die Konsequenzen seiner Tat klar sein müssen. Warum nahm er da keine Waffe mit? Darüber mache ich mir mal Gedanken.
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Zu den Gemeinsamkeiten der beiden Mordfälle fallen mir auch noch die Musikkapellen auf. In Zirndorf das Bierzelt , in Kempten das Stadtfest und dann auch noch das Schulfest mit Kapelle.
Aber eine Musikkapelle spielt normalerweise -mit Unterbrechungen- den ganzen Abend. Wenn dann nicht gespielt wird, bleibt man eher in der Gruppe. Kann ich mir jetzt nicht so recht vorstellen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.01.2026 um 18:57
Nachtrag:

In der Heutigen Sendung XY-Update wurde auch Bezug genommen. So wird berichtet, dass zu den Fällen Sonja Hurler/Marion Baier insgesamt 150 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen sind.

Besonders interessant ist, dass sich wohl drei (3) Frauen gemeldet haben, die ebenfalls Opfer sexueller Straftaten wurden, diese jedoch nicht zur Anzeige brachten. Sie sollen sich zum Zeitpunkt dieser Taten im gleichen Alter wie Sonja und Marion befunden haben.

Die Sendung gibt es hier zu sehen:

https://www.zdf.de/play/magazine/aktenzeichen-xy-ungeloest-110/aktenzeichen-xy-update-vom-28-januar-2026-100?q=xy+update


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.01.2026 um 19:36
Zitat von DancingfoolDancingfool schrieb:Es ist im Hintergrund ein Panoramafoto von der Baugrube zu sehen. Darauf ist ein Trampelpfad bezeichnet.
Leider kann ich ohne Ortskenntnis und nachträglicher Bebauung nicht herausfinden, wo er hinführt.
Vielleicht gab es eine Abkürzung zum Haus der MB oder dem Fischerfest?
Komme zwar nicht von dort, aber wenn man den Stadtplan rausholt sieht man, daß der Tatort unmittelbar am damaligen Ortsrand gelegen ist. Der Trampelpfad führt sicherlich zurück in den Ort. Wie ich in vorherigen Beiträgen erwähnte, der Tatort ist weder abgelegen (Ortsrand), noch verdeckt (stehende Personen sind definitiv sichtbar gewesen) und nur ein paar Minuten Fußweg (ohne Nachmessen auf der Karte über den Daumen so 300-500m, Luftlinie noch weniger) von Marions Zuhause entfernt. Noch wichtiger und deshalb erneut erwähnt, der Tatort liegt wegtechnisch "hinter" dem Haus der Familie Baier. Von Zirndorf mit einem Auto kommend hätte man 3-4 Gelegenheiten Marion direkt zuhause abzusetzen gehabt.
Soweit uns bekannt, gibt es heftige Kampfspuren nur im Tatortbereich. Ich halte es für abwegig, daß Marion, die als selbstbewußt und erwachsener wirkend rüberkommt, bei einer Bierzeltbekanntschaft bis zum Tatort ruhig geblieben wäre.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ob ausgedacht oder nicht, selbst wenn dieser ominöse Chris(sy) tatsächlich existiert, kann ich mir persönlich nicht vorstellen, dass sich beide schon im Vorfeld getroffen haben und es mehr als nur eine "Schwärmerei" auf Entfernung von ihr war. Wäre Chris(sy) auf die selbe Schule gegangen, man hätte ihn gefunden. Hätte er in näherer Umgebung gewohnt, man hätte herausgefunden, wer gemeint ist. Wenn er von weiter entfernt kam, wie hätte ihn Marion Baier kennenlernen sollen? Die Familie Baier hatte nicht einmal ein Telefon. Es gab kein Internet. Hat sie ihn auf dem Spielplatz getroffen? Wohl kaum. Warum war nie eine Freundin dabei, wenn sie ihn getroffen oder gesehen hat? Für mich klingt das ziemlich unplausibel.

Wenn es diesen Chris(sy) gegeben hat (was absolut vorstellbar ist), dann hat sie ihn vielleicht aus der Ferne beobachtet oder stand mal in der Nähe. Vielleicht hat sie ihn auch mal im Familienurlaub oder so getroffen. Aber wie sollen sie sich verabredet haben? Und warum ging Chris(sy) auf sie als mindestens 15-16 Jähriger überhaupt ein? Im Erwachsenenalter relativiert sich ein Altersunterschied recht schnell. Es gibt über 20 Jährige mit 16 Jährigen Freundinnen. Aber ein 15-16 Jähriger, der mit einer 12 Jährigen was anfangen will? Sowas bleibt ja nicht verborgen auf die Dauer. Ich persönlich kann mir das irgendwie nicht so recht vorstellen.
Ich habe mir zwischenzeitilch die alte XY-Folge nochmals reingezogen. Wichtiger Punkt zum Thema Porsche. Laut Zeuge war es kein Kampf, sondern ein Raufen. Das ist ein wichtiger Unterschied. Denn trotz der beengten Verhältnisse der ersten 911er sind Techtelmachtel in dem Wagen absolut möglich und können sicherlich von außen als Rauferei wahrgenommen werden.

Noch wichtiger! Chris, oder wie auch immer sein echter Name lautet, existiert! Es wird von Ede und dem Polizeibeamten erwähnt, daß dieser Chris mehrfach, die Wortwahl impliziert auch mit Marion zusammen über einen längeren Zeitraum hinweg, gesehen wurde. Der äuffällige rote Motorradhelm beispielsweise stammt nicht aus einer Beschreibung von Marion, sondern von ihren Freunden, die die beiden gesehen haben.
Ich finde es sehr bemerkenswert, daß dieser Chris nach dem Mord nie wieder im Unfeld der Familie Baier aufgetaucht ist und sich auch nie bei der Polizei gemeldet hat. Selbst wenn es für ihn nur eine flüchtige Liebelei gewesen wäre, wenn jemand deine Freundin abmurkst, wärst du nicht äußerst interessiert daran, daß der Mörder geschnappt wird? Selbst wenn dieser Chirs nur hätte berichten können, daß sie sich z.B. in der Zeit zwischen 19 und 20 Uhr getroffen hätten, würde das die Ermittlungen etwas weiter bringen.
Das ist aber nie geschehen! Dieser Chris blieb immer auf Tauchstation und ich halte ihn für den wichtigsten Verdächtigen in diesem Fall. Dafür sprechen auch die Kampfspuren, die sich nur im Tatortbereich finden, Marion muß bis dorthin ruhig und ahnungslos gewesen sein. Was glaubt ihr, wo das eher der Fall ist? Bei einem Typen den sie kurz zuvor auf einem Fest kennengelernt und der gerade 4 Möglichkeiten sie zuhause abzusetzen umfahren hat? Wohl kaum! Oder in Gegenwart von Chris, der für einige Zeit bereits sowas wie ihrer erster fester Freund war?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.01.2026 um 20:14
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Noch wichtiger! Chris, oder wie auch immer sein echter Name lautet, existiert! Es wird von Ede und dem Polizeibeamten erwähnt, daß dieser Chris mehrfach, die Wortwahl impliziert auch mit Marion zusammen über einen längeren Zeitraum hinweg, gesehen wurde. Der äuffällige rote Motorradhelm beispielsweise stammt nicht aus einer Beschreibung von Marion, sondern von ihren Freunden, die die beiden gesehen haben.
Ich finde es sehr bemerkenswert, daß dieser Chris nach dem Mord nie wieder im Unfeld der Familie Baier aufgetaucht ist und sich auch nie bei der Polizei gemeldet hat. Selbst wenn es für ihn nur eine flüchtige Liebelei gewesen wäre, wenn jemand deine Freundin abmurkst, wärst du nicht äußerst interessiert daran, daß der Mörder geschnappt wird? Selbst wenn dieser Chirs nur hätte berichten können, daß sie sich z.B. in der Zeit zwischen 19 und 20 Uhr getroffen hätten, würde das die Ermittlungen etwas weiter bringen.
Das ist aber nie geschehen! Dieser Chris blieb immer auf Tauchstation und ich halte ihn für den wichtigsten Verdächtigen in diesem Fall.
Die Infos finde ich interessant. Ich denke, es sollte möglich sein, diesen Unbekanntem zu identifizieren. Als Moped Fahrer müsste er aus der näheren Umgebung gekommen sein, sein richtiger Name war vielleicht ein anderer.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.01.2026 um 20:26
Noch als Ergänzung zu @Slaterator's Beitrag zum heutigen XY-Update von Fabian Puchelt eine aktuelle Meldung der Polizei Kempten.
Die Zahl der Hinweise und die Resonanz in der Bevölkerung hat die Erwartungen der Ermittler weit übertroffen. Die Polizei bedankt sich ausdrücklich bei allen Hinweisgeberinnen und Hinweisgebern für ihre Unterstützung. Jede Information kann einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung leisten.
und
Neben vielen allgemeinen Hinweisen gingen auch mehrere konkrete Hinweise auf Personen oder Firmen ein, bei denen es eine Verbindung zwischen Kempten und Zirndorf gibt. Auch bezüglich des im Mordfall Marion Baier am Tatort aufgefundenen Christophorus-Medaillons gingen diverse Hinweise ein.
Quelle:
https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/097596/index.html


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.01.2026 um 20:47
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wo soll Chris(sy) denn hergekommen sein, wenn er nur zu Besuch war? Er fuhr offenbar Moped. Da kann sein Wohnort ja auch nicht allzu weit weg gewesen sein. Wie lernten sich dann er und Marion kennen, ohne das es dafür Zeugen gibt? Wie verabredeten sie sich? Die Beiers hatten kein Telefon, Internet gab es nicht, die selbe Schule konnten sie nicht besucht haben, gemeinsame Bekannte konnte es auch nicht wirklich geben, sonst hätte man ihn sicher identifizieren können. Das erschließt sich mir einfach (noch) nicht
Dieser Chrissy könnte doch durchaus einen Freund, Bekannte oder Verwandte in der Gegend öfter besucht haben , die ein Moped besaßen und ihm erlaubten damit zu fahren. Es gibt immer Möglichkeiten sich irendwo kennenzulernen, und verabreden konnte man sich früher auch ohne Telefon oder Internet.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Bei der Baugrube? Wie soll man da denn übergriffig werden? Im Bausand mit Steinen auf freier Fläche? Da gab es in der Umgebung sicher einige besser geeignete Orte. Z.B. Rohbauten oder Wald. Wenn er dort übergriffig wurde, dann mit dem klaren Vorsatz der Vergewaltigung und nicht mit der Idee Zärtlichkeiten auszutauschen im gegenseitigen Einvernehmen. Dann war das geplant.
Warum sollte er nicht bei einer Baugrube übergriffig werden, ich denke ihm war das egal. Klar gab es bessere Stellen, aber nur wenn beide das" Gleiche " wollen , was ja wohl hier nicht der Fall war. Vielleicht wollte der Täter auch gar keinen Sex, nur ein bisschen fummeln, aber Marion wollte das nicht.
Laut xy von 1974, und wie @Höhenburg schreibt, existierte dieser Crissy wohl tatsächlich.
Es würde mich interessieren ob diese 3 Frauen die sexuell belästigt wurden alle die gleiche oer eine ähnliche Täterbeschreibung abgegeben haben.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.01.2026 um 22:36
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Es würde mich interessieren ob diese 3 Frauen die sexuell belästigt wurden alle die gleiche oer eine ähnliche Täterbeschreibung abgegeben haben.
Geht mir genauso! Ich halte den Fall der armen Marion für den Startschuß der kriminellen "Karriere" des zumindest Doppelmörders. Es würde mich (Achtung Spekulation) nicht wundern, wenn die Beschreibungen dem ominösen Chris ähnlich wären, nur alternd.
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Warum sollte er nicht bei einer Baugrube übergriffig werden, ich denke ihm war das egal. Klar gab es bessere Stellen, aber nur wenn beide das" Gleiche " wollen , was ja wohl hier nicht der Fall war. Vielleicht wollte der Täter auch gar keinen Sex, nur ein bisschen fummeln, aber Marion wollte das nicht.
Ausgehend von der Spurenlage vor Ort und der offensichtlich plötzlichen Eskalation, wäre Fummeln und Knutschen wohl ok gewesen, aber der Täter wollte noch mehr.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Da kann sein Wohnort ja auch nicht allzu weit weg gewesen sein. Wie lernten sich dann er und Marion kennen, ohne das es dafür Zeugen gibt? Wie verabredeten sie sich? Die Beiers hatten kein Telefon, Internet gab es nicht, die selbe Schule konnten sie nicht besucht haben, gemeinsame Bekannte konnte es auch nicht wirklich geben, sonst hätte man ihn sicher identifizieren können. Das erschließt sich mir einfach (noch) nicht.
Hallo Slaterator! Nimm es mir nicht krumm, aber in diesem Fall unterschätzt du die alten Zeiten völlig. Ich war in den Achtzigern und frühen Neunzigern ein Teenager und kann dir versichern, daß wir ob mit oder ohne Telefon, Verabredungen aller Art hinbekommen haben. :-) Und die Jungs und Mädels der 50er, 60er und 70er haben das auch geschafft.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.01.2026 um 23:11
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Es gibt immer Möglichkeiten sich irendwo kennenzulernen, und verabreden konnte man sich früher auch ohne Telefon oder Internet.
Natürlich, man kennt sich vom sehen, trifft sich auf dem Fest, tanzt zusammen, knutscht rum, tauscht die Telefonnummern aus.
Wenn ich an meine Mopedzeiten denke, habe ich mich im 20km Umkreis bewegt, selten mal weiter.
Wenn er sich nicht meldet, hatte er vielleicht schon Ärger mit der Polizei, oder er hat Angst, daß ihm etwas in den Mund gelegt wird, was er nicht getan hat.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.01.2026 um 23:52
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:In der Heutigen Sendung XY-Update wurde auch Bezug genommen. So wird berichtet, dass zu den Fällen Sonja Hurler/Marion Baier insgesamt 150 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen sind.
Vielen Dank für den Hinweis auf das Update!

Ich habe bisher keinen Beitrag von Usern gefunden zu der Information, die Fabian Puchelt vom LKA Bayern am Schluss des Updates Hurler/ Baier gab:

Es haben sich mehrere Kripo-Kollegen gemeldet, teilweise schon im Pensionsalter, aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern, die von Fällen berichten, die sie mal bearbeitet haben, bei denen es Verbindungen bzw. Ähnlichkeiten zu dem Fall Hurler/ Baier gibt.

Worin die Ähnlichkeit zu den Fällen Baier/ Hurler besteht, wurde nicht gesagt.

Ich kann da nur vermuten:
1) Die Zeit passt => 1970iger/ 1980iger Jahre
2) Die Mädchen waren sehr jung
3) Vielleicht gab es einen interessanten Anhänger oder Gegenstand, der Verbindungen hat zu dem Christophorus
4) Vielleicht hat eines der Mädchen bei den aktenkundigen Fällen gesagt, dass sie sich mit jemandem treffen wollte
5) Vielleicht gab es ein öffentliches Fest
6) Der Täter ist auch aufgefallen, nachdem er gealtert ist
7) auch spätere Jahre in ähnlichen Fällen kommen in Frage
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Es würde mich (Achtung Spekulation) nicht wundern, wenn die Beschreibungen dem ominösen Chris ähnlich wären, nur alternd.
Mich würde es auch nicht wundern.

Abschließend sagte Fabian Puchelt, dass der Vorteil bei den Aussagen der Kollegen darin liegt, dass man die alten Akten sich ansehen und alles prüfen kann.

Ich bin sehr beeindruckt.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 01:16
Zitat von DancingfoolDancingfool schrieb:Wenn ich an meine Mopedzeiten denke, habe ich mich im 20km Umkreis bewegt, selten mal weiter.
Ich habe gerade mal bei Maps nachgeschaut - meine weitesten Touren als Jugendlicher, allein oder mit Freunden, lagen bei über 80 km und gingen sogar teils ins benachbarte Ausland, oder zu Verwandten.

Das waren natürlich Ausnahmen; ich stimme den 20 km als normalem Auktionsradius zu.

Mich wundert, dass dieser "Chrissi" von niemandem erkannt bzw. benannt wurde - unter Mopedfahrern kannte man sich oft, traf sich, schraubte gemeinsam oder machte auch gemeinsame Ausfahrten.

Es war eine andere Zeit - Mofa und Moped waren damals für manche eine Möglichkeit, der häuslichen Enge zu entfliehen. Und natürlich ein Statussymbol.

Wenn es ihn gab, muss er in der Szene bekannt gewesen sein.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 11:48
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Es haben sich mehrere Kripo-Kollegen gemeldet, teilweise schon im Pensionsalter, aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern, die von Fällen berichten, die sie mal bearbeitet haben, bei denen es Verbindungen bzw. Ähnlichkeiten zu dem Fall Hurler/ Baier gibt.
Vielen Dank für diese sehr interessante Information.

Je nachdem, wie deutlich die Parallelen sind, kann das ganz neuen Schwung in den Fall bringen.

Allerdings gehe ich davon aus, dass es eine DNA Datenbank gibt, die bundesweit funktioniert und man sicher, wenn die Täter-DNA in den Fällen Baier/Hurler noch in anderen Fällen aufgetaucht wäre, dies bemerkt hätte.

Dass da scheinbar kein weiterer Treffer gefunden wurde, ist natürlich erst mal "schade" (im Sinne der möglichen Aufklärung dieses oder eines anderen Falles).


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 12:11
@alle:

Es scheint sich ja tatsächlich etwas zu tun. Aber der Reihe nach.

@Slaterator :
Zitat von DewDew schrieb:Die Beifahrerin hat vielleicht angekündigt, lieber sofort zu Fuß weiterzugehen, als noch mehr Stunts mitzuerleben und dabei die Tür einen Spalt weit geöffnet, was der entgegenkommende Zeuge nicht sehen konnte.
Was aber reichte, um die Innenbeleuchtung anzuschalten, nur der Vollständigkeit halber.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Auch das ist natürlich vorstellbar. Genauso gut könnte es aber eben auch sein, dass Marion aussteigen und fliehen wollte, weil sie ahnte was der Fahrer mit ihr vor hatte.
Absolut möglich. Es wäre sogar möglich, dass es M.B. war, die durch rasante Fahrweise beeindruckt werden sollte und es nach einem unelegant auf der Gegenfahrbahn beendeten "Slide" mit der Angst bekam.
Da scheint noch jede denkbare Kombination offen zu sein.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich halte eine Vorverabredung für zwingend und das Treffen dort wahrscheinlich noch bei Tageslicht oder früher Dunkelheit.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Nach der aktuell bekannten Sachlage halte ich persönlich hier gar nichts für zwingend.
Das sehe ich bislang ähnlich. Und noch nichts wirklich für ausschließbar.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das Fest war öffentlich! Ein Treffen mit ihrem "Kontakt" hätte da ja eh leicht auffliegen können, weil sie da jederzeit gesehen werden konnten.
Gerade in der "Öffentlichkeit" eines solchen Festes kann ein Treffen mit Zufall erklärt werden, wenn ggfs. nicht gerade jeder davon erfahren sollte, dass M.B. mit "Chrissy" "ging".

@Slaterator

Danke für das update.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Besonders interessant ist, dass sich wohl drei (3) Frauen gemeldet haben, die ebenfalls Opfer sexueller Straftaten wurden, diese jedoch nicht zur Anzeige brachten. Sie sollen sich zum Zeitpunkt dieser Taten im gleichen Alter wie Sonja und Marion befunden haben.
Zitat von DewDew schrieb am 22.01.2026:Sucht man auch nach Meldungen von Belästigungen, ( versuchten ) Vergewaltigungen? Oder Annäherungen, die ggfs. von anderen Festbesuchern unterbunden wurden? Ich mag mir gar keine Dunkelziffer vorstellen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 22.01.2026:Das ist in der Tat eine ziemlich gruselige Vorstellung. Wenn es sich um einen Serientäter handelt, würde ich von weiteren, entweder ungeklärten oder nie aufgeklärten Taten unbekannten Umfangs ausgehen. Das ein solcher Täter nur zwei Taten begeht und dann nie wieder zur Tat schreitet, kann ich mir nicht wirklich vorstellen.
Das sind so die Momente, wo man sich über Bestätigung eigener Gedankengänge nicht freut.

Was ich ganz ausdrücklich begrüße und wofür ich an dieser Stelle meinen Respekt bekunden möchte sind die Meldungen der drei Frauen. Ich kann mir nicht im Ansatz vorstellen, was dazu für eine Überwindung von Angst, Schmerz und Scham nötig war, das wieder aufzuwühlen.
Ich wünsche jedem Opfer von Straftaten Genesung, die Kraft, mit den Folgen klarzukommen und die Aufklärung der Fälle, natürlich auch insofern sie vielleicht nichts mit dem vorliegenden zu tun haben. Möge es ihnen helfen, darüber zu einer Art Abschluss mit diesen Erlebnissen zu kommen, soweit das überhaupt möglich ist.

@Höhenburg
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Noch wichtiger! Chris, oder wie auch immer sein echter Name lautet, existiert! Es wird von Ede und dem Polizeibeamten erwähnt, daß dieser Chris mehrfach, die Wortwahl impliziert auch mit Marion zusammen über einen längeren Zeitraum hinweg, gesehen wurde. Der äuffällige rote Motorradhelm beispielsweise stammt nicht aus einer Beschreibung von Marion, sondern von ihren Freunden, die die beiden gesehen haben.
Das ist ein Ding.


Da schließe ich mich an. Und vielen Dank.
Zitat von ManateeManatee schrieb:Die Infos finde ich interessant. Ich denke, es sollte möglich sein, diesen Unbekanntem zu identifizieren. Als Moped Fahrer müsste er aus der näheren Umgebung gekommen sein, sein richtiger Name war vielleicht ein anderer.
Das kann sein. Ich erinnere mich an zwei Bekannte, die sich wenn sie "auf Tour" waren, den Mädels als "Detlev Plane und Peter Spriegel" vorstellten.

@Füchschen
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Ich habe bisher keinen Beitrag von Usern gefunden zu der Information, die Fabian Puchelt vom LKA Bayern am Schluss des Updates Hurler/ Baier gab:

Es haben sich mehrere Kripo-Kollegen gemeldet, teilweise schon im Pensionsalter, aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern, die von Fällen berichten, die sie mal bearbeitet haben, bei denen es Verbindungen bzw. Ähnlichkeiten zu dem Fall Hurler/ Baier gibt.

Worin die Ähnlichkeit zu den Fällen Baier/ Hurler besteht, wurde nicht gesagt.
Vielen Dank für die Info.
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Abschließend sagte Fabian Puchelt, dass der Vorteil bei den Aussagen der Kollegen darin liegt, dass man die alten Akten sich ansehen und alles prüfen kann.

Ich bin sehr beeindruckt.
Das sehe ich mal ganz genauso.

@sallomaeander
@Dancingfool
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:
Zitat von DancingfoolDancingfool schrieb:Wenn ich an meine Mopedzeiten denke, habe ich mich im 20km Umkreis bewegt, selten mal weiter.
Ich habe gerade mal bei Maps nachgeschaut - meine weitesten Touren als Jugendlicher, allein oder mit Freunden, lagen bei über 80 km und gingen sogar teils ins benachbarte Ausland, oder zu Verwandten.

Das waren natürlich Ausnahmen; ich stimme den 20 km als normalem Auktionsradius zu.
Das kann ich bestätigen. Mit dem Mofa eher so 15 km, mit der 80er ging´s im Normalbetrieb etwa 25-30 km. Größere Touren gab´s auch aber das waren dann besondere Anlässe und Ziele, also Ausnahmen, z. B. in den Ferien.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Es war eine andere Zeit - Mofa und Moped waren damals für manche eine Möglichkeit, der häuslichen Enge zu entfliehen. Und natürlich ein Statussymbol.
Absolut. Man musste nicht mehr fragen, ob man irgendwo hingebracht werden konnte. Die Freiheit reichte so weit wie das Benzingeld und der einzige weitere Preis war gelegentlich mal nass zu werden. Ich wurde zeitweise nur nachts im heimischen Bett trocken...
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Wenn es ihn gab, muss er in der Szene bekannt gewesen sein.
Wahrscheinlich.

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 12:31
Zitat von DewDew schrieb:Das ist ein Ding.
Da schließe ich mich an. Und vielen Dank.
Hallo @Dew, Danke und keine Ursache!

Übrigens, da wohl die Meisten von uns die Fälle Baier/Hurler querlesen: Ist euch schon aufgefallen, daß im neuen XY-Film der Boss der Motorradbande von einem Schauspieler dargestellt wird, der ein älterer Chris sein könnte? Nicht allzu groß, schmale Statur, längere blonde Haare, ob das wirklich Zufall ist? Denn wenn es einfach nur ein Rocker hätte sein müssen, wäre man wohl eher zur geistigen "Standardvariante" gegangen, ein Kleiderschrank auf einer großen BMW oder Harley.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 13:21
Hallo @Nala-Nyna , hallo @alle !
Zitat von Nala-NynaNala-Nyna schrieb:Allerdings gehe ich davon aus, dass es eine DNA Datenbank gibt, die bundesweit funktioniert und man sicher, wenn die Täter-DNA in den Fällen Baier/Hurler noch in anderen Fällen aufgetaucht wäre, dies bemerkt hätte.
Da wäre ich mir nicht so sicher.

Ich gehe mal davon aus das die Fälle, in denen es Parallelen gibt, zum großen Teil aus den 70ger und 80ger, vieleicht auch 90ger Jahren stammen. Mir ist nicht bekannt seit wenn es überhaupt eine DNA Täterdatei gibt, da müßte ich erst recherchieren. Das es zwischen beiden Mordtaten einen Zusammenhang gibt ist erst aufgefallen, weil man ältere Requisiten mit neuesten Methoden untersucht hat. Bei einem "gewöhnlichen" Sexualdelikt oder "nur" sexueller Belästigung aus der genannten Zeit, wird man kaum was haben.


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 13:25
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Das es zwischen beiden Mordtaten einen Zusammenhang gibt ist erst aufgefallen, weil man ältere Requisiten mit neuesten Methoden untersucht hat. Bei einem "gewöhnlichen" Sexualdelikt oder "nur" sexueller Belästigung aus der genannten Zeit, wird man kaum was haben.
Da bin ich wohl im guten Glauben davon ausgegangen, dass man doch in den lezten Jahren ein paar Leute aquiriert hat, die mögliche DNA aus alten Fällen von Aservaten nehmen, untersuchen lassen und einpflegen. Du hast recht - vieles wurde vielleicht noch gar nicht geprüft. Aber da könnten ja genau die Fälle, an die sich die ehemaligen Ermittler jetzt in dem Kontext erinnern, Priorität bekommen. Stellt euch mal vor was da heraus kommen könnte!


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 14:21
Hallo @Nala-Nyna , hallo @alle !
Zitat von Nala-NynaNala-Nyna schrieb:Stellt euch mal vor was da heraus kommen könnte!
Ich habe eben gerade nachgesehe, die DNA Datenbank des BKA gibt es erst seit 1989. Wenn ich jetzt "richtig liege" müssen erst seit dem Jahr die DNA von veruteilte Straftätern eingespeichert werden. Gab es 1980 eine Vergewaltigung, die nie geklärt werden konnte, dann ist das heute verjährt und Aservate von damals würden heute die Aservatenkammer verstopfen, falls man sie aufgehoben hat. Wurde der Täter gefasst und verurteilt ist es für mich zweifelhaft ob seine DNA dort eingegeben wurde. Vieleicht sieht die Rechtlage anders aus, ich glaube aber eher nicht.

Die Zahl der ungeklärten Mädchenmorde, die hier passen könnten, sollten eigendlich sehr, sehr gering sein.

Wenn der Täter in den letzten Jahrzehnten unauffällig war oder verstorben ist, wird es schwierig sein über die "Erinnerung" von pansionierter Ermittlern, geschredderten Akten und den Beschreibungen von Tatopfern dem Täter auf die Spur zu kommen. Das wird viel Aufwand verursachen, ist aber nötig.

Immerhin gibt es die Hoffnung das der Täter tatsächlich "nur" zweimal zugeschlagen hat.


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 15:26
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Ich habe eben gerade nachgesehe, die DNA Datenbank des BKA gibt es erst seit 1989. Wenn ich jetzt "richtig liege" müssen erst seit dem Jahr die DNA von veruteilte Straftätern eingespeichert werden.
Woher hast du die Daten? Nach meiner Recherche war das später:
Die zentrale DNA-Analysedatei (DAD) in Deutschland gibt es seit dem 17. April 1998.
Sie wird beim Bundeskriminalamt (BKA) geführt und dient als Verbunddatei für Bund und Länder zur Identifizierung von Straftätern und zur Zuordnung von Tatortspuren.
Hier sind die wichtigsten Eckpunkte zur Entstehung:
Gesetzliche Grundlage: Die Basis bildete das DNA-Identitätsfeststellungsgesetz von 1998, das die Speicherung von DNA-Profilen für künftige Strafverfahren regelte.
Zweck: In der Datenbank werden sowohl die genetischen Fingerabdrücke bekannter Personen (Beschuldigte, Verurteilte) als auch DNA-Profile von ungelösten Tatortspuren gespeichert.
Wachstum: Seit der Gründung ist der Bestand massiv angewachsen. Während zum Start nur wenige Daten vorlagen, umfasst die DAD heute über 1,2 Millionen Datensätze, davon rund 840.000 von Personen.
Internationaler Vergleich: Deutschland war damit eines der ersten Länder in Europa nach Großbritannien (1995), das eine solche zentrale forensische Datenbank einführte.
Quelle: Gemini ai


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 15:31
Hallo @Manatee , hallo @alle !


Ich, vor Verlegenheit rot werdent, gebe zu mich geirrt zu haben.

Da war ein - Zahlendreher - in meinem Beitrag drin.
1998 wäre die richtige Jahreszahl gewesen, gut das du aufgepasst hast.


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 15:34
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Da war ein - Zahlendreher - in meinem Beitrag drin.
1998 wäre die richtige Jahreszahl gewesen, gut das du aufgepasst hast.
Danke, hab ich mir gedacht, dass es ein Zahlendreher sein könnte.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 15:43
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Die Zahl der ungeklärten Mädchenmorde, die hier passen könnten, sollten eigendlich sehr, sehr gering sein.
Das würde ich auch vermuten. Durch DNA-Abgleich werden einige schon nicht mehr relevant sein aber es gibt ja auch noch die Fälle wo das Opfer bis heute nicht gefunden werden konnte.
Ein Beispiel wurde hier ja schon vor einiger Zeit eingestellt
Zitat von CorydalisCorydalis schrieb am 18.01.2026:12-jährige Monika Frischholz aus Flossenbürg seit 1976 verschwunden
Ähnliches Setting; Zwölfjährige ist allein unterwegs - in eigentlich "unverfänglicher" Situation, kein Streit mit den Eltern etc. - und wird mutmaßlich von ihrem bisher nicht aufgefundenen Mörder abgegriffen.



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