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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet
um 18:52@dukeofaragon @Agrimony @aliM.
Euch auch ein herzliches Willkommen in diesem Thread! Schön das ihr dabei seid. :Y:
Wenn es diesen Chris(sy) gegeben hat (was absolut vorstellbar ist), dann hat sie ihn vielleicht aus der Ferne beobachtet oder stand mal in der Nähe. Vielleicht hat sie ihn auch mal im Familienurlaub oder so getroffen. Aber wie sollen sie sich verabredet haben? Und warum ging Chris(sy) auf sie als mindestens 15-16 Jähriger überhaupt ein? Im Erwachsenenalter relativiert sich ein Altersunterschied recht schnell. Es gibt über 20 Jährige mit 16 Jährigen Freundinnen. Aber ein 15-16 Jähriger, der mit einer 12 Jährigen was anfangen will? Sowas bleibt ja nicht verborgen auf die Dauer. Ich persönlich kann mir das irgendwie nicht so recht vorstellen.
Das Fest war öffentlich! Ein Treffen mit ihrem "Kontakt" hätte da ja eh leicht auffliegen können, weil sie da jederzeit gesehen werden konnten. Sie begegnete ja sogar gegen 20 Uhr noch einer anderen Freundin. Da hat doch dieses Heimlichkeit absolut keinen Sinn! Sie wurde dann auch nicht mehr gesehen, weshalb ich denke, dass sie schon kurz nach ihrem zweiten Festbesuch wieder ging und erst dann auf ihren Mörder traf.
Übrigens mal ein interessanter Aspekt: Der sexuelle Missbrauch wurde wegen der teilw. Entkleidung der Leiche nur angenommen. Körperlich festgestellt wurde eine Vergewaltigung scheinbar nicht...
Euch auch ein herzliches Willkommen in diesem Thread! Schön das ihr dabei seid. :Y:
Dazu schreibt der User @sooma :321meins schrieb:Das denke ich auch, Sprachfehler, Moped und roter Helm wären mir zu viele Details für ausgedacht.
Ob ausgedacht oder nicht, selbst wenn dieser ominöse Chris(sy) tatsächlich existiert, kann ich mir persönlich nicht vorstellen, dass sich beide schon im Vorfeld getroffen haben und es mehr als nur eine "Schwärmerei" auf Entfernung von ihr war. Wäre Chris(sy) auf die selbe Schule gegangen, man hätte ihn gefunden. Hätte er in näherer Umgebung gewohnt, man hätte herausgefunden, wer gemeint ist. Wenn er von weiter entfernt kam, wie hätte ihn Marion Baier kennenlernen sollen? Die Familie Baier hatte nicht einmal ein Telefon. Es gab kein Internet. Hat sie ihn auf dem Spielplatz getroffen? Wohl kaum. Warum war nie eine Freundin dabei, wenn sie ihn getroffen oder gesehen hat? Für mich klingt das ziemlich unplausibel.sooma schrieb:Oder zu viele für nicht ausgedacht?
Wenn es diesen Chris(sy) gegeben hat (was absolut vorstellbar ist), dann hat sie ihn vielleicht aus der Ferne beobachtet oder stand mal in der Nähe. Vielleicht hat sie ihn auch mal im Familienurlaub oder so getroffen. Aber wie sollen sie sich verabredet haben? Und warum ging Chris(sy) auf sie als mindestens 15-16 Jähriger überhaupt ein? Im Erwachsenenalter relativiert sich ein Altersunterschied recht schnell. Es gibt über 20 Jährige mit 16 Jährigen Freundinnen. Aber ein 15-16 Jähriger, der mit einer 12 Jährigen was anfangen will? Sowas bleibt ja nicht verborgen auf die Dauer. Ich persönlich kann mir das irgendwie nicht so recht vorstellen.
Oh, ich sehe schon. Das habe ich tatsächlich missverstanden. Asche auf mein Haupt. Dann nehme ich das Geschriebene wieder zurück. Sorry.sören42 schrieb:Hier liegt aber dann doch ein Missverständnis vor. Ich meinte es so, dass eine andere Person als Marion womöglich einvernehmlichen Sex im Porsche hatte, welcher vom Zeugen als "Kampf" interpretiert wurde, aus welchem Grund auch immer.
Das ist jetzt aber eine ganz steile These. Ein Zuhälter der bewusst möglichst öffentlich mit sehr jungen Mädchen/Frauen Sex im Auto hat, damit mehr Männer sein(e) Bordell(e) besuchen? Habe ich das so richtig verstanden? Ehrlich gesagt ist das für mich jetzt eine viel zu wilde Spekulation. Zunächst mal gibt es in diesem Ort oder der Umgebung keinen konkreten Hinweis auf Bordelle oder ein Rotlichtmilieu. Klar, in Nürnberg/Fürth gab es sowas bestimmt. Aber warum sollte ein Zuhälter dann am Ortsrand von Oberasbach in einem Baugebiet nachts gegen 02:30 Uhr(!) Sex zu Marketingzwecken haben? Nein, das schließe ich für mich aus.sören42 schrieb:Wenn man an Rotlichtmilieu denkt, dann könnte dann die Möglichkeit, dass dies beobachtet werden sollte, auch eine "Marketingstrategie" gewesen sein, auf entsprechende "Angebote" aufmerksam zu machen.
Der Targa hat kein Stoffdach. Es handelt sich um ein festes Dachstück aus Vinyl. So wie es aussieht, wurde die Antenne auf dem Windschutzscheibenrahmen platziert. Nun, der Targa wurde in der Nacht der Tat in unmittelbarer Nähe des Tatortes gesehen. Zudem wurde beobachtet, dass sich im Inneren möglicherweise eine Auseinandersetzung zw. einem Mann und einer Frau stattgefunden hat. Das ist selbstverständlich fallrelevant.sören42 schrieb:Insgesamt bin ich sehr im Zweifel, ob dieser Porsche Targa mit Zusatzscheinwerfern und "Dachantenne" (dieser Targa hat aber ein Stoffdach, nach wie vor unklar, wo die Antenne da wie befestigt gewesen sein soll - ja das Bild Nr. 6 habe ich gesehen...) hier fallrelevant ist.
Da möchte ich dir Recht geben. Unter diesen sehr beengten Verhältnissen ist das Auto für so etwas eher ungeeignet. Ich denke deshalb nicht, dass besagter Mann und die Frau durch den Zeugen bei sexuellen Handlungen beobachtet wurden, die dieser fälschlicherweise oder sogar bewusst als "Kampf" interpretierte. Vielmehr gehe ich davon aus, dass -wenn es sich bei der weiblichen Person um Marion gehandelt hätte- um eine plötzliche Eskalation der Situation gehandelt hat. Vielleicht zu dem Zeitpunkt als Marion merkte, dass ihre Mitfahrgelegenheit nicht vorhat sie daheim abzusetzen sondern an ihrem Heim vorbei gefahren ist, könnte sie wehrhaft geworden sein. Der Täter musste das Fahrzeug anhalten und versuchen zu deeskalieren, was ihm nicht gelang. Marion stieg aus, der Täter hinterher, der Rest ist bekannt.dukeofaragon schrieb:Die damaligen 911er waren extrem klein und sind in keinem Fall mit der heutigen 992-Generation des 911er vergleichbar. Also richtigen genussvollen Sex kann ich mir da schwer vorstellen in so einem Auto. Selbst heute ist eine gewisse Akrobatik im 992er nötig Die Farbe ist sehr auffällig und die Zusatzscheinwerfer deuten auf ein strassentaugliches Rallyemodell hin ... eine Kombination, die wirklich ins Auge fällt. Und wie ich über den alten Porscheclub Nürnberg erfahren habe, gab es damals nur eine sehr überschaubare Anzahl an Besitzern solcher Autos
Bei der Antenne handelt es sich mMn nicht um eine Funkantenne. Sofern das Bild stimmig ist, sollte es sich um eine Verstärkerantenne für Radioempfang handeln. Polizeifunk abzuhören war ohnehin mit jedem Radio möglich, sofern es in der Lage war oder man es durch Manipulation am Gerät erreichte, den UKW Bereich unterhalb von 88 Mhz einzustellen. Dort wurde der BOS-Funk unverschlüsselt gesendet. Heute ist das dank Digitalfunk (zumindest für Polizeifunk) nicht mehr möglich.dukeofaragon schrieb:mit der Funkanlage konnte man im Rallye-/Rennsport Fahrerkontakt halten und wenn man etwas technisch versiert war auch relativ leicht den Polizeifunk abhören ...
Auch das ist natürlich vorstellbar. Genauso gut könnte es aber eben auch sein, dass Marion aussteigen und fliehen wollte, weil sie ahnte was der Fahrer mit ihr vor hatte.Dew schrieb:Die Beifahrerin hat vielleicht angekündigt, lieber sofort zu Fuß weiterzugehen, als noch mehr Stunts mitzuerleben und dabei die Tür einen Spalt weit geöffnet, was der entgegenkommende Zeuge nicht sehen konnte.
Ich möchte es mal so ausdrücken, es gibt derzeit nicht sehr viele Spuren in dem Fall. Es gibt die Christopherus Medaille, es gibt die Abdrücke der Turnschuhe und die Beobachtungen bzgl. der Fahrzeuge. Dazu die Aussage, dass Marion ggf. Kontakt zu einer unbekannten Person namens Chris(sy) hatte. Jetzt gibt es -ganz neu- wohl auch eine DNA-Spur. Da über das Ergebnis der Ermittlungen bislang nichts veröffentlicht wurde, bleiben alle Spuren für mich erst einmal relevant. Zumindest so lang, bis klar ist, dass sie ausgeschlossen werden können.Agrimony schrieb:Sind denn diese beiden Fahrzeuge überhaupt noch relevant, bzw. vorrangig zu beachten?
Der User @dukeofaragon hatte auf die beengten Platzverhältnisse in einem Porsche 911 G-Modell hingewiesen. Tatsächlich stelle ich es mir auch schwierig vor, in diesem Auto mehr als nur Zärtlichkeiten auszutauschen. Deshalb gehe ich inzwischen davon aus, dass in diesem Fall tatsächlich ein Zwischenfall stattgefunden hat und es sich nicht um sexuelle Handlungen im Porsche gehandelt hat.Höhenburg schrieb:Im Auto "rummachen" war absolut legal und wurde darum auch eifrig landauf, landab praktiziert. Wären sie nach Hause gegangen und unverheiratet gewesen, der Hausbesitzer hätte wegen Kuppelei dran sein können.
Na ja. Ich weiß nicht ob man da nach so einer detaillierten Beschreibung des Chris(sy) auch ohne Mitarbeit dieser "Möcjhtegern-Rocker" etwas hätte rausfinden müssen. Im Normalfall sollte der Typ ermittelbar sein, wenn er zur lokalen Szene gehört.Höhenburg schrieb:Unterschiedliche Bekanntenkreise mit unterschiedlichen Haltungen zur Polizei.
Nach der aktuell bekannten Sachlage halte ich persönlich hier gar nichts für zwingend. Was mir merkwürdig und auch unsinnig erscheint ist z.B. dass Marion ihrer/ihren Freundin(en) nicht erzählt hat, dass sie diesen -sagen wir mal neutral- "Kontakt" noch auf dem Fischereifest treffen möchte. In diesem Alter tauschen beste Freundinnen doch eh fast alles untereinander aus. Das dieser tolle Typ sich mit ihr treffen möchte, wäre doch eine ganz große Sache gewesen in diesem Alter. Warum sollte sie das geheim halten und bei der Verabschiedung von ihrer Freundin auf dem Fest diese sogar noch belügen, in dem sie behauptet zu ihrer Oma zu gehen, obschon sie da nie auftauchte?Höhenburg schrieb:Ich halte eine Vorverabredung für zwingend und das Treffen dort wahrscheinlich noch bei Tageslicht oder früher Dunkelheit.
Das Fest war öffentlich! Ein Treffen mit ihrem "Kontakt" hätte da ja eh leicht auffliegen können, weil sie da jederzeit gesehen werden konnten. Sie begegnete ja sogar gegen 20 Uhr noch einer anderen Freundin. Da hat doch dieses Heimlichkeit absolut keinen Sinn! Sie wurde dann auch nicht mehr gesehen, weshalb ich denke, dass sie schon kurz nach ihrem zweiten Festbesuch wieder ging und erst dann auf ihren Mörder traf.
Das finde ich nicht nur bemerkenswert, sondern kann es derzeit auch nicht nachvollziehen. Wenn die Täter 1981 als jugendlich beschrieben wurden, waren sie 1973 noch Kinder. Das passt nicht. Nochmal, für mich können die Beobachtungen absolut zutreffen. Aber in dem Fall war es eben nicht Sonja Hurler die durch die Straßen geschliffen wurde, sofern es sich bei Sonja Hurler und Marion Baier um ein und denselben Täter handelt.Höhenburg schrieb:Beachtenswert finde ich auch, daß Kempten weiter auf das Umfeld der jugendlichen Rabauken setzt. Es wird von allen Seiten die enge Zusammenarbeit hervorgehoben. Da muß es einen guten, nicht genannten Grund geben, weshalb man trotzdem an den Hugendlichen dranbleibt, denn ganz so jugendlich kann der Täter 1981 nicht mehr gewesen sein.
Wo soll Chris(sy) denn hergekommen sein, wenn er nur zu Besuch war? Er fuhr offenbar Moped. Da kann sein Wohnort ja auch nicht allzu weit weg gewesen sein. Wie lernten sich dann er und Marion kennen, ohne das es dafür Zeugen gibt? Wie verabredeten sie sich? Die Beiers hatten kein Telefon, Internet gab es nicht, die selbe Schule konnten sie nicht besucht haben, gemeinsame Bekannte konnte es auch nicht wirklich geben, sonst hätte man ihn sicher identifizieren können. Das erschließt sich mir einfach (noch) nicht.Retsiemfoh schrieb:Aber hier glaube ich doch eher an eine Verabredung, wobei ich doch an diesen Chris(sy) denke. Ich glaube nicht das sie sich den nur ausgedacht hatte um ihrer Freundin zu imponieren. Das er nicht gefunden wurde, da wäre evtl. meine Vermutung das er in der Gegend nur zu Besuch war, und mit dem Mofa rumkurvte.
Bei der Baugrube? Wie soll man da denn übergriffig werden? Im Bausand mit Steinen auf freier Fläche? Da gab es in der Umgebung sicher einige besser geeignete Orte. Z.B. Rohbauten oder Wald. Wenn er dort übergriffig wurde, dann mit dem klaren Vorsatz der Vergewaltigung und nicht mit der Idee Zärtlichkeiten auszutauschen im gegenseitigen Einvernehmen. Dann war das geplant.Retsiemfoh schrieb:Chrissy wollte sie begleiten, und wurde dann bei der Baugrube übergriffig.
Übrigens mal ein interessanter Aspekt: Der sexuelle Missbrauch wurde wegen der teilw. Entkleidung der Leiche nur angenommen. Körperlich festgestellt wurde eine Vergewaltigung scheinbar nicht...
Eher nicht einvernehmlich. Da ist doch nichts. Keine Bank, kein gar nichts. Bausand, Steine, Betonteile...Nee. Da sucht man sich andere Orte. Einen Rohbau, einen Wald mit weichem Boden oder irgendwas in der Art. Der Platz war mMn alles Andere als romantisch und geeignet. Zumal man den Sand hinterher in Klamotten, Haaren usw. hat.Höhenburg schrieb:Darum halte ich den Ort für noch einvernehmlich gewählt (direkter Ortsrand spannend genug für ein frühe Teenagerschwärmerei) und das auch bei Helligkeit oder früher Dunkelheit. Ich theoretisiere, die Sache eskalierte als Marion irgendwann um 22 Uhr herum oder etwas später heim wollte, war ja nur ein paar Minuten zu Fuß von dort aus.
Das ist ein sehr guter Aspekt! Bei einer geplanten Tat hätte sich der Täter über die Konsequenzen seiner Tat klar sein müssen. Warum nahm er da keine Waffe mit? Darüber mache ich mir mal Gedanken.aliM. schrieb:Zu diesem ungeplanten - oder sollte ich sagen halbgeplanten ? - Vorgehen paßt auch dass in beiden Fällen keine Waffe mitgebracht wurde.
Aber eine Musikkapelle spielt normalerweise -mit Unterbrechungen- den ganzen Abend. Wenn dann nicht gespielt wird, bleibt man eher in der Gruppe. Kann ich mir jetzt nicht so recht vorstellen.aliM. schrieb:Zu den Gemeinsamkeiten der beiden Mordfälle fallen mir auch noch die Musikkapellen auf. In Zirndorf das Bierzelt , in Kempten das Stadtfest und dann auch noch das Schulfest mit Kapelle.




