Hallo
@Gildonus , hallo
@alle!
Gildonus schrieb:In deinem letzten Beitrag hattest du einen weiteren Punkt angeschnitten, den ich an der Aktenzeichensendung von 1974 bemängel. Die jeweiligen Örtlichkeiten sind recht ungenau beschrieben und Entfernungs oder Wegstreckenangaben fehlen. Heute würde man eine Straßenkarte einblenden und auch auf die Besonderheit hinweisen, das der Tatort in angenommener Fahrtrichtung "hinter" dem Wohnhaus von Marion Baier liegt.
Das ist richtig, dürfte aber der Tatsache geschuldet sein, daß XY damals noch seinen konsistenten Darstellungsweg finden mußte und man sich sicher war, daß der Mord eine lokale, höchstens regionale Sache darstellte. Ähnliches kann man im legendären Fall Fritz Schmidt sehen, der für seine unheimliche Darstellung in XY weit bekannt ist, man aber nicht einmal ein Foto des Opfers zeigte. Grund hierfür war das Abklopfen der ortsfremden Spuren durch XY, während man bereits wußte, daß allein der Tatort schon darauf hinwies, daß ein Auswärtiger als Täter kaum in Frage kommt.
Gildonus schrieb:Das Täter und Opfer gemeinsam "zu Fuß" vom Festzelt zum Tatort gelaufen sind glaube ich weniger. Wenn der Täter aus dem gleichen Ort stammte, wäre das schlüssig, aber so ? Geht es nach der Quelle von @321meins , wären beide ca. 28 Minuten unterwegs gewesen. Bei einem Fremden wäre das doch eher ungewöhnlich und ein Bagerloch ist auch kein geeigneter Ort um seinen Teeagereschwarm zu treffen.
Die erwähnten 28 Minuten sind ein gemütliches Tempo für rund 3 Kilometer in ziemlich flachem Gelände. Gerade damals, wo man noch mehr und häufiger zu Fuß unterwegs war.
Die Baugruben/Baggerlöcher, wo die Tat letztlich stattfand halte ich bereits für eine der Eskalationsstufen. Sich am Ortsrand für ein bißchen ungestörtes Rumknutschen zu treffen, war mit Sicherheit keine abstruße Idee und womöglich hat der Täter Marion beschwätzt weiter ins Neubaugebiet zu bummeln unter z.B. dem Vorwand, daß er sich vorstellen kann, daß sie zusammen in einigen Jahren selbst im Neubaugebiet bauen würden.
Wir wissen, daß ein Kampf stattgefunden hat und wir wissen, daß Spuren dieses Kampfes nur um den Tatort zu finden sind. Bis dorthin muß noch alles im Ordnung gewesen sein, denn ich glaube kaum, daß Marion stadtauswärts geflohen wäre, anstatt zurück nach Oberasbach hinein. Der Tatort ist nicht wirklich abgelegen, daß war gerade mal so Ortsrand, sieht man auf dem alten Foto.
Ich glaube auch an einen Täter aus dem (weiteren) ortsnahen Umfeld, denn wäre der Täter ein Auswärtiger gewesen, den Marion erst auf dem Fest kennengelernt hätte, wäre der Ablauf anders gewesen. Es ist eine Sache mit dem Schwarm am Ortsrand rumzubummeln, eine andere ruhig im Auto sitzen zu bleiben, wenn der Typ, den man gerade erst kennengelenrt hat, an 3-4 Möglichkeiten, dich zuhause abzusetzen, vorbeigefahren ist. In dem Moment, in dem das Auto stillstände, wäre Marion doch sicher raus und Vollgas Richtung Oberasbach zurück. Der Täter hätte sie einholen und wegzerren können, aber das hätte mehr und andere Spuren hinterlassen.
321meins schrieb:Für mich erscheint ein Zusammenhang des Täters mit jemandem der ohne Ortsbezug auf dem Fest war eher unwarscheinlich, meiner Meinung nach wäre das Zeitfenster zu kurz um jemanden kennenzulernen und dem dann auch soweit zu vertrauen dass man sich mit ihm auf den Heimweg macht, es wäre ja bei einem Ortsfremden oder jemandem der weiter entfernt wohntnoch nicht einmal der Vorschlag zusammen in die gleiche Richtung nach Hause zu gehen sondern ganz klar eine Begleitung die auf dem Wunsch des Kennenlernens basieren würde.
Eher würde ich auf jemanden tippen den Marion woher auch immer schon vor dem Fest gekannt hat, flüchtig oder näher, vielleicht sogar jemand der in ihrer Nähe wohnt. Alternativ würde mir noch ein Mitarbeiter einer Baufirma einfallen der vielleicht schon längere Zeit im Neubaugebiet Hainbergstraße gearbeitet hat, vielleicht in dort aufgestellten Wohncontainern untergebracht war. So eine Firma könnte dann auch Jahre später in Kempten tätig gewesen sein.
Das sehe ich ähnlich, wie oben erwähnt, auch aufgrund der uns bekannten Spurenlage.
Gildonus schrieb:An den Moped - Chrissy, den keiner außer Marion Baier gesehen hat und bei dem unklar ist wie lange sie ihn angeblich gekannt hat, glaube ich nicht so recht. Eher an einen Manta - Chris, den sie am Nachmittag auf dem Fischerfest kennengelernt hat.
Ich sehe es umgekehrt. Den Chris har es gegeben und Marion schon etwas länger gekannt, aber nicht den Moped-Chris(sy), sondern eher "deinen" Manta-Chris. Marion wirkte älter/erwachsener, wer sagt uns denn, daß Chris kein Bubigesicht hatte und jünger wirkte als er war?
aliM. schrieb:@Höhenburg
Zu den Gemeinsamkeiten der beiden Mordfälle fallen mir auch noch die Musikkapellen auf. In Zirndorf das Bierzelt , in Kempten das Stadtfest und dann auch noch das Schulfest mit Kapelle. Ein Freund von mir ist in so einer Musikkapelle und die kommen richtig viel herum. Die spielen nicht nur im eigenen Dorf sondern auf regionalen und überregionalen Festen. Vielleicht erinnert sich ein Musiker dass sie sowohl in Zirndorf als auch in kempten gespielt hatten?
Das wäre denkbar und keine schlechte Idee.