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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

459 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

10.02.2026 um 13:24
@Höhenburg
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich sehe es so: Sollte der Melder des Porsche gesichert unverdächtig sein, stimmt seine Beobachtung, inklusive normaler Zeugenungenauigkeit. Ist der Melder hingegen im Kreise der Verdächtigen, wäre ich hinsichtlich seiner Aussage skeptisch. Denn die Beobachtung passt "zufälligerweise" sehr gut, um abzulenken (man denke nur kämpfendes Paar nahe einer späteren Leichenfundstätte, meine Güte, wie wahrscheinlich ist das).
Soweit ich die Lage überblicke, hat sich doch der BW-Soldat nach der xy-Sendung von sich aus gemeldet und seine Beobachtung mitgeteilt. Bitte um Korrektur, wenn ich da falsch liege.

Wenn es aber so war, wie ich das gerade im Kopf habe, dann wäre der Mann doch irre gewesen, sich zu melden, wenn er was mit der Tat zu tun hatte.

Ich sehe das eher so:
Der Soldat war auf dem Weg zu seiner Kaserne, wo am Montagmorgen der Dienst begann. Er machte die Beobachtung und stufte sie in der Situation als harmlos ein. Später kriegte er mit, was da passiert ist und vor diesem Hintergrund rief er sich den Vorfall wieder ins Gedächtnis. Da bekam er Zweifel und ggfs. ein schlechtes Gewissen, weil er nicht angehalten hat. Hat er sich so geirrt? Hätte er etwas verhindern können? Das hat ihm keine Ruhe gelassen und deshalb hat er seine Beobachtung gemeldet. Mehr konnte er nicht ( mehr ) tun.

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

10.02.2026 um 16:08
Zitat von DewDew schrieb:Wenn es aber so war, wie ich das gerade im Kopf habe, dann wäre der Mann doch irre gewesen, sich zu melden, wenn er was mit der Tat zu tun hatte.
Hallo @Dew! Das gibt es öfters, daß Täter "Zeugenaussagen" machen, um Verwirrung zu stiften. Wird häufig erkannt, aber dennoch immer wieder proviert. Außerdem darf man nicht vergessen, daß ein Täter sich gezwungen sehen kann, eine "Zeugenaussage" zu machen, wenn er sich nicht sicher ist, ob er nicht doch gesehen wurde und ein Alibi braucht. Beispiel hier im Falle: Nur mal hypothetisch angenommen, der Typ von 23 Uhr wäre der Täter. Er hat ja mitbekommen, daß ein Wagen vorbei kam. Er kann in dem Moment nicht wissen, was dieser Fahrer mitbekommen hat. Ergo wäre es gut für ihn, wenn es eine Aussage über ein Fahrzeug, das später dort gesehen wurde, gemacht würde. Und nicht nur ein aoffälliger Wagen, sondern auch noch einer in dem "gerauft" wurde, wie toll ist das denn?

Darum meine Einschränkung: Wenn der Zeuge definitiv nichts mit dem Mord zu tun haben kann, ist seine Meldung, wie unwahrscheinlich sie auch sein mag (2 Paare kämpfen binnen Stunden am selben wenig frequentierten Ort znd ein Mord geschieht dort), wphl wahr, Fehler in der Wahrnehmung eingeschlossen.
Könnte der Zeuge aber wie auch immer in den Mord verwickelt sein, wäre ich vorsichtig was die Glaubwürdigkeit der Aussage betrifft.

Grüße


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

10.02.2026 um 17:38
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Daraus darf man dann schließen, dass es auch nach der Obduktion keine körperlichen Anzeichen für eine Vergewaltigung gegeben hatte.
Der Einschätzung schließe ich mich grundsätzlich an, denn sonst legen sich die EB erfahrungsgemäß in so einer Frage fest, sofern eine Vergewaltigung auch medizinisch festgestellt wurde. Das ist im Normalfall möglich, wenn das Opfer -so wie hier- recht zeitnah zum Geschehen gefunden wird und der Körper nicht zerstört wurde. Aber es wäre natürlich auch ein Missbrauch wenn es andere, nicht nachweisbare, jedoch erzwungene Handlungen gegeben hätte oder der Versuch dazu unternommen wurde. Wie dem auch sei, generell wirft die Obduktion mMn mehr Fragen auf, als sie klärt. Trotzdem wurden aber im Filmbeitrag einige Sachverhalte gezeigt, die mit einem Todeszeitpunkt kurz nach der letzten bestätigten Sichtung Kollidieren würden. Das ist irritierend. Da bin ich mit dem User @HolzaugeSHK einer Meinung.

Tatsächlich gibt eine zwar sehr spekulative, aber mögliche Erklärung, wie die Fahrzeugsichtungen mit Marion in Verbindung stehen könnten, die wir bislang hier im Thread aber noch nicht beleuchtet haben.
Ich hatte mal geschrieben, dass wir (anhand der bekannten/veröffentlichten Informationen) nicht wissen, wo sich Marion zwischen ca. 19 und ca. 20 Uhr und dann später aufgehalten hat. Erst mit dem Fund ihrer Leiche endet die Unwissenheit.

Nehmen wir jetzt mal an, der Täter hätte Marion auf oder direkt am Fest getroffen und in seinem Fahrzeug mitgenommen. Dann würde das erklären, dass Marion nicht mehr auf dem Heimweg beobachtet wurde. Wir wissen allerdings nicht, wohin er Marion verbrachte. Vielleicht verbrachte er sie ja auch zunächst an einen anderen Ort. Entweder unter Zwang (Marion wehrte sich da noch nicht aus Angst und hoffte vielleicht noch freigelassen zu werden wenn sie kooperiert) oder freiwillig, weil ihr der Täter bekannt war. An diesem anderen Ort verging er sich an ihr oder er versuchte es zumindest. Er hielt sie in dem Fall also über einige Stunden fest. Erst dann versprach er Marion, sie vielleicht heim zu fahren. Als Marion merkte das sie tatsächlich aber nicht dorthin gefahren wurde, startete sie einen verzweifelt Fluchtversuch, der ihr schließlich misslang. In dem Fall könnten beide Fahrzeugsichtungen erklärt werden. Je nachdem wie lange der Täter Marion an diesem anderen Ort festhielt, kommen entweder der VW oder der Porsche in Frage.
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:Ich konnte den Quellen nicht entnehmen wo genau Marion von Ihrer Freundin auf dem Fest zuletzt gesehen wurde
Jene Freundin mit der Marion erstmalig das Fest besuchte sieht Marion letztmalig gegen 19 Uhr vor dem Festzelt, wo gerade der Streit zwischen den Jugendlichen deeskaliert worden war. Unter der Angabe das sie nun zu ihrer Oma gehen würde, verließ sie scheinbar das Fest, es gibt keine weiteren Sichtung, ihre Oma besuchte sie nicht. Gegen 20 Uhr wird sie dann vor dem Eingang des Festzeltes von einer anderen Freundin/Mitschülerin/Bekannten gesehen, die eben jenes mit ihren Eltern für den Heimweg verlässt und mit ihr kurz spricht. Im Filmbeitrag begibt sich Marion dann anschließend in das Zelt. Ab diesem Zeitpunkt gibt es bis zum Leichenfund keine gesicherte Sichtung mehr.
Zitat von DewDew schrieb:Es kann also so gewesen sein, dass sie entweder wusste, dass sich die zweite Person auf dem Fest aufhalten würde und sie diese dort überraschen wollte oder es eine Verabredung gab, die allerdings einen etwas weiter gesteckten Zeitrahmen hatte.
"Gezielte Verabredung" muss also nicht mit "geplanter Tat" ( Vergewaltigung und anschließender Verdeckungsmord ) einhergehen.
An dieser Stelle würde ich differenzieren wollen, welche Personen denn da überhaupt in Frage kommen. Da ist Chris(sy) ihr mutmaßlicher Schwarm, mit dem sie zuvor wohl unter unklaren Umständen ein paar zusammengetroffen ist, wobei man auch nicht weiß, ob in Gemeinschaft oder allein und wie lange. Gegen ihn spricht für mich, dass er trotz sehr detaillierter Beschreibung mit Merkmalen die den Personenkreis in denen er zu finden sein müsste, deutlich einschränken nie identifiziert, gefunden und befragt werden konnte. Wäre er tatsächlich zu jenem Zeitpunkt mit Marion in einer Liebesbeziehung also offiziell zusammen gewesen, hätten das die Freunde von Marion und/oder auch die Freunde von jenem Chris(sy) gewusst. Sie wurden ja auch gemeinsam beobachtet. Wieso sollte die Polizei dann nicht herausfinden wer ist?

Doch nehmen wir weiter an, es war so und sie waren ein Paar. Dann hätte er wissen können oder sogar müssen, dass Marion zwar älter wirkt als sie ist, jedoch noch keine nennenswerte "Erfahrung" mit Jungs/Männern gehabt haben konnte. Wenn er also mit ihr hätte schlafen wollen, konnte er sich denken, dass Marion sicherlich keine Lust hat, ihr berühmtes "erstes Mal" in einer zugigen, versandeten und steinigen Baugrube, einem aufgebrochenen, ungemütlichen Bauwagen an einem Sonntag Abend nach 20 Uhr zu haben, wenn sie am nächsten Tag Schule hat. Da wäre jede andere Gelegenheit, Zeitpunkt und Ort besser geeignet gewesen. Ergo hatte er mMn entweder an dem Abend den Vorsatz auch gegen ihren Willen zu erpressen, was er wollte. Ist das realistisch? Er hatte keine Waffe dabei. Es kann also nur spontan passiert sein. Aber genau das hätte er doch als ihr Freund wissen und erwarten müssen, dass sie da nicht freiwillig mitmacht. Das passt nicht. Wie kommt er mit ihr dort hin? Mit dem Moped? Jeder weiß, dass man auf dem Moped normalerweise keinen Doppelsitz hat. Warum wird sie dann nicht gesehen? So ein Moped ist laut, ein Pärchen darauf auffällig. Für mich passt das so nicht.

Vielleicht waren sie ja verabredet oder sie wollte ihn überraschen. Aber dann war er entweder eben nicht da oder hat sie versetzt. Eine Verabredung zum gemeinsamen Feiern/Kuscheln nach 20 Uhr am Sonntag, wo das Fest wahrscheinlich eh nur bis 21 Uhr geöffnet war, erschließt sich mir auch nicht wirklich.

Und wie taucht er dann nach der Tat anschließend unter? Färbt er sich die Haare, ändert den Namen, verkauft sein Moped? Wie soll das gehen? Er war mutmaßlich noch nicht allein mit eigener Wohnung und Beruf, sonst hätte er sich besser dort mit Marion zum kuscheln getroffen. Er wohnte wahrscheinlich noch bei den Eltern. Der Mord war Stadtgespräch. Warum hat ihn da nie jemand gemeldet und gesagt wo Chris(sy) zu finden ist?

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Kommen wir zu Mister X. Das jener Mr. X. mit Marion bekannt sein könnte finde ich auch plausibel. Zumindest vom sehen her. Vielleicht ein Kollege des Vaters, ein Nachbar, der hiesige Versicherungsvertreter oder der Außendienstler Playboy mit dem Porsche, der schonmal von den Mädels an der Eisdiele gesehen wurde. Vielleicht aber auch ein Offizier der US-Army, der Marion auf dem Fest sah und dann am Festgelände ansprach ob sie kurz helfen könne, da er sich nicht auskennt. Vielleicht setzt sie sich kurz ins Auto um ihm etwas auf der Landkarte zu zeigen?! Schon haben wir den Salat. Er übt Zwang aus und schon ist sie geräuschlos in seiner Gewalt. Ob er sie nun kennt oder nicht, er sich vielleicht mit amerikanischem Akzent als Soldat vorstellt der sich verfahren hat und sagt das sie im Dorf schonmal gesehen hat...Man weiß es nicht. Aber damit wäre Marion ein spontanes Opfer. Wenn er sie persönlich kennt, dann eher nicht eine Verabredung. Er muss wesentlich älter gewesen sein, wenn er einen Führerschein hatte. Warum sollte sich Marion mit ihm dort verabreden? Ich denke er bot Marion nur an sie eben mitzunehmen und entschied sich spontan ihr etwas anzutun. Das sie einstieg ist plausibel. Es sparte rund 20 Minuten Fußweg und sie kannte ihn ja vielleicht grob. Also möglich. Für mich auch wahrscheinlicher als Chris(sy).
Zitat von DewDew schrieb:Wenn der Täter einvernehmlich bekommen hätte, was er wollte, wäre womöglich gar nicht mehr passiert.
Wie ich schon weiter oben geschrieben habe. Wenn er mit Marion eine frische Liebesbeziehung hat, er weiß das sie absolut unerfahren und 12 Jahre alt ist, wie kommt er darauf, dass er ausgerechnet an diesem Abend, zu dieser Uhrzeit und dann auch noch auf einer dreckigen Baustelle genau das was er will (nämlich GV), einvernehmlich bekommt? Also entweder hatte er bereits den Vorsatz sie zu vergewaltigen (wobei mich dann wundert, warum er keine Waffe z.B. Messer etc. mitführte um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen) oder er war selten dämlich.
Zitat von DewDew schrieb:Die Wahrscheinlichkeit, dass sich M.B. auf der Suche nach ihrem Kontakt zwei Mal auf das Fest begab und sie dann von einem bis dahin unbeteiligten Dritten entdeckt und aufgegriffen wurde, ist zwar gegeben, m. E. aber geringer als das von mir dargestellte Szenario.
Wir wissen ja nicht einmal wo sie zwischen 19 und 20 Uhr war. Vielleicht war sie ja nie wirklich vom Fest weg und wollte nur die erste Freundin loswerden, weil sie mit den rockigen Jungs vom Biertisch im Zelt noch etwas flirten wollte?! Auch da könnte jener Mr. X zu finden sein. Und wenn man sich sympathisch ist, vielleicht hat er sie mitgenommen und seine "Chance" genutzt übergriffig zu werden.
Zitat von DewDew schrieb:Im unterschiedlichen Nachtatverhalten sehe ich eine Entwicklung des Täters. Vorher keine Anbahnung mehr nötig, nachher geplanteres Verstecken des Opfers.
In dem Zusammenhang wäre interessant was jene neuen Zeuginnen aussagten, die sich nach der aktuellen Sendung von AZ Xy bei den EB meldeten. Hat sich der Täter auch an jenen vergangen, sie aber -warum auch immer- nicht getötet? Warum tat er das dann bei Sonja Hurler erst wieder? Wenn diese Frauen nicht seine Opfer wurden, was machte der Täter in den 8 Jahren bis zu seinem neuen Verbrechen? Warum lauerte er Sonja an dem Abend auf und wo? Gewagte These: Gesetzt den Fall, er wäre schon bei Marion Beier der Biertisch-Nachbar und ihr Mörder gewesen, hätte damals schon Affinität zu Leder und MC gehabt, vielleicht war er dann tatsächlich in diesem MC zu finden an jenem Abend und sah Sonja vorbeilaufen. Spontan entschied er sich dann zur Tat. Das Sonja Hurler von ihm und anderen durch die Straßen gezerrt wurde, glaube ich ohnehin nicht.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich halte es für absurd zu glauben, Marion hätte für eine Saufbekanntschaft ein Donnerwetter und Hausarrest riskiert.
Ich finde es absurd anzunehmen:
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Der Porsche ist entweder reine Erfindung (um von sich abzulenken), ein unbeteiligtes Pärchen oder selbst das ist ziemlich weit hergeholt, Marion im Kampf mit einem Bekannten.
Das ein an der Tat völlig unbeteiligtes Pärchen Sex oder Streit in einem auf der Gegenseite stehenden, super engen Porsche 911 mit voller, eingeschalteter Beleuchtung (min. Zündung, ggf. Motor) und Innenbeleuchtung hat, während rein zufällig in unmittelbarer Nähe die tote Marion daneben liegt ist doch komplett abwegig. Noch abwegiger ist es anzunehmen, dass der 14-17 Jährige Moped-Chris(sy), blond mit langfen Harren und Sprachfehler an diesem Abend plötzlich zu einem gestandenen Bundeswehrsoldaten mit anderem "echten" Namen mutiert, der sich freiwillig bei der Polizei meldet, um einen super seltenen Porsche nebst streitendem/liebendem Paar darin erfindet, damit die EB einer Trugspur nachgehen und er von sich ablenkt. Die Gefahr bei dieser Aktion selbst als der Bekannte von Marion identifiziert zu werden ist doch viel zu hoch!
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Marions Heimweg war ziemlich kurz, komplett entlang bewohnter Straßen. Ein "Abgreifen" unterwegs wäre sicherlich aufgefallen und auch garantiert nicht lautlos gewesen. Mehr noch, es war Festwochenende und die Hauptstraßen um diese Zeit sicher belebter als sonst.
Wieso ordnest du das als "ziemlich kurz" ein? 2 Km sind fußläufig (wenn man nicht rennt) je nach Tempo und Schrittlänge meiner Meinung nach in etwa 18-25 Minuten zu schaffen. Das ist keine Weltreise. Bei Sonja Hurler war der Weg über 3x so weit. Aber trotzdem sind 18-25 Minuten kein Steinwurf oder Sichtweite. In der Zeit kann auf der Strecke durchaus viel passieren. Auch das man freiwillig mitgenommen oder auch unfreiwillig abgegriffen wird.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:A)(...) Wer hält da nicht an und fragt durchs Fenster (damit man nicht ausstegen muß wegen möglicher Autofalle) ob sie noch ganz knusper sind?
Ich wette die Mehrzahl all derer die dort vorbeikommen. Es ist doch allgemein bekannt, wie viele Menschen sich in scheinbar eindeutigen Gefahrenlagen eben nicht einmischen bzw. helfen und einfach weiterfahren. Deswegen gibt es doch diesen dämlichen Xy-Preis. Um das was selbstverständlich sein sollte zu belohnen weil es viel zu wenige Menschen tun. Von daher nichts ungewöhnliches.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:So ein Wagen war auch mit den Mitteln der 70er ermittelbar. Damals wie heute gab es Porsche nicht wie Sand am Meer, sowas ließ sich schon früher besser verfolgen als z.B. die Millionen an Käfern.
Möglicherweise befand sich das Fahrzeug da ja schon im Ausland. Vielleicht war er da schon abgemeldet/verkauft etc. Schwer zu sagen. Chris(sy) wurde trotz seltener Merkmale und klaren Eingrenzungsmöglichkeiten ja auch nicht gefunden.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

10.02.2026 um 18:17
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Vielleicht ein Kollege des Vaters, ein Nachbar, der hiesige Versicherungsvertreter oder der Außendienstler Playboy mit dem Porsche, der schonmal von den Mädels an der Eisdiele gesehen wurde. Vielleicht aber auch ein Offizier der US-Army, der Marion auf dem Fest sah und dann am Festgelände ansprach ob sie kurz helfen könne, da er sich nicht auskennt. Vielleicht setzt sie sich kurz ins Auto um ihm etwas auf der Landkarte zu zeigen?! Schon haben wir den Salat. Er übt Zwang aus und schon ist sie geräuschlos in seiner Gewalt. Ob er sie nun kennt oder nicht, er sich vielleicht mit amerikanischem Akzent als Soldat vorstellt der sich verfahren hat und sagt das sie im Dorf schonmal gesehen hat...Man weiß es nicht. Aber damit wäre Marion ein spontanes Opfer. Wenn er sie persönlich kennt, dann eher nicht eine Verabredung. Er muss wesentlich älter gewesen sein, wenn er einen Führerschein hatte. Warum sollte sich Marion mit ihm dort verabreden? Ich denke er bot Marion nur an sie eben mitzunehmen und entschied sich spontan ihr etwas anzutun. Das sie einstieg ist plausibel. Es sparte rund 20 Minuten Fußweg und sie kannte ihn ja vielleicht grob. Also möglich. Für mich auch wahrscheinlicher als Chris(sy).
Dieser Ablauf erscheint mir plausibel und überzeugt mich von allen bereits spekulierten Annahmen am meisten.

Heute Nachmittag bin ich die Strecke vom Auffindeort, vorbei an der ehemaligen Wohnadresse, bis Zirndorf Eichenhain (damals Standort Fischerfest) mal wieder abgelaufen und kam tatsächlich auf zwei Kilometer; ab ehemaliger Wohnadresse bis Eichenhain sind es 1,5 .Kilometer.

In einem Beitrag (ich weiß nicht mehr von wem) wurde bezüglich der kürzesten Wegstrecke entlang der Nürnberger Straße, sowie Rothenburger Straße von „dichter Bebauung“ gesprochen.

An relativ wenigen Wohngebäuden bezogen auf diese Strecke findet sich Architektur ab späte 70er bis etwa 2010. Erst in den 70ern begann das Bauen von Wohnraum im größeren Stil.

Sowohl Nürnberger- , als auch Rothenburger Straße sind typische Ausfallstraßen mit Tankstellen und Autohäusern.

Ein paar Impressionen vom heutigen Nachmittag mit ein paar Fotos vom Weg und Stadtpark mit Eichenhain.


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Blick in die Rothenburger Straße


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Blick in die Nürnberger Straße Richtung Zirndorf


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Rechts hinter den Sträuchern verläuft die Bibert,
dahinter, jenseits der Bibert, Stadtpark mit Eichenhain


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Eichenhain


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

10.02.2026 um 18:21
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Rechts hinter den Sträuchern verläuft die Bibert,
dahinter, jenseits der Bibert, Stadtpark mit Eichenhain
Beschreibung gehört zum 3.Bild.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

11.02.2026 um 07:57
Vielen Dank @Bundesferkel 🤗, Du hast uns hier mit Deinem Vor-Ort-Termin und den Bildern einen sehr guten Einblick in die Örtlichkeiten geliefert. Die jetztige Jahreszeit ist zwar etwas trostlos, aber breite und überschaubare Straßen, keine engen Gassen und kein gruseliger und dunkler Stadtpark.




Weiß man eigentlich um was es ging bei dem Streit im Festzelt? Warum gingen Marion und ihre Freundin mit vor das Zelt, dann waren ja beide irgendwie mit involviert und an einer Schlichtung interessiert? War Marion irgendwie genervt von der Situation bzw. ihrer Freundin, musste sie erst mal auf's WC, eine kurze Runde zum Luftholen durch den Park und über den Parkplatz wieder zurück zum Fest?
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Vielleicht war sie ja nie wirklich vom Fest weg und wollte nur die erste Freundin loswerden, weil sie mit den rockigen Jungs vom Biertisch im Zelt noch etwas flirten wollte?! Auch da könnte jener Mr. X zu finden sein.
Und Mr. X war der Junge Mann von Bild 10? 🤔
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Gesetzt den Fall, er wäre schon bei Marion Beier der Biertisch-Nachbar und ihr Mörder gewesen, hätte damals schon Affinität zu Leder und MC gehabt, vielleicht war er dann tatsächlich in diesem MC zu finden
Das war ja laut XY-Film eine größere Gruppe von Männern/Jugendlichen in Leder-Klamotten am Tisch, waren das Ortsansässige oder Gäste (aus Kempten), wie waren die motorisiert oder nur zu Fuß unterwegs?


Die Ermittler haben sich ja eigentlich bisher immer nur auf einen jungen Täter fokussiert. Und Deine Überlegung Herr @Slaterator sollte man auch mal in Betracht ziehen. Vielleicht war der Täter der nette Nachbar von nebenan, Trainer, Lehrer, Bauleiter oder Herr Kaiser von der Hamburg Mannheimer? Wie oft gibt es auch solche Fälle wo unauffällige ältere Männer übergriffig werden?
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Vielleicht ein Kollege des Vaters, ein Nachbar, der hiesige Versicherungsvertreter oder der Außendienstler Playboy mit dem Porsche, der schonmal von den Mädels an der Eisdiele gesehen wurde. Vielleicht aber auch ein Offizier der US-Army
Wenn der Täter Marion in einem Auto mitgenommen hat...
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wir wissen allerdings nicht, wohin er Marion verbrachte. Vielleicht verbrachte er sie ja auch zunächst an einen anderen Ort.
... und wo könnte dieser Ort gewesen sein? Der User @Ahn-Dung hatte schon mal das Bild 7 eingestellt
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Das Foto ist vom Gelände des damaligen Truppenübungsplatz aufgenommen und zwar mit Blick nach Westen.
Mit auf dem Foto ist das dem Tatort nächstgelegene BEWOHNTE Gebäude.
Dazu später mehr, ich bin noch nicht ganz durch mit der Verortung/Entfernungsangaben und heutigen Hausnummern
Was ist das für ein BEWOHNTES Gebäude, wo gibt's noch andere Möglichkeiten für ein Abtauchen von über 6,5 Stunden?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

11.02.2026 um 08:59
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Was ist das für ein BEWOHNTES Gebäude, wo gibt's noch andere Möglichkeiten für ein Abtauchen von über 6,5 Stunden?
Sechs Stunden sind eine lange Zeit und ich kann mir kaum vorstellen, dass sie die ganze Zeit in einem Fahrzeug in der Hainbergstraße saß, mal angenommen, sie wäre die betreffende Person gewesen, die sich dort im Kampf mit jemand anderem befand.

Es gäbe beispielsweise auch die Möglichkeit, dass sie in Begleitung die Auen an der Bibert aufgesucht haben könnte, damals gab es da meines Wissens nach auch noch einen alten Bahndamm.
Der Eichenhain lag damals direkt an den Bibert-Auen Richtung Dambach, inzwischen gibt es dort ein Wohngebiet mit Reihenhäusern aus den 80erJahren und ein paar freistehenden Häusern, die teilweise schon älter sind.

Auf Bild 7 tue ich mich auch schwer, das alles genau zu verorten; es ist ja inzwischen alles bebaut.
Wenn gewünscht, kann ich die Stelle suchen und aus dieser Perspektive aufnehmen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

11.02.2026 um 09:19
Du @Bundesferkel hast das Bild mit dem am Ford-Autohaus stehenden Fahrtrichtungsanzeiger eingestellt. Dort wird der Weg zum Frei- und Hallenbad angezeigt. Wie lange hatte im Sommer das Bibert Bad Zirndorf geöffnet? Könnte auch ein Badegast auf Marion getroffen sein?

Übrigens befindet sich heute der Fischereiverein Zirndorf ganz in der Nähe vom Freibad. Ob das 1973 auch so war entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

11.02.2026 um 09:50
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Wie lange hatte im Sommer das Bibert Bad Zirndorf geöffnet? Könnte auch ein Badegast auf Marion getroffen sein?
Als leidenschaftliche Nichtschwimmerin musste ich jetzt nachgucken.
Das Bad schließt um 22 Uhr.
Wie es damals war, weiß ich nicht.
Auf historischen Fotos erkenne ich ein relativ schlichtes Freibad, inzwischen gibt es auch eine Halle.

Ein Zusammentreffen eines Badegastes mit Marion könnte natürlich auf Höhe Bibert-Brücke stattgefunden haben; theoretisch ist alles möglich, auch, dass sie noch das kurze Stück nach Zirndorf Mitte gelaufen ist, allein oder in Begleitung.

Es gibt aber auch ein älteres Wirtshaus mit Biergarten, direkt an Marions kürzester möglicher Route an der Nürnberger Straße; sofern sie zu Fuß und alleine dort vorbeikam, könnte sie dort angesprochen worden sein.
Es scheint in erster Linie ein Bierlokal zu sein.
Wie es damals war, weiß ich nicht.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

11.02.2026 um 11:18
Ich muss mich leider extrem korrigieren.

In diesem meinem Beitrag....
Beitrag von Ahn-Dung (Seite 12)

liege ich bezüglich des Auffindeortes ganz schön daneben.

Von daher schon mal vorweg Danke an @321meins für seine Zweifel:
Zitat von 321meins321meins schrieb am 01.02.2026:
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb am 01.02.2026:Ich hatte den Fundort mal genauer verortet und dieser befindet sich entgegen der Annahme vieler User hier im Thread (oder bekannten Zeitungen) eben nicht auf dem heutigen LIDL-Gelände, sondern auf einem der heutigen Grundstücke darunter.
Das passt aber für mich irgendwie nicht.
Du hast recht gehabt, meine Einschätzung war falsch, ich habe mich bezüglich der Reihenhäuser geirrt gehabt.

--------
Meine neue präzisere Verortung habe ich mal anhand des Tatortfotos und einfügen der jeweiligen Gebäude und des Kanalschachtes gemacht.
Sorry für teilweise kindlich erscheinende Pfeile, ich habe Paint heute erstmalig benutzt


Verortung

und zum Vergleich hier der Link zu GoogleMaps:

https://www.google.com/maps/@49.4311292,10.9777266,218m/data=!3m1!1e3?authuser=0&entry=ttu&g_ep=EgoyMDI2MDIwOC4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

11.02.2026 um 12:04
@Höhenburg
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Das gibt es öfters, daß Täter "Zeugenaussagen" machen, um Verwirrung zu stiften.
Davon habe ich auch schon gehört bzw. gelesen.

Im vorliegenden Fall weiß derzeit nur der Täter ( wenn er noch lebt ), wann genau die Tat geschah. Die Todeszeitfeststellung der Ermittler umfasst normalerweise einen gewissen Zeitraum zwischen xxxx Uhr und yyyy Uhr. Zwischen der letzten Sichtung von M.B. ( So., 2000 ) und der Porschebeobachtung ( Mo., 0230 ) liegen 6h30`. Die Schätzung für die Todeszeit dürfte m. E. unter den vorliegenden Bedingungen einen deutlich kürzeren Zeitraum umfassen, sodass die Ermittler in der Lage sind, festzustellen, ob die weibliche Person im Porsche überhaupt M.B. gewesen sein kann oder nicht.
Für den Täter ist es nur sinnvoll, eine Trugaussage zur Ablenkung von seiner Person zu machen, wenn es ihm dadurch möglich erscheint, zu "beweisen", dass er zu dem ihm bekannten Tatzeitpunkt +/- eine Pufferzeit ganz woanders als am Tatort war.
Das erscheint mir mit der Porscheaussage nicht machbar, weil, und das ist jetzt meine persönliche Meinung, M.B. nicht erst mehr als sechseinhalb Stunden nach der letzten Sichtung getötet wurde.

Weiterhin denke ich, dass die Ermittler den Soldaten auch nach seinem Weg und der Zeit vor der Porschebeobachtung befragt haben. Wohnort, Abfahrtzeit, Fahrtzeit, geplante Ankunft etc. und da wären Unstimmigkeiten aufgefallen.
Ich sehe bislang keinen Ansatzpunkt, diesen Zeugen für verdächtig zu halten. Wenn die Ermittler Grund dafür hatten, hatten sie genug Zeit, dem nachzugehen.

Aufgrund der Nähe zum Tatort wären natürlich auch der Porschefahrer und seine Begleitung Personen, die man befragen könnte, ob ihnen wiederum irgendwas aufgefallen wäre, sofern sie nicht zu sehr miteinander beschäftigt waren.

Alles immer unter dem Vorbehalt des festgestellten Tatzeitpunktes.

MfG

Dew


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11.02.2026 um 13:23
@Slaterator :
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wie kommt er mit ihr dort hin? Mit dem Moped? Jeder weiß, dass man auf dem Moped normalerweise keinen Doppelsitz hat.
Hervorhebung von mir.

Autsch.
Auf die anderen Punkte komme ich noch, hier hast Du aber eine völlig falsche und verallgemeinerte Vorstellung vom "Moped" der frühen 70er Jahre. Da war einsitzig schon lange die Ausnahme, nachdem das erste zweisitzige Moped schon 1957 auf den Markt kam.
Die 1954 präsentierte und ab 1955 in Serie produzierte Jawa 550 war mit Fußrasten und Kickstarter ausgestattet. Diese aus Mopeds abgeleiteten Fahrzeuge wurden später als Mokicks bezeichnet. In Deutschland verbreiteten sich Mokicks erst Anfang der 1960er-Jahre, als die Entwicklung der Kleinkrafträder in zwei Richtungen ging. Einmal das klassische Moped mit Tretkurbel und zum anderen das Mokick.
Quelle:
Wikipedia: Moped

Es stellt sich hierbei letztlich nur die Frage, ob der Begriff "Moped" tatsächlich sprachlich auch korrekt entsprechend der Fahrzeugklasse
das klassische Moped mit Tretkurbel
verwendet wurde. Oder war es ein Mokick?
Oder ein Motorrad, dessen Besitzer es verniedlichend als "mein Moped" bezeichnete, was im Sprachgebrauch der Szene auch heute noch durchaus üblich ist.

Wie dem auch sei, selbst das klassengerecht bezeichnete Moped war höchstwahrscheinlich zweisitzig. Ob das dann in den xy-Filmen sachlich korrekt abgebildet wurde, ist nochmal eine andere Frage.

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

11.02.2026 um 14:37
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Und wie taucht er dann nach der Tat anschließend unter? Färbt er sich die Haare, ändert den Namen, verkauft sein Moped? Wie soll das gehen? Er war mutmaßlich noch nicht allein mit eigener Wohnung und Beruf, sonst hätte er sich besser dort mit Marion zum kuscheln getroffen. Er wohnte wahrscheinlich noch bei den Eltern. Der Mord war Stadtgespräch. Warum hat ihn da nie jemand gemeldet und gesagt wo Chris(sy) zu finden ist?
Hallo @Slaterator! Hallo @alle! Es ehrt dich zwar ans Gute im Menschen zu glauben, aber du unterschätzt völlig, wie einfach es war unterzutauschen (heute ist das schwieriger, aber dennoch machbar). Zwei Punkte: Die meisten Menschen sind nicht sonderlich gut bei der Wiedererkennung von Einzelpersonen, selbst kleine Änderungen wie Frisur und Kleidungsstil reichen oft aus die Leute unsicher zu machen und eher zu nein tendieren.
Die Anzahl an Kriminalfällen auf allmy, bei denen es Mitwisser geben muß, die eisern schweigen, ist Legion. Einer der berühmtesten Fälle mit Mitwissern ist der Fall Aichele. Dort gibt es gesichert Mitwisser, die nicht nur seit fast 4 Jahrzehnten schweigen, sondern auch noch ein Falschalibi decken.
Chris mußte damals keine großen Verrenkungen machen, heute mit Topphantombildern, Computerrekonstuktionen, usw. ist das viel schwieriger.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wieso ordnest du das als "ziemlich kurz" ein? 2 Km sind fußläufig (wenn man nicht rennt) je nach Tempo und Schrittlänge meiner Meinung nach in etwa 18-25 Minuten zu schaffen. Das ist keine Weltreise. Bei Sonja Hurler war der Weg über 3x so weit. Aber trotzdem sind 18-25 Minuten kein Steinwurf oder Sichtweite. In der Zeit kann auf der Strecke durchaus viel passieren. Auch das man freiwillig mitgenommen oder auch unfreiwillig abgegriffen wird.
Laut @Bundesferkel (danke schön übrigens) waren es 1,5 km bis zu Marions Zuhause, bis zum Tatort 2 km. Eineinhalb Kilometer sind fast nichts, gerade damals wurde noch mehr zu Fuß gelaufen.
Was die Mitnahme per Auto/Motorrad/Moped betrifft, habe ich ja bereits argumentiert, falls das geschehen wäre, es bestimmt kein Fremder war, sondern jemand, den Marion mindestens flüchtig gekannt hat.
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:An relativ wenigen Wohngebäuden bezogen auf diese Strecke findet sich Architektur ab späte 70er bis etwa 2010. Erst in den 70ern begann das Bauen von Wohnraum im größeren Stil.
Sowohl Nürnberger- , als auch Rothenburger Straße sind typische Ausfallstraßen mit Tankstellen und Autohäusern.
Nochmals danke @Bundesferkel, für deine Bilder. Laut Stadtplan war die Strecke schon 1973 voll bebaut, die Frage wäre ob das damals auch schon Autohäuser und Co. waren, zudem dürften viele Geschäfte Kombihäuser, Geschäft und Wohnungen, gewesen sein. Das Personenaufkommen ist nicht wie am Stachus, logisch, durch das Fest dürften aber viel mehr Leute als sonst noch unterwegs gewesen sein. Darum halte ich ein "Abgreifen" von Marion unterwegs für abwegig, denn es gab keinerlei Meldungen die in eine solche Richtung deuten.
Zitat von DewDew schrieb:Es stellt sich hierbei letztlich nur die Frage, ob der Begriff "Moped" tatsächlich sprachlich auch korrekt entsprechend der Fahrzeugklasse
das klassische Moped mit Tretkurbel
verwendet wurde. Oder war es ein Mokick?
Oder ein Motorrad, dessen Besitzer es verniedlichend als "mein Moped" bezeichnete, was im Sprachgebrauch der Szene auch heute noch durchaus üblich ist.
Hallo @Dew! Ich habe das Bauchgefühl, daß das Moped von Chris entweder hochgetuned oder sogar ein kleineres, echtes Motorrad war. Im Film sehen wir Marion mit einem Typen in Ledermontur reden, sie und ihre Freundin gehen ebenfalls aus dem Zelt als der Streit mit den Rockern geschlichtet werden soll (und wird). Warum wird das so eingebaut? Man hätte sie in Unterhaltng mit sonstwem zeigen können, um zu verdeutlichen das Marion auf dem Fest war.
Ich glube, daß ist ein Hinweis das Marion durch Chris in Kontakt mit diesem Umfeld kam und Chris wohl bereits 18-20 war und wahrscheinlich ein Motorrad hatte. Sie trafen sich auf dem Fest, die Zeitspanne in der Marion verschwand könnte bedeuten daß beide irgendwo beim Knutschen waren. Danach hat er ihr gesagt, er bringt sie heim hat aber noch etwas zu erledigen (durchaus möglich) und kommt sie am Fischerfest abholen. Dann fährt er an Marions Zuhause vorbei zum späteren Tatort, da womöglich noch freiwillig zu einer kurzen Knutscheinheit vor dem Heimgehen. Erst als es dann deutlich später wird und Chris, vielleicht von Alkohol befeuert mehr will, kommt es zu Kampf und Mord.

Der XY-Film von 1974 ist Jahre vor dem Mord in Kempten gedreht worden, kann also keine bewußte Ähnlichkeit der Darstellung haben. Das in beiden Fällen Zweiradfahrer eine Rolle spielen, dürfte kaum Zufall sein. Wie erwähnt, glaube ich nciht an Mister X als Täter, sondern Chris oder einen uns nicht namentlich Bekannten/Freund.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

11.02.2026 um 18:01
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Heute Nachmittag bin ich die Strecke vom Auffindeort, vorbei an der ehemaligen Wohnadresse, bis Zirndorf Eichenhain (damals Standort Fischerfest) mal wieder abgelaufen und kam tatsächlich auf zwei Kilometer; ab ehemaliger Wohnadresse bis Eichenhain sind es 1,5 .Kilometer.
Vielen lieben Dank für die Recherche vor Ort und auch ganz besonders für die guten Bilder! Für jemanden wie mich der nicht in der Nähe lebt und sich vor Ort deshalb keinen persönlichen Eindruck verschaffen kann, ist das absolut hilfreich. :Y:
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Weiß man eigentlich um was es ging bei dem Streit im Festzelt?
Leider nein. Zumindest wird das im originalen Beitrag von Xy aus 1974 nicht wirklich deutlich. Es kann allerdings mMn sehr gut sein, dass die Gründe für jene Auseinandersetzung in den Ermittlungsakten zu finden sind, da ja die Freundin von Marion zu diesem Zeitpunkt zugegen war und später auch befragt werden konnte. Leider wurde darüber bislang nichts öffentlich. Es bleibt demzufolge Spekulation.

Mal meinerseits ganz wild spekuliert, wäre es möglich das sogar Marion und/oder die Freundin von ihr der Grund für die Unstimmigkeiten gewesen sein könnten? Das würde zumindest erklären, warum Marion und ihre Freundin zusammen mit den Streithähnen das Festzelt verließen. Darüber hinaus könnte es vielleicht sogar erklären, warum sich Marion und ihre Freundin ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt trennten und möglicherweise auch, warum Marion -entgegen ihrer Ankündigung gegenüber jener Freundin zu diesem Zeitpunkt- eben nicht zur Oma ging, ggf. sogar gar nicht das Festgelände verließ. Für mich ist solch eine Überlegung nicht wirklich abwegig. Ich hatte das in meinem letzten Beitrag schon näher ausgeführt.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:War Marion irgendwie genervt von der Situation bzw. ihrer Freundin, musste sie erst mal auf's WC, eine kurze Runde zum Luftholen durch den Park und über den Parkplatz wieder zurück zum Fest?
Ja genau das hatte ich auch gedacht/spekuliert. Also das Marion gar nicht das Fest in Richtung des Wohnortes der Oma verließ, sondern in der Nähe oder sogar auf dem Gelände blieb. Die Sichtung gegen 20 Uhr wäre dann demzufolge keine erneute Rückkehr auf das Gelände von außerhalb, sondern ein zufälliges aufeinandertreffen mit einer anderen Bekannten zum Beispiel auf der Rückkehr von der Toilette zurück ins Festzelt.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Und Mr. X war der Junge Mann von Bild 10?
Der Mann dort ist ein Schauspieler. Den können wir sicher ausschließen. :D Aber -Scherz beiseite- natürlich könnte der Täter theoretisch auch unter jenen "Banknachbarn" zu finden sein. Ich halte das nicht für ausgeschlossen oder unrealistisch.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Das war ja laut XY-Film eine größere Gruppe von Männern/Jugendlichen in Leder-Klamotten am Tisch, waren das Ortsansässige oder Gäste (aus Kempten), wie waren die motorisiert oder nur zu Fuß unterwegs?
Auch das ist sicher interessant zu wissen. Leider gibt es meines Kenntnisstandes nach dazu keine veröffentlichten Erkenntnisse.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Was ist das für ein BEWOHNTES Gebäude, wo gibt's noch andere Möglichkeiten für ein Abtauchen von über 6,5 Stunden?
Grundsätzlich eignet sich ja fast jedes -für den Täter- zugängliches Gebäude, welches eine gewisse Einrichtung (Möbel) und ggf. Licht und eben Sicht-/Schallschutz bietet. Grundsätzlich dann ideal, wenn der Täter dort in diesem Zeitfenster ungestört agieren konnte.
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Es gäbe beispielsweise auch die Möglichkeit, dass sie in Begleitung die Auen an der Bibert aufgesucht haben könnte, damals gab es da meines Wissens nach auch noch einen alten Bahndamm.
Interessant. Gibt/gab es dort auch geeignete Bebauung bzw. Objekte wo sich der Täter mit seinem Opfer für diese Zeitspanne ungestört hätte aufhalten können?
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Es gibt aber auch ein älteres Wirtshaus mit Biergarten, direkt an Marions kürzester möglicher Route an der Nürnberger Straße; sofern sie zu Fuß und alleine dort vorbeikam, könnte sie dort angesprochen worden sein.
Es scheint in erster Linie ein Bierlokal zu sein.
Wie es damals war, weiß ich nicht.
Auch das ist ein sehr interessanter Punkt. Es wäre quasi ja auch eine Parallele zum Fall Sonja Hurler, die ja ebenfalls mutmaßlich an einem Vereinshaus -welches ja mit einer Kneipe durchaus vergleichbar ist- vorbeikam und der Täter dort auf sie aufmerksam geworden sein könnte.
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Ich muss mich leider extrem korrigieren.
Das ist überhaupt nicht schlimm. Es ist -im Gegenteil- sogar sehr lobenswert, dass du Irrtümer richtigstellst. :Y:
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Meine neue präzisere Verortung habe ich mal anhand des Tatortfotos und einfügen der jeweiligen Gebäude und des Kanalschachtes gemacht.
Sehr gut. Danke dafür!
Zitat von DewDew schrieb:Autsch.
Auf die anderen Punkte komme ich noch, hier hast Du aber eine völlig falsche und verallgemeinerte Vorstellung vom "Moped" der frühen 70er Jahre. Da war einsitzig schon lange die Ausnahme, nachdem das erste zweisitzige Moped schon 1957 auf den Markt kam.
Geschenkt. Dann gab es eben möglicherweise einen weiteren Sitz. Irrtum meinerseits. Sorry about. Diese Erkenntnis ändert allerdings rein gar nichts an der von mir dargestellten Theorie bzw. am Gesamtzusammenhang. Für mich jetzt ein belangloses Detail.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Es ehrt dich zwar ans Gute im Menschen zu glauben, aber du unterschätzt völlig, wie einfach es war unterzutauschen (heute ist das schwieriger, aber dennoch machbar).
Das ist jetzt natürlich deine persönliche Meinung zu dem Thema und die sei dir auch unbenommen. Ich denke da tatsächlich aber ganz anders darüber. Es war und ist mMn nie "einfach" gewesen, unterzutauchen und unter dem Radar zu bleiben. Vor allem dann nicht, wenn es besondere Merkmale wie z.B. den Sprachfehler in Kombination mit anderen Auffälligkeiten wie dem schwarzen Moped, roten Helm, blonden langen Haaren und sogar einer Einschätzung von Alter, Statur und Körpergröße gibt. Wenn dann so ein Mord Stadtgespräch ist und dieser Chris(sy), der ja Menschen bekannt gewesen sein muss trägt urplötzlich Kordhose, hat einen (gefärbt) schwarzen Mittelscheitel, Bootsschuhe, Karohemd und Pollunder, dann ist das auch auffällig. So einfach ist es nicht. Der hat Eltern, Nachbarn, Freunde, Bekannte...Da ist doch bei der Beschreibung klar wer gemeint ist. Egal ob er sich verkleidet. Außerdem konnte er in seinem mutmaßlichen Alter auch nicht einfach den Wohnort wechseln oder eine Lehrstelle. Was ist mit Verwandten? Mit den Eltern? haben die anhand der Beschreibung "ihren" Chris(sy) nicht erkannt? Alle schweigen bis heute, weil Chris(sy) so ein lieber, unschuldiger Moped-Kasanova war/ist? Das glaube ich persönlich nicht. Tut mir Leid.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Laut @Bundesferkel (danke schön übrigens) waren es 1,5 km bis zu Marions Zuhause, bis zum Tatort 2 km. Eineinhalb Kilometer sind fast nichts, gerade damals wurde noch mehr zu Fuß gelaufen.
Das diese Strecke fußläufig nicht als Weltreise anzusehen ist, habe ich auch nie in Frage gestellt. Aber es waren eben auch keine 3-5 Minuten sondern mindestens 15-25 Minuten Zeit unterwegs. Je nach Lauftempo und Schrittlänge. Für mich genug Strecke und Zeit für ein freiwilliges Einsteigen oder unfreiwilliges Abgreifen. Das hatte ich so auch schon geschrieben.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Was die Mitnahme per Auto/Motorrad/Moped betrifft, habe ich ja bereits argumentiert, falls das geschehen wäre, es bestimmt kein Fremder war, sondern jemand, den Marion mindestens flüchtig gekannt hat.
Auch das habe ich nicht ausgeschlossen. Aber Chris(sy) erscheint mir in diesem Fall sicherlich nicht als der "Hauptverdächtige". Das habe ich in meinen letzten Beiträgen aber auch ausführlich erläutert.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

12.02.2026 um 00:45
FRANKENFERNSEHEN.TV hat mal in die alten Ermittlungsakten geschaut.

Ich habe mein Holzauge 🧐 sehr bemüht, kann allerdings nicht Alles entziffern. Vielleicht kann noch ein anderer User mal drüberschauen?


IMG-20260211-WA0023

".... Eine Probe am Abend des 03.07.1973 ergab, daß alle Straßenlampen im Tatortbereich brannten. Das zuständige Überlandwerk gab Auskunft, daß in der Tatnacht keiner der fraglichen Beleuchtungskörper ausgefallen war."



IMG-20260211-WA0025

Und nun werden die 20 vorhandenen Aktenordner im Fall Marion Baier noch digitalisiert und vermutlich mit den Akten von Sonja Hurler abgeglichen. Vielleicht taucht ja der Name von Mr. X an beiden Orten auf!?

Ich frage mich gerade welchen Beruf der Mörder haben könnte. Wenn er diese Kette besaß, der Christophorus ja Schutzpatron der Reisenden und Autofahrer ist, war er vielleicht als Berufskraftfahrer tätig? Arbeitet er womöglich in Kempten bei einem großen Logistikunternehmen?


Bildquellen:
https://share.google/sXiOBeVCGtSubr15p


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

12.02.2026 um 01:34
Hallo @HolzaugeSHK ! Danke fürs einstellen! Ich kann zwar auch nicht großartig mehr erkennen, aber ganz oben der Satz endet wohl mit ",,, in Richtung Kreutles aufgenommen". Bezieht sich wohl auf das nur teils sichtbare Bild oberhalb.
Was mir allerdings bei allen bislang gesehenen Tatortbildern auffällt: Die Baugrube ist nicht wirklich tief. Jemand der steht, konnte problemlos gesehen werden.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

12.02.2026 um 02:34
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Geschenkt. Dann gab es eben möglicherweise einen weiteren Sitz. Irrtum meinerseits. Sorry about. Diese Erkenntnis ändert allerdings rein gar nichts an der von mir dargestellten Theorie bzw. am Gesamtzusammenhang. Für mich jetzt ein belangloses Detail.
Hallo @Slaterator! Das Detail ist weniger belanglos als du annimmst, da es Einfluß auf die Anzahl der Verdächtigen hat. Marion könnte problemfrei auf dem Soziussitz eines Mopeds oder Motorrades mitgefahren sein. Persönlich halte ich die Tatsache, daß in beiden Fällen, Baier wie Hurler, Zweiradbesitzer eine Rolle spielen, für keinen Zufall.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das ist jetzt natürlich deine persönliche Meinung zu dem Thema und die sei dir auch unbenommen. Ich denke da tatsächlich aber ganz anders darüber. Es war und ist mMn nie "einfach" gewesen, unterzutauchen und unter dem Radar zu bleiben. Vor allem dann nicht, wenn es besondere Merkmale wie z.B. den Sprachfehler in Kombination mit anderen Auffälligkeiten wie dem schwarzen Moped, roten Helm, blonden langen Haaren und sogar einer Einschätzung von Alter, Statur und Körpergröße gibt. Wenn dann so ein Mord Stadtgespräch ist und dieser Chris(sy), der ja Menschen bekannt gewesen sein muss trägt urplötzlich Kordhose, hat einen (gefärbt) schwarzen Mittelscheitel, Bootsschuhe, Karohemd und Pollunder, dann ist das auch auffällig. So einfach ist es nicht. Der hat Eltern, Nachbarn, Freunde, Bekannte...Da ist doch bei der Beschreibung klar wer gemeint ist. Egal ob er sich verkleidet. Außerdem konnte er in seinem mutmaßlichen Alter auch nicht einfach den Wohnort wechseln oder eine Lehrstelle. Was ist mit Verwandten? Mit den Eltern? haben die anhand der Beschreibung "ihren" Chris(sy) nicht erkannt? Alle schweigen bis heute, weil Chris(sy) so ein lieber, unschuldiger Moped-Kasanova war/ist? Das glaube ich persönlich nicht. Tut mir Leid.
Ein paar Anmerkungen: Wir wissen nicht, wie stark der Sprachfehler war. Eine leichte Ausprägung muss bei flüchtigen Begegnungen, z.B. Einkaufen, nicht direkt auffallen.

So wunderbar plakativ du die möglichen Veränderungen beschreibst, schießt du doch über das Ziel hinaus. Ein Großteil der Menschen hat schon Probleme mit der direkten Wiedererkennung wenn die Haare anders gekämmt sind und ein, zwei "untypische" Kleidungsstücke getragen werden.
Der Mensch ist im Laufe der Evolution sehr gut darin geworden, Typen und Typvarianten von Objekten und Lebewesen zu erkennen und unterscheiden, daß war wichtig fürs Überleben, Jagen und Sammeln.
Der Mensch ist deutlich weniger gut darin, Detailunterscheidungen auf Anhieb zu erkennen, da dies für eine jagende Spezies weniger wichtig ist. Zum Beispiel Wildschwein bleibt Wildschwein, egal ob das Fell dunkelgrau oder hellgrau ist.

Wie erwähnt, ehrt es dich, daß du an das Gute im Menschen glaubst, leider gibt es neben den netten Menschen eine gehörige Ladung A... Darum habe ich den Fall Aichele erwähnt, einer der bekanntesten ungelösten Fälle im Land. Es gibt gesichert familiäre Mitwisser dieses brutalen Mordes, die seit Jahrzehnten bis heute schweigen und ein Falschalibi decken. Das ist kein Einzelfall, weder in Deutschland noch anderswo.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

12.02.2026 um 16:38
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Meine neue präzisere Verortung habe ich mal anhand des Tatortfotos und einfügen der jeweiligen Gebäude und des Kanalschachtes gemacht.
Also für mich sieht das schlüssig aus, ich habe auch mehrfach versucht Häuser von den damaligen Fotos
zu erkennen und Strassen zuzuordnen aber nicht geschafft.
Vielen Dank an @Ahn-Dung @Bundesferkel und @HolzaugeSHK für die Mühe bei den Fotos bzw. Bildern.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ich habe mein Holzauge 🧐 sehr bemüht, kann allerdings nicht Alles entziffern. Vielleicht kann noch ein anderer User mal drüberschauen?
Ich habe den Film auch nochmal angehalten und hatte vielleicht Glück, es war gut zu lesen (natürlich Text trotzdem unter Vorbehalt)

Bild 3 "Zeigt den engeren Bereich der Fundortstelle-von Norden nach Süden in Richtung Kreutles aufgenommen. An der Westseite der Verbindungsstraße (Hainbergstraße) verläuft ein Gehsteig, Breite 1.60m.
Es ist eine Straßenbeleuchtung vorhanden, und zwar mit Peitschenmasten, die entlang des Gehwegs stehen. Einige von ihnen sieht man in der linken Bildhälfte."
Den Rest hattest Du @HolzaugeSHK ja schon entziffert.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

12.02.2026 um 16:58
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Baier wie Hurler, Zweiradbesitzer eine Rolle spielen, für keinen Zufall.
Schon die Tatsache, dass im Fall Sonja Hurler ein Biker vorgeladen wurde, der bereits wegen Sexualdelikten angezeigt worden war, und dass es aktuelle Meldungen über drei Frauen gibt, die damals im gleichen Alter wie Sonja Opfer von Sexualstraftaten wurden, ist äußerst auffällig.

Welche Informationen liegen eigentlich zu diesem Biker und dem MC von wo aus damals auch die Feier stattfand?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

12.02.2026 um 17:12
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:Welche Informationen liegen eigentlich zu diesem Biker und dem MC von wo aus damals auch die Feier stattfand?
Du sprichst jetzt von Kempten, nehme ich an.

Wer hat eigentlich erstmalig ins Gespräch gebracht, im Fall Marion Baier wären mit Marion und deren Freundin junge Männer in Lederkluft (Motorradkluft) im Bierzelt gemeinsam am Tisch gesessen, wo es danach mit ebenjenen zu Unruhen kam?

Man konnte wohl nicht eruieren, woher diese Gruppe kam.

Wären die Männer allesamt aus Kempten angereist, hätte man sie relativ klar schon am charakteristischen Dialekt als Allgäuer erkennen müssen.
Soweit ich mich erinnere, war die Gruppe aber von Zeugen nicht zuzuordnen.


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