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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

419 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

26.01.2026 um 18:56
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Konnte der Porsche durch die österreichischen Behörden überhaupt ausfindig gemacht werden?
Ich würde vermuten wenn der Zeuge aus Wien den Porsche über den genannten Zeitraum beobachtet hat dass er sich auch das Kennzeichen notiert hat. Ein Nürnberger Kennzeichen sollte es eigentlich auch für die deutschen Ermittler möglich machen den Halter zu finden. Der Fahrer des gelben Porsche muss ja überhaupt nicht der Täter, könnte aber ein wichtiger Zeuge sein. Das merkwürdige ist ja an den zwei Porschesichtungen auch dass jeweils an einem Ort wo ein anderes Kennzeichen für Anwohner normal wäre(Österreich sowieso, in Oberasbach wäre ja das Kennzeichen FÜ für Fürth üblich) ausgerechnet in beiden Fällen ein Nürnberger Kennzeichen gesehen wurde.
Bundeswehrsoldat sieht später gelben Porsche Targa mit Nürnberger Kennzeichen,
Quelle: https://www.wikixy.de/Sendung_vom_13.12.1974
Hinweis aus Wien auf einen gelben Porsche mit Nürnberger Kennzeichen, der vom Juli 1973 bis zum April 1974 in Wien unbenutzt gestanden hat.
Quelle: https://www.wikixy.de/Sendung_vom_13.12.1974
Zitat von Turmfalke23Turmfalke23 schrieb:Ich bin mir sicher, dass sich noch ältere Zeitgenossen an diese Festlichkeit erinnern, trotz der vielen vergangenen Jahre.
Das vermute ich auch und würde denken und hoffen dass viele Fotos gemacht wurden. Ein Foto von Marion mit einer männlichen Person neben sich könnte die Ermittler schon ein großes Stück weiter bringen, aber ich vermute das schon damals die Polizei nach Fotos von dem Fest gefragt.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

26.01.2026 um 19:43
Zitat von 321meins321meins schrieb:Das merkwürdige ist ja an den zwei Porschesichtungen auch dass jeweils an einem Ort wo ein anderes Kennzeichen für Anwohner normal wäre(Österreich sowieso, in Oberasbach wäre ja das Kennzeichen FÜ für Fürth üblich) ausgerechnet in beiden Fällen ein Nürnberger Kennzeichen gesehen wurde.
Fürth geht nahtlos in Nürnberg über, buchstäblich lückenlos. In das Nürnberger Knoblauchsland strecken sich Fürther Stadtteile hinein.
Oft wissen selbst Einheimische nicht immer, ob sie sich gerade in Nürnberg oder Fürth befinden.

Pendler aus Nürnberg, die in Fürth arbeiten und umgekehrt sind normal. Heute wie damals durch die Südwest-Tangente quasi ein Katzensprung. Diese Stadtautobahn mündet im Fürther Hinterland in die Bundesstraße 8 und wurde Ende 1970 fertiggestellt.
Man ist in 10 Minuten von Oberasbach aus in Nürnberg.

Für einen Nürnberger und seinen Porsche wäre es sicher kein großes Thema gewesen, nach Laune hin und her zu fahren.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

26.01.2026 um 22:22
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das ist natürlich auch möglich. Was mich an dieser Variante jedoch irritiert ist, dass der Wagen mit voller "Festbeleuchtung" entgegen der Fahrtrichtung (also auf der Gegenspur) und mit eingeschalteter Innenbeleuchtung abgestellt war. Da der entgegenkommende Zeuge geblendet wurde und ausweichen musste, gehe ich nicht von Standlicht aus was wiederum bedeutet, dass zumindest die Zündung eingeschaltet war oder sogar der Motor lief. Für mich passt das so nicht zu einem intimen "Schäferstündchen" in abgelegenerer Gegend am Straßenrand. Im Gegenteil. Es wirkt so, als wäre etwas auf dem Weg zu einem eigentlich anderen Ziel spontan eskaliert
Ja, das hast du natürlich recht. An die “Festbeleuchtung” hab ich auch nicht gedacht. Da könnte dann natürlich auch eine Tür geöffnet worden sein, so daß das Licht im Innenraum anging. Das wäre dann eher so, daß die Frau oder eben das Mädchen, falls es sich um Marion handelte, versuchte, aus dem Fahrzeug heraus zu kommen und der Fahrer sie daran gehindert hat. Da würde ich dann schon wieder eher dazu tendieren, daß das Marion war, denn wie hoch wäre denn die Wahrscheinlichkeit, daß am selben Abend gleich zwei Übergriffe an fast der gleichen Stelle stattfanden?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 00:27
Hallo alle miteinander!
Ich kenne den Fall aus der Zeit als man alte XY-Folgen noch auf youtube "bingen" konnte. :-)

Zu Chris: Ich glaube es hat ihn gegeben. Einen Teenagertraumprinzen mit Sprachfehler halte ich für äußerst unwahrscheinlich, der war keine Fantasie, sondern echt. Das man ihn in den Siebzigern nie finden konnte, ist nicht ungewöhnlich. Ganz andere Zeit wie heute, vieles mußte sehr mühsam und zeitaufwendig ermittelt werden. Wenn da die Bekanntenkreise der betreffenden Personen wenig Schnittpunkte aufwiesen, war es nicht ungewöhnlich, daß eine Zahl von Freunden und Bekannten nicht ermittelt werden konnten. Ganz abgesehen davon, daß wie z.B. im berühmten Fall Aichele, es Leute/Mitwisser gibt, die schweigen.
Übrigens, hat eigentlich jemand schon einmal daran gedacht, daß Marion bei der Beschreibung von Chris womöglich nicht aufgeschnitten, sondern abgemildert hat? Könnte Chris womöglich ein Mitglied jener halbstarken Rockergruppe gewesen sein, die auf dem Fest Stress gemacht hat? Da wurde dann aus dem Motorrad ein Moped und würde auch erkären, weshalb niemand in der Gegend je gute Hinweise auf Chris geben konnte.

Zum Porsche: Ich halte diese Spur tendenziell für eine Sackgasse. Der Wagen mit seinen Modifikationen ist auffällig, ich glaube nicht, daß es mehr als ein Dutzend gelbe 911er Targa(eher weniger) mit An/Umbauten aller Art im ganzen Großraum Nürnberg 1973 gegeben haben dürfte. Dazu war der Porsche auffällig geparkt und hell erleuchtet. Selbst um halb drei in der Nacht alles andere als unauffällig. Ich stimme mit @Mickelangelo überein, daß der Zeuge höchstwahrscheinlich unter dem Eindruck das dort später eine Leiche aufgefunden wurde, die Situation dramatischer einschätzte als sie war. Ich theoretisiere ein Pärchen "am Werk" im Auto, damals sehr üblich, auch um dem "Kuppelparagraphen" zu entgehen.
Marion wurde halb bekleidet mit einem Stein erschlagen aufgefunden. Das spricht mehr dafür, daß die Tat draußen eskalierte, nicht in einem Fahrzeug, denn es gibt leider genug Beispiele für Sexualstraftaten in einem PKW.
Ich halte es für nicht unwahrscheinlich, daß die Porschebesatzung die wahren Erstauffinder waren, Stichwort Pinkelpause nach Techtelmechtel und der beobachtete mögliche Streit darum ging, ob man "sich da hineinziehen lassen will", wenn man das meldet. Das mit dem Kuppelparagraphen war nicht so ohne, es dürfte mehr als nur einen Fall geben, wo Pärchen damals Beobachtungen verschwiegen haben.

Was wir nicht außer Acht lassen sollten, sind die Örtlichkeiten. Vom Fischerfestplatz zu Marions Wohnung sind es zu Fuß(!) schlechtensfalls 3 Kilometer, da ich nicht weiß wo genau in Oberasbach-Altenberg sie lebte. Das ist und war kein wirkliche Entfernung, gerade damals nicht. Der Tatort ist auch nicht weit von ihrem Zuhause weg und mehr, um dahin zu gelangen fährt man dort vorbei. Ich halte die Porschesichtung nachts um halb Drei für zu spät. wo hätte sich Marion bis dahin aufhalten sollen? Zum letzten Mal lebend gesehen wurde sie um 20 Uhr, daß sind sechseinhalb Stunden. Und der Porschefahrer, wäre er ein solcher Schwerenöter gewesen, hätte garantiert schon deutlich früher eindeutige Annäherungsversuche gemacht.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 04:12
@Höhenburg

Hallo und herzlich willkommen in dieser Diskussion!
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Das zentrale Problem für uns ist und bleibt, das es keine Angaben zum Todeszeitpunkt gibt.
Da kann man nicht viel ausschließen oder die Autosichtungen richtig zuordnen.
Exakt so. Ich frage mich tatsächlich, ob kein entsprechendes Ergebnis vorliegt oder ob man -warum auch immer- das Ergebnis nicht auf die Sichtungen anwendet. Beides ist für mich unverständlich.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Ich dachte bei der "Porschebeobachtung" auch eher an einen Wohlstandsbürger mit seiner Geliebten und nicht an Marion Baier.
Natürlich kann rein theoretisch zum Zeitpunkt der Sichtung zufällig ein anderes Pärchen in jenem Fahrzeug dort gewesen sein, welches sich zufällig in direkter Nähe zum späteren Tatort/Fundort aufgehalten und miteinander in jenem Fahrzeug "vergnügt" hat. Klar. Aber ist das realistisch? Für mich wäre das ein ziemlich großer Zufall. Kann natürlich sein. Aber ich halte das nicht für besonders wahrscheinlich, zumal der Porsche entgegen der Fahrtrichtung mit Beleuchtung usw. alles Andere als Intimsphäre bot. Meines Erachtens war das kein passendes Szenario für ein Schäferstündchen.
Zitat von 321meins321meins schrieb:Ich würde vermuten wenn der Zeuge aus Wien den Porsche über den genannten Zeitraum beobachtet hat dass er sich auch das Kennzeichen notiert hat.
Nicht unbedingt. Der Wagen war auffällig. Für viele Menschen unerschwinglich. Wenn der dann lange ungenutzt steht, fällt das auf. Aber deshalb notiert man sich ja nicht zwingend gleich das Kennzeichen, wenn sonst nichts verdächtig ist. Ich notiere mir ja auch nicht Kennzeichen von Fahrzeugen die länger nicht bewegt werden, aber zugelassen sind.
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Da könnte dann natürlich auch eine Tür geöffnet worden sein, so daß das Licht im Innenraum anging. Das wäre dann eher so, daß die Frau oder eben das Mädchen, falls es sich um Marion handelte, versuchte, aus dem Fahrzeug heraus zu kommen und der Fahrer sie daran gehindert hat. Da würde ich dann schon wieder eher dazu tendieren, daß das Marion war, denn wie hoch wäre denn die Wahrscheinlichkeit, daß am selben Abend gleich zwei Übergriffe an fast der gleichen Stelle stattfanden?
So nämlich. Ich denke auch, dass wir hier nicht den riesigen Zufall vorliegen haben, dass auf der Gegenspur bei voller Beleuchtung (mindestens Zündung, ggf. Motorlauf) ein ganz anderes Pärchen neben dem Tatort miteinander Geschlechtsverkehr im Auto hatte, sondern tatsächlich etwas eskaliert ist und es sich um eine handgreifliche Auseinandersetzung handelte.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich stimme mit @Mickelangelo überein, daß der Zeuge höchstwahrscheinlich unter dem Eindruck das dort später eine Leiche aufgefunden wurde, die Situation dramatischer einschätzte als sie war. Ich theoretisiere ein Pärchen "am Werk" im Auto, damals sehr üblich, auch um dem "Kuppelparagraphen" zu entgehen.
Wenn man sogar einer "illegalen" Tätigkeit nachgeht, hätte ich an Stelle der Porschebesatzung dann aber dafür gesorgt, dass alles möglichst unauffällig abläuft. Da halte ich nicht entgegen der Fahrtrichtung auf der Gegenspur, lasse das Abblendlicht, also Zündung und ggf. den Motor laufen und mache noch das Innenlicht an. Das alles passiert dann auch noch ausgerechnet an der Stelle, wo wenige Stunden später die Leiche von Marion Baier gefunden wird, umgeben von einer Brachfläche und Baugruben. Da gibt es definitiv bessere Orte und unauffälligeres Verhalten. Gerade dann, wenn man gegen ein geltendes Gesetz verstößt, das -wie du sagst- "nicht so ohne" war.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Marion wurde halb bekleidet mit einem Stein erschlagen aufgefunden. Das spricht mehr dafür, daß die Tat draußen eskalierte, nicht in einem Fahrzeug, denn es gibt leider genug Beispiele für Sexualstraftaten in einem PKW.
Das Marion Baier außerhalb eines Fahrzeuges am Fundort erschlagen wurde, sehe ich persönlich als gesicherte Tatsache an. Ich bezweifle aber, dass die Tat deshalb nicht in einem Fahrzeug begonnen haben kann. Das es sehr wahrscheinlich einen Kampf zwischen Opfer und Täter gegeben hat, wird ja bereits im Filmfall von 1974 gesagt. Es begann vielleicht im Auto, Marion riss sich los und flüchtete aus dem Fahrzeug, der Täter holte sie ein und erschlug sie dann. Eine plötzliche Eskalation.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich halte es für nicht unwahrscheinlich, daß die Porschebesatzung die wahren Erstauffinder waren, Stichwort Pinkelpause nach Techtelmechtel und der beobachtete mögliche Streit darum ging, ob man "sich da hineinziehen lassen will", wenn man das meldet. Das mit dem Kuppelparagraphen war nicht so ohne, es dürfte mehr als nur einen Fall geben, wo Pärchen damals Beobachtungen verschwiegen haben.
Dieser mögliche Streit mit dem angenommenen Thema "ob man sich da hineinziehen lassen will" wurde dann ja auch körperlich. Das zumindest ist ja die Zeugenaussage. War dieser ominöse "Kuppelparagraph" tatsächlich so existenzmordend und bedrohlich, dass man eine Leiche verschweigt und sich körperlich miteinander auseinandersetzt sowie anschließend für immer schweigt? Für eine Strafe hätte man den GV auch erstmal nachweisen müssen. Ich halte das -ehrlich gesagt- für unrealistisch.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Könnte Chris womöglich ein Mitglied jener halbstarken Rockergruppe gewesen sein, die auf dem Fest Stress gemacht hat? Da wurde dann aus dem Motorrad ein Moped und würde auch erkären, weshalb niemand in der Gegend je gute Hinweise auf Chris geben konnte.
Weil sich die Anwohner und bekannte dieses "Chris(sy)" vor dieser "Rockergruppe" aus Halbstarken fürchteten? Es war 1973. Das waren nicht die Hells Angels oder Bandidos. Da wurde auch bestimmt nicht aus der Harley ein Moped gemacht. Warum sollte man den beschriebenen jungen Mann nicht kennen und Hinweise geben können? Wenn doch die Truppe bekannt ist, hätten die EB doch genau da mal angesetzt. Da wären sie früher oder später auf den ominösen "Chris(sy)" gestoßen. Da erschließt sich mir nicht, warum er wegen dieser Zugehörigkeit zu den anderen Halbstarken nicht ermittelt werden konnte?!


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 08:48
FRANKENFERNSEHEN.TV berichtete am 26.01.2026 über den Mordfall an Marion Baier.

Zum Cold Case Marion Baier sind seit dem vergangenen Mittwoch rund 140 Hinweise bei der Kriminalpolizei eingegangen. Der über 50 Jahre alte Fall steht wohl mit dem Mordfall an Sonja Hurler in Kempten von 1981 in Verbindung.
Auch über ein halbes Jahrhundert später ist der Mordfall eines mutmaßlichen Sexualstraftäters ungelöst. Nach einer routinemäßigen Nachuntersuchung des Falls kommen die Ermittler auf eine neue Spur. Auch wegen moderner Ermittlungsverfahren.

Jan Frühwald leitet seit Oktober die vierköpfige Arbeitsgruppe „Hainberg“. Neben den Hinweisen der Öffentlichkeit durchforsten die Ermittler etwa 20 Aktenordner. Mit einer schnellen Auflösung des Falls ist deshalb nicht zu rechnen.
Auch in diesem Fall bittet Jan Frühwald um Hinweise, welche Personen an beiden Örtlichkeiten waren und Verbindungen 1973 nach Zirndorf und 1981 nach Kempten hatten.


Quelle:📺
https://www.frankenfernsehen.tv/mediathek/video/cold-case-marion-baier-kriminalpolizei-prueft-hinweise-der-bevoelkerung/


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 09:03
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Zu Chris: Ich glaube es hat ihn gegeben
Das denke ich auch, Sprachfehler, Moped und roter Helm wären mir zu viele Details für ausgedacht.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Aber deshalb notiert man sich ja nicht zwingend gleich das Kennzeichen, wenn sonst nichts verdächtig ist.
Als verdächtig bzw. ungewöhnlich würde ich hier die Tatsache einstufen dass ein Auto mit Nürnberger Kennzeichen längere Zeit in Wien unbenutzt steht, ein gelber Porsche noch dazu, egal ob mit Extra-Anbauten oder ohne wenn es ein anderes Fahrzeug war wird es vermutlich auch in Wien nicht so häufig gegeben haben. Deshalb könnte ich mir doch sehr gut vorstellen dass der Zeuge das Kennzeichen notiert hat.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Da halte ich nicht entgegen der Fahrtrichtung auf der Gegenspur, lasse das Abblendlicht, also Zündung und ggf. den Motor laufen und mache noch das Innenlicht an.
So wie Du es schreibst klingt es absolut logisch finde ich und würde dann tatsächlich gegen ein Treffen eines Pärchens im Auto sprechen


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 09:04
Zitat von 321meins321meins schrieb:Das denke ich auch, Sprachfehler, Moped und roter Helm wären mir zu viele Details für ausgedacht.
Oder zu viele für nicht ausgedacht?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 09:11
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich halte es für nicht unwahrscheinlich, daß die Porschebesatzung die wahren Erstauffinder waren, Stichwort Pinkelpause nach Techtelmechtel und der beobachtete mögliche Streit darum ging, ob man "sich da hineinziehen lassen will", wenn man das meldet. Das mit dem Kuppelparagraphen war nicht so ohne, es dürfte mehr als nur einen Fall geben, wo Pärchen damals Beobachtungen verschwiegen haben.
Bei einem Streit darüber, ob man sich möglicherweise wegen eines Techtelmechtels selbst kompromittieren würde, ein gesichtetes Verbrechen oder einen Leichenfund bei der Polizei zu melden, würde es eher nicht zu den beschriebenen Kampfszenen passen.
Nach der Entdeckung der Toten stünde man wohl eher unter Schock und stellte sich die Frage: und was machen wir nun?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 10:19
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:
Zitat von sören42sören42 schrieb:Vielleicht doch anderweitiger einvernehmlicher Sex im Auto, wo es gerade heiß herging, und die Situation von außen falsch interpretiert wurde?
Der User @Gildonus ergänzt dazu:
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Vieleicht hatte der Zeuge den Eindruck die Beiden im Auto "treiben" es miteinander. Das ist ein guter Grund um höflich vorbei zu fahren. Im Film macht man aber "kämpfen" draus, weil "miteinander treiben" geht garnicht im Fernsehen, da könnten Jugendliche bei zuschauen.
Ich halte es definitiv für ausgeschlossen, dass Marion Baier an diesem Abend/in dieser Nacht freiwillig Geschlechtsverkehr mit einem erwachsenen Mann hatte oder überhaupt an sowas Interesse hatte.
Vielen Dank für das Welcome. Hier liegt aber dann doch ein Missverständnis vor. Ich meinte es so, dass eine andere Person als Marion womöglich einvernehmlichen Sex im Porsche hatte, welcher vom Zeugen als "Kampf" interpretiert wurde, aus welchem Grund auch immer.

Zum Thema auffälliger Porsche und die Überlegungen, wer wohl 1973 ein solches Fahrzeug gefahren haben mochte, fiel mir, neben sylt-urlaubenden (Zahn-)Ärzten, anderweitigen Selbständigen und Freiberuflern wie Architekten und Geschäftsführern und Unternehmensberatungen und Werbeagenturen noch eine Gruppe ein: Rotlichtmilieu.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Aber ich halte das nicht für besonders wahrscheinlich, zumal der Porsche entgegen der Fahrtrichtung mit Beleuchtung usw. alles Andere als Intimsphäre bot
Wenn man an Rotlichtmilieu denkt, dann könnte dann die Möglichkeit, dass dies beobachtet werden sollte, auch eine "Marketingstrategie" gewesen sein, auf entsprechende "Angebote" aufmerksam zu machen.

Insgesamt bin ich sehr im Zweifel, ob dieser Porsche Targa mit Zusatzscheinwerfern und "Dachantenne" (dieser Targa hat aber ein Stoffdach, nach wie vor unklar, wo die Antenne da wie befestigt gewesen sein soll - ja das Bild Nr. 6 habe ich gesehen...) hier fallrelevant ist.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 11:35
Vielleicht noch ein paar Hinweise zum PORSCHE 911 TARGA der 1970er Jahre bzw. G-MODELL ... ich selbst fuhr so einen Sportwagen als Gebrauchtwagen in den späten 1980ern. Die damaligen 911er waren extrem klein und sind in keinem Fall mit der heutigen 992-Generation des 911er vergleichbar. Also richtigen genussvollen Sex kann ich mir da schwer vorstellen in so einem Auto. Selbst heute ist eine gewisse Akrobatik im 992er nötig Die Farbe ist sehr auffällig und die Zusatzscheinwerfer deuten auf ein strassentaugliches Rallyemodell hin ... eine Kombination, die wirklich ins Auge fällt. Und wie ich über den alten Porscheclub Nürnberg erfahren habe, gab es damals nur eine sehr überschaubare Anzahl an Besitzern solcher Autos ... Also wenn das Kennzeichen echt gewesen ist, müsste der Nürnberger Fahrzeughalter leicht zu ermitteln sein ...


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 11:42
Rotlichtmilieuporschebesitzer könnte übrigens passen, denn diese Art von Scheinwerfer nutzten entweder Motorsportliebhaber oder ein Klientel, das mit dem 911er extra auffallen wollte. Und mit der Funkanlage konnte man im Rallye-/Rennsport Fahrerkontakt halten und wenn man etwas technisch versiert war auch relativ leicht den Polizeifunk abhören ...


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 11:54
@Slaterator :
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Aber ich halte das nicht für besonders wahrscheinlich, zumal der Porsche entgegen der Fahrtrichtung mit Beleuchtung usw. alles Andere als Intimsphäre bot. Meines Erachtens war das kein passendes Szenario für ein Schäferstündchen.
Ich habe nochmal über die Szene nachgedacht und mich an meine eigene Jugend erinnert. Ich hatte nie einen Porsche aber mal die Gelegenheit, einen 2,8l-Monza zu fahren. Den hatte mein Vater als Leihwagen, weil sein eigentliches Auto in der Inspektion war.
Ich wollte meine Freundin von irgendwo abholen, hatte damals selbst als überzeugter Motorradfahrer noch kein Auto. Es war irgendwie kalt, meine Freundin hatte nicht die passenden Klamotten und mir war das Auto zugesichert worden. Der Käfer meiner Mutter. Der wurde aber kurzfristig anderweitig gebraucht und war weg.
Ich bekam also den Monza mit dem Hinweis, vorsichtig zu sein und fuhr mal eben die 15 km mir sehr vertraute Strecke. Manometer, das Ding hatte Dampf, kam meiner BMW deutlich näher als der Käfer.
Wie das dann so ist, als meine Freundin neben mir saß, gab ich dem Monza noch ein bisschen mehr Leine und in den Kurven begann es zu pfeifen und dank der wirklich guten Straßenlage blieb es auch genau dabei. Gerade so...?

Ich landete nicht auf der Gegenfahrbahn sondern unbeschädigt zu Hause und da bekam ich dann die Ansage von meiner Freundin und da waren auch ein paar Schläge auf die Schulter dabei, die definitiv nicht als anerkennendes Schulterklopfen gemeint war. Kein hysterischer Anfall, sie war stinksauer.

Ich könnte mir vorstellen, dass sich da am Straßenrand eine ähnliche Szene abgespielt hat, nachdem der Porschefahrer es beim Versuch, seine Begleiterin zu beeindrucken, es gerade so eben nicht in die Landschaft jenseits der Straße geschafft hatte.
Dazu passt, dass die volle Beleuchtung an war und die Innenbeleuchtung auch. Die Beifahrerin hat vielleicht angekündigt, lieber sofort zu Fuß weiterzugehen, als noch mehr Stunts mitzuerleben und dabei die Tür einen Spalt weit geöffnet, was der entgegenkommende Zeuge nicht sehen konnte.
Und dazu passt auch die auffällige Zusatzscheinwerferanlage, da wollte jemand was zeigen.

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 12:49
Hallo @Dew , hallo @alle !
Zitat von DewDew schrieb:Ich könnte mir vorstellen, dass sich da am Straßenrand eine ähnliche Szene abgespielt hat, nachdem der Porschefahrer es beim Versuch, seine Begleiterin zu beeindrucken, es gerade so eben nicht in die Landschaft jenseits der Straße geschafft hatte
Das würde auch erklären weshalb ein Sportwagen um diese Zeit unterwegs war. Wenn man die PS ausfahren will, braucht man eine "freie Strecke" und die hat man tagsüber eher selten. In meiner Jugend gab es auch die "Aussage" das Nachts um zwei Uhr kein Polizist unterwegs ist, weil da Schichtwechsel sei. Das wäre dann auch "die richtige Zeit", wenn man ein Auto ohne Nummernschild überführen, oder etwas "sportlicher" fahren will.

Deine Annahme find ich durchaus plausibel.


Gruß, Gildonus


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27.01.2026 um 13:39
Sind denn diese beiden Fahrzeuge überhaupt noch relevant, bzw. vorrangig zu beachten?

Ich habe mir die Links von der ersten Seite hier im Thread nochmal angeschaut und bei dem Polizeibericht der Fürther Polizei wird das nicht mehr erwähnt und auch in den Zeitungsartikeln werden die beiden Autos nur noch am Rande erwähnt.

Youtube: Cold Case Marion Baier: Nach 52 Jahren neue Spur im Mordfall von Oberasbach
Cold Case Marion Baier: Nach 52 Jahren neue Spur im Mordfall von Oberasbach
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Ich kann mir vorstellen, dass der Porschefahrer schon gefunden wurde und die Ermittler keinen Tatverdacht gegen ihn hatten.
Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass der Halter eines so auffälligen Autos nicht ermittelt werden konnte, außer der Wagen war zu dem Zeitpunkt als gestohlen gemeldet o.ä.

Deswegen wurde dieser Porsche auch bei den neueren Aufrufen evtl. nicht mehr erwähnt.
Ganz auszuschließen sei der Porschefahrer vielleicht dennoch nicht, weswegen vielleicht der Porsche erstmal nicht mehr erwähnt, aber auch nicht entlastet wurde.

Oder täusche ich mich da und ich habe nur einen neueren Bericht oder Aufruf nach dem Porsche übersehen?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 14:02
Hallo @Agrimony , hallo @alle !
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Sind denn diese beiden Fahrzeuge überhaupt noch relevant, bzw. vorrangig zu beachten
Ich wundere mich schon das die beiden Fahrzeuge überhaupt in der Sendung Aktenzeichen XY erwähnt wurden. Die beiden Fahrzeuge sind auf ihre Art selten und leicht zu identifizieren, es wurde auch nur erwähnt das sie gesehen wurden und nicht das man die Fahrer als Zeugen o.Ä. sucht. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern. Wenn man die Halter zeitnah ermitteln konnte, was ich für wahrscheinlich halte, waren beide Sichtungen für den Filmfall oder die Ermittlung unwichtig geworden.

Ich vermute das man für den Filmfall irgend ein "Füllstoff" brauchte, den Fakten, auch Punkte die wissenswert sind um Zeugen zu erreichen, werden kaum genannt. Als "alter Ketzer" behaupte ich mal die Sendung grenzt schon an Arbeitsverweigerung.


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 15:05
Zitat von soomasooma schrieb:Oder zu viele für nicht ausgedacht?
Wenn sich Marion mit diesem Chris getroffen hatte und einer Freundin von ihm erzählt finde ich persönlich nichts ungewöhnliches an der Beschreibung. Warum er dann nicht gefunden wurde? Vielleicht gab es zu der Zeit doch mehr Fahrer eines Mopeds, auch mit rotem Helm als man denkt.
Zitat von dukeofaragondukeofaragon schrieb:Und wie ich über den alten Porscheclub Nürnberg erfahren habe, gab es damals nur eine sehr überschaubare Anzahl an Besitzern solcher Autos ..
Das ist auf jeden Fall interessant, und mit den zusätzlichen offenbar nicht üblicherweise zum Porsche Targa gehörenden Dingen wie Antenne und zusätzlichen Scheinwerfern wäre die Möglichkeit vermutlich noch größer dass jemand Auto und Fahrer kennt bzw gekannt hat
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Ich kann mir vorstellen, dass der Porschefahrer schon gefunden wurde und die Ermittler keinen Tatverdacht gegen ihn hatten.
Eigentlich hätte ich dann gedacht dass ein Nachtrag hier
https://www.wikixy.de/Sendung_vom_13.12.1974 stehen würde, ein Hinweis dass der Porschefahrer gefunden wurde


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 16:30
Hallo @Slaterator!

Grüße auch zurück!
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wenn man sogar einer "illegalen" Tätigkeit nachgeht, hätte ich an Stelle der Porschebesatzung dann aber dafür gesorgt, dass alles möglichst unauffällig abläuft. Da halte ich nicht entgegen der Fahrtrichtung auf der Gegenspur, lasse das Abblendlicht, also Zündung und ggf. den Motor laufen und mache noch das Innenlicht an. Das alles passiert dann auch noch ausgerechnet an der Stelle, wo wenige Stunden später die Leiche von Marion Baier gefunden wird, umgeben von einer Brachfläche und Baugruben. Da gibt es definitiv bessere Orte und unauffälligeres Verhalten. Gerade dann, wenn man gegen ein geltendes Gesetz verstößt, das -wie du sagst- "nicht so ohne" war.
Du missverstehst da den Kuppelparagraphen. Im Auto "rummachen" war absolut legal und wurde darum auch eifrig landauf, landab praktiziert. Wären sie nach Hause gegangen und unverheiratet gewesen, der Hausbesitzer hätte wegen Kuppelei dran sein können. Witziges Detail am Rande: Der Kuppelparagraph war ein Ding der Nachkriegszeit, selbst zu Kaisers Zeiten gab es sowas nicht, sogar damals war man da schon weiter gewesen. :-)
Jedenfalls halte ich die Zeugenaussage zum Porsche und seinen Insassen für bestenfalls seltsam. Wie erwähnt, glaube ich das der Zeuge unter dem Eindruck, daß eine Leiche dort gefunden wurde, seine Aussage dramatisiert hat. Wer prägt sich soviele Wagendetails ein, schaut aber nicht nach dem Rechten? Ich theoretisiere das das Pärchen entweder "Spaß hatte", was durch die Enge des Fahrgastraums der frühesten 911er wie ein Kampf rüberkommen könnte oder sie hatten Krach, weil der Fahrer, wie von @Dew und @Gildonus erwähnt, es etwas zu sportlich angehen ließ.

Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Da erschließt sich mir nicht, warum er wegen dieser Zugehörigkeit zu den anderen Halbstarken nicht ermittelt werden konnte?!
Unterschiedliche Bekanntenkreise mit unterschiedlichen Haltungen zur Polizei. Bei uns in der Gegend gibt es beispielsweise einen Cold Case wo eine Bekannten/Freundesgruppe der vermissten Person garantiert etwas weiß, aber bis heute keinen Piep über Allgemeinplätze hinaus der Polizei mitgeteilt hat.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das Marion Baier außerhalb eines Fahrzeuges am Fundort erschlagen wurde, sehe ich persönlich als gesicherte Tatsache an. Ich bezweifle aber, dass die Tat deshalb nicht in einem Fahrzeug begonnen haben kann. Das es sehr wahrscheinlich einen Kampf zwischen Opfer und Täter gegeben hat, wird ja bereits im Filmfall von 1974 gesagt. Es begann vielleicht im Auto, Marion riss sich los und flüchtete aus dem Fahrzeug, der Täter holte sie ein und erschlug sie dann. Eine plötzliche Eskalation.
Das ist richtig, daß es in einem Fahrzeug begonnen haben kann, muß aber nicht. Zum Einen wurde nicht nach Kleidung gefragt, die im Auto verblieben war, woraus sich schlußfolgern ließe, daß die komplette Bekleidung aufgefunden wurde. Zum anderen dürfen wir nicht die Entfernungen vergessen.
Nachdem was mir bislang bekannt ist, war die Entfernung vom Festplatz in Zirndorf zu Marions Zuhause etwas über 2 Kilometer Fußweg, entlang bewohnter Strecke, nicht irgendwelche Feldwege. Trampen halte ich für komplett ausgeschlossen, du läufst diese Strecke schneller als ein Wagen anhalten wird.
Der Tatort liegt höchstens 300 Meter von Marions Haus/Wohnung entfernt, womöglich kann man sogar hinsehen. Ich halte eine Vorverabredung für zwingend und das Treffen dort wahrscheinlich noch bei Tageslicht oder früher Dunkelheit. Selbst ohne Sommerzeit ist es Anfang Juli bis nahe 22 Uhr in unseren Breiten halbwegs hell, wenn es keine/kaum Bewölkung gibt.
Marion und ihr Umfeld kommen sehr normal rüber, selbst für eine frühreife, selbstbewußte 12jährige in den Siebzigern halte ich unter solchen Umständen ein Draußensein bis Mitternacht gerade noch denkbar, länger nicht. Und ich halte es für noch wahrscheinlicher durch den Schulmontag das Marion wohl mit einbrechender Dunkelheit zuhause sein wollte.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Ich wundere mich schon das die beiden Fahrzeuge überhaupt in der Sendung Aktenzeichen XY erwähnt wurden. Die beiden Fahrzeuge sind auf ihre Art selten und leicht zu identifizieren, es wurde auch nur erwähnt das sie gesehen wurden und nicht das man die Fahrer als Zeugen o.Ä. sucht. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern. Wenn man die Halter zeitnah ermitteln konnte, was ich für wahrscheinlich halte, waren beide Sichtungen für den Filmfall oder die Ermittlung unwichtig geworden.
Ich vermute das man für den Filmfall irgend ein "Füllstoff" brauchte, den Fakten, auch Punkte die wissenswert sind um Zeugen zu erreichen, werden kaum genannt. Als "alter Ketzer" behaupte ich mal die Sendung grenzt schon an Arbeitsverweigerung.
Wahrscheinlich weniger "Arbeitsverweigerung" als vielmehr die Tatsache, daß Marion Baier und ihre Familie ziemlich genau Durchschnittsbürger waren und sie einfach wahnsinniges Pech hatte an einen mörderischen Vollarsch (Entschuldigung für die Wortwahl) zu geraten.
Das ist ein Unterschied zu Kempten, denn Sonjas Umfeld war deutlich problembehafteter.

Generell jedoch weisen beide Fälle große Parallelen auf: 2 älter wirkende Teenager, jeweils das erste Juliwochenende, Stadtfeste, beide Opfer nahe ihrer Zielorte getötet/abgelegt (binnen 300 Metern), Rocker, wenn auch unterschiedlich stark, involviert.
Beachtenswert finde ich auch, daß Kempten weiter auf das Umfeld der jugendlichen Rabauken setzt. Es wird von allen Seiten die enge Zusammenarbeit hervorgehoben. Da muß es einen guten, nicht genannten Grund geben, weshalb man trotzdem an den Hugendlichen dranbleibt, denn ganz so jugendlich kann der Täter 1981 nicht mehr gewesen sein.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 17:45
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Generell jedoch weisen beide Fälle große Parallelen auf: 2 älter wirkende Teenager, jeweils das erste Juliwochenende, Stadtfeste, beide Opfer nahe ihrer Zielorte getötet/abgelegt (binnen 300 Metern), Rocker, wenn auch unterschiedlich stark, involviert.
Sehe ich genauso. Was meinst du bzgl.
der Ablage? Einmal in einer Baugrube, das andere mal unter einem Stadl. Aus meiner Sicht beides mal wenig Aufwand und im Zusammenhang mit einem "Bauwerk".

Die Nähe zum Zielort ist auch sehr auffällig. Wirkt auf mich so als ob jemand den Mädchen angeboten hat sie heimzubringen und bis zum schluss mit sich gerungen hat ob er das durchzieht. Passt auch zu der schlampigen eher spontanen Ablage. Könnte mir gut vorstellen dass derjenige noch öfter Anhalterinnen mitgenommen hat und nichts gemacht hat.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

27.01.2026 um 17:49
Hallo @Höhenburg , hallo @alle !
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Pech hatte an einen mörderischen Vollarsch (Entschuldigung für die Wortwahl) zu geraten
Entschuldigung angenommen, wir sind bei Allmy und nicht in einem Klosterseminar.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Das ist richtig, daß es in einem Fahrzeug begonnen haben kann, muß aber nicht.
Ich würde meinen Allerwertesten nicht darauf verwetten, es wäre aber die wahrscheinliche Möglichkeit. Wer geht schon gerne 2 Km zu Fuß nach Hause, wenn ein freundlicher Herr, der "zufällig" in die gleiche Richtung fährt, einem mitnehmen will.

Der Mordfall Sonja Hurler sieht für mich wie ein "klassischer" Anhaltermord aus, viele Unterschiede sehe ich nicht bei den beiden Taten.

Achtung Spekulation : Der Modus Operandi könnte darin bestehen das der Täter auf Volksfeste fährt und dort gezielt nach jungen Mädels schaut, die er dann nach Hause fahren kann oder zu einer Spritztour einläd. So etwas hat der Täter möglicherweise dutzende Male probiert, ehe er zuschlagen konnte. Damit könnte er aufgefallen sein.

Die Aussage "Arbeitsverweigerung" hat nichts damit zu tun das es um Normalbürger geht, sondern damit das man bei Aktenzeichen XY viele Punkte nicht genannt hat, die für die Öffendlichkeitsfahndung wichtig gewesen wären. Stadt dessen berichtet man von Autos, deren Fahrer man zum Sendezeitpunkt schon überprüft haben sollte. Die Sendung ist so betrachtet ein "abschreckendes Beispiel".

Ein wichtiger Punkt, den man nicht genannt hat, war die vermutete Tatzeit. In der von @HolzaugeSHK Fernsehsendung Frankenfernsehen wird berichtet sie sei vermutlich auf dem Heimweg gewesen und bei einer "bürgerlich braven" Familie vermute ich mal sie wollte vor 22 Uhr zu Hause sein. Letztlich sind das aber nur meine Vermutungen.


Gruß, Gildonus


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