Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Todesdrama am Großglockner

481 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

gestern um 10:52
Zitat von StreuselStreusel schrieb:Das denke ich nicht. Der Hubschrauber hätte sie nicht bergen können. Ob ein "Ja" etwas am Ablauf des Geschehens geändert hätte, ist unklar. Ein "Ja" hätte die brenzlige Situation nicht einfach aufgelöst.
Ob der Hubschrauber sie zu dem Zeitpunkt hätte bergen können, weiß ich nicht. Ein Ja hätte aber die Rettungskette in Gang gesetzt. Also war Hilfe annehmen alles was er hätte tun müssen und auch hätte tun können.
(Abgesehen davon, dass er Kerstin noch mit Biwak und Rettungsdecke versorgen hätte können.)
Wie schnell und erfolgreich die Rettung dann verlaufen wäre ist natürlich ungewiß in einer Notsituation im Hochgebirge.
Zitat von StreuselStreusel schrieb:Ich denke dieser Notrufversuch hängt mit ihrem Seilpendler, bei dem sie sich an der Hüfte verletzte, zusammen. Wenn sie danach festgestellt hat, dass sie keine schweren Verletzungen erlitten hat, dann könnte sie schon wieder Zuversicht gefasst haben die Tour weiter zu machen. Und zu der Zeit, als der Hubschrauber kam, waren sie schon so dicht vorm Gipfel, dass es ihr möglich erschien, den ihn absehbarer Zeit zu erreichen.
Das ergibt Sinn, aber ich dachte der Seilpendler war später. Weiß das jemand genauer?


2x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 10:56
Zitat von equinoxxequinoxx schrieb:Das ergibt Sinn, aber ich dachte der Seilpendler war später.
Kann auch sein, dass der Anruf während der Seilblockade vorher erfolgte. Da verging ja auch mehr als eine Stunde, bevor diese behoben war.


melden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 11:04
Ok, ich denke du hast recht. Es ist seltsam, dass Kerstin wegen eines noch vergleichsweise (!) harmlosen Vorfalls die Bergrettung rufen wollte, und sich später, als die Situation bei weitem nicht einfacher war, vom Hubschrauber wegdrehte.
Hier noch eine Timeline:
06:45 Uhr: Start der Tour am Parkplatz.
13:00 Uhr: Einstieg in den Stüdlgrat, zunächst am laufenden Seil. Durchschnittliche Aufstiegsleistung bis dahin: 275 Höhenmeter pro Stunde.
14:50 Uhr: Erreichen des "Frühstücksplatzls" nach fünf Stunden Aufstieg von der Stüdlhütte. Dort befindet sich ein Warnschild, das bei Überschreiten der empfohlenen Richtzeit – 3 Stunden ab der Stüdlhütte – zur Umkehr rät. Die Aufstiegsleistung war inzwischen auf 69 Höhenmeter pro Stunde gesunken.
17:00 Uhr: Sonnenuntergang. Die Seilschaft kommt nur noch mit 16 Höhenmetern pro Stunde voran. Laut Angeklagtem kommen mehrere Schwierigkeiten hinzu: ein Seilverhänger (1,5 Stunden Zeitverlust) sowie ein Sturz der Verunglückten an der Schlüsselstelle, wobei sie leichte Verletzungen erlitt.
17:22 Uhr: Auf dem Handy der Verunglückten wird "149" gewählt: jene Zahl nahe dem alpinen Notruf 140. Die Bedeutung bleibt ungeklärt.
18:00 Uhr: SMS der Verunglückten an die Mutter: "Sind oben." Nach Ansicht des Richters und der Angehörigen wohl eine Beruhigungsnachricht.
22:50 Uhr: Ein Polizeihubschrauber kreist über der Seilschaft. Es gibt keine Signale, die auf einen Rettungsbedarf hindeuten. Der Heli dreht ab.
00:35 Uhr: Erstes Telefonat mit der Polizei. Der Angeklagte geht von einem Hilferuf aus. Der Polizist hingegen versteht: "Wir brauchen heroben nichts vom Hubschrauber, es ist alles in Ordnung." Laut späterem Gutachten bestand zu diesem Zeitpunkt bereits eine akute Notsituation.
ca. 02:00 Uhr: Der Angeklagte bricht allein auf, um Hilfe zu holen. In dieser Phase herrscht Funkstille, obwohl die Rettungskräfte ihn mehrfach anrufen.
03:30 Uhr: Zweiter Notruf, der auch als solcher gewertet wird. Die Rettungskette wird ausgelöst. Zu diesem Zeitpunkt war die Frau nach Einschätzung der Ermittler vermutlich bereits verstorben.
ca. 10:00 Uhr am Folgetag: Auffinden der Verunglückten durch die Einsatzkräfte. Todesursache: Unterkühlung, bei der Obduktion wurde eine virale Lungeninfektion festgestellt.
Quelle: https://www.alpin.de/home/news/63399/artikel_zeugenaussagen__kontroversen_und_hintergruende.html


melden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 11:10
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Für die Zeit von 22.30 bis 2.20 gibt es keine Bilder im Netz, wo die Stirnlampen erkennbar wären.
Doch, s. hier
https://www.foto-webcam.eu/webcam/glocknerwinkel/2025/01/19/0000


melden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 11:17
https://kurier.at/chronik/tirol/grossglockner-prozess-landesgericht-innsbruck-urteil/403132538

Mir erscheint dieser Artikel mit dem Live-Ticker recht sachlich, aufschlussreich und damit lesenswert.


Da mehrfach nachgefragt, die Auffindesituation der Leiche wird hier wie folgt dargestellt:
19.02.2026, 11:25
|Adisa Beganović
Auffindesituation der Leiche

Für den Richter passt die Auffindesituation der Leiche offenbar nicht zu den Erklärungen des Angeklagten. "Ich war nicht mehr da", sagt er. Der Richter zeigt ein Foto, auf dem Kerstin G. frei im Fels hängt – für Hofer ein Indiz, dass es einen Sturz gegeben hat. Der Angeklagte gab an, seine Freundin gesichert zu haben, bevor er sie verließ. Für den Richter ist eine mögliche Version, dass Kerstin G. im Aufstieg nicht mehr weiterkonnte und deshalb zurückgelassen wurde.


19.02.2026, 11:25
|Adisa Beganović
Auffindesituation der Leiche

Für den Richter passt die Auffindesituation der Leiche offenbar nicht zu den Erklärungen des Angeklagten. "Ich war nicht mehr da", sagt er. Der Richter zeigt ein Foto, auf dem Kerstin G. frei im Fels hängt – für Hofer ein Indiz, dass es einen Sturz gegeben hat. Der Angeklagte gab an, seine Freundin gesichert zu haben, bevor er sie verließ. Für den Richter ist eine mögliche Version, dass Kerstin G. im Aufstieg nicht mehr weiterkonnte und deshalb zurückgelassen wurde.



melden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 11:24
Zitat von equinoxxequinoxx schrieb:Ich habe das ganze letzte Jahr, wann immer ich etwas zu der Geschichte und den Vorwürfen gelesen habe, gedacht, das sind Extremsituationen, die keiner nachvollziehen kann, der so etwas nicht kennt. Es ist leicht und billig von der Couch aus zu sagen, man hätte auf jeden Fall viel besser reagiert als TP.
Jetzt aber, wo ich noch mehr Details kenne, erklärt es sich für mich auch nicht mehr mit mit Erschöpfung oder Verwirrung.
Das sagen ja Experten, inclusive des Richters, und nicht nur irgendwelche Internettrolle, dass die Tour für die Kerstin G nicht machbar war und dass sie falsch ausgerüstet war, und das hätte der Angeklagte wissen müssen.
Ebenso war der Leistungsabfall der Kerstin G allmählich, was der Angeklagte ebenfalls hätte bemerken müssen. Stattdessen hat er die Behauptung aufgestellt, der Leistungsabfall wäre plötzlich gekommen.
Richter Norbert Hofer: Kerstin G. sei mit ihrer alpinistischen Leistungsfähigkeit „Galaxien“ vom Angeklagten Thomas P. entfernt gewesen und sagte auch, dass es definitiv an diesem Tag die falsche Tour für Kerstin G. mit ihrem alpinistischen Können war. Der plötzliche Verfall von Kerstin G. – wie in Thomas P. im Prozess im Zusammenhang mit dem Tourenverlauf dargestellt – wurde von Richter Hofer nicht geglaubt. Das vom Sachverständigen vorgelegte Diagramm (Auswertung der Sportuhren, die beide trugen) zeichnete ein Bild des kontinuierlichen Leistungsabfalls – am Ende waren nur 19 Hm/Stunde im Aufstieg. Auch die Eltern von Kerstin G. – die eine gute Ausdauersportlerin war – sagten im Zeugenstand aus, dass sie nichts von solchen abrupten Leistungsabfällen ihrer Tochter gewusst hätten.

Thematisiert wurden auch die Snowboard-Schuhe – sowohl der Sachverständige als auch der Richter sahen in diesen nicht das geeignete Schuhwerk für diese winterliche Stüdlgrat-Tour. Thomas P., der allem Anschein nach die nicht ideal auf diese Schuhe passenden Körbchensteigeisen beigestellt hatte, hätte das wissen müssen.

https://www.bergsteigen.com/news/neuigkeiten/glockner-drama-urteil/


melden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 11:33
Ein Gedanke, der mir (als Laie, was klettern angeht) durch den Kopf geht: man braucht ja einen Moment, der einem erlaubt, dass beide Arme frei sind, um das Y oder N Zeichen machen zu können (wenn der Hubschrauber gerade da ist). Ich denke da jetzt nur an Kerstin. Sie hat ihre Lage vermutlich besser einschätzen können als ihr Begleiter.
Dass der Mann im späteren Verlauf das Handy auf lautlos stellt, ist absolut unverständlich.


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 11:46
Zitat von SillyramaSillyrama schrieb:Ein Gedanke, der mir (als Laie, was klettern angeht) durch den Kopf geht: man braucht ja einen Moment, der einem erlaubt, dass beide Arme frei sind, um das Y oder N Zeichen machen zu können (wenn der Hubschrauber gerade da ist).
Mag sein, dass das schwierig ist und nicht eindeutig zu erkennen ist vom Heli aus.
Erkennbar war aber ein offensichtliches Wegdrehen, wenn sie vom Lichtkegel des Helis erfasst wurden.


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 11:54
Und wenn sie keine Kraft hatte, dem Hubschrauber-Personal Zeichen zu geben? Und wenn sie ihn anflehte, dem Personal Zeichen zu geben?
Sie hätte vermutlich noch weniger Halt gehabt hätte, wenn sie ihre Position geändert hätte bzw. eine Hand gelöst hätte.

Inzwischen dürften alle hier wissen, wie steil es dort war, was sie bis dahin durchgemacht hat, dass sie die falschen Schuhe anhatte und eine Lungenentzündung hatte.

Edit:
Dass man am steilen Grat keine gymnastischen Übungen macht, d. h. das Hilfe-Zeichen, das in der Servus-Doku auf festem Grund gezeigt wurden, dürfte klar sein.


2x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:00
Der Angeklagte gab an, seine Freundin gesichert zu haben, bevor er sie verließ. Für den Richter ist eine mögliche Version, dass Kerstin G. im Aufstieg nicht mehr weiterkonnte und deshalb zurückgelassen wurde.
Das ist genau der springende Punkt, und ich fass es einfach nicht, dass der Richter das so gelassen hinnimmt. In diesem ZDF-Interview sagt die Bergsteigerin doch, der einzige Grund, jemanden zurückzulassen ist, dass es für ihn oder sie absolut keine Rettung mehr gibt und es nur noch darauf ankommt, weitere Opfer zu verhindern. Jemanden allein zu lassen, nur weil er nicht mehr weiter kann, sei ein absolutes No Go (sinngemäß sagt sie das so). Dazu muss man sich auch mit Bergsteigen nicht auskennen, das ist rein menschlich eine Selbstverständlichkeit, darüber braucht man doch gar nicht zu reden.


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:01
Zitat von watnuwatnu schrieb:Edit:
Dass man am steilen Grat keine gymnastischen Übungen macht, d. h. das Hilfe-Zeichen, das in der Servus-Doku auf festem Grund gezeigt wurden, dürfte klar sein.
Ja, ich denke auch, dass die Alpinpolizei und Bergretter geschult und routiniert darin sind, zu erkennen, ob jemand Hilfebedarf signalisieren will bzw. darin, Körpersprache zu lesen und abzuwägen. Die werden ja nicht nach 30 Sekunden wieder abfliegen, nur weil keiner die typischen SOS-Zeichen performen kann.
Denn wie @Sillyrama schreibt, wird es auf einer Felsenwand schwer sein, einfach mal kurz loszulassen.


melden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:01
Zitat von watnuwatnu schrieb:Edit:
Dass man am steilen Grat keine gymnastischen Übungen macht, d. h. das Hilfe-Zeichen, das in der Servus-Doku auf festem Grund gezeigt wurden, dürfte klar sein.
Das wird der Hubschrauberbesatzung durchaus klar gewesen sein. Die haben wahrscheinlich auf jedes Zeichen geachtet.


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:07
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Das ist genau der springende Punkt, und ich fass es einfach nicht, dass der Richter das so gelassen hinnimmt. In diesem ZDF-Interview sagt die Bergsteigerin doch, der einzige Grund, jemanden zurückzulassen ist, dass es für ihn oder sie absolut keine Rettung mehr gibt und es nur noch darauf ankommt, weitere Opfer zu verhindern. Jemanden allein zu lassen, nur weil er nicht mehr weiter kann, sei ein absolutes No Go (sinngemäß sagt sie das so). Dazu muss man sich auch mit Bergsteigen nicht auskennen, das ist rein menschlich eine Selbstverständlichkeit, darüber braucht man doch gar nicht zu reden.
Aber ist nicht mehr Weiterkönnen in so einer Situation nicht eigentlich das Gleiche wie nicht mehr zu retten sein? Mitten in der Nacht, während eines Sturms, wenn Rettungskräfte nicht mehr losziehen können? Oder hätten sie das im Rahmen einer terrestrischen Rettungsaktion noch können? Ich kann das als Laie nicht beurteilen.

Selbstverständlich wird dadurch gesamte Verhalten des TP nicht weniger problematisch.


2x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:14
Zitat von emzemz schrieb:Erkennbar war aber ein offensichtliches Wegdrehen, wenn sie vom Lichtkegel des Helis erfasst wurden.
Kannst du / könnt ihr bitte mal auf der Seite gucken, ob hier der Heli im Anflug zu sehen ist?
https://www.foto-webcam.eu/webcam/glocknerwinkel/2025/01/18/2200

(Generell finde ich, dass man auf dieser Seite über längere Zeit die Stirnlampe(n) erkennt, als auf
https://www.foto-webcam.eu/webcam/adlersruhe/2025/01/18/2200

Sind das um Mitternacht noch 2 Lampen? https://www.foto-webcam.eu/webcam/glocknerwinkel/2025/01/19/0000


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:16
Zitat von equinoxxequinoxx schrieb:Mitten in der Nacht, während eines Sturms
Da war -8 Grad und Böen von 40 km/h. Was die Rettungskräfte in der Nacht hätten machen können ist unklar. Aber die beiden hatten noch Rettungsdecken dabei und einen Biwak, Experten gehen davon aus, dass das ausreichte um die Nacht zu überleben.


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:18
Zitat von parabolparabol schrieb:Da war -8 Grad und Böen von 40 km/h. Was die Rettungskräfte in der Nacht hätten machen können ist unklar. Aber die beiden hatten noch Rettungsdecken dabei und einen Biwak, Experten gehen davon aus, dass das ausreichte um die Nacht zu überleben.
Ok, wenn das so ist, ist dann ist das Alleinlassen unentschuldbar. Zumal es ja Handyempfang gab und der Täter nicht zu einer Schutzhütte gehen müssen, um Rettung zu holen.


melden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:19
Zitat von equinoxxequinoxx schrieb:Aber ist nicht mehr Weiterkönnen in so einer Situation nicht eigentlich das Gleiche wie nicht mehr zu retten sein? Mitten in der Nacht, während eines Sturms, wenn Rettungskräfte nicht mehr losziehen können?
Kommt auf die Umstände an. Wäre die Situation so gewesen wie der Angeklagte sie schilderte, also beide wären auf diesem kleinen Plateau gewesen: Dann hätte es m. E. durchaus Überlebenschancen gegeben. Ihr Rettungsdecken unter die Kleidung stecken und dann gemeinsam in das Biwak. Damit gäbe es sehr realistische Überlebenschancen.

Aber wenn die Lage so war, dass sie im Seil hing und er unfähig war sie raufzuziehen, dann war die Situation zu der Zeit eher hoffnungslos.


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:22
Zitat von StreuselStreusel schrieb:Kommt auf die Umstände an. Wäre die Situation so gewesen wie der Angeklagte sie schilderte, also beide wären auf diesem kleinen Plateau gewesen: Dann hätte es m. E. durchaus Überlebenschancen gegeben. Ihr Rettungsdecken unter die Kleidung stecken und dann gemeinsam in das Biwak. Damit gäbe es sehr realistische Überlebenschancen.

Aber wenn die Lage so war, dass sie im Seil hing und er unfähig war sie raufzuziehen, dann war die Situation zu der Zeit eher hoffnungslos.
Fragt sich warum er behauptet, dass sie auf dem kleinen Plateau waren, wenn sie doch im Seil hing. Wenn es so wahr... Weil es noch schäbiger wirkt, jemanden der hilflos im Seil hängt, alleine zu lassen?


1x zitiertmelden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:26
Zitat von equinoxxequinoxx schrieb:Fragt sich warum er behauptet, dass sie auf dem kleinen Plateau waren, wenn sie doch im Seil hing. Wenn es so wahr...
Mgl. wollte er nicht zugeben, dass er in der Lage hilflos war. Dass er doch nicht der Profi ist, der aus jeder Situation wieder rauskommt.


melden

Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:27
https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet

Obwohl es windig war, versuchte man den Einsatz des Hubschraubers.
Maximilian Werner 19.2.2026, 16:03

Wieder eine Uniform

Und sogleich folgt der nächste Flugpolizist, ein Revierinspektor, als Zeuge im Gerichtssaal. Er war an besagtem Abend als Co-Pilot im Dienst. Während des Einsatzes kümmerte er sich um den Funk. "Position: Vorne links, nehme ich an?", fragt der Richter. Der Zeuge bejaht.

Es sei "sehr sehr windig" gewesen, man wollte den Einsatz aber versuchen. Beim Überflug des Angeklagten und der Verstorbenen sei man sich nicht sicher gewesen, ob die beiden den Hubschrauber wahrnehmen. "Dort konnte man erkennen, dass sie sich immer, wenn der Suchscheinwerfer auf sie gerichtet war, wegdrehen und weiterklettern."

Insbesondere "die untere Person" sei sehr langsam unterwegs gewesen, sagt der Zeuge, also die Verstorbene. Von beiden Personen habe er kein Notsignal wahrgenommen.



melden