equinoxx schrieb:Warum Kerstin, die Gelegenheit nicht genutzt hat, ein Zeichen zu geben, als der Hubschrauber sie kontaktierte, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben.
Der Richter nimmt an, dass sie 50m unterm Gipfel gestürzt und abgerutsctht ist, in eine Position aus der sie sich selbst und auch der Partner sie nicht mehr befreien konnte.
Sonst hätte sie den Gipfel geschafft!! (in gewisser Weise hat sie sogar den Gippfel erreicht, denn die Bergretter mussten sie über den Gipfel tragen). Die Mutter sagt sie war ein Beisser, der nicht aufgibt. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, hat sie's durchgezogen. Sie wird einen Grund haben, warum sie den Partner verteidigt. Kerstin hat eine ganz tolle Leistung erbracht. Warum ihr das genau passiert ist, weiß niemand. Es kann mit mangelnder Kraft zu tun gehabt haben, es kann mit den Boots und nicht optimal passenden Steigeisen zu tun haben, es kann mit mangelnder mentaler Klarheit bei Erschöpfung da oben zu tun gehabt haben,
oder aber auch nicht. Im Nachhinein kann man immer reden oder klüger sein...
Wenn jemand unter Tags die Tour in weniger Stunden schafft, so kann er dennoch knapp unterm Gipfel stürzen und abrutschen, in eine Position kommen, aus der es keine Hilfe gibt, wenn der Seilpartner die Flaschenzug- Technik nicht beherrscht. Und wenn der Wind zu stark ist, kann auch da unter Tags kein Helipkpter helfen. Da sagt man doch nachher auch nicht, warum hat sie/ er nicht zwei Stunden vorher dem Heli gewunken... - Warum sollte man, wenn die Persönlichkeit selbst unbedingt zum Gipfel will, und der schon so nahe ist, und der dominantere Seil-Partner pusht?!
Es ist auch überhaupt nicht gesagt, dass der Helikopter helfen hätte können, wenn er fliegen hätte können, weil jede Aktion an einer Steilwand auf 4000m schwierig ist.