Tritonus schrieb:Das weiß natürlich niemand, aber darum geht es ja nicht. Es geht darum, dass er sie in einer hilflosen Lage bewusst allein gelassen hat; sein Weggehen bedeutete klar, dass sie sterben muss.
Das ist halt auch eine situative Frage, die schwer zu beantworten ist-
Hätte er erkennen müssen, das sie das nicht überlebt?
Hätte sie überlebt, wenn er anders gehandelt hätte ?
svensken schrieb:Was, wenn sie unbedingt in Softboots gehen wollte, damit sie später mit dem Splitboard abfahren kann? Weil sie sich das eben in den Kopf gesetzt hatte
svensken schrieb:uch ohne Verpflegung loszugehen ist in meinen Augen ein absoluter Wahnsinn. Da muessen doch beide gleich leichtsinnig g
Das war absolut dilettantisch in Planung und Ausführung. Und das von beiden Beteiligten.
Man spricht doch vorher ab, mit welcher Ausrüstung jeder im Team ausgestattet sein muss.
Da hätte auch er dafür achtenh müssen, das genügend Proviant mitgenommen wird.
Andererseits hätte sie darauf bestehen müssen, das auch er Notausrüstung mitführt.
Ob er den Hinweis gegeben hat, das die Schuhe suboptimal sind ?
Wäre seine Pflicht als der erfahrenere von Beiden.
svensken schrieb:Dann ging was schief und er ist durchgedreht, war total mit der Situation ueberfordert (selbst ausgekuehlt, Panik etc). Ich glaube, in einer solchen Lage kann jeder in die Irrationalität abgleiten.
Das beschreibt ja auch Messner und die Bergsteigerin in der ZDF Doku.
In solch einer Ausnahmesituation am Berg kann man z,T nicht mehr logisch denken, bzw trifft im Stress spontane Entscheidungen, die sich hinterher als komplett falsch heraus stellen.
svensken schrieb:ie ist am Schluss die Leidtragende, ja. Aber das bedeutet nicht, dass sie an der Situation keine Mitverantwortung trägt. M.E. muessen hier zwei sehr irrational urteilende und handelnde Menschen mit uebergrossen Ambitionen zusammengekommen sein, damit es so ausging. Schlimm.
Leidtragende ist besser formuliert als Opfer.
Die Frau hat sich ja bewusst in eine potentiell lebensgefährliche Situation begeben.
Auch ist sie am Frühstücksplatz nicht wieder abgestiegen, hat also ihre Kräfte überschätzt.
Dabei stand es da sogar noch geschrieben-
Im Endeffekt war sie selbst verantwortlich für ihre Entscheidungen
Die Tour hätte nie stattfinden dürfen, weil offensichtlich beide im Team miserable Alpinisten waren, die beide komplett versagt haben bei dem Aufstieg und auch schon bei der Vorbereitung
equinoxx schrieb:Ansonsten muss ich sagen, artet dein Beitrag ganz schön in Opferbeschuldigung aus. @svensken
Das sehe ich nicht so, weil in dem Beitrag nur auf die Eigenverantwortung der Alpinistin hingewiesen wird.
Sie ausschließlich als Opfer seines Verhaltens zu sehen , das geht eben auch nicht
sunrise2008 schrieb:akt ist auch, ab einem gewissen Punkt ging es definitiv nur noch über den Gipfel und nicht mehr zurück.
Vielleicht haben schon ab dem Frühstücksplatzl beide die falsche Entscheidung getroffen.
Natürlich.
Mit 2 Stunden Verspätung schon beim Aufbruch, hätte man gar nicht erst losgehen sollen.
Spätestens am Frühstücksplatz war man so in Verzug, das man den Gipfel eh nicht mehr im Tageslicht erreicht hätte.
Man hätte abbrechen müssen nach logischen Gesichtspunkten.
Das macht dann einen guten Bergsteiger aus:
Nicht das Gipfelkreuz als Ziel, sondern das Ziel das alle wieder heil nach unten kommen.