Hallo, eigentlich bisher nur still mitgelesen, da 0,0% Bergerfahrung und ich mir die ganze Zeit dachte: "was dachten sie denn, wie das ausgeht im Winter im Dunkeln"?!?!?
Aber durch die Informationen im Prozess/Urteil finde ich die ganze Story, die TP erzählt hat einfach nur frech!
Jetzt zur Rettungskette: Um 3 Uhr 30 sei er in einem Telefonat mit einem Alpinpolizisten gefragt worden, ob er noch aufsteigen könne. Der Angeklagte habe verneint und gesagt, dass er sich bei der Adlersruhe – in einem Schutzraum – ausruhen müsse und es vielleicht ein, zwei Stunden später nochmals versuchen könne. Dabei habe er angeregt, einen Hubschrauber zu schicken.
Um 3.30h regt er also einen Hubschrauber an, obwohl er ja weiß, dass seine Freundin ohne Wärmedecke und Biwak im Berg hockt?
Davor kein einziges Telefonat mehr mit der Rettung? Auch nicht, als es so aussichtslos für ihn ist, dass er sie verlassen muss?
Hat er sich gedacht: "oh jetzt wird mir aber bisserl zu kalt - ich geh mal lieber"!?
Er muss doch gemerkt haben, dass das eine absolut ernsthafte und gefährliche Situation ist - da rufe ich doch die Rettung an! Oder noch besser: ich rufe die Rettung zurück, die mich seit Stunden versucht zu erreichen!
Streusel schrieb:Wenn es aber so war, dass sie bereits im Seil hing und der Angeklagte nicht dazu in der Lage war ihre Position zu ändern, dann war es zu dieser Zeit schon aussichtslos.
Wenn sie hing, dann hätte er die Rettung rufen müssen. Wenn sie nicht hing, hätte er bei ihr bleiben und sich gemeinsam mit ihr und dem vorhandenen Material durch die Nacht bringen können...
Ich glaube er hatte irgendwann einfach nur noch Angst um sich selbst, aber nie wirklich um seine Freundin!