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Todesdrama am Großglockner

468 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

um 19:03
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Vielleicht war sie es , die nicht aufgeben wollte.
Naja, das Erlebte der im Prozess aussagenden Ex von ihm läßt aber leider etwas ganz anderes zu.


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Todesdrama am Großglockner

um 19:11
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Da stelltr sich mir seit langem die Frage, ob Kerstins Tod hätte verhindert werden können, wenn der Verurteilte anders gehandelt hätte
Das weiß natürlich niemand, aber darum geht es ja nicht. Es geht darum, dass er sie in einer hilflosen Lage bewusst allein gelassen hat; sein Weggehen bedeutete klar, dass sie sterben muss.
Wenn du mit einer Person, die in einer lebensgefährlichen Situation ist (und die dazu noch deine Partnerin ist!), zusammen bist, versucht du doch alles, sie daraus zu befreien. Du rechnest dir doch nicht vorher die Wahrscheinlichkeit in Prozenten aus, bevor du tätig wirst. Klar kann es sein, dass alle deine Versuche letztendlich nicht helfen, aber das liegt nicht allein in deiner Hand. Du versuchst alles, was dir möglich ist (es sei denn, du willst die Person gar nicht retten). Aber eigentlich muss man das gar nicht diskutieren, das sollte selbstverständlich sein.


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Todesdrama am Großglockner

um 19:33
Zitat von m_mucm_muc schrieb:Wegen ihres Schuhwerks und den nicht dazu passenden Steigeisen (die von ihm kamen), mußte sie eine eingeschränkte Trittsicherheit wohl mit wesentlich mehr Kraft in den Armen kompensieren. (So erinnere ich es, entweder sagte das ein Sachverständiger im Prozess oder einer der Experten in einem der Videos.)

Ich könnte mir vorstellen, daß ihr für Signale mit den Armen schlicht die Kraft fehlte.
Und genau auch das stößt mir sehr auf. Irgendwie scheint es ein Muster zu sein.
Er sucht Frauen, die ihn auf seinen für ihn gut machbaren Touren begleiten über Tinder, instagram und co. Siehe seine Ex-Freundin, siehe die nunmehr Verstorbene (Kerstin) und mindestens eine Frau im Sommer 2025.
Er geht auf diese Bergtour und lässt seine Ex-Freundin wutentbrannt zurück, weil sie nicht mithalten kann.
Er geht weiter auf den Berg, als die Verstorbene (Kerstin) nicht mehr weiter kann oder aber es irgendeinen Zwischenfall gab, der sie am Weiterkommen hinderte. Angeblich um Hilfe zu suchen. Aber wie sollte das funktionieren, wenn er den 0:35 Anruf nicht dafür nutzte.

Ich selbst habe ein ganz, ganz schlechtes Bauchgefühl, was Thomas P. betrifft.
Warum geht er nicht mit gestandenen Bergsteigern auf solche Touren, die dem ganzen gewachsen sind? Will er sich was beweisen oder geht das noch weiter, als man hier ausdrücken darf?
Und ja, Kerstin war trainiert etc. Aber sie war für diese Tour noch nicht bereit, wie in der ZDF Doku erwähnt wird. Und jeder der sich das ZDF Video anschaut, weiß, dass das mit Bergsteigen nichts mehr zu tun hat. Das ist Klettern. In Eiseskälte. Ich verstehe gar nicht, dass sie so hoch kam.


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Todesdrama am Großglockner

um 19:42
Auch hier nochmal ein anderer Blickwinkel (hinten links mit viel zoom), selbes Bild: Er geht früh und ruft erst vom Gipfel aus an? Man sieht auch den heli oben rechts um 23.00

Edit: https://www.foto-webcam.eu/webcam/kals-nord/2025/01/18/2300


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Todesdrama am Großglockner

um 19:48
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Wenn du mit einer Person, die in einer lebensgefährlichen Situation ist (und die dazu noch deine Partnerin ist!), zusammen bist, versucht du doch alles, sie daraus zu befreien. Du rechnest dir doch nicht vorher die Wahrscheinlichkeit in Prozenten aus, bevor du tätig wirst. Klar kann es sein, dass alle deine Versuche letztendlich nicht helfen, aber das liegt nicht allein in deiner Hand. Du versuchst alles, was dir möglich ist (es sei denn, du willst die Person gar nicht retten).
Klar liegen bei ihm dann auch die Nerven blank. Und gerade da würde ich verstehen, wenn er versucht, die Verantwortung an die Rettungskräfte abzugeben (egal, wie aussichtsreich es wäre. Oder nur, um sich selbst der Situation zu entziehen. Sein Leben "retten" zu müssen). Die Retter hätten doch entscheiden können, wie sie vorgehen. Ob sie ggf über sein Handy nochmal mit der Frau sprechen, um ihre Lageeinschätzung zu hören. Oder ob es sinnvoll wäre, die Kletterer in der Notunterkunft in Empfang zu nehmen.
0.00 Uhr ist das Licht noch unterhalb des Gipfels zu sehen. Wo war er zum Zeitpunkt des u.g. Anrufs? Bei ihr direkt oder in Sichtweite?
Zitat von BohoBoho schrieb:sein ganzes Verhalten nach diesem Anruf lässt nicht die Annahme zu, dass er von davon ausging, Hilfe gerufen zu haben.
keine Frage, wie geht's weiter
nicht erreichbar sein
keine Nachfrage zu warum meldet sich keiner
etc.
Ich setze doch keinen Notruf ab und hocke dann dumm in der Dunkelheit rum für 2 Stunden. Und wenn dann nach 2 Stunden auf meinen Notruf nichts passiert, dann rufe ich nicht nochmal an, sondern gehe weiter - damit auch ja Niemand ad hoc den Notrufenden finden kann?
Ja, volle Zustimmung! Und auch wenn uns die zeitlichen Abläufe danach nicht ganz deutlich werden ... Er wird genau wissen, wann er den Gipfel erreicht hat!
Ich hätte mir gewünscht, dass er keine 2er-Seilschaft mehr führen darf! Gelinde gesagt, ist er einer solchen Verantwortung nicht gewachsen.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:21
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Theoretisch hätte die ungesunde Übermotivation ja auch von Ihr ausgehen können. Vielleicht war sie es , die nicht aufgeben wollte.
Man wird es nie erfahren
Im Prozess (bzw. Berichterstattung) wurde ja nicht alles erwähnt, was in den Akten steht (Vernehmungsprotokolle, Langversion der Gutachten). Aber aus der Justiz-Info zum Schuldspruch, die ich heute verlinkt habe, geht klar hervor, dass PM ihr das nicht in die Schuhe schieben konnte, dass sie nicht aufgeben wollte. Vielleicht hätte er das sonst so ausgesagt. Schau dir die unteren beiden Punkte an. Das Gericht kann sich nicht einfach etwas ausdenken, es muss dem Verurteilten nachgewiesen worden sein.

K. hatte nach dem Frühstücksplatzl 1,5 Std. im Seilhänger viel Kraft verloren und war verletzt. Durch die falschen Schuhe war der Aufstieg noch energieraubender. Sie hatte eine Lungenentzündung und war vermutlich auch irgendwann unterzuckert (Gummibärchen) und dehydriert. Wie motiviert ist man in diesem Zustand noch?
3)
Beim Schuldspruch wurde davon ausgegangen, dass
• ein faktisches Führungsverhältnis mit entsprechender Verantwortungsübernahme
vorlag;
• die Tour unzureichend geplant wurde;
• die Tour nicht rechtzeitig abgebrochen wurde;
• ein Notruf trotz mehrfacher Gelegenheit nicht abgesetzt wurde;
• vom Angeklagten teils nur bedingt taugliche Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung
gestellt wurden;
• die tatsächliche Schwierigkeit der Route in kombinierten Fels-Eis-Gelände
verschwiegen bzw. bagatellisiert wurde und
• die Begleiterin im Glauben gelassen wurde, der Gipfel und die Erzherzog-Johann-
Hütte wären erreichbar und ein Weitergehen alternativlos.
Dabei war Kerstin G** mangels ausreichender Erfahrung nicht in der Lage, die Situation
angemessen einzuschätzen und darauf zu reagieren.
Quelle: https://www.justiz.gv.at/file/2c92fd169bc71f3f019c7bc329d37b22.de.0/medieninfo_urteil%20hv%20gro%C3%9Fglockner_schuldspruch.pdf

- - - -
Zitat von DiarmuidDiarmuid schrieb:Er geht auf diese Bergtour und lässt seine Ex-Freundin wutentbrannt zurück, weil sie nicht mithalten kann.
Auch die Ex war in einer Notlage, in der ich nicht sein möchte. Unten ist ihre Schilderung im Prozess:
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb am 19.02.2026:
„Er hat sich während der Touren schon immer gut um mich gekümmert. Wenn es zu Schwierigkeiten gekommen ist, dann war das nicht immer so“, lässt die Ex-Freundin aufhorchen, „ich habe manchmal Angst gehabt. In diesen Situationen neigte er dazu, dass er grantig wurde“. Und weiter: „Bei einer hochalpinen Tour am Glockner war die Stimmung schlecht. Ich war am Ende meiner Kräfte, mir war schwindlig, meine Stirnlampe war aus, ich habe geweint und geschrien. Ich habe ihm das auch signalisiert. Dann war er plötzlich weg, er ist vorausgegangen, hat mich hinten gelassen.“
Die Ex-Freundin habe immer gewusst, was sie erwarte. „Vielleicht nicht immer ganz, aber mir war schon überwiegend bewusst, worauf ich mich eingelassen habe“, gibt sie an. Es habe Personen in ihrem Umfeld gegeben, die gewusst haben, dass es bei den gemeinsamen Touren Probleme gegeben habe. „Sie haben mir auch geraten, zur Polizei zu gehen – das habe ich aber nicht gemacht“, sagt die Ex-Freundin
Extrem fahrlässig und egoistisch. Die Ex kann froh sein, dass ihr nichts passiert ist.


https://www.krone.at/4049197#liveticker-entries-anchor-4049196
EDIT: Die Ex wird ihm ja im Nachhinein klar gemacht haben, was er ihr angetan hat. Und er hat daraus nichts gelernt.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:23
Hochtourenkurs-Grossglockner

https://vivalpin.com/bergschule/grossglockner-hochtour/

Guckt euch das mal bei Tag und gutem Wetter an und stellt euch jetzt die Wetterbedingungen mit bis zu -20° und bei Nacht vor. Ernsthaft. Wie hätte sie das schaffen können? Bei der Kälte hätte sie das Seil nicht richtig greifen können und auch nicht in Felsspalten, um sich hochzuziehen.

Auf der verlinkten Seite steht dazu:
Hinweis zu Programmänderungen:

Alle Kurse und Führungen werden gewissenhaft organisiert und entsprechend der Sicherheitsstandards der Berg- und Skischule Vivalpin mit qualifizierten Fachkräften (z.B. Berg- und Skiführer, Bergwanderführer, o.ä.) durchgeführt. Eine Anpassung des vorläufigen Tourenprogramms ist aus sicherheitsrelevanten Gründen, wie z.B. schlechtem Wetter, gefährlichen Verhältnissen, unvorhergesehenen Naturereignissen oder ungenügenden Voraussetzungen der Teilnehmer:Innen möglich. Die Entscheidung für das endgültige Programm trifft der/ die Guide:In vor Ort.



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Todesdrama am Großglockner

um 20:36
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Theoretisch hätte die ungesunde Übermotivation ja auch von Ihr ausgehen können. Vielleicht war sie es , die nicht aufgeben wollte.
Man wird es nie erfahren
Richtig: It takes two to tango.

Faktum ist: Von den Foristen war niemand dabei. So wird es auch der Richter gesehen haben (muessen), und im Zweifel muss er fuer den Angeklagten urteilen. Daher finde ich das Urteil angemessen. Wenn es handfeste und unzweifelhafte Beweise gäbe, dass P. so gehandelt hat, wie es hier viele vermuten (und wozu es Anlass gibt), ja dann wäre das Urteil zu milde. Allein: Diese Beweise gibt es nicht. Und die GoPro ist weg. Warum auch immer.

Dass Thomas P. massive Fahrlässigkeit begangen hat steht ausser Zweifel. Aber rein theoretisch ist auch ein Szenario möglich, etwas anders als das, was hier viele vermuten. Eines, das man nicht hundertprozentig ausschliessen kann, und was evtl. auch die Reaktion der Mutter erklärt. Nämlich, dass K. ebenso eine treibende Kraft hinter dem unvernuenftigen Verhalten der beiden war. Sie wollte womöglich um jeden Preis dort hinauf. Niemand von uns kann beweisen, dass es nicht so war. Sie wusste, es ist Januar, es ist eiskalt, es ist windig, sie wusste, dass sie sowas noch nie gemacht hatte, unabhängig davon, ob ihr Begleiter ein guter oder schlechter Begleiter sein wuerde. Wo ist da der Selbsterhaltungstrieb? die Ratio? Das kann man nicht alles allein Thomas P. in die Schuhe schieben. So manche(r) wäre nicht mal mit Reinhold Messner als Bergfuehrer da herauf gegangen unter diesen Umständen.

Was, wenn sie unbedingt in Softboots gehen wollte, damit sie später mit dem Splitboard abfahren kann? Weil sie sich das eben in den Kopf gesetzt hatte. Hatte er denn selbst auch Ski dabei? Dann konnte er sie womöglich im Vorfeld der Tour nicht von den Softboots abbringen. Vielleicht hat er ihr ja gesagt, dass diese Ausruestung suboptimal ein wuerde, aber sie wollte es eben so durchziehen, against all odds? Habt Ihr schon mal mit irrationalen Menschen versucht zu diskutieren? Natuerlich hätte er sich unter diesen Umständen weigern muessen, ueberhaupt die Tour anzutreten. Auch ohne Verpflegung loszugehen ist in meinen Augen ein absoluter Wahnsinn. Da muessen doch beide gleich leichtsinnig gewesen sein. Oder hatten sie was dabei, und am Schluss waren nur noch Gummibärchen uebrig? Nicht mal das wissen wir doch zweifelsfrei. Obendrauf womöglich noch Beziehungsstress unterwegs. Da hat Reinhold Messner recht, dass er unter diesen Umständen nicht der Richter sein möchte…
Was, wenn sie am Fruehstuecksplatzerl ihn weitergetrieben hat und nicht umgekehrt? Wir können es ja weder so herum noch anders herum beweisen.

Dann ging was schief und er ist durchgedreht, war total mit der Situation ueberfordert (selbst ausgekuehlt, Panik etc). Ich glaube, in einer solchen Lage kann jeder in die Irrationalität abgleiten. Sie hing leblos im Seil, er wusste, dass er dafuer verantwortlich sein wuerde, und wollte instinktiv nur noch weg. Fluchtinstinkt. Später besann er sich dann und ruft doch noch die Rettung.

Sie ist am Schluss die Leidtragende, ja. Aber das bedeutet nicht, dass sie an der Situation keine Mitverantwortung trägt. M.E. muessen hier zwei sehr irrational urteilende und handelnde Menschen mit uebergrossen Ambitionen zusammengekommen sein, damit es so ausging. Schlimm. Hoffentlich lernen andere aus diesen fatalen Fehlurteilen und sind umsichtiger. R.I.P.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:47
Zitat von svenskensvensken schrieb:Eines, das man nicht hundertprozentig ausschliessen kann, und was evtl. auch die Reaktion der Mutter erklärt. Nämlich, dass K. ebenso eine treibende Kraft hinter dem unvernuenftigen Verhalten der beiden war. Sie wollte womöglich um jeden Preis dort hinauf
Zitat von svenskensvensken schrieb:Was, wenn sie unbedingt in Softboots gehen wollte, damit sie später mit dem Splitboard abfahren kann?
Da stellt sich die Frage, warum - wenn dies die Wahrheit ist - der Verurteilte davon nichts als Verteidigung verwendete und warum es über solch ein Verhalten keine digitalforensischen Beweise gibt wie Zitate aus Nachrichten, die es ja durchaus gibt nur eben sowas nicht widerspiegeln.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:53
Zitat von svenskensvensken schrieb:Sie hing leblos im Seil
Das ist ja eher Thomas P.s Mär von "plötzlichem Leistungsabfall", der widerlegt werden konnte. Sie ist vor dem "leblos im Seil hängen" ja bewiesenermaßen schon nicht mehr weitergekommen - selbst wenn sie darum gebettelt haben sollte, weiterzuklettern (was zu bezweifeln ist), hätte er frühzeitig den Abbruch signalisieren müssen.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:07
Zitat von svenskensvensken schrieb:Eines, das man nicht hundertprozentig ausschliessen kann, und was evtl. auch die Reaktion der Mutter erklärt. Nämlich, dass K. ebenso eine treibende Kraft hinter dem unvernuenftigen Verhalten der beiden war. Sie wollte womöglich um jeden Preis dort hinauf
Zitat von svenskensvensken schrieb:Was, wenn sie unbedingt in Softboots gehen wollte, damit sie später mit dem Splitboard abfahren kann?
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Da stellt sich die Frage, warum - wenn dies die Wahrheit ist - der Verurteilte davon nichts als Verteidigung verwendete und warum es über solch ein Verhalten keine digitalforensischen Beweise gibt wie Zitate aus Nachrichten, die es ja durchaus gibt nur eben sowas nicht widerspiegeln.
Weil @svensken eigentlich fast alles, was er zur Veranschaulichung seiner These geschrieben hat, einfach frei erfunden hat?

Ansonsten muss ich sagen, artet dein Beitrag ganz schön in Opferbeschuldigung aus. @svensken
Du legst nahe, dass sie möglicherweise so irrational war, dass TP sie von dieser für sie tödlichen Bergtour nicht abbringen konnte usw.

Nebenbei gesagt, für Splitboards sind Softboots nicht die zwingende Wahl.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:07
Zitat von svenskensvensken schrieb:So wird es auch der Richter gesehen haben (muessen), und im Zweifel muss er fuer den Angeklagten urteilen. Daher finde ich das Urteil angemessen. Wenn es handfeste und unzweifelhafte Beweise gäbe, dass P. so gehandelt hat, wie es hier viele vermuten (und wozu es Anlass gibt), ja dann wäre das Urteil zu milde. Allein: Diese Beweise gibt es nicht. Und die GoPro ist weg. Warum auch immer.
Der Richter hat unter Berücksichtigung der bekannten Fakten extrem für den Angeklagten geurteilt. Er hat allerdings auch durchblicken lassen, dass er ihm seine Version der Geschehnisse nicht abkauft.
Ich denke, da man TP ohnehin nichts wirklich nachweisen könnte, selbst wenn es anders gewesen WÄRE, ist er zu seinen Gunsten davon ausgegangen, dass er tatsächlich Rettung holen wollte.
Es spricht für mich einiges dagegen, alleine die eindeutigen Abweichungen in seinen Aussagen, aber letzten Endes lautete die Anklage wahrscheinlich aus gutem Grund immer auf grob fahrlässige Tötung und nichts anderes.

Es gibt keine Beweise für etwas anderes, so scheint es juristisch wohl zu sein. Angemessen finde ich das Urteil trotzdem gar nicht.

Moralisch sind wir hier wohl alle einer Meinung.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:24
Hier übrigens ein Foto von Kerstins Biwaksack- Beutel (Sendung Thema 27.1.2025) Ich habe Zweifel, dass da zwei hineingepassst hätten, und weiß nicht so recht ,ob das mit der Norfalldecke gereicht hätte, sie weitere 5,5h zu schützen bis die Bergretter per pedes da sein hätten können.
Screenshot 2026-02-23 at 14-34-22 Tod am

Ich habe nochmal nachgedacht über seine Angaben zur Position in der er sie zurückgelassen hätte, und nämlich die offenen Boots: eigentlcih kann sie sich die nur geöffnet haben während sie noch auf einem Plateau war. Vorher zum Klettern kann ich es nicht glauben, und als sie schon im Seil hing mit baumelnden Füßen auch nicht. Am wahrscheinlichsten dürfte doch dieses paradoxe Hitze -Empfinden im Erfrierungsprozess sein. Da ist man im Kopf schon sehr verwirrt, und manchmal bewegt man sich nochmal - völlig desorientiert. Vielleicht ist sie da dann gestürzt und abgerutscht, und er war tatsächlich schon nicht mehr bei ihr. Dann frage ich mich, was er bis 2 Uhr gemacht hat? Nur daneben stehen und gut zureden?
Zitat von svenskensvensken schrieb:Was, wenn sie unbedingt in Softboots gehen wollte, damit sie später mit dem Splitboard abfahren kann? Weil sie sich das eben in den Kopf gesetzt hatte
Live Ticker 12.45 Uhr:
Fragen mehr an die Mutter von Kerstin, ... Der Verteidiger hingegen hakt nach – unter anderem die Ausrüstung betreffend. „Sie hätte sich sicher nicht umstimmen lassen, etwa was das Splitboard betraf“, sagt die Mutter, „die Snowboard-Schuhe hat sie sich erst ein Jahr zuvor gekauft, damit sie mit dem Splitboard besser unterwegs ist“.
Quelle: https://www.krone.at/4049197#liveticker-entries-anchor-4049196
Zitat von equinoxxequinoxx schrieb:Damit wollte ich die Diskrepanz zwischen ihrem Verhalten am früheren Abend und später thematisieren.
Sorry, auf die anscheinende "Diskrepanz" ist schon jemand vor mir eingegangen, deshalb habe ich das nicht mehr wiederholt.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:25
Zitat von watnuwatnu schrieb:EDIT: Die Ex wird ihm ja im Nachhinein klar gemacht haben, was er ihr angetan hat. Und er hat daraus nichts gelernt.
Ich bezweifle, dass sie ihm das klar gemacht hat bzw. es überhaupt konnte. Und selbst wenn. Hat er daraus Lehren gezogen? Ganz offensichtlich nicht.
Warum auch, wenn es ihm um ganz andere Dinge ging die da wären Machtgefühl, Allmacht etc.?


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um 21:34
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Moralisch sind wir hier wohl alle einer Meinung.
Ich meinte: ich halte das Urteil aufgrund der Beweislage fuer juristisch angemessen. Mehr gaben die eindeutig bekannten Fakten eben nicht her. Alles andere wäre moralische Verurteilung gewesen, darum geht es aber in einem Gerichtsprozess nicht. Auch ich tendiere zu der privaten Meinung, dass er sich sehr schlecht benommen und gehandelt hat. Er hätte diese Tour NIEMALS angehen duerfen. Allein, ich wollte in meinem Post aufzeigen, dass es durchaus andere Szenarien gibt, die das gleiche Verhalten erklären können, auch wenn sie unwahrscheinlicher sind. Ein Richter kann aber nur aufgrund von Fakten urteilen, die jenseits jeden Zweifels sind.

Und dann muss ich dennoch widersprechen: Nein, "wir" sind hier auch nicht alle einer Meinung, oder ist das die Auffassung von einem "Diskussions"forum? Man muss da auch abweichende moralische Meinungen zur Kenntnis nehmen und respektieren.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:38
Zitat von equinoxxequinoxx schrieb:Ansonsten muss ich sagen, artet dein Beitrag ganz schön in Opferbeschuldigung aus. @svensken
Das sehe ich nicht so. Aus anderen Beiträgen geht ja auch hervor, beispielsweise die Aussagen der Mutter, dass K auch ganz schön hartnäckig gewesen sein konnte., wenn es um das Erreichen ihrer Ziele ging.
Fakt ist auch, ab einem gewissen Punkt ging es definitiv nur noch über den Gipfel und nicht mehr zurück.
Vielleicht haben schon ab dem Frühstücksplatzl beide die falsche Entscheidung getroffen.

Trotzdem erklärt das eben überhaupt nicht, warum nicht zum Zeitpunkt, wo gar nichts mehr ging, ein klar formulierter Notruf abgesetzt wurde und das ganze Verhalten hinterher ist absolut fragwürdig.

Daher steht und stand TP einfach für mich in der Verantwortung.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Da stellt sich die Frage, warum - wenn dies die Wahrheit ist - der Verurteilte davon nichts als Verteidigung verwendete und warum es über solch ein Verhalten keine digitalforensischen Beweise gibt wie Zitate aus Nachrichten, die es ja durchaus gibt nur eben sowas nicht widerspiegeln.
Richtig. Er hätte durchaus argumentieren können, dass er sein Bestes getan hat, sie vom weiteren Aufstieg abzubringen. Die Frage ist halt- Was hätte es für ihn geändert.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:44
Zitat von svenskensvensken schrieb:Und dann muss ich dennoch widersprechen: Nein, "wir" sind hier auch nicht alle einer Meinung, oder ist das die Auffassung von einem "Diskussions"forum? Man muss da auch abweichende moralische Meinungen zur Kenntnis nehmen und respektieren.
Definitiv. Ich hatte nur für mich den Eindruck, dass die meisten User der Meinung sind, dass er sie nicht hätte so zurück lassen dürfen.

Wenn ich das falsch interpretiert habe, entschuldige ich mich in aller Form.

Dazu muss ich sagen, dass ich selber noch nie in einer derartigen Lage war und die meisten hier vermutlich auch nicht. Was man wie entscheiden würde, schwierig. Von der Couch betrachtet ist es ohnehin leicht zu urteilen. Abgesehen davon, dass ich persönlich nie so eine waghalsige Tour starten würde, weil ich meine persönlichen Grenzen kenne und auch zu setzen weiß, kann ich mir nur vorstellen, einen geliebten Partner nur dann zurück zu lassen, wenn ich wüsste, dass ich ihm ohnehin nicht mehr helfen kann.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:58
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Richtig. Er hätte durchaus argumentieren können, dass er sein Bestes getan hat, sie vom weiteren Aufstieg abzubringen. Die Frage ist halt- Was hätte es für ihn geändert.
Die Frage ist, wenn dies die Wahrheit wäre - die ihm natürlich sehr gut passen würde - warum er sie nicht erzählt....


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Todesdrama am Großglockner

um 22:13
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Die Frage ist, wenn dies die Wahrheit wäre - die ihm natürlich sehr gut passen würde - warum er sie nicht erzählt....
NAja, weil es ihm nichts genuetzt hätte. Denn dass er einfach abgehauen ist, ohne die Rettung telefonisch zu kontaktieren kann er eben so oder so nicht erklären. Das ist ja auch, was keiner versteht, egal wie es nun zu der verfahrenen Situation dort oben gekommen ist. Das ist seine Haupfschuld, und die stand ja auch zweifelsfrei fest. Er hätte ja theoretisch im Dauerkontakt mit der Rettungsleitung stehen können, da ja Mobilfunkempfang dort scheinbar vorhanden ist. Selbst wenn er sie verlassen hat, hätte er so handeln können, dann hätten sie ihn instruieren können, was er nun am besten tun kann. Das muss er mit seinem Gewissen ausmachen. Es scheint niemanden zu geben, der das nachvollziehen kann. Das einzige wäre eben eine komplette Panik die den Geist völlig vernebelt hat. Darueber erlaube ich mir kein Urteil.


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Todesdrama am Großglockner

um 22:18
Zitat von svenskensvensken schrieb:Ich meinte: ich halte das Urteil aufgrund der Beweislage fuer juristisch angemessen. Mehr gaben die eindeutig bekannten Fakten eben nicht her. Alles andere wäre moralische Verurteilung gewesen, darum geht es aber in einem Gerichtsprozess nicht. Auch ich tendiere zu der privaten Meinung, dass er sich sehr schlecht benommen und gehandelt hat. Er hätte diese Tour NIEMALS angehen duerfen. Allein, ich wollte in meinem Post aufzeigen, dass es durchaus andere Szenarien gibt, die das gleiche Verhalten erklären können, auch wenn sie unwahrscheinlicher sind. Ein Richter kann aber nur aufgrund von Fakten urteilen, die jenseits jeden Zweifels sind.

Und dann muss ich dennoch widersprechen: Nein, "wir" sind hier auch nicht alle einer Meinung, oder ist das die Auffassung von einem "Diskussions"forum? Man muss da auch abweichende moralische Meinungen zur Kenntnis nehmen und respektieren.
Was du hier ausführst, gibt umfassend meine Meinung wieder.
Ich hätte es nicht besser formulieren können.


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