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Todesdrama am Großglockner

1.241 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 00:27
Zitat von svenskensvensken schrieb:Grossglockner weg
Zitat von svenskensvensken schrieb:Ich habe mal versucht, den Weg mit Hilfe der Webcams abzubilden. Das Foto ist dasjenige von 02:30 am 19.1.2025, die Pfeile bezeichen die auf den anderen Webcam-Bildern sichtbaren Lichtpunkte/kegel.
Blau: Kerstin G
Rot: Thomas P
@svensken
Vielen, vielen Dank! Das ist wirklich eine echt übersichtliche, gut verständliche grafische Darstellung! Super, die zeitliche Einordnung!


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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 00:30
Zitat von svenskensvensken schrieb:Vielleicht haben sie sich zerstritten, und sie hat ihn dann weggeschickt (”Geh jetzt”) und wollte ausruhen und dann nachsteigen ohne seinen Stress. Dann ist sie der Hypothermie zum Opfer gefallen und/oder evtl ins Seil gefallen.
Das klingt aber ein bisschen nach Schuldumkehr - die Kerstin G hat ihn fortgeschickt und ist dann hingefallen oder erfroren und Notruf hat sie auch nicht abgesetzt.t Nicht mal der TP ist auf diese Idee gekommen und hat stattdessen was davon erzählt, er hätte sie erschöpft und ohne Decke zurückgelassen.
Mal ganz davon abgesehen, dass Kerstin G gar nicht in der Lage war an dem Tag diese Tour zu bewältigen.
Zitat von svenskensvensken schrieb:Hier ist uebrigens noch ein schönes Video, wo man gut diesen Stuedlgrat mal sehen kann, dauert nur 1min aber sehenswert.
Das Video ist auch irreführend, es suggeriert man könnte den Grossglockner einfach so rauf joggen. An dem Tag konnte er nur von Leuten bestiegen werden mit Erfahrung mit Schnee und Eis und selbstverständlich nur mit den richtigen Schuhen.


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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 00:48
Zitat von lighthouselighthouse schrieb:Was ist also am Morgen schon passiert, dass man so spät erst los kam?
Ich hab mich immer wieder gefragt, warum er weitergehen wollte, auch als am Frühstücksplatz ersichtlich war, dass sie den Gipfel nicht im Hellen erreichen werden. Eigentlich macht das ja keinen Sinn. Tiefste Nacht, es ist stockdunkel. Neben seinem extremen Ehrgeiz - was ist, wenn aber genau das der Reiz für ihn war; den Glockner, den er schon einige Male bestiegen hatte, auch bei Nacht zu bezwingen? Das steigert die Herausforderung doch nochmal enorm. Suchte er diesen Kick?
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Und danach behauptet er, wäre sie erst auf den Knien zu ihm hoch gerobbt
Zitat von kobrilikobrili schrieb:Wie soll sie auch überhaupt bei langem Vorstieg noch irgendwie (robbend) zu ihm aufsteigen hätte können?! Das klingt einfach nur unglaubwürdig.
Wie soll das überhaupt funktioniert haben? Spitzes Gestein, Eis, eine Steigung von... x %. "Robbend" geht doch da sowieso nichts.
Zitat von svenskensvensken schrieb:Hier ist uebrigens noch ein schönes Video, wo man gut diesen Stuedlgrat mal sehen kann, dauert nur 1min aber sehenswert.
Wow, das ist atemberaubend. Und der Typ muss vollkommen irre sein :D Unglaubliche Leistung, wenn auch unter Lebensgefahr.
Zitat von parabolparabol schrieb:Das Video ist auch irreführend, es suggeriert man könnte den Grossglockner einfach so rauf joggen. An dem Tag konnte er nur von Leuten bestiegen werden mit Erfahrung mit Schnee und Eis und selbstverständlich nur mit den richtigen Schuhen.
Dass man die Situationen nicht vergleichen kann, liegt ja auf der Hand.


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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 01:16
Auf der WebCam Glocknerwinkel sieht man schon um 22.30 Uhr nur noch einen Punkt. Aber da sind die Bilder unschärfer.
Jetzt wird's gruselig, die Tragödie.

Wenn man ab 22.30 ihre Lampe gar nicht mehr sieht, dann müsste sie ja deutlich weiter unten gefunden worden sein.
War der Auffindeort wirklich so weit unterm Gipfel?


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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 01:20
Eine Sache noch, wurde evtl. schon diskutiert: Warum hat Kerstin nicht noch selbst einen Notruf abgesetzt, nachdem Thomas weg war und sie merkte, dss sie das nicht ueberleben wird, wenn nicht bald etwas geschieht? Hing sie bereits hilflos im Seil, kam an das Telefon nicht ran? Wenn sie nicht im Seil hing, sondern, wie er sagte, völlig entkräftet auf dem Vorsprung sass, hätte sie dann nicht wenigstens noch versucht 140, 112 oder ihre Mutter anzurufen? Es kann natuerlich sein, dass sie bereits so gezittert hat oder weggetreten war, dass sie das nicht mehr geschafft hat. Aber es wundert mich doch. Sehr seltsam. Irgendein Umstand muss sie daran gehindert haben. Sie muss ja bereits beim Hubschrauberanflug so fertig gewesen sein, dass sie es nicht mal mehr geschafft hat, denen ein Zeichen zu geben. Kurz danach muessen sich ihre Weg getrennt haben, darauf deuten die Lichtmuster hin. Und auch, dass man ihre Stirnlampe danach nicht mehr sieht deutet auf nichts gutes hin. Da ist doch was fauler als faul. In so einer Situation als T. nicht die Rettung zu alarmieren kann man nur als totale Gleichgueltigkeit oder gar Vorsatz interpretieren. Es muss irgendwelche Umstände geben, die der Richter kannte aber wir nicht, sonst kann man sich dieses Urteil nicht erklären. Oder er hat sich von T einwickeln lassen.


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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 01:31
Glocknerwinkel Cam von 7:30 Uhr am 18.1.2025. Man sieht 2 Personen, von der Zeit her könnte es passen. Lt. Google 55min vom Parkplatz Lucknerhaus zur Lucknerhuette. Seltsamerweise gibt es bei den Aufnahmen der Cam am Lucknerhaus zwischen 03:30 und 13:30 ein Luecke ohne Bilder. Sonst hätte man die beiden u.U. am Parkplatz ankommen sehen können.

https://www.foto-webcam.eu/webcam/glocknerwinkel/2025/01/18/0730


glockerwinkel202501180730Original anzeigen (1,8 MB)


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26.02.2026 um 02:10
Hier sind uebrigens noch zwei weitere Webcams, die die Leuchtpunkte zeigen. Bringen aber keine weitere Information, Freiwandeck schaut von der anderen seite, also von Norden her. Man sieht die Adlersruhe links oben auf dem Sattel.

https://www.foto-webcam.eu/webcam/kalsertal/2025/01/18/2000

Die Kalsertal-Cam zeigt auch die anderen Alpinisten beim Abstieg, die dann die Bergwacht alarmiert haben, weil sie oben Lichter gesehen haben. Deren Abstieg von oben beginnt ca. 18:40. Sieht man sehr schön.

https://www.foto-webcam.eu/webcam/freiwandeck/2025/01/19/0230

T. beim Abstieg zur Adlersruhe links vom Gipfel um 02:30 Uhr.


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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 02:36
Ich lese hier seit ca. 2 Tagen gebannt mit. Das ganze Geschehen fesselt einen. Ich wollte nicht viel dazu schreiben, um mich nicht zu sehr hinreißen zu lassen, meine Vorstellung des Ablaufs und bzgl. des Verhaltens des Mannes hier auszumalen.
Trotzdem kann ich mich dem nicht ganz erwähren.

Wenn man jetzt mal annehmen würde:
Als der Helikopter 22:50 Uhr über den beiden kreist, ist die Situation noch nicht so fatal. Beide Personen werden sich bewegend gesehen, keine der beiden Personen fordert aktiv Hilfe an. (Ich lasse den Gedanken, dass K dies evtl. nicht (mehr) konnte, mal raus.)

Ich frage mich, wie war Ks Zustand um 0:35 Uhr?
Um ca. 0:35 gibt es ein Telefongespräch zwischen T und der Bergrettung, welches von T später als Notruf dargestellt wird, was jedoch nicht der Darstellung der Bergrettung entspricht.
Kleine Verwirrung meinerseits hierzu: T ruft die Bergrettung aktiv zurück (weil die mehrere Versuche hier bereits gestartet haben) oder ruft er von sich aus aktiv an?

Da es laut Bergrettung kein Notruf war, sagen wir mal, dass es auch keiner war (Annahme).

Später geht T nicht mehr ans Telefon, er hat es auf lautlos gestellt und rennt zur Schutzhütte. Das kann ich mir noch soweit in dem Sinne erklären, dass er "einfach dicht gemacht hat". Nehmen wir mal an, seine Freundin ist gerade gestorben, oder sie ist abgerutscht, er kann nichts machen, oder ...keine Ahnung... er hat jedenfalls erkennen müssen, dass hier etwas passiert (ist), was nicht mehr funktioniert. Ausnahmezustand.
Er weiß, er muss irgendwann wieder reagieren und das auch irgendwie erklären, aber für 2-3 Stunden blockt er ab, vielleicht auch um nachzudenken (während des Abstiegs.).

Ich frage mich immer noch, was war um 0:35 Uhr mit K ?

War T bei dem Telefonat wirklich oben auf dem Gipfel? Ist er dann nochmal zu ihr zurück?

Wäre es möglich, dass die Situation um K erst nach 0:35 Uhr so extrem gekippt* ist?

(Dann wäre nachvollziehbarer, warum er das 0:35 Uhr Telefonat im Nachhinein als Notfallanruf ausgibt: um für den Zeitraum danach bis 3:30 Uhr nicht zur Verantwortung gezogen zu werden.)


*) unter "extrem gekippt" meine ich entweder ihren Tod oder sterbend oder in fataler Position (abgerutscht, hängend) und dass sie vorher zwar schleppend vorran kam, er jedoch bis dato dachte, dass es zwar Stunden braucht, sie aber irgendwann oben sein wird und danach der Abstieg erfolgt.


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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 02:38
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Ich hab mich immer wieder gefragt, warum er weitergehen wollte, auch als am Frühstücksplatz ersichtlich war, dass sie den Gipfel nicht im Hellen erreichen werden. Eigentlich macht das ja keinen Sinn. Tiefste Nacht, es ist stockdunkel. Neben seinem extremen Ehrgeiz - was ist, wenn aber genau das der Reiz für ihn war; den Glockner, den er schon einige Male bestiegen hatte, auch bei Nacht zu bezwingen? Das steigert die Herausforderung doch nochmal enorm. Suchte er diesen Kick?
Ich habe noch nie gehört von Bergsteigen bei Nacht. Ist das ein neuer Trend? Ist doch eigentlich völlig idiotisch. Selbst wenn er auf dem Tripp war, warum hat seine Partnerin den Unsinn mitgemacht?


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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 02:56
Zitat von svenskensvensken schrieb:Ich habe mal versucht, den Weg mit Hilfe der Webcams abzubilden.
Danke für die Darstellung.

Weißt Du, an welcher Stelle des Bergprofils Kerstin ungefähr geborgen wurde?


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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 02:58
Es klang im Prozess so, als wäre das Seil in dem sie hing, 10m über ihr fixiert gewesen. Da wäre sie üblicher Weise im Vorstieg gewesen sein, wenn sie so weit fällt, was sehr unwahrscheinlich ist, zumal sie ermüdet war. Im Nachstieg fällt man kaum weit hinunter.
So weit ich es verstehe, muss er sie schlecht fixiert haben auf dem Standort. Bei richtiger Fixierung mit Sicherungsgerät, oder er ist selbst am Standort als Sicherung, fällt sie nicht so weit. Warum macht er das? Beide allein gegangen können sie da nicht sein.
Wenn sie jetzt stürzt, dann fällt sie eben so weit. Das Licht kann auch durch einen Sturz ausgehen.
Kann das ein Kletterer hier bestätigen oder berichtigen?


Es sind da Koinzidenzen:

Ihr Licht verschwindet in der Zeit als der Hubschrauber da war. Ich könnte mir vorstellen dass er ihr nicht geglaubt hat, dass sie nicht den Hubschrauber gerufen hat. Oder er war bloß verärgert, dass der Hubschrauber sie auf einem Erkundungsflug gesucht hat, weil aufgefallen war an den Lichtern, dass sie zwei Stunden lang wegen ihr nicht weiterkamen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie nicht Mal mit einer Hand dem Heli winken hätte können. Oder wenigstens mit dem Gesicht sich zuwenden.

Bei der Ex-Freundin funktionierte das Licht nicht mehr nachdem er sie nachts zurückgelassen hat. Warum eigentlich nicht?
Hier in dem Fall ist möglicher Weise auch das Licht verschwunden.
Warum waren sie eigentlich so weit nach Osten geklettert, bevor ihr Licht verschwand?
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Ich habe noch nie gehört von Bergsteigen bei Nacht
Also wenn man so etwas wie den Stüdlgrad im Winter geht, ist es normal dass man einige Zeit in der Dunkelheit unterwegs ist, weil die Tage kurz sind. Oft startet man Touren vor Morgendämmerung, und der Abstieg erfolgt auch oft nach der Dämmerung.
Es hieß sie war Bergläuferin gewesen und hätte das gerne nachts gemacht. Vielleicht war sie einfach alles andere als ein Frühaufsteher.


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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 03:06
@Photographer73, @redsherlock
betreffend: nachts klettern

Ich finde das auch extremst. Vielleicht liegt es daran, dass tagsüber (und vor allem zu anderen wärmeren Jahreszeiten) der Gipfel oft mit anderen Kletterern belegt ist. Vielleicht liegt es daran, dass T schon etliche Male dort war und die Kletterroute daher so gut kennt, dass er das im Dunkeln schafft. Ich frage mich auch, ob es für eine Person, die das erste Mal dort klettert, überhaupt so toll ist, wenn man gar keine Weite und Höhe sieht.
Wenn die Stirnlampe versagt, ist man auch aufgeschmissen... es ist total waghalsig.


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26.02.2026 um 03:16
P.S. ich konnte es nicht mehr löschen
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Warum waren sie eigentlich so weit nach Osten geklettert, bevor ihr Licht verschwand
Der Grat ist da tasächlich nicht gerade sondern hat eine Zacke nach Osten in seinem Verlaufl.


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26.02.2026 um 03:30
Zitat von SillyramaSillyrama schrieb:Weißt Du, an welcher Stelle des Bergprofils Kerstin ungefähr geborgen wurde?
Das hat mich jetzt ebenfalls interessiert, obwohl ich nicht direkt angesprochen wurde. Auf der Webcam kann man am 19.01.2025 von 10:10 Uhr bis 10:40 Uhr die Rettungskräfte an der Stelle beobachten. Das kann eigentlich nur die Bergung von Kerstin sein. Wenn man heranzoomt, sieht man es ziemlich gut.

10.10 Uhr Z. B.

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https://www.foto-webcam.eu/webcam/adlersruhe/2025/01/19/1010

Müsste die Stelle sein. Quelle: Sevus TV

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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 04:30
Doch so weit oben gelandet, das ist beruhigend zu wissen. Da sieht's wieder anders aus. Ich hätte mich schon gewundert, dass die Bergretter so weit getragen hätten zum Gipfel etc.
Das war also ihr Pech, dass sie nicht schon zwei Stunden vorher völlig am Ende war, als der Heli vorbeikam.
Vielleicht waren sie doch enger zusammen gegangen sodass man nur ein Licht sah?
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:So weit ich es verstehe, muss er sie schlecht fixiert haben auf dem Standort. Bei richtiger Fixierung mit Sicherungsgerät, oder er ist selbst am Standort als Sicherung, fällt sie nicht so weit. Warum macht er das?
Dann kann ich mir das selbst beantworten: Er wollte sie dort, wo sie nicht mehr weiter konnte einfach am Standort sichern, und konnte es nicht besser ausführen.

Übrigens auch wenn er 14x auf dem Glockner war, wo es ja viele Routen gibt und die Wintertour die Ausnahme sein wird, heißt das nicht dass er je mal im Haus Adlerruhe im Winter vorbeigekommen war. Hütte klingt für manche etwas niedlich, aber es ist natürlich ein stattliches Haus mit Zimmervermietung & Halbpension. Also so selbstverständlich für ihn zu wissen dass da niemand ist, scheint mir das auch wieder nicht. Er hätte bevor er Kerstin zurückließ nach der Telefonnummer schauen können, wenn schon kein Heli mehr kommt. Aber von der Couch redet sich's leicht, finde ich. https://www.erzherzog-johann-huette.at/


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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 08:25
@svensken

Ist diese Stelle

Beitrag von KarloSamt (Seite 37)

dann ungefähr bei deiner Grafik bei 00 Uhr?

Oder wo würdet ihr die Bergung verorten? Dann muss sie ja bis dahin auf alle Fälle noch irgendwie gekommen sein...


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26.02.2026 um 08:31
@svensken überragende Aufarbeitung !! Vielen Dank.
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Es klang im Prozess so, als wäre das Seil in dem sie hing, 10m über ihr fixiert gewesen. Da wäre sie üblicher Weise im Vorstieg gewesen sein, wenn sie so weit fällt, was sehr unwahrscheinlich ist, zumal sie ermüdet war. Im Nachstieg fällt man kaum weit hinunter.
So weit ich es verstehe, muss er sie schlecht fixiert haben auf dem Standort. Bei richtiger Fixierung mit Sicherungsgerät, oder er ist selbst am Standort als Sicherung, fällt sie nicht so weit. Warum macht er das? Beide allein gegangen können sie da nicht sein.
Vor allem stösst mir auf, dass sie dann soviel Seil (10 Meter) zum hängen hatte. Das muss doch für sie frickelig gewesen sein, sich aus der Fixierung so zu lösen oder sich so umzuhängen, dass dann plötzlich 10m an Seil nachgibt ?!
Zitat von svenskensvensken schrieb:Eine Sache noch, wurde evtl. schon diskutiert: Warum hat Kerstin nicht noch selbst einen Notruf abgesetzt, nachdem Thomas weg war und sie merkte, dss sie das nicht ueberleben wird, wenn nicht bald etwas geschieht? Hing sie bereits hilflos im Seil, kam an das Telefon nicht ran?
Kann mir gut vorsellen, dass man nicht mehr gut das Telefon greifen kann. Man muss die Handschuhe ausziehen (es stürmt und ist eiskalt) und aufpassen, dass man das Handy nicht verliert. Ich weiß nicht, wie Euch das geht, aber wenn ich irgendwo auf einer steil abfallenden Plattform/Aussicht stehe und mein Handy zum fotografieren heraushole krieg ich schon schwitzige Hände aus Angst, dass es mir entgleitet.

Und da sind wir beim nächsten Punkt:
Zitat von svenskensvensken schrieb:Es ist also gut möglich, dass das Telefongespräch um 0:35 etwa vom Gipfel stattfand.
Und warum könnte das wirklich so gewesen sein ??? Weil er ein Gipfelfoto machen wollte und dazu sein Handy herausholt > er sieht dann die ganzen Anrufe und Nachrichten in Abwesenheit von der Nummer des Bergretters (was er natürlich da noch nicht weiß) und ruft halt mal zurück....


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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 08:40
Danke für all die Recherchen und Bilder! Kann mir Berglaien vielleicht noch jemand sagen, wo er sie fixiert haben will?

Es wirkt doch wirklich so, als wäre ihre Stirnlampe aus.


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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 08:43
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Ich habe noch nie gehört von Bergsteigen bei Nacht. Ist das ein neuer Trend? Ist doch eigentlich völlig idiotisch. Selbst wenn er auf dem Tripp war, warum hat seine Partnerin den Unsinn mitgemacht?
Das kann viele Gründe haben. Länge der Route, Sonnenaufgang erleben wollen, Sicherheitsaspekte (morgens ist der Schnee deutlich fester durch den Frost, nachmittags gibt es tendenziell eher Wetterumschwünge), Menschenmassen vermeiden wollen... Ganz so ungewöhnlich ist es nicht.


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Todesdrama am Großglockner

26.02.2026 um 08:44
@karlo@KarloSamt
Ich interpretiere Dein 2. Foto von ServusTV als den Kleinglockner - der ist mMn bei der Stüdlgrat-Route erst im Abstieg zu passieren.
Abstieg:
Vom Gipfel zuerst hinab in die ausgesetzte Glocknerscharte zwischen Groß- und Kleinglockner, dort auf die andere Seite wechseln, mithilfe eines Fixseiles auf den Kleinglockner hinauf (evtl. ist das Seil unterm Schnee).
Quelle: https://www.bergsteigen.com/touren/klettern/stuedlgrat-grossglockner/

Bei der Routenbeschreibung auf o.g. Seite kann man auch genau nachlesen, welche Sicherungen wo am Fels vorhanden sind (Haken, Stahlseile etc pp)


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