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Todesdrama am Großglockner

530 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

um 15:01
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Ja und falls es zu einem neuen Prozess kommt, dass da der Fokus viel mehr auf seine Aussagen und deren Zusammenhang gelegt wird. Etwa als er um 3:30 dann von der Adlersruhe meldete: "WIR sind jetzt in der Adlersruhe"!
Wer ist da "WIR", er und seine Gummibärli in seiner Hosentasche?

Also selbst hier sagt er nicht gleich, dass er Kerstin ganz allein am Berg zurückgelassen hat. Und unterstreicht und unterstützt eigentlich die Aussage des Polizisten der sagte, er habe um 0:35 keinen Notruf abgesetzt.
Ich bin zugegebenermaßen noch nie stundenlang bei Nacht und Eiseskälte im Gebirge herumgeklettert aber Verwirrung ist ein Anzeichen einer schweren bis mittleren Unterkühlung.....Das mag das bis zu einem gewissen Grad entschuldigen.
Unverzeihlich war es, dass die beiden nicht viel früher Umgekehrt sind. Bergführer und Extrembergsteiger Peter Habeler hat in verschiedenen Medien kritisiert, dass man den Aufstieg viel früher hätte abbrechen müssen.


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Todesdrama am Großglockner

um 15:14
Zitat von watnuwatnu schrieb:Mein Verdacht: Sie ist irgendwo, wo man sie nie mehr findet.
Gehe auch stark davon aus, dass er sie selber entsorgt hat. Es ist ja nicht so, als wüsste er nicht ganz genau, dass er Scheiße gebaut hat und man ihm mit den Aufnahmen drauf kommt.


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Todesdrama am Großglockner

um 15:27
Zitat von DerErmittler85DerErmittler85 schrieb:Ich bin zugegebenermaßen noch nie stundenlang bei Nacht und Eiseskälte im Gebirge herumgeklettert aber Verwirrung ist ein Anzeichen einer schweren bis mittleren Unterkühlung.....Das mag das bis zu einem gewissen Grad entschuldigen.
Er war noch in der Lage in anderthalb Stunden nachts am Berggrat zum Notraum herunterzuklettern, so verwirrt kann der Angeklagte nicht gewesen sein. Außerdem war die Frau unterkühlt, nicht unbedingt der Angeklagte.
Mal ganz davon abgesehen, dass das eine Verwirrung sein müsste, die einem Drogentrip entspricht, wenn er dachte, seine Freundin wäre noch bei ihm.


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Todesdrama am Großglockner

um 15:42
Hier der Schuldspruch und die eingelegte Berufung beider Seiten der Medienstelle des Landesgerichts Innsbruck:

https://www.justiz.gv.at/lg-innsbruck/landesgericht-innsbruck/medienstelle/presseaussendungen.da1.de.html


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Todesdrama am Großglockner

um 15:42
Zitat von augustineaugustine schrieb:Mir gibt der Fall auch ziemlich schlechte Vibes und löst bei mir Empfindungen aus, die ich habe, wenn ich von Femiziden lese (damit sage ich nicht, dass es sich hier juristisch um einen solchen handelt). Aber jetzt mal ehrlich, hier geht's doch irgendwie nicht nur um eine reine Selbstüberschätzung am Berg? Der Elefant im Raum ist meiner Meinung nach, dass sich hier missbräuchliches Verhalten in Partnerschaften andeutet. Nach dem, was wir wissen, wirkt der Beschuldigte auf mich im mindesten narzisstisch, wenn nicht sadistisch. Das wirkt schon stark nach er will "die Frauen leiden lassen" und nimmt dabei sogar deren Tod in Kauf. Die Geschichte mit der Ex: Er wird wütend ("grantig"), wenn sie jammert und weint ("plärrt") und lässt sie ohne Licht auf dem Berg zurück --- Hallo? Mehr muss man nicht wissen. Das ist in meinen Augen partnerschaftliche Gewalt, nichts anderes.
Frage die sich hierbei stellt:

Warum suchen Menschen (in dem Fall Frauen) nach solchen Männern?

Wäre er ein Mann der "nur" Spaziergänge in den Alpen (im Tal);macht und völlig harmlos ist, wäre er dann auch mehrmals im Jahr mit einer anderen Person unterwegs? zusammen?

@augustine: Warum sucht man selbst aktiv nach solchen Menschen? Die sich als Hero präsentieren? Die eindeutig mehr als einen, zwei, drei..... vier Partner hatten? Vielleicht auch pro Jahr?

Tinder und Insta ist kein Gott gegebenes Schicksal. Da entwickelt sich nur etwas wenn ich als Frau sehr aktiv auch dabei bin, aktiv zustimme, aktiv suche und dann auch aktiv den Treffen zustimme, die Treffen aktiv und selbstbestimmt immer und immer wieder mache! Auf die Touren aktiv mitgehe.

In diesem Fall hat auch die Mutter der verstorbenen trotz aller Trauer und allem Leid deutlich darauf hingewiesen, dass K. selbstbestimmt, selbst entschieden hat. Sowohl die Beziehung als auch die Tour.

Ich persönlich bin unverändert der Meinung, dass der beschuldigte sehr viele/zu viele/viel zu viele Fehler gemacht hat und ausgerechnet hier in seinem Spezial Gebiet der Bergtouren so gut wie alles falsch gemacht hat in diesem Fall. Wie hoch die Strafe sein muss entscheiden nicht wir uns erst recht nicht ich, sondern die Gerichte.

Ob tatsächlich alles gemeinsam so entschieden wurde, werden wir wohl niemals wissen, auch dann nicht, wenn die go pro gefunden wird und es noch einige Gerichtsverhandlungen geben würde.

Trotzdem erlaube ich mir hier deutlich zu äußern, dass man mit 33 Jahren als Frau nicht blind alles mitmacht was ein Typ sagt, ohne kurz mal das eigene Handy zu fragen was das für ein Berg ist und welche Jahreszeit gerade ist.

Was ich damit sagen will:

Einen fast 4.000 er mitten im Winter nachts zu besteigen ist definitiv eine ganz große Nummer und das weiß Frau mit 12, mit 16, mit 20 und erst recht mit 33, egal wie toll der Hero auf Insta oder sonstwo aussieht und sich gibt.

Das entschuligt selbstverständlich kein potentielles Fehlverhalten des beschuldigten , was aus meiner Sicht definitiv in mehrerer Hinsicht vorliegt.


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Todesdrama am Großglockner

um 16:06
Zitat von m_mucm_muc schrieb:.. die aber nicht zu ihrem Schuhwerk paßten ... und somit viel mehr Kraftaufwand, einmal beim Tritt und dann nochmal für die Arme bedeuteten ...

So einen Begleiter braucht kein Mensch, ich schreibe absichtlich nicht "Par
Da zeigt mancher Vermieter von Ferienwohnungen, Zimmern in einem Bergort mehr Verantwortung. Ich gehe öfters alleine in den Bergen wandern und habe schon oft erlebt, wenn ich meine Route hinterließ, dass der Wirt meine Schuhe inspizierte und nach der Ausrüstung fragte und Tipps und Warnungen mit auf den Weg gab.


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Todesdrama am Großglockner

um 16:09
Zitat von emzemz schrieb am 20.02.2026:Hier war der Punkt, wo sie hätten umkehren sollen.
Tafel am Frühstücksplatzl
Am Frühstücksplatzl hängt eine Tafel, mit dem Hinweis, dass umkehren sollte, wer für den Aufstieg dorthin mehr als drei Stunden brauchte. Warum sie viel länger – fast fünf Stunden – gebraucht hätten, fragt der Richter? Sie hätten schwere Rucksäcke gehabt, sagt der Angeklagte.
Was, um alles in der Welt, soll denn in den "schweren Rucksäcken" drin gewesen sein, gab es da keine Nachfragen?
Wenn es als Proviant nur Gummibären und Tee gab, der unterdessen gefroren war und dem Verurteilten nicht mal klar war, dass Kerstin einen Biwacksack mit sich führte- was soll denn seiner Meinung nach schweres in beiden Rucksäcken gewesen sein? Oder bezieht er das Gewicht auf das Splitboard, das Kerstin zusätzlich trug und was ihre Geschwindigkeit verlangsamt haben könnte? Was wiederum auch ein Grund für mögliche Wut seinerseits auf sie gewesen sein kann, weil sie ihn so "ausgebremst" hat. Auch da wäre es aber ja seine Verantwortung gewesen, im Vorfeld bereits darauf hinzuweisen, ob es klug ist, mit Splitboard aufzusteigen. Bergexperten haben sich diesbezüglich ja eindeutig geäußert.
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Ich glaube nicht, dass eine Partei zurückziehen wird und bin wirklich froh, dass auch die Staatsanwaltschaft in Berufung geht. Ich hoffe auf ein sehr viel härteres Urteil.
Das hoffe ich auch. Sehr. Es spricht zu vieles für die Wichtigkeit einer sehr genauen Aufklärung in allen Punkten.
Zitat von ForesterForester schrieb:Frage die sich hierbei stellt:

Warum suchen Menschen (in dem Fall Frauen) nach solchen Männern
Du milderst es selber in deine nachfolgenden Worten schon ab, dennoch trägt diese Fragestellung eine Schuldumkehr in sich, die so zu einfach gedacht wäre.
Aus welchen Gründen auch immer solche Beziehungen zustande kommen und ja, vermutlich sind es oft keine guten Gründe, der Fehler, das Versagen, die Selbstüberschätzung, alles liegt hier beim Verurteilten.
Ich würde als Außenstehende auch sagen, niemals im Leben würde ich mit dem Typen so eine Tour machen, aber ich laufe ja auch nur in meinen Schuhen.
Ich hoffe wirklich sehr dass jetzt ganz genau hingeschaut wird, in allen Details und dann, wenn nötig, ein Urteil gefunden wird, bei dem sich der bereits Verurteilte noch wünschen wird, es dabei belassen zu haben.


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Todesdrama am Großglockner

um 16:10
Zitat von parabolparabol schrieb:Mal ganz davon abgesehen, dass das eine Verwirrung sein müsste, die einem Drogentrip entspricht, wenn er dachte, seine Freundin wäre noch bei ihm.
Wobei Drogen würde ich beim Angeklagten nicht ausschließen.
„Es ist offensichtlich, dass beim Bergsport auf Teufel komm raus gedopt wird“, sagt Reinhold Messner. Der Südtiroler bezwang als erster Mensch alle 14 Achttausender...

...Eine viel längere Tradition haben Amphetamine. So war der legendäre Hermann Buhl bei seiner als „übermenschlich“ geltenden Erstbesteigung des Nanga Parbat 1953 auf Speed. Er nahm während seines Alleingangs Pervitin zu sich. das im Zweiten Weltkrieg unter dem Namen „Stukka-Tabletten“ Berühmtheit erlangte. Damals wurde es deutschen Kampffliegern zur Leistungssteigerung verabreicht.

Fast alle Bergsteiger der 1950er-Jahre haben auf die Kriegsdrogen zurückgegriffen.
https://www.diepresse.com/399892/epo-co-hobby-kletterer-auf-teufel-komm-raus-gedopt


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Todesdrama am Großglockner

um 16:20
Es hoffen so manche, die Berufung des Angeklagten, könne zu einer abermaligen Aufnahme des Verfahrens führen. Ob das die Verteidigung so anstrebt? Man wird sehen.

Sollte das OLG nur zulassen, was die StA anführt in der Berufung, nämlich die Höhe der Strafe, braucht es da komplett nochmal das gesamte Verfahren?
Vielleicht geht es dann ja ganz schnell.


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Todesdrama am Großglockner

um 16:23
Zitat von ForesterForester schrieb:Trotzdem erlaube ich mir hier deutlich zu äußern, dass man mit 33 Jahren als Frau nicht blind alles mitmacht was ein Typ sagt, ohne kurz mal das eigene Handy zu fragen was das für ein Berg ist und welche Jahreszeit gerade ist.

Was ich damit sagen will:

Einen fast 4.000 er mitten im Winter nachts zu besteigen ist definitiv eine ganz große Nummer und das weiß Frau mit 12, mit 16, mit 20 und erst recht mit 33, egal wie toll der Hero auf Insta oder sonstwo aussieht und sich gibt.
Die Bergsteigerin Anja Plach hat gesagt, dass Winterbesteigungen am Großglockner bei nicht wenigen beliebt und nicht außergewöhnlich sind, weil man dann mehr Ruhe auf dem Berg hat.
Die hatten sich das wahrscheinlich so gedacht, dass sie alles gut schaffen und dann zum Sonnenuntergang mit Ski und Sbowboard eine spektakuläre Abfahrt nehmen.
Sie sind ja tagsüber losgegangen.
Der Fehler war dann eben, am Frühstücksplatzl nicht mehr umzukehren.
Aber die Planung an sich war wahrscheinlich nicht so außergewöhnlich, außer dass sie vielleicht ein wenig zu spät los sind. Sie sind um 6:45 Uhr los. Um 5:00 Uhr wäre wahrscheinlich eine bessere Zeit gewesen.


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Todesdrama am Großglockner

um 16:24
Zitat von ForesterForester schrieb:Warum suchen Menschen (in dem Fall Frauen) nach solchen Männern?
...mit dieser Aussage wäre ich etwas vorsichtiger - dysfunktionale Beziehungsdynamiken und Abhängikeiten durch zB Manipulation sind nicht zu unterschätzen. Hierzu entscheidet sich niemand "freiwillig", man wird schleichend reingezogen!


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