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Todesdrama am Großglockner

692 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

um 19:29
Zitat von BohoBoho schrieb:Warum sollte sie das tun, wenn sowohl er wie auch sie ein Handy haben und man ganz einfach mal die Rettung anrufen kann -
Du hast natürlich Recht. Doch die Tatsache, warum ER das nicht gemacht hat, finde ich noch unverständlicher.


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Todesdrama am Großglockner

um 19:32
@Justsaying
Das Geld geht an die Staatskasse.


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Todesdrama am Großglockner

um 19:37
Zitat von tracestraces schrieb:Das Geld geht an die Staatskasse.
Danke.
Ich dachte vielleicht an einen Bergretter-Verein oder so was.


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Todesdrama am Großglockner

um 19:50
Zitat von m_mucm_muc schrieb:Und auch der Verteidiger, der mit seiner Berufung wohl noch meint, mit der Vertretung des Angeklagten klingelt seine Kasse weiter ...
Mit ihm ist TP nicht gerade gut beraten. Der Richter war ihm schon beinahe unverständlich gut gesonnen, hat alles auch Widersprüchlichstes zu seinen Gunsten ausgelegt - der Verteidiger hätte unbedingt raten müssen, es mit dem Urteil gut sein zu lassen und es in Demut anzunehmen.
Zitat von m_mucm_muc schrieb:alpin.de/home/news/63413/artikel_grossglockner__verurteilter_bergsteiger_und_staatsanwalt_legen_berufung_ein.html


Der Verteidiger hat echt Nerven.
(dass er meint, er könne am OLG ein besseres Ergebnis für seinen Mandanten erzielen)
Das kann man dem Verteidiger nicht anlasten, er wird seinem Mandaten sicherlich dargelegt haben, was die Vor-und/oder Nachteile einer evtl Berufung wären. Die Entscheidung trifft aber der Mandant.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wir kennen nicht die Kommunikation zwischen G. und P. Vielleicht hat G. nur gedroht, die 140 zu wählen? Und P. dann "nachgegeben"?
Inwiefern "nachgegeben"? Was meinst du?
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wobei es er gewesen sein dürfte, der diesen Umstand zum "Akt" hat gelangen lassen, weil er danach gefragt hatte, ob sie gefunden worden sein. Wüsste man sonst, dass er eine Kamera dabei hatte?
Zitat von svenskensvensken schrieb:Nicht unbedingt, denn sie haben ja anfangs andere Tourengeher getroffen, und die haben evtl. bemerkt, dass er eine Cam dabei hat. Da hat er dann proaktiv gesagt, dass er sie verloren hat.
Ich halte das definitiv auch für eine Schutzbehauptung. Es ist halt sehr praktisch für ihn, dass die Cam "verloren" ging.
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:glaube sehr wohl, dass er sich der Schuld bewusst ist, aber sien Ego gestattet es nicht, das auch nach außen zuzugeben. Die Frage ist eben wieviel da Trauma hineinspielt.
Ich bin da anderer Ansicht. Natürlich kannst du Recht haben und sein Ego steht ihm möglicherweise im Weg. Ich halte ihn für unbelehrbar und leider würde es mich auch nicht wundern, wenn er nochmals eine Frau in eine ähnliche Lage bringt.
Zitat von LanigiroLanigiro schrieb:bin ohnehin verwundert, dass die Verhandlung nur einen Tag gedauert hat.
Das hat mich auch sehr gewundert. 13/14 Std, wer ist denn da noch aufnahmefähig? Selbst der Staatsanwaltschaft erwähnte, bevor er plädierte, dass er sich aufgrund der späten Uhrzeit kurzfassen würde.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Das würde u. a. seinen seltsamen Anruf um 0.45 Uhr erklären, von dem er im Nachhinein behauptet, es sei ein Notruf. Warum hat er sich danach nicht nach dem Stand der Dinge erkundigt bzw. war selbst nicht mehr erreichbar? Dass er noch um ca. 3.00 Uhr davon ausging, dass K. noch lebt, kann ich mir nicht vorstellen.
Das ist auch so ein Punkt, den ich nicht nachvollziehen konnte. Er lässt über 2 Std vergehen, bevor er sich, in einer solchen Notlage, nach dem aktuellen Stand erkundigt? Er schaut nicht zwischendurch aufs Handy um zu checken, ob es evt Anruge gab? Er muss ja enorme Angst um ihr Leben gehabt haben...


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Todesdrama am Großglockner

um 19:52
Zumindest hoffe ich darauf, dass die Revision zu einer präzedenzklärung führen wird, wer grundlegend als Bergführer/ tourenführer verstanden werden kann und welche Verantwortung einem solchen zukommt. Ihm kaum eine zuzuweisen, u.a. weil die Tote so "willensstark" gewesen sei, entbehrt jeglicher Substanz. Dass sie viral erkrankt war, wusste dieser "begnadete" Bergsteiger zumindest vorher. Mit welcher Ausrüstung sie unterwegs ist, zumindest zu Beginn der Wanderung. Egal, es regt mich auf.


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Todesdrama am Großglockner

um 19:57
Zitat von tracestraces schrieb:Dass sie viral erkrankt war, wusste dieser "begnadete" Bergsteiger zumindest vorher.
Da wäre ich mir nicht so sicher.
Ihre Krankheit ist auch ein Punkt, der zu wenig beleuchtet wurde im Prozess.


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Todesdrama am Großglockner

um 19:57
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Es gibt da um 1.30 Uhr noch eine seltsame "Lichterkette" oder 2 Lichter, was ich nicht richtig erkennen kann.
0.00 Uhr erkenne ich auf Glocknerwinkel 2 Lichter. Kann das zeitlich sein?
Um 0:00 meine ich nur 1 Licht zu sehen.
Diese Lichterkette um 1:30 sehe ich auch, könnten aber auch irgendwelche Kamera bzw Aufnahmebedingten Erscheinungen sein.

Was war denn eigentlich mit ihrer Lampe?
Warum war die aus?
Hatte sie die beim Auffinden noch am Kopf?

Es würde doch Sinn machen, sie gesichert mit Licht dort zu lassen?


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Todesdrama am Großglockner

um 20:02
@Streusel
Es gab einen Austausch in SM zwischen ihm und ihr. Er sprach ihren Infekt an, mit dem Anliegen, auf den Berg zu gehen, wenn es ihr besser geht. Wenn die Pathologie noch Virus nachgewiesen hat, dürfte sie zumindest noch nicht vollständig genesen gewesen sein.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:07
Zitat von m_mucm_muc schrieb:Ich empfand ihre Aussagen äußerst zurückhaltend. Überaus bedacht, keinerlei Vorwurf in irgendeiner bzw. seine Richtung zu streuen.
Das ist einerseits sehr in Ordnung, dennoch frage ich mich, ob das aus Angst vor möglicher Rache (des TP) so besonders behutsam ausgesprochen wurde - denn inhaltlich war das ja schon sehr heftig Erlebtes.
Da fasst du wichtige Dinge sehr treffend zusammen.

Möglicherweise ist auch genau aus dem Grund keine Anzeige erfolgt nach der Tour, die die Ex mit ihm gemacht hat: Sie hatte schlicht Angst vor ihm und seinem Grant.
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Ich gehe auch davon aus, dass sie den Notruf wählen wollte. Aber was passierte dann? Sie muss ja gemerkt haben, dass sie sich verwählt hat, keine Verbindung zustande kam. Dennoch gab es keinen zweiten Versuch.
Was, wenn sie es wirklich heimlich versucht hat? Sich in der Eile vertippte und keine weitere Gelegenheit hatte, unbemerkt von ihm? Vielleicht dachte sie auch, sie habe die 140 korrekt gedrückt und hoffte auf Hilfe durch Rückverfolgung des Anrufs durch die Alpinpolizei? Das würde aber bedeuten, dass sie riesige Angst vor seiner Reaktion darauf gehabt haben muss, weil sie, als der Hubschrauber kreiste, keine Signale gegeben hat. Vielleicht war sie da aber auch schon so fertig, dass sie es nicht mehr konnte. Oder er hat es verhindert. Wir wissen es nicht. Aber möglich ist theoretisch jedes Szenario.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Es sei nochmal daran erinnert, dass auch die Tour in ihrer Planung schon Harakiri war: Um 6.40 Uhr am Parkplatz los, um 21 Uhr auf dem Gipfel. Im Sturm? Und dann? Abfahrt im Mondschein und Übernachtung in der kalten Erzherzog-Johann-Hütte? Sehr lauschig. Auch im besten Fall also eine Tour von über 20 Stunden.
Richtig. Man startet um 5.00 Uhr, das ist die einhellige.Expertenmeinung. Und wenn man bestimmte Punkte nicht zu einer bestimmten Zeit erreicht hat, dann kehrt man um. Ist doch quasi ein ungeschriebenes Berggesetz. Man ist ja immer nicht nur für die eigene Sicherheit verantwortlich sondern auch dafür, Bergretter generell nicht durch Leichtsinn in Lebensgefahr zu bringen.
Jetzt begann diese Tour aber erst um 6:40 Uhr. Also fast zwei Stunden später als empfohlen. Und es war von Anfang an ja klar, dass das im festgelegten Zeitfenster nicht mehr zu schaffen ist. Und man ist trotzdem los.
Was ist also am Morgen schon passiert, dass man so spät erst los kam? Hatte Kerstin verschlafen? War er sauer auf sie deshalb und das den ganzen Tag vor sich hergetragen? Wissen wir nicht, ist aber möglich. Es wäre eine sehr passende Erklärung für den kompletten Tagesverlauf. Sie hätte sich dann aus Schuldgefühlen immer weiter an den Rand ihrer Kräfte gebracht und er, von dem seine Ex-Freundin gesagt hat, wie schnell er grantig werden kann, wäre dann einfach sauer gewesen weil der ganze Tag nicht so gelaufen ist, wie er es geplant hatte. Weil er aber sehr ehrgeizig ist und ja auch sehr medienaffin, hatte er sicher vor, die gelungene Tour in social Media zu teilen. So könnte eins zum anderen gekommen sein.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:23
Zitat von BohoBoho schrieb:r war der Erfahrenere, der die Strecke sehr gut kannte. Derjenige, der wusste, was da an Felsen und Hürden auf sie noch zukommen. Er konnte das sehr gut einschätzen, da er schon so oft dort war und die Strecke gemacht hat
Ganz offensichtlich konnte er es nicht gut einschätzen.
Zitat von watnuwatnu schrieb:olange alles wunschgemäß und ohne Schwierigkeiten verläuft, ist die Inkompetenz selbsternannter bzw. von sich selbst überzeugter Experten oft nicht erkennbar.
Im Prinzip richtig.
Ich halte die schlußendliche Entscheidung alleine abzusteigen gar nicht so den maßgeblichen Punkt.
In der Situation hat er sicherlich auch versagt, aber die wirklich eklatanten Fehler wurden vorher gemacht zu einem Zeitpunkt, als man noch gar nicht in Gefahr war, und noch logisch nachdenken konnte.

Wie kommt man auf die Idee ohne Proviant los zu ziehen?
Auch nicht ohne Rettungsausrüstung wie er.
Man geht auch solche Touren nicht mit der Partnerin, die unerfahren an diesem Berg und ebenso unerfahren beim Winterklettern war.
Da geht man doch erst einmal zusammenl probehalber im Sommer
Er lies er nicht nur zu, sondern gab ihr noch unpassende Ausrüstung
Er ging überhaupt erst los, obwohl man schon 2 Stunden Verspätung hatte.
War er so naiv zu glauben, das er mit der unerfahrenenm Partnerin die Zeit wieder aufholen kann ?
Er ging am Frühstücksplatz weiter, obwohl sich das Zeitfenster weiter verschlechtert hatte. Es war damit zu rechnen den Gipfel nicht mehr im Hellen zu erreichen und ich denke das war das Ziel.
Selbst wenn sie, vom "Gipfelfieber" getrieben auf einen weiteren Aufstieg bestanden hätte, hätte er auf Abbruch drängen müssen. Da kann er sich auch nicht rausreden, denn es stand eine ausdrückliche Warnung am Frühstücksplatz.
Dann nahmen die Geschehnisse ihren Lauf. Der Seilhänger der irre Kraft kostete , schließlich der körperliche Zustand der Frau Wir können nicht wissen, wie schnell dieser voranschritt und ab wann ihm klar war, das er sie nicht über den Gipfel bekommt.

quote=parabol id=37274923]Er hätte sie im Biwak und in Schutzdecke gehüllt zurücklassen müssen.[/quote]
Das er in der Stressituation gar nicht an Ihr Biwak und die Wärmedecke gedacht hat und sie damit versorgte, da kann man ihm schon seine Aussage abnehmen, er habe in der Stressituation gar nicht daran gedacht.
Aber auch das zeigt, das er als Führer einer Seilschaft ungeeignet ist.
Zitat von Misses_FMisses_F schrieb:ch denke nicht, dass er sie am Berg weg geworfen hat. Denn dann müsste er in der ständigen Angst leben, dass sie eines Tages gefunden wird.
Ziemlich unwahrscheinlich, beinahe unmöglich, das es die nächsten Jahre gefunden wird.
Wer soll das finden, wenn er es in einen Felsspalt geworfen hat. Die Kamera wäre ja schon nach Tagen im Schnee verschwunden.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wobei es er gewesen sein dürfte, der diesen Umstand zum "Akt" hat gelangen lassen, weil er danach gefragt hatte, ob sie gefunden worden sein. Wüsste man sonst, dass er eine Kamera dabei hatte?
Vielleicht hat er es ganz offensiv erwähnt, weil eh ermittelt worden wäre, das er immer die GoPro mitnimmt.
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Ob er jetzt den Notruf- Versuch mitbekommen hat oder nicht - sie müssen ja dort Auseinadersetzungen übers Aufgeben gehabt haben.
Genau hier könnten die GoPro Aufnahmen Klarheit bringen. Hat er sie den Berg "hochgetrieben" wie einige hier schrieben. Oder ging da auch falscher Ergeiz von ihr aus ß
Zitat von watnuwatnu schrieb:Inzwischen denke ich, dass das Urteil, eventuell härter ausgefallen wäre, wenn K. überlebt hätte und zu den Vorgängen am Großglockner aussagen gekonnt hätte.
Interessanter Ansatz . Durchaus denkbar, das er für ihn belastbare Einzelheiten weglässt in seinen Schilderungen.
Deshalb denke ich hat er die Kamera entsorgt.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:40
Zitat von BohoBoho schrieb:Der Anruf um 0.35 wird vermutlich vom Gipfel aus erfolgt sein. Er kam oben an und sie kam nicht nach, sein Ziel war erreicht und da rief er an. Als aber klar war, dass kein Hubschrauber kommen kann und er jetzt ja auch zugeben müsste, dass er seine Partnerin schon vor mind. 1,5 Stunden hinter sich gelassen hat, hat er eben keine Hilfe gerufen.
Um 2.30 tauchte seine Lampe dann beim Abstieg auf - ich weiß nicht, wie lange man in etwa vom Gipfel bis zu diesem Punkt benötigt, aber 1 Stunde mind. dürfe hinkommen? Bei dem Video der Bergsteiger sah dieser Teil jetzt auch nicht so einfach aus. Vielleicht hat er sich davor auch noch etwas ausgeruht.
Vom Gipfel bis zur Adlersruhe wird der Abstieg mit 2 Stunden beschrieben bei normalem Wetter und bei Tag.
Was ist passiert, nachdem der Hubschrauber weggeflogen war?

Der Angeklagte erzählt, dass er vorausgestiegen sei und Kerstin G. inzwischen am Stand gewartet habe. Dass man nicht mehr gemeinsam am laufenden Seil gegangen sei, "macht wenig Sinn", gibt der Angeklagte gegenüber dem verwunderten Richter zu Protokoll. Dadurch wurde die Distanz zwischen den beiden wesentlich größer. Er habe nicht verstanden, was Kerstin G. ihm zugerufen habe. Der Angeklagte habe 40 bis 45 Minuten gewartet und dann einen Notruf abgesetzt.

19.02.2026, 11:08
|Adisa Beganović

Konnte Kerstin G. sich noch fortbewegen?

"Es war bitterkalt und wir waren beide erschöpft", beschreibt Thomas P. die Situation, als sie wieder vereint sind. Der Tee sei inzwischen gefroren gewesen. "Stimmt es, dass sich Kerstin G. zu diesem Zeitpunkt nur noch kriechend fortbewegen konnte?", fragt der Richter. Das sei dann tatsächlich der Fall gewesen. "Ich habe dann mit ihr ausgemacht, dass ich Hilfe hole", sagt der Angeklagte. Thomas P. hat darauf gehofft, dass andere Bergsteiger in der Adlersruhe sind.

19.02.2026, 11:11
|Adisa Beganović

"Geh jetzt, geh"

Man habe sich in einer "absoluten Stress- und Ausnahmesituation" befunden. Er wollte sich noch zu Kerstin G. legen. Sie habe ihm lautstark gesagt: "Geh jetzt, geh." Dadurch habe sie ihm "das Leben gerettet". Der Angeklagte bestätigt, dass Kerstin G. so erschöpft war, dass sie bewegungsunfähig war.
Quelle: https://kurier.at/chronik/tirol/grossglockner-prozess-landesgericht-innsbruck-urteil/403132538#google_vignette

Was bedeutet, „nicht mehr am laufenden Seil“ gegangen sind?
Waren sie miteinander noch verbunden oder nicht?
Wenn um 22:50 der Hubschrauber abgedreht ist. Er um 0:35 den alpinpolizisten zurück gerufen hat, oder wie er es nennt einen Notruf abgesetzt hat. Dann bastel ich jetzt mal eine Timeline. Vielleicht kann jemand drüber schauen?


22:50 Hubschrauber dreht ab.
23:00 (?) 23:15 Man geht nicht mehr am gemeinsamen Seil
Kerstins Rufe kann er nicht mehr verstehen?
23:45 er wartet 40-45 Minuten und wählt dann den Notruf.
00:35 Telefonat mit dem Alpinpolizisten
Er ist angeblich bis 02:00 bei ihr. Auch während des Telefonats?
02:30 ist er mitten im Abstieg. Er ist niemals bis 02:00 Uhr bei ihr geblieben, das kann ich mir nicht vorstellen.
IMG 7949
Er wollte sich zu ihr legen? Wollte oder hat er sich?

Meiner Meinung nach war die Stress und Ausnahmesituation auch ein Beziehungsdrama.
Stellt sich doch mal jemand vor, man hängt mit einer Lungenentzündung, blutenden Händen und einer verletzten Hüfte am Berg fest. Der Partner geht vor?! Lässt einen zurück! Obwohl man verletzt ist. Und davor wird man gefragt, als der Hubschrauber auftaucht „ hast du den Notruf gewählt?“.

Ich denke Kerstin war sich ihrer Situation bewusst. Und dass man da noch „Geh jetzt geh“ ruft. Kommt auf die Bedeutung an wie sie es gemeint hat.
Nach circa 17- 19 Stunden im Sturm bei Orkan und minus 7 grad.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:44
Unsere Timeline dürfte nicht stimmen.
Von wegen: (@traces)
Zitat von ringelnatzringelnatz schrieb:
Zitat von kobrilikobrili schrieb:Zumal ja die Webcam-Bilder zeigen dass sie bis zum Hubschrauberüberflug immer nicht weit auseinander waren. Vielleicht gab es auch danach „Beef“
Davon bin ich fest überzeugt.
Irgendwann war er definitiv genervt ("grantig") und hat seine alten Muster (siehe Ex) hervorgeholt (Warum auch immer er diese entwickelt hat!? Wie waren seine Eltern? - ich weiß, offtopic, aber mich interessiert sowas...) und ist einfach davon.
__________________________
Der Angeklagte erklärt, die Verzögerung durch den Seilverhänger habe etwa eineinhalb Stunden Zeitverlust gebracht. Nach 30 Minuten kam man zur "Schlüsselstelle", so Thomas P. Dort habe seine Freundin einen Seilpendler gehabt, nachdem sie ausgerutscht war. Dabei hat sie sich an der Hüfte und an einer Hand verletzt. Sie sei dann aber "problemlos über diese Stelle gekommen".
Quelle: Kurier Ticker 10.59

Aha, dann war die zeitraubende Seilblockade erst zwischen 20 bis 22 Uhr, wo sich die Lichter am Berg nicht aufwärts bewegt haben.
Ihr Notruf- Versuch war aber schon wesentlich früher.
Mir war nicht klar, dass der Seilpendler wo sie sich verletzt hat, erst so spät bei der Schlüsselstelle "große Platte" unterm Gipfel war. Vielleicht war die Verletzung ja doch problematischer?! Hatten sie deshalb Zoff, und dann ist er davon gezogen und hat nicht mehr warten wollen?

Die Geschichte rund um das Ende erfindet er wohl wegen des Einwands des Richters:
Der Angeklagte erzählt, dass er vorausgestiegen sei und Kerstin G. inzwischen am Stand gewartet habe. Dass man nicht mehr gemeinsam am laufenden Seil gegangen sei, "macht wenig Sinn", gibt der Angeklagte gegenüber dem verwunderten Richter zu Protokoll. Dadurch wurde die Distanz zwischen den beiden wesentlich größer.
Quelle: Kurier Ticker 11.03

Er war ihr also ein gutes Stück davongeklettert nach meinem Verständnis. Und das was im Kurier Live Ticker weiters von T's Schilderung steht, kann so wohl nicht gewesen sein, weil es mit den Lichtern am Berg nicht zusammenstimmt. T. behauptet, Kerstin hätte etwas gerufen ("Hilfe"..., sag ich mal), was er nicht verstanden hätte. Er hätte 45min. gewartet und dann den "Notruf" getätigt. Das war ja um 0.30 Uhr, und da war das Licht am Berg schon aus. Und danach behauptet er, wäre sie erst auf den Knien zu ihm hoch gerobbt, wäre bewegungsunfähig geworden, und die Geschichte mit fixieren, Rucksack abnehmen, Tee versuchen, sich zu ihr legen, sie hätte ihn dann auch noch losgeschickt zur Hütte... Im Dunkeln? Licht am Berg hat man da aber ja keines mehr gesehen.

Ich wüsste gerne, ob er dort alleine abklettern konnte zu ihr oder hätte können.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:55
Zitat von kobrilikobrili schrieb:sgewertet werden wird.
Zitat von Misses_FMisses_F schrieb:Deshalb auch meine Frage, was nach dem Notruf um 3:30 geschah. Wartete er auf die Bergretter oder ist er direkt danach abgestiegen?
Die Frage beschäftigt mich auch. Ist er nach dem Ausruhen selbst abgestiegen oder hat er in der Schutzhütte auf die einsatztruppe gewartet und ist dann mit jmd abgestiegen? Wenn die Einvernehmung gg 10 Uhr begann ist das vll auch recht knapp.
Ich bin mir nicht sicher, aber hat er nicht im Notraum übernachtet? Unten steht, er habe während des Anrufs gesagt, dass er ausruhen müsse:
"Ich habe sie an diesem Punkt nicht zurückgelassen"
Der Richter kommt zurück, zur Frage von vorhin. Der Angeklagte betont: "Ich habe sie an diesem Punkt nicht zurückgelassen" Und er sagt, die Verstorbene sei eine "starke Persönlichkeit" gewesen.

Jetzt zur Rettungskette: Um 3 Uhr 30 sei er in einem Telefonat mit einem Alpinpolizisten gefragt worden, ob er noch aufsteigen könne. Der Angeklagte habe verneint und gesagt, dass er sich bei der Adlersruhe – in einem Schutzraum – ausruhen müsse und es vielleicht ein, zwei Stunden später nochmals versuchen könne. Dabei habe er angeregt, einen Hubschrauber zu schicken.
Quelle: https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet

- - - -
Zitat von kobrilikobrili schrieb:Zumal ja die Webcam-Bilder zeigen dass sie bis zum Hubschrauberüberflug immer nicht weit auseinander waren. Vielleicht gab es auch danach „Beef“
Ich schrieb schon mal, dass ich es für möglich halte, dass K. gar nicht mehr in der Lage war, der Besatzung ein Zeichen zu geben, weil sie sich mit wenig Kraft am Berg halten musste. Sonst wäre evtl. der nächste energieraubende Seilpendler o. -hänger passiert.

Woher hätte die Besatzung wissen sollen, dass da unten
- ein grob Fahrlässiger evtl. einen Rettungseinsatz vermeiden will, obwohl es um Leben und Tod geht*

Seine Partnerin schon angeschlagen ist, weil sie
- durch den Seilhänger nach dem Frühstücks-Platzl viel Kraft verloren und eine Verletzung erlitten hatte
- Lungenentzündung hatte
- schon einige Stunden zu lang unterwegs war
- ungeeignete Schuhe mit falschen Steigeisen zusätzliche Energie beim Aufstieg gekostet hatten

Die Besatzung sah nur zwei Personen, die kein Signal abgaben. Mit der o. g. irren Konstellation kann niemand rechnen.

*Weil es sein Ego nicht zuließ? Weil er Kosten scheute? Weil er die Situation noch immer falsch einschätzte?


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Todesdrama am Großglockner

um 20:55
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Licht am Berg hat man da aber ja keines mehr gesehen.
Das kann durchaus sein, das die beiden sich im toten Winkel der Kamera befanden,

Hat man denn sein Licht beobachtet als er abstieg ?


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Todesdrama am Großglockner

um 21:04
https://www.focus.de/panorama/nach-grossglockner-urteil-sagt-richter-diesen-bemerkenswerten-satz_4d3e9242-4ca7-469d-8c78-da625f60df11.html
Der Focus hat hier eine timeline inkl aller eklatanten Widersprüche in den Aussagen des Verurteilten. Liest man zwischen den Zeilen und hält sich permanent die Situation von Kerstin G.im körperlichen und zeitlichen Kontext vor Augen, kann man einen Rückschluss auf die tatsächliche timeline ziehen. 22.30 Uhr ist eine spannende Uhrzeit und ALLES, was in den drei vier stunden DAVOR passiert sein dürfte.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:08
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:. Das war ja um 0.30 Uhr, und da war das Licht am Berg schon aus. Und danach behauptet er, wäre sie erst auf den Knien zu ihm hoch gerobbt, wäre bewegungsunfähig geworden, und die Geschichte mit fixieren, Rucksack abnehmen, Tee versuchen, sich zu ihr legen, sie hätte ihn dann auch noch losgeschickt zur Hütte... Im Dunkeln? Licht am Berg hat man da aber ja keines mehr gesehen.

Ich wüsste gerne, ob er dort alleine abklettern konnte zu ihr oder hätte können.
Ich denke auch, man kann das nicht genau am Licht festmachen, da es sicher Passagen gibt, wo man hinter dem Grat ist. Ist was man von unten sieht ist die Südseite??? Hieß es da nicht, dass man dort dem Wind besonders ausgesetzt sei und wir deshalb keinen Lichtkegel von ihr? Kann mich aber täuschen.

Was die Seilschaft angeht, so versteh ich es so, dass
‘Gemeinsam am Seil gehen’ bedeutet, dass sich beide gleichzeitig am Seil nach oben hin und nur versetzt fortbewegen. So wie er es gemacht hat, was lt Richter keinen Sinn ergäbe, dann ist er vorgestiegen und unten sichert jemand und gibt entsprechend Seil nach, wie man es zb in einer Kletterhalle auch macht.
Da wäre aber ein Experte gefragt, wie die Gegebenheiten dort am Großglockner genau sind - also ganz oben durchgängig wie ein Klettersteig mit fest installierten Stahlseilen, in die man sich mit seinem Karabiner nur einklinkt und nicht auf eine eigene Sicherung durch Seilschaft angewiesen ist. Evtl konnte er ja wegen installierten Stahlseilen allein zum Gipfel auf und absteigen?! Wenn sie ihn hätte sichern (also einfach gesagt das Seil halten) müssen, dann kann ich mir das bei ihrem beschriebenen Zustand kaum vorstellen


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