Boho schrieb:r war der Erfahrenere, der die Strecke sehr gut kannte. Derjenige, der wusste, was da an Felsen und Hürden auf sie noch zukommen. Er konnte das sehr gut einschätzen, da er schon so oft dort war und die Strecke gemacht hat
Ganz offensichtlich konnte er es nicht gut einschätzen.
watnu schrieb:olange alles wunschgemäß und ohne Schwierigkeiten verläuft, ist die Inkompetenz selbsternannter bzw. von sich selbst überzeugter Experten oft nicht erkennbar.
Im Prinzip richtig.
Ich halte die schlußendliche Entscheidung alleine abzusteigen gar nicht so den maßgeblichen Punkt.
In der Situation hat er sicherlich auch versagt, aber die wirklich eklatanten Fehler wurden vorher gemacht zu einem Zeitpunkt, als man noch gar nicht in Gefahr war, und noch logisch nachdenken konnte.
Wie kommt man auf die Idee ohne Proviant los zu ziehen?
Auch nicht ohne Rettungsausrüstung wie er.
Man geht auch solche Touren nicht mit der Partnerin, die unerfahren an diesem Berg und ebenso unerfahren beim Winterklettern war.
Da geht man doch erst einmal zusammenl probehalber im Sommer
Er lies er nicht nur zu, sondern gab ihr noch unpassende Ausrüstung
Er ging überhaupt erst los, obwohl man schon 2 Stunden Verspätung hatte.
War er so naiv zu glauben, das er mit der unerfahrenenm Partnerin die Zeit wieder aufholen kann ?
Er ging am Frühstücksplatz weiter, obwohl sich das Zeitfenster weiter verschlechtert hatte. Es war damit zu rechnen den Gipfel nicht mehr im Hellen zu erreichen und ich denke das war das Ziel.
Selbst wenn sie, vom "Gipfelfieber" getrieben auf einen weiteren Aufstieg bestanden hätte, hätte er auf Abbruch drängen müssen. Da kann er sich auch nicht rausreden, denn es stand eine ausdrückliche Warnung am Frühstücksplatz.
Dann nahmen die Geschehnisse ihren Lauf. Der Seilhänger der irre Kraft kostete , schließlich der körperliche Zustand der Frau Wir können nicht wissen, wie schnell dieser voranschritt und ab wann ihm klar war, das er sie nicht über den Gipfel bekommt.
quote=parabol id=37274923]Er hätte sie im Biwak und in Schutzdecke gehüllt zurücklassen müssen.[/quote]
Das er in der Stressituation gar nicht an Ihr Biwak und die Wärmedecke gedacht hat und sie damit versorgte, da kann man ihm schon seine Aussage abnehmen, er habe in der Stressituation gar nicht daran gedacht.
Aber auch das zeigt, das er als Führer einer Seilschaft ungeeignet ist.
Misses_F schrieb:ch denke nicht, dass er sie am Berg weg geworfen hat. Denn dann müsste er in der ständigen Angst leben, dass sie eines Tages gefunden wird.
Ziemlich unwahrscheinlich, beinahe unmöglich, das es die nächsten Jahre gefunden wird.
Wer soll das finden, wenn er es in einen Felsspalt geworfen hat. Die Kamera wäre ja schon nach Tagen im Schnee verschwunden.
Origines schrieb:Wobei es er gewesen sein dürfte, der diesen Umstand zum "Akt" hat gelangen lassen, weil er danach gefragt hatte, ob sie gefunden worden sein. Wüsste man sonst, dass er eine Kamera dabei hatte?
Vielleicht hat er es ganz offensiv erwähnt, weil eh ermittelt worden wäre, das er immer die GoPro mitnimmt.
Silberstreif. schrieb:Ob er jetzt den Notruf- Versuch mitbekommen hat oder nicht - sie müssen ja dort Auseinadersetzungen übers Aufgeben gehabt haben.
Genau hier könnten die GoPro Aufnahmen Klarheit bringen. Hat er sie den Berg "hochgetrieben" wie einige hier schrieben. Oder ging da auch falscher Ergeiz von ihr aus ß
watnu schrieb:Inzwischen denke ich, dass das Urteil, eventuell härter ausgefallen wäre, wenn K. überlebt hätte und zu den Vorgängen am Großglockner aussagen gekonnt hätte.
Interessanter Ansatz . Durchaus denkbar, das er für ihn belastbare Einzelheiten weglässt in seinen Schilderungen.
Deshalb denke ich hat er die Kamera entsorgt.