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Todesdrama am Großglockner

931 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

um 21:43
Zitat von UTACUTAC schrieb:Aber daraus die Konsequenz zu ziehen und die Freiheit für alle einzuschränken, da kann ich nicht mitgehen.
Ok, du nennst es Freiheit, ich nenn es Sicherheit.

Und du hast sicher recht, dass die Mehrheit der Bergsteiger sich anders verhält und umsichtig und rücksichtsvoll, verantwortungsbewusst handelt. Dazu hab ich auch zig Artikel gelesen, von Anwohnern, die selbst seit frühester Kindheit dort leben und zig mal den Großglockner bestiegen haben. Such ich morgen mal raus und reiche ich nach. Das deckt sich so ziemlich mit unseren Überlegungen hier. Was die Verantwortung, die Abfolge und die Beurteiung des geringen Strafmaßes betrifft.

Dass ausgerechnet er in Berufung geht, ist ja Knaller, da er sehr glimpflich davongekommen ist. Ihn stört wohl die Geldstrafe. Jedenfalls fällt mir nichts anderes ein, was bei dem milden Urteil stören könnte. Er kann froh sein, dass so milde geurteilt wurde. Das macht den Typen doppelt verdächtig und mehr als unsympathisch, wenn es auch eine doofe Wertung dafür ist. Immerhin ist hier ein Mensch fahrlässig zutode gekommen.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:44
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Thomas gab an, sie bei ca. 50 Meter unterm Gipfel allein gelassen zu haben. Das wäre da, wo die Platte mit Fixseil begann. Video ca. Minute 28
Danke für die Info zur Höhe der Platte mit Fixseil. Laut dem Video liegt diese Platte mit Fixseil auf 3748 m Höhe.

Die Schlüsselstelle "Platte mit Fixseil" ist dann synonym mit "Klapfl" - siehe Skizze vom Stüdlgrat in der Bilderleiste, oder?

T.P. hat angeben, sie auf einem Plateau zurückgelassen zu haben (also nicht an dieser Schlüsselstelle 50 m unter dem Gipfel). Dieses Plateau soll zehn Meter weiter oben gewesen als die Auffindeposition.

Die Meldungen in den Medien sprachen von 50 m unter dem Gipfel sei sie erfroren aufgefunden worden.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:52
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Vielleicht ist auch in Wirklichkeit viel Schlimmeres vorgefallen, so dass er sich in seinen Augen mit seiner "Geschichte" noch entlastete. Dafür gibt es aber keine Anhaltspunkte, weshalb es Spekulation ist.
Spekulieren tun wir hier letztlich alle irgendwie. Sicher ist auf jeden Fall, dass die bekannten Fakten die Aussagen von Thomas P. einfach nicht stützen.

Was könnte es sein, was noch schlimmer ist als das, was hier viele annehmen? Nämlich dass er sie einfach hat "hängen" lassen, in mehrdeutiger Hinsicht. Um entweder a) sein Ziel, den Gipfel zu erreichen oder b) seinen eigenen A.... zu retten oder beides.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:52
Zitat von InterestedInterested schrieb:Dass ausgerechnet er in Berufung geht, ist ja Knaller, da er sehr glimpflich davongekommen ist. Ihn stört wohl die Geldstrafe.
Wir wissen nicht, ob er (bzw. sein Anwalt) zuerst die Berufung angemeldet hat oder die Staatsanwaltschaft. Es kann durchaus sein, dass er das Urteil akzeptiert hätte.

Es kann auch schlicht juristische Gründe haben, wenn die Staatsanwaltschaft Berufung anmeldet - und das hat sie ja getan - dass man aus strategischen Gründen, um im Verfahren nicht in die Defensive zu geraten, als Verteidigung ebenfalls Berufung anmeldet.

Unabhängig davon: Ich fand das Urteil sehr fair.

Gespannt bin ich auf die detaillierte Urteilsbegründung des Richters, falls die überhaupt öffentlich wird.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:54
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Was könnte es sein, was noch schlimmer ist als das, was hier viele annehmen?
nanana Du willst doch nicht andere verleiten Verdacht zu äussern um ruck - zuck eine über zu bekommen??

Einfach mal selbst die Phatasie bemühen.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:59
Zitat von returntosenderreturntosender schrieb:nanana Du willst doch nicht andere verleiten Verdacht zu äussern um ruck - zuck eine über zu bekommen??

Einfach mal selbst die Phatasie bemühen.
Ok, das was du andeutest; soweit wäre ich gar nicht gegangen.
Zitat von Emil26Emil26 schrieb:Unabhängig davon: Ich fand das Urteil sehr fair.
Naja ich nicht. Mir war der Richter viel zu verständnisvoll. Hätte TP nicht offensichtlich mehrfach gelogen, könnte ich ein gewisses Wohlwollen noch irgendwie verstehen.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:59
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Um entweder a) sein Ziel, den Gipfel zu erreichen oder b) seinen eigenen A.... zu retten oder beides.
b)

Auf dem Gipfel war er schon öfter. a) schließe ich also aus und somit auch c) = beides

Ich gehe davon aus, dass er sie hängengelassen hat. In jeder Hinsicht. Was es kriminiell macht, nicht sofort bei 1. sich bietender Möglichkeit Hilfe anzufordern. Ein Notruf, der keiner war. Der weitere Abstieg zu Hütte mit hanebüchenen Erklärungen, dort Hilfe zu finden, der Flugmodus und die späte tatsächliche Hilfeanforderung. Dass sie das bei den Temperaturen und der Position nicht überleben würde, war denke ich klar. Er muss das also billigend in Kauf genommen haben, wenngleich er selbst es auch nicht geschafft hätte, sie hochzuziehen. Der Punkt wurde ja vom Richter wohlwollend beurteilt. Die Erkenntnis der Ausweglosigkeit selbst, nicht zur Last gelegt.


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Todesdrama am Großglockner

um 22:01
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Nämlich dass er sie einfach hat "hängen" lassen, in mehrdeutiger Hinsicht. Um entweder a) sein Ziel, den Gipfel zu erreichen oder b) seinen eigenen A.... zu retten oder beides.
a) sein Ziel den Gipfel zu erreichen und sie einfach in der Not zurücklassen finde ich einen schwerwiegenden Vorwurf.

Das glaube ich persönlich nicht. bzw. möchte ich ihm das trotz aller Widersprüche nicht unterstellen.


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Todesdrama am Großglockner

um 22:06
Zitat von Emil26Emil26 schrieb:Das glaube ich persönlich nicht. bzw. möchte ich ihm das trotz aller Widersprüche nicht unterstellen.
Und wie erklärt sich dann sein weiteres Verhalten? Wenn ich in höchster Not jemanden zurück lassen muss, ignoriere ich nicht mein Handy und marschiere einfach drauf los.
Ich kenne mich absolut nicht mit Bergsteigen aus, aber sollte ich persönlich in eine Lage geraten, wo mein Partner in Lebensgefahr ist, ich weiss gar nicht, wo ich überall anrufen würde.

Hinten und vorne passt es alles nicht.


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Todesdrama am Großglockner

um 22:10
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:wo mein Partner in Lebensgefahr ist, ich weiss gar nicht, wo ich überall anrufen würde.
Ich hätte das auch so gemacht wie du, wenn ich mich in diese Situation hineinversetze.

... Aber wir wären beide wahrscheinlich auch schon am Frühstücksplatzl umgekehrt und ich persönlich werde in diesem Leben keinen Stüdlgrat besteigen. Das ist sicher.


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Todesdrama am Großglockner

um 22:22
Es kann möglich sein, dass folgende Berichte bereits gepostet wurden, dann sorry.
The court also heard from Andrea B, a former girlfriend of Thomas P, who described how he had left her alone on a previous tour on the Grossglockner in 2023. She said she had been at the end of her tether, feeling dizzy and her headlight had gone out. She said she was crying and screaming when he suddenly disappeared, walking ahead and leaving her behind.

The judge also questioned Thomas P's account of how he had left Kerstin on the mountainside. Hofer suggested instead that, based on her position in the photos taken by the rescue team, she may have had a fall.

The court heard how the mountain rescue team found her body hanging upside down from a rock face, according to Austrian reports.

"We were amazed that she remained in that position," one of the rescuers told the court. If the wind had been any stronger, "she would have fallen over the south face".

The prosecution said there were strong winds of up to 74 km/h (45 mph), and it was very cold. It was -8C, with a windchill temperature of -20C, they said.

They argued that as the more experienced climber, Thomas P was "the responsible guide for the tour".

They said he failed to turn back or call for help in time to help his girlfriend.
Quelle: https://www.bbc.com/news/articles/c0k1xkllknmo
Das Gericht hörte auch Andrea B. an, eine ehemalige Freundin von Thomas P., die beschrieb, wie er sie 2023 auf einer früheren Tour auf dem Großglockner allein gelassen hatte. Sie sagte, sie sei am Ende ihrer Kräfte gewesen, habe sich schwindelig gefühlt und ihr Scheinwerfer sei ausgefallen. Sie sagte, sie habe geweint und geschrien, als er plötzlich verschwand, vorausging und sie zurückließ.

Der Richter stellte auch Thomas P.s Darstellung in Frage, wie er Kerstin am Berghang zurückgelassen hatte. Hofer vermutete stattdessen, dass sie aufgrund ihrer Position auf den Fotos, die das Rettungsteam gemacht hatte, möglicherweise gestürzt war.

Das Gericht hörte, wie das Bergrettungsteam ihre Leiche laut österreichischen Berichten kopfüber an einer Felswand hängend gefunden hatte. „Wir waren erstaunt, dass sie in dieser Position geblieben war”, sagte einer der Retter vor Gericht. Wäre der Wind stärker gewesen, „wäre sie über die Südwand gestürzt”.

Die Staatsanwaltschaft sagte, es habe starke Winde mit bis zu 74 km/h (45 mph) gegeben und es sei sehr kalt gewesen. Es habe -8 °C gegriffen, mit einer gefühlten Temperatur von -20 °C, sagten sie.

Sie argumentierten, dass Thomas P. als der erfahrenere Kletterer „der verantwortliche Führer der Tour“ gewesen sei. Sie sagten, er habe es versäumt, rechtzeitig umzukehren oder Hilfe zu rufen, um seiner Freundin zu helfen.

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
At 10:30 p.m., as a ferocious storm descended on the mountain, alpine rescuers dispatched a helicopter to check on the couple. Other climbers on the mountain, who bailed under the foul conditions, had seen Plamberger and Gurtner still on-route, attempting to ascend.

According to an account of the February 19 trial in German newspaper Frankfurter Allgemeine Zeitung, although the helicopter circled them six times and attempted to signal them with a spotlight, Plamberger gave no distress signals. Furthermore, authorities allege he then turned his phone on “silent,” ignoring subsequent attempts by authorities (who had his phone number on file from his climbing permit) to contact him.

According to Die Presse, Plamberger claimed that when the helicopter flew over, Gurtner was fine, and she only became exhausted later, around midnight. He said that at 12:35 a.m. after realizing the severity of the situation, he called the police to request rescue. The prosecution, while acknowledging that this call occurred, claimed the content of the call was “unclear” and that Plamberger failed to communicate that there was an emergency.

“That was definitely not an emergency call,” said the rescue officer who received the call, identified in court as “Mattias A.” The officer said he subsequently tried to contact Plamberger several times, both by phone call and WhatsApp text message (one of which read, “Do you need help now or not?”) but received no response. “There was no indication that an emergency situation existed,” he said.

Plamberger then left his exhausted partner near the summit in sub-zero temperatures and 45mph winds, beginning to descend alone. Authorities allege his only explicit call for aid came several hours later, at 3:30 a.m. By that point, the winds were too violent for a rescue flight to reach Gurtner.

Other witnesses, like the alpine police officer who questioned Plamberger on the morning of January 19, when he got off the mountain, allege that at the time, Plamberger made it clear that he was acting as a de-facto guide. “He essentially confirmed that he was the one who planned the tour,” said this officer, identified as “Christian J.,” according to Die Presse.

But it was a surprise witness who became the nail in the coffin: Plamberger’s ex-girlfriend, Andrea Bergener. (Editor’s note: We are uncertain about the correct spelling of Andrea’s last name: Bergener or Bergner. Die Presse only refers to her as “Andrea B.”)

Bergener testified that in 2023, Plamberger had also left her alone on an overnight summer ascent of the very same peak, Die Presse reported. The pair had been arguing during the climb, and Bergener had hoped to take a shortcut to end their trip. That’s when Plamberger went on alone.
“Then he was suddenly gone,” she recalled. “It was the middle of the night, I was alone, I was at the end of my strength, I was yelling and screaming. He had already gone ahead. That was our last mountain tour.”
...
Analyzing video footage taken by the helicopter at 10:30 p.m., Hofer said it was obvious even from this point that Gurtner was in trouble. “She’s having an incredibly hard time finding a handhold to continue climbing from, and finding a foothold. In five minutes, she only manages to move 20 centimeters upwards in what is quite manageable terrain.”
Quelle: https://www.climbing.com/news/austria-climber-guilty-grossglockner/



Um 22:30 Uhr, als ein heftiger Sturm über den Berg hereinbrach, schickten die Bergrettungskräfte einen Hubschrauber los, um nach dem Paar zu sehen. Andere Bergsteiger, die aufgrund der schlechten Bedingungen umgekehrt waren, hatten Plamberger und Gurtner noch auf dem Weg gesehen, wie sie versuchten, weiter aufzusteigen.

Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über den Prozess vom 19. Februar kreiste der Hubschrauber sechs Mal über ihnen und versuchte, ihnen mit einem Scheinwerfer Signale zu geben, doch Plamberger gab keine Notrufsignale. Darüber hinaus behaupten die Behörden, er habe sein Telefon auf „lautlos” gestellt und die anschließenden Versuche der Behörden (die seine Telefonnummer aus seiner Bergsteigergenehmigung hatten), ihn zu kontaktieren, ignoriert.

Laut Die Presse behauptete Plamberger, dass es Gurtner gut ging, als der Hubschrauber über sie hinwegflog, und dass sie erst später, gegen Mitternacht, erschöpft war. Er sagte, dass er um 00:35 Uhr, nachdem er die Schwere der Situation erkannt hatte, die Polizei anrief, um Hilfe anzufordern. Die Staatsanwaltschaft räumte zwar ein, dass dieser Anruf stattgefunden habe, behauptete jedoch, der Inhalt des Anrufs sei „unklar” gewesen und Plamberger habe nicht mitgeteilt, dass es sich um einen Notfall handelte.

Das war definitiv kein Notruf“, sagte der Rettungsbeamte, der den Anruf entgegennahm und vor Gericht als „Mattias A.“ identifiziert wurde. Der Beamte sagte, er habe anschließend mehrmals versucht, Plamberger zu kontaktieren, sowohl per Telefon als auch per WhatsApp-Nachricht (eine davon lautete: „Brauchen Sie jetzt Hilfe oder nicht?“), aber keine Antwort erhalten. „Es gab keinen Hinweis darauf, dass eine Notsituation vorlag“, sagte er.

Plamberger ließ dann seine erschöpfte Partnerin bei Minustemperaturen und Windgeschwindigkeiten von 70 km/h in der Nähe des Gipfels zurück und begann allein den Abstieg. Die Behörden behaupten, dass sein einziger ausdrücklicher Hilferuf erst mehrere Stunden später, um 3:30 Uhr morgens, erfolgte. Zu diesem Zeitpunkt war der Wind bereits zu stark, um Gurtner mit einem Rettungsflugzeug zu erreichen.


Andere Zeugen, wie der Bergpolizist, der Plamberger am Morgen des 19. Januar befragte, als er vom Berg kam, behaupten, dass Plamberger damals deutlich gemacht habe, dass er de facto als Bergführer fungierte. „Er bestätigte im Wesentlichen, dass er derjenige war, der die Tour geplant hatte“, sagte dieser Beamte, der laut Die Presse als „Christian J.“ identifiziert wurde.

Aber es war eine Überraschungszeugin, die den Ausschlag gab: Plamberger's Ex-Freundin Andrea Bergener. (Anmerkung der Redaktion: Wir sind uns über die korrekte Schreibweise von Andreas Nachnamen nicht sicher: Bergener oder Bergner. Die Presse bezeichnet sie nur als „Andrea B.“)

Bergener sagte aus, dass Plamberger sie 2023 ebenfalls bei einer nächtlichen Sommerbesteigung desselben Gipfels allein gelassen habe, berichtete Die Presse. Die beiden hatten sich während des Aufstiegs gestritten, und Bergener hatte gehofft, eine Abkürzung nehmen zu können, um ihre Tour zu beenden. Da machte sich Plamberger allein auf den Weg. „Dann war er plötzlich weg“, erinnert sie sich. „Es war mitten in der Nacht, ich war allein, ich war am Ende meiner Kräfte, ich schrie und brüllte. Er war schon vorausgegangen. Das war unsere letzte Bergtour.“
...
Hofer analysierte das um 22:30 Uhr vom Hubschrauber aufgenommene Videomaterial und sagte, dass bereits zu diesem Zeitpunkt offensichtlich war, dass Gurtner in Schwierigkeiten war. „Sie hat unglaublich große Schwierigkeiten, einen Halt für ihre Hände zu finden, um weiterzuklettern, und einen Halt für ihre Füße zu finden. In fünf Minuten schafft sie es nur, sich 20 Zentimeter nach oben zu bewegen, und das in einem recht überschaubaren Gelände.“

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)


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Todesdrama am Großglockner

um 22:26
Zitat von Emil26Emil26 schrieb:
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:wo mein Partner in Lebensgefahr ist, ich weiss gar nicht, wo ich überall anrufen würde.
Ich hätte das auch so gemacht wie du.
Ich hätte ganz Kals verrückt gemacht und wer weiß wen noch. Und vor allem, ich wäre dankbar für eine telefonische Anleitung, was ich unternehmen kann und wie. Z.B. den Flaschenzug. Es wurde gesagt, dass T. die Technik nicht beherrschte. Ich weiss nicht, ob man mit seiner Ausrüstung so was basteln könnte, aber wenn, hätte es einer am Telefon Schritt für Schritt erklären können. Es wäre eine kleine Chance gewesen.


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Todesdrama am Großglockner

um 22:29
Zitat von InterestedInterested schrieb:
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Um entweder a) sein Ziel, den Gipfel zu erreichen oder b) seinen eigenen A.... zu retten oder beides.
b)

Auf dem Gipfel war er schon öfter. a) schließe ich also aus und somit auch c) = beides

Ich gehe davon aus, dass er sie hängengelassen hat. In jeder Hinsicht. Was es kriminiell macht, nicht sofort bei 1. sich bietender Möglichkeit Hilfe anzufordern. Ein Notruf, der keiner war. Der weitere Abstieg zu Hütte mit hanebüchenen Erklärungen, dort Hilfe zu finden, der Flugmodus und die späte tatsächliche Hilfeanforderung. Dass sie das bei den Temperaturen und der Position nicht überleben würde, war denke ich klar. Er muss das also billigend in Kauf genommen haben, wenngleich er selbst es auch nicht geschafft hätte, sie hochzuziehen. Der Punkt wurde ja vom Richter wohlwollend beurteilt. Die Erkenntnis der Ausweglosigkeit selbst, nicht zur Last gelegt
Ja sehe ich fast 1:1 genau so - super von Dir zusammengefasst @Interested !

Diese ganzen hanebüchenen Erklärungen von TP und wo er mit seinen Erklärungen ansteht weiß er dann nicht warum es so was - etwa bei der Auffindesituation:


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Todesdrama am Großglockner

um 22:30
Zitat von InterestedInterested schrieb:Er muss das also billigend in Kauf genommen haben, wenngleich er selbst es auch nicht geschafft hätte, sie hochzuziehen.
Es ist ja ziemlich wahrscheinlich, wenn auch nicht bewiesen, dass er sie hängend zurück ließ und eben nicht auf dem Plateau fixiert hat mit Rucksack drunter usw. Warum aber behauptet er das dann? Wieso glaubt er, damit besser weg zu kommen?
Das Gegenteil ist doch der Fall. Er ließ sie alleine, ohne sie vor der Kälte zu schützen und rief niemanden an.

Dass sie selbst (angeblich bewegungsunfähig) sich nochmal Splitboard und Rucksack angezogen hat, um weiterzukommen, kann ich mir nicht vorstellen.

Die offenen Schuhe kann ich mir nur erklären, wenn sie wirklich irgendwann irgendwo hockte und sie sich selbst geöffnet hat. Vielleicht gab es die Situation auf dem Plateau wirklich und sie ist danach noch abgerutscht und danach ging er weiter.

Inzwischen wiederholt sich hier auch vieles...


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Todesdrama am Großglockner

um 22:39
Zitat von Emil26Emil26 schrieb:Aber wir wären beide wahrscheinlich auch schon am Frühstücksplatzl umgekehrt und ich persönlich werde in diesem Leben keinen Stüdlgrat besteigen. Das ist sicher.
:Y:
Sowas von sicher.

Es wird sich nie mehr klären lassen, wer die Entscheidungen dort traf und wer sie mittrug.

Interessant finde ich aber nach wie vor die Sache mit der Smartwatch. Da müsste doch normalerweise alles dokumentiert sein? Sogar der Todeszeitpunkt.


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Todesdrama am Großglockner

um 23:03
Zitat von InterestedInterested schrieb:Dass ausgerechnet er in Berufung geht, ist ja Knaller, da er sehr glimpflich davongekommen ist. Ihn stört wohl die Geldstrafe. Jedenfalls fällt mir nichts anderes ein, was bei dem milden Urteil stören könnte. Er kann froh sein, dass so milde geurteilt wurde. Das macht den Typen doppelt verdächtig und mehr als unsympathisch, wenn es auch eine doofe Wertung dafür ist. Immerhin ist hier ein Mensch fahrlässig zutode gekommen.
Naja, er musste es aber auch fast tun, weil die StA ja auch in Berufung gegangen ist.


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